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Vivantes und Charite

Streiks bei Vivantes und der Charité am 13. und 14. Februar // Großdemonstration am 13.2. // Veranstaltung mit Spitzenpolitiker:innen am 14.2

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft in der Tarifrunde von Bund und Kommunen 2025 am 13. und 14. Februar die Beschäftigten bei Vivantes und Charité zum Warnstreik auf. Zusätzlich sind die Beschäftigten der Vivantes Tochterunternehmen zum Solidaritätsstreik aufgerufen. Der Streik beginnt am Donnerstag mit Beginn der Frühschicht und endet mit der Nachtschicht von Freitag auf Samstag.


„Charité und Vivantes sind zwei der größten Klinikkonzerne Deutschlands und damit Schwergewichte im Arbeitgeberverband. Wir erwarten, dass sie sich im Sinne ihrer Beschäftigten für ein gutes Angebot stark machen“, sagt Gisela Neunhöffer (stv. ver.di Landesfachbereichsleiterin für Gesundheit)


Sie führt weiter aus: „Durch den Warnstreik wird es voraussichtlich zur Absage verschiebbarer Behandlungen kommen, aber kein Patient kommt durch den Warnstreik zu Schaden. Schädlich für die Gesundheitsversorgung ist hingegen der täglich spürbare Personalmangel. Damit nicht noch mehr Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen flüchten, braucht es deutlich bessere Arbeitsbedingungen“


Anja Voigt, Gesundheits- und Krankenpflegerin bei Vivantes, ergänzt: „Wir arbeiten rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, um die Patientinnen und Patienten gut zu versorgen. Unsere Forderungen sind angemessen und finanzierbar. Als Pflegekraft finde ich es ein Armutszeugnis, dass im Bundestagswahlkampf nur über Migration gesprochen wird, anstatt die echten Probleme in unserer Gesellschaft zu diskutieren: soziale Ungerechtigkeit, zu wenig Geld für Miete und Lebensmittel, ein marodes Gesundheitssystem und eine kaputte Infrastruktur. Unser Streik für bessere Arbeitsbedingungen kommt also genau zur richtigen Zeit.“


Die Arbeitgeber hatten in der ersten Verhandlungsrunde am 24. Januar kein Angebot vorgelegt. ver.di fordert in der Tarifrunde von Bund und Kommunen ein Volumen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich für Entgelterhöhungen und höhere Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Außerdem fordert ver.di drei zusätzliche freie Tage, um der hohen Verdichtung der Arbeit etwas entgegenzusetzen. Für mehr Zeitsouveränität und Flexibilität soll zudem ein „Meine-Zeit-Konto“ sorgen, über das Beschäftigte selbst verfügen können.


Deutlich höhere Zuschläge etwa für das Arbeiten in der Nacht oder an Tagen, an denen die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer frei haben, also an Sonn- und Feiertagen, hätten für Klinik-Beschäftigte einen hohen Stellenwert.


An beiden Streiktagen wird es ab 06:00 Uhr Streikposten vor allen Klinikstandorten geben. Am Donnerstag (13.2.) findet ab 10 Uhr eine Demonstration vom Bundesfinanzministerium zur Geschäftsstelle der VKA am Spittelmarkt statt. Bei der Auftaktkundgebung wird der ver.di Bundesvorsitzende Frank Werneke sprechen. Am Freitag (14.2.) findet ab 10 Uhr eine Großveranstaltung mit den Streikenden in der Columbiahalle statt. Bei der Veranstaltung werden Berliner Spitzenpolitiker:innen aus dem Bundestagswahlkampf mit den Forderungen der Beschäftigten konfrontiert. Zugesagt haben bisher: Gregor Gysi (LINKE), Annika Klose (SPD), Oliver Ruhnert (BSW) und Christoph Meyer (FDP). Auch CDU und Grüne wollen jemanden schicken. Für ver.di wird die stellvertretende Bundesvorsitzende Christine Behle sprechen.


Hinweis für Redaktionen:

Die Streikposten an den Krankenhäusern Charité Virchow Klinikum, Charité Mitte, am Urban-Klinikum und am Klinikum Neukölln eignen sich morgens am besten für Foto- und Filmaufnahmen an den Krankenhausstandorten.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung am 14.2. in der Columbiahalle bitten wir um Anmeldung bei Kalle Kunkel (presse.bb@verdi.de)

Kontakt:

Kalle Kunkel (Pressesprecher, 0160-5729383, für die zentralen Veranstaltungen)

Max Manzey (Gewerkschaftssekretär, 0170-8170925, zuständig für Vivantes)

Dana Lützkendorf (Gewerkschaftssekretärin, 0160-4428634, zuständig für die Charité)

Der Platz im Pflegeheim

Der Platz im Pflegeheim wird für immer mehr Menschen unbezahlbar. So ist der Eigenanteil in diesem Jahr auf bis zu 3000 Euro gestiegen. Die Kostenexplosion frisst die Renten der Betroffenen auf und setzt die Angehörigen unter Druck. Viele müssen Sozialhilfe beantragen, weil sie den Eigenanteil nicht stemmen können. So wird das Pflegeheim zur Armutsfalle. Hinzu kommen steigende Beiträge zur Pflegeversicherung, die sich laut einer aktuellen Studie bis 2050 verdoppeln werden.  


Die deutsche Pflegeversicherung ist selbst zum Pflegefall geworden. Doch Union und SPD doktern lieber an den Symptomen herum, anstatt die Ursachen anzugehen. Wir brauchen keine Reförmchen, sondern eine echte Pflege-Revolution. Wir müssen das System vom Kopf auf die Füße stellen und endlich zukunftsfest machen. Deshalb fordert Die Linke eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung, in die alle mit allen Einkommen einzahlen, damit alle gut versorgt werden. Wir wollen eine solidarische Pflegevollversicherung, die alle pflegerischen Leistungen abdeckt, sodass die Eigenanteile wegfallen. Das entlastet auch die Kommunen, weil sie nicht mehr für die Eigenanteile jener Menschen aufkommen müssen, denen das Geld dafür fehlt.

Dafür muss die Beitragsbemessungsgrenze weg und auch Einkommen aus Kapitalerträgen und Vermietung müssen berücksichtigt werden. Das derzeitige System bevorteilt jene, die ihre Einkommen nicht nur aus Arbeit beziehen, sondern auch Aktien haben oder Häuser vermieten. Es darf nicht sein, dass sich Besserverdienende einen schlanken Fuß machen, während viele Menschen durch den Einzug ins Heim verarmen und dort zum Sozialfall werden, obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben.