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Studienkoordination/Studienlabor Prof. Dr. med. Christian Drosten Institut für Virologie Charité – Universitätsmedizin Berlin / https://kinderarztpraxis-st-hedwig.de/doctor/dr-kai-sostmann/

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: SARS-CoV-2 KIDS-Studie: Große multizentrische Studie mit Kindern und Jugendlichen

Eine Studie, zwei Ziele: Medizin am Abend Berlin ZusatzFachHinweis: Kinderarzt

Realistische Einschätzung, wie viele Kinder tatsächlich infiziert sind / Verlauf der Virusverbreitung über das Jahr hinweg 

Erhebung zur besseren Einschätzung, wie viele Kinder tatsächlich mit SARS-CoV-2 infiziert sind.
Erhebung zur besseren Einschätzung, wie viele Kinder tatsächlich mit SARS-CoV-2 infiziert sind
 
  • Die Kinderklinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) hat eine große bundesweite Studie mit Kindern und Jugendlichen initiiert, die eine verlässliche Aussage darüber erlauben soll, wie hoch der Anteil der mit dem SARS-CoV-2 Virus Infizierten in dieser Bevölkerungsgruppe tatsächlich ist – und wie er sich im Laufe eines Jahres entwickelt.
  • Die Infektion mit SARS-CoV-2 verläuft bei Kindern und Jugendlichen vergleichsweise harmlos, häufig sogar ganz ohne Symptome – dies zeigen die aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen einhellig. 
  • Im Umkehrschluss gehen die Wissenschaftler davon aus, dass eine hohe Zahl an Infektionen in diesem Alter unentdeckt bleibt.

Für das Verständnis der Virus-Epidemiologie, auf deren Basis wichtige Entscheidungen über Schutzmaßnahmen getroffen werden, ist aber eine belastbare Einschätzung darüber, wie groß der Anteil an Infizierten in der Bevölkerung insgesamt sowie in bestimmten Altersgruppen ist, maßgeblich. Bislang gibt es jedoch kaum Informationen zu relevanten epidemiologischen Kenngrößen der Coronavirus-Infektion bei Kindern.

  • Für die von Mannheim aus geleitete prospektive Studie wurden 14 Kinderkliniken in ganz Deutschland ausgewählt. 

Ihre Aufgabe ist es, ihre Patienten als Probanden zu gewinnen:

Das Blut von Kindern und Jugendlichen, das aufgrund anderer Indikationen ohnehin entnommen wird, soll zusätzlich auf spezifische SARS-CoV-2 Antikörper getestet werden – selbstverständlich mit deren Zustimmung und anonymisiert.

Insgesamt 1.500 Proben sollen jeden Monat in den 14 Kliniken gesammelt und im Institut des Virologen Professor Dr. Christian Drosten, an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, auf Antikörper gegen das Coronavirus getestet werden. Über den Zeitraum der Studie werden somit voraussichtlich Daten von mehr als 18.000 Kindern ausgewertet. Die Daten geben Auskunft über die Verbreitung des Virus und die Viruszirkulation und beschreiben den Jahresverlauf der Pandemie bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Die bundesweite Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 500.000 Euro finanziert. Initiiert wurde die Studie von Professor Dr. Horst Schroten, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der UMM, eines der größten universitären Zentren für Kinderinfektiologie in Deutschland.

Die Studie wird außerdem von zwei weiteren ausgewiesenen Experten getragen: dem Virologen Professor Dr. Christian Drosten, der die Blutproben analysiert, und dem Epidemiologen Professor Dr. Rüdiger von Kries, MSc, vom Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Ludwigs-Maximilians-Universität München, der die Daten auswertet.

Für die Kinder bedeutet die Studie keine Belastung, da nicht extra Blut abgenommen werden muss. Gleichzeitig sorgt das Studiendesign für maximal unabhängige Daten:

„Da wir bei der Akquise der Probanden keinen Einfluss nehmen, sondern die möglichen Probanden quasi zufällig in unseren Kliniken vorfinden, erwarten wir sehr repräsentative Ergebnisse“, erläutert Professor Schroten.

Die an der Studie Beteiligten hoffen, dass die Daten dazu beitragen werden, auch Voraussagen über den zukünftigen Pandemieverlauf treffen zu können.

Die Studie: Seroprävalenz von SARS-CoV-2 (COVID-19) bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren in Deutschland: Zeitreihe in Sentinel Kinderkliniken

Ärztliche Studienleitung
Prof. Dr. med. Horst Schroten
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsmedizin Mannheim

Datenzentrale und statistische Auswertung
Prof. Dr. med. Rüdiger von Kries, MSc
Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin
Ludwig-Maximilians-Universität München

Studienkoordination/Studienlabor
Prof. Dr. med. Christian Drosten
Institut für Virologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com











Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Prof. Dr. med. Horst Schroten
Universitätsmedizin Mannheim
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim
Tel. +49 621 383-2248
horst.schroten@umm.de

Dr. Eva Maria Wellnitz Medizinischen Fakultät Universitätsmedizin Mannheim
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim
Deutschland
Baden-Württemberg

Telefon: 0621 / 383-71115
Fax: 0621 / 383-71103
E-Mail-Adresse: eva.wellnitz@medma.uni-heidelberg.de


360°TOP-Hinweis: Biomarker für Mutationsstatus bei Darmtumoren

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Blutentnahme genügt: Optimale Therapieplanung bei Darmkrebs

Seit dem 1.12. ist es deutschlandweit erstmalig möglich, den Mutationsstatus von Darmtumoren anhand einer einfachen Blutprobe zu bestimmen. Das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum setzt als erstes deutsches Kompetenzzentrum einen neu entwickelten RAS-Biomarkertest in der Darmkrebstherapie ein. Seine Relevanz für die gezielte Behandlung der Patienten ist in einer Studie der RUB bestätigt worden. Das blutbasierte Verfahren verspricht nach Ansicht der Ärzte des Knappschaftskrankenhauses Bochum um Prof. Wolff Schmiegel viel: Es ist einfach, schnell und ermöglicht mehr Patienten eine personalisierte, maßgeschneiderte Therapie.

