Qualitätszirkel Nieren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Cardiovascular Prevention Center @Charité

Herzinsuffizienz

Universitätzmedizin Rostock

Universitätsmedizin Greiswald

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

jkb

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

CIRS Bayern

Gender Medizin

idw

Schlafstörungen: Einladung in das Schlaflabor - Studieneinladung

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Schlafforschung: Das Bewusstsein ergründen

Was ist Bewusstsein und wo entsteht es? 

Die Beantwortung dieser Fragen gibt Wissenschaftlern seit Jahrhunderten Rätsel auf. 

Im EU-Forschungsprojekt „Luminous“ sollen Antworten gefunden werden. Auch Neurowissenschaftler des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) beteiligen sich. Sie wollen untersuchen, wie Bewusstseinszustände während verschiedener Stadien im Schlaf aussehen und wie man dieses Wissen nutzen könnte, um Hirnaktivitäten mittels nicht-invasiver Stimulationsmethoden zu modulieren. 

Davon könnten zukünftig beispielsweise Menschen mit schweren Formen von Schlafstörungen profitieren. 
 Nachgestellte Szene im Schlaflabor: Die Hirnaktivität wird mittels EEG-Technologie analysiert.
Nachgestellte Szene im Schlaflabor: Die Hirnaktivität wird mittels EEG-Technologie analysiert.
@ IfADo
 
Rund 86 Milliarden Nervenzellen sind im menschlichen Gehirn aktiv. 

Sie verarbeiten Unmengen von Informationen und feuern dabei elektrische Impulse ab.

Verändert sich die Hirnaktivität, ist das ein Indiz für spezielle Bewusstseinsphasen. 

Während einer Ruhephase, beispielsweise im Schlaf, nimmt die Hirnaktivität generell ab.

Neurowissenschaftler des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund wollen mittels EEG-Technologie nun eine Datengrundlage zur Erforschung spezifischer Aktivitätszustände im Schlaf schaffen.

Die Studie im Dortmunder Schlaflabor ist Teil des von der EU mit 3,9 Millionen Euro geförderten Forschungsprojekts “Luminous”. Neurologen, Psychologen und Ingenieure aus Barcelona, Lüttich, Mailand, Rennes, Oxford, Tübingen und Dortmund erforschen insgesamt 42 Monate lang das menschliche Bewusstsein.

Dabei verfolgen sie unterschiedliche Ansätze: 

Während z. B. die belgischen Experten die Hirnaktivität von Komapatienten analysieren, interessieren sich die Tübinger Partner für das Bewusstsein von Föten und Menschen mit neurodegenerativen Krankheiten wie amyotropher Lateralsklerose (ALS). 

Wissenschaftlichen Input zum Thema Schlaf liefert das Forscherteam um Prof. Dr. Michael Nitsche vom IfADo.

Dafür werden vier Versuchsreihen stattfinden: Zunächst wird die Hirnaktivität von gesunden Probanden systematisch aufgezeichnet und ausgewertet. Dazu verbringen die Studienteilnehmer zwei Nächte im IfADo-Schlaflabor. In einem nächsten Schritt wollen die Forscher untersuchen, ob und wie sie die Hirnaktivität während der Schlafphase durch nicht-invasive Stimulationsmethoden beeinflussen können.

„Bei der transkraniellen Hirnstimulation können wir mit Hilfe magnetischer oder elektrischer Felder und für den Probanden schmerzfrei Gehirnareale gezielt so stimulieren, dass ihre Aktivität verstärkt oder gehemmt wird“, erklärt Prof. Nitsche. Auf diese Weise wollen die Forscher weiterhin untersuchen, ob sie sog. Klarträume bei den Probanden auslösen können.

Klarträume: Darunter versteht man Träume, in denen sich der Schlafende bewusst ist, dass er träumt. 

Abschließend geht es um die Frage, ob sich die Schlafqualität von Menschen durch die eingesetzten Methoden verbessern lässt. „

Für diesen Zweck suchen wir u.a. nach Probanden, die an Schlafstörungen wie Narkolepsie oder psychophysiologischer Insomnie leiden“, sagt Prof. Nitsche.

Teilnahme-Bedingungen:
 
• Die Teilnehmenden sollten zwischen 18 und 50 Jahre alt und Nicht-Raucher sein, weder schwanger sein, noch stillen, keine Hinweise auf epileptische Anfälle sowie Schädelhirntrauma mit Bewusstseinsverlust in der Vorgeschichte haben.
• Teilnehmende mit einer gravierenden Erkrankung der inneren Organe, einer seelischen oder neurologischen Erkrankung mit Ausnahme der psychophysiologischen Insomnie und Narkolepsie, einer rezeptiven oder globalen Aphasie, einer Einnahme einer zentralnervös wirksamen Medikation sowie vorbekannten Hauterkrankungen können an der Studie nicht teilnehmen.
• Aufwandsentschädigung: Abhängig von der Versuchsreihe verbringen die Teilnehmenden zwei Nächte (von 22 bis 8 Uhr) im IfADo-Schlaflabor, die Aufwandsentschädigung beträgt 100 Euro.

• Wer Interesse an einer Studienteilnahme hat, kann sich hier melden:

   jain@ifado.de


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com







 
Über Google: Medizin am Abend Berlin
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Prof. Dr. Michael Nitsche
Leiter des Forschungsbereichs „Psychologie und Neurowissenschaften“
Telefon: + 49 231 1084-301/302
E-Mail: nitsche@ifado.de
Eva Mühle Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund


Das IfADo - Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund erforscht die Potenziale und Risiken moderner Arbeit auf lebens- und verhaltenswissenschaftlicher Grundlage. Aus den Ergebnissen werden Prinzipien der leistungs- und gesundheitsförderlichen Gestaltung der Arbeitswelt abgeleitet. Das IfADo hat mehr als 200 Mitarbeiter/innen aus naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen. Das Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die 88 selbstständige Einrichtungen umfasst. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 18.400 Personen, darunter 9.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,73 Milliarden Euro.

Weitere Informationen:
http://www.ifado.de/neurowissenschaft/neuromodulation/
http://www.ifado.de/blog/2016/12/05/schlafforschung-am-ifado-das-bewusstsein-erg...

360° TOP-Hinweis: iDerm - Berufsdermatologie - berufsbedingte Hautkrankheiten

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Hautklinik eingeweiht - Bundesweit größtes Forschungs- und Versorgungszentrum Berufsdermatologie

 http://www.iderm.de/home/

 Nach nur neun Monaten Bauzeit wurde  im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Gesundheit und Wissenschaft das bundesweit größte Forschungs- und Versorgungszentrum für berufsbedingte Hautkrankheiten auf dem Gelände des Osnabrücker Klinikums am Finkenhügel eingeweiht. 

 Bundesweit größtes Forschungs- und Versorgungszentrum für Berufsdermatologie in Osnabrück mit zahlreichen Ehrengästen eingeweiht.
Bundesweit größtes Forschungs- und Versorgungszentrum für Berufsdermatologie in Osnabrück mit zahlreichen Ehrengästen eingeweiht. 
»Hier ist eine Infrastruktur entstanden, die deutlich macht, was aus erfolgreichen wissenschaftlichen Kooperationen mit Landesförderung erwachsen kann:

Die Bündelung von Know-how in einem neuen Versorgungszentrum Berufsdermatologie stärkt die Entwicklung neuer Präventionskonzepte und macht die Expertise der Universitäten Osnabrück und Göttingen international sichtbar«, so Rüdiger Eichel, Abteilungsleiter für Forschung und Innovation des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in dem neuen Osnabrücker Hautzentrum.

