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PD Dr. Dr. Corinna Seliger-Behme: Häufigkeit und Risikofaktoren für Suizidalität bei Krebspatienten: psychoonkologische Begleitung und psychotherapeutische Betreuung

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Analyse zum Suizidrisiko bei Krebspatienten


Forschende des Universitätsklinikums Heidelberg und der Universität Regensburg haben ein nahezu doppelt so hohes Suizidrisiko bei Krebspatienten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung festgestellt / Publikation in der Fachzeitschrift „Nature Medicine“ / Daten von knapp 47 Millionen Krebspatienten aus Industrienationen analysiert / Mediziner empfehlen psychoonkologische Unterstützung als frühen und festen Bestandteil der Therapieplanung / Zukünftige Studien sollen helfen, die Risikofaktoren besser zu verstehen, um Strategien zur Suizidprävention bei Krebspatienten zu entwickeln

  • Die Diagnose einer Krebserkrankung ist ein gravierender Einschnitt in das bisherige Leben und kann bei den betroffenen Patienten zu Zukunftsängsten, psychischer Erschöpfung und depressiven Symptomen führen. 

Basierend auf Daten von knapp 47 Millionen Krebspatientinnen und -patienten hat ein interdisziplinäres Team unter Leitung von PD Dr. Dr. Corinna Seliger-Behme, Oberärztin an der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD), mit Kolleginnen und Kollegen der Abteilungen für Psychiatrie und Epidemiologie der Universität Regensburg Häufigkeiten und Risikofaktoren für Suizidalität bei Krebspatienten untersucht. 

  • Die Analyse zeigt, dass Suizide bei Krebspatienten fast doppelt so häufig wie in der Allgemeinbevölkerung vorkommen. 
  • Das Suizidrisiko steht dabei in engem Zusammenhang mit verschiedenen Risikofaktoren wie der Prognose der Krebserkrankung, dem Krankheitsstadium, der Zeit seit Bekanntwerden der Krebsdiagnose, dem Familienstand oder dem Wohnort. 

Zukünftige Studien sollen auf Grundlage der Ergebnisse der Heidelberger und Regensburger Forschenden die Entstehung von Angst und Depression bei Krebspatienten genauer untersuchen. 

Ziel ist es, daraus Strategien und Maßnahmen für die Suizidprävention abzuleiten.

  • „Patientinnen und Patienten mit einer prognostisch besonders ungünstigen Krebserkrankung und solche, deren Krebsdiagnose weniger als ein Jahr zurücklag, zeigten in unserer Studie ein 3,5 bzw. 3-fach erhöhtes Suizidrisiko im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung. 

Ein auffällig hohes Suizidrisiko war zudem bei Krebspatienten in den USA im Vergleich zu europäischen Krebspatienten zu beobachten“, berichtet PD Dr. Dr. Corinna Seliger-Behme. 

„Eine mögliche Erklärung kann in der nicht flächendeckend vorhandenen gesetzlichen Krankenversicherung in den USA gesehen werden. Eine Krebserkrankung ist für amerikanische Patienten daher besonders häufig mit hohen finanziellen Belastungen verbunden und einem erschwerten Zugang zu Hilfsangeboten wie einer psychologischen Beratung“, sagt Professor Dr. Dr. Michael F. Leitzmann, Direktor des Instituts für Epidemiologie und Präventivmedizin der Universität Regensburg. Und auch der Familienstand hat Auswirkungen: 

Verheiratete Krebspatienten wiesen eine niedrigere Suizidsterblichkeit auf als unverheiratete alleinlebende Krebspatienten. 

Aus Studien ist bereits bekannt, dass verheiratet zu sein suizidpräventiv wirkt, was vermutlich darauf beruht, dass der Partner eine Stütze bei der Bewältigung einer Krebsdiagnose sein kann. 

Aufgrund fehlender Daten war es allerdings nicht möglich, das Suizidrisiko von Krebspatienten zu bewerten, die in einer Beziehung leben, aber nicht verheiratet sind. 

Die Ergebnisse der Studie lassen sich zudem nicht auf alle Länder weltweit übertragen, da für die Auswertung primär Daten aus Industrienationen verfügbar waren.

Wichtig: Zugang zu professioneller Betreuung und Nachsorge

Eine Krebserkrankung stellt immer eine Ausnahmesituation dar, die große Herausforderungen mit sich bringt. 

  • Behandlungsbedürftige psychische Belastungen können sich entwickeln, bis hin zur Suizidalität. 

Eine psychoonkologische Begleitung kann Wege aufzeigen, mit Ängsten und Belastungen umzugehen, ein Gefühl von Kontrolle zurückzugewinnen und neue Perspektiven zu entwickeln. 

„Ein Suizid kann häufig verhindert werden, wenn entsprechende Gedanken offen angesprochen werden und frühzeitig eine psychoonkologische oder sogar psychotherapeutische Betreuung eingeleitet wird. 

  • Der Zugang zu professioneller psychoonkologischer Begleitung und Nachsorge sollte daher ein integraler Bestandteil jeder Krebstherapie sein“, sagt Oberarzt Dr. Till Johannes Bugaj, Leiter des psychoonkologischen Beratungsdienstes am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg. 

Ein weiterer wichtiger Baustein für die Suizidprävention bei Krebspatienten und -patientinnen bildet die Palliativmedizin. 

„Viele Menschen mit Krebs sind nicht depressiv im psychiatrischen oder psychotherapeutischen Sinne, sondern haben ganz konkrete Angst vor Siechtum oder anderem schlimmem Leiden“, sagt Professor Dr. Bernd Alt-Epping, Ärztlicher Direktor der Klinik für Palliativmedizin des UKHD. 

„Um das zu umgehen, entwickeln manche Patienten und Patientinnen Gedanken, das Leben vorzeitig enden zu lassen.“ 

Diesen Gedanken setzt die Palliativmedizin breite Unterstützung und Symptomlinderung entgegen.

Das NCT Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des UKHD und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und bietet seinen Patientinnen und Patienten neben der interdisziplinären medizinischen Versorgung ein umfassendes Beratungs- und Unterstützungsangebot.

Bundesweit finden Betroffene Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie Unterstützungsangebote begleitend zur onkologischen Behandlung über ihr Behandlungsteam und über die Seiten des Krebsinformationsdiensts (KID) des DKFZ.

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PD Dr. Dr. Corinna Seliger-Behme
Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
Tel. 06221 56-7504
E-Mail: Corinna.Seliger-Behme@med.uni-heidelberg.de

Prof. Dr. Dr. Michael Leitzmann
Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin
Universitätsklinikum Regensburg
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg
Tel. 0941 944-5200
E-Mail: Michael.Leitzmann@klinik.uni-regensburg.de

Julia Bird Universitätsklinikum Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Deutschland
Baden-Württemberg

Telefon: 06221 564537
Fax: 06221 564544
E-Mail-Adresse: julia.bird@med.uni-heidelberg.de
Originalpublikation:

Heinrich M, Hofmann L, Baurecht H, Kreuzer P, Knüttel H, Leitzmann F and Seliger C. Suicide risk and mortality among patients with cancer; Nature Medicine; 2022. DOI 10.1038/s41591-022-01745-y


Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte

https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/neurologische-klinik

https://www.telefonseelsorge.de/

https://www.deutsche-depressionshilfe.de/start

https://www.krebsinformationsdienst.de/

https://www.nct-heidelberg.de/fuer-patienten/beratungsangebote.html

https://www.ukr.de/innere-medizin-3/team-ansprechpartner/psychoonkologischer-die...

https://www.uni-regensburg.de/medizin/epidemiologie-praeventivmedizin/epidemiolo...

 

Die Behandlung von Lebnermetastasen

Medizin am Abend Berlin Fazit: Weltpremiere in der Krebstherapie: Klinikum nutzt innovatives Verfahren

Bei der Behandlung von Lebermetastasen übernimmt das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden erneut eine Vorreiterrolle. 

  • Anfang Februar 2019 wurde beim ersten Krebspatienten weltweit eine neue Testsubstanz vor der Therapie der von Metastasen befallenen Leber mit radioaktiv beladenen Kügelchen eingesetzt. 

Seit 2017 setzen die Experten der Klinik für Nuklearmedizin in Zusammenarbeit mit den Kollegen des Instituts für Radiologie die mit Holmium-166 radioaktiv beladenen Kügelchen ein – der weltweit erste Patient damals wurde ebenfalls am Universitätsklinikum behandelt. 

 Nach dem Einsatz der Testsubstanz (v.l.n.r.) Dr. Anja Braune (NUK), Prof. Ralf-Thorsten Hoffmann, OÄ Dr. Sabine Grosche-Schlee,  Schwester Dagmar Weidenhagen (Rad.) und Dr. Robert Freudenberg (NUK)
Nach dem Einsatz der Testsubstanz (v.l.n.r.) Dr. Anja Braune (NUK), Prof. Ralf-Thorsten Hoffmann, OÄ Dr. Sabine Grosche-Schlee, Schwester Dagmar Weidenhagen (Rad.) und Dr. Robert Freudenberg (NUK) UKD
 
  • Vor dem Eingriff müssen die Mediziner genau überprüfen, an welchen Stellen der Leber der Wirkstoff eingesetzt werden kann. 
  • Er soll nur an den vom Krebs befallenen Stellen wirken – im restlichen, gesunden Teil der Leber würde Holmium-166 großen Schaden anrichten. 

Bisher haben die Mediziner für diesen Test eine Substanz eingesetzt, die zwar ähnlich, aber nicht identisch dem Holmium-166 ist.

„Die neue Testsubstanz ist genau wie das Therapeutikum und gibt uns sowie den Patienten mehr Sicherheit“, sagt Prof. Ralf-Thorsten Hoffmann, Direktor des Instituts für diagnostische und interventionelle Radiologie am Uniklinikum.

Erst im Januar 2019 wurde der Wirkstoff auf dem Markt zugelassen. „So können wir den Tumor bestmöglich schädigen, ohne dabei die gesunde Leber anzugreifen.“

 In der Applikationsbox wird die Testsubstanz aufbewahrt und für den Einsatz vorbereitet
In der Applikationsbox wird die Testsubstanz aufbewahrt und für den Einsatz vorbereitet
UKD
  • Das lebensbedrohliche Wachstum von Tumoren beziehungsweise Metastasen lässt sich mit der „Selektiven Internen Radio-Therapie“ – kurz SIRT – in vielen Fällen wirksam bremsen. 

Mit dem Verfahren lässt sich das Krebsgewebe gleichzeitig aushungern und bestrahlen. Bei dieser minimalinvasiven Therapie nutzen die Nuklearmediziner und Radiologen sogenannte Mikrosphären. Das sind feinste Kügelchen mit einem Durchmesser von 20 bis 30 Mikrometern – was etwa der drei- bis vierfachen Größe von Blutplättchen entspricht. Die winzigen Sphären werden über einen Katheter direkt in die Arterien des betroffenen Organs eingeschleust – das Verfahren wird aktuell zumeist bei Tumorerkrankungen der Leber angewandt. 

  • Aufgrund ihrer Größe passieren die Kügelchen das gesunde Gewebe, verstopfen jedoch kleinere Blutgefäße der Tumore oder Metastasen und verringern so deren Durchblutung. 

Dieses Prinzip nennen die Mediziner Embolisation.

Gleichzeitig geben die in den Gefäßen steckenbleibenden Mikrosphären radioaktive Strahlung ab, die das kranke Gewebe so stark schädigt, dass es abstirbt.

Bis 2017 nutzten die Ärzte weltweit den Beta-Strahler Yttrium-90 mit aus Glas oder Kunstharz bestehenden Kügelchen als Trägersubstanz.

Die nun eingesetzten Mikrosphären bestehen aus dem Kunststoff Polylactid und sind mit Holmium-166 markiert. 

Das weist besondere paramagnetische Eigenschaften auf, die denen des Eisens weit überlegen sind.


Am Uniklinikum Dresden wurden im April 2017 erstmals weltweit diese Sphären in der klinischen Routine eingesetzt. Seitdem wurden 15 Patienten damit behandelt.  

Die Methode wird ausschließlich bei Patienten eingesetzt, bei denen der Tumor in der Leber bereits Metastasen gebildet hat und eine Operation nicht infrage kommt.

Die Entscheidung, Krebspatienten mit der Selektiven Internen Radio-Therapie zu behandeln, fällt im interdisziplinären Tumorboard des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT/UCC). In diesem Gremium diskutieren die Experten aller mit der Behandlung von Krebsleiden befassten Fachgebiete mehrmals wöchentlich die Befunde aller Krebspatienten und entscheiden einvernehmlich über die weiteren Schritte von Diagnostik und Therapie.

Um passgenau nur die vom Krebs befallenen Stellen mit den Holmium-166-Kügelchen zu therapieren, müssen die Mediziner vorher eine Testsubstanz verabreichen. 

  • Damit können Sie die genaue Verteilung der Blutgefäße in der Leber und im Tumor erkennen. 

Bisher stand dafür eine Testsubstanz zur Verfügung, die zwar dem Holmium-166 ähnelte, jedoch nicht identisch war.

Diese Unsicherheit für die Mediziner ist jetzt behoben.

Der neue Teststoff entspricht dem Therapeutikum in Größe und Dichte; er wurde erst im Januar 2019 zugelassen.

„Nun können wir noch genauer bestimmen, wie sich das Holmium-166 in der Leber verteilt und ob es genau an die Stelle in der Leber gelangt, wo wir den Tumor und die Metastasen bekämpfen wollen“, sagt Prof. Ralf-Thorsten Hoffmann. 

Die Testsubstanz erlebte ihre Weltpremiere Anfang Februar 2019 am Uniklinikum Dresden, als sie einem 65-jährigen Patienten appliziert wurde.

Ein wesentlicher Grund dafür, dass auch diese Premiere in Dresden stattfand, ist die enge Zusammenarbeit der Experten der Klinik für Nuklearmedizin mit ihren auf interventionelle Verfahren spezialisierten Kollegen des Instituts für Radiologie.

„Die erneute medizinische Premiere am Uniklinikum Dresden beweist, das sich die intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit von Medizinern und Wissenschaftlern der Hochschulmedizin Dresden auszahlt“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums.

„Die Vorreiterschaft beim Einsatz dieser noch sichereren und für die Patienten schonenderen Methode ist ein Beleg für Dresdens überragende Position in der Krebsmedizin.“

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Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie
Direktor: Prof. Dr. med. Ralf-Thorsten Hoffmann
Tel.: 0351 458 51 15
E-Mail: ralf-thorsten.hoffmann@uniklinikum-dresden.de

Klinik für Nuklearmedizin
Direktor: Prof. Dr. med. Jörg Kotzerke
Tel.: 0351 458 41 60
E-Mail: nuklearmedizin@uniklinikum-dresden.de

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http://www.risiko-thrombose.de Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis, Lungenembolie

Medizin am Abend Berlin Fazit: Aktionsbündnis Thrombose zum Welt-Thrombose-Tag: Thrombose kann auf Tumorerkrankung hinweisen

Die Beziehung von Tumorerkrankungen und Thrombosen ist wechselseitig: 

20 % der Tumorpatienten erleiden eine Thrombose, bei 20 % aller Thrombosefälle wird hierüber eine Tumorerkrankung entdeckt. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Notfallsanitäter  

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Notaufnahmen  

  • Die aus einer Thrombose resultierende Lungenembolie ist eine der führenden Todesursachen bei Krebspatienten. 

Das Aktionsbündnis Thrombose fordert daher eine besondere Sensibilität bei diesen Patienten.


Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Leiter des Aktionsbündnisses Thrombose

Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Leiter des Aktionsbündnisses Thrombose © Thomas Imo/photothek.net / DGA


Am 13. Oktober ist Welt-Thrombose-Tag.

  • Die Diagnose Krebs ist für alle Betroffenen ein Schicksalsschlag, die Therapie aufwendig. 

20 % der Krebspatienten entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung zusätzlich eine Thrombose.

„Deren Folgeerkrankung, die Lungenembolie ist eine der häufigsten Todesursachen bei Krebspatienten“, so Prof. Hanno Riess, Onkologe und Hämatologe aus der Berliner Charité.

Da häufig mehrere starke Risikofaktoren wie Operation, Bettlägerigkeit, Chemotherapie, Bestrahlung oder Infektionen vorliegen, ist die Thromboseprophylaxe weniger effektiv.

 Fachveranstaltung
„Tumor und Thrombose – Optimierung der Patientenversorgung“
Freitag, den 12. Oktober 2018 um 15:30
Allianz Forum, Pariser Platz 6, 10117 Berlin

Zusammenhang zwischen Tumor und Thrombose

Ein Tumorleiden steigert die Gerinnungsfähigkeit des Blutes. 

Das heißt, das Blut gerinnt schneller.

Je aggressiver das Tumorwachstum, desto höher das Thromboserisiko.

Aus diesem Grund gelten die tiefe Beinvenenthrombose und die oberflächliche Venenthrombose oft auch als erster Hinweis auf einen Tumor.

  • Hinter rund 20 % aller Thrombosefälle verbirgt sich eine Tumorerkrankung. 

Prof. Rupert Bauersachs, Angiologe und Leiter des Aktionsbündnisses Thrombose, appelliert daher: „Personen über 50 Jahren, die ein thromboembolisches Ereignis ohne Auslöser erleiden, bedürfen einer intensiveren Anamnese und sollten unbedingt entsprechende Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen.

Hier sind besonders die Hausärzte, Angiologen und Phlebologen gefragt, also diejenigen, die in der Regel als Erste die Patienten zu Gesicht bekommen.“

Behandlung muss sich an den Leitlinien orientieren

„Die Thrombosetherapie eines onkologischen Patienten ist eine individuelle Entscheidung des behandelnden Arztes nach Rücksprache mit dem Patienten. 

  • Eine gewichtige Rolle spielen dabei die Art des Tumors sowie der Behandlung, das Blutungsrisiko und die Unterscheidung zwischen stabilem und instabilem Zustand“, so Prof. Rupert Bauersachs weiter.

Das Aktionsbündnis Thrombose macht sich stark für ein einheitliches und interdisziplinäres Therapieschema für Krebspatienten, die an Thrombose oder Lungenembolie leiden.

  • Dass es in den meisten Kliniken kein einheitliches Therapieregime gibt, schlägt sich in den Unterschieden in den Entlassbriefen nieder. 

Die Folgen unzureichenden Prophylaxe oder Therapie können verheerend sein.

Virchow-Preis 2018 geht in die Uckermark

Studien zur Versorgung von Thrombose- und Lungenembolie-Patienten unter den Krebspatienten gibt es kaum. Eine von Ihnen wird vom Aktionsbündnis Thrombose am 12. Oktober in Berlin mit dem Virchow-Preis ausgezeichnet: „Tägliche Praxis der Prophylaxe und Behandlung venöser Thromboembolien bei Krebspatienten in Deutschland“ von Prof. Axel Matzdorff et. al. vom Asklepios Klinikum Uckermark.

Die Studie zeigt, dass die Prophylaxe und Erstbehandlung einer Thrombose bei Krebspatienten den Richtlinienempfehlungen folgt, während die Sekundärprophylaxe und Langzeittherapie stark variieren.

Wirtschaftliche und praktische Faktoren können eine wichtige Rolle bei der Behandlungsentscheidung spielen. 

Patienten mit krebsassoziierten Thrombosen werden nicht nur von ihrem Hämatologen und Onkologen, sondern auch von Hausärzten und anderen Spezialisten betreut.

„Unsere Umfrage unterstreicht die Notwendigkeit, das Wissen über die Richtlinien zur Behandlung von krebsassoziierten Thrombosen unter allen Ärzten, die an der Betreuung von Krebspatienten teilnehmen, zu verbreiten und deren Einhaltung zu verbessern“, so Prof. Axel Matzdorff.

Ausgerufen von der Internationalen Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (ISTH) geht es an diesem Tag darum, weltweit auf die Thrombose und Lungenembolie aufmerksam zu machen.

Das Aktionsbündnis Thrombose ist der offizielle Partner der ISTH in Deutschland.

Fakten zur Thrombose und Lungenembolie

Über 40.000 Menschen sterben in Deutschland an den Folgen einer Lungenembolie, das sind mehr Tote als durch Verkehrsunfälle, Brust- und Prostatakrebs und HIV zusammen.

Häufigste Ursache dafür ist eine Thrombose.

Diese kann Menschen jeden Alters treffen.

Jährlich werden knapp über 370.000 Neuerkrankungen an Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis registriert. 

Rund 50.000 Menschen erkranken pro Jahr an einer Lungenembolie.

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Prof. Dr. Rupert Bauersachs, DGA, Wissenschaftlcher Leiter des Aktionsbündnis Thrombose
Dr. Jutta Schmmelpfennig, DGP
PD Dr. Christoph Kalka, Deutsche Gefäßliga

Julia Hofmann Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V.
Haus der Bundespressekonferenz Schiffbauerdamm 40
10117 Berlin
Deutschland
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Julia Hofmann
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Katarina Pyschik
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HEUTE: ThemenEinladung: Langfristige Gabe von starken Schmerzmitteln

Medizin am Abend Berlin Fazit: Wie Medikamente zu Drogen werden

Anlässlich des diesjährigen internationalen literaturfestivals berlin (ilb) ist der Berliner Wissenschaftler Prof. Dr. Christoph Stein, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin an der Charité-Universitätsmedizin Berlin und Mitglied im Einstein-Zentrum für Neurowissenschaften zu Gast im Haus der Berliner Festspiele. 

HEUTE:  Montag 10. September 2018 um 21 Uhr diskutiert er gemeinsam mit FAZ Redakteur Harald Staun über die Gefahren, die eine langfristige Gabe von starken Schmerzmitteln mit sich bringen. 
 
Opioidhaltige Arzneimittel können schnell zu einer Abhängigkeit führen – dennoch sind sie für den klinischen Alltag unverzichtbar – etwa nach Operationen oder bei Krebspatienten.


In den USA ist es in den letzten Jahren zu einer beispiellosen Opioid-Abhängigkeit gekommen, weil Ärzte dort zu lange sorglos Opioide verschrieben haben.

Das Land wurde mit den starken Schmerzmitteln regelrecht überschwemmt.

Monatlich sterben tausende Menschen an Überdosierungen. 

Auch in Deutschland werden Schmerzmittel, die Opioide enthalten verschrieben – Tendenz steigend. 

Sie werden häufig bei chronischen Schmerzen verschrieben, obwohl sie nicht unbedingt notwendig sind.
Christoph Stein erläutert neben den Gefahren einer regelmäßigen Opioid-Einnahme auch wie alternative Therapien aussehen könnten.

Christoph Stein ist Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin an der Charité Universitätsmedizin Berlin und Mitglied des Einstein-Zentrums für Neurowissenschaften.  

Seine Schwerpunkte liegen im Bereich Schmerzforschung, -therapie, Narkose und Opioid-Therapie.

Die Veranstaltung wird in der Reihe „The Politics of Drugs“ präsentiert, die in diesem Jahr zum ersten Mal in der Sparte Specials Teil des Programms ist. In Vorträgen und Gesprächsrunden werden das Verständnis und der politische Umgang mit Drogen im historischen Rückblick betrachtet.

Auch werden heutige Produktionsformen und Verkehrswege bis hin zum Konsum und dessen Auswirkungen verfolgt. 

Ziel der Veranstaltungen ist es, verschiedene Modelle der Drogenpolitik sowie deren Vor- und Nachteile herauszuarbeiten und neue Akzente im internationalen Diskurs über Drogen zu setzen.

Datum: 10.09.2018
Uhrzeit: 21:00 Uhr
Special: The Politics of Drugs
Ort: Literaturhaus Berlin
Autor: Christoph Stein

Das internationale literaturfestival berlin findet seit 2001 jährlich statt. Rund 200 Autoren aus 40 Ländern stellen ihre Werke vor. Neben wissenschaftlichen Beiträgen präsentiert das Festival eine große Vielfalt zeitgenössischer Literatur aus aller Welt. Das 18. internationale literaturfestival berlin findet vom 5. bis 15. September im Haus der Berliner Festspiele sowie an weiteren Orten in Berlin statt.

Das Exzellenzcluster NeuroCure und das Einstein-Zentrum für Neurowissenschaften Berlin an der der Charité – Universitätsmedizin Berlin unterstützen die Veranstaltung.

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Prof. Dr. Christoph Stein
Direktor Klinik für Anästhesiologie m.S. operative Intensivmedizin
Charité – Universitätsmedizin Berlin
E-Mail: christoph.stein(at)charite.de
https://anaesthesie.charite.de/

c/o Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Deutschland
Berlin


Dipl.-Biol. Linda Faye Tidwell
Telefon: 030-450560145
E-Mail-Adresse: linda-faye.tidwell@charite.de
http://www.ecn-berlin.de/

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CAVE-OnkologischeSprechstunde: Methadon bei Krebstherapie?

Medizin am Abend Berlin Fazit: Methadon in der Krebstherapie: 
Hohe Erwartungen können nicht erfüllt werden

Im April dieses Jahres wurde in der ARD über den möglichen Einsatz von Methadon als Krebsmedikament berichtet. 

Dieser Bericht und nachfolgende Beiträge in unterschiedlichen Medien haben zu hohen Erwartungen bei Krebspatienten und ihren Angehörigen geführt. 

Sowohl Onkologinnen und Onkologen als auch Onkologische Zentren hatten das Gefühl, mit Anfragen und Forderungen überschwemmt zu werden. 

Nun hat die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. eine Online-Umfrage unter ihren Mitgliedern zum Thema Methadon durchgeführt. 
 
In der Zeit vom 27. Juli bis zum 4. August 2017 haben 473 DGHO-Mitglieder einen Fragebogen der Fachgesellschaft zu ihren Erfahrungen mit Methadon in der Krebstherapie ausgefüllt.

83 Prozent dieser onkologisch tätige Ärztinnen und Ärzte aus Praxen und Krankenhäusern gaben an, von ihren Patientinnen und Patienten in letzter Zeit „oft“ oder „sehr oft“ auf die Möglichkeit einer Methadon-Therapie angesprochen worden zu sein. 

Zwei Prozent der Onkologinnen und Onkologen berichteten von Krankheitsverläufen, in denen eine direkte oder zusätzliche Wirkung von Methadon auf den Tumor plausibel schien.

Dagegen gaben 20 Prozent der Befragten an, im Zusammenhang mit der Einnahme von Methadon unerwartete oder ausgeprägte Nebenwirkungen beobachtet zu haben. 

Detaillierte Einzelfallbeschreiben konnten auf diesem Weg aufgrund der Schweigepflicht und datenschutzrechtlicher Gründe nicht erhoben werden. 

Nur sehr wenige Onkologinnen und Onkologen verschrieben Methadon selbst, häufiger betreuten sie Patientinnen und Patienten, denen Methadon von anderen Ärztinnen und Ärzten rezeptiert wurde.  
  • Eine besondere Rolle spielten die mit Methadon verbundenen Erwartungen. 
  • 77 Prozent der Befragten erlebten Gespräche über Methadon als kompliziert, 86 Prozent als emotional. 81 Prozent berichteten von Enttäuschungen seitens der Patientinnen und Patienten.

Die Umfrage belegt das große, von vielen in der Onkologie Tätigen subjektiv erlebte Interesse an Methadon. 

  • Gleichzeitig sind positive Erfahrungen sehr selten. 

Die DGHO hatte bereits in ihrer Stellungnahme vom 26. April 2017 kritisiert, dass die bisher vorgelegten Daten zur Wirksamkeit von Methadon bei Patientinnen und Patienten mit Gliomen ausschließlich auf einer einzigen, unkontrollierten Studie bei Patienten mit Hirntumoren beruhen. In diesem Zusammenhang hatte die Fachgesellschaft deutlich gemacht, dass aufgrund der fehlenden Evidenz eine unkritische und undifferenzierte Off-Label-Anwendung von D,L-Methadon im Rahmen der Krebstherapie nicht gerechtfertigt ist.

PD Dr. med. Ulrich Schuler, Direktor des Universitäts PalliativCentrum des Universitätsklinikums Dresden und Leiter des DGHO-Arbeitskreises Palliativmedizin fordert, dass die derzeit zur Verfügung stehenden Daten in kontrollierten Studien überprüft werden müssten:

„Idealerweise in einer randomisierten Studie, alternativ in einer Fall-Kontroll-Studie. Eine kurzfristige Option ist die Durchführung einer Bestfall-Analyse anhand der vorliegenden Dokumentationen.“

Prof. Dr. med. Carsten Bokemeyer, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO und Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik für den Bereich Onkologie, Hämatologie und Knochenmarktransplantation mit Sektion Pneumologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, betont, dass die Online-Umfrage unter den Mitgliedern der Fachgesellschaft die Breite der Debatte und die verschiedenen Perspektiven der Akteure deutlich mache. 
  • „Verzweifelte Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen greifen nach Methadon als Strohhalm. 
Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Patientinnen und Patienten das Thema sehr häufig mit in die Sprechstunden bringen.

Mit einer Methadon-Therapie verbinden sie Hoffnungen, die sich durch die aktuelle Evidenzlage und die praktischen Erfahrungen von Onkologinnen und Onkologen nicht rechtfertigen lassen.

Die meisten dieser Patientinnen und Patienten brauchen gute onkologische Betreuung, Begleitung und Gespräche – nicht ein Methadon-Rezept.“

Die DGHO hat die Patienteninformation „Methadon in der Krebstherapie“ auf ihrer Website unter 

https://www.dgho.de/informationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/170712_P... 

veröffentlicht, die für alle Interessierten zugängig ist. 


Die Stellungnahme der Fachgesellschaft ist unter 

 

https://www.dgho.de/informationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/Methadon... 

 

abrufbar.


DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie

Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. besteht seit 80 Jahren und hat heute mehr als 3.000 Mitglieder, die in der Erforschung und Behandlung hämatologischer und onkologischer Erkrankungen tätig sind. Mit der Ausarbeitung von Aus-, Fort- und Weiterbildungscurricula, der Erstellung von Behandlungsleitlinien und Behandlungsempfehlungen sowie mit der Durchführung von Fachtagungen und Fortbildungsseminaren fördert die Fachgesellschaft die hochwertige Versorgung von Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen.

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Michael Oldenburg DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V.

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E-Mail-Adresse: dgho-berlin@dgho.de

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Fax: 030 2787608918
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Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.dgho.de - Website der DGHO

https://www.dgho.de/informationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/170712_P...

Patienteninformation der DGHO „Methadon in der Krebstherapie“

https://www.dgho.de/informationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/Methadon...

Stellungnahme der Fachgesellschaft


360° TOP-Hinweis: Rettungsstelle-KANZEL: LiMAx Test - potentielle Leistungsfähigkeit der Leber / Atemluft

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Innovatives Gerät misst Leberfunktion in der Atemluft / Sicherere Operationen an Leber möglich

Den Leberchirurgen am Universitätsklinikum Leipzig steht jetzt ein innovatives Verfahren zur Messung der Leberfunktion zur Verfügung. 
  • Der sogenannte LiMAx Test misst die potentielle Leistungsfähigkeit der Leber anhand von Bestandteilen der Atemluft und liefert so mehr Daten als z.B. Blutuntersuchungen. 
Wichtig ist diese Form der Vorabuntersuchung vor allem für die bessere Planung von Leberoperationen – anhand der so erhobenen Funktionsreserve kann der Operateur das Risiko eines Eingriffs sehr viel genauer beurteilen. 
 Prof. Daniel Seehofer, Victoria Kegel, Ärztin in Weiterbildung, und Prof. Thomas Berg (von links) besprechen die Werte eines LiMAx-Patienten.
Prof. Daniel Seehofer, Victoria Kegel, Ärztin in Weiterbildung, und Prof. Thomas Berg (von links) besprechen die Werte eines LiMAx-Patienten. Stefan Straube / Universitätsklinikum Leipzig
 
„Damit können wir die notwendigen Operationen sehr viel sicherer machen und die Gefahr von Komplikationen ganz wesentlich verringern“, erklärt Prof. Daniel Seehofer, Leberoperateur und Leiter des Bereichs Hepatobiliäre Chirurgie und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Leipzig. 

