Qualitätszirkel Nieren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Cardiovascular Prevention Center @Charité

Herzinsuffizienz

Universitätzmedizin Rostock

Universitätsmedizin Greiswald

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

jkb

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

CIRS Bayern

Gender Medizin

idw

Posts mit dem Label Eisentherapie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Eisentherapie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Müdigkeit, Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Bedrohliche Herzschwäche: Kann Eisentherapie helfen?

Was bedeutet Eisenmangel für geschwächte Herzen und was bewirkt eine Eisentherapie? 

Herzstiftung fördert Forschungsvorhaben am Göttinger Herzzentrum 

Der forschende Kardiologe Professor Karl Toischer während einer Herz-Ultraschalluntersuchung am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen.
Der forschende Kardiologe Professor Karl Toischer während einer Herz-Ultraschalluntersuchung am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen. Bedrohliche Herzschwäche: Kann Eisentherapie helfen? Foto: hzg/lange
 
Eisenmangel bei gesunden Menschen ist in der Regel gut behandelbar und bei ärztlicher Versorgung komplikationslos.

Bei Menschen mit Herzschwäche hingegen ist der Mangel an Eisen im Blut ein häufiger Auslöser für einen Krankenhausaufenthalt. 
  • „Eisenmangel gilt heute als eine Begleitkrankheit der Herzschwäche und kann auch ohne jede Blutarmut vorliegen.
  • Eine standardmäßige Überprüfung der Eisenwerte bei Herzschwäche ist deshalb wichtig“, sagt der Kardiologe Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung, und warnt: 
  • „Ein chronisch niedriger Eisenwert im Blut kann die Herzinsuffizienz sogar dramatisch verstärken.“ 
Eisenmangel führt insbesondere zu Müdigkeit, Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche der meist ohnehin geschwächten Herzpatienten und beeinträchtigt deren Lebensqualität.

Umgekehrt weiß man, dass eine intravenöse Eisenzufuhr zu einer Verbesserung der Lebensqualität und zu weniger Krankenhausaufenthalten bei den Patienten führt.

„Forschungsergebnisse für die Weiterentwicklung dieser noch neuen Therapieoption und die Entwicklung neuer Therapieansätze sind deshalb notwendig“, unterstreicht Andresen.

  • Insbesondere über die genauen Zusammenhänge zwischen Eisenmangel in den Herzmuskelzellen, dem Eisenstoffwechsel und der Entwicklung einer Herzinsuffizienz bedarf es weiterer medizinischer Erkenntnisse. 

Ein wichtiger Schritt hierfür ist getan: die Deutsche Herzstiftung fördert mit der Deutschen Stiftung für Herzforschung mit 60.000 Euro das Forschungsvorhaben „Einfluss von Eisensubstitution auf die Herzinsuffizienzentwicklung“ unter der Leitung von Prof. Dr. med Karl Toischer, Kardiologe am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen.


Bundesweit leiden nach Expertenschätzungen bis zu vier Millionen Menschen an Herzschwäche (Herzinsuffizienz) bei weit über 460.000 Klinikeinweisungen pro Jahr wegen einer Verschlechterung der Herzerkrankung (Entgleisung/Dekompensation).

Auffällig ist, dass etwa 40 Prozent der Patienten mit chronischer Herzschwäche einen Eisenmangel aufweisen, bei Patienten mit akuter Herzschwäche sind es sogar bis zu 75 Prozent.

Warum wirkt eine Eisenzufuhr positiv auf das Herz?

Eisenmangel kann durch eine intravenöse Eisenzufuhr (Eisen-Carboxymaltose) behoben werden. Liegt neben dem Eisenmangel auch eine Blutarmut (Anämie) vor, müssen andere Ursachen für Eisenmangel und Anämie abgeklärt werden. Häufig sind chronische Blutverluste über Magen und Darm verantwortlich. „Unklar ist allerdings, wie eine Eisensubstitution die Herzfunktion, den Verlauf der Herzschwäche und die Sterblichkeit günstig beeinflusst“, sagt Toischer. Vieles spreche dafür, dass eine intravenöse Eisenzufuhr die Belastbarkeit und sogar das Fortschreiten der Herzschwäche an sich hemmt. „Aber die genauen Zusammenhänge zwischen Herzschwäche und Eisenmangel sind nur unzureichend erforscht. Neue Erkenntnisse auf Molekularebene wollen wir mit Hilfe der Herzstiftung im Rahmen unseres Forschungsprojekts gewinnen“, so Toischer.

Eisen: essenziell für die Körperzellen, kann bei Herzschwäche vom Darm nicht ausreichend aufgenommen werden
 
Der Eisengehalt im Blut ist essenziell für den Sauerstofftransport und die Energiegewinnung der Körperzellen.

Das Herz benötigt dieses lebenswichtige Spurenelement auch, um seine Funktion an akuten oder chronischen Stress anzupassen.

Aber bei etwa der Hälfte der Herzschwäche-Patienten erhält der Körper nicht in ausreichender Menge Eisen, das er aus der Nahrung über den Darm aufnimmt. Eisen aus Tabletten kann daher bei dieser Patientengruppe vom Darm nicht ausreichend aufgenommen werden.

Deswegen muss es über das Venensystem als Kurzinfusion verabreicht werden. Im Rahmen seines Forschungsprojekts mit einer Laufzeit von zwölf Monaten widmet sich Toischer folgenden Fragestellungen:

  1. - Wann und wie entsteht ein Eisenmangel bei Herzinsuffizienz?
  2. - Kann eine intravenöse Eisengabe die Herzinsuffizienzentwicklung und erhöhte
  3. Sterblichkeit bei Herzschwäche verhindern?
  4. - Welchen Effekt hat Eisen dabei auf die eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens
  5. bzw. seine Leistungsfähigkeit?
  6. - Wie beeinflusst Eisen die Herzfunktion und welche Mechanismen sind dabei
  7. involviert?

In den Fokus seiner Untersuchungen nimmt der Göttinger Herzforscher die Rolle der Mitochondrien, die in den Herzmuskellen zahlreich vorhanden sind. Als „Zellkraftwerke“ spielen sie bei der Energieproduktion der Körperzellen und so auch für die Herzmuskelzellen eine wichtige Rolle.

Forschen für die Herzmedizin von morgen
Förderung für Herzforscherinnen und Herzforscher
Dank der finanziellen Unterstützung durch Stifterinnen und Stifter, Spender und Erblasser kann die Deutsche Herzstiftung e. V. (www.herzstiftung.de) gemeinsam mit der von ihr 1988 gegründeten Deutschen Stiftung für Herzforschung (www.dshf.de) Forschungsprojekte in einer Größenordnung finanzieren, die die Herzstiftung und Stiftung für Herzforschung in der kardiovaskulären Forschung unverzichtbar machen. An einer Förderung interessierte Herzforscherinnen und Herzforscher wenden sich an: Deutsche Herzstiftung e. V., Valerie Popp und Christine Koch, Tel. 069 955128-0 oder E-Mail: forschung@herzstiftung.de

Ratgeber zur Herzschwäche: Für Patienten mit Herzschwäche bietet die Herzstiftung den kostenfreien Ratgeber „Das schwache Herz: Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz heute“ an. Der Band kann unter www.herzstiftung.de/herzschwaeche-therapie angefordert werden oder per Tel. unter 069 955128-400 oder per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de
Der Herzstiftungs-Ratgeber "Das schwache Herz" der Deutschen Herzstiftung.
Cover: Deutsche Herzstiftung/Jan Neuffer



Der Herzstiftungs-Ratgeber "Das schwache Herz" der Deutschen Herzstiftung.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com



























Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Deutsche Herzstiftung e.V.
Michael Wichert / Pierre König
Tel. 069 955128-114/-140
E-Mail: presse@herzstiftung.de
www.herzstiftung.de

Bockenheimer Landstr. 94-96
60323 Frankfurt
Deutschland
Hessen
E-Mail-Adresse: koenig@herzstiftung.de
Telefon: 069 / 955128-140
Fax: 069 / 955128-313

 

Eisentherapie/Eisensubstituion wegen Eisenmangel: Versorgung und Therapieergebnisse

Medizin am Abend Berlin Fazit: Indikationsübergreifende Registerstudie zur Eisentherapie setzt Zeichen

EXPLAIN-IRON-Studie am Start

In Deutschland mangelt es an repräsentativen Langzeitdaten zur Versorgung und zu den Therapieergebnissen von Patienten mit Eisenmangel. Um diese Datenlücke zu schließen, hat die Klinik für Innere Medizin I der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) jetzt eine umfassende Versorgungsforschungsstudie zu diesem Thema initiiert. 

Indikationsübergreifende Registerstudie zur Eisentherapie setzt Zeichen

Shield Therapeutics
 
In Zusammenarbeit mit einer interdisziplinären Expertengruppe und Pharmakoepidemiologen der Technischen Universität Dresden wird nun ein realistisches Abbild des Stellenwerts einer Eisensubstitution in verschiedenen Indikationsbereichen (Gastroenterologie, Kardiologie, Nephrologie, Gynäkologie, präoperative Eisenmangelanämie) unter Bedingungen der alltäglichen medizinischen Versorgung gewonnen.
  • Eisen ist ein Spurenelement, das für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin benötigt wird
  • Der Körper benötigt etwa 1 Milligramm Eisen pro Tag, kann aber nur etwa ein Zehntel der mit der Nahrung aufgenommenen Eisenmenge auch aus dem Darm aufnehmen. 
Verschiedene Erkrankungen können zu einer Erschöpfung der Eisenreserven führen, unter anderem chronische Erkrankungen wie Tumore oder Entzündungen. 
Verdauungsstörungen führen regelmäßig zu verringerter Aufnahme von Eisen (unter anderem bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa).
Wenn es durch Eisenmangel zu Blutarmut kommt, nimmt die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität ab. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: LABORERHEBUNG  

Darüber hinaus ist Eisen ein wesentlicher Bestandteil der Energiegewinnung in allen Körperzellen. Bei Patienten mit Herzschwäche verstärkt ein Eisenmangel die Symptome deutlich.

Für die Behandlung des Eisenmangels stehen zahlreiche Eisenpräparate zur Verfügung. 
Wenn möglich, erfolgt die Therapie mittels Tabletten („oral“), seltener bei ausgeprägten Anämien als Injektion/Infusion („intravenös“). 

Die angewendeten Präparate unterscheiden sich deutlich in der Art des Eisens:

  • die zweiwertige Form ist schlechter verträglich als die dreiwertige
  • den Trägerstoffen (Maltose ist verträglicher als Glycinsulfat)
  • der Dosierung. 

Die Therapielandschaft ist geprägt von unterschiedlichen Generationen von Eisenpräparaten, die sich deutlich in der Wirksamkeit und im Nebenwirkungsprofil unterscheiden.

Um erstmals repräsentative Langzeitdaten zur Versorgung von Patienten mit Eisenmangel zu gewinnen, wurde die Studie EXPLAIN-IRON konzipiert. Der Titel „EXPLorative data collection for patient chAracterIzation, treatmeNt pathways and outcomes of IRON preparations“ verdeutlicht die Besonderheit des Projekts: 

Die Studie ist nicht-interventionell, d.h. die behandelnden Ärztinnen und Ärzte erhalten keine Vorgaben für die Behandlung ihrer Patientinnen und Patienten.

Anders als in klinischen Prüfungen lässt sich so das tatsächliche Versorgungsgeschehen darstellen. 

„Solche Studien sind dringend erforderlich, um Daten unter den Bedingungen der täglichen Praxis bei unselektierten Patienten und im Langzeitverlauf zu gewinnen,“ erläutert Professor Stefan Schreiber, Direktor der Inneren Medizin I der CAU und Sprecher des Exzellenzclusters „Inflammation at Interfaces“.

Seit Januar 2018 werden Patientinnen und Patienten in EXPAIN-IRON jeweils über zwei Jahre beobachtet. Die Studie dokumentiert Patientinnen und Patienten mit verschiedenen Grunderkrankungen hinsichtlich ihrer Charakteristika, der Eisensubstitution, Lebensqualität und vor allem des Verlaufs der Laborparameter des Eisenstoffwechsels und in der Verträglichkeit.

In einer ersten Kohorte werden ca. 500 Patientinnen und Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen dokumentiert.

Später kommen Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche bzw. Herzfehlern, mit onkologischen, gynäkologischen und anderen Grunderkrankungen hinzu. 

Sofern möglich, werden bis zu 3000 Patienten in die Studie eingeschlossen.

Die Hälfte der Patienten kann mit beliebigen oralen oder intravenösen Eisenpräparaten behandelt werden.

Für die andere Hälfte ist die Dokumentation der Behandlung mit einem neuen Eisenpräparat namens Feraccru (Eisen-III-Maltol) vorgesehen. Eisen-(III)-Maltol zeigt eine Wirksamkeit auf intravenösem Niveau bei guter Verträglichkeit. EXPLAIN-IRON ist somit eine Kombination eines Krankheitsregisters und einer PASS (post authorisation safety study).

Die Initiatoren wollen vielfältige Erkenntnisse aus der EXPLAIN-IRON-Studie gewinnen – unter anderem zu typischen Vorgehensweisen und Präferenzen der Ärztinnen und Ärzte beim Einsatz von Eisenpräparaten, zur Verträglichkeit der Präparate, aber auch zur Lebensqualität der betroffenen Patientinnen und Patienten sowie zu ökonomischen Aspekten. 

Es werden erstmals die Standards bei der Behandlung der Eisentherapie in Deutschland unter Alltagsbedingungen umfassend dokumentiert.

Die Studie ist beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM unter der Nummer 7120 und in der amerikanischen Studien-datenbank ClinTrials.gov unter der NCT03382275 registriert. Die Bundesärztekammer, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen und andere wissenschaftliche Organisationen empfehlen die Förderung von Projekten der Versorgungsforschung in Deutschland wie die EXPLAIN-IRON-Studie. Sie wird durch die Gesellschaft für Wissenschaftstransfer (GWT-TUD), einer Tochter der TU Dresden AG, durchgeführt. Die Firma Shield Therapeutics, die sich auf die Erforschung und Entwicklung von Eisenpräparaten spezialisiert, unterstützt die Studie finanziell. Die interdisziplinäre Leitungsgruppe setzt sich aus Expertinnen und Experten aus den Bereichen Gastroenterologie, Kardiologie, Nephrologie, Gynäkologie und anderen Fachrichtungen zusammen, wobei die Klinik und der niedergelassene Sektor gleichermaßen vertreten sind.
https://idw-online.de/de/attachmentdata64642.jpg




Gesellschaft für Wissenschaftstransfer (GWT-TUD)


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com











Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.


Prof. Dr. med. Stefan Schreiber
Klinik für Innere Medizin I
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Tel.: 0431 500-22200
E-Mail: s.schreiber@mucosa.de


Christian-Albrechts-Platz 4
24098 Kiel
Deutschland
Schleswig-Holstein

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: ► presse@uv.uni-kiel.de, Internet: ► www.uni-kiel.de
Twitter: ► www.twitter.com/kieluni, Facebook: ► www.facebook.com/kieluni, Instagram: ► www.instagram.com/kieluni
Text / Redaktion: David Pittrow


Ohlshausenstr. 40
24098 Kiel
Deutschland
Schleswig-Holstein


Friederike Balzereit
Telefon: 0431-880-3032
E-Mail-Adresse: fbalzereit@uv.uni-kiel.de