Menschen, die im Großraum Tirol einen Herzinfarkt erleiden, haben Glück im Unglück: Im grenzüberschreitenden Herzinfarktnetzwerk, das auch Patient:innen aus dem Außerfern über das Herzzentrum Füssen (Deutschland) versorgt, funktioniert die Akutversorgung hervorragend. Im Jahr nach dem Herzinfarkt gelingt es jedoch vielen Betroffenen nicht, die wichtigsten Risikofaktoren dauerhaft und optimal einzustellen. Genau hier setzt ein gemeinsames Interreg-Forschungsprojekt der Univ.-Klinik für Kardiologie an der Med Uni Innsbruck, der Klinik Füssen und dem Universitätsklinikum Augsburg an: Es nutzt digitale Begleitung, um die langfristige Nachsorge spürbar zu verbessern. In Tirol wurde vor rund 20 Jahren ein grenzüberschreitendes Herzinfarkt-Netzwerk mit der Klinik Füssen aufgebaut. Es ermöglicht bis heute eine rasche, moderne und flächendeckende Akutversorgung entsprechend der Leitlinien und hat die Heilungschancen nach einem Herzinfarkt deutlich verbessert. Diese erfreuliche Bilanz lässt sich bislang jedoch nicht auf die langfristige Nachsorge übertragen. „Mehr als die Hälfte der Herzinfarktpatientinnen und -patienten erreicht ein Jahr nach dem überstandenen Infarkt die empfohlenen Zielwerte für Blutdruck, Cholesterin oder Blutzucker nicht“, weiß Kardiologe Sebastian Reinstadler von der Innsbrucker Univ.-Klinik für Innere Medizin III (Direktor: Axel Bauer). Die Gründe dafür sind vielfältig und auch international zu beobachten: Die regelmäßige Einnahme von Medikamenten fällt im Alltag oft schwer, die Therapie wird nicht immer rechtzeitig angepasst und der Kontakt zur medizinischen Betreuung geht mit der Zeit verloren. Besonders in Grenzregionen ergeben sich zusätzliche Herausforderungen durch das nicht immer reibungslose Zusammenspiel der verschiedenen Gesundheitssysteme. Hinzu kommt die geringere Fachärzt:innendichte im ländlichen Raum. Das verbleibende Risiko durch eine suboptimale Nachsorge erhöht die Gefahr für neuerliche Herzinfarkte und Komplikationen. Dass sich der Optimierungsaufwand lohnt, zeigt eine zentrale Botschaft des Projektes: „Wer nach einem Herzinfarkt alle wesentlichen Risikofaktoren optimal einstellt, kann eine normale Lebenserwartung erreichen – vergleichbar mit der von Menschen, die nie einen Herzinfarkt hatten“, betont der Kardiologe.
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MaAB - Medizin am Abend Berlin ...interdisziplinär...ganzheitliche Betreuung
Pro Bono - CHEFÄRZTLICHE - OA- FACHÄRZTLICHE SPRECHSTUNDEN / VISITEN / UNTERSUCHER/KGP STUDIEN KOLLEG / Frühe Fallfindung - : Advence Care Planning // Patientenzentriert denken, organisieren und handeln Patienten + Mediziner + Medizinische Einsatz-Team (MET): Behandlungsvertrag mit Veränderbarkeit: "Fit for the Aged": Ändern–Verändern– Medizinisches Wissenziel 2026: Wissen teilen, Gesundheit stärken MaAB/DGK/NAKO/BAGPH/ASB/VDK/Ver.di/ www.KORRESPONDENTEN.com + www.DIPLO.NEWS
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Herzinfarkt
Das Absetzen von Levothyroxin
Eine angemessene medizinische Versorgung bedeutet eine bedarfsgerechte, wirksame und an den Patientinnen und Patienten orientierte Behandlung. Dies bedeutet auch, die Gabe von Medikamenten regelmäßig kritisch zu prüfen. Das zu dieser Thematik vom Dresdner Bereich für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden (TUD) verantwortete und an drei Standorten Mitteldeutschlands durchgeführte Forschungsprojekt DELTA-RCT wird mit ca. 3,5 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Initiiert durch ein gemeinsames allgemeinmedizinisches Forschungsteam der Medizinischen Fakultäten der Universitäten in Dresden, Leipzig und Cottbus, startete jetzt das Forschungsprojekt „DELTA-RCT: Das Absetzen von Levothyroxin bei Patientinnen und Patienten mit latenter Hypothyreose“. Bei Hypothyreose handelt es sich um eine relativ häufig auftretende Schilddrüsenunterfunktion, von der insbesondere Frauen und ältere Menschen betroffen sind. Auffällig für die latente Hypothyreose sind Symptomfreiheit und ein leicht erhöhter TSH-Wert, der oft zufällig gefunden wird. Das TSH (schilddrüsenstimulierendes Hormon) steuert die Hormonproduktion der Schilddrüse, wenn sie zu wenig oder zu viele Hormone produziert. Benjamin Griebr Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden |
Die Hepatitis E Infektionen
Wie sich Viren in den ersten Wochen einer Infektion verändern, kann wichtige Hinweise auf ihre Anpassungsfähigkeit liefern. Forschende der Abteilungen für Molekulare und Medizinische Virologie sowie für Translationale und Computergestützte Infektionsforschung der Ruhr-Universität Bochum haben die frühe Phase von Hepatitis-E-Infektionen genauer untersucht. Dabei arbeiteten sie eng zusammen mit dem Blutspendedienst des Herz- und Diabeteszentrums NRW in Bad Oeynhausen, einer Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum. Das Team analysierte Proben von 80 Blutspenderinnen und Blutspendern, bei denen eine HEV-Infektion im Rahmen des routinemäßigen Screenings entdeckt worden war. Die Ergebnisse sind im Fachjournal mBio vom 10. Juli 2026 veröffentlicht. Dr. André Gömer, Prof. Dr. Eike Steinmann |