Seehofer bringt von seiner früheren Wirkungsstätte an der Berliner Charité bereits gute Erfahrungen mit dem innovativen Gerät mit. „Dieses Verfahren wurde dort entwickelt und seit vielen Jahren eingesetzt, um die wichtige Frage, wieviel dem kranken Organ Leber bei einer Operation zuzumuten ist, im Vorfeld besser beantworten zu können“, so Seehofer.

  • Dafür liefert die Leberfunktionsmessung Daten, die bisher mittels Laboruntersuchungen nicht erhoben werden können.

Die Leber ist das einzige Organ, das sich aus eigener Kraft vollständig regenerieren kann. 

Bei Erkrankungen oder Verletzungen können verbleibende Teile die Funktion des gesunden Organs übernehmen und nach einiger Zeit ersetzen. Das gelingt aber nur, wenn das gesunde Gewebe noch über ausreichend Reserven verfügt. Anderenfalls droht nach einer Operation ein lebensgefährliches Organversagen.

„Mit dem Leberfunktionstest können wir sehr gut abschätzen, über wieviel Funktionsreserve und damit Kraft zur Regeneration die Leber noch verfügt“, beschreibt Seehofer. „Oftmals stellen wir so fest, dass die Leber noch bessere Reserven hat als angenommen.“

Dadurch wird ein rettender Eingriff in manchen Fällen überhaupt erst möglich. 

Der Test kann aber auch Hinweise dazu liefern, dass vorbereitend vor einer Operation zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, z.B. um die Leber zum Wachsen anzuregen. „Durch die Funktionsmessung vorab können wir das Risiko für einen Eingriff stark verringern“, so Seehofer. 
  • Studien belegen inzwischen, dass durch den Einsatz der Leberfunktionsmessung die Sterblichkeitsrate nach einer Leberoperation um zwei Drittel zurückgegangen ist. 
  • Bei Krebspatienten beispielsweise zeigt die Leberfunktionsmessung nach einer Chemotherapie oftmals schlechte Werte.
„Diese Einschränkung können wir mit anderen Verfahren oft gar nicht erfassen“, erläutert dazu Prof. Thomas Berg, Leiter der UKL-Sektion Hepatologie und internistischer Partner von Prof. Seehofer bei der Behandlung von Lebererkrankungen.

  • „In solchen Fällen können wir jetzt einfach ein paar Wochen warten, bis sich die Leber von der Krebstherapie erholt hat und dann operieren“, so Berg. 

Ohne diese Hinweise auf die geschwächte Leber wäre die Operation für den Patienten hoch gefährlich.

  • „Das neue Messverfahren ist damit eine sehr sinnvolle und wertvolle Ergänzung unserer diagnostischen Möglichkeiten und sehr hilfreich, um Operationen zu ermöglichen oder unsichere Operationen zu verhindern“, betont Prof. Berg.

Dabei ist das ca. 45 Minuten dauernde Verfahren für den Patienten völlig unbelastend:


Für die Messung wird eine Substanz über die Vene verabreicht, die nur in der Leber verstoffwechselt wird. 
  • Das dabei entstehende typische Kohlenstoffisotop wird zu den Lungen transportiert und mit der Atemluft abgeatmet. Das LiMAx-Gerät misst über eine spezielle Atemmaske die Konzentration des Kohlenstoffisotops in der Atemluft und gibt so direkte Rückmeldung zur Funktionsfähigkeit der Leber.
Ziel der UKL-Mediziner ist es, künftig Referenzwerte auch für weitere Fragestellungen zu erheben und damit das Anwendungsfeld zu erweitern.

 „Wir können uns zum Beispiel vorstellen, dass die Leberfunktionsmessung perspektivisch auch zu einer frühzeitigen Beurteilung eines akutes Leberversagens beitragen kann, und damit Informationen darüber liefern kann, ob eine Transplantation notwendig ist oder eine Chance besteht, dass sich die Leber aus eigener Kraft wieder erholt“, gibt Prof. Berg einen Ausblick. 

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Tumorpatient: ProtonenTherapie (UPTD) - Strahlenterapie

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Protonentherapie nun auch für Ersatzkassen-Patienten in Dresden

Der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) hat mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden einen Vertrag geschlossen, der die Abrechnungsmodalitäten zur Behandlung von Tumorpatienten in der Universitäts ProtonenTherapie Dresden (UPTD) regelt. 

Damit ist der Weg frei, dass die bei Ersatzkassen versicherten Krebspatienten mit der innovativen Strahlentherapie auch in Dresden behandelt werden, ohne jeweils eine gesonderte Vereinbarung abschließen zu müssen. 
 Zukünftig profitieren Ersatzkassen-Patienten ohne Zusatzvereinbarung von den Leistungen der Dresdner Protonentherapie.
Zukünftig profitieren Ersatzkassen-Patienten ohne Zusatzvereinbarung von den Leistungen der Dresdner Protonentherapie. Uniklinikum Dresden
 
Der neue Vertrag, von dem die Patienten der Techniker Krankenkasse (TK), der BARMER GEK, der DAK-Gesundheit, der KKH Kaufmännische Krankenkasse sowie der Handelskrankenkasse (hkk) profitieren, wird die Zahl der am UPTD behandelten Patienten weiter erhöhen.

Im ersten Jahr des Betriebs der Protonentherapie wurden 100 Krebskranke bestrahlt. In diesem Jahr sollen es 160 Patienten werden. Dafür erweitert das Uniklinikum die personellen Kapazitäten des UPTD und führt ab Sommer einen Zwei-Schicht-Betrieb ein.

Von der neuen hochwirksamen und doch schonend einsetzbaren Protonentherapie profitieren derzeit vor allem Menschen mit Tumoren im Hirn, der Schädelbasis, Bauchspeicheldrüsentumoren sowie Kinder mit unterschiedlichen Krebserkrankungen.