Biomarker zeigt Mutationsstatus an.

Liquid Biopsy: Arbeit mit dem neuen Flüssigbiopsie-Verfahren
Liquid Biopsy: Arbeit mit dem neuen Flüssigbiopsie-Verfahren © Andreas Beyna, UK Knappschaftskrankenhaus Bochum
 

Der OnkoBEAM-Test wurde von Sysmex Inostics entwickelt. Die Validierungsstudie erfolgte im Rahmen des Wissenschaftsprogramms der Landesförderung P.U.R.E. (Protein Research Unit Ruhr within Europe) in Zusammenarbeit mit Sysmex Inostics und Merck Serono. Am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus setzen die Forscher den blutbasierten Test nun bei Patienten ein, die eine Darmkrebserkrankung im fortgeschrittenem Stadium aufweisen.

  • Der Test zeigt den Mutationsstatus des RAS-Gens an. Dieses RAS-Gen spielt eine zentrale Rolle bei der Kontrolle des Wachstums der Krebszellen und ist entscheidend bei der Auswahl der gezielten Therapie.
„Liquid Biopsy“ als Ergänzung zur Gewebebiopsie

Als derzeitiger Goldstandard zur Bestimmung des RAS-Status gilt die Untersuchung der Gewebeprobe durch einen Pathologen. OncoBEAM ist ein nicht-invasives Verfahren, das als nützliche Ergänzung zu herkömmlichen Gewebebiopsien oder chirurgischen Eingriffen dienen kann.

Frühe Hinweise bei laufender Therapie

Die Bestimmung des Mutationsstatus aus dem Blut ist ein wichtiges Werkzeug, das derzeit in klinischen Studien beim Patientenmonitoring erprobt wird. Dies würde in Zukunft eine nicht-invasive Überwachung des RAS-Mutationsstatus während der laufenden Therapie ermöglichen.

  • Erste Studienergebnisse zeigen, dass RAS-Mutationen vor allem unter der Behandlung mit EGFR (Epidermal Growth Factor–Rezeptor)-Antikörpern neu auftreten können.  

  • Die neue Mutationsdiagnose könnte somit zusätzlich einen frühen Hinweis darauf liefern, die Therapie dem veränderten Tumorprofil anzupassen bzw. entsprechend umzustellen, diese wird derzeit weiter überprüft.

Dies ist auch dann sinnvoll einsetzbar, wenn keine Tumorgewebeprobe entnommen werden kann. „Damit können wir die wirkungsvolle Antikörper-Therapie gegen den EGFR auch bei Patienten in Erwägung ziehen, bei denen die Bestimmung des RAS-Mutationsstatus aufgrund von fehlendem oder unzureichendem Gewebematerial bisher nicht möglich war“, erläutert Dr. Alexander Baraniskin vom Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum.

  • Der Einsatz von Antikörpern gegen EGFR gehört zur modernen gezielten Therapie bei Patienten mit metastasiertem Darmkrebs.

Auf der Suche nach dem prädiktiven Marker

  • Die Bochumer Ärzte orientieren sich mehr und mehr in Richtung einer personifizierten, individuellen Darmkrebstherapie. 

Um diese langfristig in den klinischen Alltag zu integrieren, müssen die Forscher so genannte prädiktive Marker für einzelne Therapien finden, die dem Arzt Informationen darüber liefern, ob eine bestimmte Behandlung bei einem Patienten voraussichtlich wirken wird. „Die Bestimmung des RAS-Mutationsstatus ist ein solch prädiktiver Biomarker für den Einsatz von Antikörpern gegen den EGF-Rezeptor“, so Dr. Baraniskin.

Prädiktive Biomarker bei Darmkrebs zu identifizieren, zu validieren und klinisch zu erproben ist ein Forschungsschwerpunkt am Universitätsklinikum der RUB am Standort Knappschaftskrankenhaus Bochum. Unter der Leitung von Prof. Wolff Schmiegel wird der Schwerpunkt insbesondere von der Landesförderung P.U.R.E. getragen.


RUB-Forscher mit dem neuen Testgerät (v. l.): Dr. Susanne Klein-Scory, Dr. Alexander Baraniskin und Prof. Dr. Wolff Schmiegel am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum






  RUB-Forscher mit dem neuen Testgerät (v. l.): Dr. Susanne Klein-Scory, Dr. Alexander Baraniskin und Prof. Dr. Wolff Schmiegel am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum
© Andreas Beyna, UK Knappschaftskrankenhaus Bochum


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

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Prof. Dr. med. Wolff Schmiegel
Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum
Tel. 0234/299-3401
meduni-kkh@ruhr-uni-bochum.de

Dr. med. Alexander Baraniskin
Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum,
Tel. 0234/299-80193
alexander.baraniskin@ruhr-uni-bochum.de
Jens Wylkop M.A. Ruhr-Universität Bochum

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.kk-bochum.de/Inhalt/Kliniken_Zentren_Bereiche/Kliniken/Medizinische_K...

Medizinische Klinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum