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Univ.-Prof. Dr. Christoph Düber: TOP CT Computertomographie - Standort für klinischen Bereichen Herz- und Gefäßbildgebung sowie in der Onkologie

Medizin am Abend  Berlin - MaAB-Fazit: CT-Weltneuheit in der Universitätsmedizin Mainz im Einsatz

Neue Bildgebungstechnik verbessert Diagnostik und Therapie erheblich

In ihrer Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie hat die Universitätsmedizin Mainz heute ihren photonenzählenden Computertomographen offiziell in Betrieb genommen. 

Das höchst innovative CT-System verfügt über zwei Röntgenquellen und ein neuartiges Detektorprinzip. 

Insbesondere in den klinischen Bereichen Herz- und Gefäßbildgebung sowie in der Onkologie ermöglicht es eine wesentlich genauere und schonendere Diagnostik sowie sicherere Therapieentscheidungen. 

Zudem verbessert der photonenzählende Computertomograph die Grundlagen für die Forschung und die Translation ihrer Ergebnisse. 

Über die offizielle Inbetriebnahme des photonenzählenden Computertomographen in der Universitätsmedizin Mainz freuen sich Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Clemens Hoch und Univ.-Prof. Dr. Christoph Düber. Über die offizielle Inbetriebnahme des photonenzählenden Computertomographen in der Universitätsmedizin Mainz freuen sich Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Clemens Hoch und Univ.-Prof. Dr. Christoph Düber. Peter Pulkowski UM/Peter Pulkowski

Die Universitätsmedizin Mainz hat in ihrer Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie in Anwesenheit des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministers Clemens Hoch den aktuell innovativsten Computertomographen in Betrieb genommen. Es handelt sich um ein Dual-Source-Gerät mit zwei Röntgenquellen und einem neuartigen Detektorprinzip.  

Der neue Computertomograph ermöglicht eine wesentlich genauere und schonendere Diagnostik. Insbesondere in den klinischen Bereichen Herz- und Gefäßbildgebung und in der Onkologie sind die Auswirkungen weitreichend.

Der Wissenschafts- und Gesundheitsminister des Landes Rheinland-Pfalz, Clemens Hoch, betont: „Dieser hochmoderne Computertomograph stärkt unsere Universitätsmedizin sowohl in der Krankenversorgung als auch in der Forschung. Er wird nicht nur den Patientinnen und Patienten der Universitätsmedizin Mainz in den kommenden Jahren nutzen. Er wird mit innovativer Bildgebung auch den Forschenden dabei helfen, die medizinische Entwicklung weiter voranzutreiben und so an der Verbesserung der Versorgung weit über Mainz hinaus mitzuarbeiten. Diese Verbindung aus exzellenter Versorgung und Forschung ist zentraler Gedanke der Hochschulmedizin und die ganz besondere Stärke unseres medizinischen Wissenschaftsstandortes Mainz.“

Die Computertomographie (CT) ist eines der wichtigsten Verfahren, um Bilder aus dem Inneren des menschlichen Körpers zu gewinnen. Die dreidimensionalen Aufnahmen zeigen feine Unterschiede oder Veränderungen an Organen, Gefäßen und Knochen und helfen, Erkrankungen oder Verletzungen zu erkennen. Vor rund fünfzig Jahren hat die Computertomographie Einzug in die medizinische Diagnostik gehalten. Nun steht eine innovative Technik zur Verfügung, die eine neue Ära einleitet: ein CT-Gerät mit zwei rotierenden Röntgenquellen und einem neuartigen Detektorprinzip.

Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, erklärt: „Der photonenzählende Computertomograph ist aktuell das innovativste CT-Gerät. Es war für den Deutschen Zukunftspreis 2021 des Bundespräsidenten nominiert und wurde von der Jury in den ‚Kreis der Besten‘ des Deutschen Zukunftspreises aufgenommen. Dies belegt den hohen wissenschaftlich-technischen Innovationsgrad des CT-Gerätes sowie das Potenzial, diese Leistung in moderne medizinische Diagnostik umzusetzen. In der Universitätsmedizin Mainz steht eines der ersten Geräte weltweit. Wir sind uns sicher, dass die Universitätsmedizin Mainz durch dieses ausgezeichnete Gerät als Ort der Spitzenmedizin für Patientinnen und Patienten sowie für Ärztinnen und Ärzte noch attraktiver wird.“

Bei der neuen Detektor-Technologie werden einzelne Röntgenphotonen und ihre Energieniveaus anders als bisher direkt und ohne Umweg registriert. Dadurch entstehen eine deutlich verbesserte räumliche Auflösung und die Möglichkeit, Gewebe differenzierter zu analysieren. Der neue Computertomograph „Naeotom Alpha“ ist darüber hinaus schonender für die Patient:innen, da mit einer um bis zu 45 Prozent geringeren Strahlendosis gearbeitet werden kann. Weltweit sind bislang erst rund zwanzig Exemplare dieses photonenzählenden Computertomographen im Einsatz.

Der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, ergänzt: „Das innovative CT-System stellt nicht nur die medizinischen Diagnosen und Therapieentscheidungen auf eine sichere und verlässlichere Basis, sondern verbessert auch die Grundlagen für die Forschung und die Translation ihrer Ergebnisse.“

PD Dr. Christian Elsner, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, freut sich über den Innovationsschub, den das Gerät für die Universitätsmedizin darstellt: „Die Medizin lebt von Innovationen. Daher ist es insbesondere für universitäre Einrichtungen wie der unseren sehr wichtig, in diese zu investieren.“

„Die Detektoren der bisherigen CT-Geräte bündeln die Röntgenphotonen unterschiedlicher Energieniveaus im Paket und wandeln das Signal in Lichtblitze um – dies benötigt mehr Zeit und gewährt weniger und ungenauere Einblicke in den menschlichen Körper. Mit dem neuen CT-Gerät und seiner höchst innovativen Technik spielt die Radiologie an der Universitätsmedizin Mainz fortan in der Champions-League der Medizinischen Bildgebung“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Christoph Düber, Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Universitätsmedizin Mainz.

Die Herstellerfirma Siemens Healthineers hat den photonenzählenden Computertomograph „Naeotom Alpha“ im November 2021 beim Nordamerikanischen Radiologiekongress (RSNA) erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Mit der Universitätsmedizin Mainz verbindet das Unternehmen eine Jahrzehnte lange Forschungs- und Entwicklungstradition in der Bildgebung.

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Univ.-Prof. Dr. Christoph Düber
Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie,
Universitätsmedizin Mainz, Tel. 06131 17-7370,
E-Mail: christoph.dueber@unimedizin-mainz.de

Barbara Reinke, Universitätsmedizin Mainz,
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Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich mehr als 300.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie mehr als 600 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 8.600 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.

 


Prof. Dr. Lena Ansmann: Tumorkonferenzen - interdisziplinären Sitzungen ohne den Erkrankten....?

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Sollten Erkrankte an Tumorkonferenzen teilnehmen?

Neue Studie liefert Daten, um Vor- und Nachteile einer Beteiligung von Patientinnen besser bewerten zu können.

  • Die beste Behandlung für Betroffene mit komplexen Krebserkrankungen zu finden – darauf zielen Tumorkonferenzen ab. 
  • Ärztinnen und Ärzte aus Onkologie, Radiologie, Chirurgie, Pathologie und weiteren Fachdisziplinen sprechen in diesen interdisziplinären Sitzungen über die Erkrankung – aber selten mit den Erkrankten. 

Bisher bieten in Deutschland nur einzelne Brust- und Gynäkologische Zentren ihren Patientinnen die Möglichkeit, an Tumorkonferenzen teilzunehmen. 

Ein Team der Universität Oldenburg sowie der Universitätskliniken Bonn und Köln hat in der PINTU-Studie – gefördert von der Deutschen Krebshilfe e.V. – nun untersucht, ob Krebspatientinnen von einer solchen Teilnahme profitieren. 

Eins der Ergebnisse: 

Die meisten Befragten empfanden eine Teilnahme als positiv, schreibt das Team im Fachmagazin Cancer Medicine. 

  • Die Erkenntnisse sollen helfen, Empfehlungen für Kliniken zu entwickeln, die Betroffene in Tumorkonferenzen einbinden möchten.


„Ob Patientinnen und Patienten wirklich davon profitieren, wenn sie bei den oft sehr fachlichen Diskussionen dabei sind, ist bisher umstritten – und leider wenig untersucht“, sagt die Oldenburger Versorgungsforscherin und Erstautorin der Studie, Prof. Dr. Lena Ansmann. 

  • Allerdings werde international verstärkt nach Möglichkeiten gesucht, Betroffene stärker an der Planung ihrer Therapie zu beteiligen. 

Ziel des Forschungsteams war daher, einen größeren Datensatz zusammenzutragen und zu analysieren. 

„Soweit wir wissen, ist unsere Studie eine der ersten größeren Untersuchungen zu diesem Thema“, sagt Co-Autorin Prof. Dr. Nicole Ernstmann, Expertin für Gesundheitskommunikation am Universitätsklinikum Bonn.

Der größte Teil aller Brustkrebspatientinnen in Deutschland wird derzeit an zertifizierten Krebszentren behandelt. 

Tumorkonferenzen sind hier vorgeschrieben, eine Beteiligung der Betroffenen allerdings nicht. 

„Aus vorangegangenen Studien wissen wir, dass etwa fünf bis sieben Prozent der Erkrankten schon einmal an einer Tumorkonferenz teilgenommen haben“, erläutert Ansmann.

 Doch welche Rolle Patientinnen in den Konferenzen einnehmen, wie die Konferenzen vonstattengehen und welche Erfahrungen die Beteiligten letztlich machen, war bislang unklar.

Um diese Wissenslücke zu verkleinern, befragten die Forschenden mit 87 Patientinnen mit Brustkrebs oder einem gynäkologischen Tumor vor und direkt nach ihrer Teilnahme an einer Tumorkonferenz sowie vier Wochen später. 

Zum Vergleich befragten sie 155 Erkrankte, die nicht an der sie betreffenden Tumorkonferenz teilnahmen. 

Außerdem beobachtete das Team insgesamt 317 Fallbesprechungen in Tumorkonferenzen – direkt sowie mit Hilfe von Video- und Tonaufzeichnungen. 

An 95 dieser Fallbesprechungen waren Betroffene beteiligt.

Dabei zeigt sich, dass die Tumorkonferenzen mit Beteiligung der Erkrankten sehr unterschiedlich abliefen.

Manche Kliniken ließen die Patientinnen an der gesamten Konferenz teilnehmen. 

Andere hielten die eigentliche Konferenz ohne die Erkrankten ab, ließen sie aber anschließend an einer kleineren Runde teilhaben, die etwa über Therapieempfehlungen informierte. 

Auch andere Bedingungen der Konferenzen variierten, etwa die Dauer oder die Sitzanordnung.


Aus den Befragungen ging hervor, dass die Erkrankten eine eher passive Rolle in den Konferenzen spielten. 

Beispielsweise berichteten nur 61 Prozent, an der Entscheidung zur Therapie beteiligt worden zu sein. 

Insgesamt nahmen die meisten Patientinnen die Konferenzen als eher positiv wahr, empfanden sie etwa als informativ und empfahlen die Teilnahme weiter. 

Einige Betroffene berichteten allerdings, dass die Konferenzen bei ihnen Angst und Verunsicherung ausgelöst haben – ein Umstand, den künftige Untersuchungen stärker in den Blick nehmen müssten, betont Ansmann.

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Prof. Dr. Lena Ansmann, Tel.: 0441/798-4165, E-Mail: lena.ansmann@uol.de
Prof. Dr. Nicole Ernstmann, Tel.: 0228/28715763, E-Mail: Nicole.Ernstmann@ukbonn.de

Dr. Corinna Dahm-Brey  Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

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E-Mail-Adresse: corinna.dahm@uni-oldenburg.de
Originalpublikation:

Lena Ansmann et al: „Patient participation in multidisciplinary tumor conferences: How is it implemented? What is the patients’ role? What are patients’ experiences?“, Cancer Medicine, DOI:10.1002/cam4.4213


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https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/cam4.4213

 
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Pathologischem Herzwachstum: Phosphorylierung: Nebenwirkung einer Chemotherapie

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Ein „Abstandshalter“ für die Herzgesundheit

Das Herz wächst nicht nur durch Sport, sondern auch durch Krankheiten. 

Würzburger und Dortmunder Forscherinnen und Forscher haben nun einen neuen möglichen Angriffspunkt für Medikamente entdeckt, dem entgegen zu wirken. 
 
Wird das Herz stark belastet, reagiert es darauf und wächst.

Das geschieht etwa bei hoher sportlicher Aktivität, insbesondere beim Ausdauersport:

Das Herz wird kräftiger.

Neben dieser positiven Seite des Herzwachstums gibt es aber auch eine Schattenseite:  

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Deutscher Bundestag - Erinnerungskultur - Feiertag in Berlin  

Wird das Herz durch eine Erkrankung wie Bluthochdruck dauerhaft belastet, wächst das Herz zu stark und eine Herzschwäche kann entstehen.

Ein interdisziplinäres Team der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg und des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften (ISAS) hat unter Leitung der JMU-Pharmakologin Kristina Lorenz die Rolle extrazellulär regulierter Kinasen (ERK) bei pathologischem Herzwachstum untersucht und hierbei erstmals eine Eiweißsequenz identifiziert, die diesen schädlichen Prozess hemmen kann. Mit der Entwicklung dieser Sequenz zeigt das Team einen möglichen Angriffspunkt für Arzneimittel zum Einsatz bei Herzschwäche.

Meist bedarf es mehrerer Stressfaktoren, ehe das sprichwörtliche Fass überläuft. 

Ähnlich verhält sich dies in den kleinsten lebenden Einheiten des Körpers, den Zellen.

  • Dort arbeiten normalerweise viele Eiweißmoleküle zusammen, um das Überleben der Zellen zu sichern. 
  • Kommen zu viele Stressfaktoren zusammen, ändern die Eiweißmoleküle ihre Funktion und ihre Zusammenarbeit in den Zellen wird gestört. 
  • Die Konsequenz: Krankhaftes Zellwachstum, das zur Herzschwäche führen kann. 
  • Denn: Kommen sich die Enzyme ERK 1 und ERK 2 nahe, erfolgt eine biochemische Veränderung, eine sogenannte Phosphorylierung, die krankhaftes Herzwachstum auslösen kann.

Gesunde Zusammenarbeit wird garantiert

  • Das Team konnte zeigen, dass die Wahrung der Distanz zwischen den ERK-Teilchen zur Vermeidung dieser Phosphorylierung der Enzyme ERK 1 und ERK 2 führt. 

Das ist der Schlüssel für den Schutz vor krankhaftem Zellwachstum. 

Die Teams identifizierten eine kleine Eiweißsequenz, die diese ERK-Teilchen auf Abstand hält und damit die gesunde Zusammenarbeit der Eiweißmoleküle garantiert.

Diese Eiweißsequenz tauften die Forscherinnen und Forscher auf den Namen EDI, ein Akronym für ERK-Dimerisierungs-Inhibitor.

Das Prinzip von EDI könnte in Zukunft nicht nur den an einer Herzschwäche erkrankten Patientinnen und Patienten helfen, sondern auch in der Onkologie Anwendung finden. 

  • Eine Klasse von Therapeutika zur Behandlung von Tumorerkrankungen zielt auch auf die ERK-Enzyme ab, schalten jedoch alle ERK-Funktionen aus.

Hilfe für Krebspatienten

  • Da ERK immer auch eine schützende Funktion bei der Regulierung zellulärer Prozesse hat, kann ein komplettes ERK-Ausschalten schwere Nebenwirkungen vor allem im Herzen nach sich ziehen. 

Die Studien im Tiermodell weisen darauf hin, dass der Einsatz von EDI die schützenden ERK-Effekte erhält und nur die krankhaften ERK-Komponenten ausschaltet.

Zudem konnte das Team bei Arbeiten in Zellkultur bereits zeigen, dass EDI auch das Wachstum von Krebszellen bremst.

„Jetzt wollen wir diese therapeutische Strategie weiterverfolgen, um Patienten, die unter Herzschwäche und unter Nebenwirkungen einer Chemotherapie leiden, zu helfen“, geben die Nachwuchsforscherinnen Constanze Schanbacher und Theresa Brand einen Ausblick auf die weiterführende Forschung.

Die Arbeiten wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt.

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Prof. Dr. Kristina Lorenz, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Würzburg, T +49 931 31-80165, lorenz@toxi.uni-wuerzburg.de / Rebecca Hameister, ISAS e.V., T +49 23113 92-1082, rebecca.hameister@isas.de

Kristian Lozina Julius-Maximilians-Universität Würzburg
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Originalpublikation:
Tomasovic T, Brand T, Schanbacher C, Kramer S, Hümmert MW, Godoy P, Schmidt-Heck W, Nordbeck P, Ludwig J, Homann S, Wiegering A, Shaykhutdinov T, Kratz C, Knüchel R, Müller-Hermelink HK, Rosenwald A, Frey N, Eichler J, Dobrev D, El-Armouche A, Hengstler JG, Müller OJ, Hinrichs K, Cuello F, Zernecke A, Lorenz K. „Interference with ERK-dimerization at the nucleocytosolic interface targets pathological ERK1/2 signaling without cardiotoxic side-effects“. Nature Communations, DOI 10.1038/s41467-020-15505-4.

 

TOP-Hinweis: Die Menschlichkeit in der Krebsmedizin

Medizin am Abend Berlin Fazit: Prof. Dr. Sebastian Stintzing komplettiert den Schwerpunkt Krebsmedizin an der Charité

Mit Jahresbeginn hat Prof. Dr. Sebastian Stintzing die Professur für Hämatologie und Onkologie mit Schwerpunkt Medizinische und Internistische Onkologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin angetreten. 

Damit ist er der neue Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie am Campus Charité Mitte. 
 
  • Mit Prof. Stintzing ist das Trio renommierter Experten an der Spitze des Schwerpunkts Hämatologie und Onkologie der Charité komplett: 
  • Nach der Ernennung von Prof. Dr. Lars Bullinger und Prof. Dr. Ulrich Keller als Direktoren der Kliniken am Campus Virchow-Klinikum bzw. Campus Benjamin Franklin konnte die Charité für die Klinikleitung am Campus Charité Mitte nun Prof. Stintzing gewinnen. 

Er bringt eine weitreichende Expertise insbesondere in der Therapie von Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Darmkrebs in die Berliner Universitätsmedizin ein.

„An der Charité möchte ich die Durchführung klinischer Studien ausweiten und dafür sorgen, dass deren Ergebnisse schnellstmöglich in die Patientenversorgung einfließen“, sagt Prof. Stintzing. 

„Dabei freue ich mich auf die enge Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken und Instituten der Charité sowie dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und dem Berlin Institute of Health.“

Der Onkologe sieht vor allem in der Weiterentwicklung immunonkologischer Therapiemöglichkeiten einen Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit. 

„Neben der universitären Hochleistungsmedizin soll aber auch die Menschlichkeit und die Sorge um unsere Patienten über das medizinisch Notwendige hinaus im Fokus stehen“, betont Prof. Stintzing. 
„Hier gilt es, den Patienten ins Zentrum unseres ärztlichen Handelns zu stellen und seinen Bedürfnissen gerecht zu werden.“

Kurzvita Sebastian Stintzing
Bis Ende 2018 war Prof. Dr. Sebastian Stintzing Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sein Medizinstudium absolvierte er an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie der University of California, Irvine, USA. Nach seiner Dissertation am Institut für Pathologie in Erlangen im Jahr 2004 wechselte er 2008 an das Klinikum der Universität München, wo er 2011 seine Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin abschloss. Ein Jahr später wurde der Mediziner dort habilitiert und 2017 zum außerplanmäßigen Professor ernannt.

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Prof. Dr. Sebastian Stintzing
Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie
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Manuela Zingl
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Rhythmische Massage, psychoonkologische Intervention, Heileurythmie, pflegerische Anwendungen

Medizin am  Abend Berlin Fazit: Integrativ gegen Brustkrebs

Die Nachfrage nach integrativen Ansätzen in der Krebstherapie ist nach wie vor hoch. 

Immer mehr Zentren machen heute integrative Angebote. 

  • Wichtig ist allerdings, diese komplementären Verfahren strukturiert in die konventionelle Onkologie einzubinden. 

Das ist bisher jedoch eher die Ausnahme als die Regel. 

Anders sieht es in der Anthroposophischen Medizin aus: 

In einer neuen Studie konnte am Beispiel des zertifizierten Brustkrebszentrums am anthroposophischen Krankenhaus Havelhöhe gezeigt werden, wie sich integrative Ansätze von Anfang an erfolgreich in ein onkologisches Therapiekonzept einbinden lassen. 
 
Die integrative Perspektive ist aus der Krebstherapie nicht mehr wegzudenken.

Immer mehr Zentren und onkologische Praxen bieten integrativmedizinische Elemente an – einige mehr, andere weniger. Bisher liegen jedoch kaum belastbare Zahlen vor. Nun wurde erstmalig in einer wissenschaftlichen Auswertung aufgezeigt, wie integrative Ansätze in einem modernen, zertifizierten Brustkrebszentrum umgesetzt werden können.

„Für das Brustzentrum am anthroposophischen Krankenhaus Havelhöhe haben wir gezeigt, dass das Zentrum auf höchstem medizinischen Niveau arbeitet und gleichzeitig den Bedürfnissen der Patientinnen nach einer ganzheitlich ausgerichteten Therapie gerecht werden kann“, erläutert Dr. med. Friedemann Schad, Erstautor der Studie und Leiter des Onkologischen Zentrums am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe.

Das Onkologische Zentrum ist von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) für die drei Tumorarten Brust-, Darm- und Lungenkrebs zertifiziert. Ein viertes Organzentrum für gynäkologische Onkologie ist im Aufbau.

Zum integrativen Therapiekonzept in Havelhöhe gehören neben der leitliniengestützten Therapie verschiedene komplementäre Verfahren wie Psychoonkologie, spezifische pflegerische Anwendungen, Kunsttherapie sowie die Bewegungstherapie Heileurythmie und Rhythmische Massagen.

Aufeinander abgestimmtes Therapieangebot

Die Nachfrage nach integrativer Medizin steigt. Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als zwei Drittel der Krebspatienten zusätzlich komplementäre Verfahren in Anspruch nehmen. Meist sind diese zusätzlichen Therapien jedoch nicht in die „normale“ Behandlung eingebunden.

Anders setzt die Anthroposophische Medizin an, die darauf basiert, komplementäre und konventionelle Ansätze miteinander zu verknüpfen. „Heute reden viele von Integrativer Medizin, meinen damit aber nicht unbedingt ein abgestimmtes Therapiekonzept. Oder anders formuliert: Ein einzelner Bewegungskurs, der in einem Krebszentrum angeboten wird, macht eben noch keine echte Integrative Medizin aus. In den anthroposophischen Kliniken geht es aber gerade darum: Wir beziehen komplementäre Ansätze von Anfang an strukturiert in die Therapie mit ein, so dass die Patienten eine umfassende Behandlung als Gesamtkonzept bekommen“, kommentiert Schad.

Umfassendes Therapieangebot

Die Autoren fassen zusammen: Im nationalen Vergleich zu 275 zertifizierten deutschen Brustzentren erfüllte das Havelhöher Brustzentrum zentrale Anforderungen, die von der DKG festgelegt wurden – wie zum Beispiel psychoonkologische Betreuung, brusterhaltende Operationen oder auch Teilnahme der PatientInnen an Studien.

Die jetzt veröffentlichen Daten wurden am Brustkrebszentrum in Havelhöhe, das von Dr. Cornelia Herbstreit geleitet wird, erhoben. Für die Studie wurden Daten von 739 Personen ausgewertet. Die Auswertung zeigte, dass 96 Prozent der PatientInnen das integrative Angebot im Rahmen ihres stationären Aufenthaltes bei der Erstdiagnose in Anspruch nahmen:  

Rhythmische Massage (97%), psychoonkologische Interventionen (95%), Heileurythmie (89%), pflegerische Anwendungen wie Einreibungen oder Wickel sowie Kunsttherapie (78%).

„Das Krankenhaus Havelhöhe ist wohl die einzige Klinik mit einem zertifizierten Onkologischen Zentrum, das in diesem Ausmaß zusätzlich komplementäre Verfahren in die Behandlung integriert“, so Schad weiter, der außerdem Mitglied des Tumorzentrums Berlin, Mitbegründer des Forschungsinstitutes Havelhöhe und Leiter des Netzwerks Onkologie ist.

„Dass diese Ansätze sehr gut in den medizinischen Alltag in einem Brustzentrum implementiert werden können, konnten wir mit dieser Arbeit klar zeigen.“

Weitere Schritte sollen folgen, so die Forscher, erste Auswertungen zur Lebensqualität sind bereits publiziert:

„In den aktuellen Leitlinien zur Krebstherapie spielen integrative Ansätze (noch) keine Rolle. 

Deshalb sollten wir weiter an einer systematischen Evaluation dieser Versorgungskonzepte arbeiten.“


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Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland e.V. (DAMiD)
Natascha Hövener

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Telefon 030-28 87 70 96
E-Mail: hoevener@damid.de


Originalpublikation:
Original-Publikation: Schad F, Thronicke A, Merkle A, Steele Megan L, Kröz M, Herbstreit C, Matthes H: Implementation of an Integrative Oncological Concept in the Daily Care of a German Certified Breast Cancer Center. Complementary Medicine Research 2018; 25: 85-91: https://doi.org/10.1159/000478655

 

Berliner Krebsversorgung: Prof. Dr. Ulrich Keller

Medizin am Abend Berlin Fazit: Krebsversorgung an der Charité weiter gestärkt

Prof. Dr. Ulrich Keller ist neuer Leiter der onkologischen Klinik am Campus Benjamin Franklin 
 
Heute, am 1. November hat Prof. Dr. Ulrich Keller die Professur für Hämatologie und Onkologie mit Schwerpunkt Lymphome/Multiples Myelom an der Charité – Universitätsmedizin Berlin übernommen.

Damit verbunden ist die Leitung der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie am Campus Benjamin Franklin.

Das Hauptziel des Onkologen: 

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Berliner Krebsversorgung weiter zu verbessern, um innovative Therapieansätze schneller für Patienten verfügbar zu machen.


Prof. Dr. Ulrich Keller
 Prof. Dr. Ulrich Keller privat

Für seine neue Position an der Charité hat Prof. Keller ein klares Anliegen:

„Oberstes Ziel ist eine exzellente interdisziplinäre Versorgung von Patienten mit Krebserkrankungen.“

Deshalb möchte der Onkologe den bewährten Ansatz der Medizinischen Klinik, die Diagnose und Therapie für jeden Patienten in fachübergreifender Zusammenarbeit zu erarbeiten, weiterführen und ausbauen.

Prof. Keller setzt nicht nur auf eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen innerhalb der Medizinischen Klinik am Campus Benjamin Franklin, sondern hält auch eine enge Kooperation mit den onkologisch arbeitenden Kliniken der anderen Charité-Standorte für essenziell.

„Deshalb wollen wir in nächster Zukunft die Prozesse standortübergreifend abstimmen und Spezialambulanzen etablieren beziehungsweise ausbauen“, erklärt der Experte.


Langfristig lässt sich die Versorgung von Krebspatienten nur verbessern, wenn die medizinische Forschung vorangetrieben wird.

Eine Grundvoraussetzung dafür sieht Prof. Keller in der Qualifizierung junger Forscher.

Er möchte sich daher stark in der Ausbildung des ärztlichen und naturwissenschaftlichen Nachwuchses zu „Clinician Scientists“ beziehungsweise „Medical Scientists“ engagieren.

In seiner eigenen Arbeitsgruppe geht der Onkologe verschiedensten Fragen nach:

Wie genau entstehen Lymphome und Leukämien?

Inwiefern hat die DNA-Sequenz eines Tumors Konsequenzen für die Behandlung des Patienten?

Und wie lassen sich Veränderungen an Proteinen oder der gestörte Abbau von Signalmolekülen im erkrankten Gewebe therapeutisch nutzen?

„Nur indem wir diese grundlegenden Fragen beantworten, können wir neue Diagnose- und Behandlungsansätze entwickeln“, sagt Prof. Keller.

Gleichzeitig beteiligt er sich beispielsweise an Therapieoptimierungsstudien, um bereits bestehende Behandlungsmöglichkeiten insbesondere bei Tumorerkrankungen des Knochenmarks und der Lymphknoten zu verbessern.

Auch Studien zu innovativen Technologien wie der Krebsimmuntherapie – für die der diesjährige Medizin-Nobelpreis verliehen wurde – oder der sogenannten CAR-T-Zell-Therapie sind geplant.

Mit Prof. Keller will die Charité den Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie an der Charité klinisch und wissenschaftlich weiter fokussieren.

Im vergangenen Jahr hat sie bereits Prof. Dr. Lars Bullinger als neuen Leiter der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie am Campus Virchow-Klinikum gewinnen können.

Kurzvita Ulrich Keller:

Vor seiner Berufung an die Charité war Prof. Dr. Ulrich Keller sechs Jahre lang Leitender Oberarzt und Stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik Innere Medizin III am Klinikum rechts der Isar der TU München. Nach seinem Studium der Humanmedizin mit anschließender Promotion an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz schloss er 2006 die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin am Klinikum rechts der Isar ab. Im selben Jahr wurde er dort Oberarzt der Klinik und Poliklinik Innere Medizin III und hatte ab 2013 eine außerplanmäßige Professur inne.

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Krebsversorgung an der Charité weiter gestärkt



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Prof. Dr. Ulrich Keller
Leiter der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
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Transfusionsmedizin: Blutspendedienst

Medizin am Abend Berlin Fazit: Neu am UKL: Prof. Dr. Reinhard Henschler leitet das Institut für Transfusionsmedizin

Das Institut für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig steht seit Anfang Oktober unter neuer Leitung: 

Prof. Dr. med. Reinhard Henschler übernimmt mit seiner Berufung auf die Stiftungsprofessur für Transfusionsmedizin die Institutsleitung und damit die Verantwortung für die zweitgrößte universitäre Blutspendeeinrichtung Deutschlands. 

Henschler war nach Stationen an Uniklinika in München und Frankfurt zuletzt Leiter eines Blutspendedienstes in Zürich. 

