Qualitätszirkel Nieren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Cardiovascular Prevention Center @Charité

Herzinsuffizienz

Universitätzmedizin Rostock

Universitätsmedizin Greiswald

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

jkb

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

CIRS Bayern

Gender Medizin

idw

Labor von Cepeptin: Ultracycling auf den Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt und das von Ultra-RadfahrerInnen - Hyperhydration - Überwässerung - Wassereinlagerungen Ödeme

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: „Ultradistanz-RadathletInnen zeigen nach mehrtägiger Belastung deutliche Zeichen der Überwässerung“

Erste Pilotstudie zu den Auswirkungen von Ultraradfahren auf Flüssigkeitshaushalt: 

Dass extremer Ausdauersport wie Ultraradfahren* zu körperlichen Überlastungssymptomen führen kann, scheint naheliegend. 

Für den boomenden Rad- und Ultraradsport sind evidenzbasierte Daten bislang jedoch spärlich. 

In einer Pilot-studie an der Medizinischen Universität Innsbruck wurden erstmals die Auswir-kungen von Ultracycling auf den Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt und das von Ultra-RadfahrerInnen berichtete Auftreten von Schwellungen an Augenlidern und Extremitäten untersucht. 

13 Ultra-RadfahrerInnen aus ganz Europa nahmen an der Pilotstudie teil. 13 Ultra-RadfahrerInnen aus ganz Europa nahmen an der Pilotstudie teil. David Bullock MedUniIBK/Bullock

  • Eine mehrtägige Ultradistanz-Radfahrt ist assoziiert mit deutlichen Zeichen der Überwässerung (Hyperhydratation) und damit verbundener Belastung des Herzens sowie sichtbaren Wassereinlagerungen (Ödemen).

Das ist die zentrale Erkenntnis einer neuen, im Fachjournal Kidney International Reports erschienenen und vom Land Tirol mit einer Technologieförderung von 130.000 Euro unterstützten Radstudie. 

Die Bildung von peripheren Ödemen (Schwellungen im Augenbereich, sowie an Armen und Beinen) nach überdurchschnittlicher körperlicher Belastung ist ein Phänomen, das bei Ultra-LäuferInnen bereits in Einzelfällen in der Literatur beschrieben wurde. 

Bei Ultradistanz-RadfahrerInnen wurde dieser Zusammenhang nun erstmals von einem interdisziplinären Forschungsteam an der Medizinischen Universität Innsbruck systematisch untersucht.
 

Ausschlaggebend für den Start der Innsbrucker Pilotstudie im Jahr 2021 waren die persönlichen Erfahrungsberichte zweier populärer Ultra-Radsportlerinnen und Wissenschafterinnen – Jana Kesenheimer, Psychologin an der Universität Innsbruck und Fiona Kolbinger, Chirurgin an der Universitätsklinik Carl Gustav Carus in Dresden –, die von Wassereinlagerungen an Lidern und Gelenken nach mehrtägigen, ultralangen Radstrecken bei sich selbst überrascht waren. Über ähnliche Symptome berichteten über die Hälfte der knapp 1.000 teilnehmenden Ultra-RadfahrerInnen in einer Fragebogenstudie, die von den ForscherInnen schon im Vorfeld durchgeführt worden war.

Untersuchung „auf Herz und Nieren“
Studienleiter Philipp Gauckler und Andreas Kronbichler – beide Nierenfachärzte forschen an der Innsbrucker Univ.-Klinik für Nephrologie und Hypertensiologie (Direktor: Gert Mayer) der Medizinischen Universität Innsbruck und sind selbst Hobby-Radfahrer – luden dafür gemeinsam mit Jana Kesenheimer und Fiona Kolbinger 13 UltraradfahrerInnen aus ganz Europa nach Innsbruck ein. Die SportlerInnen wurden während einer mehrtägigen Rennrad-Tour mit selbstgewählter Streckenlänge von durchschnittlich 1.205 Kilometern und knapp 20.000 Höhenmetern im Zeitraum von 4. bis 11. September 2021 „auf Herz und Nieren“ untersucht.

Die fünf weiblichen und acht männlichen ProbandInnen wurden nach einer umfangreichen Basisdiagnostik vor dem Start an Tag 4 einer Zwischenanalyse unterzogen und in der Erholungsphase sowie zum Abschluss zwölf bis 24 Stunden nach ihrer Ankunft unter-sucht. 

