Pro Bono - CHEFÄRZTLICHE - OA- FACHÄRZTLICHE SPRECHSTUNDEN / VISITEN / UNTERSUCHER/KGP STUDIEN KOLLEG / Frühe Fallfindung - : Advence Care Planning // Patientenzentriert denken, organisieren und handeln Patienten + Mediziner + Medizinische Einsatz-Team (MET): Behandlungsvertrag mit Veränderbarkeit: "Fit for the Aged": Ändern–Verändern– Medizinisches Wissenziel 2026: Wissen teilen, Gesundheit stärken MaAB/DGK/NAKO/BAGPH/ASB/VDK/Ver.di/ www.KORRESPONDENTEN.com + www.DIPLO.NEWS
PICS Ambulanz
BG Klinken - Post-COVID-Programm
medpoint - Fortbildungskalendar
Was hab ich?
SCD Deutschland
discharge
Anamnese- und Untersuchungsbogen
Diagnostische Pfade
Gesundheits-App
Nach der Generali, die über eine Gesundheits-App Kunden-Daten zu
Fitness, Ernährung und Lebensstil sammeln will, denkt auch die
Ergo-Versicherung über neue Versicherungsprodukte nach. "Ich kann mir
auch bei Ergo vorstellen, dass wir Produkte verhaltensabhängig
kalkulieren", sagte Vorstandschef Torsten Oletzky dem Tagesspiegel
(Montagausgabe).
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/ergo-chef-torsten-oletzky-wir-haben-ein-image-problem/11052832.html
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Wirtschaftsredaktion, Telefon: 030/29021-14606 Der Tagesspiegel Chefin vom Dienst Patricia Wolf Telefon: 030-29021 14013 cvd@tagesspiegel.de
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360° MFA - Thema zur Diskussion: E - Zigaretten
Formaldehyd in E-Zigaretten - wie groß ist die Gefahr wirklich?
"E-Zigaretten enthalten Wissenschaftlern zufolge mitunter mehr krebserregende Stoffe als klassischer Tabak", heißt es in der Pressemitteilung von AFP.
Kürzlich veröffentlichte das japanische Gesundheitsministerium Studienergebnisse, die nahelegten, E-Zigaretten seien gesundheitlich bedenklicher als bisher angenommen. Obgleich diese höheren Werte lediglich für ein einziges Kanzerogen in dem Produkt einer einzigen Marke festgestellt wurden, griffen viele Medien die Meldung umgehend auf und berichteten von der generell höheren Gefahr durch E-Zigaretten. Hierbei handelt es sich jedoch um Daten, die aus dem Kontext gerissen wurden und die Faktenlage falsch darstellen. Aus diesem Grund wollen wir durch mr-smoke.de Aufklärung betreiben und die genannten Daten ins rechte Licht rücken.
Tatsächlich geht es aber nur um ein einziges Kanzerogen: Formaldehyd. Das japanische Forscherteam habe bei einem E-Zigaretten-Hersteller 1600 Mikrogramm Formaldehyd auf 15 Züge nachweisen können, erklärt Prof. Naoki Kunugita. In der Tat läge dieser Wert deutlich höher als die ca. 200 Mikrogramm bis 800 Mikrogramm pro Tabakzigarette, die 2008 von einem kanadischen Forscherteam erhoben wurden. Dieser hohe Wert ist jedoch irreführend. Bei allen anderen getesteten E-Zigaretten in der japanischen Studie lag der höchste Formaldehyd-Wert bei lediglich 34 Mikrogramm, also weit unter den postulierten 1600 Mikrogramm und auch weit unter den 200 Mikrogramm bei Tabakzigaretten.
Der Durchschnitt aller getesteten E-Zigaretten soll sogar bei 4,2 Mikrogramm gelegen haben - also weit unterhalb der Werte von Tabakzigaretten. Die Behauptung, dass E-Zigaretten generell mehr Kanzerogene enthielten als Tabakzigaretten, ist also eindeutig falsch.
Über smoke.de
Seit 2011 vertreibt der Onlinehändler Mr-Smoke in seinem Shop unter www.mr-smoke.de hochwertige E-Zigaretten, Liquids und entsprechendes Zubehör. Angeboten werden nur Produkte in höchster Qualität von Marktführern wie Joyetech, Kangertech, Aspire, Flavourart und aus eigener Produktion von SC. Kunden bietet die Webseite umfangreiche Informationen, Tipps und Anleitungen rund um das Thema E-Zigaretten und Dampfen.
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Mr-Smoke.de ist ein Projekt von: Neoclicks GmbH & Co. KG Dustin Dahlmann Mail: dustin.dahlmann@mr-smoke.de
Phone +49 (0) 40 228 687 73
Wachstumshormon Genotropin aus Bundesmitteln finanziert
An der Sporttraumatologischen Spezialambulanz in Freiburg wurde laut
Bundesministerium des Innern (BMI) auch mit dessen Fördergeldern das
Wachstumshormon Genotropin angeschafft. Das geht aus internen Vermerken
in BMI-Unterlagen hervor, die die ARD-Sportschau und die WDR-Sendung
sport inside im Zuge einer Recherche eingesehen haben. Das BMI selbst
hielt im Jahr 1999 den brisanten Vorgang um den Leiter der
Spezialambulanz, Armin Klümper, fest. In einem Vermerk heißt es, "dass
Klümper nachweislich im Jahre 1992 für ca. 9000,- DM aus Fördermitteln
des BMI Genotropin angeschafft und wohl verabreicht hat". Dazu wollte
sich das BMI über die Akteneinsicht hinaus nicht äußern.
Konkret ging es um den Fall der Hürdensprinterin Birgit Hamann. Zwischen 1994 und 1996 soll ihr Klümper 15 Mal Genotropin verabreicht haben. Die Athletin hatte ihren Fall 1997 selbst öffentlich gemacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen Klümper wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Sie ging davon aus, dass er der Athletin das Wachstumshormon ohne ihr Wissen gespritzt hatte. Auch das BMI stellte daraufhin Untersuchungen an, allerdings nur intern.
Insgesamt, so geht aus den eingesehenen BMI-Unterlagen hervor, unterstützte das Ministerium Klümpers Sporttraumatologie zwischen 1980 und 1996 mit 1,2 Millionen Mark. Die Fördermittel für die Spezialambulanz flossen über den Deutschen Sportbund (DSB) ohne konkrete Zweckbestimmung zum Verein "Bundesleistungszentrum Freiburg-Herzogenhorn e.V.". Klümper konnte über dieses Geld des Vereins frei verfügen. Welche genaue Summe aus den BMI-Mitteln für die Anschaffung von Dopingpräparaten ausgegeben wurde, ist nicht dokumentiert. Das BMI verzichtete auf eine detaillierte Rekonstruktion der Vorgänge. Klümper, der in Südafrika lebt, verweigerte sich einer Kontaktaufnahme für eine Stellungnahme.
Medizin am Abend DirektKontakt
Kristina Bausch Tel. 0172 253 0028
Konkret ging es um den Fall der Hürdensprinterin Birgit Hamann. Zwischen 1994 und 1996 soll ihr Klümper 15 Mal Genotropin verabreicht haben. Die Athletin hatte ihren Fall 1997 selbst öffentlich gemacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen Klümper wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Sie ging davon aus, dass er der Athletin das Wachstumshormon ohne ihr Wissen gespritzt hatte. Auch das BMI stellte daraufhin Untersuchungen an, allerdings nur intern.
Insgesamt, so geht aus den eingesehenen BMI-Unterlagen hervor, unterstützte das Ministerium Klümpers Sporttraumatologie zwischen 1980 und 1996 mit 1,2 Millionen Mark. Die Fördermittel für die Spezialambulanz flossen über den Deutschen Sportbund (DSB) ohne konkrete Zweckbestimmung zum Verein "Bundesleistungszentrum Freiburg-Herzogenhorn e.V.". Klümper konnte über dieses Geld des Vereins frei verfügen. Welche genaue Summe aus den BMI-Mitteln für die Anschaffung von Dopingpräparaten ausgegeben wurde, ist nicht dokumentiert. Das BMI verzichtete auf eine detaillierte Rekonstruktion der Vorgänge. Klümper, der in Südafrika lebt, verweigerte sich einer Kontaktaufnahme für eine Stellungnahme.
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Alljährlich wiederkehrende Aktions- und Thementage – Auswahl für das Jahr 2015
Medizin am Abend Themenvorschläge für 2015
http://www.bundestag.de/blob/342618/1b8351a775b8e07db9339b31374f879c/aktions_und_thementage_2015-data.pdfThemenvorschläge
Herztransplantationszentrum
Das Transplantationszentrum im Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW),
Bad Oeynhausen, ist in dieser Woche von einer Prüfungskommission der
Bundesärztekammer an zwei Tagen umfassend im Bereich der
Herztransplantationen kontrolliert worden. Die siebenköpfige Delegation,
bestehend aus Transplantationsexperten und Vertretern der
Bundesärztekammer sowie einem Vertreter des Landes NRW, hatte dabei keine
Beanstandungen gefunden. Ausdrückliches Lob hat die Universitätsklinik für
die sehr gute und transparente Organisation des Transplantationsprogrammes
unter Oberarzt Uwe Schulz erhalten.
„Unsere Patienten vor und nach einer Transplantation können sicher sein,
dass in Bad Oeynhausen im Verfahren um die Vergabe von Spenderorganen kein
Missbrauch betrieben wurde“, betonte Prof. Dr. Jan Gummert, Ärztlicher
Direktor des HDZ NRW und Chefarzt der Klinik für Thorax- und
Kardiovaskularchirurgie. Dieses gute Ergebnis sei eine erneute Bestätigung
für das im HDZ NRW seit Jahren bewährte Acht-Augen-Prinzip. Diese Regelung
sorge bei Herz- und Lungentransplantationen dafür, dass regelkonform
gearbeitet werde.
Mit bisher über 2.100 Herztransplantationen seit 1989 ist das Herz- und
Diabeteszentrum NRW das mit Abstand führende Herztransplantationszentrum
in Europa. In 2014 sind bereits 79 Herzen bei Kindern, Jugendlichen und
Erwachsenen transplantiert worden. Die von Prof. Gummert geleitete Klinik
für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie ist die größte Herzchirurgische
Klinik in Deutschland, in der sämtliche Operationsverfahren durchgeführt
werden. Herztransplantationen bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen
führt das Kinderherzzentrum im HDZ NRW unter Chefarzt Dr. Eugen Sandica
durch.
Gemäß § 12 des Transplantationsgesetzes haben der Spitzenverband der
Gesetzlichen Krankenkassen, die Bundesärztekammer und die Deutsche
Krankenhausgesellschaft eine Prüfungskommission errichtet. Diese ist
organisatorisch an die Bundesärztekammer angebunden. Die Kommission prüft
das sogenannte Allokationsverfahren, d.h. die Vermittlungsentscheidung der
Vermittlungsstelle (Eurotransplant) und der Transplantationszentren. Das
Bad Oeynhausener Transplantationszentrum hat dazu alle erforderlichen
Informationen zur Verfügung gestellt. Die Kommission ist verpflichtet,
etwaige Verstöße an die zuständigen Behörden der Länder weiterzuleiten.
„Die Zurückhaltung bei der allgemeinen Organspendebereitschaft trifft bei
uns aktuell 220 Patienten, die auf ein Herz oder eine Lunge warten“,
betont Gummert. „Das sind Menschen, denen wir in ihrer Situation dringend
helfen könnten, wenn genügend Spenderorgane zur Verfügung stehen würden.
Es sterben einfach noch zu viele Menschen auf der Warteliste.“
---
Das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad
Oeynhausen, ist ein international anerkanntes Zentrum zur Behandlung von
Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen. Mit 37.000 Patienten pro Jahr,
davon 15.000 in stationärer Behandlung, ist das HDZ NRW ein führendes
Spezialklinikum in Europa. Unter einem Dach arbeiten vier
Universitätskliniken und Institute seit 30 Jahren interdisziplinär
zusammen. Das HDZ NRW ist Universitätsklinik und zugleich Akademisches
Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum.
In der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie des HDZ NRW unter
der Leitung von Prof. Dr. med. Jan Gummert werden jährlich mehr als 3.800
Patienten am offenen Herzen und den herznahen Gefäßen operiert. Die Klinik
ist deutschlandweit führend in den Bereichen Herzklappenoperationen,
Herztransplantationen, Kunstherzimplantationen sowie Herzschrittmacher-/
ICD-Eingriffe. Seit 1989 wurden hier mehr als 3.000
Herzunterstützungssysteme implantiert. Mit 75 Herztransplantationen in
2013 (gesamt: über 2.100) ist die Klinik das bundesweit größte
Herztransplantationszentrum. Zu den weiteren Schwerpunkten der Klinik
zählen die minimalinvasive Klappenchirurgie und die Bypasschirurgie am
schlagenden Herzen.
Medizin am Abend DirektKontakt
Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Anna Reiss
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 / 97 1955
Fax 05731 / 97 2028
Bad Oeynhausen, ist in dieser Woche von einer Prüfungskommission der
Bundesärztekammer an zwei Tagen umfassend im Bereich der
Herztransplantationen kontrolliert worden. Die siebenköpfige Delegation,
bestehend aus Transplantationsexperten und Vertretern der
Bundesärztekammer sowie einem Vertreter des Landes NRW, hatte dabei keine
Beanstandungen gefunden. Ausdrückliches Lob hat die Universitätsklinik für
die sehr gute und transparente Organisation des Transplantationsprogrammes
unter Oberarzt Uwe Schulz erhalten.
„Unsere Patienten vor und nach einer Transplantation können sicher sein,
dass in Bad Oeynhausen im Verfahren um die Vergabe von Spenderorganen kein
Missbrauch betrieben wurde“, betonte Prof. Dr. Jan Gummert, Ärztlicher
Direktor des HDZ NRW und Chefarzt der Klinik für Thorax- und
Kardiovaskularchirurgie. Dieses gute Ergebnis sei eine erneute Bestätigung
für das im HDZ NRW seit Jahren bewährte Acht-Augen-Prinzip. Diese Regelung
sorge bei Herz- und Lungentransplantationen dafür, dass regelkonform
gearbeitet werde.
Mit bisher über 2.100 Herztransplantationen seit 1989 ist das Herz- und
Diabeteszentrum NRW das mit Abstand führende Herztransplantationszentrum
in Europa. In 2014 sind bereits 79 Herzen bei Kindern, Jugendlichen und
Erwachsenen transplantiert worden. Die von Prof. Gummert geleitete Klinik
für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie ist die größte Herzchirurgische
Klinik in Deutschland, in der sämtliche Operationsverfahren durchgeführt
werden. Herztransplantationen bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen
führt das Kinderherzzentrum im HDZ NRW unter Chefarzt Dr. Eugen Sandica
durch.