Die einzigartige Kombination am UKL aus klinischer Transfusionsmedizin und großem Blutspendedienst weiterentwickeln: Prof. Reinhard Henschler ist neuer Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin.
Die einzigartige Kombination am UKL aus klinischer Transfusionsmedizin und großem Blutspendedienst weiterentwickeln: Prof. Reinhard Henschler ist neuer Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin. Stefan Straube / UKL
 
Der gebürtige Würzburger mit familiären Wurzeln in Sachsen und Thüringen freut sich auf den Wechsel aus der Schweiz nach Leipzig. „Ich habe hier im Institut und im Klinikum ein sympathisches kollegiales Umfeld und gute Bedingungen für unsere klinische und wissenschaftliche Arbeit vorgefunden“, begründet der Facharzt für Transfusionsmedizin seine Entscheidung für das Universitätsklinikum Leipzig.

Besonders gereizt hat den 59-Jährigen die einzigartige Kombination aus klinischer Transfusionsmedizin und großem Blutspendedienst in Leipzig. „Beides weiterzuentwickeln wird meine Aufgabe der kommenden Jahre sein“, so Prof. Henschler.

Sein Augenmerk liegt zudem auf dem Ausbau der Forschungsaktivitäten am Institut und einer intensivierten Zusammenarbeit mit der Hämatologie und Onkologie, der Immunologie und dem Fraunhofer-Institut für Immunologie und Zelltherapie (IZI). Das Institut für Transfusionsmedizin werde sich hier auf dem Gebiet der Herstellung von Zelltherapeutika für bewährte und neuartige Therapien im Bereich der Zelltransplantationen einbringen, so Henschler, der seine berufliche Laufbahn in der Hämatologie begann, bevor die Transfusionsmedizin zu seinem Fachgebiet wurde. Dabei war er unter anderem nach dem Studium in Würzburg und Mainz und einem dreijährigen Fellowship am Christie Hospital in Manchester (Großbritannien) langjährig am Universitätsklinikum in Frankfurt/Main tätig, wo Henschler zu experimentellen Verfahren in der Blutstammzelltransplantation habilitierte.

Prof. Henschler arbeitete in leitender Funktion am Klinikum der Universität München und zuletzt beim Blutspendedienst des Schweizerischen Roten Kreuzes in Zürich und Chur.

Sein berufliches Interesse gilt dem fachgerechten klinischen Einsatz von Blutprodukten und Zelltherapeutika wie auch deren wissenschaftlicher Weiterentwicklung gleichermaßen. 

 „Auch in der Blutversorgung haben wir eine große und lohnende Aufgabe - das Institut deckt über die eigene Blutspende den gesamten Bedarf des Universitätsklinikums Leipzig und eines Teils unserer Region ab“, beschreibt Prof. Reinhard Henschler.

„Mein Ziel ist es, diesen wichtigen Service für die Kliniken weiter zu optimieren und auszubauen.“ 

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Helena Reinhardt Universitätsklinikum Leipzig AöR

Liebigstr. 18
04103 Leipzig
Deutschland
Sachsen 

Telefon: 0341 - 97 15905
Fax: 0341 - 97 15906
E-Mail-Adresse: helena.reinhardt@uniklinik-leipzig.de

Fokalen Prostatakarzinoms: Kryotherapie/Kryoablation mit Hilfe des MRT

Medizin am Abend Berlin Fazit: Eiszeit für Tumore: Erste Ergebnisse zu MRT-gesteuerter Kryotherapie

Schneller und noch präziser als zuvor ist die neue Gerätegeneration für die Behandlung von Tumoren mittels Kryotherapie am Universitätsklinikum Marburg. 

Das Verfahren der Vereisung von Tumoren kann für beinahe jede Körperregion angewendet werden.

 Erste Ergebnisse der Behandlung des fokalen Prostatakarzinoms präsentierte das Team von Prof. Dr. Andreas H. Mahnken, Direktor der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie, auf dem European Congress of Radiology (ECR) in Wien vom 28.02. bis zum 04.03.2018. 
 
Die in den USA gängige Methode der MR-gesteuerte Kryotherapie ist seit eineinhalb Jahren auch ein Bestandteil der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten am Universitätsklinikum Marburg.

In Tumorkonferenzen beraten sich Experten der jeweiligen Disziplinen zur für die Patienten am besten geeigneten Therapie. Im zertifizierten Prostatakarzinomzentrum werden bei einem Tumor der Prostata die leitliniengerechten Therapieoptionen besprochen. 
Dazu gehören - neben der Kryotherapie- chirurgische Eingriffe, die roboterassistierte Operationsmethode Da Vinci sowie alle Strahlentherapiemöglichkeiten, inklusive Brachytherapie (interne Strahlentherapie) und Ionenstrahltherapie.
„Die interdisziplinäre Arbeit über die medizinischen Fachgrenzen hinweg ist die wesentliche Grundlage für die bestmögliche Behandlung unserer Patientinnen und Patienten“, unterstreicht Dr. Gunther K. Weiß, Vorsitzender der Geschäftsführung. Prof. Dr. Harald Renz, Ärztlicher Geschäftsführer des Universitätsklinikums Marburg, erklärt:

„Die Kryotherapie ist eine weitere Alternative für bestimmte Tumorerkrankungen wie zum Beispiel dem Prostatakarzinom und zeigt ganz eindrücklich die Innovationskraft unseres Universitätsklinikums im Sinne einer Verbesserung der Patientenversorgung in der Onkologie.“

Professor Andreas H. Mahnken berichtet auf dem ECR in Wien über seine ersten Erfahrungen mit der MR-gesteuerten Kryotherapie: 
  • „Es ist ein komplikationsarmer Eingriff. Der PSA-Wert (prostataspezifisches-Antigen) konnte im Durchschnitt um über 70 Prozent auf Normalwert reduziert werden. Das Organ wird mit seinen Funktionen erhalten und so die Lebensqualität unserer Patienten gesichert.“
Kryotherapie – auch Kryoablation genannt – mit Hilfe der MRT-Steuerung gibt es bundesweit bislang einmalig in der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am UKGM in Marburg unter der Leitung von Prof. Andreas Mahnken. 

  • „Wir sind sehr froh, dass wir unseren Patienten nun diese schonende, schmerzfreie und punktgenaue Therapie anbieten können“, so Mahnken.

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Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM)
Baldingerstraße
35042 Marburg

Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Direktor: Prof. Dr. med. Andreas H. Mahnken, MBA, MME, EBIR
Telefon: +49 (0) 6421 – 58 66 231
E-Mail: radiologie@med.uni-marburg.de
http://www.radiologie-marburg.de

Dr. Manuela Rutsatz
Telefon: (06241) 58 66 308
E-Mail: manuela.rutsatz@uk-gm.de
Homepage: www.ukgm.de
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH

Rudolf-Buchheim-Straße 8
35392 Gießen
Deutschland
Hessen
 

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CAVE: Komplementärmedizin für Ärzte, Patienten und Angehörige

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Fundiertes Wissen in der onkologischen Komplementärmedizin

Viele Patienten mit der Diagnose Krebs suchen Hilfe bei Verfahren der so genannten Komplementärmedizin. 

Sie wollen beispielsweise mit pflanzlichen Stoffen Nebenwirkungen lindern, das Immunsystem stärken und nichts unversucht lassen. Sie wünschen sich von ihrem Arzt Beratung zu Verfahren der Komplementärmedizin, ob beispielsweise Extrakte aus der Mistel oder Selen hilfreich sind.

Solche verlässlichen Informationen zur Verfügung zu stellen, ist ein Ziel des „Kompetenznetzes Komplementärmedizin in der Onkologie“, kurz KOKON genannt. In einer zweiten Förderphase der Deutschen Krebshilfe entwickelt der multidisziplinäre Forschungsverbund nun u.a. Trainingsprogramme für Ärzte 
 
Viele Patienten mit der Diagnose Krebs suchen Hilfe bei Verfahren der so genannten Komplementärmedizin.

Sie wollen beispielsweise mit pflanzlichen Stoffen Nebenwirkungen lindern, das Immunsystem stärken und nichts unversucht lassen. 

  • Sie wünschen sich von ihrem behandelnden Arzt Informationen und Beratung zu Verfahren der Komplementärmedizin, ob beispielsweise Extrakte aus der Mistel, Selen oder Akupunktur hilfreich sind.

Genau solche verlässlichen Informationen zu Verfahren der Komplementärmedizin zur Verfügung zu stellen, ist ein Ziel des „Kompetenznetzes Komplementärmedizin in der Onkologie“, kurz KOKON genannt.

Als ersten Schritt hat dieser multidisziplinäre Forschungsverbund unter der Federführung des Klinikums Nürnberg und mit Förderung der Deutschen Krebshilfe eine Wissensdatenbank, eine Internet-Plattform und ein gut funktionierendes Netzwerk von Experten aufgebaut.

Nun sollen in einer zweiten Förderphase Trainingsprogramme für Ärzte sowie Schulungskonzepte für Patienten und Angehörige erarbeitet werden.

Die Wissensbasis z.B. zum Einfluss pflanzlicher Stoffe auf die Wirkung onkologischer Medikamente und auf die Behandlung von Symptomen der Erkrankungen und Nebenwirkungen der Therapie soll zudem erweitert werden. Die Deutsche Krebshilfe stellt dafür bis Oktober 2019 noch einmal 2,4 Millionen Euro bereit.

Hinter dem Begriff Komplementärmedizin oder CAM (für ‚Complementary and Alternative Medicine‘), wie es oft kurz heißt, verbergen sich eine Vielzahl an Methoden und Verfahren. Nicht selten ist weder die Wirksamkeit eines pflanzlichen Medikamentes sicher nachgewiesen, noch sind alle Neben- oder Wechselwirkungen bekannt.

„Auch diese Behandlungen sollten nach gängigen Kriterien bewertet werden, schließlich fragen die Patienten ihren Arzt danach“, erklärt Dr. Markus Horneber, Sprecher des Kompetenznetzes und Leiter der AG Integrative Onkologie an der Klinik für Innere Medizin 5, Onkologie/Hämatologie, im Klinikum Nürnberg, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität,.

Da das Thema CAM zudem in der Ausbildung von Ärzten, Pflegekräften oder Mitarbeitern in Beratungsstellen keinen hohen Stellenwert hat, wissen diese viel zu wenig darüber, um ihre Patienten wirklich gut informieren und beraten zu können.

Ein Netzwerk zur Komplementärmedizin

Um dies zu ändern, hat die Deutsche Krebshilfe 2012 mit einer Förderung von 2,5 Millionen Euro den Impuls für den Aufbau eines „Kompetenznetzes Komplementärmedizin in der Onkologie“ (KOKON) gegeben. Ziel war es, das Wissen über Komplementärmedizin in der Krebstherapie und über die gegenwärtige ärztliche Praxis in Deutschland zu sammeln und wissenschaftlich zu bewerten.

KOKON ist ein deutschlandweiter multidisziplinärer Forschungsverbund. An dem dreijährigen Projekt der ersten Förderphase waren 13 Institutionen in Deutschland mit mehr als 40 Mitarbeitern beteiligt. Beteiligt waren u.a. die Universitätskliniken der Charité, Hamburg-Eppendorf, Leipzig und Rostock, die Universität Frankfurt, das Hans Bredow Institut der Universität Hamburg und die Klinik für Tumorbiologie, Freiburg. Die Federführung des Verbundprojekts lag bei der Onkologie im Klinikum Nürnberg.

Datenbank und Informationsplattform

Gefördert von der Deutschen Krebshilfe entstanden so eine umfangreiche Wissensdatenbank auf dem Informationsportal http://www.onkopedia.com, ein ärztliches Beratungskonzept, Fortbildungen in der onkologischen Fachpflege, bei ärztlichem Personal und in der Krebs-Selbsthilfe sowie eine umfassende und auch ansprechende Informationsplattform für Betroffene und Angehörige: http://www.kokoninfo.de.

Die Datenbank und die Plattform enthalten nun Informationen zu vielen bekannten Verfahren sowie eine Einschätzung ihres Nutzens inklusive möglicher Risiken.

Hier gibt es Informationen z. B. zur Wirkung und Nebenwirkung von Ginseng, der beim tumorbedingten Müdigkeitssyndrom (Fatigue-Syndrom) eingesetzt wird, ebenso wie zur Akupunktur als Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen oder zur Wirkung der Achtsamkeitsmeditation auf das Wohlbefinden.

Zweite Förderung mit vier Schwerpunkten

Die Ergebnisse der ersten Förderphase haben die Deutsche Krebshilfe so überzeugt, dass sie einer Fortsetzung der Förderung bis Oktober 2019 zugestimmt und dafür weitere 2,4 Millionen Euro bereitgestellt hat.

KOKON setzt sich für die neue Förderphase die Aufgabe, die Konzepte zu Information, Kommunikation, Beratung und Fortbildung zur Komplementärmedizin in der Onkologie so weiter zu entwickeln, dass sie zukünftig in breiter Form sowohl von Patienten und Angehörigen, als auch von den Ärzten und Pflegenden in der täglichen Versorgung genutzt werden können.

Training, Entscheidungsfindung und Wissensbasis

In drei wissenschaftlichen Projekten entwickelt und bewertet KOKON nun Trainingsprogramme für Ärzte, die Kinder oder Erwachsene onkologisch behandeln, sowie für hausärztlich tätige Fachärzte. Die Programme sind nach dem Prinzip des ‚Blended-Learning‘ aufgebaut, d.h. sie verknüpfen „Online“ -Learning mit Praxisworkshops zur Kommunikation.

In einem Projekt zur ‚Kommunikation und Entscheidungsfindung‘ geht es darum, Ansätze für den Umgang mit der Komplementärmedizin in der täglichen Behandlungspraxis für die Arzt-Patienteninteraktion zu erarbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie es zu einer begründeten Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Behandlung aus dem Bereich der Komplementärmedizin kommt.

Im Projekt ‚Krebsselbsthilfe‘ steht die Umsetzung und Evaluation von Schulungsprogrammen für Selbsthilfegruppen im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Kompetenz von Patienten und Angehörige im Umgang Komplementärmedizin zu stärken.

In dem Arbeitsfeld ‚Wissensbasis‘ werden die bisher gewonnenen und auf Onkopedia veröffentlichten Erkenntnisse gezielt weiterentwickelt. Es geht um Fragen, wie Komplementärmedizin sinnvoll in der Supportivtherapie eingesetzt und die Krebstherapie unterstützen kann und wie sich pflanzliche Stoffe und onkologische Medikamente in ihrer Wirkung beeinflussen.

16 Kliniken und Institute in ganz Deutschland

In dieser zweiten Förderphase arbeiten die Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen in Berlin (Charité), Frankfurt/Main, Freiburg, Greifswald, Hamburg-Eppendorf, Hannover, Mainz, München, Tübingen und Witten/Herdecke sowie das Institut für Medizinische Ethik der Wilhelm-Löhe-Hochschule Fürth und die Universitätskliniken für Innere Medizin 5, Schwerpunkt Onkologie/Hämatologie, sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Paracelsus Universität, Klinikum Nürnberg, eng zusammen.

Als KOKON-Koordinationsstelle fungiert die Universitätsklinik für Innere Medizin 5, Schwerpunkt Onkologie / Hämatologie im Klinikum Nürnberg. Bei Dr. Markus Horneber und Prof. Dr. Martin Wilhelm laufen alle Fä¬den zusammen. Als Methodenzentrum ist das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Charité Universitätsmedizin Berlin involviert.


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KOKON Koordinationsstelle
Klinik für Innere Medizin 5
Schwerpunkt Onkologie/Hämatologie
Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Klinikum Nürnberg
Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1, 90340 Nürnberg
Telefon: +49 911 398 3063
Fax: +49 911 398 2724
E-Mail: kokon@klinikum-nuernberg.de

Das Klinikum Nürnberg ist eines der größten kommunalen Krankenhäuser in Deutschland und bietet das gesamte Leistungsspektrum der Maximalversorgung an. Mit rund 2.370 Betten an zwei Standorten (Klinikum Nord und Klinikum Süd) und 6.200 Beschäftigten versorgt es 100.000 stationäre und knapp 100.000 ambulante Patienten im Jahr. Zum Klinikverbund gehören drei weitere Krankenhäuser im Landkreis Nürnberger Land.

Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Nürnberg wurde 2014 gegründet und ist zweiter Standort der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg. In Nürnberg werden jährlich 50 Medizinstudierende ausgebildet. Das Curriculum orientiert sich eng an der Ausbildung der amerikanischen Mayo-Medical School. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität kooperiert zudem mit weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland.

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CAVE-OnkologischeSprechstunde: Methadon bei Krebstherapie?

Medizin am Abend Berlin Fazit: Methadon in der Krebstherapie: 
Hohe Erwartungen können nicht erfüllt werden

Im April dieses Jahres wurde in der ARD über den möglichen Einsatz von Methadon als Krebsmedikament berichtet. 

Dieser Bericht und nachfolgende Beiträge in unterschiedlichen Medien haben zu hohen Erwartungen bei Krebspatienten und ihren Angehörigen geführt. 

Sowohl Onkologinnen und Onkologen als auch Onkologische Zentren hatten das Gefühl, mit Anfragen und Forderungen überschwemmt zu werden. 

Nun hat die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. eine Online-Umfrage unter ihren Mitgliedern zum Thema Methadon durchgeführt. 
 
In der Zeit vom 27. Juli bis zum 4. August 2017 haben 473 DGHO-Mitglieder einen Fragebogen der Fachgesellschaft zu ihren Erfahrungen mit Methadon in der Krebstherapie ausgefüllt.

83 Prozent dieser onkologisch tätige Ärztinnen und Ärzte aus Praxen und Krankenhäusern gaben an, von ihren Patientinnen und Patienten in letzter Zeit „oft“ oder „sehr oft“ auf die Möglichkeit einer Methadon-Therapie angesprochen worden zu sein. 

Zwei Prozent der Onkologinnen und Onkologen berichteten von Krankheitsverläufen, in denen eine direkte oder zusätzliche Wirkung von Methadon auf den Tumor plausibel schien.

Dagegen gaben 20 Prozent der Befragten an, im Zusammenhang mit der Einnahme von Methadon unerwartete oder ausgeprägte Nebenwirkungen beobachtet zu haben. 

Detaillierte Einzelfallbeschreiben konnten auf diesem Weg aufgrund der Schweigepflicht und datenschutzrechtlicher Gründe nicht erhoben werden. 

Nur sehr wenige Onkologinnen und Onkologen verschrieben Methadon selbst, häufiger betreuten sie Patientinnen und Patienten, denen Methadon von anderen Ärztinnen und Ärzten rezeptiert wurde.  
  • Eine besondere Rolle spielten die mit Methadon verbundenen Erwartungen. 
  • 77 Prozent der Befragten erlebten Gespräche über Methadon als kompliziert, 86 Prozent als emotional. 81 Prozent berichteten von Enttäuschungen seitens der Patientinnen und Patienten.

Die Umfrage belegt das große, von vielen in der Onkologie Tätigen subjektiv erlebte Interesse an Methadon. 

  • Gleichzeitig sind positive Erfahrungen sehr selten. 

Die DGHO hatte bereits in ihrer Stellungnahme vom 26. April 2017 kritisiert, dass die bisher vorgelegten Daten zur Wirksamkeit von Methadon bei Patientinnen und Patienten mit Gliomen ausschließlich auf einer einzigen, unkontrollierten Studie bei Patienten mit Hirntumoren beruhen. In diesem Zusammenhang hatte die Fachgesellschaft deutlich gemacht, dass aufgrund der fehlenden Evidenz eine unkritische und undifferenzierte Off-Label-Anwendung von D,L-Methadon im Rahmen der Krebstherapie nicht gerechtfertigt ist.

PD Dr. med. Ulrich Schuler, Direktor des Universitäts PalliativCentrum des Universitätsklinikums Dresden und Leiter des DGHO-Arbeitskreises Palliativmedizin fordert, dass die derzeit zur Verfügung stehenden Daten in kontrollierten Studien überprüft werden müssten:

„Idealerweise in einer randomisierten Studie, alternativ in einer Fall-Kontroll-Studie. Eine kurzfristige Option ist die Durchführung einer Bestfall-Analyse anhand der vorliegenden Dokumentationen.“

Prof. Dr. med. Carsten Bokemeyer, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO und Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik für den Bereich Onkologie, Hämatologie und Knochenmarktransplantation mit Sektion Pneumologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, betont, dass die Online-Umfrage unter den Mitgliedern der Fachgesellschaft die Breite der Debatte und die verschiedenen Perspektiven der Akteure deutlich mache. 
  • „Verzweifelte Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen greifen nach Methadon als Strohhalm. 
Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Patientinnen und Patienten das Thema sehr häufig mit in die Sprechstunden bringen.

Mit einer Methadon-Therapie verbinden sie Hoffnungen, die sich durch die aktuelle Evidenzlage und die praktischen Erfahrungen von Onkologinnen und Onkologen nicht rechtfertigen lassen.

Die meisten dieser Patientinnen und Patienten brauchen gute onkologische Betreuung, Begleitung und Gespräche – nicht ein Methadon-Rezept.“

Die DGHO hat die Patienteninformation „Methadon in der Krebstherapie“ auf ihrer Website unter 

https://www.dgho.de/informationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/170712_P... 

veröffentlicht, die für alle Interessierten zugängig ist. 


Die Stellungnahme der Fachgesellschaft ist unter 

 

https://www.dgho.de/informationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/Methadon... 

 

abrufbar.


DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie

Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. besteht seit 80 Jahren und hat heute mehr als 3.000 Mitglieder, die in der Erforschung und Behandlung hämatologischer und onkologischer Erkrankungen tätig sind. Mit der Ausarbeitung von Aus-, Fort- und Weiterbildungscurricula, der Erstellung von Behandlungsleitlinien und Behandlungsempfehlungen sowie mit der Durchführung von Fachtagungen und Fortbildungsseminaren fördert die Fachgesellschaft die hochwertige Versorgung von Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen.

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Michael Oldenburg DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V.

Berolinahaus Alexanderplatz 1
10178 Berlin
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Berlin
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Michael Oldenburg
Telefon: 030 2787608927
Fax: 030 2787608918
E-Mail-Adresse: oldenburg@dgho.de



 

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https://www.dgho.de/informationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/170712_P...

Patienteninformation der DGHO „Methadon in der Krebstherapie“

https://www.dgho.de/informationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/Methadon...

Stellungnahme der Fachgesellschaft


Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge des Harnblasenkarzinoms

Medizin am Abend Berlin Fazit: Zur Kommentierung freigegeben: Patientenleitlinie "Blasenkrebs"

Allgemeinverständliche Versionen ärztlicher Leitlinien sind im Leitlinienprogramm Onkologie verpflichtend. Jetzt steht die neue Patientenleitlinie "Blasenkrebs" bis zum 02. Mai 2017 zur öffentlichen Konsultation im Internet bereit. 

Betroffene, Interessierte und Experten sind eingeladen, die Texte kritisch zu lesen und dem Redaktionsteam ihre Kommentare zu schicken. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink: Blasenkrebs  

Die Patientenleitlinie richtet sich an Menschen, bei denen Blasenkrebs festgestellt wurde oder bei denen der Verdacht darauf besteht.

Mit der Situation umzugehen, ist oft nicht leicht. 

