Qualitätszirkel Nieren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Cardiovascular Prevention Center @Charité

Herzinsuffizienz

Universitätzmedizin Rostock

Universitätsmedizin Greiswald

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

jkb

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

CIRS Bayern

Gender Medizin

idw

Pilzarten

space


Einer Studie der Universität Trier nach ist man damit in Deutschland nicht allein. In der Bevölkerung sind kaum Kenntnisse über Champignon und Co vorhanden.

Im Rahmen der Studie aus der Biologie-Didaktik wurde das Wissen über einheimische Pilzarten in einer repräsentativen Stichprobe von 747 Personen in Deutschland untersucht. Sie zeigte erhebliche Wissenslücken in Bezug auf Pilzarten, die vermutlich zur anhaltenden Vernachlässigung der Organismengruppe der Pilze in Forschung, Naturschutz und Bildung beiträgt. Das könnte negative Folgen für die Erreichung globaler Biodiversitätsziele haben.

Im Durchschnitt konnten die Teilnehmenden nur 16,7 % der gezeigten heimischen Pilzarten korrekt identifizieren – mehr als ein Viertel war nicht in der Lage, eine einzige Art zu bestimmen. Nur etwa ein Drittel erkannte den Speisewert richtig. 70 % konnten keine 5 Pilzarten auflisten. Die Mehrheit ging fälschlicherweise davon aus, dass Pilze Pflanzen seien.

Die Autorinnen und Autoren betonen daher, dass Pilze in Lehrplänen, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit stärker berücksichtigt werden sollten, da Artenkenntnis als wichtige Grundlage für umweltfreundliches Verhalten und Naturschutz gilt. „Menschen neigen dazu, nur das zu schätzen und zu schützen, was sie kennen“, erklärt Autorin Ina Schanz. „Daher ist eine zentrale Voraussetzung für den Schutz der Biodiversität die sogenannte Species Literacy – also die Artenkenntnis, die neben der Fähigkeit zu deren Identifikation auch das Wissen über Arten, deren Lebensräume und ihre ökologische Bedeutung umfasst.“
Pilze mit Image-Problem

Frühere Studien zeigten, dass die Artenkenntnis in der Bevölkerung in Bezug auf Tiere und Pflanzen allgemein niedrig ist. Besonders wenig bekannt war bislang über das Wissen zu Pilzen, obwohl sie nach den Tieren das zweitgrößte Organismenreich darstellen. Pilze werden häufig negativ konnotiert, etwa im Zusammenhang mit Krankheiten, Schimmel oder Vergiftungen. Diese Wahrnehmung verdeckt ihre enorme ökologische und auch gesellschaftliche Bedeutung. Pilze sind für das Funktionieren der Ökosysteme unverzichtbar.

Als wichtigste Zersetzer organischer Substanz spielen sie eine zentrale Rolle in Stoffkreisläufen, interagieren mit Pflanzen und Mikroorganismen und liefern dem Menschen wertvolle Substanzen wie Antibiotika und cholesterinsenkende Medikamente. Dennoch gab es kaum Studien zum Artenwissen über Pilze – insbesondere in Deutschland. Diese Forschungslücke wurde in der aktuellen Studie angegangen.

Als Konsequenz aus den Ergebnissen entwickelt das Team der Universität Trier derzeit ein neues Pilzmodul im Lehr-Lern-Labor Biologie, das Schülerinnen und Schülern die Vielfalt, Morphologie und die ökologische Bedeutung der Pilze näherbringen soll. Ziel ist es, Artenkenntnis und Naturbewusstsein frühzeitig zu fördern und damit langfristig zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) beizutragen.

Zur Studie: https://www.nature.com/articles/s41598-026-41150-w

MaAB - Medizin am Abend Berlin Fortbildungen VOR ORT

Dr. Simon Thijs
Ina Schanz & Prof. Dr. Martin Remmele
Biologie und ihre Didaktik
Mail: schanz@uni-trier.de
Tel. +49 651 201-4638

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen