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Stress-MRT - kardialer MRT Bildgebung - MRI Core Lab

Medizin am Abend Berlin Fazit: Professur für Sebastian Kelle

Der DHZB-Oberarzt ist auf die Diagnostik von Herz-Kreislauferkrankungen mit der Magnetresonanztomographie (MRT) spezialisiert und betreibt in diesem Bereich seit vielen Jahren intensive Forschung 

Prof. Dr. med. Sebastian Kelle
Prof. Dr. med. Sebastian Kelle DHZB
 
PD Dr. med. Sebastian Kelle, Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie am Deutschen Herzzentrum Berlin (Leitung: Prof. Dr. Burkert Pieske) ist zum W2-Universitätsprofessor für „molekulare und funktionelle koronar-vaskuläre MRT-Bildgebung“ an der Charité Universitätsmedizin Berlin (in Kooperation mit dem DHZB) berufen worden.

  • Bundesweit gibt es nur 3 vergleichbare Universitätsprofessuren.

Sebastian Kelle ist sowohl Facharzt für Innere Medizin als auch für Kardiologie mit der Zusatzbezeichnung: „Kardiale MRT“ und seit 2002 am DHZB tätig.

Seitdem beschäftigt er sich intensiv mit kardialer MRT-Bildgebung. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt an der Johns-Hopkins-University in Baltimore von 2007-2009 habilitierte er sich 2012 mit einer Arbeit zur klinischen Wertigkeit von sogenannten „Stress-MRT“ -Untersuchungen und ist von mehreren internationalen Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, European Association of Cardiovascular Imaging, Society for Cardiovascular Magnetic Resonance) zertifizierter Level III-Experte (höchster Grad) für die kardiale MR-Diagnostik. Sebastian Kelle besitzt zudem die 12-monatige Weiterbildungsermächtigung der Berliner Ärztekammer für kardiale MRT.

Am DHZB wird die kardiale MRT bereits seit 1996 eingesetzt, das Zentrum spielt in der Entwicklung dieser modernen diagnostischen Methode seit langem eine international führende Rolle. Seit drei Jahren betreibt Prof. Kelle maßgeblich den Aufbau eines „MRI Core Lab“, um diese große Erfahrung und Expertise besser für die Forschung nutzbar zu machen.

„Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um eine Datenbank mit MRT-Befunden in Verbindung mit detaillierten Daten über den Patienten, seinem Krankheitsverlauf sowie der bisherigen Behandlung“, erklärt Prof. Kelle, „diese Verbindung aus Daten und Know-how stellen wir auf Antrag für Studien zur Verfügung und begleiten dann auch deren Durchführung.“

Zusätzlich erfolgen qualitative Auswertungen als geblindetes MRI-Core-Lab. Dies erfolgt schon heute im Rahmen mehrerer Studien des Deutschen Zentrums für Herzkreislaufforschung (DZHK), multizentrischer Forschungsstudien sowie im Auftrag für klinische Phase I, II und III-Studien.

Als Universitätsprofessor kann sich Kelle nun neben der klinischen Tätigkeit noch intensiver mit der Forschung beschäftigen.

„Viele unserer bisherigen Ergebnisse werden bereits in der klinischen Routine umgesetzt“, sagt Kelle, „mit einigen Studien stehen wir in der letzten Phase vor der Zulassung neuer Medikamente, in anderen Bereichen stehen wir noch am Anfang und freuen uns auf die Herausforderung.“
  • Kelle versteht seine Berufung als „Verpflichtung den Patienten gegenüber, weiterhin intensive und klinisch umsetzbare Forschung zu betreiben“ – und als „Würdigung der Arbeit unserer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe sowie des ganzen Teams aus Ärzten und Pflegekräften“. 

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360° TOP-Hinweis: 36. Berliner Halbmarathon am 3. April 2016: Kranke Frauenherzen - DHZB

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Treffsichere Diagnosemethode für kranke Frauenherzen

Weil sich Herzkrankheiten geschlechtsspezifisch unterschiedlich äußern können, sind nicht alle nicht-invasiven Testverfahren für Frauen und Männer gleich gut geeignet. 
  • Die „3-dimensionale kardiale Perfusions-Magnetresonanztomografie“ ist in der Herzmedizin bei Frauen sogar noch treffsicherer als bei Männern. 
  • Eine neuen Studie zeigt, dass in der Herzmedizin die Diagnosemethode „3-dimensionale kardiale Perfusions-Magnetresonanztomografie“ bei Frauen noch präziser wirkt als bei Männern. 
  • Bei Frauen beträgt die diagnostische Genauigkeit 94 Prozent gegenüber 87 Prozent bei Männern. 
  • Die 3-dimensionale Perfusions-MRT sei somit für Frauen und Männer eine geeignete nicht-eingreifende Diagnosemethode für Minderdurchblutungen des Herzens, folgert Studien-Erstautorin Dr. Sandra Hamada (Zürich). 
Diese Ergebnisse sind insofern praktisch bedeutsam, als bei Herzkrankheiten Häufigkeit, Symptome und krankhafte Veränderungen bei Frauen und Männern unterschiedlich sein können. Nicht alle nicht-eingreifenden Testverfahren, betonen die Studienautoren, sind für Frauen und Männer in gleicher Weise geeignet.

Die Erfassung des kardiovaskulären Risikos und die nicht-invasive Diagnostik von Durchblutungsstörungen bei Frauen „sind deshalb in den letzten Jahren zunehmend in den wissenschaftlichen Fokus gerückt“, sagte Dr. Hamada auf der 82. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Vom 30. März bis 2. April 2016 treffen in Mannheim mehr als 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammen.

Die 3-dimensionale Perfusions-MRT erlaubt durch beschleunigte Aufnahmeverfahren bei hoher räumlicher Auflösung die Abdeckung des gesamten Herzmuskels.

Ziel der internationalen Untersuchung war es, die diagnostische Genauigkeit der 3-dimensionalen Perfusions-MRT bei Frauen zu überprüfen.

220 Patienten, davon 65 Frauen und 155 Männer, wurden an fünf europäischen Zentren (Universitätsspital Zürich; Universitätsklinikum RWTH Aachen; Deutsches Herzzentrum Berlin; King`s College und Universität Leeds) untersucht.

Patienten, die zur Untersuchung ihrer Herzkranzgefäße mittels Herzkatheter in diesen Zentren vorgesehen waren, erhielten zuvor eine 3-dimensionale Stress- und Ruheperfusions-MRT. 

Bei allen Patienten wurde zum Vergleich auch eine Flussreservemessung (fractional flow reserve, FFR) durchgeführt, bei der festgestellt wird, wie sehr eine Engstelle den Blutfluss im Herzkranzgefäß einschränkt.

  • Die Sensitivität der 3-dimensionalen Perfusions-MRT betrug bei Frauen 93 Prozent gegenüber 84 Prozent bei Männern. 
Sie gibt an, bei welchem Prozentsatz erkrankter Patienten die Krankheit durch die Anwendung des Diagnoseverfahrens tatsächlich erkannt wird.

Die Fähigkeit, tatsächlich Gesunde als gesund zu identifizieren („Spezifität“) lag bei Frauen bei 94 Prozent gegenüber 90 Prozent bei Männern.

Quelle: DGK Abstract V 961, Hamada et al., Multi-center study of whole-heart dynamic 3-dimensional cardiac magnetic resonance perfusion imaging fort he detection of coronary artery disease – analysis of diagnostic performance in women. Clin Res Cardiol 105, Suppl 1, March 2016.

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Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit über 9500 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nau-heim gegründet, ist die DGK die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.

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