Die Erkrankung wirft viele Fragen auf und wirkt sich auf das gewohnte Leben der Betroffenen und Angehörigen aus.

Damit Patienten kompetent an ihrer Behandlung mitwirken können, hat ein Redaktionsteam die Patientenleitlinie "Blasenkrebs" erarbeitet. 




So erhalten Betroffene genaue Informationen darüber, nach welchen Kriterien und Maßgaben ihre Krankheit idealerweise behandelt werden sollte.

Die Broschüre beruht auf den Handlungsempfehlungen der S3-Leitlinie "Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge des Harnblasenkarzinoms" des Leitlinienprogramms Onkologie und damit auf dem besten derzeit verfügbaren medizinischen Wissen.

Entwickelt wird die Patientenleitlinie im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie, das gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Stiftung Deutsche Krebshilfe (DKH) getragen wird und die Verbesserung der Versorgung krebskranker Menschen zum Ziel hat.

Patientenvertreter, Ärzte und Pflegemitarbeiter aus dem Kreis der Leitlinienautoren haben die Patientenleitlinie gemeinsam erstellt.

Betreuung und Redaktion erfolgten durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin.

Interessierte aus Fachkreisen und Selbsthilfeorganisationen sowie Betroffene können jetzt die Entwürfe der Patientenleitlinie kostenfrei herunterladen und begutachten. 
Bis zum 02.05.2017 haben sie die Möglichkeit, diese Fassung zu kommentieren, Verbesserungsvorschläge zu machen oder Ergänzungen vorzuschlagen. 
Für die Begutachtung steht auch ein Fragebogen zur Verfügung.

Das Redaktionsteam sichtet alle Rückmeldungen und entscheidet dann über deren Berücksichtigung in der endgültigen Version.

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Dr. med. Lydia Bothe
Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin
TiergartenTower, Straße des 17. Juni 106-108
10623 Berlin
Fax: 030 4005 2555
E-Mail: patienteninformation@azq.de

Corinna Schaefer M.A. Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin
Telefon: 030 / 4005 - 2526
Fax: 030 / 4005 - 2555
E-Mail-Adresse: schaefer@azq.de
 
 

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http://www.patienten-information.de/mdb/edocs/pdf/literatur/blasenkrebs-1aufl-ko... -

Konsultationsfassung Patientenleitlinie "Blasenkrebs"

http://www.patienten-information.de/mdb/edocs/word/fragebogen-blasenkrebs-konsul... -

Fragebogen

Primär- und Rezidivdiagnostik bei Prostata-Karzinom (PSMA)

Medizin am Abend Berlin Fazit: Aktualisierte Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung von Prostatakarzinom

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat im Dezember 2016 eine Aktualisierung der S3-Leitlinie zur „Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms“ vorgelegt. 

Die neue Version entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie; die Evidenzaufbereitung wurde durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) durchgeführt. 

Beim Update wurden unter anderem Neuerungen in der Primär- und Rezidivdiagnostik sowie aktuelle Erkenntnisse in der Strahlentherapie und der medikamentösen Behandlung des Prostatakarzinoms berücksichtigt. 
 
  • Das Prostatakarzinom ist mit 25,4 % aller diagnostizierten Krebserkrankungen die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland. 

Jährlich erkranken etwa 58.000 Männer in Deutschland neu an diesem Tumor, etwa 12.000 versterben pro Jahr an den Folgen von Prostatakrebs. 

Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei ca. 69 Jahren.

  • Da sich der Anteil der über 60-Jährigen in der Bevölkerung bis zum Jahr 2050 voraussichtlich verdoppelt, wird im gleichen Umfang auch eine Zunahme der Prostatakrebserkrankungen erwartet.

Zu den bestehenden diagnostischen Möglichkeiten beim Prostatakarzinom ist unter anderem die MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie hinzugekommen:

Während einer ultraschallgestützten Gewebeentnahme ermöglicht sie die gezielte Ausrichtung der Biopsienadel auf Herde, die zuvor in einer Magnetresonanztomographie auffällig geworden sind.

Neue Varianten der Positronenemissionstomographie können außerdem gezielt Prostatakrebszellen nach einem Rückfall aufspüren, und zwar mithilfe eines radioaktiven Markers, der das Prostataspezifische Membranantigen (PSMA) erkennt.

Im Bereich der Prostatakrebstherapie werden derzeit vermehrt sogenannte hypofraktionierte Bestrahlungskonzepte diskutiert, bei der man die erforderliche Strahlendosis in kürzerer Zeit als bei der konventionellen Bestrahlung verabreicht.

Außerdem haben Studien mittlerweile gezeigt, dass Patienten in gutem Allgemeinzustand, die unter einem metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom leiden, von einer kombinierten Hormon-Chemotherapie mit Docetaxel profitieren.

„Bei der Überarbeitung der Leitlinie haben wir diese diagnostischen und therapeutischen Verfahren priorisiert und aus den besten verfügbaren wissenschaftlichen Evidenzen Empfehlungen für ihren Einsatz abgeleitet“, erklärt Prof. Dr. Manfred Wirth vom Universitätsklinikum Dresden, Koordinator der Leitlinie.

Das Gesamtkonzept für die Aktualisierung der Prostatakarzinomleitlinie ist das einer „living guideline“ mit einer geplanten modularen Überarbeitung in ein- bis zweijährigen Abständen.

Das Leitlinienprogramm Onkologie (OL)

Leitlinien sind systematisch entwickelte Entscheidungshilfen für Leistungserbringer und Patienten zur angemessenen Vorgehensweise bei speziellen Gesundheitsproblemen. Sie stellen ein wesentliches Instrument zur Förderung von Qualität und Transparenz medizinischer Versorgung dar.

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF, http://www.awmf.org), die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (http://www.krebsgesellschaft.de) und die Deutsche Krebshilfe (http://www.krebshilfe.de) haben sich mit dem im Februar 2008 gestarteten Leitlinienprogramm Onkologie das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung und Fortschreibung sowie den Einsatz wissenschaftlich begründeter und praktikabler Leitlinien in der Onkologie zu fördern und zu unterstützen.

Mittlerweile umfasst das Leitlinienprogramm mehr als 15 S3-Leitlinien, die zu einem großen Teil auch als laienverständliche Patientenleitlinien vorliegen. Mehr unter http://www.leitlinienprogramm-onkologie.de.

Für den direkten Zugang zur neuen S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom nutzen Sie bitte folgenden Link: http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Prostatakarzinom.58.0.html

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU)

Mit rund 5.700 Mitgliedern ist die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) die größte Vertretung deutscher Fachärztinnen und Fachärzte für Urologie. Als medizinische Fachgesellschaft fördert die DGU Wissenschaft, Forschung, Innovation, Fort- und Weiterbildung in der Urologie. Damit schafft sie die Voraussetzungen für eine flächendeckende hochqualifizierte Versorgung urologischer Patientinnen und Patienten in Deutschland. Mehr unter http://www.dgu.de

Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ)

Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) wird von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung seit 20 Jahren als gemeinsames wissenschaftliches Institut getragen, zu dessen Kernaufgaben die Bereiche Evidenzbasierte Medizin und Leitlinien, hier insbesondere die Koordination des Programms für Nationale VersorgungsLeitlinien (NVL), sowie Patienteninformation und Patientensicherheit zählen. Mehr unter http://www.azq.de

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Katrin Mugele Deutsche Krebsgesellschaft e. V.

 

Kuno-Fischer-Str. 8
14057 Berlin
Deutschland
Berlin
E-Mail-Adresse: presse@krebsgesellschaft.de

Katrin Mugele
Telefon: 030/322932960
E-Mail-Adresse: mugele@krebsgesellschaft.de


Renate Babnik
Telefon: 0303229329-25
E-Mail-Adresse: babnik@krebsgesellschaft.de