Gemäß § 12 des Transplantationsgesetzes haben der Spitzenverband der
Gesetzlichen Krankenkassen, die Bundesärztekammer und die Deutsche
Krankenhausgesellschaft eine Prüfungskommission errichtet. Diese ist
organisatorisch an die Bundesärztekammer angebunden. Die Kommission prüft
das sogenannte Allokationsverfahren, d.h. die Vermittlungsentscheidung der
Vermittlungsstelle (Eurotransplant) und der Transplantationszentren. Das
Bad Oeynhausener Transplantationszentrum hat dazu alle erforderlichen
Informationen zur Verfügung gestellt. Die Kommission ist verpflichtet,
etwaige Verstöße an die zuständigen Behörden der Länder weiterzuleiten.
„Die Zurückhaltung bei der allgemeinen Organspendebereitschaft trifft bei
uns aktuell 220 Patienten, die auf ein Herz oder eine Lunge warten“,
betont Gummert. „Das sind Menschen, denen wir in ihrer Situation dringend
helfen könnten, wenn genügend Spenderorgane zur Verfügung stehen würden.
Es sterben einfach noch zu viele Menschen auf der Warteliste.“
---
Das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad
Oeynhausen, ist ein international anerkanntes Zentrum zur Behandlung von
Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen. Mit 37.000 Patienten pro Jahr,
davon 15.000 in stationärer Behandlung, ist das HDZ NRW ein führendes
Spezialklinikum in Europa. Unter einem Dach arbeiten vier
Universitätskliniken und Institute seit 30 Jahren interdisziplinär
zusammen. Das HDZ NRW ist Universitätsklinik und zugleich Akademisches
Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum.
In der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie des HDZ NRW unter
der Leitung von Prof. Dr. med. Jan Gummert werden jährlich mehr als 3.800
Patienten am offenen Herzen und den herznahen Gefäßen operiert. Die Klinik
ist deutschlandweit führend in den Bereichen Herzklappenoperationen,
Herztransplantationen, Kunstherzimplantationen sowie Herzschrittmacher-/
ICD-Eingriffe. Seit 1989 wurden hier mehr als 3.000
Herzunterstützungssysteme implantiert. Mit 75 Herztransplantationen in
2013 (gesamt: über 2.100) ist die Klinik das bundesweit größte
Herztransplantationszentrum. Zu den weiteren Schwerpunkten der Klinik
zählen die minimalinvasive Klappenchirurgie und die Bypasschirurgie am
schlagenden Herzen.
Medizin am Abend DirektKontakt
Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
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Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 / 97 1955
Fax 05731 / 97 2028
Pflege-TÜV: Medizinisch-pflegerische Versorgung bis hin zum Pflegestärkungsgesetz
Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, hat die Forderung des Patientenbeauftragten der Bundesregierung,
Karl-Josef Laumann (CDU), nach einer umgehenden Aussetzung des
Pflege-TÜV`s zurückgewiesen. "Einen Stopp der Checks halte ich für
falsch", sagte Lauterbach der "Saarbrücker Zeitung" (Samstag-Ausgabe).
Es stimme zwar, dass die Benotung nicht gut funktioniere. Aber sie sei auch nicht wertlos. "Manche Missstände in Heimen wurden dadurch schon aufgedeckt. Deshalb kann es nicht darum gehen, populistisch etwas abzuschaffen, sondern den Pflege-TÜV so schnell wie möglich zu verbessern", erklärte Lauterbach. Es müsse Schluss damit sein, bei der Benotung Wichtiges mit Unwichtigem verrechnen zu können. "Die medizinisch-pflegerische Versorgung muss im Mittelpunkt stehen und nicht die Frage, wie viele Feste ein Heim veranstaltet", sagte der SPD-Politiker. Er gehe davon aus, dass man hier im nächsten Jahr zu einer Lösung komme.
Laumann hatte den Pflege-TÜV vor wenigen Tagen als irreführend bezeichnet und die Aussetzung der Veröffentlichung der bisherigen Pflegenoten verlangt.
Medizin am Abend Hintergrund:
VdK-Petition für eine große Pflegereform am 1.12. im Bundestag
In den Ministergärten 4 - 10117 Berlin
Der VdK bei Twitter: http://www.twitter.com/VdK_Deutschland
Es stimme zwar, dass die Benotung nicht gut funktioniere. Aber sie sei auch nicht wertlos. "Manche Missstände in Heimen wurden dadurch schon aufgedeckt. Deshalb kann es nicht darum gehen, populistisch etwas abzuschaffen, sondern den Pflege-TÜV so schnell wie möglich zu verbessern", erklärte Lauterbach. Es müsse Schluss damit sein, bei der Benotung Wichtiges mit Unwichtigem verrechnen zu können. "Die medizinisch-pflegerische Versorgung muss im Mittelpunkt stehen und nicht die Frage, wie viele Feste ein Heim veranstaltet", sagte der SPD-Politiker. Er gehe davon aus, dass man hier im nächsten Jahr zu einer Lösung komme.
Laumann hatte den Pflege-TÜV vor wenigen Tagen als irreführend bezeichnet und die Aussetzung der Veröffentlichung der bisherigen Pflegenoten verlangt.
Medizin am Abend Hintergrund:
VdK-Petition für eine große Pflegereform am 1.12. im Bundestag
„Unsere Petition für eine große Pflegereform
ist ein deutliches Signal an die politisch Verantwortlichen,
endlich im Sinne der Pflegebedürftigen ein nachhaltiges Gesetz
auf den Weg zu bringen“, so Ulrike Mascher, Präsidentin
des Sozialverbands VdK Deutschland. Am 1. Dezember wird im
Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages die Petition des
Sozialverbands VdK beraten, die dieser im Zuge seiner Kampagne
„Große Pflegereform – jetzt!“ eingereicht
hatte.
200.000 Menschen hatten schriftlich und online die VdK-Petition
für ein Gesetz unterzeichnet, das die Pflegeversicherung
endlich einer echten grundlegenden Reform unterziehen soll. In der
Petition heißt es: „Der Deutsche Bundestag möge
eine Reform beschließen, die auf der Grundlage eines neuen
Pflegebedürftigkeitsbegriffs den Hilfebedarf eines Menschen
ganzheitlich, also unter Einbeziehung von seelischen, geistigen und
körperlichen Einschränkungen, beurteilt.“ Denn
bisher erhalten Demenzkranke kaum Pflegeleistungen. Auch wenn sie
häufig 24 Stunden am Tag Betreuung benötigen, passen sie
aufgrund ihrer eher geistigen als körperlichen
Einschränkungen nicht in das jetzige System der Pflegestufen.
„Angesichts einer deutlichen Zunahme von Demenzerkrankungen
in einer älter werdenden Gesellschaft ist dieser Zustand
unhaltbar – für die Erkrankten wie für deren
Angehörige“, erklärt Mascher und fordert
konkret:
• eine neue Definition von Pflegebedürftigkeit
• mehr Pflegeleistungen für Menschen mit Demenz
• frühe Hilfen bei beginnender Pflegebedürftigkeit
• mehr Entlastung und bessere soziale Absicherung für pflegende Angehörige
• bessere Betreuung im Pflegeheim durch mehr Pflegepersonal
• Stärkung der häuslichen Versorgung für alle Pflegebedürftigen
• Stärkung von Prävention und Rehabilitation
• eine ganzheitlichere und bedarfsgerechtere Pflege
• mehr Pflegeleistungen für Menschen mit Demenz
• frühe Hilfen bei beginnender Pflegebedürftigkeit
• mehr Entlastung und bessere soziale Absicherung für pflegende Angehörige
• bessere Betreuung im Pflegeheim durch mehr Pflegepersonal
• Stärkung der häuslichen Versorgung für alle Pflegebedürftigen
• Stärkung von Prävention und Rehabilitation
• eine ganzheitlichere und bedarfsgerechtere Pflege
„Das verabschiedete Pflegestärkungsgesetz reicht
trotz kleinerer Verbesserungen nicht aus“, betont die
VdK-Präsidentin. „Zwei wichtige Aspekte unseres
Kampagnenmottos wurden darin nicht berücksichtigt“,
erklärt Mascher weiter, „die Wörter
‚groß‘ und ‚jetzt‘“.
Insbesondere die neuerliche Erprobung des
Pflegebedürftigkeitsbegriffs bezeichnet sie als
„unverständlich und überflüssig“. Es sei
zu befürchten, dass sich aufgrund dieser Verzögerungen
grundlegende Verbesserungen für Demenzkranke kaum noch in
dieser Legislaturperiode umsetzen lassen. Mascher: „Ein
wichtiger Schritt ist nun die Anhörung unseres Anliegens im
Petitionsausschuss des Bundestages. Wir fühlen uns durch den
großen Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger für
unsere Kampagne ‚Große Pflegereform –
jetzt!‘ bestätigt. Sie wollen zügig umfangreiche
Verbesserungen für Pflegebedürftige und pflegende
Angehörige.“
Medizin am Abend DirektKontaktCornelia Jurrmann
In den Ministergärten 4 - 10117 Berlin
Telefon 030 72629-0400
Telefax 030 72629-0499
www.vdk.de
Präsidentin Ulrike Mascher
Amtsgericht Bonn - VR2096
Der VdK bei Twitter: http://www.twitter.com/VdK_Deutschland
Der VdK bei Facebook: http://www.facebook.com/VdK.Deutschland
MRSA-Infektionen und das DGKH - Krankenhaus - Schwarzbuch 2015
Strenge gesetzliche Meldepflichten, mehr Geld und Personal für
Hygiene, MRSA-Keimtests bei allen stationären Neuaufnahmen. Experten
fordern eine massive Verschärfung des Infektionsschutzes in deutschen
Kliniken. "Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um resistente Erreger
in den Griff zu bekommen", sagte der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft
für Krankenhaushygiene (DGKH), Walter Popp, der Westdeutschen
Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstagausgabe).
Für alle multiresistenten Erreger müsse eine gesetzliche Meldepflicht gelten, fordert die DGKH. Zusätzlich zu MRSA-Infektionen sollen künftig auch Keimbesiedlungen auf der Haut gemeldet werden. Etwa ein Viertel der Deutschen sind davon betroffen, viele ohne es zu wissen. Gesetzlich geregelt werden müsse auch mehr Pflegepersonal. Für Intensivstationen fordert Popp "mindestens eine Pflegekraft auf zwei Patienten".
Gesundheitsämter sollen die Hygiene in Krankenhäusern besser überwachen.
Klaus-Dieter Zastrow, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Hygieniker (BDH), hält "mehrfach unangemeldete Kontrollen im Jahr in infektionsrelevanten Risikobereichen wie Frühchen- und Intensivstationen" für notwendig. Die Ergebnisse sollten jährlich veröffentlicht werden, sagte er der WAZ. "Auch Ausbrüche resistenter Erreger müssen öffentlich gemacht werden, damit Patienten wissen, welches Problem es in welcher Klinik gibt", sagt Zastrow.
Für alle multiresistenten Erreger müsse eine gesetzliche Meldepflicht gelten, fordert die DGKH. Zusätzlich zu MRSA-Infektionen sollen künftig auch Keimbesiedlungen auf der Haut gemeldet werden. Etwa ein Viertel der Deutschen sind davon betroffen, viele ohne es zu wissen. Gesetzlich geregelt werden müsse auch mehr Pflegepersonal. Für Intensivstationen fordert Popp "mindestens eine Pflegekraft auf zwei Patienten".
Gesundheitsämter sollen die Hygiene in Krankenhäusern besser überwachen.
Klaus-Dieter Zastrow, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Hygieniker (BDH), hält "mehrfach unangemeldete Kontrollen im Jahr in infektionsrelevanten Risikobereichen wie Frühchen- und Intensivstationen" für notwendig. Die Ergebnisse sollten jährlich veröffentlicht werden, sagte er der WAZ. "Auch Ausbrüche resistenter Erreger müssen öffentlich gemacht werden, damit Patienten wissen, welches Problem es in welcher Klinik gibt", sagt Zastrow.
Audio: Krank durchs Krankenhaus - Was tun gegen gefährliche Keime?
Medizin am Abend zum Hören:
Rund 40.000 Menschen sterben hierzulande jährlich an der Folgen einer Krankenhausinfektion. Zwei Experten erklären den Hygienenotstand, die Gefahr durch multiresistente Keimvarianten - und wie Patienten sich schützen können. www.deutschlandradiokultur.de,
Im Gespräch Direkter Link zur Audiodatei http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/11/29/drk_20141129_0906_58e4c55f.mp3
http://www.ardmediathek.de/radio/Im-Gespr%C3%A4ch-Deutschlandradio-Kultur/Krank-durchs-Krankenhaus-Was-tun-gegen/Deutschlandradio-Kultur/Audio-Podcast?documentId=25031230&bcastId=21602298http:
Rund 40.000 Menschen sterben hierzulande jährlich an der Folgen einer Krankenhausinfektion. Zwei Experten erklären den Hygienenotstand, die Gefahr durch multiresistente Keimvarianten - und wie Patienten sich schützen können. www.deutschlandradiokultur.de,
Im Gespräch Direkter Link zur Audiodatei http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/11/29/drk_20141129_0906_58e4c55f.mp3
http://www.ardmediathek.de/radio/Im-Gespr%C3%A4ch-Deutschlandradio-Kultur/Krank-durchs-Krankenhaus-Was-tun-gegen/Deutschlandradio-Kultur/Audio-Podcast?documentId=25031230&bcastId=21602298http:
MFA - TOP Thema: Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Depression
Medizin am Abend Fazit:
Traumatisierte Kriegsopfer: psychiatrisch-psychotherapeutische
Hilfsangebote ausbauen
Die in diesem Jahr ausgebrochenen Kriege haben schon unzählige Opfer
gefordert. Zu den körperlichen Verletzungen kommen schwere psychische
Wunden, die ganze Volksgruppen, Völker und Landstriche betreffen und deren
verheerenden Auswirkungen über Jahrzehnte hinweg anhalten. Betroffen sind
auch Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen und Bundeswehr, insbesondere
dann, wenn sie vor Ort Unterstützung und Schutz bieten. Auf dem Kongress
der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie,
Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) stellen heute in Berlin
Traumaexperten neue Wege vor, welche die Versorgung der Betroffenen
verbessern können.
Kriege bedeuten für die Psyche Extremstress. Todesangst, Gewalt,
Verfolgung, Hass und Ausgrenzung hinterlassen nicht nur körperliche,
sondern auch tiefe seelische Spuren. Die traumatischen Erfahrungen
übersteigen die eigenen Bewältigungsmechanismen der Überlebenden des
Krieges. Den betroffenen Menschen gelingt es oft auf Jahre nicht, sich aus
den Erinnerungen zu befreien. Ständig verfolgen sie die Schrecken des
Krieges. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Depression, ein
verzweifelter Griff nach der Droge und andere traumainduzierte Störungen
sind immer dann die Folge, wenn die Summe schrecklicher Erfahrungen das
Fassbare übersteigt.
Typisch für das Leiden der Betroffenen sind Formen des Wiedererlebens, die
sich den Betroffenen tagsüber in Form von intensivsten Erinnerungen an den
Horror, Tagträumen oder Flashbacks, nachts in Albträumen aufdrängen.
Bedrohung zieht jetzt überall ein, ist ständig da, selbst nach einer
Rückkehr aus den Kriegsgebieten. Bei vielen Kriegstraumatisierten ist das
Selbst- und Weltbild erschüttert und das Vertrauen in andere Menschen
nachhaltig gestört. Die Bewältigung des Alltags wird für sie zur Qual.
Gleichzeitig kann der Verlauf körperlicher Erkrankungen durch eine PTBS
negativ beeinflusst werden. Das Risiko für Suchterkrankungen, Depressionen
und andere psychische Erkrankungen steigen bei einer PTBS stark an.
PTBS und traumainduzierte Störungen sind schwere psychische Erkrankungen,
die therapeutischer Behandlung bedürfen. Doch in vielen Krisenregionen
fehlt die Kompetenz für psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung
vollständig. Professor Andreas Heinz, Vorstandsmitglied der DGPPN, sieht
deshalb großen Handlungsbedarf: „Wir benötigen kultursensible
Hilfsprogramme, um die psychische Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge in
den Krisenregionen und damit auch die Funktionstüchtigkeit der
Überlebenden zu unterstützen. Deutschland kann hier eine wichtige
Vorbildfunktion übernehmen und seine Aktivitäten weiter intensivieren. In
Bezug auf die Einsatzkräfte und das medizinische Personal, das in den
Krisenregionen aktiv ist, sind auch Präventionsmaßnahmen sehr wichtig.“
Die gegenwärtigen Kriege zwingen immer mehr Frauen, Männer und Kinder aus
Ihrer Heimat zu fliehen. Auch in Deutschland ist nach Angaben des
Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Zahl der Asylanträge
weiter am Steigen. Rund 200.000 Asylanträge werden 2014 erwartet. Allein
im Oktober stellten über 5000 Syrerinnen und Syrer einen Asylantrag. Bei
ihrer Ankunft in Deutschland befinden sich viele Flüchtlinge und
Asylsuchende in einem schlechten gesundheitlichen Zustand. Rund 40 Prozent
haben mehrfach traumatisierende Erfahrungen gemacht. Die Rate für PTBS ist
im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung 10-fach höher.
Doch auch in Deutschland ist die psychiatrisch-psychotherapeutische
Versorgung von Flüchtlingen und Asylsuchenden mit psychischen Erkrankungen
nach wie vor unzureichend. Der aktuelle Lagebericht zur Lage der
Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland stellt einen erheblichen
Nachholbedarf im Gesundheitswesen fest. Professor Andreas Heinz erklärt:
„Immerhin erhalten künftig traumatisierte Flüchtlinge und Asylsuchende
durch die von der Bundesregierung angekündigten Umsetzung der sogenannten
Aufnahme-Richtlinie Anspruch auf psychotherapeutische Hilfe. Doch dies
kann leider noch nicht gelingen: Viele Einrichtungen, die eine
professionelle medizinische, psychotherapeutische und psychosoziale
Behandlung und Beratung durchführen können, kämpfen mit
Finanzierungsschwierigkeiten und sprachlichen Verständnisproblemen bei der
Behandlung von Flüchtlingen. Gleichzeitig stellen hoch komplexe
administrative Vorgaben große Hindernisse für eine Anpassung an die
notwendige Versorgung der Betroffenen dar.“
Um die psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen und
Asylsuchenden in Deutschland zu verbessern, sind aus Sicht der DGPPN eine
Reihe von Maßnahmen notwendig:
Interkulturelle Kompetenz ist personell und organisatorisch im
Versorgungssystem sicherzustellen. Wichtig sind dabei auch die
Einbeziehung von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund und ein
regelhafter Einsatz von geschulten Sprach- und Kulturmittlern.
Eine unbürokratische gesetzliche Regelung der Kostenübernahme von
Sprachmittlern (die nicht durchweg diplomierte Dolmetscher sein müssen)
ist erforderlich.
In Anbetracht der Vielzahl der Fälle sind landesweit Möglichkeiten
gestufter Behandlungsmodelle einzuführen.
Traumatisierte Kriegsopfer: psychiatrisch-psychotherapeutische
Hilfsangebote ausbauen
Die in diesem Jahr ausgebrochenen Kriege haben schon unzählige Opfer
gefordert. Zu den körperlichen Verletzungen kommen schwere psychische
Wunden, die ganze Volksgruppen, Völker und Landstriche betreffen und deren
verheerenden Auswirkungen über Jahrzehnte hinweg anhalten. Betroffen sind
auch Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen und Bundeswehr, insbesondere
dann, wenn sie vor Ort Unterstützung und Schutz bieten. Auf dem Kongress
der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie,
Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) stellen heute in Berlin
Traumaexperten neue Wege vor, welche die Versorgung der Betroffenen
verbessern können.
Kriege bedeuten für die Psyche Extremstress. Todesangst, Gewalt,
Verfolgung, Hass und Ausgrenzung hinterlassen nicht nur körperliche,
sondern auch tiefe seelische Spuren. Die traumatischen Erfahrungen
übersteigen die eigenen Bewältigungsmechanismen der Überlebenden des
Krieges. Den betroffenen Menschen gelingt es oft auf Jahre nicht, sich aus
den Erinnerungen zu befreien. Ständig verfolgen sie die Schrecken des
Krieges. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Depression, ein
verzweifelter Griff nach der Droge und andere traumainduzierte Störungen
sind immer dann die Folge, wenn die Summe schrecklicher Erfahrungen das
Fassbare übersteigt.
Typisch für das Leiden der Betroffenen sind Formen des Wiedererlebens, die
sich den Betroffenen tagsüber in Form von intensivsten Erinnerungen an den
Horror, Tagträumen oder Flashbacks, nachts in Albträumen aufdrängen.
Bedrohung zieht jetzt überall ein, ist ständig da, selbst nach einer
Rückkehr aus den Kriegsgebieten. Bei vielen Kriegstraumatisierten ist das
Selbst- und Weltbild erschüttert und das Vertrauen in andere Menschen
nachhaltig gestört. Die Bewältigung des Alltags wird für sie zur Qual.
Gleichzeitig kann der Verlauf körperlicher Erkrankungen durch eine PTBS
negativ beeinflusst werden. Das Risiko für Suchterkrankungen, Depressionen
und andere psychische Erkrankungen steigen bei einer PTBS stark an.
PTBS und traumainduzierte Störungen sind schwere psychische Erkrankungen,
die therapeutischer Behandlung bedürfen. Doch in vielen Krisenregionen
fehlt die Kompetenz für psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung
vollständig. Professor Andreas Heinz, Vorstandsmitglied der DGPPN, sieht
deshalb großen Handlungsbedarf: „Wir benötigen kultursensible
Hilfsprogramme, um die psychische Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge in
den Krisenregionen und damit auch die Funktionstüchtigkeit der
Überlebenden zu unterstützen. Deutschland kann hier eine wichtige
Vorbildfunktion übernehmen und seine Aktivitäten weiter intensivieren. In
Bezug auf die Einsatzkräfte und das medizinische Personal, das in den
Krisenregionen aktiv ist, sind auch Präventionsmaßnahmen sehr wichtig.“
Die gegenwärtigen Kriege zwingen immer mehr Frauen, Männer und Kinder aus
Ihrer Heimat zu fliehen. Auch in Deutschland ist nach Angaben des
Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Zahl der Asylanträge
weiter am Steigen. Rund 200.000 Asylanträge werden 2014 erwartet. Allein
im Oktober stellten über 5000 Syrerinnen und Syrer einen Asylantrag. Bei
ihrer Ankunft in Deutschland befinden sich viele Flüchtlinge und
Asylsuchende in einem schlechten gesundheitlichen Zustand. Rund 40 Prozent
haben mehrfach traumatisierende Erfahrungen gemacht. Die Rate für PTBS ist
im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung 10-fach höher.
Doch auch in Deutschland ist die psychiatrisch-psychotherapeutische
Versorgung von Flüchtlingen und Asylsuchenden mit psychischen Erkrankungen
nach wie vor unzureichend. Der aktuelle Lagebericht zur Lage der
Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland stellt einen erheblichen
Nachholbedarf im Gesundheitswesen fest. Professor Andreas Heinz erklärt:
„Immerhin erhalten künftig traumatisierte Flüchtlinge und Asylsuchende
durch die von der Bundesregierung angekündigten Umsetzung der sogenannten
Aufnahme-Richtlinie Anspruch auf psychotherapeutische Hilfe. Doch dies
kann leider noch nicht gelingen: Viele Einrichtungen, die eine
professionelle medizinische, psychotherapeutische und psychosoziale
Behandlung und Beratung durchführen können, kämpfen mit
Finanzierungsschwierigkeiten und sprachlichen Verständnisproblemen bei der
Behandlung von Flüchtlingen. Gleichzeitig stellen hoch komplexe
administrative Vorgaben große Hindernisse für eine Anpassung an die
notwendige Versorgung der Betroffenen dar.“
Um die psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen und
Asylsuchenden in Deutschland zu verbessern, sind aus Sicht der DGPPN eine
Reihe von Maßnahmen notwendig:
Interkulturelle Kompetenz ist personell und organisatorisch im
Versorgungssystem sicherzustellen. Wichtig sind dabei auch die
Einbeziehung von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund und ein
regelhafter Einsatz von geschulten Sprach- und Kulturmittlern.
Eine unbürokratische gesetzliche Regelung der Kostenübernahme von
Sprachmittlern (die nicht durchweg diplomierte Dolmetscher sein müssen)
ist erforderlich.
In Anbetracht der Vielzahl der Fälle sind landesweit Möglichkeiten
gestufter Behandlungsmodelle einzuführen.
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