Laboranalysen von Blut und Urin, bioelektrische Messung der Körperzusammensetzung und Echokardiographie (EKG) sowie kontinuierlich aufgezeichnete Protokolle der SportlerInnen zur Flüssigkeitsaufnahme und zum Umfang ihrer Extremitäten dienten der Datenerhebung. 

„Dafür kooperierten wir mit dem Tiroler Start-up Ionsent Technologies Gmbh (vormals UriSalt GmbH), das den Teilnehmern mobile Geräte zur Verfügung stellte, mit denen der Elektrolythaushalt durch eine einfache Urinprobe selbst analysiert werden konnte. Mittels der eigens für die Studie zugeschnittenen Mobil-App des Innsbrucker IT-Unternehmens web-crossing GmbH wurden die Messwerte direkt synchronisiert“, be-schreibt Studienleiter Gauckler den innovativen Ansatz der Studie.

Wirtschaftslandesrat Mario Gerber ergänzt: „Wir verfügen in Tirol über ein ausgezeichne-tes Netzwerk zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen, international tätigen Unterneh-men sowie innovativen Start-ups. Die Radstudie, die vonseiten des Landes im Rahmen der Technologieförderung unterstützt wird, ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Ko-operationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gelingen können. Nicht zuletzt tragen Projekte wie dieses zur Weiterentwicklung Tirols zu einer Spitzenregion im Bereich Life Sciences bei.“

Wassereinlagerungen auch bei UltraradsportlerInnen

  • Im Verlauf der Radtour zeigten die TeilnehmerInnen Anzeichen einer Erweiterung des extrazellulären Flüssigkeitsvolumens ohne relevante Körpergewichtsverluste
  • Mit steigendem Gesamtkörperwasser und Plasmavolumen veränderte sich jedoch die Körperzusammen-setzung (Wasser, Fett- und Muskelmasse). 
  • Ein signifikanter Anstieg des Herzinsuffizienzmarkers NT-proBNP sowie eine Volumenzunahme des rechten Vorhofs und der rechten Herzkammer weisen auf eine gleichzeitige Herzvolumenüberlastung hin.
  •  
  • Zudem zeigten sich periphere Ödeme im Gesicht und an den Augenlidern sowie Volumenzunahmen an Knöcheln, Handgelenken, Zeigefingern und Oberschenkel. 

Die detaillierte Analyse der Blut und Harn-Elektrolyte sowie serielle Messungen von Copeptin (Marker für die endogene Regulation der Harnkonzentration) lassen sogar erste Vermutungen über zugrun-deliegende Mechanismen für die beobachtete Überwässerung zu. 

Medizin am Abend Berlin - ZusatzFachLink: Laborwert Copeptin  

In der Tat scheint eine kontinuierliche Rückaufnahme durch die Niere von Natrium und Flüssigkeit in den Kreislauf zumindest eine Rolle zu spielen. 

„Diese Beobachtungen sind sehr interessant, insbesondere in Anbetracht der unter Sportlerinnen und Sportlern verbreiteten Annahme, dass Flüssigkeitsmangel und unzureichende Flüssigkeitsaufnahme beim Ausdauersport das führende Problem seien. 

Angesichts der geringen Kohortengröße der Pilotstudie sind definitive pathomechanistische Aussagen und Handlungsempfehlungen für den Sport nicht möglich. Weiterführende Studien mit höherer Teilnehmerzahl, insbesondere im echten Rennsetting, sind deshalb in Planung“, schließt Gauckler. 

 Der Nephrologe Philipp Gauckler leitete die Pilotstudie.

 Der Nephrologe Philipp Gauckler leitete die Pilotstudie. David Bullock MedUniIBK/Bullock


Originalpublikation:

Exercise-Induced Fluid Retention, Cardiac Volume Overload, and Peripheral Edema in Ultra-Distance Cyclists. Philipp Gauckler et al.
https://doi.org/10.1016/j.ekir.2023.10.025

„Ultradistanz-RadathletInnen zeigen nach mehrtägiger Belastung deutliche Zeichen der Überwässerung“

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt









 

 

 

Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.
 
 Doris Heidegger Medizinische Universität Innsbruck

Innrain 52
6020 Innsbruck
Österreich
Tirol

E-Mail-Adresse: doris.heidegger@i-med.ac.at

Dr. Robert Fledrich : Botenstoff Leptin und die Schwan-Zellen: Regeneration geschädigter Menschen

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Fettzellen helfen bei der Reparatur verletzter Nerven

CAVE:: Bestimmen Sie bitte im Labor den Leptin Wert zu Beginn und im Verlauf und setzen Sie diesen immer in das Verhaeltnis vom BMI (Körpergewicht...) 

Die Verletzung peripherer Nerven im Körper kann Schmerzen und Bewegungsstörungen zur Folge haben. 

Wie sich geschädigte Nerven besser regenerieren können, haben Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Leipzig aktuell untersucht. 

  • Sie fanden heraus, dass Fettgewebe die zur Reparatur benötigten Schwann-Zellen beim Heilungsprozess stark unterstützt. 

Die Ergebnisse sind im renommierten Journal Cell Metabolism veröffentlicht worden. 

Mikroskopischer Querschnitt durch ein peripheres Nervenbündel (dunkelblau), welches hunderte von Schwann-Zellen ummantelte Nervenfasern enthält. In der Nachbarschaft des Nervs sind zahlreiche große Fettzellen (hellblau) zu sehen. Mikroskopischer Querschnitt durch ein peripheres Nervenbündel (dunkelblau), welches hunderte von Schwann-Zellen ummantelte Nervenfasern enthält. In der Nachbarschaft des Nervs sind zahlreiche große Fettzellen (hellblau) zu sehen. Abbildung: Universität Leipzig Fledrich/Stassart

  • Unser Körper ist durchzogen von Millionen von Nervenfasern, die Informationen übertragen. 

So können beispielsweise Muskeln angesteuert oder Sinneseindrücke wahrgenommen werden. 

Periphere Nerven, wie die Nerven unserer Arme und Beine, werden jedoch häufig im Rahmen akuter Verletzungen geschädigt, etwa bei Unfällen.

  • In der Folge leiden Betroffene unter einem Verlust der Muskelkraft oder sensiblen Problemen wie Taubheitsgefühlen. 
  • Dabei verfügen periphere Nerven prinzipiell über ein ausgeprägtes Regenerationspotential. 
  • Eine vollständige Wiederherstellung der Nervenfunktion ist jedoch trotzdem selten, aus Gründen, die bisher nicht hinreichend verstanden sind.

Bei einer Quetschung oder Durchtrennung eines Nervs sterben die einzelnen Nervenfasern, die von der Schädigung betroffen sind, zunächst ab. 

Grundsätzlich besitzen sie aber die Fähigkeit, erneut auszuwachsen und vollständig zu regenerieren. 

  • Abhängig sind sie dabei von den die Nervenfasern umgebenden Schwann-Zellen. 
  • Diese sterben nach einer Nervenverletzung nicht ab, sondern sind dafür verantwortlich, den Abbau wie auch das erneute Auswachsen der Nervenfasern zu ihren ursprünglichen Gebieten hin zu koordinieren. 

Schwann-Zellen nehmen somit eine Schlüsselrolle für den Reparaturprozess ein. 

Bisher war aber unbekannt, wie diese Zellen die enorme Stoffwechselbelastung, die mit dem Abbau und dem Wiederaufbau des Nervengewebes einhergeht, bewältigen. Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Leipzig haben nun herausgefunden, dass Schwann-Zellen bei der Nervenreparatur von dem Fettgewebe, welches die Nerven im Körper umgibt, entscheidend unterstützt werden. 

  • Mit Hilfe genetisch veränderter Mäuse gelang ihnen dabei der Nachweis, dass hierfür der Botenstoff Leptin eine wesentliche Rolle spielt.
  • Leptin wird vor allem von Zellen des Fettgewebes produziert und ist bisher im Ernährungskontext für seine appetitzügelnde Wirkung bekannt. 

Überraschenderweise zeigte sich im aktuellen Forschungsprojekt, dass die Leptin-Signalwirkung auch einen wichtigen Faktor für die Reparatur verletzter Nerven durch Schwann-Zellen darstellt.

 „Das Leptin der Fettzellen regt den Energiehaushalt regenerierender Schwann-Zellen an, indem es deren Mitochondrien stimuliert", erklärt Dr. Robert Fledrich vom Institut für Anatomie an der Universität Leipzig, einer der beiden Studienleiter.

„Gleichzeitig nutzen die Mitochondrien der Schwann-Zellen dabei Anteile des geschädigten Nervengewebes als Energiesubstrat, damit eine erfolgreiche Regeneration stattfinden kann", ergänzt Prof. Dr. Ruth Stassart vom Paul-Flechsig-Institut für Neuropathologie am Universitätsklinikum Leipzig, Co-Leiterin der Studie. 