Es wird jährlich mit über 1400 Patienten aus dem ganzen Bundesgebiet gerechnet, die zum Teil über drei Wochen in Osnabrück bleiben.

»Damit ist das Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) in Zusammenarbeit mit den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern und der Universität Osnabrück das größte und modernste Forschungs- und Behandlungszentrum für Menschen mit berufsbedingten Hauterkrankungen«, so Prof. Dr. Swen Malte John, Leiter des Fachgebietes Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie an der Universität Osnabrück.

»Die Berufsdermatologie in Osnabrück dient nicht nur der Versorgung der Partienten sondern ist auch eng mit der Forschung an der Universität verknüpft. Das macht den Standort einzigartig«, so Hon.-Prof. Dr. Stefan Brandenburg, Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.

Das dreigeschossige Gebäude wurde vom Bauunternehmen H. Scholle GmbH & Co.KG (Osnabrück) errichtet und an das Institut iDerm, die Universität Osnabrück und das Niedersächsische Institut für Berufsdermatologie vermietet.

127 Untersuchungs- und Laborräume wie auch Patientenzimmer stehen auf einer Gesamtnutzfläche von rund 3000 Quadratmetern zur Verfügung. Vor dem Umzug nutzte die Universität gemeinsam mit dem iDerm einen Teil der früheren Klinik am Natruper Holz, die seit 2014 als Flüchtlingshaus dient.

»Eine topmoderne, allen Herausforderungen in höchstem Maß gewachsene Gesundheitsfürsorge ist ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität in Osnabrück. Dafür steht das Klinikum am Finkenhügel mit einem ganzheitlich ausgerichteten Leitbild, dafür steht an diesem Standort ebenso die Universität ein. Die neue Osnabrücker Hautklinik in Kombination mit dem berufsdermatologischen Lehr- und Forschungszentrum ist damit ein herausragendes Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit. Der Gesundheitsstandort Osnabrück erfährt dadurch eine noch größere Bedeutung im regionalen und überregionalen Bereich«, so der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Und Frans Blok, Geschäftsführer des Klinikums, ergänzte: »Der Gesundheitsstandort Osnabrück erhält mit iDerm Am Finkenhügel eine Reputation, die weit über die Grenzen von Deutschland hinausgeht.«
  • Hauterkrankungen und Allergien sind die häufigsten berufsbedingten Gesundheitsgefahren in Europa und führen nicht selten zur Berufsaufgabe. 
Aufwendungen für akute Behandlungen, Arbeitsunfähigkeit, Umschulungen und Rentenleistungen werden allein in Deutschland auf jährlich 1,8 Milliarden Euro geschätzt. 

»In Osnabrück kann gezeigt werden, wie wirksam gezielte Angebote der Prävention in diesen Fällen sind und dass vermeintlich unheilbare chronische Entzündungen der Haut bei umfassender medizinischer und gesundheitspädagogischer Beratung durchaus heilbar sind«, betonte Prof. John in seinem Eröffnungsvorg.tra

Neben der ambulanten und stationären berufsbezogenen Diagnostik und Therapie für Menschen mit berufsbedingten Hauterkrankungen bietet das iDerm seit 2015 auch Menschen mit Hautkrebs durch Sonne am Arbeitsplatz die Versorgung einschließlich individueller ambulanter Lichtschutzberatung an.

  • Zu den gefährdeten Berufen gehören unter anderem Maurer, Dachdecker, Straßenbauer, Postbeamte, Gärtner und Bauern.


»Die unter der Leitung von Prof. John generierten berufsdermatologischen Forschungen haben sowohl in Deutschland als auch auf europäischer und internationaler Ebene, einschließlich der Weltgesundheitsorganisation, großes Interesse gefunden und sind mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht worden«, so Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke in seinem Grußwort.

»Wir freuen uns, dass die besondere Bedeutung der Berufsdermatologie an der Universität Osnabrück nun auch durch den Neubau in baulicher Hinsicht hervorgehoben wird.«

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com




 





Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Prof. Dr. Swen Malte John, Universität Osnabrück
Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie
iDerm (Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation an der Universität Osnabrück)
Niedersächsisches Institut für Berufsdermatologie
Am Finkenhügel 7A, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 2357, Fax +49 541 969 2445
E-Mail: johnderm@uni-osnabrueck.de

Utz Lederbogen
Neuer Graben 29, 49076 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de



Weihnachtsmarkt Breitscheidplatz: "Den merk ich mir"! Fahndung 100.000 Euro Belohnung für den Landesbewohner

Medizin am Abend Berlin Fazit: Betrüger bleiben besser im Gedächtnis

Psychologen der Universität Jena untersuchen den Einfluss sozialer Kategorisierung beim Erinnern 
 
„Den merk ich mir!“ 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Fahndung  

 

Medizin am Abend Berlin ZusatzInformationen: 100.000 Euro Belohnung  


Nicht selten geht das einem durch den Kopf, wenn sich ein Kollege in der Kantine vordrängelt, wenn ein Fußballspieler beim Gegner besonders häufig foult oder auch wenn einem ein unbekannter Nachbar den Parkplatz wegschnappt.

Dass das keine leere Drohung ist und unser Gedächtnis solche Personen tatsächlich besonders gut speichert – zumindest dann, wenn sie unserer eigenen Gruppe angehören – haben Psychologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena jetzt herausgefunden. Über ihre Forschungsergebnisse berichten sie in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Cognition“.

Gesicht und Geschichte des Fehlverhaltens werden gemerkt


„Beobachten wir Personen, die Fehlverhalten abseits der Norm – etwa Betrug – zeigen, dann erinnern wir uns besonders gut an sie, da sie anders gehandelt haben, als wir das erwarten“, erklärt Dr. Stefanie Hechler, die gemeinsam mit ihren Kollegen Prof. Dr. Thomas Kessler und Prof. Dr. Franz Neyer an den beiden neuen Studien gearbeitet hat, aus denen die Ergebnisse hervorgegangen sind.

  • „Dabei handelt es sich um kombinierte Erinnerungen, wie Kollegen aus Düsseldorf herausgefunden haben. 

Das heißt, wir merken uns nicht nur das Gesicht der betreffenden Person, sondern auch die mit ihm verbundene Geschichte.“ 

Schließlich sei es besser, bei der nächsten Begegnung nicht nur festzustellen, denjenigen schon einmal gesehen zu haben, sondern auch dass er damals unkooperativ gehandelt hat.

„Diese soziale Funktionalität tritt allerdings nur auf, wenn ich die entsprechende Person in die gleiche Gruppe wie mich selbst verorte, also einem Personenkreis, dem ich eine bestimmte Kategorie zuschreibe – etwa die Mitarbeiter einer Firma, die Seminargruppe einer Universität oder auch, weiträumiger gefasst, etwa die Einwohner eines Landes“, sagt Hechler.

