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Studieneinladung zur Vital-Studie - körperliches und mentales Profil http://www.ifado.de/vital-studie

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Lässt Stress schneller altern oder hält er sogar geistig fit?

Lebenslanges Lernen, höheres Renteneintrittsalter, demographischer Wandel – drei Schlagworte, die zeigen, wie wichtig es ist, auch im Alter noch fit zu sein. Das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund – IfADo will dem Thema gesundes Altern in einer breit angelegten Forschungsinitiative, der Dortmunder Vital-Studie, auf den Grund gehen. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink: Vital-Studie  

Mittels EEG, EKG, kognitiven Tests und Fragebögen ermitteln die Forscher der Dortmunder Vital-Studie das körperliche und geistige Fitnesslevel der Teilnehmer. Mittels EEG, EKG, kognitiven Tests und Fragebögen ermitteln die Forscher der Dortmunder Vital-Studie das körperliche und geistige Fitnesslevel der Teilnehmer. IfADo / Kemmler
 
Während der eine mit 70 Jahren bereits stark vergesslich ist, sitzt der andere im gleichen Alter noch im Aufsichtsrat eines Unternehmens.

In keiner Lebensspanne sind die Unterschiede der menschlichen Leistungen so groß wie im Alter. 

Aber woran kann das liegen? In der „Dortmunder Vital-Studie“ wollen Forscherinnen und Forscher am IfADo interdisziplinär die Auswirkungen und Zusammenhänge von Alter, Lebensstil und Stress auf verschiedenen Ebenen untersuchen: von der Immunreaktion über die subjektive Empfindung und Gehirnaktivität bis hin zu Stoffwechselfunktionen.

  • Langfristig versprechen sich die Forscherinnen und Forscher Antworten auf die Frage, wie Lebensstil, Stress, Stoffwechsel, Immunsystem und geistige Leistungsfähigkeit über die Lebensspanne hinweg zusammenhängen. 
Dazu sucht das IfADo in den nächsten Jahren nach über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwischen 20-70 Jahren. Besonders gefragt sind 30-50 jährige, berufstätige Personen.

Hat jemand, der positiv mit Druck umgehen kann, ein stärkeres Immunsystem?

Leiden Menschen, die eine abwechslungsreiche Arbeit haben, seltener an Altersdemenz?

Wie wirkt sich das zunehmende Alter auf Gehirnfunktionen, Immun- und Stoffwechselprozesse aus?

Diesen Fragen werden die Forschenden am IfADo in den nächsten Jahren nachgehen. Die Versuchspersonen sollen dabei aus verschiedenen Altersgruppen kommen und unterschiedlichen Aktivitäten nachgehen.

So wollen die Forscherinnen und Forscher Risikofaktoren für Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Depressivität, Burn-out oder Alterserkrankungen wie Altersdemenz ermitteln.

Damit mögliche Zusammenhänge von psychologischen und physiologischen Faktoren entdeckt werden können, sind verschiedene Untersuchungsmethoden notwendig:

Die Forschenden messen unter anderem mittels Elektroenzephalogramm die Gehirnaktivitäten, ermitteln durch Fragebögen Persönlichkeitseigenschaften und erfassen aus geringen Blutmengen den Status des Immunsystems. Um auch Langzeitwirkungen von Umwelteinflüssen, Stress oder Lebensstil zu erforschen, sollen die Messungen alle fünf Jahre wiederholt werden.

Teilnahme-Bedingungen:
• Die Teilnehmenden sollten zwischen 20-70 Jahre alt sein, erwerbstätige Personen im Alter von 30 bis 50 Jahren sind besonders willkommen. Wichtig sind zudem gute Deutschkenntnisse und ein guter Gesundheitszustand.
• Aufwandsvergütung: Die Tests werden ca. neun Stunden (aufgeteilt auf zwei Tage) in Anspruch nehmen. Dafür erhalten alle Teilnehmenden 100 Euro für den ersten und 60 Euro für den zweiten Termin.
• Wer Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich hier melden: www.ifado.de/vital-studie/anmeldung

Die Dortmunder Vital-Studie
Die Dortmunder Vital-Studie wird rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern untersuchen. Dazu werden die Teilnehmenden an zwei Terminen untersucht; fünf Stunden am ersten und vier Stunden am zweiten Termin.

Es werden Fragebögen zu den Themen Stress und Lebensstil eingesetzt, diverse psychologische Tests zum Gedächtnis und zur Aufmerksamkeit durchgeführt, das Seh- und Hörvermögen erfasst sowie Blut-, Urin- und Haarproben gesammelt. Darüber hinaus werden Körpermaße genommen und es wird ein Sportcheck am Fahrradergometer mit EKG- Kontrolle durchgeführt. Aus diesen Daten wird ein umfassendes körperliches und mentales Profil erstellt. Nachuntersuchungen sollen alle 5 Jahre erfolgen.

Alle Daten werden ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke erhoben und anonymisiert ausgewertet.

Das IfADo - Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund erforscht die Potenziale und Risiken moderner Arbeit auf lebens- und verhaltenswissenschaftlicher Grundlage. Aus den Ergebnissen werden Prinzipien der leistungs- und gesundheitsförderlichen Gestaltung der Arbeitswelt abgeleitet. Das IfADo hat mehr als 200 Mitarbeiter/innen aus naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen. Das Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die 88 selbstständige Einrichtungen umfasst. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 18.100 Personen, darunter 9.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,64 Milliarden Euro.

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Über Google: Medizin am Abend Berlin 

Verena Kemmler Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund
http://www.ifado.de/

Ardeystraße 67
44139 Dortmund
Deutschland
Nordrhein-Westfalen
E-Mail-Adresse: schreiber@ifado.de

Verena Kemmler
Telefon: +49(0)231/1084-239
E-Mail-Adresse: kemmler@ifado.de

 

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Beteiligte
http://www.ifado.de/vital-studie

Angehende Ärzte: Erlernen von Entspannungstechniken zur Stressbewältigung http://www.doeak2015.de/

Medizin am Abend Fazit:   Angehenden Ärzten drohen Depression und Burn-out

Medizin gilt als eines der Fächer, in dem die Studierenden besonders gefordert werden. Das bleibt nicht ohne Folgen: Dramatisch viele Medizinstudierende zeigen schon im Grundstudium Symptome von stressbedingten Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. Das belegen aktuelle Studien von Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Die Forscher vermitteln aber auch Strategien, wie die Studierenden schon frühzeitig lernen können, stressbedingten Risikofaktoren vorzubeugen. 
 
„Uns ist aufgefallen, dass unsere Studierenden in Sprechstunden mit ihren Dozenten über die Jahre mehr und mehr von Stress und Prüfungsangst berichteten“, sagen die Leiter der Studie, Prof. Dr. Michael Scholz vom Institut für Anatomie der FAU und Dr. Pascal Burger von der psychiatrischen und psychotherapeutischen Spezialklinik Meissenberg im schweizerischen Zug. Deshalb haben die FAU-Forscher in ihrer Studie mehrere Jahrgänge von Medizinstudierenden vom Start an der Universität bis zum ersten Staatsexamen am Ende des vierten Semesters untersucht. Dazu haben die Studierenden Fragebögen zu verschiedenen Aspekten ihrer mentalen Befindlichkeit ausgefüllt, die anschließend wissenschaftlich ausgewertet wurden.

Das Ergebnis: Zu Beginn des Studiums entspricht der Gesundheitszustand der angehenden Mediziner dem der Normalbevölkerung.

Mit steigender Semesterzahl nehmen jedoch Depressivität, Ängstlichkeit und Burn-out-Beschwerden deutlich zu. Am Ende des zweiten Studienjahres war die Zahl der zumindest leicht depressiven Studierenden fast doppelt so hoch wie bei den Studienanfängern. Gleichzeitig waren immer weniger Studierende in der Lage, Abstand zu den Belastungen des Studiums zu gewinnen, lernten zum Beispiel Tage und Wochen am Stück ohne große Pausen, und liefen dadurch vermehrt Gefahr auszubrennen. Je ausgeprägter dieses Lernverhalten war, desto ausgeprägter waren Stresssymptome der Studierenden.

Die Schlussfolgerung der Erlanger Forscher: 

 „Wer angehenden Ärzten beibringt, die Gesundheit von Patienten zu steuern, muss ihnen auch beibringen, den eigenen Stress zu managen.“ Schließlich müssen sich Mediziner bereits von Anfang an im Studium und auch später im Beruf großen psychischen Belastungen stellen.

Wie wirkungsvoll bestimmte Stressbewältigungstechniken sind, haben die FAU-Mediziner in einer weiteren Studie untersucht. Dabei erhielten Studierende im Rahmen eines Wahlfaches Einführungen in die Anwendung von Entspannungstechniken wie zum Beispiel Autogenem Training und Progressiver Muskelentspannung. Ziel war es, den Studierenden diese Techniken so lehren, dass sie sie selbstständig und regelmäßig anwenden können.  

Die Ergebnisse waren eindeutig: Die mentale Befindlichkeit der Teilnehmer besserte sich nach Kursabschluss deutlich.

„Obwohl an unseren Studien nur Studierende der Universität Erlangen-Nürnberg teilgenommen haben, sind unsere Ergebnisse auch auf andere Universitäten übertragbar, zumal internationale und an anderen deutschen Hochschulstandorten durchgeführte Studien durchaus vergleichbare Resultate erbrachten“, erklärt Professor Scholz.

Aufgrund ihrer Ergebnisse planen die Forscher, ein Wahlfach zum Erlernen von Entspannungstechniken zur Stressbewältigung für Medizinstudierende ab dem nächsten Wintersemester regelmäßig anzubieten.


Medizin am Abend DirektKontakt 

Prof. Dr. Michael Scholz
Tel.: 09131/85-26745
michael.scholz@fau.de
Dr. Susanne Langer
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Burn-out: Licht-Therapie-Sitzung mit 10.000 Lux

Gut gegen Burn-out: Forscherin der Uni Graz untersucht Auswirkungen von
Licht auf die Psyche

Fehlendes Licht kann zu einer depressiven Stimmung führen. „Die geringe
Lichtmenge in der dunklen Jahreszeit kann auch der Auslöser für eine
Herbst-Winter-Depression sein“, erklärt Univ.-Prof. DDr. Elisabeth Weiss
vom Institut für Psychologie der Karl-Franzens-Universität Graz.
Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, schlechte Konzentration und mehr
Appetit sind Symptome. In den vergangenen Jahren ist auch das Burn-out in
den Fokus der Forschung gerückt, nun liegen erste Ergebnisse vor. Ähnlich
wie bei der Depression wirkt sich auch bei Burnout-PatientInnen das Licht
positiv auf Erschöpfung und die Stimmung aus, fand Weiss heraus.

Immer mehr Menschen kommen mit den stetig steigenden Anforderungen im
Berufsleben nicht zurecht, klagen über Belastungen und zeigen
Erschöpfungssymptome. „Diese Belastungen führen zu einem psychischen
Ausbrennen“, weiß die Psychologin. Burn-out ließe sich, so die Expertin,
nur schwer von einer Depression unterscheiden; es gebe keine klar
definierten Kriterien, nach denen diese Krankheit zu klassifizieren sei.
Naheliegend ist daher, eine ähnliche Therapieform einzusetzen. Erste
Studien an der Uni Graz haben nun gezeigt, dass Licht sehr gut gegen Burn-
out wirkt:

Es regt die Produktion von Serotonin im Gehirn an und lässt den
Melatonin-Spiegel sinken – ist er tagsüber erhöht, sorgt  für Müdigkeit
und nachts für Schlafstörungen.

„Es gibt nachweislich Veränderungen auf der Neurotransmitter-Ebene. So ist die antidepressive Wirkung zu erklären“, sagt Weiss.

Ein Erfolg kann bereits bei einer halbstündigen Licht-Therapie-Sitzung mit 10.000 Lux – das entspricht einem bewölkten Tag draußen – erzielt werden. Bei der Behandlung von demenziellen Erkrankungen wird diese Therapieform bereits erfolgreich eingesetzt.

Beste Beispiele für Umsetzungen findet man etwa vermehrt in Altersheimen und geriatrischen Stationen, die zunehmend auf natürliches oder künstliches Licht mit sehr hellem Spektrum zur therapeutischen Unterstützung setzen.

Medizin am Abend DirektKontakt 

Karl-Franzens-Universität Graz, Mag. Gudrun Pichler
Telefon: 43 (0) 316 / 380-1019
Fax: 43 (0) 316 / 380-9039
E-Mail-Adresse: gudrun.pichler@uni-graz.at