  • Der Stoffwechsel der Schwann-Zellen wird so optimal für die Nervenregeneration ausgerichtet und begünstigt damit maßgeblich die Wiederherstellung der ursprünglichen Nervenfunktion, wie die beiden Wissenschaftler:innen erläutern.

Die Kommunikation zwischen Fettzellen und Schwann-Zellen könnte dabei möglicherweise neue therapeutische Optionen eröffnen, die den Stoffwechsel der Reparaturzellen bei Nervenschädigungen positiv beeinflussen. 

Die beteiligten Forscher:innen erhoffen sich somit, dass die neuen Erkenntnisse dazu beitragen, die meist schlechte Regeneration geschädigter Nerven im Menschen in Zukunft zu verbessern. 

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

 








 

 

 

 
 
 
Über Google: Medizin am Abend Berlin 
space idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Dr. Robert Fledrich Institut für Anatomie, Universitätsmedizin Leipzig E-Mail: Robert.Fledrich@medizin.uni-leipzig.de

Prof. Dr. Ruth Stassart Paul-Flechsig-Institut für Neuropathologie, Universitätsmedizin Leipzig E-Mail: Ruth.Stassart@medizin.uni-leipzig.de

Medizinische Fakultät Anne Grimm Universität Leipzig

Goethestraße 6
04109 Leipzig
Deutschland
Sachsen

E-Mail-Adresse: presse@uni-leipzig.de

Dipl.-Journ. Carsten Heckmann
Pressesprecher
Telefon: 0341 / 9735021
E-Mail-Adresse: carsten.heckmann@zv.uni-leipzig.de

Susann Sika
Pressereferentin/Redakteurin
Telefon: 0341 / 9735022
E-Mail-Adresse: susann.huster@zv.uni-leipzig.de

Nina Vogt
Social-Media-Referentin
Telefon: 0
Fax: 0
E-Mail-Adresse: nina.vogt@zv.uni-leipzig.de

Medizinische Fakultät Anne Grimm
Telefon: 0341 97 15 790
E-Mail-Adresse: anne.grimm@medizin.uni-leipzig.de 
Originalpublikation:

Originalartikel in Cell Metabolism: Adipo-glial signaling mediates metabolic adaptation in peripheral nerve regeneration. DOI: 10.1016/j.cmet.2023.10.017


Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte

https://doi.org/10.1016/j.cmet.2023.10.017

 

 

OA Dr. Felix Johnson: Hereditären, erworbenen Bradykinin induzierten Angioödemen: Antihistaminika und Kortison wirken nicht

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Nicht nur eine harmlose Schwellung

Neue Angioödem-Sprechstunde und Studienergebnisse - Angioödeme sind in Tirol unterdiagnostiziert. 

Diese Wassereinlagerungen aus den Gefäßen treten selten auf, können dann aber mitunter lebensbedrohlich sein. 

Felix Johnson von der Univ.-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Med Uni Innsbruck hat mit KollegInnen in Deutschland eine Studie durchgeführt, bei der die Wirkung eines vorbeugenden Medikaments für bestimmte Angioödem-Varianten erstmals bestätigt werden konnte. 

An der Innsbrucker Klinik wurde kürzlich eine Angioödem-Sprechstunde eingerichtet. 

Felix Johsnon ist Oberarzt an der Univ.-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Innsbruck und Leiter der Angioödem-Sprechstunde

 Felix Johsnon ist Oberarzt an der Univ.-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Innsbruck und Leiter der Angioödem-Sprechstunde HNO Innsbruck

  • Binnen weniger Minuten schwillt die Hand an, die Lippe oder das Augenlid. 
  • Spätestens innerhalb eines Tages ist die Schwellung wieder weg. 
  • Doch die Wassereinlagerungen können in unregelmäßigen Abständen an den unterschiedlichsten Haut- und Schleimhautbereichen wiederkommen, entstellend und sehr schmerzhaft sein. 
  • Magen, Darm, Genitalien und der Kehlkopfbereich sind mitunter betroffen. 

Letzteres ist wegen Atemnot und Erstickungsgefahr besonders gefährlich.

 Daher ist die neue Angioödem Sprechstunde an der Univ.-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO; Direktor: Benedikt Hofauer) angesiedelt. Sie wird von Oberarzt Felix Johnson geleitet.

Grob wird zwischen drei Varianten von Angioödemen unterschieden: 

den allergiebedingten, 

sowie hereditären (erblichen)

und erworbenen Bradykinin* induzierten Angioödemen.  

In einer Untersuchung, die kürzlich im Fachjournal Clinical Reviews in Allergy & Immunology veröffentlicht wurde, beschäftigte sich Johnson mit KollegInnen an der Univ.-Klinik für HNO in Innsbruck, dem Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) und dem Universitätsklinikum Ulm mit der symptomatischen Therapie von seltenen hereditären und erworbenen Bradykinin induzierten Angioödemen.

Bei beiden dieser Seltenen Krankheiten fehlt im Blut der C1-Esterase-Inhibitor. 

Dies hat wiederum einen Mangel an Bradykinin zur Folge, welches den Wasserhaushalt in den Gefäßen reguliert.  

  • Wasser kann unkontrolliert austreten und sich im Gewebe einlagern. 
  • Bei der hereditären Form liegt die Ursache in einem Gendefekt. 
  • „Die erworbene Variante entsteht vorrangig in Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen und als Frühsymptom von beginnenden Blutkrebserkrankungen“, erklärt Johnson.

Vorbeugendes Medikament in Vergleichsstudie erstmals getestet
In der Vergleichsstudie testeten die MedizinerInnen bei einer geringen TeilnehmerInnenzahl (insges. 13 PatientInnen mit hereditärem oder erworbenem Angioödem) erstmals die Wirksamkeit von Berotralstat bei erworbenen Angioödemen um Schwellungen vorzubeugen. Der Wirkstoff, der in Tablettenform eingenommen wird, ist seit wenigen Jahren bei hereditärem Angioödem zugelassen, für die Zulassung bei erworbenem Angioödem fehlen bisher die notwendigen Studien. 

Die erste Untersuchung der MedizinerInnen ergab nun, dass Berotralstat bei beiden Bradykinin induzierten Formen von Wassereinlagerungen genauso gut wirksam ist. Als Nebenwirkung der Therapie sind Magen-Darmbeschwerden erfasst.

Neben dem vorbeugenden Mittel gibt es bereits eine Reihe an Akutbehandlungen, die den Betroffenen als Notfallmedikation zur Verfügung gestellt werden und, die sie sich bei Schwellungsattacken spritzen können. „Manche Betroffene haben mehrmals wöchentlich Attacken, andere nur einmal im Jahr. Daher muss man mit den Patientinnen und Patienten gemeinsam besprechen, welche Therapie für sie Sinn ergibt. Jeder braucht aber zumindest die Notfallspritze und einen Notfallpass, damit ErsthelferInnen über die Diagnose informiert sind. 

  • Antihistaminika und Kortison, die üblichen Medikamente, die bei allergisch bedingten Schwellungen verabreicht werden, wirken bei Bradykinin induzierten Angioödemen nämlich nicht“, warnt Johnson.

Neue Sprechstunde für Bradykinin induzierte Angioödeme 

Die Diagnose beider Varianten von Bradykinin induzierten Angioödemen wird unkompliziert mittels Laboruntersuchung des Blutes gestellt. Allerdings ist die Krankheit mit einem Auftreten von 1:50.000 (hereditäres Angioödem) und 1,5:100.000 (erworbenes Angioödem) sehr selten und daher auch unter MedizinerInnen wenig bekannt. Das möchte Johnson ändern und zur Bewusstseinsbildung in Ärzteschaft und Bevölkerung beitragen. „München und Ulm sind große Zentren für Bradykinin induzierte Angioödeme mit jeweils mehr als 100 PatientInnen. In Innsbruck haben wir bisher keine PatientInnen aus Österreich. Das liegt nicht etwa daran, dass es die Krankheit hier nicht gäbe, sondern, dass sie nicht bekannt ist“, sagt er. 

Mit Herbstbeginn richtete die Univ.-Klinik für HNO daher eine Sprechstunde für Angioödem (jeweils Dienstag von 14 bis 15:30 Uhr nach Terminvereinbarung unter Tel. +43 (0) 50 504 23147 oder E-Mail: lki.hn.ambulanz@tirol-kliniken.at) ein.
Am 24. Jänner 2024 findet außerdem eine Informationsveranstaltung für alle interessierten MedizinerInnen in Tirol statt (Anmeldung: HNO-Direktion, Fr. Angelika Kanton, Tel. +43 (0) 50 504 23141 oder E-Mail: lki.hn.events@tirol-kliniken.at).
* Bradykinin spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Entzündungen sowie allergischen Reaktionen. Bei einem niedrigen Bradykinin Spiegel entsteht eine Gefäßerweiterung und erhöhte Gefäßdurchlässigkeit für das Wasser im Blut.

Zur Forschungsarbeit: https://link.springer.com/article/10.1007/s12016-023-08972-2

Zur Person:
Felix Johnson ist in Frankreich und Florida aufgewachsen, wo er auch ein vierjähriges Bachelorstudium in Neurobiologie absolvierte. Danach studierte er in Marburg (D) Humanmedizin. Die Assistenz- und Facharztausbildung für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde machte er am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM), wo er auch eine Zusatz-Weiterbildung für Allergologie absolvierte. Dort leitete er die Angioödem-Sprechstunde und führte zahlreiche klinische Studien zum Thema Angioödem. Seit Sommer 2023 ist er an der Univ.-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Innsbruck als Oberarzt tätig. Die Schwerpunkte seiner Forschung liegen auf dem Angioödem, in der Erforschung von HNO-Tumoren und Autoimmunerkrankung sowie in der Ultraschalldiagnostik.

Details zur Medizinischen Universität Innsbruck
Die Medizinische Universität Innsbruck mit ihren rund 2.200 MitarbeiterInnen und ca. 3.400 Studierenden ist gemeinsam mit der Universität Innsbruck die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich und versteht sich als Landesuniversität für Tirol, Vorarlberg, Südtirol und Liechtenstein. An der Medizinischen Universität Innsbruck werden folgende Studienrichtungen angeboten: Humanmedizin und Zahnmedizin als Grundlage einer akademischen medizinischen Ausbildung und das PhD-Studium (Doktorat) als postgraduale Vertiefung des wissenschaftlichen Arbeitens. An das Studium der Human- oder Zahnmedizin kann außerdem der berufsbegleitende Clinical PhD angeschlossen werden.
Seit Herbst 2011 bietet die Medizinische Universität Innsbruck exklusiv in Österreich das Bachelorstudium „Molekulare Medizin“ an. Ab dem Wintersemester 2014/15 kann als weiterführende Ausbildung das Masterstudium „Molekulare Medizin“ absolviert werden. Seit Herbst 2022 bieten die Medizinische Universität Innsbruck und die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck gemeinsam ein englischsprachiges Masterstudium „Pharmaceutical Sciences“ an, in dem die Studierenden eine fundierte Ausbildung im Bereich der Arzneimittelentwicklung erwerben können.

Die Medizinische Universität Innsbruck ist in zahlreiche internationale Bildungs- und Forschungsprogramme sowie Netzwerke eingebunden. Schwerpunkte der Forschung liegen in den Bereichen Onkologie, Neurowissenschaften, Genetik, Epigenetik und Genomik sowie Infektiologie, Immunologie & Organ- und Gewebeersatz. Die wissenschaftliche Forschung an der Medizinischen Universität Innsbruck ist im hochkompetitiven Bereich der Forschungsförderung sowohl national auch international sehr erfolgreich. 

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt







 

 

 
Über Google: Medizin am Abend Berlin
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Dr.med. Felix Allendorff Johnson
Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Tel1.: +43 50 504 23142
E-Mail: Felix.Johnson@i-med.ac.at

Theresa Mair Medizinische Universität Innsbruck

nnrain 52
6020 Innsbruck
Österreich
Tirol

Theresa Mair
Telefon: 0043 512 9003 71833
E-Mail-Adresse: theresa.mair@i-med.ac.at 
Originalpublikation:

https://link.springer.com/article/10.1007/s12016-023-08972-2

 

MaAB - Medizin am Abend Berlin - interdisziplinäres TEAM zur Intensiv-Fortbildung vor ORT

 Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit:















Der MaAB - Medizin am Abend Berlin TEAM Gedanke: Anlässlich von Entlassungen unserer Fachkollegen im Jahr 2023 in den Ruhestand....

 Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit:

Ein Philosophie-Professor stand vor seinem Kurs und hatte ein kleines Experiment vor sich aufgebaut:

Ein sehr großes Marmeladenglas und drei geschlossene Kisten.

Als der Unterricht begann, öffnete er die erste Kiste und holte daraus Golfbälle hervor, die er in das Marmeladenglas füllte. Er fragte die Studenten, ob das Glas voll sei. Sie bejahten es.

Als nächstes öffnete der Professor die zweite Kiste. Sie enthielt M&Ms. Diese schüttete er zu den Golfbällen in das Glas. Er bewegte das Glas sachte und die M&Ms rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob das Gefäß nun voll sei. Sie stimmten zu.

Daraufhin öffnete der Professor die dritte Kiste. Sie enthielt Sand. Diesen schüttete er ebenfalls in das Marmeladenglas zu dem Golfball-M&M-Gemisch. Logischerweise füllte der Sand die verbliebenen Zwischenräume aus. Er fragte nun ein drittes Mal, ob das Glas nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig “ja”.

Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor, öffnete diese und schüttete den ganzen Inhalt in das Behältnis und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

“Nun”, sagte der Professor, als das Lachen nachließ, “ich möchte, dass Sie dieses Marmeladenglas als Ihr Leben ansehen. Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllend wäre.”

Er fuhr fort: “Die M&Ms symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten.”

“Falls Sie den Sand zuerst in das Glas geben”, schloss der Professor fort, “hat es weder Platz für die M&Ms noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.”

Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte: “Ich bin froh, dass Sie das fragen. Das zeigt ihnen, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es ist immer noch Platz für ein oder zwei Bier.”





 

Professor Dr. Daniele Camboni: Künstliche Herzunterstützungssysteme - Ventricular Assist Devices - VAD-

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Leben mit einem künstlichen Herz?

Künstliche Herzunterstützungssysteme, sogenannte Ventricular Assist Devices (VAD), sind für Patienten mit stetig abnehmender Herzleistung oftmals die letzte Chance zu überleben. 

Doch eigentlich sollten diese VADs nur als zeitliche Überbrückung dienen, bis ein geeignetes Spenderorgan gefunden ist. 

Wegen der steigenden Organknappheit ist das jedoch nicht mehr so. 

In der Kunstherz-Sprechstunde der Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und herznahe Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) werden Patienten mit künstlichen Herzen medizinisch betreut und im Umgang damit geschult. 

 Professor Dr. Daniele Camboni: „Ein künstliches Herz kann für viele Betroffene eine Alternative für eine Herztransplantation darstellen.“

Professor Dr. Daniele Camboni: „Ein künstliches Herz kann für viele Betroffene eine Alternative für eine Herztransplantation darstellen.“ Franziska Holten UKR

Einer der bedeutendsten Meilensteine der Medizin ist die Transplantation von Organen. 

Damit eröffnen sich für viele Patienten neue Überlebenschancen. 

Doch Herz, Lunge, Leber, Niere und Pankreas sind beileibe nicht in der Anzahl verfügbar, wie Bedarf besteht, so dass sich die Medizin etwas einfallen lassen musste. So können etwa Patienten, die auf eine Herztransplantation warten oder aus anderen medizinischen Gründen als nichttransplantierbar gelten, auf ein Ventricular Assist Device (VAD), also ein Kunstherz, hoffen. 

„Ein künstliches Herz kann für viele Betroffene eine Alternative für eine Herztransplantation darstellen“, erklärt Professor Dr. Daniele Camboni, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und herznahe Gefäßchirurgie des UKR. Die Anzahl postmortaler Spenderorgane stagniert seit Jahren, so dass für Patienten die Wartezeiten für ein geeignetes Spenderherz immer länger werden. 

Wird jedoch die eigene Herzleistung immer schwächer und sind medikamentöse Therapien oder Eingriffe wie etwa eine Herzklappenoperation ausgeschöpft, kommt nur noch eine Herztransplantation in Frage. 

 „Leider können wir aufgrund der Organknappheit in den meisten Fällen nicht zeitnah transplantieren, so dass der Patient zur Überbrückung der Wartezeit ein Herzunterstützungssystem benötigt“, führt Professor Dr. Christof Schmid, Direktor der Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und herznahe Gefäßchirurgie aus. Daneben werden VADs auch bei jenen Patienten implantiert, die aufgrund von Vorerkrankungen oder fortgeschrittenem Lebensalter keiner Herztransplantation unterzogen werden können.

Kunstherz als Überbrückung der Zeit auf der Warteliste

Petra S. ist 58 Jahre alt, benötigt ein neues Herz und steht dementsprechend auf der HU-Liste (High Urgency), der Warteliste für eine Organtransplantation. „Ich weiß schon seit über 20 Jahren, dass mein Herz irgendwann nicht mehr funktionieren wird.“ Letztes Jahr war es so weit: Herzinfarkt, Herzstillstand, Reanimation. „Es war sehr knapp, und ich hatte großes Glück, dass die Ärzte am UKR so schnell reagierten und mich zurückholen konnten“, blickt die Regensburgerin zurück. Ihr eigenes Herz zu retten war jedoch nicht möglich, so dass sie seitdem mit einem Kunstherz lebt, bis ein geeignetes Spenderorgan gefunden wird. Die Einschränkungen und die Umstellungen in ihrem Leben nimmt sie dabei gerne in Kauf. Die Tasche für die Akkus und die Kabel sind seitdem fester Bestandteil in ihrem Tagesablauf. Was ihr fehlt? „Zu schwimmen oder zu baden. Ich bin eine Wasserratte, aber das geht im Moment leider nicht.“ Dennoch ist ihr bewusst, dass sie ohne das Kunstherz kaum Überlebenschancen hätte – eine Situation, die nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche fordert. Unterstützung erfährt sie dabei von ihrer Familie. „Ohne sie würde ich es nicht schaffen. Wir halten eng zusammen. Es gibt noch vieles, was ich gerne tun und erleben möchte.“ Und wenn alles gut geht, kann Petra S. auch irgendwann wieder ins kühle Nass eintauchen.

  • Funktionalität eines mechanischen Herzunterstützungssystems zeitlich begrenzt


Weil sich das Warten auf ein geeignetes Spenderherz manchmal auch über mehrere Jahre hinziehen kann, ist es gut, ein Kunstherz als Alternativen zu haben. 

Dabei gilt es zu unterscheiden, ob ein EXCOR, eine außerhalb des Körpers befindliche Pumpkammer, mit der linken Herzkammer verbunden wird oder ob eine elektromagnetisch angetriebene Kreiselpumpe zur Unterstützung der linken Herzkammer implantiert wird. 

In beiden Fällen wird nach genauer Prüfung der körperlichen Eignung das Kunstherzsystem in einem operativen Eingriff mit den Herzkammern und den Hauptschlagadern verbunden, so dass es die Herzfunktion unterstützen kann. 

Das Steuerkabel wird dabei über die Bauchdecke nach außen geleitet und mit der entsprechenden tragbaren Steuereinheit verbunden. Die Haltbarkeit eines mechanischen Herzens lässt sich nicht sicher bestimmen. Der am Regensburger Herzzentrum am längsten betreute Patient lebt schon seit acht Jahren mit einem Kunstherz im Kreise seiner Familie. Bei schwer herzkranken Patienten, die aus verschiedensten Gründen keiner Herztransplantation zugeführt werden können, stellt das Kunstherz die einzige Alternative dar. Problematisch gestalten sich jedoch Defekte der Pumpe, wenn der Patient kein Transplantationskandidat darstellt. Ein Austausch des Kunstherzens gestaltet sich danach jedoch als sehr schwierig. Professor Camboni: „Ein solcher Eingriff ist kein Ersatzteilwechsel, den man beliebig oft durchführen kann. Wir können dem Patienten mittels Kunstherzen Lebenszeit geben, die sie im Kreise ihrer Lieben erleben können.“

Spenderorgan durch VADs nicht gänzlich ersetzbar

Ob das Herz und auch die mechanische Unterstützung reibungslos funktionieren, wird in regelmäßigen Abständen in der Kunstherz-Sprechstunde, in der die Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und herznahe Gefäßchirurgie, die Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II sowie die Kardiotechnik des UKR, die Patienten gemeinsam betreuen, überprüft. Mittels Ultraschall werden die medizinischen Parameter wie die Pumpkraft, der Sitz des Kunstherzens an der Spitze der Herzwand und die mechanischen Parameter wie Akkuleistung und Pumpleistung geprüft. Dennoch kann ein gesundes Spenderorgan nicht gänzlich durch ein mechanisches Herzunterstützungssystem ersetzt werden. Daher appelliert Professor Camboni: „Niemand ist davor gefeit, selbst ein Spenderorgan zu benötigen. Darum ist es wichtig, sich in gesunden Zeiten Gedanken zu machen, ob man im Ernstfall nicht nur ein Spenderorgan annehmen würde, sondern auch selbst zur Organspende bereit wäre und so vielleicht einem Menschen das Leben zu retten.“ 

In der Kunstherzsprechstunde am UKR werden Funktionalität und Sitz des mechanischen Herzunterstützungssystems geprüft.

In der Kunstherzsprechstunde am UKR werden Funktionalität und Sitz des mechanischen Herzunterstützungssystems geprüft. Franziska Holten UKR

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

 







 

 

 

 
 
 
Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg
Deutschland
Bayern

Dr. Isolde Schäfer
Telefon: 0941 944-4210
E-Mail-Adresse: isolde.schaefer@ukr.de

Matthias Dettenhofer
Telefon: 0941 944 31580
E-Mail-Adresse: matthias.dettenhofer@ukr.de