„In der Regel teilen wir unsere soziale Umgebung in solche Gruppen ein, um sie besser strukturieren zu können. Somit interagieren wir also auch meist mit Personen der eigenen Gruppe.“

Identifikation mit der Gruppe

In einem Experiment teilten die Psychologen der Universität Jena den Probanden mit, dass sie Teil einer erfundenen und neuen Gruppe seien, ohne darauf zu verweisen, dass diese eine bestimmte Bedeutung habe. Trotzdem identifizierten sich die Teilnehmer mit ihrer Gruppe, womit gleichzeitig eine Abgrenzung zu einer anderen Gruppe einherging. Nachdem ihnen die Wissenschaftler verschiedene Personen mit einer Hintergrundinformation gezeigt hatten, stellte sich heraus, dass sie sich besonders auf ihre Co-Mitglieder konzentriert hatten.

Diejenigen aus der eigenen Gruppe, die durch Fehlverhalten aufgefallen waren, hatten sich bei den Probanden besonders eingeprägt.

Das traf allerdings nicht auf die Personen aus der Fremdgruppe zu, die sich ebenfalls durch unkooperative Handlungsweisen hervorgetan hatten.

Eigene Gruppe wird grundsätzlich positiver bewertet

„Es zeigt sich also, dass selbst so basale Vorgänge wie Gedächtnisprozesse, die wir eher unbewusst steuern, von sozialen Kategorisierungen beeinflusst sind“, sagt Stefanie Hechler. „Wir speichern das Handeln gegen die Norm als Gefahr für die Gruppe besonders ab – und somit auch denjenigen, der dafür verantwortlich ist.“ Allerdings – und das sei eine weitere wichtige Erkenntnis der Jenaer Forscher – schätzten die Teilnehmer des Experiments ihre eigene Gruppe grundsätzlich als positiver ein als eine Fremdgruppe, obwohl sie sich sehr gut an die Betrüger erinnern konnten.

Die Forschungsergebnisse der Jenaer Psychologen gehen aus der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschergruppe „Person Perception“ hervor. Auch in Zukunft bieten die neuen Erkenntnisse, die u. a. auch Teil von Stefanie Hechlers Dissertation sind, neue Aufgabenstellungen für die Jenaer Psychologin. So sei beispielsweise interessant herauszufinden, ob das Wiedererkennen dieser Personen mit bestimmten Reaktionsmustern verbunden sei.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com




 









Über Google: Medizin am Abend Berlin 
 idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.


Dr. Stefanie Hechler
Institut für Psychologie der Universität Jena
Humboldtstraße 26, 07745 Jena
Tel.: 03641 / 945256
E-Mail: stefanie.hechler[at]uni-jena.de
Sebastian Hollstein Friedrich-Schiller-Universität Jena



Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.uni-jena.de

Studieneinladung: Glioblastom - Neues Behandlungskonzept

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Neues Behandlungskonzept für Tumorpatienten

Studie zur Behandlung von Glioblastomen am Universitätsklinikum Ulm gestartet – erster Patient rekrutiert  
  • Das Glioblastom ist ein äußerst aggressiver und bösartiger Hirntumor, der bis heute nicht heilbar ist. 

Die Überlebenszeit nach Diagnosestellung beträgt im Durchschnitt nur etwa eineinhalb Jahre.

Am Universitätsklinikum Ulm wurde nun eine neue Studie gestartet, die betroffenen Patienten helfen soll.

Getestet wird ein Therapiekonzept von Professor Dr. Marc-Eric Halatsch, Leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie und Leitender Klinischer Prüfer der Studie.

Eine Mischung aus langjährig erprobten Medikamenten und Substanzen soll in Kombination mit einer Chemotherapie zu einem Absterben der Glioblastomzellen führen. 

Vorklinische Untersuchungen und erste sogenannte individuelle Heilversuche verliefen positiv, nun muss sich der Medikamentencocktail in einer durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte genehmigten klinischen Studie beweisen.

„Zum Beginn einer Therapie versucht man, das Glioblastom operativ zu entfernen.

Anschließend wird mit Bestrahlung und Chemoterapie gearbeitet, um die verbliebenen Tumorzellen abzutöten.

Leider kommt in den meisten Fällen der Tumor trotzdem zurück“, erklärt Professor Halatsch.

Hier setzt sein Behandlungskonzept an: 

Das auf Glioblastomrezidive, also auf wiedergekehrte Tumoren, ausgerichtete klinische Therapiekonzept trägt den Namen CUSP9v3 (Coordinated Undermining of Survival Paths by 9 repurposed drugs, Version 3). 

  • Es besteht aus einer Mischung aus bereits zugelassenen Medikamenten, die außerhalb ihrer ursprünglichen Behandlungsindikation (off-label) eingesetzt werden. CUSP9v3 setzt sich unter anderem aus Mitteln gegen Bluthochdruck, HIV, Rheuma, Malaria und Übelkeit zusammen. 
  • Außerdem sind Substanzen zum Alkoholentzug, ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzkrankheiten, ein Antidepressivum sowie ein Antibiotikum enthalten. 
  •  Zusätzlich erfolgt die tägliche Gabe des Chemotherapeutikums Temozolomid.

Die Medikamentenkombination zeigte sich in vorklinischen Studien sehr erfolgreich und wurde unter anderem mit dem mit 10.000 US-Dollar dotierten Cures Within Reach Award der U.S.-amerikanischen Stiftung CWR ausgezeichnet. Der Anticancer Fund unterstützt die aktuelle klinische Studie mit 300 000 Euro.

Weitere Informationen:

Betroffene, die an der Studie teilnehmen möchten, können gerne unter der Rufnummer 0731 500 55 001 Kontakt zur Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Ulm aufnehmen. 

  • Bitte beachten Sie die folgenden wesentlichen Einschlussvoraussetzungen:
  • - Erneutes oder fortschreitendes Tumorwachstum während oder nach der Standardtherapie (Bestrahlung und Chemotherapie mit Temozolomid)

  • - Zeitlicher Abstand zur letzten Bestrahlung drei Monate und zur letzten Chemotherapie ein Monat

  • - Befriedigender Allgemeinzustand (sog. KPS von mindestens 70%)

  • - Keine Einnahme blutgerinnungshemmender Medikamente 
Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Pflegestärkungsgesetz - Ihr Vorteil  


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com









Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Maria Delles Universitätsklinikum Ulm
Albert-Einstein-Allee 29
89081 Ulm
Deutschland
Baden-Württemberg


Petra Schultze
Telefon: (0731) 500 - 43025
E-Mail-Adresse: petra.schultze@uniklinik-ulm.de


Maria Delles
Telefon: 0731/500-43043
E-Mail-Adresse: maria.delles@uniklinik-ulm.de


Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/kliniken/chirurgie/klinik-fuer-neurochirurg...
 

http://www.uniklinik-ulm.de/

Dein Augenzeugengedächtnis

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:  Einschätzung von Tatmotiven beeinflusst das Augenzeugengedächtnis

Die Erinnerung von Augenzeuginnen und Augenzeugen an die Details einer Straftat kann dadurch verzerrt sein, wie sie die Motive für die Tat bewerten. Das zeigt eine Studie forensischer Psychologinnen, die in der Fachzeitschrift „Psychology, Crime and Law“ veröffentlicht wurde. 

  • Die Zuschreibung von Motiven hat auch einen Einfluss darauf, welches Strafmaß für angemessen erachtet wird. 
 
Aussagen von Augenzeuginnen und Augenzeugen – also Personen, die eine Straftat selbst mit eigenen Augen beobachtet haben – sind in vielen Strafverfahren ein wichtiges, wenn nicht gar das wichtigste Beweismittel. Vor Gericht besteht die generelle Erwartung, dass die Aussagen auf dem beruhen, was die Augenzeugen tatsächlich gesehen haben. Allerdings zeigen Untersuchungen zu Einflüssen auf Augenzeugenberichte, dass dies nicht immer der Fall ist. Erinnerungsverzerrungen kommen relativ häufig vor und Falschinformationen können die Erinnerungen an Details bedeutend verändern. „Wir konnten nun eine weitere Ursache für diese Verzerrungen nachweisen, nämlich, wie Augenzeuginnen und Augenzeugen die Motive einer Tat beurteilen“, sagt Deborah Hellmann, Psychologin an der Universität Osnabrück.

In zwei Experimenten brachte sie 208 Versuchspersonen durch gezielt platzierte Falschinformationen dazu, Tatmotive entweder der Persönlichkeit einer Täterin zuzuschreiben (z. B. Geldgier), oder sie in der Situation begründet zu sehen (z. B. äußerer Zwang, Notwehr).

Experiment mit manipulierten Tatmotiven

Die Versuchspersonen schauten zunächst eine sechsminütige Filmsequenz ohne Ton an, in der eine Frau vier Männer ohne ersichtlichen Grund tötet. Im Anschluss an den Film erhielten die Versuchsgruppen unterschiedliche (manipulierte) Informationen zu den mutmaßlichen Motiven der Täterin in Form einer vermeintlichen Filmkritik zum Inhalt des Films und verschiedenen Details der Sequenzen. Die eine Gruppe erfuhr, dass die Motive der Protagonistin in ihrer Persönlichkeit begründet liegen, indem sie als kaltblütig und hasserfüllt beschrieben wurde. Der Text hob ausdrücklich die Grausamkeit der Morde hervor. Der anderen Gruppe wurde suggeriert, die Täterin habe hauptsächlich aufgrund äußerer Zwänge gehandelt, etwa aus Notwehr oder Verzweiflung. Dieser Text hob besonders das Dilemma der Protagonistin hervor, das sie zu ihren Taten veranlasste.


Die Versuchspersonen sollten dann eine angemessene Gefängnisstrafe (0 bis 40 Jahre) für die Täterin festlegen. Außerdem gaben sie an, ob sie die Todesstrafe in diesem Fall angebracht fänden. Im Anschluss bearbeiteten sie einen Wiedererkennungstest, in dem verschiedene Ereignisse der Filmsequenz beschrieben waren. Dieser Test enthielt sowohl wahre als auch erfundene Ereignisse. Die Versuchspersonen sollten für jedes Ereignis angeben, ob sie es gesehen hatten oder nicht.

Verzerrte Erinnerungen der Augenzeugen

Falschinformation, die zu den Zuschreibungen der Probandinnen und Probanden über die Tatmotive passte, wurde fälschlicherweise häufiger als wahr eingestuft:

Schrieben die Versuchspersonen die Taten der Persönlichkeit der Täterin zu, unterliefen ihnen gezielt solche Fehler, die diese negative Beurteilung der Persönlichkeit bestätigten. Zum Beispiel gaben die Versuchspersonen an, gesehen zu haben, wie die Täterin ihre Freundin mit einem Messer bedrohte – obwohl in der eigentlichen Filmsequenz kein Messer zu sehen war und die Täterin auch ihre Freundin nie bedroht hatte. Waren die Versuchspersonen hingegen überzeugt davon, dass die Täterin aufgrund von äußerem Zwang gehandelt hatte, gaben sie beispielsweise eher an gesehen zu haben, wie die Täterin von einem der Opfer mit einem Messer bedroht worden war – obwohl kein Messer zu sehen war und die Täterin nicht bedroht wurde. In beiden Gruppen wiesen die Probandinnen und Probanden jedoch solche Falschinformation, die ihrer eigenen Zuschreibung widersprach, korrekt als falsch zurück.

  • Zusätzlich zeigte sich, dass Versuchspersonen für eine höhere Gefängnisstrafe und auch eher für die Todesstrafe plädierten, wenn sie annahmen, dass die Täterin aus persönlichen Motiven und nicht aufgrund von äußerem Zwang gehandelt hatte.
„Unser Ansatz, schemakonsistente, also den Erwartungen entsprechende, Erinnerungsfehler von Augenzeuginnen und Augenzeugen im Zusammenhang mit der Zuschreibung von Tatmotiven zu untersuchen, stellt einen gänzlich neuen Ansatz dar“, erklärt Deborah Hellmann. 

„Die Perspektive der Augenzeuginnen und Augenzeugen in Bezug auf die Tatmotive des Täters beziehungsweise der Täterin wurde bisher weitestgehend außer Acht gelassen. 

Wir haben den Effekt in einem verwandten Kontext bereits erfolgreich repliziert und untersuchen jetzt, ob es sich dabei um einen tatsächlichen Erinnerungsfehler oder um einen Fehler in der Aussage handelt:

Erinnern sich die Versuchspersonen tatsächlich an die falschen Details? Oder meinen die Versuchspersonen lediglich, dass sie die falschen Details gesehen haben?“

Weiterführende Links: 

Hellmann, D. F. & Memon, A. (2016). Attribution of crime motives biases eyewitnesses' memory and sentencing decisions. Psychology, Crime and Law.

doi: 10.1080/1068316X.2016.1207768
 

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt 
www.medizin-am-abend.blogspot.com




 





Über Google: Medizin am Abend Berlin  
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Dr. Deborah F. Hellmann
Forschungsmethodik, Diagnostik und Evaluation
Universität Osnabrück
Tel.: 0541 969-4417
E-Mail: deborah.hellmann@uni-osnabrueck.de

DGPs:

Dr. Anne Klostermann

Telefon: 030 28047718
Fax: 030 28047719
E-Mail-Adresse: klostermann@dgps.de


Marienstraße 30
10117 Berlin
Deutschland
Berlin

Über die DGPs:
Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs e.V.) ist eine Vereinigung der in Forschung und Lehre tätigen Psychologinnen und Psychologen. Die über 4000 Mitglieder erforschen das Erleben und Verhalten des Menschen. Sie publizieren, lehren und beziehen Stellung in der Welt der Universitäten, in der Forschung, der Politik und im Alltag.

 

Weihnachtsmarkt Breitscheidplatz: Psychologische Hilfe nach dem Anschlag in Berlin

Medizin am Abend Berlin Fazit:  BGHW bietet psychologische Hilfe nach dem Anschlag in Berlin an / Hotline 030 85301-4594 heute bis 22 Uhr geschaltet

Weihnachtsmarkt Breitscheidplatz: Einen Tag nach dem schrecklichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin ist die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) bestrebt, den Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen. 

Für die betroffenen Unternehmen in den angrenzenden Geschäften und für freiwillig versicherte Unternehmer des sogenannten nicht stationären Gewerbes auf dem Weihnachtsmarkt bietet die BGHW psychologische Betreuung an.

