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CAVE: Leberdiagnostik THE - Untersuchung von übergewichtigen Jugendlichen mit Lebererkrankungen

Medizin am Abend Berlin Fazit: Neues radiologisches Verfahren für die Leberdiagnostik

Ultraschalltechnik könnte die Entnahme von Lebergewebe ersetzen 
 
Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben erfolgreich eine neue Technik zur Untersuchung von übergewichtigen Jugendlichen mit Lebererkrankungen getestet.

Die sogenannte Time-harmonic Elastography (THE) ermöglicht es, den Schweregrad der Erkrankung zu bestimmen, ohne dass den Patienten Lebergewebe entnommen werden muss. Im Fachjournal Radiology* wurden die Ergebnisse jetzt veröffentlicht.

  • Die nicht-alkoholische Fettleber ist die häufigste chronische Lebererkrankung bei übergewichtigen Jugendlichen. 

Im günstigen Fall verläuft die Krankheit über Jahrzehnte relativ stabil, ohne große Beeinträchtigung der Leberleistung.

  • Bei einem fortschreitenden Verlauf bildet die entzündete Leber zu viel Bindegewebe – ein Stadium, das man als Leberfibrose bezeichnet. 
  • Schließlich kann der zelluläre Aufbau der Leber als Ganzes geschädigt werden und die sogenannte Leberzirrhose setzt ein.

„Die auf Ultraschall basierende Time-harmonic Elastography ist eine neuartige Untersuchungsmethode zur Messung der Leberfibrose, die ohne Entnahme von Lebergewebe des Patienten auskommt“, erklärt der Kindergastroenterologe Dr. Christian Hudert vom Sozialpädiatrischen Zentrum der Charité.

Bisher kann man das Stadium der Lebererkrankung nur mit Hilfe einer Untersuchung des entnommenen Lebergewebes genau bestimmen. Als bildgebendes Verfahren ist die Elastographie in der Lage, die unterschiedliche Elastizität verschiedener Gewebe sichtbar zu machen.

  • Bei einer Leberfibrose ist das mit mehr Bindegewebe durchsetzte Organ wesentlich steifer als eine gesunde Leber. Die Lebersteifigkeit ist somit ein Maß für das Voranschreiten der Erkrankung.

Das Besondere an der THE-Technik der Charité ist die Liege, auf welcher der Patient untersucht wird:

Sie erzeugt Vibrationswellen, ähnlich einem Massagestuhl.

Per Ultraschall können diese Wellen nun im Lebergewebe gemessen werden und geben Aufschluss über die Lebersteifigkeit. Im Unterschied zu bisherigen elastographischen Methoden zeichnet sich dieses Verfahren durch eine große Messtiefe aus. 

  • Damit ist sie auch besonders gut zur Untersuchung stark übergewichtiger Patienten geeignet.

In der Studie wurde die neu entwickelte Methode bei 67 Jugendlichen mit einer nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung angewandt.

  • Über die Messung der Lebersteifigkeit wurde der Grad der Leberfibrose bestimmt. 

„Die Anwendung der THE zeigte, dass Patienten mit keiner oder milder Fibrose mit hoher Genauigkeit von Patienten mit moderater oder fortgeschrittener Fibrose unterschieden werden konnten“, fasst Dr. Hudert das Ergebnis der Studie zusammen.

Sollte sich die Technik in weiteren Studien als erfolgreich erweisen, könnte die für Patienten belastende Entnahme von Lebergewebe zukünftig seltener notwendig sein.

Darüber hinaus eignet sich die Methode für die Langzeitbeobachtung und kann dazu beitragen, den Erfolg der Therapiemaßnahmen zur Gewichtsreduktion und deren Einfluss auf den Verlauf der Lebererkrankung zu überprüfen.

*Hudert CA, Tzschätzsch H, Guo J, Rudolph B, Bläker H, Loddenkemper C, Luck W, Müller H-P et al. US Time-Harmonic Elastography: Detection of Liver Fibrosis in Adolescents with Extreme Obesity with Nonalcoholic Fatty Liver Disease. Radiology, May 15 2018. DOI: 10.1148/radiol.2018172928.

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Dr. Christian Hudert
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360° TOP-Hinweis: Elastographie - Einladung zur Studie - Erweiterung der Ultraschalldiagnostik bei Frauen

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Unklare Knoten in der Brust: Unnötige Gewebeproben reduzieren

Internationale Studie unter Federführung der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg testet spezielles Ultraschallverfahren in der Brustkrebs-Diagnostik 

Teilnehmen können Frauen, bei denen eine Biopsie angeraten ist 
 
  • Häufig werden bei Frauen im Rahmen der Mammographie oder einer Ultraschall-Untersuchung Knoten in der Brust entdeckt, die sich zunächst nicht eindeutig als gut- oder bösartig einstufen lassen. 

Dann ist die Entnahme einer Gewebeprobe angezeigt. Eine internationale Studie unter Federführung der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg testet nun, wie gut sich die Gewebeauffälligkeiten mit einem speziellen Ultraschallverfahren, der sogenannten Elastographie, einschätzen lassen.

  • Ziel ist es, gutartige Veränderungen auch ohne Biopsie sicher als solche zu erkennen und damit einem Großteil der Frauen eine unnötige invasive Diagnostik zu ersparen. 

An der Studie nehmen neben Heidelberg fünf weitere Brustzentren aus Deutschland, außerdem Kliniken in den USA, Japan, Frankreich, den Niederlanden und Portugal teil. Insgesamt sollen 1.000 Frauen in die Studie eingeschlossen werden. Die High-end-Ultraschallgeräte stellt die Firma Siemens allen teilnehmenden Zentren für die Dauer der Studie zur Verfügung.

Teilnehmen können Frauen, die sich auf Anraten des behandelnden Arztes zur Abklärung eines unklaren Befundes in den Studienzentren eine Gewebeprobe entnehmen lassen wollen. 


Die Überweisung erfolgt in der Regel durch den niedergelassenen Frauenarzt. 

  • Die Elastographie wird einmalig im Anschluss an die routinemäßige Ultraschall-Untersuchung vor der geplanten Biopsie durchgeführt, dauert ca. zehn Minuten und verursacht keine Schmerzen oder gesundheitliche Risiken. 

Im Rahmen der Studie werden die Ergebnisse von Elastographie und Gewebeuntersuchung verglichen, um die Zuverlässigkeit und Aussagekraft des Ultraschallverfahrens zu überprüfen. Die teilnehmenden Frauen haben keinen persönlichen Gesundheitsnutzen, denn bei ihnen wird die Biopsie auf jeden Fall durchgeführt. „Durch ihre Bereitschaft zur Studienteilnahme tragen die Patientinnen aber mit dazu bei, die Brustdiagnostik zukünftig für Frauen in einer ähnlichen Situation entscheidend zu verbessern“, sagt Studienleiter Privatdozent Dr. Michael Golatta, Oberarzt an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg. Alle erhobenen Daten werden streng vertraulich behandelt und sind gegen unbefugten Zugriff gesichert.

Elastographie gibt Aufschluss über Gewebeeigenschaften

Ergänzend zur Mammographie wird häufig im Rahmen der Vorsorge oder der Abklärung eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt.

Die mit diesen beiden bildgebenden Verfahren entdeckten Gewebeveränderungen teilen Frauenärzte mittels eines standardisierten Beurteilungssystems (BI-RADS®: Breast Imaging Reporting and Data System) in fünf Kategorien ein.

Die Kategorien 1 und 2 umfassen gutartige Veränderungen wie Zysten oder Kalkablagerungen,
Kategorie 5 bezeichnet klar erkennbare bösartige Tumoren.

Den Kategorien 3 und 4 werden Auffälligkeiten zugeteilt, bei denen eine Gewebeprobe zur weiteren Abklärung angeraten oder auch dringend empfohlen wird. Z.B. in der Kategorie 4a beträgt das Risiko, dass die entdeckte Gewebeveränderung bösartig ist, bis zu zehn Prozent.

„Es wäre zu riskant, das nicht weiter zu untersuchen. Gleichzeitig bedeutet es für mindestens 90 Prozent der Frauen in dieser Kategorie eine unnötige Gewebeentnahme“, so Golatta.

„Um diesen hohen Prozentsatz zu reduzieren, werden wir im Rahmen der multizentrischen Studie die Elastographie in der Brustkrebs-Diagnostik etablieren. “

Mit Hilfe der Elastographie, einer Erweiterung der Ultraschalldiagnostik, lässt sich der Verhärtungsgrad von Gewebe erfassen.

  • Verschiedene andere Studien haben bereits gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen der erhöhten Steifigkeit bzw. Härte und der Bösartigkeit einer Gewebeveränderung besteht: 

Tumorgewebe ist härter und damit auch weniger elastisch als das sie umgebende gesunde Gewebe.


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Über Google: Medizin am Abend Berlin 

Interessierte können sich wenden an:
Priv.-Doz. Dr. med. Michael Golatta
Oberarzt
Stellv. Leiter der Sektion Senologie
Universitäts-Frauenklinik Heidelberg
Tel.: 06221-56 7901
E-Mail: michael.golatta@med.uni-heidelberg.de
Julia Bird Universitätsklinikum Heidelberg

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Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 12.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 1.900 Betten werden jährlich rund 66.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg. www.klinikum.uni-heidelberg.de

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT02638935?term=golatta&rank=1 Internationale, multizentrische Studie zur Evaluierung von Virtual Touch Tissue Imaging Quantification (VTIQ, Elastographie) bei der Bewertung von fokalen Brustläsionen

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/frauen Universitäts-Frauenklinik