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Zum heutigen Nikolaus: Sprechstunde zur Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter: RTW-Prozess (Return-To-Work

Medizin am Abend Berlin Fazit: Sprechstunde zur psychischen Gesundheit im Betrieb

Die Einrichtung einer Sprechstunde zur psychischen Gesundheit im Betrieb soll helfen Belastungen am Arbeitsplatz frühzeitig zu erkennen und psychischen Beschwerden oder sogar schweren Erkrankungen bei den Beschäftigten vorzubeugen. 

Dabei spielen unterschiedliche Akteure wie externe Psychiater und Psychotherapeuten, Führungskräfte, insbesondere aber Betriebsärzte eine wichtige Rolle, um im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung und des betrieblichen Gesundheitsmanagements die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten oder wiederzuerlangen. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachVideo 


  • Sprechstunde zur psychischen Gesundheit im Betrieb
Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Empathie bei Führungskräften: Zu viel Einfühlungsvermögen schadet in Krisensituationen 
 
Erst seit 10 Jahren gibt es die „Sprechstunde zur psychischen Gesundheit im Betrieb“.

Betriebsärzte großer Unternehmen hatten immer häufiger von Mitarbeitern mit psychischen Symptomen berichtet.

Gleichzeitig klagten Klinik-Patienten verstärkt über arbeitsplatzbezogene Belastungen. 

Es folgten ein regelmäßiger Austausch zwischen Betriebsärzten und Kliniken sowie zunehmend Vorträge zu Burnout und Depression in Unternehmen.

Heute hat sich die Sprechstunde in Unternehmen etabliert.

Das kann man durchaus als Kulturwandels deuten, denn die übergreifenden Prozesse betreffen sowohl das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) als auch das psychiatrisch/psychosomatische Versorgungssystem.

  • Früherkennung und Frühintervention

Die Ziele der Sprechstunde sollten klar formuliert sein:

Früherkennung und frühzeitige Bearbeitung psychosozialer Probleme und Symptome. 

  • Die übergreifende Verbindung von Prävention, Früherkennung, Rehabilitation und betriebliche (Wieder-)Eingliederung hilft effektiv Belastungen und Erkrankungen von Beschäftigen vorzubeugen. 

Oft hängen Arbeitsfähigkeit und Symptomatik nicht zusammen.

Gerade depressiv erkrankte Mitarbeiter können in der Arbeit gehalten werden wenn sie die betriebliche Begleitung als unterstützend erleben und die Halt gebende Arbeitsstruktur bestehen bleibt.

Schwerst erschöpfte Mitarbeiter müssen allerdings oft zu Arbeitsunfähigkeit und Behandlung bewegt werden.
  • Arbeitsbelastung meistgenannter Anlass

  • Arbeit gibt zwar einerseits Struktur, motiviert und fördert den Selbstwert, andererseits kann Arbeit auch als belastend und beanspruchend empfunden werden. 

Auswertungen belegen, dass 40-50% die Sprechstunde zur psychischen Gesundheit im Betrieb aufgrund von Belastungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz in Anspruch nehmen.

  • Genannt werden vor allem die Arbeitsmenge, erhöhte Arbeitszeiten, schlechte Beziehungen zu Arbeitskollegen sowie mangelnde Kommunikation, Partizipation und Wertschätzung durch die Führungskräfte. 
  • Im Privatbereich hingegen (30-40%) stehen vor allem Paarkonflikte, Probleme in der Kindererziehung und die Erkrankung von Angehörigen im Vordergrund.

Akzeptanz der Beschäftigten ausschlaggebend

Wichtig sind die Einhaltung der Schweigepflicht des Betriebsarztes sowie der Ort der Sprechstunde auf dem Betriebsgelände, damit nicht erkenntlich wird, welche Mitarbeiter die Sprechstunde besuchen.

  • Bemerkenswert ist, dass Männer sie sehr gut nutzen können aber gerade erschöpfte Mitarbeiter wenig über Angebote und Möglichkeiten der Gesundheitsförderung im Betrieb informiert sind. 

Unerlässlich ist daher ein fortlaufendes Angebot von Workshops und Informationsveranstaltungen für die Beschäftigten.

Bei der Auftaktveranstaltung zur Etablierung einer Sprechstunde sollte die Unternehmensführung anwesend sein.

Nur wenn diese erkennbar hinter dem Thema steht und vermittelt, dass auch sie selbst oft Burnout-gefährdet ist, kommt es zu einer Akzeptanz der Beschäftigten und Führungskräfte.

Konsequenzen für das Versorgungssystem

Eine Sprechstunde zur psychischen Gesundheit im Betrieb hat auch erhebliche Konsequenzen für das Versorgungssystem.

Therapeuten müssen über die Arbeitswelt, das BGM und den RTW-Prozess (Return-To-Work) informiert werden, um das Behandlungsziel der Erhaltung/Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit des Beschäftigten zu erreichen.

Das ist nur möglich, wenn sich die Akteure aus Betrieb und Versorgungssystem austauschen.

Gerade der Kontakt mit dem Betrieb vor der geplanten Entlassung aus einer teil-/stationären Behandlung ist eine der Voraussetzungen für einen gelingenden RTW-Prozess.

Die Sprechstunde kann dann für die Begleitung des Wiedereingliederungsprozesses genutzt werden.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im Beitrag „Sprechstunde „Psychische Gesundheit“ im Betrieb“ von Dr. Hans-Peter Unger in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU) unter:

 https://www.asu-arbeitsmedizin.com/toc-122704-115895/ausgabe-12-2018-.html

Fachlicher Kontakt bei Rückfragen:

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Dr. med. Annegret Schoeller
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Über ASU – Zeitschrift für medizinische Prävention:

Die Zeitschrift Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin ist das Leitmedium der deutschsprachigen Arbeitsmedizin. Das Publikationsorgan der Fachinstitutionen DGAUM, ÖGA, SGARM, VDBW, Vereinigung Deutscher Staatlicher Gewerbeärzte e.V. sowie der arbeitsmedizinischen Akademien und richtet sich an Betriebsärzte, Arbeitsmediziner und Akteure in wichtigen Schnittstellenbereichen zur Arbeitsmedizin. Die Zeitschrift ist peer reviewed. 1965 gegründet, erscheint ASU monatlich und erreicht nahezu alle arbeits- und präventionsmedizinisch orientierten Akteure im deutschsprachigen Raum. Weitere Informationen unter http://www.asu-arbeitsmedizin.com.

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https://www.asu-arbeitsmedizin.com/toc-122704-115895/ausgabe-12-2018-.html

360° TOP-Thema: Die psychischen Risiken der Führungstätigkeit oder gesundheitlichen Schaden

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Die psychische Gesundheit von Führungskräften auf dem Prüfstand

Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle, wenn es um die Förderung der Mitarbeitergesundheit geht. 

  • Die Gesundheit der Führungskräfte selbst wird aber kaum thematisiert. 

Das von Professor Andreas Zimber geleitete Forschungsprojekt „Psychische Gesundheit von Manager/innen (PsyGeMa)“ hat dieses Thema genauer unter die Lupe genommen. 

Die Eckhard Busch Stiftung hat diese Studie gefördert. 
 
In Forschung und Praxis der betrieblichen Gesundheitsförderung wurde der Präventionsbedarf von Führungskräften bisher nur wenig berücksichtigt.

Dabei haben gerade Führungskräfte aufgrund ihrer hohen Belastungen ein erhöhtes Risiko für psychische Beeinträchtigungen.

Professor Zimber untersuchte in der nun vorgelegten Studie deren Entstehungsbedingungen.

Dabei war der zentrale Analysegegenstand psychische Beeinträchtigungen wie beispielsweise Gereiztheit, Nicht-Abschalten-Können, Erschöpfung bis hin zu Angstsymptomen. 

Diese wurden weit überwiegend als Reaktionen auf die hohen beruflichen Anforderungen erklärt.

Ein Teil der Interviewten hatten in der Vergangenheit alle Warnzeichen ignoriert und waren sozusagen erst durch gesundheitlichen Schaden klug geworden. 

  • Stressprävention für Führungskräfte kann somit nur dann Erfolg haben, wenn Unternehmen, Hausärzte und die Führungskräfte stärker für die psychischen Risiken der Führungstätigkeit sensibilisiert werden. 
  • Ein weiterer Präventionsansatz besteht in der Vermittlung von aktiven Bewältigungs- und Erholungsmöglichkeiten.

Die Eckhard Busch Stiftung fördert sowohl ideell als auch materiell Initiativen, Maßnahmen und Projekte, die Betroffenen und Angehörigen direkt Unterstützung bieten und die die Akzeptanz von Menschen mit psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft verbessern.

Darüber hinaus unterstützt sie Projekte zur Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der psychischen Erkrankungen und deren Ursachen bzw. Behandlungsmöglichkeiten.

www.eckhard-busch-stiftung.de


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
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Über Google: Medizin am Abend Berlin 

Prof. Dr. Andreas Zimber
Leitung Personalentwicklung
Tel.: +49 621/ 1703-1560
E-Mail: Andreas.Zimber@zi-mannheim.de
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim, Sigrid Wolff
Informationsdienst Wissenschaft e. V. - idw -

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Betriebliche Gesundheitsförderung

Medizin am Abend Fazit: Neuer Report zeigt: 

Betriebliche Gesundheitsförderung kann krankheitsbedingte Fehlzeiten um ein Viertel senken

Hier zum TOP-Link:

 

http://www.iga-info.de/fileadmin/Veroeffentlichungen/iga-Reporte_Projektberichte/iga-report-28_Wirksamkeit_Nutzen_Praevention_web.pdf 

 

Seit einem Jahrzehnt steigt die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland fast kontinuierlich an. 

Die Kosten für die ausgefallene Bruttowertschöpfung sind immens (2013: 103 Mrd. EUR). Gleichzeitig gibt es immer weniger Beschäftigte, die sich von ihrem Unternehmen bei der Gesunderhaltung unterstützt fühlen. Dabei kann betriebliche Prävention einen Beitrag zur Gesunderhaltung der Belegschaften leisten und für die Betriebe auch ökonomischen Nutzen erzielen.

Der neue Report der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) gibt dazu einen Überblick - auf Basis von rund 2.400 Studien. Aus Unternehmenssicht besonders erfreulich: Betriebliche Gesundheitsförderung lohnt sich. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten sinken um durchschnittlich ein Viertel.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis (Return on Investment; ROI) ist überaus positiv: Mit jedem investierten Euro können im Ergebnis 2,70 Euro durch reduzierte Fehlzeiten eingespart werden. Für Investitionen in den Arbeitsschutz zeigt sich ein vergleichbar positives Kosten-Nutzen-Verhältnis. Und auch die Beschäftigten profitieren. Ein Großteil der Studien belegt eine Verbesserung ihrer körperlichen bzw. psychischen Verfassung. Häufig ist der Nutzen von BGF dann besonders hoch, wenn Programme verschiedene Maßnahmen berücksichtigen, sei es, dass sie die Betroffenen darin unterstützen, ihr Verhalten zu verändern und/oder ein gesundheitsförderndes Umfeld zu schaffen. Besonders deutlich wird dies bei der Prävention psychischer Erkrankungen, aber auch bei Programmen der Bewegungsförderung, der Gewichtsreduktion oder der Nikotinentwöhnung.
Dennoch gibt es für betriebliche Prävention in vielen Unternehmen noch Entwicklungspotenzial.

Der iga.Report 28 bietet belastbare Erkenntnisse, um die Entscheider in Betrieben zu überzeugen. Trotz komplexer Wirkungsweisen gibt es für BGF und Prävention ebenso wie für den Arbeitsschutz wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit bestimmter Maßnahmen.


Initiative Gesundheit und Arbeit In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) kooperieren gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung. Ziel der Initiative ist es, arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren durch Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung vorzubeugen. Getragen wird iga vom BKK Dachverband e.V., der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem AOK-Bundesverband und dem Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek).

www.iga-info.de

Medizin am Abend DirektKontakt

Christine Richter BKK Dachverband e.V. 030/2700406-301 christine.richter@bkk-dv.de 

Stefan Boltz Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung 030/288763-768 presse@dguv.de 

Dr. Kai Behrens AOK Bundesverband 030/34646-2309 presse@bv.aok.de 

Michaela Gottfried Verband der Ersatzkassen e.V. 030/26931-1200 michaela.gottfried@vdek.com