Diese Unterstützung gilt generell für jede Art von Gewaltdelikten.

Geschieht eine solch schreckliche Tat am Arbeitsplatz, ist dies ein Fall für die Berufsgenossenschaft. 

Am Tag danach ist der Schock groß. Sowohl für die Verletzten und Angehörigen der Opfer des Anschlages und für die angrenzenden Händler auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz entsteht ein Gefühl der extremen Hilflosigkeit, des Ausgeliefertseins und der Lebensbedrohung.

Dies ist für die meisten Menschen ein traumatisches Erlebnis. Jeder reagiert anders darauf. Während die einen sehr emotional werden, lassen sich andere zunächst nichts anmerken. Der psychische Zusammenbruch kann erst Tage später kommen.

"Es ist uns daher wichtig, schon ab dem ersten Tag mit einem Team aus geschulten Fachleuten Kontakt zu unseren Versicherten aufzunehmen und Hilfe anzubieten", erklärt Dr. Udo Schöpf, Vorsitzender der BGHW-Geschäftsführung. "Das vermittelt Sicherheit und das Wissen, dass sie nicht allein gelassen werden.

Erste Unternehmen haben sich heute Morgen auch schon an uns gewandt."

Hierfür sind derzeit auch Präventionsberater der BGHW vor Ort, um in den versicherten Betrieben Unterstützung anzubieten. "Wir haben zudem eine Hotline geschaltet. Unter der Rufnummer 030 85301-4594 helfen speziell geschulte Kolleginnen und Kollegen unseren versicherten Unternehmen schnell und unbürokratisch weiter", so Schöpf. 

  • Diese Hotline ist heute bis 22 Uhr geschaltet. Auch in den kommenden Tagen kann über diese Hotline Hilfe eingeholt werden. Die Telefone sind ansonsten immer bis 18 Uhr besetzt. 

Therapeutische Gespräche können nach solchen Gewaltdelikten Balsam für die Seele sein. "Im Dialog klären wir über normale, körpereigene Reaktion nach einem psychisch belastenden Ereignis auf", meint Schöpf.

"Niemand sollte sich deshalb scheuen, psychologische Hilfe anzunehmen.

Denn sie bietet die Chance, den Betroffenen zu stabilisieren, zu stärken und gegebenenfalls Schlimmeres zu verhindern."

Hintergrund: 

Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für Unternehmen der Branchen Einzelhandel, Großhandel und Warenverteilung. Sie betreut rund 5,2 Millionen Versicherte in 404.000 Unternehmen. Dazu zählen auch die nicht-stationären, freiwillig versicherte gewerbetreibende Händler auf Weihnachtsmärkten. Während die Unternehmer sich selbst versichern müssen, sind alle Mitarbeitenden bei der BGHW versichert. Die Berufsgenossenschaften kümmern sich um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den Mitgliedsbetrieben. Außerdem übernimmt die BG die Haftung ihrer Mitgliedsunternehmen für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten seiner Beschäftigten.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com












Über Google: Medizin am Abend Berlin

Karl-Josef Thielen
Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik

Telefon 0228 5406-5205

Blutungsrisiko - ischämischen Schlaganfall - T-Zell-Blocker

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren

Wirksamere und weniger riskante Schlaganfalltherapien sind das Ziel von Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz. 

Der Neurologe in der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen verfolgt innovative therapeutische Ansatzpunkte für dem durchblutungsbedingten (ischämischen) Schlaganfall. 

Die Corona- Stiftung im Stifterverband unterstützt das Vorhaben in den nächsten fünf Jahren mit insgesamt 700.000 Euro. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink: Arzneimittel 

 
Der Bedarf ist groß: In Europa sterben jedes Jahr eine halbe Million Menschen an den Folgen eines Schlaganfalls.

Wer überlebt, leidet meist an körperlichen Behinderungen.

Eine gestörte Hirn-Durchblutung löst den ischämischen Schlaganfall aus.

Mit schnell verabreichten blutverdünnenden Medikamenten besteht die Chance, das Blutgerinnsel aufzulösen. 

Weil dabei jedoch die Blutungsgefahr steigt, eignet sich diese Therapie nur für etwa 15 Prozent aller Betroffenen. Bitter ist zudem, dass erlittene Hirnschäden meist nicht geheilt werden können, auch nicht in der anschließenden Reha.

Professor Kleinschnitz: „Unsere Idee stellt vieles auf den Kopf, denn wir setzen bei den kleinsten Blutgefäßen im Gehirn an.“

  • Weil sie sich nämlich bei einem Schlaganfall verändern, werden die Blutplättchen (Thrombozyten) aktiv. Zusammen mit der plasmatischen Blutgerinnung und den T-Zellen aus der Immunabwehr lösen sie weitere Durchblutungsstörungen, Gehirnödeme und Entzündungen im vorgeschädigten Gehirn aus.

Wenn man diesen Mechanismus in einem bestimmten Bereich der plasmatischen Blutgerinnung blockiert, sinkt das Schlaganfall- und das Blutungsrisiko aus der bisherigen Medikamententherapie. 

Eine ebenso vielversprechende Wirkung haben im Übrigen die T-Zell-Blocker, so Kleinschnitz. 

Bis allerdings Schlaganfallpatienten von den neuen Erkenntnissen profitieren können, wird es noch dauern. Zunächst muss noch geklärt werden, welche der beiden Varianten erfolgreicher ist und wie der Mechanismus funktioniert.

Unterstützt wird die AG dabei von Prof. Dr. Matthias Gunzer vom Institut für Experimentelle Immunologie und Bildgebung und dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie unter Leitung von Prof. Dr. Michael Forsting.

Dort wird der Verlauf eines Schlaganfalls über wiederholte MRT-Messungen beobachtet und mit Verhaltenstests verglichen.

Da Faktoren wie das Alter, Geschlecht, Bluthochdruck oder Übergewicht das Schlaganfallrisiko und die Therapie beeinflussen, muss die Wirkung und Sicherheit der vielversprechenden Therapie im Zusammenspiel mit den Risikofaktoren getestet werden. 

  • Deshalb arbeiten die Wissenschaftler auch mit der Westdeutschen Biobank Essen zusammen, die sie mit Proben versorgt und ihre Proben einlagert.

Außerdem nehmen die Forscher auch die Herzfunktion in den Blick.

Denn seit langem ist bekannt, dass sich Hirn und Herz gegenseitig stark beeinflussen. 

  • Nach einem Schlaganfall kann sich z.B. die Herzfunktion ändern. 
Die Forscher kooperieren deshalb eng mit Prof. Dr. Tienush Rassaf, Leiter der Klinik für Kardiologie und Angiologie.

Medizin am Abend Berlin ZusatzLink: Vorhoffflimmern - Arzeneimitteltherapie  

 

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt 

www.medizin-am-abend.blogspot.com















Über Google: Medizin am Abend Berlin  
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz
Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen
Tel. 0201/723-2460/2461
neurologie@uk-essen.de
https://www.uni-due.de/neurologie/
Christine Harrell, Medizinische Fakultät
Tel. 0201/723-1615
christine.harrell@uni-due.de
Beate Kostka M.A. Universität Duisburg-Essen



Pankreaszellen- Bauchspeicheldrüse produzieren Insulin - Blutzuckerspiegel

Medizin am Abend Berlin Fazit: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. 

Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes. 
 Menschliche Langerhans Inseln, mit 10 mM Artemisinin behandelt und immunofluoreszent gefärbt: Zellkern (blau), ARX (weiß), Glukagon (rot) und C-Peptid (grün)
 Menschliche Langerhans Inseln, mit 10 mM Artemisinin behandelt und immunofluoreszent gefärbt: Zellkern (blau), ARX (weiß), Glukagon (rot) und C-Peptid (grün) Cell Press
 
Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Heil- und Hilfsmittelversorgung  

Die vom eigenen Körper der Patienten zerstörten Beta-Zellen - verantwortlich für die Insulinproduktion - sollten durch neue, künstlich hergestellte Zellen ersetzt werden. Verschiedenste Ansätze wurden verfolgt, um Stamm- oder Körperzellen in die begehrten Beta-Zellen umzuwandeln.

Dabei wurden zwar grundsätzliche Mechanismen aufgeklärt, die für die Entwicklung von Beta-Zellen entscheidend sind – doch ein Wirkstoff, der diesen zellulären Verwandlungstrick auslöst, fehlte bisher.

Dem Team unter der Leitung von Stefan Kubicek, Forschungsgruppenleiter am CeMM, gelang mit der in Cell erscheinenden Studie (DOI: 10.1016/j.cell.2016.11.010) der große Wurf: Durch ein vollautomatisiertes Testverfahren, das die Effekte repräsentativer, zugelassener Wirkstoffe an Alpha-Zellkulturen untersucht, offenbarte sich die Gruppe der Artemisinine als Volltreffer.

  • „Eigentlich werden Artemisinine gegen Malaria verschrieben“, erklärt Stefan Kubicek. „Wir konnten mit unserer Arbeit zeigen, dass diese Substanzen auch das genetische Programm von Alpha-Zellen, die Glukagon-produzierenden Gegenspieler der Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, verändern.“

Alpha- und Beta-Zellen bilden, gemeinsam mit zumindest drei weiteren hochspezialisierten Zelltypen, die sogenannten Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse, die Steuerzentralen für den Blutzuckerspiegel. 

  • Der Blutzuckerspiegel: Insulin aus Beta-Zellen senkt ihn, Glukagon aus Alpha-Zellen lässt ihn wieder ansteigen. 
Doch die Zellen sind flexibel: In vorangegangenen Studien mit Modellorganismen wurde gezeigt, dass bei einem extremen Verlust von Beta-Zellen eine Umwandlung der Alpha-Zellen stattfinden kann, die den Schaden ausgleicht. Man fand heraus, dass der genetische Hauptschalter Arx dabei eine zentrale Rolle spielt.

„Arx reguliert viele Gene, die für die Funktion einer Alpha-Zelle entscheidend sind“ so Stefan Kubicek. „In vorhergehenden Arbeiten konnte unser Kollaborationspartner Patrick Collombat von der Université Côte d´Azur in Nizza zeigen, dass das Ausschalten von Arx mit genetischen Methoden zur Umwandlung von Alpha- in Beta-Zellen führt.“ Bisher hatte man den Prozess jedoch nur im lebenden Modelorganismus beobachtet – niemand wusste, ob für solche Umwandlungen zusätzliche Faktoren aus dem unmittelbaren Umfeld der Zelle oder gar von fernen Organen nötig sind. Um diese Faktoren auszuschließen, nutzte Kubiceks Team gemeinsam mit der Gruppe von Jacob Hecksher Sorensen von Nordisk spezielle Alpha- und Beta-Zelllinien, die isoliert betrachtet werden konnten. Auch ohne den Einfluss des restlichen Körpers konnte die Umwandlung der Zelltypen beobachtet werden.

An diesen Zelllinien konnte die Forschungsgruppe nun ihre Wirkstoffsammlung ausprobieren – so stießen sie auf die Artemisinine. In Zusammenarbeit mit den Forschungsgruppen von Christoph Bock und Giulio Superti-Furga am CeMM und Tibor Harkany an der Medizinischen Universität Wien gelang es ihnen, den exakten molekularen Mechanismus aufzuklären, mit dem Artemisinine die Alpha-Zellen umgestalten: Sie binden an ein Protein (Gephyrin), das GABA-Rezeptoren, zentrale Schaltstellen der zellulären Signalwege, aktiviert. In weiterer Folge verändern sich unzählige biochemische Prozesse in der Zelle, die schließlich zur Insulinproduktion führen.

Eine Arbeit von Patrick Collombat in derselben Ausgabe von Cell zeigt, dass im Mausmodell die Injektion von GABA zur Umwandlung von Alpha- zu Beta-Zellen auslöst, und deutet damit auf denselben Wirkmechanismus der beiden Substanzen hin.

Die Wirkung der Malaria-Medikamente konnten die Forscher nicht nur in der Zellkultur nachweisen:

In Zusammenarbeit mit anderen Forschungsgruppen (Martin Distel, CCRI Wien; Dirk Meyer, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck; Patrick Collombat, Physiogenex) wurde diabetischen Fischen, Ratten und Mäusen der Wirkstoff verabreicht, und tatsächlich erhöhte sich ihre Beta-Zellmasse, ihr Blutzuckerspiegel normalisierte sich. Da sich die molekularen Bindungspartner von Artemisininen sowohl in Fischen, Ratten und Mäusen als auch im Menschen stark ähneln, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch hier ein ähnlicher Effekt eintritt, hofft Stefan Kubicek: „Natürlich muss man die Auswirkungen einer langfristigen Artemisinin-Verabreichung am Menschen noch gründlich und ausgiebig testen. Insbesondere ist bisher unbekannt, ob sich die Alpha-Zellen auch beim Menschen ständig regenerieren können. Außerdem müssen Wege gefunden werden, die neuen Beta-Zellen vor der Zerstörung durch das Immunsystem zu schützen.

Doch wir sind sehr zuversichtlich, mit den Artemisininen und deren Wirkmechanismen die Grundlagen für eine neue Form der Therapie gegen Typ-1 Diabetes gefunden zu haben.“

Graphische Darstellung der Wirkungsweise von Artemisininen in Alpha-Zellen
----------------------------------------------------------------------------------
Graphische Darstellung der Wirkungsweise von Artemisininen in Alpha-Zellen Cell Press

Die Studie “Artemisinins Target GABAA Receptor Signaling and Impair α Cell Identity” erscheint am 1. Dezember 2016 in der Zeitschrift Cell; DOI:10.1016/j.cell.2016.11.010.

Autoren: Jin Li, Tamara Casteels, Thomas Frogne, Camilla Ingvorsen, Christian Honoré, Monica Courtney, Kilian V.M. Huber, Nicole Schmitner, Robin A. Kimmel, Roman A. Romanov, Caterina Sturtzel, Charles-Hugues Lardeau, Johanna Klughammer, Matthias Farlik, Sara Sdelci, Andhira Vieira, Fabio Avolio, Francois Briand, Igor Baburin, Peter Májek, Florian M. Pauler, Thomas Penz, Alexey Stukalov, Manuela Gridling, Katja Parapatics, Charlotte Barbieux, Ekaterine Berishvili, Andreas Spittler, Jacques Colinge, Keiryn L. Bennett, Steffen Hering, Thierry Sulpice, Christoph Bock, Martin Distel, Tibor Harkany, Dirk Meyer, Giulio Superti-Furga, Patrick Collombat, Jacob Hecksher-Sørensen, und Stefan Kubicek.

Förderung: Die Studie erhielt Förderungen von der Juvenile Diabetes Research Foundation (JDRF), dem European Research Council (ERC), der Medizinischen Universität Wien, der European Molecular Biology Organization (EMBO), der NovoNordisk Foundation, dem Marie Skłodowska-Curie Programm der Europäischen Kommission, dem Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF), der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), dem INSERM AVENIR Programm; der FMR, dem ANR/BMBF, LABEX SIGNALIFE, der Max-Planck Gesellschaft, Club Isatis, Herr und Frau Dorato, Herr und Frau Peter de Marffy-Mantuano, sowie der Fondation Générale de Santé and the Foundation Schlumberger pour l’Education et la Recherche.

Stefan Kubicek studierte organische Chemie in Wien und Zürich und promovierte in der Gruppe von Thomas Jenuwein am Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien. Darauf folgte seine Arbeit als Postdoc bei Stuart Schreiber am Broad Insitute von Harvard und MIT im US-Amerikanischen Cambridge. 2010 begann er als Gruppenleiter am CeMM zu arbeiten. Er ist Leiter der Abteilung für Chemisches Screening am CeMM, der Österreichischen Plattform für Chemische Biologie (PLACEBO) und des Christian Doppler Labors für Chemische Epigenetik und Antiinfektiva.

Das CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist eine internationale, unabhängige und interdisziplinäre Forschungseinrichtung für molekulare Medizin unter wissenschaftlicher Leitung von Giulio Superti-Furga. Das CeMM orientiert sich an den medizinischen Erfordernissen und integriert Grundlagenforschung sowie klinische Expertise um innovative diagnostische und therapeutische Ansätze für eine Präzisionsmedizin zu entwickeln. Die Forschungsschwerpunkte sind Krebs, Entzündungen, Stoffwechsel- und Immunstörungen, sowie seltene Erkrankungen. Das Forschungsgebäude des Institutes befindet sich am Campus der Medizinischen Universität und des Allgemeinen Krankenhauses Wien.
www.cemm.at

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com




 





Über Google: Medizn am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Mag. Wolfgang Däuble
CeMM
Research Center for Molecular Medicine
of the Austrian Academy of Sciences
Lazarettgasse 14, AKH BT 25.3
1090 Vienna, Austria
Phone +43-1/40160-70 057
Fax +43-1/40160-970 000
wdaeuble@cemm.oeaw.ac.at w
ww.cemm.at
Mag. Wolfgang Däuble
CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften


Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://dx.doi.org/10.1016/j.cell.2016.11.010

Menschliches Immunsystem

Medizin am Abend Berlin Fazit: Wächter des menschlichen Immunsystems enträtselt

Dendritische Zellen sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems: 

Sie erkennen Eindringlinge, nehmen sie auf und lösen daraufhin eine vollständige Immunantwort aus. 

Ein Forscherteam unter Federführung des Universitätsklinikums Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des LIMES-Instituts der Universität Bonn haben nun grundlegende Erkenntnisse zu menschlichen dendritischen Zellen gewonnen, die in Zukunft auch zur Entwicklung neuartiger Immuntherapieansätze beitragen könnten. 

Die Ergebnisse sind jetzt im renommierten Fachmagazin „Science Immunology“ veröffentlicht worden. 

Während dendritische Zellen des lymphatischen Systems überwiegend durch ihre Entwicklung geprägt sind, werden sie in der Lunge und der Haut vorwiegend durch gewebespezifische Faktoren beeinflusst.
 Während dendritische Zellen des lymphatischen Systems überwiegend durch ihre Entwicklung geprägt sind, werden sie in der Lunge und der Haut vorwiegend durch gewebespezifische Faktoren beeinflusst.
© Carla Schaffer / AAAS
 
  • Dendritische Zellen – ihren Namen verdanken sie den unzähligen Verzweigungen ihrer Oberfläche – besiedeln weite Teile des menschlichen Körpers, wo sie eine regelrechte Wächterrolle einnehmen. 

Erkennen sie einen Krankheitserreger, wird dieser in die Zelle aufgenommen und verarbeitet.

  • Daraufhin setzt sich die dendritische Zelle in Bewegung, um in einem nahegelegenen Lymphknoten mit anderen Immunzellen – zum Beispiel T-Zellen – zu interagieren und erregerspezifische Immunantworten auszulösen. 

Somit nehmen dendritische Zellen eine ganz besondere Rolle im Gesamtgefüge des Immunsystems ein. In den letzten Jahren stellte sich heraus, dass dendritische Zellen in der Maus aus verschiedenen Untergruppen zusammengesetzt sind, die sich teils deutlich in ihrer Funktion und Verteilung im Körper unterscheiden. Über die entsprechende Situation im Menschen war bislang wenig bekannt.

Nun haben Dr. Gordon Heidkamp und Prof. Dr. Diana Dudziak vom Uni-Klinikum Erlangen erstmals eine Übersichtsarbeit angefertigt, in der dendritische Zellen systematisch in verschiedenen menschlichen Organen – Blut, Milz, Thymus, Mandeln, Knochenmark, Nabelschnurblut – mittels 16-Farben-Durchflusszytometrie charakterisiert wurden. Anhand dieser Fluoreszenz-basierten Methode war es möglich, die unterschiedlichen Immunzellen getrennt voneinander darzustellen, Häufigkeiten verschiedener Untergruppen von dendritischen Zellen zu ermitteln und wichtige Oberflächenproteine zu identifizieren. So konnten die Wissenschaftler zeigen, dass das Oberflächenprofil der jeweiligen Untergruppe von dendritischen Zellen in den verschiedenen Geweben konstant ist.

Zusätzlich ist es den Erlanger Wissenschaftlern gelungen, dendritische Zellen aus dem Gesamtgemenge an Zellen im menschlichen Blut, in der Milz und im Thymus zu isolieren und deren Erbinformation in Form von Ribonukleinsäure (RNA) zu untersuchen.

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink: Berufskrankheiten  

,Die äußerst aufwendige Datenanalyse erfolgte in enger Kooperation mit Jil Sander und Prof. Dr. Joachim L. Schultze vom LIMES (Life and Medical Sciences) Institut der Universität Bonn. Die Bonner Kollegen konnten durch innovative Analysemethoden, zum Beispiel Cibersort Analyse, eindrucksvoll bestätigen, dass die jeweiligen Untergruppen der dendritischen Zellen ein sehr konstantes Profil zeigen, unabhängig davon, ob sie sich im Blut, in der Milz oder im Thymus befinden. 

Prof. Dr. Schultze erörtert:
„Interessanterweise zeigten sich im Gegensatz dazu in nicht-lymphatischen Organen wie der Haut oder der Lunge, dass hier Gewebe-spezifische Faktoren einen größeren Einfluss auf das Transkriptom der dendritischen Zellen haben.“
  • Aufgrund der aktuell veröffentlichten Ergebnisse und der besonderen Eigenschaften von dendritischen Zellen erhoffen sich die Wissenschaftler Auswirkungen auf die Therapie bestimmter Erkrankungen des Immunsystems und auf die Entwicklung neuer Ansätze für die Behandlung von Tumorerkrankungen. 

„Es gibt Erkenntnisse, dass dendritische Zellen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von innovativen Immuntherapieansätzen spielen können. Unsere Ergebnisse helfen dabei, grundlegende Eigenschaften dieser Zellen besser zu verstehen“, fasst Prof. Dr. Diana Dudziak zusammen.

Die Studie wurde in einer engen Kollaboration zwischen Dr. Gordon Heidkamp und Prof. Dr. Diana Dudziak vom Universitätsklinikum Erlangen sowie Jil Sander und Prof. Dr. Joachim L. Schultze vom LIMES (Life and Medical Sciences) Institut der Universität Bonn, Mitglieder des Exzellenzclusters ImmunoSensation, durchgeführt. Insgesamt waren 31 Wissenschaftler an den Standorten Erlangen, Bonn, Kiel, Bamberg, Augsburg, Frankfurt und Singapur an dem Projekt beteiligt.

Publikation: Human lymphoid organ dendritic cell identity is predominantly dictated by ontogeny, not tissue microenvironment, „Science Immunology“

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt 
www.medizin-am-abend.blogspot.com






 








Über Google: Medizin am Abend Berlin
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V

Poppelsdorfer Allee 49
53115 Bonn
Deutschland
Nordrhein-Westfalen  


Prof. Dr. Joachim L. Schultze
LIMES Institut (Life and Medical Sciences)
Einheit der Genomik und Immunregulation
Tel. +49(0)228/7362787
E-Mail: j.schultze@uni-bonn.de

Prof. Dr. Diana Dudziak
Universitätsklinikum Erlangen
Department Dermatologiea
Labor für Biologie dendritischer Zellen
Tel. +49(0)9131/8539346
E-Mail: diana.dudziak@uk-erlangen.de
Johannes Seiler Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
 


360° TOP-Hinweis: Rettungsstelle-KANZEL: Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Medizin am Abend Berlin Fazit: DIVI-Kongress 2016: Keine unliebsamen Überraschungen

Es ist ein echter Fall. 

Zugetragen hat sich das Drama in den letzten Wochen: 

Vermutlich dachte die Patientin aus Nordrhein-Westfalen, alles richtig gemacht zu haben. Schließlich hatte sie im Gegensatz zu vielen anderen eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung. Doch nun liegt sie im Koma und muss höchstwahrscheinlich gegen ihren eigenen Wunsch weiterleben. 

  • Nicht konkret genug seien die Angaben auf den von ihr ausgefüllten Formularen, lautete das Urteil des Bundesgerichtshofs. 
 
„Dieser tatsächliche Fall ist leider kein Einzelfall“, sagt Professor Stefan Kluge, Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Präsident des 16. DIVI-Kongresses. „Laut einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs kann eine Patientenverfügung nur dann in Kraft treten, wenn sie sehr präzise und konkret umgesetzt werden kann.

Doch was heißt das?

Ist es nicht eindeutig, wenn der Patient schreibt, er wünscht für den Fall, dass das Gehirn durch Krankheit oder Unfall einen schweren Dauerschaden erleidet, keine lebensverlängernden Maßnahmen? Nein, das ist es nicht!

Intensivmedizinische Behandlungen müssen exakt benannt werden. 

Dazu gehören Maßnahmen wie die künstliche Ernährung oder eine künstliche Beatmung.

  • Ebenso wie etwa in der Behandlungssituation, bei der sich jemand im Wachkoma befindet oder im Endstadium einer unheilbaren Krankheit. 

„Wenn nur ein Punkt fehlt, dürfen wir Ärzte nicht eingreifen“, erklärt Professor Kluge, der auch Direktor für die Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ist. „Deshalb lohnt es sich, seine Patientenverfügung noch einmal genau durchzugehen.“ Für den Patienten ist es wichtig zu wissen: Die Patientenverfügung muss nicht medizinisch perfekt formuliert, aber eben konkret und aussagefähig sein.


  • Liegt keine Patientenverfügung vor, wie es bei 70 Prozent aller Bundesbürger nach wie vor der Fall ist, muss der „mutmaßliche Wille“ ermittelt werden. 

Nötig dafür ist allerdings außerdem eine Vorsorgevollmacht. 

„Ehepartner oder Familienangehörige wähnen sich oft auf der sicheren Seite und glauben sich gegenseitig vertrauen zu können“, sagt der Experte. „Doch dem ist nicht so.

  • Bei Handlungsunfähigkeit bestellt das Gericht einen Betreuer und dieser muss nicht unbedingt ein naher Verwandter sein.“ Wer also nicht möchte, dass sich ein Fremder um seine Belange kümmert, sollte dies mit einer Vorsorgevollmacht verhindern.

Mit der Vorsorgevollmacht ist es möglich, eine Person des Vertrauens zu ermächtigen, alle persönlichen und gesetzlichen Entscheidungen zu treffen, wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist.

Ein handschriftlich verfasster Text oder ein Formular genügen. „Es ist ratsam, das Schriftstück dem Hausarzt vorzulegen, um eventuelle Unklarheiten zu beseitigen“, sagt der Hamburger Intensivmediziner. „Das gilt auch für die Bereitschaft zur Organspende.“

In den meisten Fällen setzen sich Ehepartner gegenseitig als Bevollmächtigte ein. „Das ist verständlich, es geht ja schließlich um uneingeschränktes Vertrauen“, führt Professor Kluge aus. „Doch im hohen Lebensalter kann es Sinn machen, noch eine weitere, jüngere Person zu bevollmächtigen. Ideal sind erwachsene Kinder. Denn es ist möglich, dass der in der Regel selbst schon ältere Ehepartner mit der Verantwortung überfordert ist oder sogar vor ihm stirbt.“ Übrigens: Niemand muss sich einen teuren Anwalt nehmen, um eine korrekt formulierte Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung aufzusetzen. Auch eine Beglaubigung oder Beurkundung ist laut Gesetz nicht vorgeschrieben. Sehr gute Anleitungen mit Textbausteinen, die den neuesten gesetzlichen Anforderungen entsprechen, bietet das Bundesjustizministerium (http://www.bjm.de).

DIVI weltweit einzigartig

Die 1977 gegründete DIVI ist ein weltweit einzigartiger Zusammenschluss von mehr als 2000 Anästhesisten, Neurologen, Chirurgen, Internisten, Kinder- und Jugendmedizinern sowie Fachkrankenpflegern und entsprechenden Fachgesellschaften: Ihre fächer- und berufsübergreifende Zusammenarbeit und ihr Wissensaustausch machen im Alltag den Erfolg der Intensiv- und Notfallmedizin aus. Insgesamt bündelt die DIVI damit das Engagement von mehr als 30 Fachgesellschaften und persönlichen Mitgliedern. Mehr unter http://www.divi.de.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt 
www.medizin-am-abend.blogspot.com






 










Über Google: Medizin am Abend Berlin
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.


Larissa Vogt
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.
Luisenstraße 45
10117 Berlin
Tel: 030 4000 5635
Fax: 030 4000 5637
Mobil: 0173 6194422
 

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.divi2016.de - Webauftritt des 16. DIVI-Kongresses

http://www.divi.de - Website der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.