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Chronische Entzündungszustände - Modulierbares Altern

Medizin am Abend Berlin Fazit: „Inflamm-Aging“ - Ist das Alter eine Entzündung?

Rot, geschwollen, schmerzhaft – so stellen wir uns in der Regel eine Entzündung vor. 
  • Entzündungsvorgänge können aber auch sehr viel diskreter und ohne erkennbare klinische Symptome ablaufen. 
  • Gerade diese unterschwelligen, chronischen Entzündungen sind es, die seit einigen Jahren im Verdacht stehen, wesentlich zum Alterungsprozess und zu alterstypischen Erkrankungen wie Arteriosklerose, Diabetes oder Alzheimer beizutragen.  
Wie chronische Entzündungszustände entstehen und wie sich dieser auch als „Inflamm-Aging“ bezeichnete Prozess beeinflussen lässt, war eines der Themen auf der Eröffnungs-Pressekonferenz anlässlich Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), die in Mannheim stattfandt.

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Den Begriff Inflamm-Aging ist aus den englischen Wörtern für Entzündung (inflammation) und Altern (ageing) zusammengesetzt und wurde bereits im Jahr 2000 geprägt.

  • Der italienische Immunologe Claudio Franceschi beschrieb damit die heute allgemein anerkannte Tatsache, dass das Immunsystem im Verlauf seines normalen Alterungsprozesses immer mehr entzündungsfördernde Botenstoffe freisetzt. 

„Die Balance zwischen den verschiedenen Zelltypen des Immunsystems verändert sich mit zunehmendem Alter“, erläutert Professor Dr. med. Cornel C. Sieber, Vorsitzender der DGIM 2017/2018, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg und Direktor am Institut für Biomedizin des Alterns, Universität Erlangen-Nürnberg.
  • So nimmt etwa die Aktivität der adaptiven, also gegen spezifische Krankheitserreger gerichteten Immunabwehr ab, die der unspezifischeren, angeborenen Immunabwehr dagegen nimmt zu.
In der Folge werden vermehrt Botenstoffe wie:
Prostaglandin E2,
Interleukin-6,
Interferon-gamma,
TNF-alpha
produziert, die für Entzündungen typisch sind. 

Dieser proinflammatorische Botenstoff-Mix wiederum fördert die Bildung freier Radikale - aggressiver Sauerstoffverbindungen, die prinzipiell jedes Gewebe schädigen können.

„Auch dieser oxidative Stress trägt vermutlich zu Alterungsvorgängen bei“, sagt Sieber. 
  • Typische Alterskrankheiten, deren Entstehung mit dem Inflamm-Aging in Verbindung gebracht wird, sind neben der Alzheimer-Demenz auch Osteoporose, Arteriosklerose, Arthritis oder Diabetes.
  • Wie stark sich das Zusammenspiel der Immunbotenstoffe verschiebt, ob sich die Folgen noch zu Lebzeiten klinisch bemerkbar machen und – wenn ja – an welchen Organen sie sich manifestieren, ist zum Teil genetisch festgelegt. 

„Die gute Nachricht ist jedoch, dass die beim Inflamm-Aging ablaufenden Prozesse sich ganz wesentlich auch durch den Lebensstil beeinflussen lassen“, sagt Sieber.

Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und das Pflegen von Sozialkontakten – diese drei Faktoren könnten stark dazu beitragen, Entzündungsphänomene zu begrenzen und oxidativen Stress zu reduzieren. 

Besonders die so genannte mediterrane Diät, die reich an Obst und Gemüse und somit an Antioxidantien ist, hält Sieber für geeignet, um entzündliche und gewebeschädigende Prozesse zu bremsen.

Sein ermutigendes Fazit: Man kann zwar nicht verhindern, dass man altert – aber das Altern ist modulierbar.

- „Inflamm-Aging“ – Ist das Alter eine Entzündung?
Professor Dr. med. Cornel C. Sieber
Vorsitzender der DGIM 2017/2018, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, Direktor Institut für Biomedizin des Alterns, Universität Erlangen-Nürnberg

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PD Dr. med. Katrin Singler
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Professor Dr. med. Friedrich Köhler
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Thema: „Masern, MRSA, Mikrobiom: Infektionen vorbeugen, bekämpfen und besiegen“


- Antibiotikaentwicklung in Zeiten neuer Infektionen
Prof. Dr. Hans-Georg Sahl
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- Masern: Was Sie über die unterschätzte Infektion wissen sollten
Prof. Dr. Dr. Sabine Wicker
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Prof. Dr. med. Dr. h. c. Ulrich R. Fölsch
Generalsekretär der DGIM, Kiel

- Gesundheitsfaktor Mikrobiom: Modulation durch Präbiotika, Probiotika oder Antibiotika
Prof. Dr. Andreas Stallmach
Universitätsklinikums Jena, Klinik für Innere Medizin IV, Jena


- Brainfood: Welche Lebensmittel unser Gehirn leistungsfähiger machen
Professor Dr. med. Cornel C. Sieber
Vorsitzender der DGIM 2017/2018, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, Direktor Institut für Biomedizin des Alterns, Universität Erlangen-Nürnberg

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Professor Dr. med. Ulrich R. Fölsch
Generalsekretär der DGIM aus Kiel

- Das Mikrobiom: Darmkeime als Allheilmittel? Wo sie heute schon helfen
Professor Dr. med. Stephan C. Bischoff
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- Personalisierte Ernährung: Was Gene uns über die „richtige“ Ernährung sagen können
Professor Dr. oec. troph. habil. Hannelore Daniel
Leiterin des Lehrstuhls für Ernährungsphysiologie an der Technischen Universität München
 
Klug entscheiden-Empfehlungen der DGIM bei Amboss
Dr. med. Kenan Hasan
Product Manager AMBOSS Professional, Berlin

- Fazit zum 124. Internistenkongress
Professor Dr. med. Cornel C. Sieber
Vorsitzender der DGIM 2017/2018, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, Direktor Institut für Biomedizin des Alterns, Universität Erlangen-Nürnberg

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Professor Dr. med. Ulrich R. Fölsch
Generalsekretär der DGIM aus Kiel

- Steigendes Durchschnittsalter bis zum „Ewigen Leben“? Wann der Körper sein Verfallsdatum erreicht
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Direktor des Instituts für Neurobiologie an der Universität Lübeck
Klinik Codex der DGIM: Aktuelle Entwicklung der Initiative
Professor Dr. med. Petra-Maria Schumm-Draeger
Ärztliche Direktorin des Zentrums Innere Medizin / Fünf Höfe, München

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Professor Dr. med. Claus Franz Vogelmeier
Vorsitzender der DGIM 2018/2019, Direktor der Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie des Universitätsklinikums Gießen/Marburg



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