Herz und Niere
OXALSÄURE LÖST EINE ENTZÜNDUNG AUS, DIE SOWOHL CHRONISCHE NIEREN- ALS AUCH HERZ-KREISLAUF-ERKRANKUNGEN FÖRDERT
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Die Sepsis
Eine Sepsis zählt zu den schwersten medizinischen Notfällen. Doch selbst wenn die akute Erkrankung überstanden ist, bleibt für viele Betroffene ein hohes Risiko bestehen: Sie entwickeln leicht weitere Infektionen. Forschende Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen haben nun einen wichtigen Mechanismus identifiziert, der diese Immunschwäche erklären könnte. Im Fokus der Studie stehen die sogenannten natürlichen Killerzellen (NK-Zellen), spezialisierte Immunzellen, die eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Krankheitserregern spielen. Diese Zellen waren nach einer Sepsis über Wochen hinweg in ihrer Funktion erheblich eingeschränkt. Dieser Funktionsverlust war besonders stark bei Patient:innen zu beobachten, die im weiteren Verlauf der Behandlung zusätzlich eine Krankenhausinfektion entwickelten. Dr. Milena Hänisch |
Parlamentarische Patientenkontakt Möglichkeiten in Berlin
Sprechstunden der Abgeordneten
Abg. Danny Freymark (CDU)
06.07.2026 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Bürgerbüro, Warnitzer Straße 16, 13057 Berlin, um vorherige Anmeldung per E-Mail unter buergerbuero@danny-freymark.de oder telefonisch 030 54832604 wird gebeten
Abg. Orkan Özdemir (SPD)
06.07.2026 10:30 Uhr - 15:00 Uhr
Stadtteilbüro, Schmiljanstraße 17, 12161 Berlin, Anmeldung ist erforderlich unter mail@orkan-oezdemir.de
Abg. Catrin Wahlen (GRÜNE)
06.07.2026 16:00 Uhr - 18:00 Uhr
Bürgerbüro, Karl-Kunger-Straße 68, 12435 Berlin, um vorherige Anmeldung unter catrin.wahlen@gruene-fraktion.berlin, gerne mit Hinweis auf das Anliegen, wird gebeten
Abg. Daniela Billig (GRÜNE)
06.07.2026 16:30 Uhr - 18:00 Uhr
Kiezbüro, Prenzlauer Allee 22, 10405 Berlin, Anmeldung unter buero5.billig@gruene-fraktion.berlin
Abg. Orkan Özdemir (SPD)
07.07.2026 10:30 Uhr - 15:00 Uhr
Stadtteilbüro, Schmiljanstraße 17, 12161 Berlin, Anmeldung ist erforderlich unter mail@orkan-oezdemir.de
Abg. Dr. Hugh Bronson (AfD)
07.07.2026 12:00 Uhr - 14:00 Uhr
Abgeordnetenhaus, Raum 536, Margot-Friedländer-Platz, 10117 Berlin
Abg. Dr. Martin Sattelkau (CDU)
09.07.2026 15:00 Uhr - 16:00 Uhr
Wahlkreisbüro, Grünstraße 4, 12555 Berlin, nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter 030 46777767 oder per Mail an buero@martin-sattelkau.de
Die Stillkommission
Die Nationale Stillkommission (NSK) am Max Rubner-Institut hat eine umfassende Aktualisierung der Definitionen zum Stillen und zur Ernährung mit Mutter- und Frauenmilch vorgelegt. Die Stellungnahme wurde von einem Expertenteam der Kommission erarbeitet. Ziel ist es, aktuelle internationale Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) präzise im deutschen Gesundheitssystem abzubilden und eine einheitliche Verwendung zu ermöglichen.
MaAB - Medizin am Abend Berlin Fortbildungen VOR ORT Dr. Iris Lehmann |
Depressionen
- Neue Studie zeigt wachsende psychische Belastungen bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte -
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Die Paartherapie
Ein dichtes Beratungsnetz und messbare Erfolge – und doch bleibt die Paartherapie in der Realität hinter den Idealwerten klinischer Studien zurück. Eine neue Studienreihe aus Deutschland und der Schweiz untersucht das Phänomen der Wirksamkeitslücke. Die Hilfe wäre da. Wer in Deutschland oder der Schweiz an seiner Beziehung verzweifelt, fällt in ein dichtes, oft sogar kostenloses Netz aus kirchlichen Beratungsstellen und Privatpraxen. Im internationalen Vergleich ist diese Infrastruktur Luxus. |
Kasuistik: Management des Gewicht von Patienten
Studie der Medizinischen Fakultät Mannheim zum Gewichtsmanagement bei Menschen mit Übergewicht offenbart eine deutliche Lücke zwischen der empfohlenen Versorgung und dem, was die Betroffenen angeben. Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt mit Übergewicht oder Adipositas. Sie leben damit mit einem erhöhten Risiko für zahlreiche chronische Erkrankungen. Um Gewicht erfolgreich zu reduzieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten und Behandlungsangebote: Die aktuellen Leitlinien für die Behandlung von Adipositas empfehlen im ersten Schritt strukturierte, multimodale Verhaltensprogramme, die sich aus den Bausteinen Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderungen zusammensetzen. Als zusätzliche Optionen können Medikamente in Betracht kommen und bei starkem Übergewicht auch eine (bariatrische) Operation, durch die die Nahrungsaufnahme eingeschränkt wird. |

