Universitätsklinikum Freiburg leitet bundesweite Studie für Patient*innen mit Vorhofflimmern und Stent / Untersucht wird ein früheres Therapieende nach einem statt sechs Monaten / Ziel sind weniger schwere Blutungen bei gleicher Sicherheit Patient*innen mit Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel und Schlaganfälle. Wenn sie zusätzlich wegen verengter Herzkranzgefäße einen Herz-Stent erhalten, brauchen sie nach dem Eingriff Medikamente, die vor Blutgerinnseln und einem Verschluss des Stents schützen. Diese Behandlung erhöht aber gleichzeitig das Risiko für schwere Blutungen. Am Universitätsklinikum Freiburg wird deshalb die bundesweite SATURN-Studie geplant, die jetzt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit vier Millionen Euro gefördert wird. In ihr wird untersucht, ob ein Teil der Medikamente bereits 30 Tage nach der Stent-Implantation abgesetzt werden kann statt wie bisher erst nach sechs Monaten. Ziel ist es, Blutungen zu vermeiden, ohne das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder einen Verschluss des Stents zu erhöhen. Die Studie soll Ende des Jahres starten und 2029 erste Ergebnisse liefern. |
MaAB - Medizin am Abend Berlin ...interdisziplinär...ganzheitliche Betreuung
Pro Bono - CHEFÄRZTLICHE - OA- FACHÄRZTLICHE SPRECHSTUNDEN / VISITEN / UNTERSUCHER/KGP STUDIEN KOLLEG / Frühe Fallfindung - : Advence Care Planning // Patientenzentriert denken, organisieren und handeln Patienten + Mediziner + Medizinische Einsatz-Team (MET): Behandlungsvertrag mit Veränderbarkeit: "Fit for the Aged": Ändern–Verändern– Medizinisches Wissenziel 2026: Wissen teilen, Gesundheit stärken MaAB/DGK/NAKO/BAGPH/ASB/VDK/Ver.di/ www.KORRESPONDENTEN.com + www.DIPLO.NEWS
PICS Ambulanz
BG Klinken - Post-COVID-Programm
medpoint - Fortbildungskalendar
Was hab ich?
SCD Deutschland
discharge
Anamnese- und Untersuchungsbogen
Diagnostische Pfade
Vorhoffflimmern
Narzisstische Persönlichkeitszüge
Die Ergebnisse der jetzt veröffentlichten Studie zeigen auf, dass Narzissmus in Familien zwar gehäuft vorkommt, diese Ähnlichkeit aber überwiegend genetisch bedingt ist. Das familiäre Umfeld und der Erziehungsstill sind hingegen nicht – wie bislang angenommen – der Ursprung für Narzissmus. Narzisstische Persönlichkeitszüge treten innerhalb von Familien gehäuft auf. Eine neue Studie unter Beteiligung der Universität Münster legt nun nahe, dass diese familiären Ähnlichkeiten vor allem genetisch erklärt werden können. Gemeinsame Umweltfaktoren innerhalb der Familie, etwa allgemeine Erziehungsbedingungen oder das soziale Umfeld, das Geschwister teilen, trugen in den Analysen dagegen kaum zur Erklärung von Unterschieden im Narzissmus bei. Veröffentlicht wurde die Arbeit in der Fachzeitschrift Social Psychological and Personality Science. Prof. Dr. Mitja Back |
Gefässverschlüsse in den Beinen
Gefässverschlüsse in den Beinen machen bei vielen Betroffenen eine Amputation oder wiederholte notfallmässige Eingriffe zur Rettung des Beins nötig. In einer Studie der Klinik für Angiologie am Universitätsspital Zürich konnte mit einer neuen Behandlung die Zahl der Amputationen und Notfalleingriffe reduziert werden. Durchblutungsstörungen wegen Gefässverschlüssen sind weit verbreitet. Über 113 Mio. Menschen weltweit sind von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) betroffen. Dabei sind Arterien unterhalb der Leiste verengt und die Beine deshalb ungenügend durchblutet. Die Gefässverengungen führen u.a. zu Schmerzen, die Betroffene zu häufigen Gehpausen zwingen. Im Volksmund ist die PAVK deshalb als «Schaufensterkrankheit» bekannt. |
Arbeitsunfähigkeit und das Telefon
Studie mit innovativer Fragemethode des Zentrums für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit relativiert Debatte zu telefonischen Krankmeldungen Mehr Menschen gehen krank zur Arbeit, als dass sie sich zu Unrecht krankmelden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Zentrums für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit (CPD) der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Der Zugang zu telefonischen Krankschreibungen spielte bei falschen Krankmeldungen keine entscheidende Rolle. Wichtiger waren vielmehr Arbeitsstress, Rollenkonflikte und geringes Arbeitsengagement. Dr. Eva Maria Wellnitz Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit (CPD) |
Multiresistente Tuberkulose
Eine neue nationale Kohortenstudie aus Lettland in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der klinischen Tuberkulose-Infrastruktur (ClinTB) am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB), liefert wichtige Erkenntnisse zur Behandlung multiresistenter Tuberkulose (MDR-TB). Die Untersuchung zeigt, dass langfristige krankheitsfreie Überlebensraten deutlich höher sind, als bisherige Standardkennzahlen vermuten lassen. Eine neue nationale Kohortenstudie aus Lettland in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der klinischen Tuberkulose-Infrastruktur (ClinTB) am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB), liefert wichtige Erkenntnisse zur Behandlung multiresistenter Tuberkulose (MDR-TB). Die Untersuchung zeigt, dass langfristige krankheitsfreie Überlebensraten deutlich höher sind, als bisherige Standardkennzahlen vermuten lassen. Die Ergebnisse, die in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet Regional Health Europe publiziert wurden, basieren auf der Analyse von Daten von 1.299 erwachsenen Patientinnen und Patienten, die zwischen 2005 und 2021 behandelt wurden.
Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Lange Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum clange@fz-borstel.de Originalpublikation: Sophie Charlotte Meier, Liga Kukša, Santa Ķauķe, Vija Riekstina, Evita Biraua, Nityanand Jain, Christoph Lange, Thomas Theo Brehm, Treatment outcomes and long-term relapse-free survival after multidrug-resistant tuberculosis treatment in Latvia: a retrospective national cohort study, The Lancet Regional Health - Europe, Volume 65, 2026, 101676, ISSN 2666-7762, https://doi.org/10.1016/j.lanepe.2026.101676. |
Organspende nach dem sogenannten irreversiblen Hirnfunktionsausfall
Dezeit ist die Organspende nach dem sogenannten irreversiblen Hirnfunktionsausfall die einzige rechtlich zulässige Form der Spende. Die Einführung der Organspende auch nach Herz-Kreislaufstillstand könnte Wartezeiten verkürzen und Transplantationszahlen steigern. Das zeigen Simulationen auf Basis europäischer Daten. In Deutschland besteht seit Jahren ein erheblicher Mangel an Spenderorganen. Verstorbene dürfen in Deutschland dann Organe spenden, wenn dies ihrem zuvor geäußerten oder mutmaßlichen Wunsch entspricht und der Tod irreversibel eingetreten ist. Derzeit ist die Organspende nach dem sogenannten irreversiblen Hirnfunktionsausfall (IHA, umgangssprachlich Hirntod) die einzige rechtlich zulässige Form der Spende von Verstorbenen. In vielen anderen Ländern ist zusätzlich die kontrollierte Organspende nach endgültigem Herz-Kreislaufstillstand (HKS; engl. controlled donation after circulatory death, cDCD) geregelt und etabliert. Hierbei tritt der Tod nicht zuerst durch den Ausfall der Hirnfunktionen ein, sondern nach der durch die Patientinnen bzw. Patienten gewünschten Therapieeinstellung auf der Intensivstation. Die Therapieeinstellung (Beendigung der künstlichen Beatmung, Beendigung der künstlichen Kreislaufunterstützung) kann beispielsweise gewünscht sein, weil die Therapieaussichten sehr schlecht sind und kein weiteres Leiden gewünscht ist. Dies führt zum Ausfall des Herz-Kreislaufsystems und nach einer gewissen Wartezeit nach Eintritt des Todes ist die Organspende möglich. Dr. Friedrich A. von Samson-Himmelstjerna |
Einfluss- und Schutzfaktoren im Zusammenhang mit kindlicher Angst
Wie entsteht Angst – und was kann davor schützen? Teilnehmende für eine Eltern-Kind-Studie gesucht | |
Kinder zwischen 8 und 12 Jahren gemeinsam mit einem Elternteil für eine psychologische Studie gesucht. Angst ist eine normale und wichtige Schutzreaktion, besonders im Kindesalter. Wenn sie allerdings sehr stark wird und den Alltag beeinträchtigt, spricht man von einer Störung. Prof. Dr. Antje Gerdes |
Service- und Reinigungskräfte – für eine Angleichung ihrer Arbeitsbedingungen und Löhne an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD
Muskelentzündungen
Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat ein Mausmodell entwickelt, das neue Einblicke in die Entstehung einer seltenen, aber schwerwiegenden Muskelerkrankung bietet. Die Forschenden konnten zeigen, dass die anhaltende Entzündung bei der sogenannten Einschlusskörpermyositis mit einer gestörten zellulären „Müllabfuhr“ in Verbindung steht – ein wichtiger Anhaltspunkt für neue Behandlungsstrategien. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Brain“ veröffentlicht. Die Einschlusskörpermyositis ist eine seltene, chronisch fortschreitende Muskelerkrankung, die vor allem Menschen über 45 Jahre betrifft und zu Muskelschwäche und -abbau führt. Eiweiße, auch Proteine genannt, lagern sich dabei in den Muskelfasern ab und verursachen Veränderungen in den Mitochondrien – den "Kraftwerken der Zellen“. Diese produzieren die Energie, um beispielsweise Bewegungen durchführen zu können. Häufig betroffen sind bei dieser Erkrankung die Oberschenkelmuskeln und die Fingerbeuger, was alltägliche Bewegungen wie Gehen oder Greifen zunehmend erschwert. Das Besondere an dieser Krankheit: Sie spricht kaum auf die üblichen entzündungshemmenden Medikamente an, die bei anderen Muskelentzündungen erfolgreich eingesetzt werden. |
Der Mann und seine Gefühle
Was geschieht, wenn Männer das Gefühl haben, nicht ausreichend männlich zu sein? Eine neue sozialpsychologische Studie zeigt: Viele Männer erleben Männlichkeit als unsicheren Status, der immer wieder bestätigt werden muss. Dieser Druck ist kein Randphänomen, sondern beeinflusst messbar und verlässlich Gefühle, Selbstbild, Einstellungen und Verhalten von Männern. Mit spürbaren Folgen: für Männer selbst, ihr Umfeld und die Gesellschaft insgesamt, etwa durch das Wählen autoritärer, rechter Parteien. In einer umfangreichen, in der Fachzeitschrift „Personality and Social Psychology Review“ erschienenen Meta-Analyse hat ein Forschungsteam um Lea Lorenz von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) und Sven Kachel von der Universität Kassel untersucht, wie Männer auf Situationen reagieren, in denen ihre Männlichkeit in Frage gestellt wird. Dafür hat das Team 123 Experimente, überwiegend aus westlichen Ländern, mit 19.448 Männern systematisch geordnet und ausgewertet. Für ihre Analyse haben die Forschenden unterschieden zwischen Auslösern, inneren Reaktionen wie Gefühle, kompensatorischen Reaktionen wie stark männliches Verhalten und Merkmalen der Situation, die die Wirkung beeinflussen. Dadurch konnten sie berechnen, wie stark der Effekt im Durchschnitt ist und welche Bedingungen ihn verstärken. MaAB - Medizin am Abend Berlin Fortbildungen VOR ORT |

