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Einladung zur Studie: Die Emotionale Entwicklung von Kindern

Medizin am Abend Berlin - MaAB - Fazit: Wie erkennen Kinder Emotionen anderer? 

Psychologinnen suchen Fünf- bis Achtjährige für Studie

Spiegelt sich im Gesicht des Gegenübers Freude, Ärger, Angst oder Überraschung? 

Wie erkennen Kinder Emotionen anderer? 

Entwicklungspsychologinnen der Universität des Saarlandes aus der Arbeitsgruppe von Professor Gisa Aschersleben erforschen die emotionale Entwicklung von Kindern. 

  • Für eine Studie sucht die Forscherin Corina Möller fünf- bis achtjährige Jungen und Mädchen mit deutscher Muttersprache. 
  • Die Psychologin testet derzeit ein neues Verfahren, mit dem kindliches Emotionswissen erfasst werden kann: 

Hierzu untersucht sie mit ihrem Verfahren eine große Zahl von Kindern, um Aussagen etwa über typische Altersverläufe treffen zu können. 
 
Emotionen anderer bewusst wahrzunehmen, sie zu erkennen und richtig zu deuten, ist für den Menschen von zentraler Bedeutung. 

  • Diese Fähigkeit beeinflusst sein Denken und Handeln, ist entscheidend dafür, wie er mit anderen umgeht und zurechtkommt. 

Psychologinnen der Universität des Saarlandes erforschen die emotionale Entwicklung im Kindesalter. 

Das Wissen hierüber kann etwa dabei helfen, Kinder wenn nötig zu unterstützen, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Die Forscherinnen testen dabei ein neues Verfahren, das auf spielerische Art und Weise dabei helfen soll, im Einzelfall zu beurteilen, wie ein Kind Emotionen anderer wahrnimmt.

Sie suchen jetzt möglichst viele Kinder, die das Verfahren durchlaufen – besser gesagt, es durchspielen:

Dabei wird dem teilnehmenden Kind am Tablet eine Geschichte gezeigt, in der verschiedene Situationen bei den Protagonisten unterschiedliche Gefühle hervorrufen.

Das Kind soll einen von vier Gesichtsausdrücken auswählen, der nach seiner Meinung am besten zu der jeweiligen Situation passt. 

Neben dem Verfahren zur Untersuchung der Emotionswahrnehmung soll das Kind in anderen kleinen Aufgaben so schnell wie möglich bestimmte Blumen in einer Reihe von verschiedenen Blumen finden oder ein Bewegungsspiel mitspielen.

Die Einzelstudie dauert etwa 45 Minuten, im Anschluss erhält das Kind zur Belohnung eine kleine Überraschung.

Die Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

Bei Bedarf können die Eltern die ganze Zeit über im selben Raum bleiben.

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Michaela Sprau
Laborkoordinatorin, Campus Saarbrücken
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Gerhild Sieber Universität des Saarlandes
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Untersucher-CAVE: Denken, Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Tasten,

Medizin am Abend Berlin Fazit: Pharmakologischer Generalschlüssel zur Beruhigung von Nervenaktivität entdeckt

Forscherteam aus Berlin und Kiel entdeckt neuen pharmakologischen Mechanismus in Kaliumkanälen, mit diesem kann zu hohe elektrische Aktivität in Nerven- oder Muskelzellen eingedämmt werden. 

Die Ergebnisse sind in dem renommierten Wissenschaftsjournal Science publiziert.  
  • Elektrische Signale bilden die Grundlage vieler Lebensvorgänge – sie ermöglichen, dass das Herz schlägt, und dass wir denken, sehen, hören, schmecken, riechen oder tasten können. 
  • Überschießende elektrische Aktivität von Nervenzellen oder Muskelzellen kann aber auch schädlich sein und zu Epilepsie, Herzarrhythmien, Bluthochdruck, Migräne und anderen Schmerzzuständen führen.

Elektrische Signale entstehen durch das gezielte Öffnen und Schließen von Ionenkanälen, das sind Poren in der Zellmembran, durch die elektrisch geladene Teilchen (wie z.B. Natriumionen und Kaliumionen) transportiert werden.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass viele Medikamente auf Ionenkanäle wirken und dass insbesondere Medikamente, die überschießende elektrische Aktivität reduzieren, von großem pharmakologischem Interesse sind.

Dabei liegt der Forschungsschwerpunkt auf einer besonderen Klasse der Ionenkanäle, den sogenannten Kaliumkanälen. 

Im menschlichen Körper gibt es etwa 80 verschiedene Varianten von Kaliumkanälen und viele von ihnen haben die Aufgabe, überschießende elektrische Aktivität in Nervenzellen und Muskelzellen zu unterdrücken. 

Ohne diese elektrische Beruhigung würden Zellen durch Übererregung absterben.
Wissenschaftler*innen am Physiologischen Institut der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) haben jetzt einen neuartigen Mechanismus entdeckt und pharmakologisch beeinflusst und konnten somit, wie mit einem Generalschlüssel bestimmte Ionenkanäle gleichzeitig öffnen und dadurch überschießende Aktivität in Zellen unterdrücken.

Dr. Han Sun (FMP) bestimmte anhand von Molekulardynamik-Simulationen in Kombination mit Röntgenkristallographischen und funktionellen Mutgenese-Daten, wo sich die negativ geladenen Aktivatoren in den Kanälen befinden. „Interessanterweise befindet sich die negativ geladene Gruppe der Aktivatoren direkt unter dem Selektivitätsfilter, wo sie mit Kaliumionen unter dem Filter interagiert,“ sagt Dr. Sun. Mit Hilfe von aufwendigen Computersimulationen, die sie zum Teil beim Norddeutschen Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN) durchführte, konnte der Ionenfluss durch den Selektivitätsfilter simuliert werden. Aus dieser Analyse konnten die Forscher den Mechanismus entschlüsseln, mit dem negativ geladene Aktivatoren die Kanäle öffnen und den Ionenfluss beschleunigen. „Dieser Mechanismus ist überraschenderweise für eine Reihe verschiedener wichtiger neuroprotektiver Kanäle universell gültig und könnte einen Ausgangspunkt für rationale Medikamentenentwicklung darstellen,“ ergänzt Dr. Sun.

Die Kieler Arbeitsgruppe „Ionenkanäle“ um Professor Thomas Baukrowitz untersuchte die molekulare Biophysik von Ionenkanälen, also jene Prozesse, die zum Öffnen und Schließen von Ionenkanälen in der Zelle führen.

„Kaliumkanäle sind für uns Grundlagenforscher deshalb so interessant, weil sie vielseitig regulierbar sind: Sie lassen sich durch Spannung, Temperatur oder mechanischen Stress öffnen – aber auch durch den Einsatz bestimmter Substanzen“, erklärt Prof. Baukrowitz. Solche Substanzen befinden sich in einem Teststadium und sind noch nicht für Versuchsreihen oder den Pharmamarkt zugelassen. In ihrer Publikation mit internationaler Beteiligung entdeckten die Kieler Forschenden, dass eine Reihe schon lange bekannter Substanzen (Versuchspharmaka) nicht wie ursprünglich gedacht spezifisch auf eine Sorte von Kaliumkanäle wirken, sondern gleichzeitig viele unterschiedliche Kaliumkanäle öffnen.

Diese sogenannte Polypharmakologie (Vielfachwechselwirkung) war bis dahin für Kaliumkanäle unbekannt. Teilweise wurden die in dieser Arbeit verwendeten Substanzen am FMP in der Arbeitsgruppe von Dr. Marc Nazaré synthetisiert.

„Ähnlich einem Generalschlüssel öffnen die Substanzen alle Kaliumkanäle mit diesem Klappenmechanismus gleichzeitig“ erzählt Dr. Schewe aus Kiel. Prof. Baukrowitz ergänzt „Die Versuchssubtanzen zweckentfremdeten gewissermaßen die natürliche Funktionsweise der Kanalpore, um diese zu öffnen.

Dass dieser Klappenmechanismus in verschiedenen Sorten von Kaliumkanälen auf sehr ähnliche Weise funktioniert, war so nicht bekannt und liefert ein besseres Verständnis der Funktionsweise von Kaliumkanälen.“

Das Wissen darum, wie die Testpharmaka in Kaliumkanälen wirken, könnte beispielsweise Pharmaunternehmen helfen, effizientere neue Medikamente zu entwickeln, insbesondere bei solchen, die zur Behandlung von Krankheiten wie Epilepsie, Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), Gefäßverengungen oder verschiedenen Schmerzzuständen zum Einsatz kommen.

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Dr. Han Sun
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Originalpublikation:
Quelle:
Schewe M, Sun H, Mert Ü, Mackenzie A, Pike ACW, Schulz F, Constantin C, Vowinkel KS, Conrad LJ, Kiper AK, Gonzalez W, Musinszki M, Tegtmeier M, Pryde DC, Belabed H, Nazare M, de Groot BL, Decher N, Fakler B, Carpenter EP, Tucker SJ, Baukrowitz T., A pharmacological master key mechanism that unlocks the selectivity filter gate in K+ channels., Science. 2019 Feb 22;363(6429):875-880. doi: 10.1126/science.aav0569.

CAVE: Rettungsstelle-KANZEL: Multitasking von kognitiven + motorischen Prozessen

Medizin am Abend Berlin Fazit: Multitasking: Eine Herausforderung für Körper und Geist

Prof. Dr. Christine Stelzel von der IPU Berlin wird zur Projektleiterin im zweiten Teil des interdisziplinären Projekts „Effects of Modality Mappings within working memory on Postural control“ (MoMaP) im Rahmen eines Schwerpunktprogramms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Thema „Multitasking“. 

Der zweite Teil des Forschungsprojekts startet im Oktober 2018 und vereint in bisher einzigartiger Weise die Untersuchung von kognitiven und motorischen Prozessen bei Multitasking-Anforderungen. 

MoMaP ist eins von über 20 Forschungsprojekten zum Thema Multitasking, die von der DFG über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren gefördert werden. 
 
Die Psycholog_innen Prof. Dr. Christine Stelzel (IPU Berlin) und Prof. Dr. Stephan Heinzel (FU Berlin) kooperieren dabei mit dem Trainings- und Bewegungswissenschaftler Prof. Dr. Urs Granacher und dem Sozial- und Präventionsmediziner Prof. Dr. Michael A. Rapp (beide Universität Potsdam). MoMaP ist eins von über 20 Forschungsprojekten zum Thema Multitasking, die von der DFG über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren gefördert werden.

Die innovative Kombination der verschiedenen beteiligten Forschungsdisziplinen bei MoMaP erlaubt es, die Interaktion zwischen Hirnprozessen zu untersuchen, die einerseits Bewegungsabläufe betreffen sowie andererseits Denken, Aufmerksamkeit und Konzentration. 

  • Der Fokus liegt auf der Frage danach, wie sich die verschiedenen Vorgänge im Gehirn bedingen oder blockieren. 

„In der Straßenbahn stehen und gleichzeitig mit dem Handy telefonieren ist für ältere Menschen oft eine schwierige Aufgabe“, erklärt Projektleiterin Stelzel.

Beim Anfahren der Bahn kann es dann zum Gleichgewichtsverlust kommen.

Statistiken zeigen, dass die Sturzhäufigkeit mit steigendem Alter immer weiter zunimmt. 

  • Während im jungen Alter Bewegung einen positiven Effekt auf die Denkfähigkeit haben kann, führt die Doppelbelastung, das sogenannte Dualtasking, im Alter häufig zu Problemen. 

Im ersten Teilprojekt wurde daher untersucht, inwiefern sich solche Belastungen durch gezieltes Training verbessern lassen.

Im zweiten Teil des Projekts sollen nun die Wirkungsmechanismen untersucht werden, die bedingen, dass älteren Menschen Multitasking schwerer fällt als jüngeren.

Durch ein breites methodisches Spektrum, wie die Verwendung der funktionellen Magnetresonanztomographie sowie der Elektroencephalographie soll insbesondere das Verständnis für die zugrundeliegenden neuronalen Mechanismen altersbedingter Schwierigkeiten im kognitiv-motorischen Multitasking erweitert werden.

Dabei soll die Untersuchung der Effekte von kognitiver vs. physischer Ermüdung Rückschlüsse auf die gegenseitige Abhängigkeit beider Bereiche erlauben.

„Wir verfolgen dabei die Hypothese, dass der Frontalkortex bei älteren Menschen stärker an Bewegungsaufgaben beteiligt ist“, so Stelzel. 
Dieses Hirnareal ist normalerweise für sogenannte exekutive kognitive Fähigkeiten zuständig, also Denken, Handeln, Entscheiden. 
  • Bei jüngeren Menschen laufen motorische Prozesse eher automatisch oder auf subkortikaler Ebene ab. 
  • Im Alter würde dann als Folge natürlicher Abbauprozesse das Frontalhirn dazu geschaltet. 
  • Dies könnte eine gegenseitige Störung motorischer und kognitiver Prozesse bedingen.

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Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
https://www.spp1772.uni-freiburg.de/projects/modality-mappings

https://de.wikipedia.org/wiki/DFG_Priority_Program_SPP_1772_zu_menschlichem_Mult...

 

CAVE: Traumatisierte Operations - Patienten - DELIR

Medizin am Abend Berlin Fazit: Neuer HAW-Newsletter beschäftigt sich mit dem Umgang mit traumatisierten OP-Patienten

Umgang mit traumatisierten OP-Patienten – ein Schwerpunkt im Masterstudiengang Pflege an der HAW Hamburg: 
  • Fünf bis 15 Prozent aller Betroffenen leiden nach einer Operation unter Narkose an einem sogenannten postoperativen, kognitiven Defizit, auch Delir genannt. 
  • Bewusstsein, Denken und Gedächtnis können dann gestört sein. 
Diese komplexe Patientenversorgung stellt besonders die Pflegenden vor große Herausforderungen. 

Die HAW Hamburg setzt hier einen Schwerpunkt im Pflegestudium und kooperiert mit Kliniken in der Metropolregion. 

Medizin am Abend Berlin Zusatzhinweis: Bitte an die frühzeitige Patientenaufklärung zur 
1 zu 1 Patientenbetreuung (Extrawache/Sitzwache/Sonderwache) incl. den Beratungen über mögliche FeM - Maßnahmenkataloge ärztlich und pflegerisch mit allen Entscheidungsträgern incl. vorab dem Patienten beraten und absichern. 

Die Aufnahmen entstanden während eines neurochirurgischen Eingriffs Die Aufnahmen entstanden während eines neurochirurgischen Eingriffs
Fotoquelle: BG Klinikum Hamburg/Fotoabteilung
 
Intensivpflegerin und Master-Absolventin Sabrina Pelz erklärt das Phänomen:

„Das Delir ist ein akuter Verwirrtheitszustand. Einen Risikofaktor stellt die Operation unter Narkose dar.
Das postoperative Delir entwickelt sich kurz nach dem Erwachen aus der Narkose, einige Stunden danach oder auch Tage später.“ 

Pelz beschäftigte sich in ihrer Abschlussarbeit im Master Pflege an der HAW Hamburg mit der pflegerischen Praxis des Delirs
  • Die klassischen Symptome reichen von fluktuierenden Phasen der Verwirrtheit, Desorientierung, psychomotorischer Unruhezuständen, Halluzinationen oder auch Wahnvorstellungen. 
  • Dabei beziehen betroffene Patienten Gegenstände und Personen in ihre subjektive Wirklichkeit mit ein. „Das kann auch bedeuten, dass sie bekannte Personen nicht erkennen oder ein aggressives Verhalten zeigen“, so Pelz.
Diese temporäre Verwirrtheit kann Spätfolgen haben. 
  • In zirka 40 Prozent der Fälle haben diese Patienten bleibende kognitive Defizite oder sind sogar pflegebedürftig. 
  • Zudem kann das Delir die Entwicklung einer Demenz begünstigen. 
Diverse Risikofaktoren können ein Delir hervorrufen: 
  • bestehende kognitive Defizite
  • Stoffwechselerkrankungen
  • große Operationen mit langer Narkose
  • der Aufenthalt auf einer Intensivstation
  • bestimmte Übermedikation (Polypharmazie).
Was können Pflegende tun?

  • In zirka 78 Prozent der Fälle wird das Delir erst spät oder gar nicht erkannt. 
Diese hohe Zahl gab den Anstoß für Sabrina Pelz, sich in ihrer Masterarbeit mit dem Thema des postoperativen Delirs zu beschäftigen. „Ich wollte wissen, was wir Pflegenden dabei tun können. Vor allem die frühzeitige Erkennung und Behandlung war mir wichtig.“

Pflegende sind die Berufsgruppe mit dem engsten Kontakt zum Patienten.

Sie überprüfen zum Beispiel die Orientierung und Aufmerksamkeit des Patienten.

Dabei spielen auch Informationen über die Kognitionsfähigkeiten des Patienten vor der Operation eine Rolle.

Bei der Reorientierung des Patienten helfen zum Beispiel die Brille, das Hörgerät oder die Zahnprothese.

Weitere Orientierungshinweise geben eine Uhr oder ein Kalender. 

Auch die Mobilisation unterstützt bei der Wiederherstellung der Orientierung im Raum, stärkt die Muskulatur und fördert den Schlaf-Wach-Rhythmus. Angehörige sind ein persönliches Bindeglied für den Patienten. Ihre Anwesenheit beschleunigt den Wiederherstellungsprozess der realen Wahrnehmung.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die einem postoperativen Trauma und einem Delir vorbeugen können. 
Den Schlaf-Wach-Rhythmus erhalten und fördern, Medikation vermeiden, die ein Delir auslösen oder Angstzustände hervorrufen können. 
  • Zum Beispiel zwei Stunden vor einer Operation das Trinken von Wasser schluckweise erlauben.
Die frühzeitige Mobilisierung von Patienten fördern“, resümiert Pelz.

Weitere Forschungen zu diesem Thema

„Der Umgang mit kritisch kranken und gefährdeten Menschen ist ein Schwerpunkt unserer Projekte. Zurzeit bearbeiten wir beispielsweise im Rahmen der Landesforschungsförderung eine Dissertation“, ergänzt Prof. Dr. Uta Gaidys, Professorin für Pflegewissenschaft, Ethik und Kommunikation. "Die Doktorarbeit analysiert Entscheidungsfindungen von chronisch kranken Menschen in krisenhaften Situationen anhand von Dialogen mit Sterbenden. Masterarbeiten bearbeiten den Umgang mit alkoholisierten Patienten in der Notaufnahme, das Erleben älterer, chronisch und multimorbid erkrankter Menschen vor und nach medizinischen Eingriffen.

„Dieser Schwerpunkt in unserer wissenschaftlichen Ausbildung an der HAW Hamburg ist deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Professorin Gaidys. „Der Masterstudiengang Pflege spezialisiert Pflegende für spezialisierte Handlungsfelder, wie die komplex-intensive, onkologisch-palliative und geriatrisch-gerontologische Versorgung. Patienten in diesen Handlungsfeldern haben komplexe Bedürfnislagen. Gerade wenn ein akutes gesundheitliches Problem hinzukommt, beeinflussen sich Auswirkungen gegenseitig.“

Bei diesen relevanten Praxisforschungen kooperiert die HAW Hamburg mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), dem AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG und dem Albertinen Diakonie Werk (ADW).

Auch Sabrina Pelz‘ Erkenntnisse finden derzeit Eingang in ein großes Implementierungsprojekt für Delir-, Schmerz- und Sedierungsmonitoring am BG Klinikum Hamburg, an dem auch Pelz teilnimmt. 

Dabei spielen ihre Kompetenzen der „Advanced Practice Nurse“ eine Rolle – denn diese stellen die Verbindung zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Praxis her.

Das für diese Implementierung benötigte Expertenwissen aus der forschenden Praxis sowie Kompetenzen im Bereich Zusammenarbeit und Coaching sind wesentliche Bestandteile des Master-Studiengangs Pflege. (Autoren: Moritz Heitmann/Katharina Jeorgakopulos/Sabrina Pelz)

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Department Pflege und Management
Prof. Dr. Uta Gaidys
Professorin für Pflegewissenschaft (Ethik und Kommunikation)
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Dr. Katharina Jeorgakopulos Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
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Beitrag von NDR Visite mit Sabrina Pelz: Verwirrt nach Operation: Risiko senken (24.10.2017)

Weitere Themen im Newsletter sind:
- Aktionstag Fliegen am 16. Februar: Vorlesungen, Speeddating und Workshops
- Hammonia-Preis für Sozialforscherin Christine Färber: Preis für Engagement im Bereich Gender Budgetings und Frauenförderung
- Positive Bilanz für das Projekt „Grenzgänger“: psychische und soziale Betreuung von auffälligen Jugendlichen
- „Wagt den Schritt in die Selbständigkeit!“ Interview mit Start-Up Gründern der Internetplattform „Freelance Junior
- Energiewende muss verständlicher werden: Erste Ergebnisse der NEW 4.0-Akzeptanzstudie veröffentlicht

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https://www.haw-hamburg.de/themendienst/aktuelle-ausgabe.html

http://www.ardmediathek.de/tv/Visite/Verwirrt-nach-Operation-Risiko-senken/NDR-F...


https://www.haw-hamburg.de/studium/master.html


LSD - Halluzinogenen: LSD verändert Hirnaktivität

Medizin am Abend Berlin Fazit: Weniger Angst: wie LSD seine Wirkung im Gehirn entfaltet

Wissenschaftler der Universität Basel konnten zeigen, dass LSD die Aktivität einer Hirnregion reduziert, die für die Verarbeitung von negativen Emotionen wie Angst von zentraler Bedeutung ist. 

Die Resultate könnten für die Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Depression oder Angststörungen von Bedeutung sein. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: CANNABIS - Verordnungen  

Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift «Translational Psychiatry» veröffentlicht.  
Die Wirkungen von Halluzinogenen auf die Psyche sind vielfältig, unter anderem verändern sie Wahrnehmung, Zeiterleben, Denken und emotionales Erleben. 
Nach der Entdeckung des Lysergsäurediethylamid (LSD) durch den Basler Chemiker Albert Hofmann in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war das Interesse an dieser Substanz insbesondere in der Psychiatrie gross.  

Man erhoffte sich beispielsweise Einblicke in die Entstehung von Halluzinationen und führte Studien zur Wirksamkeit bei Erkrankungen wie Depression oder Alkoholabhängigkeit durch.

In den 60er Jahren wurde LSD weltweit für illegal erklärt und die medizinische Forschung kam zum Erliegen.

Seit einigen Jahren ist das Interesse an der Erforschung von Halluzinogenen für medizinische Zwecke allerdings wieder erwacht. 
  • Psychoaktive Substanzen wie LSD könnten vor allem in der Kombination mit Psychotherapien eine Alternative zu herkömmlichen Medikamenten bieten. 

Heute ist bekannt, dass Halluzinogene an einen Rezeptor des Neurotransmitters Serotonin binden. Wie die Bewusstseinsveränderungen die Aktivität und Konnektivität des Gehirns beeinflusse ist bisher allerdings nicht geklärt.

LSD verändert Hirnaktivität

Forschende der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) und der Abteilung für Pharmakologie und Toxikologie des Universitätsspitals Basel (USB) haben nun in einer aktuellen Studie die akute Wirkung von LSD auf das Gehirn untersucht.

Hierzu wurde die Gehirnaktivität von zwanzig gesunden Personen nach Einnahme von 100 Mikrogramm LSD mittels funktioneller Kernspintomographie (fMRI) gemessen. Den Probanden wurden während des MRI Bilder von Gesichtern gezeigt, die verschiedene Gefühlslagen wie Wut, Freude oder Angst darstellten.

Prof. Stefan Borgwardt und sein Team konnten zeigen, dass die Darstellung von Angst unter LSD zu einer deutlich niedrigeren Aktivität der Amygdala führt – eine Hirnregion, von der man annimmt, dass sie zentral für die Verarbeitung von Emotionen ist.

Diese Beobachtung könnte einen Teil der Veränderungen im emotionalen Erleben erklären, die nach der Einnahme von Halluzinogenen auftreten.

Weniger Angst nach Einnahme von LSD

In einem zweiten Schritt haben die Forscher zusammen mit klinischen Pharmakologen des Universitätsspitals Basel untersucht, ob das durch LSD veränderte subjektive Erleben in Zusammenhang mit der Amgydala steht.

Dies scheint der Fall zu sein:

Je niedriger die LSD-induzierte Amygdala-Aktivität einer Person war, desto höher war der subjektive Drogeneffekt dieser Person.

«Diese ‚entängstigende‘ Wirkung könnte ein wichtiger Faktor für positive therapeutische Effekte darstellen», erklärt Dr. Felix Müller, Erstautor der Studie.

  • Die Basler Wissenschaftler gehen davon aus, dass Halluzinogene noch zahlreiche weitere Veränderungen der Hirnaktivitäten hervorrufen. 

Weitere Studien sollten diese besonders im Hinblick auf ihr therapeutisches Potenzial untersuchen.

Originalbeitrag

Felix Mueller, Claudia Lenz, Patrick Dolder, Samuel Harder, Yasmin Schmid, Undine Lang, Matthias Liechti, Stefan Borgwardt
Acute effects of lysergic acid diethylamide (LSD) on amygdala activity during processing of fearful stimuli in healthy subjects.
Translational Psychiatry (2017), doi: 10.1038/tp.2017.54

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