Die Zahl der Behandlungen wird Dank des Vertrags mit dem vdek steigen. „Wir freuen uns, mit dem Verband der Ersatzkassen einen weiteren verlässlichen Partner gewonnen zu haben. Der Vertrag öffnet noch mehr Patienten einen unkomplizierteren Zugang zur hochmodernen wie innovativen Protonentherapie. Vor allem Krebskranke aus Sachsen, aber auch aus den umliegenden Bundesländern, profitieren so von der über die Ländergrenzen hinaus anerkannten Spitzenmedizin, die in dieser Form ohne die Förderung von Bund und Freistaat nicht möglich wäre“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Universitätsklinikums.

„Mit der Protonentherapie können wir Ersatzkassenversicherten eine Behandlung anbieten, die bei bestimmten Krebsarten deutliche Vorteile verspricht“, betont Silke Heinke, Leiterin der vdek-Landesvertretung Sachsen. „Gerade Kinder, die an Krebserkrankungen leiden, bedürfen einer besonderen Fürsorge. Wir sind deshalb froh, dass auch sie zu dem Patientenkreis gehören, denen diese innovative Form der Strahlentherapie zu Gute kommt.“ ,

Neben dem Dresdner Uniklinikum haben die Ersatzkassen bereits mit den Uniklinika Essen und Heidelberg Verträge zur Protonentherapie geschlossen.

Weil weltweit erst äußerst wenige Kliniken die innovative Protonentherapie anbieten, werden die Patienten in Rahmen wissenschaftlicher Studien behandelt.

Auch deshalb spielen die genaue Auswahl der Patienten, die sehr umfassende Dokumentation der Therapie und die langfristige Beobachtung der gesundheitlichen Situation der Behandelten eine wichtige Rolle.

Diese umfassende Betreuung der UPTD-Patienten ist ein weiterer Beleg dafür, dass sie eine Therapie auf weltweit höchstem Level erhalten. Dabei sind alle Tumorpatienten in die Strukturen des Universitäts KrebsCentrums Dresden eingebunden. In diesem Rahmen entscheidet ein interdisziplinäres Expertengremium – das sogenannte Tumorbord – einvernehmlich über die Art und Abfolge der Behandlung. Dies reicht von Entscheidungen für spezielle Formen der Diagnostik über Art und Abfolge der Therapie bis zur Nachsorge.

Umfassende Vorbereitung und aufwändige Qualitätssicherung

Am UPTD arbeiten Ärzte, Physiker, Wissenschaftler und Medizinische Fachangestellte sowie Technische Assistenten an der Versorgung der Patienten. Hierbei steht die Sicherheit der Behandelten an erster Stelle. Ein Beleg dafür ist die zweiwöchige Vorbereitungsphase für jeden einzelnen der mit Protonen therapierten Krebspatienten – bei der herkömmlichen Bestrahlung mit Photonen dauert diese Phase selbst bei komplexen Behandlungen meist nur eine Woche.

  • Ursache für den größeren Zeitaufwand für die Vorbereitung einer Protonentherapie ist unter anderem, dass hierfür jeder Bestrahlungsplan eine besonders aufwändige Qualitätssicherung durchläuft und vor der ersten Applikation im Patienten ein Phantommodell bestrahlt wird, um die gegebene Dosis genau zu messen. Zudem muss für jeden Patienten eine individuelle Apparatur für die jeweilige Form des Bestrahlungsfelds hergestellt werden.

Bei den aktuellen Therapiezyklen erhalten die UPTD-Patienten eine im Verhältnis zur Photonen-Bestrahlung vergleichbar hohe Dosis. „Derzeit geht es darum, die kurz- und langfristigen Nebenwirkungen zu reduzieren“, erklärt UPTD-Direktor Prof. Michael Baumann. Bei der Strahlentherapie von Hirntumoren erhofft sich das Expertenteam beispielsweise weniger Gedächtnisprobleme bei den Patienten.

Diese therapiebedingte Nebenwirkung werten die Wissenschaftler derzeit bei allen mit Protonen bestrahlten Hirntumorpatienten aus und vergleichen sie mit denen, die eine Photonentherapie erhielten.

  • Wenn sich die Erwartungen auf die positiven Effekte der Protonentherapie erfüllen, sollen in einem zweiten Schritt Patientengruppen mit besonders aggressiven Erkrankungen identifiziert werden. 

An dieser Gruppe wollen die UPTD-Experten dann untersuchen, ob sich der Tumor mit einer erhöhten Protonenstrahlendosis besser bekämpfen lässt. Weil die Daten jedes Patienten und jedes Behandlungszyklus´ in diese wissenschaftlichen Netzwerke einfließen, sind im Vorfeld jeder Protonentherapie alle notwendigen Kriterien zu überprüfen und sorgfältig zu dokumentieren. Auch der Ablauf und die Effekte der Therapie müssen erhoben werden. Erst diese mit einem hohen Aufwand verbundene wissenschaftliche Begleitung jedes einzelnen Falls schafft die Basis dafür, die Wirksamkeit dieser innovativen Therapie mit den Behandlungen an den anderen Protonenzentren zu vergleichen und wissenschaftlich zu überprüfen.

Schonende Behandlung von Tumoren in komplizierten Lagen

Die Universitäts ProtonenTherapie Dresden behandelt derzeit eine Reihe von Tumoren bei Kindern. 

Hinzu kommen Tumoren der Schädelbasis und solche, die in der Nähe des Rückenmarks liegen, sowie Speicheldrüsentumoren. 

  • Im Fokus der UPTD stehen auch Tumoren, die sich aufgrund ihrer individuell komplizierten Lage mit der üblichen Strahlentherapie nicht oder nur unzureichend behandeln lassen, weil die dafür notwendige Strahlendosis nicht eingesetzt werden kann. 
  • Zudem therapieren die Experten ausgewählte Patienten mit lokal begrenzten Tumoren in vorbestrahltem Gewebe, bei denen eine erneute Photonentherapie das Risiko schwerer chronischer Nebenwirkungen deutlich erhöhen würde. 

„Es ist in manchen Fällen sogar möglich, schwangere Krebspatientinnen, die eine Strahlentherapie benötigen, mit Protonen zu bestrahlen. 

Hierbei erfolgt immer eine individuelle Abwägung von Nutzen und Risiken.

Die in der Gebärmutter zu erwartenden Strahlendosen werden genau berechnet und die Patientinnen gemeinsam mit den Kollegen der Frauenklinik über die bestmögliche Therapieoption beraten“, berichtet die stellvertretende UPTD-Direktorin Prof. Mechthild Krause.


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Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Universitäts ProtonenTherapie Landesvertretung Sachsen
Direktor: Prof. Dr. med. Michael Baumann Pressesprecher Dirk Bunzel
Tel.: 0351 458 15693 (hotline) Tel. 0351/ 8 76 55 37
E-Mail: protonentherapie@uniklinikum-dresden.de dirk.bunzel@vdek.com
Holger Ostermeyer Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
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360° TOP-Thema: Krebspatienten im Krankenhaus oder zu Hause versterben?

Medizin am Abend Berlin Fazit: Einblicke in Behandlung während der letzten Lebensmonate

Ob Krebspatienten im Krankenhaus oder zu Hause versterben, welche Behandlungen in den letzten Lebensmonaten durchgeführt und welche Kosten dadurch verursacht werden, hängt von strukturellen und kulturellen Besonderheiten in einem Land ab. Dies zeigt eine internationale Studie unter Beteiligung des Hamburg Center for Health Economics (HCHE), die die Inanspruchnahme und Kosten von Gesundheitsleistungen in den letzten Lebensmonaten in sieben Ländern untersucht hat. 
 
Obwohl die Hospitalisierungsrate zum Lebensende in Deutschland im internationalen Vergleich eher gering ist, verbringt immer noch ein großer Anteil der Patienten ihren letzten Lebenstag im Krankenhaus.

Bezüglich Ressourceneinsatz und Kosten liegt Deutschland im Mittelfeld.

  • Deutschland zählt mit Belgien, England, Kanada und Norwegen zu den Ländern, in denen ein Großteil der Patienten im Krankenhaus verstirbt – im Gegensatz zu den Niederlanden und den USA. 

Die USA verzeichnet mit nur 22 Prozent die geringste Sterberate in Krankenhäusern.

  • „Ein Grund dafür sind die Krankenhausvergütungssätze in Amerika, die wesentlich höher sind als in allen anderen Ländern“, so Prof. Dr. Rudolf Blankart, der sich gerade auf einem Forschungsaufenthalt in den USA befindet. 

„Der Kostendruck in den USA bedingte den erheblichen Ausbau von Pflegeeinrichtungen und Hospizen in den letzten Jahrzehnten und somit konnte die Sterberate in Krankenhäusern kontinuierlich gesenkt werden“. Diese Entwicklung ist aber durchaus im Sinne der Patienten: „Immer wieder konnte in Studien gezeigt werden, dass Patienten eher in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld und nicht im Krankenhaus versterben möchten“, so der HCHE-Forscher weiter.

Belgien, England, Kanada und Norwegen liegen an der Spitze der Krankenhauseinweisungen.

In diesen Ländern wurden mehr als 80 Prozent der Krebspatienten in den letzten sechs Lebensmonaten ins Krankenhaus eingewiesen.

In Belgien und Kanada verstirbt dort auch mehr als jeder zweite Krebspatient. In Deutschland werden nur rund 70 Prozent der Krebspatienten innerhalb der letzten sechs Monate im Krankenhaus aufgenommen, wobei nur circa 38 Prozent dort auch ihren letzten Lebenstag verbringen.

Obwohl in den USA die wenigsten Patienten im Krankenhaus versterben, der Anteil Krankenhauseinweisungen nur im Mittelfeld und die Aufenthaltsdauer bei rund der Hälfte im Vergleich zu den anderen Ländern liegt, gehören die USA mit Kanada und Norwegen zu den Ländern mit den höchsten Krankenhauskosten in den letzten sechs Lebensmonaten.

Die hohen Krankenhauskosten der USA resultieren unter anderem aus der hohen Behandlungsintensität. 

Während in den USA über 40 Prozent der aufgenommenen Patienten auf der Intensivstation behandelt werden, ist der Anteil in Deutschland mit rund acht Prozent bedeutend geringer.

In den USA erfolgt die Behandlung in der Intensivstation aber nicht nur doppelt so häufig, sondern auch mit 3,6 Tagen mehr als doppelt so lang wie in allen anderen untersuchten Ländern.

Auch bezüglich des Einsatzes von Chemotherapie liegen die USA weit vorne.

Während in den Niederlanden nur 18 Prozent eine Chemotherapie während der letzten 180 Tagen vor dem Tod erhalten, sind es in den USA fast 39 Prozent.

Deutschland liegt mit 28 Prozent im internationalen Mittelfeld. „Der Einsatz einer Chemotherapie während der letzten Lebensmonate muss sorgsam abgewogen werden, da auch die neuen chemotherapeutischen Wirkstoffe oft mit erheblichen Nebenwirkungen einhergehen“, gibt Rudolf Blankart zu bedenken.

Insgesamt haben die beteiligten Forscher fast 400.000 Patienten in Amerika, Belgien, England, Kanada, den Niederlanden, Norwegen und Deutschland untersucht. „Eine Studie derartiger Größenordnung ist immer eine Herausforderung, da vergleichbare Daten in hoher Qualität in allen Ländern vorliegen müssen“, so Prof. Dr. Rudolf Blankart, der diese Arbeit im Rahmen des Harkness/B. Braun Stiftung Fellowship in Health Care Policy and Practice an der Brown University in den USA maßgeblich vorangetrieben hat. Für Deutschland wurden dabei anonymisierte Daten von der BARMER GEK ausgewertet.

Originalquelle:
Bekelman JE, SD Halpern, CR Blankart, JP Bynum, J Cohen, R Fowler, S Kaasa, L Kwietniewski, HO Melberg, B Onwuteaka-Philipsen, M Oosterveld-Vlug, A Pring, J Schreyögg, CM Ulrich, J Verne, H Wunsch and EJ Emanuel: Comparison of Site of Death, Heath Care Utilization, and Hospital Expenditures for Patients Dying with Cancer in Seven Developed Countries. JAMA. 2016; 315(3):1-12

Über das HCHE
Das Hamburg Center for Health Economics ist ein gemeinsames Forschungszentrum der Universität Hamburg und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). 2010 gegründet, gehört das HCHE heute bereits zu den größten gesundheitsökonomischen Zentren in Europa. Mehr als 50 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Ökonomie und Medizin arbeiten gemeinsam an Lösungen aktueller und künftiger Fragestellungen der Gesundheitsversorgung. Als eines von vier gesundheitsökonomischen Zentren in Deutschland erhält das HCHE eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für den weiteren Ausbau.

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Hamburg Center for Health Economics, Universität Hamburg
Andrea Bükow, Tel.: 040 42838-9515,
E-Mail: andrea.buekow@wiso.uni-hamburg.de
Prof. Dr. Rudolf Blankart
E-Mail: rudolf.blankart@uni-hamburg.de
Birgit Kruse Universität Hamburg