Qualitätszirkel Niren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Universitätzmedizin Rostock

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Singende Krankenhäuser

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

aps-ev + Schlichtungsstelle

jkb

DHZB + Charité

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

FORTA

CIRS Bayern

Gender Medizin

lebensmittelwarnung.de

idw

Krankenhausbehandlung 2014

Medizin am Abend Berlin Fazit

Im Jahr 2014 wurden 19,1 Millionen Patientinnen und Patienten stationär im Krankenhaus behandelt, das waren 1,9 % Behandlungsfälle mehr als im Jahr zuvor. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, dauerte der Aufenthalt im Krankenhaus durchschnittlich 7,4 Tage (2013: 7,5 Tage).

In 1 980 Krankenhäusern Deutschlands (2013: 1 996) standen für die stationäre Behandlung der Patientinnen und Patienten wie im Vorjahr insgesamt 500 700 Betten zur Verfügung. 

Nach wie vor steht annähernd jedes zweite Bett (48,0 %) in einem Krankenhaus eines öffentlichen Trägers, jedes dritte Bett (33,9 %) befindet sich in einem freigemeinnützigen Haus. 

Der Anteil der Krankenhausbetten in Einrichtungen privater Träger liegt bei 18,2 %.

Die Bettenauslastung lag mit 77,4 % um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. 

In öffentlichen Krankenhäusern stieg die Auslastung um 0,3 Prozentpunkte und erreichte 79,4 %. 

Die Bettenauslastung in freigemeinnützigen Häusern war mit 75,7 % um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. 

In privaten Häusern waren die Betten wie im Jahr 2013 zu 75,6 % ausgelastet.

Rund 875 900 Vollkräfte - das ist die Anzahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten - versorgten 2014 die Krankenhauspatientinnen und -patienten. 

150 700 Vollkräfte gehörten zum ärztlichen Dienst und 725 200 zum nichtärztlichen Dienst, darunter allein 318 800 Vollkräfte im Pflegedienst (2013: 316 300). 

Die Zahl der im Krankenhaus beschäftigten Vollkräfte stieg im Vergleich zum Vorjahr im ärztlichen Dienst um 2,5 % und im nichtärztlichen Dienst um 3,1 %, während die Zahl der Pflegevollkräfte um 0,8 % zunahm.

1,97 Millionen Patientinnen und Patienten nahmen 2014 eine stationäre Behandlung in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung in Anspruch. Das waren 18 400 Behandlungsfälle mehr als im Vorjahr (+ 0,9 %).

In 1 158 Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen standen rund 165 600 Betten zur Verfügung. 

Anders als bei den Krankenhäusern sind bei den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen private Träger die größten Anbieter:

Hier standen fast zwei Drittel aller Betten (66,0 %). Einrichtungen öffentlicher Träger verfügten hingegen nur über 18,7 % der Betten.

Den geringsten Anteil hatten freigemeinnützige Einrichtungen mit 15,4 % des Bettenangebots.

Die Bettenauslastung lag mit 82,4 % um 1,2 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahres. Öffentliche Einrichtungen erreichten mit 91,6 % (2013: 91,1 %) die höchste Bettenauslastung, private Einrichtungen mit 79,5 % (2013: 77,9 %) die niedrigste.

Rund 8 500 Vollkräfte im ärztlichen Dienst und 82 300 Vollkräfte im nichtärztlichen Dienst - darunter 20 900 Pflegevollkräfte - versorgten 2014 die vollstationären Patientinnen und Patienten in den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Ute Bölt, Telefon: (0611) 75-8107

360° TOP-Thema: Rheumatherapie - Myostatin fördert Knochenzerstörung

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Mögliche neue Rheumatherapie

Wissenschaftler der Universitäten Münster und Wien entdecken möglichen neuen Ansatz in der Rheumatherapie durch körpereigenes Protein / Ergebnisse in „Nature Medicine“ veröffentlicht 

Dr. Berno Dankbar ist der Erstautor der Studie.
Dr. Berno Dankbar ist der Erstautor der Studie. Foto: privat
 
Ein körpereigenes Protein liefert einen möglichen neuen Ansatz zur Rheumatherapie: 

Wissenschaftler aus Münster und Wien haben herausgefunden, dass Myostatin maßgeblich an der Knochenzerstörung bei rheumatoider Arthritis beteiligt ist.

Die Ergebnisse sind jetzt in der Online-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Nature Medicine“ veröffentlicht worden.

Myostatin war bislang vor allem als Regulator des Muskelwachstums und der Muskelregeneration bekannt.

Ein Team um den Molekularbiologen Dr. Berno Dankbar vom Institut für Experimentelle Muskuloskelettale Medizin (IEMM) an der Universität Münster und von der Medizinischen Universität Wien entdeckten eine bislang unbekannte Schattenseite des Proteins: 

Indem Myostatin die Bildung von Knochen abbauenden Zellen - sogenannten Osteoklasten - fördert, trägt es maßgeblich zur irreversiblen Gelenkzerstörung bei.

Die Wissenschaftler untersuchten die Rolle des Proteins in verschiedenen Mausmodellen der rheumatoiden Arthritis. Dabei zeigte sich:

Der Myostatin-Spiegel im Körper steigt im Krankheitsverlauf an. 

Außerdem fanden die Forscher heraus, dass Myostatin die Osteoklastenbildung direkt fördert und damit zu einer erhöhten Gelenkzerstörung führt.

  • Wenn Myostatin bei Mäusen nicht gebildet oder künstlich blockiert wird, verringert sich umgekehrt das Ausmaß von Gelenkentzündung und -zerstörung deutlich. 

  • Myostatin reguliert also nicht nur das Muskelwachstum, sondern ist offenbar auch im Knochenstoffwechsel involviert. 

„Die Ergebnisse lassen darauf hoffen, dass Myostatin einen wertvollen neuen Therapieansatz bietet“, so Dankbar. „Vielleicht kann die Gelenkzerstörung bei rheumatoider Arthritis so in Zukunft gebremst werden.“

Studie: Wirkung von Myostatin auf die Knochen abbauenden Osteoklasten (hier rötlich-braun dargestellt).Studie: Wirkung von Myostatin auf die Knochen abbauenden Osteoklasten (hier rötlich-braun dargestellt). Abbildung: B. Dankbar

Originalpublikation:
Dankbar, Berno et al. (2015): Myostatin is a direct regulator of osteoclast differentiation and its inhibition reduces inflammatory joint destruction in mice. In: Nature Medicine, Online-Publikation am 3. August 2015.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Dr. Thomas Bauer
Referent für Forschung und Lehre
Medizinische Fakultät, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Telefon: 0251-83 58 93 7
Fax: 0251-83 57 58 5
thbauer@uni-muenster.de
Juliane Albrecht Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte:
http://www.nature.com/nm/journal/vaop/ncurrent/full/nm.3917.html - Originalartikel

360° TOP-Thema: Schuppenflechte – nicht nur ein Hautproblem der Psoriasis-Arthritis (PsA)

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Neue Medikamente helfen bei entzündeten Gelenken

Bei vielen Patienten mit Schuppenflechte beschränkt sich die chronische Krankheit nicht auf die Haut. 

  • Was die wenigsten wissen: 

  • Die Entzündung kann sich auch auf die Gelenke ausweiten. 
  •  
  • Da herkömmliche Therapien den Betroffenen oft nur mäßig helfen, sollen gut untersuchte Medikamente mit neuen Wirkmechanismen nun die Behandlung von „Schuppenflechten-Rheuma“ verbessern. 
  •  
  • Seit Mitte der 2000er hat die Europäische Kommission acht Neuentwicklungen die Zulassung erteilt. 
  •  
  • Ein weiteres Mittel soll voraussichtlich 2016 auf den Markt kommen und sieben weitere werden untersucht. 
 
Über neue Therapiemöglichkeiten berichten Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) im Vorfeld ihrer Jahrestagung am 26. August auf einer Konferenz in Berlin.

Zwanzig bis vierzig Prozent aller Patienten mit Schuppenflechte erkranken innerhalb der ersten zehn Jahre zusätzlich an Schuppenflechten-Rheuma, der sogenannten Psoriasis-Arthritis (PsA).

Dabei entzünden sich neben der Haut auch die Gelenke, vorwiegend an Händen, Füßen oder der Wirbelsäule.

„Leiden Patienten mit Schuppenflechte morgens an steifen Gelenken, klagen über nächtliche Rückenschmerzen oder fühlen sich kraftlos, können das erste Zeichen für PsA sein“, erklärt Professor Dr. med. Jens Gert Kuipers, DGRh-Tagungspräsident und Chefarzt der Klinik für internistische Rheumatologie am Roten Kreuz Krankenhaus Bremen.

Die Betroffenen sollten umgehend einen Rheumatologen aufsuchen.

Nur eine medikamentöse Therapie verhindert eine Gelenkzerstörung, die die Betroffenen im schlimmsten Fall nahezu bewegungsunfähig machen kann. 

Üblicherweise verschreiben Ärzte zunächst Methotrexat, Sulfasalzin oder Leflunomid.

Jedoch spricht etwa jeder zweite Patient nicht auf diese herkömmlichen Therapien an, schätzt Kuipers.

„Die Wirksamkeit einiger dieser Therapien, wie etwa von Methotrexat, wurde für PsA nur sehr eingeschränkt untersucht“, sagt Kuipers. Etwa 85 Prozent der Schuppenflechten- und PsA-Patienten verlangen daher auch zu Recht neue Therapien, kommentiert der DGRh-Kongresspräsident die Ergebnisse einer Studie.

Diese Situation könnte sich schon bald ändern. Denn in den letzten Jahren hat die Europäische Kommission einige neue Medikamente zugelassen, vor allem Biologika. „Diese biotechnologisch hergestellten Antikörper wirken deutlich besser, da sie gezielt in den Entzündungsprozess eingreifen“, so Kuipers. Sie erzielen eine bis zu 50-prozentige Besserung der schmerzhaften und geschwollenen Gelenke. Für 2016 erwarten die Experten die Zulassung eines weiteren Biologikums. „Wir hoffen, mit den vielzähligen Entwicklungen die Lebensqualität der PsA-Patienten deutlich zu verbessern“, so Kuipers.

Denn diese ist häufig stark beeinträchtigt. Am häufigsten leiden PsA-Patienten unter juckenden Hautstellen. „Zudem sind sie häufig starken seelischen Belastungen ausgesetzt, die den Umgang mit Freunden oder dem Partner betreffen“, so der DGRh-Kongresspräsident.

Aktuelle Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Osteoporose und Depressionen.

Wie gut die neuen Therapieoptionen Gelenkschmerzen, Hautprobleme und die damit verbundenen Einschränkungen lindern können, wird Thema auf der Konferenz am 26. August 2015 in Berlin sein.

Quellen:
Mease PJ, Armstrong AW., “Managing patients with psoriatic disease: the diagnosis and pharmacologic treatment of psoriatic arthritis in patients with psoriasis”, Drugs 2014, 74: 423-41

Dommasch ED et al. „Risk of Depression in Women with Psoriasis: A Cohort Study.” Br J Dermatol. 2015 Jul 17. doi: 10.1111/bjd.14032.

Mark G. Lebwohl, et al. „Patient perspectives in the management of psoriasis: Results from the population-based Multinational Assessment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis Survey”, Journal of the American Academy of Dermatology, dx.doi.org/10.1016/j.jaad.2013.12.018

******************************************************

Terminhinweise:

Patiententag „Rheuma hat viele Gesichter“
Termin: 5. September 2015, 9.00 bis 14.30 Uhr
Ort: Congress Centrum Bremen, Hanse-Saal


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt




Köpenicker Str. 48/49, Aufgang A
10179 Berlin
Deutschland
Berlin
E-Mail-Adresse: info@dgrh.de

Dr. Julia Rautenstrauch
Telefon: 030 24048470
Fax: 030 42048479
E-Mail-Adresse: julia.rautenstrauch@dgrh.de


Barbara Gundelach
Telefon: 030 / 240484 - 72
Fax: 030 / 240484 - 79
E-Mail-Adresse: barbara.gundelach@dgrh.de


Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie
Kongress-Pressestelle
Kathrin Gießelmann/Stefanie Schweigert
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-981/-649
Fax: 0711 8931-167
giesselmann@medizinkommunikation.org
schweigert@medizinkommunikation.org