Qualitätszirkel Nieren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Cardiovascular Prevention Center @Charité

Herzinsuffizienz

Universitätzmedizin Rostock

Universitätsmedizin Greiswald

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

jkb

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

CIRS Bayern

Gender Medizin

idw

Heute 18.00 Uhr: Menschliche Gesichter für den Hund: Zorniges Frauengesicht

Medizin am Abend Fazit: Hunde können Emotionen in menschlichen Gesichtern unterscheiden

KognitionsforscherInnen der Vetmeduni Vienna wiesen erstmals nach, dass
Hunde zwischen fröhlichen und zornigen Menschengesichtern unterscheiden
können. Voraussetzung dafür: Die Hunde müssen diese Emotionen zuvor beim
Menschen gelernt haben. Diese Fähigkeit könnte das Resultat der engen
Mensch-Tier-Beziehung sein, in der Hunde gelernt haben, Aspekte der
nonverbalen Kommunikation der Menschen zu verstehen. Die Ergebnisse werden
in der renommierten Fachzeitschrift Current Biology veröffentlicht.

Hunde können die Gesichter verschiedener Menschen auf Bildern
unterscheiden. Diese Fähigkeit haben die Forschenden des Messerli
Forschungsinstitutes bereits 2013 nachgewiesen.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3807667/http:

Ob Hunde auch Emotionen in Gesichtern von Artfremden wahrnehmen können, wurde bisher noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen.

Hunde unterscheiden menschliche Emotionen via Touch-Screen

Corsin Müller und Ludwig Huber vom Messerli Forschungsinstitut haben diese
Fähigkeit gemeinsam mit Kolleginnen im Clever Dog Lab an der Vetmeduni
Vienna erforscht.

Sie präsentierten 20 Hunden jeweils ein fröhliches und
ein zorniges Frauengesicht nebeneinander auf einem Touch-Screen.





Die Hunde stubsen mit ihrer Schnauze das richtige Bild an.
Die Hunde stubsen mit ihrer Schnauze das richtige Bild an.
Clever Dog Lab / Vetmeduni Vienna

Hunde der einen Testgruppe wurden in der Übungsphase darauf trainiert, nur
fröhliche Gesichter anzustupsen. Eine andere Gruppe sollte nur zornige
Gesichter auszuwählen.

Um auszuschließen, dass sich die Tiere lediglich an auffälligen
Bildunterschieden wie den hervorscheinenden Zähnen oder den Zornesfalten
zwischen den Augen orientieren, zerteilten die Forschenden die Bilder
horizontal. Die Hunde bekamen währen der Trainingsphasen also entweder nur
die Augen- oder die Mundpartie zu sehen.

Und tatsächlich waren die Treffer nicht zufällig. Die meisten Hunde
lernten zwischen fröhlichen und zornigen Gesichtshälften zu unterscheiden
und schafften anschließend die korrekte Zuordnung auch spontan für
komplett neue Gesichter, ebenso wie für die Gesichtshälften, die sie in
der Übungsphase nicht zu sehen bekommen hatten.

Hunde erlernen das Erkennen von fröhlichen Gesichtern schneller

Hunde, die auf fröhliche Menschengesichter trainiert waren, erlernten ihre
Aufgabe wesentlich schneller, als jene, die nur die zornigen Gesichter
anzeigen sollten. „Es sieht so aus, als würden die Hunde Hemmungen haben,
zornige Gesichter anzustupsen“, erklärt der Studienleiter Ludwig Huber.

„Wir gehen davon aus, dass die Hunde bei dieser Übung aus ihrer Erinnerung
schöpfen. Sie erkennen einen Gesichtsausdruck, den sie bereits
abgespeichert haben“, erklärt der Erstautor Corsin Müller. „Wir vermuten,
dass Hunde, die keine Erfahrungen mit Menschen haben, schlechter
abschneiden würden oder die Aufgabe gar nicht lösen könnten.“

Hunde sind unterschätzte Tiere

Hunde verfügen zwar über einen höher entwickelten Geruch- und Gehörsinn
als der Mensch, der Sehsinn der Vierbeiner ist jedoch etwa sieben Mal
schlechter entwickelt. „Dass Hunde die menschliche Gefühlswelt auf diese
Art wahrnehmen können, war bisher noch nicht bekannt. Um die Entwicklung
dieser Fähigkeiten noch besser zu verstehen, wollen wir diese Tests am
Touch-Screen in Zukunft auch mit Wölfen am Wolf Science Center
durchführen“, so Huber.

Seit drei Jahren forscht das Team um Ludwig Huber im WWTF-Projekt „Like
me“ daran, ob sich Hunde in die Gefühlswelt von Artgenossen oder Menschen
einfühlen können. Projektpartner an der MedUni Wien und der Universität
Wien erforschen entsprechend die empathischen Fähigkeiten der Menschen.

Service:

Der Artikel “Dogs Can Discriminate Emotional Expressions of Human Faces” von Corsin A. Müller, Kira Schmitt, Anjuli L. A. Barber und Ludwig Huber wird am 12. Februar 2015 um 18:00 Uhr MEZ im Journal Current Biology veröffentlicht.

Über die Veterinärmedizinische Universität Wien
Die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna) ist eine der
führenden veterinärmedizinischen, akademischen Bildungs- und
Forschungsstätten Europas. Ihr Hauptaugenmerk gilt den Forschungsbereichen
Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit, Tierhaltung und Tierschutz sowie
den biomedizinischen Grundlagen. Die Vetmeduni Vienna beschäftigt 1.300
MitarbeiterInnen und bildet zurzeit 2.300 Studierende aus. Der Campus in
Wien Floridsdorf verfügt über fünf Universitätskliniken und zahlreiche
Forschungseinrichtungen. Zwei Forschungsinstitute am Wiener
Wilhelminenberg sowie ein Lehr- und Forschungsgut in Niederösterreich
gehören ebenfalls zur Vetmeduni Vienna. Im Jahr 2015 feiert die Vetmeduni
Vienna ihr 250-jähriges Bestehen. www.vetmeduni.ac.at

Medizin am Abend DirektKontakt 

Prof. Ludwig Huber
Messerli Forschungsinstitut – Abteilung für Vergleichende
Kognitionsforschung
Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna)
ludwig.huber@vetmeduni.ac.at

Dr. Corsin Müller
Messerli Forschungsinstitut – Abteilung für Vergleichende
Kognitionsforschung
Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna)
T +43 1 25077-2688
corsin.mueller@vetmeduni.ac.at

Dr. Susanna Kautschitsch
Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna)
T +43 1 25077-1153
susanna.kautschitsch@vetmeduni.ac.at

Herzchirurgischen Eingriffe

Fachgesellschaft der deutschen Herzchirurgen veröffentlicht
Leistungsstatistik 2014: trotz höherem Durchschnittsalter der Patienten
bessere Überlebensraten

Die Fachgesellschaft der deutschen Herzchirurgen, die Deutsche
Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), hat am
Dienstag im Rahmen ihrer Jahrestagung in Freiburg die Operationszahlen und
Überlebensraten nach herzchirurgischen Eingriffe im Jahr 2014
veröffentlicht. Danach ist die Gesamtzahl der Operationen an den 79
Fachabteilungen für Herzchirurgie in Deutschland vom Jahr 2013 auf 2014
leicht auf über 100.000 gestiegen, wobei sich die Zahlen nach
Eingriffsgruppen differenziert unterschiedlich entwickelten. Kritisch
sehen die Herzchirurgen besonders die im internationalen Vergleich in
Deutschland niedrige Zahl der koronaren Bypass-Operationen vor dem
Hintergrund aktueller Leitlinien.

Genau 100.394 Operationen am Herzen haben die rund 950 in Deutschland
tätigen Herz-, Thorax- und Kardiovaskularchirurgen im Jahr 2014
durchgeführt. Damit ist die Gesamtzahl dieser Eingriffe das erste Mal seit
zehn Jahren wieder auf über 100.000 gestiegen. Im Jahr 2013 wurden 99.132
herzchirurgische Eingriffe durchgeführt.

Zählt man Eingriffe wie Herzschrittmacher- und Defibrillatorim- und
explantationen sowie Eingriffe an der herznahen Hauptschlagader ohne
Einsatz der Herz-Lungen-Maschine dazu, summiert sich die Anzahl auf
128.546 Eingriffe im Jahr 2014.

Trotz des von Jahr zu Jahr steigenden Alters der Patienten in den
herzchirurgischen Abteilungen – 14,2 Prozent der Patienten waren im
vergangenen Jahr 80 Jahre und älter – und dem entsprechenden Anstieg von
Patienten mit Begleiterkrankungen blieb die Krankenhaus-Überlebensrate in
den jeweiligen Eingriffskategorien stabil oder stieg sogar an.

+++Herzchirurgische Standorte flächendeckend verteilt+++
Gegenüber 2013 konstant geblieben ist im vergangenen Jahr auch die Zahl
der herzchirurgischen Fachabteilungen. „Die 79 Standorte verteilen sich in
Abhängigkeit der regionalen Bevölkerungsdichte über die gesamte
Bundesrepublik. Angesichts der tendenziell gleichbleibenden
Behandlungszahlen herzchirurgischer Eingriffe ist keinerlei Notwendigkeit
für die Einrichtung weiterer Fachabteilungen für Herzchirurgie gegeben“,
sagte Professor Jochen Cremer, Präsident der DGTHG bei der Vorstellung der
Zahlen.

+++Zahl der Bypass-Operationen kaum verändert+++
Ein leichter Rückgang war gegenüber dem Vorjahr in der Kategorie der
koronaren Bypass-Operation mit und ohne gleichzeitiger Durchführung eines
weiteren herzchirurgischen Eingriffs zu verzeichnen. So veränderte sich
die Zahl der isolierten und kombinierten koronaren Bypass-Operationen
gegenüber dem Vorjahr marginal von 54.266 auf 53.805.

Im Jahr 2006 waren noch 64.502 Eingriffe dieser Art von den deutschen
Herzchirurgen vorgenommen worden. Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass
die `Koronare Herzkrankheit´ (KHK) genannte Verengung von
Herzkranzgefäßen, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, in steigendem
Maße durch eine Katheterintervention mit Einsetzen eines Stents behandelt
wird. Dabei zeigen die Ergebnisse diverser medizinischer Studien und die
aktuellen Empfehlungen medizinischer Leitlinien, dass die Bypass-Operation
bei Befall mehrerer Herzkranzgefäße sowie komplizierteren Verengungen im
Hinblick auf die Überlebensrate und die dauerhafte Lebensqualität der
Patienten nach dem Eingriff die bessere Wahl ist.

„Die Entwicklung der Eingriffszahlen der koronaren Bypass-Operation muss
jeden Mediziner nachdenklich stimmen. Gerade auch weil in anderen
Industrienationen wie den USA proportional zur Bevölkerung mehr koronare
Bypass-Eingriffe und weniger Stentimplantationen vorgenommen werden. Wir
hoffen, dass die im Spätsommer veröffentlichte Aktualisierung der
europäischen `Guidelines on myocardial revascularisation´ und die im
Dezember veröffentlichte Aktualisierung der `Nationalen Leitlinie
Chronische KHK´ mit ihren klaren Empfehlungen, wann welches der beiden
Therapieverfahren zum Einsatz kommen sollte, helfen, die medizinische
Versorgung zu verbessern. Zudem wird in beiden Leitlinien die
Notwendigkeit eines interdisziplinären Teams bestehend aus einem
Herzchirurgen und einem Kardiologen betont, das den jeweiligen Patienten
über die Vor- und Nachteile der beiden Therapieansätze in seinem
individuellen Fall aufklären soll“, erläuterte Professor Anno Diegeler,
Sekretär der DGTHG.

+++Zahl der Herzklappenoperationen steigt um rund sechs Prozent an+++
Im Gegensatz zu den koronaren Bypass-Operationen steigt die Zahl der
Eingriffe bei Patienten mit erworbenen Defekten der Herzklappen seit
Jahren spürbar an. Wurden 2013 noch 29.672 Operationen dieser Art gezählt,
sind es im vergangenen Jahr 31.359 gewesen – eine Steigerung von knapp
sechs Prozent.

Der überwiegende Teil der Operationen von Herzklappen betrifft die
Aortenklappe. Allein 11.764 konventionelle herzchirurgische
Aortenklappenersatz-Operationen wurden im Jahr 2014 in Deutschland
vorgenommen. Damit hat sich die Zahl dieser Kategorie im Vergleich zum
letzten Jahr nicht verändert (2013: 11.765). Die Überlebensrate
(Krankenhausletalität) erreichte mit 97,3 Prozent einen neuen Rekordwert.
In weiteren 1.335 Fällen wurde in Kombinationseingriffen die Aortenklappe
zusammen mit der Mitralklappe operiert.

Die Zahl für kathetergestützte Aortenklappenimplantationen im Jahr 2014
ist in der Leistungsstatistik mit 8.631 angegeben (2013: 7.246).
Allerdings erfasst die DGTHG-Leistungsstatistik nur diejenigen dieser
Eingriffe, die aus der herzchirurgischen Fachabteilung übermittelt wurden.
Entgegen der europäischen Leitlinie wurden auch 2014 kathetergestützte
Aortenklappenimplantationen in Deutschland ohne die Erfüllung aller
notwendigen Strukturvoraussetzungen vorgenommen.

Professor Armin Welz, 1. Vize-Präsident der DGTHG, begrüßte in diesem
Zusammenhang die Beschlussfassung des Gemeinsamen Bundessausschusses, der
am 22. Januar eine Richtlinie verabschiedete, die für die angemessene
Patientensicherheit bei der Durchführung von kathetergestützten
Herzklappenimplantationen u.a. bettenführende, vollausgestattete
Fachabteilungen für Herzchirurgie und Kardiologie als notwendige
Voraussetzung festlegt.

Bei den rund 7.250 Operationen an Mitralklappen mit und ohne einer
zeitgleichen weiteren Herzoperation setzten sich die Trends der letzten
Jahre fort: Nur in einem Drittel der Fälle muss die patienteneigene Klappe
durch eine Prothese ersetzt werden. In zwei Dritteln der Fälle isolierter
Mitralklappeneingriffe kann die defekte Klappe repariert werden, wobei die
Überlebensrate (Krankenhausletalität) hier bei 98,4 Prozent liegt.

+++Herzunterstützungssysteme als alternative Therapie für historischen
Rückgang der Anzahl von Spenderherzen+++
Ein neues Rekordtief hat zum Bedauern der Fachgesellschaft die Zahl der
Herztransplantationen erreicht. So wurden 2014 nur noch 294
Herztransplantationen durchgeführt, nachdem es im vergangenen Jahr noch
301 gewesen waren. Gegenüber dem Jahr 1998, in dem der vorläufige
Höchststand mit 526 Herztransplantationen erreicht worden war, stellt dies
einen Rückgang um mehr als 40 Prozent dar, wobei eine deutliche
Dynamisierung dieses Trends in den letzten drei Jahren zu beobachten war.
Alleiniger Grund für diese Entwicklung ist die zurückgehende Bereitschaft
der Bevölkerung zur Organspende.

Um die Patienten am Leben zu halten, bis ein geeignetes Spenderorgan zur
Verfügung steht, aber auch aufgrund der fehlenden Spenderherzen immer
häufiger als permanente Therapie, wird von den Herzchirurgen zunehmend auf
Herzunterstützungssysteme zurückgegriffen: Die Zahl der implantierten
Linksherzunterstützungssysteme hat sich von 350 im Jahr 2005 auf 957 im
vergangenen Jahr fast verdreifacht, wobei der Trend ganz klar weg vom
totalen Herzersatz und der künstlichen Unterstützung beider Herzkammern zu
Geräten geht, die entweder die linke oder die rechte Herzkammer
unterstützen.

„Die Systeme werden immer kleiner, leistungsfähiger und einfacher in der
Handhabung. Allerdings wird es nach heutigem Stand noch eine längere Zeit
dauern, bis technische Systeme einem transplantierten Herz gleichwertig
sind. Dies zeigt sich auch daran, dass die Zahl der sogenannten
Kunstherzen, die das menschliche Herz gesamt ersetzen, in den letzten
Jahren tendenziell zurückgegangen ist und im Jahr 2014 bei nur noch 15
Implantationen lag – dem niedrigsten Wert seit der Zahlenerfassung im Jahr
2005“, so Cremer.

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG)
vertritt als medizinische Fachgesellschaft die Interessen der über 1.000
in Deutschland tätigen Herz-, Thorax- und Kardiovaskularchirurgen im
Dialog mit Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit.



Medizin am Abend DirektKontakt 

http://www.dgthg.de
Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V., Thomas
Krieger,

Über 140 Gene beeinflussen Veranlagung zu Übergewicht und Fettleibigkeit

In der bislang größten genomweiten Assoziationsstudie hat ein internationales Forscherteam für über 140 Gene einen Zusammenhang mit dem Auftreten von Übergewicht und Fettleibigkeit nachgewiesen. Einige der neu identifizierten Genorte weisen auf eine  Beteiligung des zentralen Nervensystems hin. Die Ergebnisse sind in dem renommierten Fachjournal ‚Nature‘ publiziert.

Die Wissenschaftler des internationalen GIANT (Genetic Investigation of
Anthropometric Traits)-Konsortiums analysierten das Erbgut von über
300.000 Individuen: Dabei fanden sie für mehr als 140 Gene einen
Zusammenhang mit erhöhtem Körpergewicht. Folge von chronischem Übergewicht können Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Erkrankungen des Herz- Kreislauf-Systems sein.

An GIANT sind auch Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München
beteiligt, einige der ausgewerteten Datensätze stammen aus den deutschen
KORA*-Studien.

Gene sind Schlüssel zu molekularen Mechanismen und neuen Therapiekonzepten

War für einige der Gene der Zusammenhang mit Übergewicht und
Fettleibigkeit bereits bekannt, konnten die Forscher auch völlig neue
Genorte identifizieren. Die Autoren betonen, wie wichtig das Wissen über
genetische Veranlagung im Zusammenhang mit weit verbreiteten Erkrankungen
wie Fettleibigkeit sei, um einerseits mehr über die zugrundeliegenden
molekularen Mechanismen herauszufinden und andererseits neue,
personalisierte Therapiekonzepte zu entwickeln.

Detail-Erkenntnisse weisen Weg für künftige Forschung

Die Genorte sind in unterschiedlichem Ausmaß mit verschiedenen Merkmalen
von Übergewicht assoziiert, wie Taillenumfang, Fettverteilung oder Body-
Mass-Index (BMI). Einige der 97 mit einem erhöhten BMI-assoziierten Gene -
das sind dreimal so viele Gene wie bislang bekannt - sind auch an
Prozessen des zentralen Nervensystems beteiligt: sie kontrollieren
Energieumsatz und Appetit. Hier erhoffen die Wissenschaftler sich neue
Erkenntnisse zur Rolle des Gehirns bei der Steuerung des Stoffwechsels.
Weiterhin konnte für mehrere Genvarianten ein verstärkter Gewichtseffekt
in Abhängigkeit vom Geschlecht nachgewiesen werden.

Die künftige Forschung steht nun vor der Herausforderung, das
Zusammenspiel zwischen Genfunktionen und dem Risiko für Übergewicht
aufzuklären, um präventive und therapeutische Ansätze gegen Übergewicht
und Fettleibigkeit zu entwickeln.

Weitere Informationen

*KORA (Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg)
Seit über 20 Jahren wird in der international bekannten KORA-Studie die
Gesundheit tausender Bürger aus dem Raum Augsburg untersucht, um die
Auswirkungen von Umweltfaktoren, Verhalten und Genen zu erforschen.
Kernthemen der KORA-Studien sind Fragen zu Entstehung und Verlauf von
chronischen Erkrankungen, insbesondere Herzinfarkt und Diabetes mellitus.
Hierzu werden Risikofaktoren aus dem Bereich des Gesundheitsverhaltens
(u.a. Rauchen, Ernährung, Bewegung), der Umweltfaktoren (u.a.
Luftverschmutzung, Lärm) und der Genetik erforscht. Aus Sicht der
Versorgungsforschung werden Fragen der Inanspruchnahme und Kosten der
Gesundheitsversorgung untersucht (www.helmholtz-muenchen.de/kora).

Original-Publikationen:

Locke, A. et al. (2015). Genetic Studies of Body Mass Index Yield New
Insights for Obesity Biology, Nature, doi: 10.1038/nature14177
Link zur Fachpublikation:
http://www.nature.com/nature/journal/v518/n7538/full/nature14177.html

Shungin, D. et al. (2015). New Genetic Loci Link Adipose and Insulin
Biology to Body Fat Distribution, Nature, doi: 10.1038/nature14132
Link zur Fachpublikation:
http://www.nature.com/nature/journal/v518/n7538/full/nature14132.html

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für
Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose,
Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes
mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das
Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz
des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum
München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-
Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-
biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. www
.helmholtz-muenchen.de

Medizin am Abend DirektKontakt

Dr. Nadja Becker

Telefon: 089-3187-2710
Fax: 089-3187-3324
E-Mail-Adresse: nadja.becker@helmholtz-muenchen.de


Herzdruckmassage in weniger als einer Minute erlernen

Medizin am Abend Fazit: Erste Hilfe: Herzdruckmassage nie unterbrechen

Herzstiftung warnt: Nie auf Herzdruckmassage für das Holen eines Laien-
Defibrillators (AED) verzichten / Notfall-Tipps für Ersthelfer

Jederzeit kann es passieren: Im Büro, zu Hause oder beim Sport bricht plötzlich jemand infolge eines akuten Herzstillstandes zusammen, liegt bewusstlos am Boden und atmet nicht mehr.

Sofort muss nach dem Notruf 112 mit einer Herzdruckmassage begonnen
werden. Dadurch entsteht ein künstlicher Blutkreislauf, über den
Sauerstoff und Nährstoffe zum Gehirn transportiert werden. Unterbleibt die
Herzdruckmassage, kommt es schon nach wenigen Minuten zum Gehirntod.
„Leider müssen wir es immer wieder erleben, dass Ersthelfer nach Absetzen
des Notrufs nicht sofort mit der Herzdruckmassage beginnen. Stattdessen
laufen sie weg, um nach einem Automatisierten Externen Defibrillator –
kurz AED – zu suchen. Lebenswichtige Minuten gehen dadurch verloren. Das
kostet Zeit, in der die Überlebenschancen des Patienten rapide sinken“,
warnt Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Notfallmediziner und Kardiologe an
der Ev. Elisabeth Klinik Berlin und Vorstandsmitglied der Deutschen
Herzstiftung. Wie Ersthelfer solche Fehler mit fatalen Folgen leicht
vermeiden können, zeigt der Experten-Beitrag „Was tun im Notfall?“, der
unter www.herzstiftung.de/wiederbeleben kostenfrei angefordert werden
kann.

„Wenn jedoch zwei Helfer vor Ort sind, kann der eine einen AED besorgen,
während der andere ohne Unterbrechung die Herzdruckmassage durchführt“,
betont Prof. Andresen. Für Laienhelfer, die die Herzdruckmassage als
wichtigste Wiederbelebungsmaßnahme durchführen, ist ein herbeigeschaffter
AED ein Segen. Für Laien, die den Einsatz des AED als wichtigste Maßnahme
ansehen, ist er ein Fluch. Nicht der AED, sondern die konsequente und
mutig durchgeführte Herzdruckmassage rettet Leben. Jeder kann die
alleinige Herzdruckmassage leicht erlernen und anwenden.

Medizin am Abend DirektKontakt

Deutsche Herzstiftung e.V.
Michael Wichert / Pierre König
Tel. 069/955128-114/-140
Fax: 069/955128-345
E-Mail: wichert@herzstiftung.de /
koenig@herzstiftung.de
www.herzstiftung.de


Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.herzstiftung.de/wiederbeleben
http://www.herzstiftung.de/herzdruckmassage-in-55-sek-lernen

Thema: Durchfall

Medizin am Abend empfiehlt Ihnen das Thema Duchfall.

Bitte besuchen Sie den folgenden Link hierzu:

http://www.praxisvita.de/die-10-besten-hausmittel-gegen-durchfall

Noroviren mit Kaltem Plasma bekämpfen

Anwendung könnte Ansteckungsgefahr über den Kontakt mit kontaminierten
Oberflächen reduzieren.

Professor Dr. Günter Klein und Dr. Birte Ahlfeld aus dem Institut für
Lebensmittelqualität und -sicherheit der Stiftung Tierärztliche Hochschule
Hannover (TiHo) haben zusammen mit Wissenschaftlern der Max-Planck-
Gesellschaft und dem Sanitätsdienst der Bundeswehr untersucht, wie gut
sich mit Noroviren kontaminierte Oberflächen mit Kaltem Plasma
desinfizieren lassen. Ihre Ergebnisse haben sie im Online-Fachmagazin mBio
veröffentlicht.

Kaltes Plasma ist ein energiegeladenes und hoch reaktives Gas, das sich
erst seit den frühen 1990er-Jahren bei Atmosphärendruck erzeugen lässt.
Eingesetzt wird es beispielsweise zum Bogenschweißen oder – in der Medizin
– zur Wundheilung. Es entsteht, indem ein Gas oder auch normale Luft durch
Hitze oder Hochspannung weiter mit Energie versorgt wird. Durch die Wärme-
oder Stromzufuhr lösen sich aus den Gasmolekülen Elektronen, sodass
positiv und negativ geladene Ionen entstehen. Medizinisch interessant sind
die Plasmen durch ihre hohe Reaktivität. In Verbindung mit Luft bilden
sich Sauerstoff- und Stickstoff-Radikale, die sowohl auf Mikroorganismen
als auch auf Körperzellen wirken können.

Die aktuell veröffentlichte Studie zeigt, dass sich Kaltes Plasma eignet,
um Oberflächen zu desinfizieren, die von mit Noroviren infizierten
Patienten berührt wurden. Noroviren sind hoch ansteckend und zählen zu den
häufigsten Erregern infektiöser Magen-Darm-Erkrankungen. Eine Infektion
äußert sich durch plötzlichen heftigen Durchfall, Übelkeit und
schwallartigem Erbrechen.

Studien aus der gleichen Arbeitsgruppe belegen, dass Noroviren nach einem
Ausbruch auch über kontaminierte Oberflächen wie Türklinken oder
Tastaturen übertragen werden. Zur Desinfektion der Flächen werden häufig
Chemikalien eingesetzt; hier besteht die Gefahr, dass sie empfindliche
Oberflächen schädigen. Zudem können die Erreger Resistenzen gegenüber den
Desinfektionsmitteln entwickeln. „Kaltes Plasma schädigt weder Oberflächen
noch das menschliche Gewebe“, erklärt Günter Klein. „Außerdem ist die
Anwendung umweltfreundlich, sehr viel schneller als mit
Desinfektionsmitteln und hinterlässt keine Rückstände.“

Die aktuelle Studie von Klein und Mitarbeitern zeigt, dass Kaltes Plasma
die Keimzahl von Noroviren signifikant reduziert. „Das hat uns überrascht,
weil Noroviren in der Umwelt sehr stabil sind“, berichtet Klein, „sie
überstehen die Behandlung mit Chlor genau wie Einfrieren oder Erhitzen.“

Um die Wirkung des Kalten Plasmas auf Noroviren zu untersuchen,
präparierten die Wissenschaftler sterile Petrischalen mit verschiedenen
Verdünnungen einer Stuhlprobe, in der sich Noroviren befanden. Dann ließen
sie das Kalte Plasma unterschiedlich lang auf die Proben wirken. Nach der
Behandlung zeigte sich, dass die Proben mit der längsten Einwirkzeit die
geringsten Keimzahlen aufwiesen. „Ein mit Noroviren infizierter Patient
hinterlässt ungefähr 22.000 Viruspartikel, wenn er beispielsweise eine
Türklinke anfasst. Für eine Infektion sind ungefähr 10-100 Viruspartikel
erforderlich“, erklärt Klein. Das Kalte Plasma reduzierte die Zahl der
potenziell infektiösen Viruspartikel nach zehn Minuten von 22.000 auf
1.400. Nach 15 Minuten waren nur noch 500 Viruspartikel vorhanden. Aber
selbst nach einer Behandlung von nur einer Minute konnten die
Wissenschaftler schon einen Effekt feststellen.

„Da Kaltes Plasma das Virus auf der getesteten Oberfläche inaktivieren
kann, gehen wir davon aus“, so Klein, „dass die Methode zur regelmäßigen
Desinfektion von kontaminierten Oberflächen eingesetzt werden kann.“ Auch
wenn die Erreger nicht vollständig entfernt würden, sei eine Verringerung
der Erregerdichte schon ein großer Schritt, um die Infektionsgefahr für
Menschen zu reduzieren.

In weiteren Untersuchungen möchten Professor Klein und seine Mitarbeiter
die Desinfektionseigenschaften des Kalten Plasmas an anderen Oberflächen
sowie mit anderen Norovirentypen testen. Zusätzlich werden sie
elektronenmikroskopische Untersuchungen durchführen, um die Struktur des
Virus vor und nach der Behandlung mit Kaltem Plasma zu vergleichen.

Die Studie erarbeiteten die TiHo-Wissenschaftler gemeinsam mit Forschern
des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching, des
Zentralen Instituts des Sanitätsdienstes der Bundeswehr Kiel in
Kronshagens sowie der Firma terraplasma GmbH www.terraplasma.net einer
Ausgründung der Max-Planck-Gesellschaft

Die Originalpublikation
Inactivation of a foodborne norovirus outbreak strain with nonthermal
atmospheric pressure plasma
Birte Ahlfeld, Yangfang Li, Annika Boulaaba, Alfred Binder, Ulrich
Schotte, Julia L. Zimmermann, Gregor Morfill, Günter Klein
mBio, DOI: 10.1128/mBio.02300-14

Medizin am Abend DirektKontakt

Prof. Dr. Günter Klein
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Tel.: +49 511 856-7256
guenter.klein@tiho-hannover.de

K.O. Tropfen - Faschingszeit!!!!!!!!!!!!!

Medizin am Abend Fazit: K.O.-Tropfen: Gefahr aus dem Glas Polizei warnt besonders in der Faschingszeit vor der Partydroge

Faschingszeit ist Partyzeit. Doch Vorsicht. Partybesucher sollten auf ihre Getränke aufpassen. Denn auf Festen, in Diskotheken oder Lokalen machen Unbekannte ihre Opfer durch sogenannte K.O.-Tropfen willenlos oder sogar bewusstlos, um sie anschließend zu berauben oder zu vergewaltigen.

"Wer auf eine Party oder in eine Diskothek geht, sollte sein Getränk immer im Blick behalten und sich nichts von Unbekannten ausgeben lassen", rät Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Fühlt man sich nach einem Getränk unerklärlicherweise komisch, ist es wichtig, Freunde oder das Personal um Hilfe zu bitten, sofort zum Arzt zu gehen sowie Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Denn nur so können weitere Opfer vor Schaden bewahrt werden, so Klotter weiter.

K.O.-Tropfen sind flüssige Drogen, die hilf-, willenlos oder gar bewusstlos machen. Insbesondere auf Partys oder in Diskotheken geben die Täter diese Tropfen heimlich in die offenen Getränke ihrer Opfer. Manchmal zum Spaß, häufig, aber um das Opfer auszurauben oder sich an ihm zu vergehen.
Bei den zumeist farb- und geruchlosen Tropfen kann es sich um Medikamente (Narkose- und Beruhigungsmittel) oder sogenannte Partydrogen wie GBL (Gammabutyrolacton) oder GHB (Gammahydroxybutyrat) handeln. GBL ist eine chemische Substanz, die sich im Körper in GHB umwandelt. GBL/GHB ist in der Partyszene zum Eigenkonsum weit verbreitet und als Liquid Ecstasy, Liquid X, Liquid E, Fantasy, Soap oder G-Juice bekannt. In Deutschland unterliegt GHB dem Betäubungsmittelgesetz.

Die Einnahme von K.O.-Tropfen verlangsamt die Aktivitäten des Gehirns und des zentralen Nervensystems. Schon zehn bis zwanzig Minuten nach der Einnahme beginnt die Wirkung, die bis zu vier Stunden, zum Teil auch erheblich länger anhält. Nach anfänglicher Euphorie folgen Übelkeit, Schwindel und plötzliche Schläfrigkeit. Das Opfer wird willenlos, unter Umständen sogar bewusstlos. Hat es eine zu hohe Dosis erhalten, kann es zu ernsthaften Komplikationen bis ihn zum Erstickungstod durch Atemlähmung kommen. "Besonders gefährlich ist eine Kombination mit Alkohol oder anderen Drogen. Häufig kann sich das Opfer gar nicht oder nur noch vage daran erinnern, was passiert ist", erklärt Klotter.
Hat man den Verdacht, K.O.-Tropfen bekommen zu haben, weil man sich nach dem Konsum eines Getränks anders fühlt, z.B. motorische oder psychische Auffälligkeiten spürt, die man sich nicht erklären kann, oder einen sogenannten Filmriss hat, sollte man schnellstens einen Arzt aufsuchen. K.O.- Tropfen können im Urin oder Blut nachgewiesen werden, allerdings nur bis wenige Stunden nach dem Konsum.

Wichtig ist außerdem, bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Denn das Verabreichen von K.O.-Tropfen kann verschiedene Straftatbestände erfüllen, z.B. gefährliche Körperverletzung oder Verstöße gegen das Betäubungs- bzw. Arzneimittelgesetz. "Nur mit Hilfe einer Anzeige ist es möglich, Täter zu ermitteln und mögliche weitere Opfer vor Schaden zu bewahren", bekräftigt Klotter.

Tipps:

- Getränke bei der Bedienung bestellen und selbst entgegennehmen.

- Von Unbekannten keine offenen Getränke annehmen.

- Offene Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen.

- Bei Übelkeit Hilfe beim Personal suchen.

- Freundinnen und Freunde achten aufeinander und lassen ihre Getränke nicht aus den Augen.

- Freundinnen und Freunde holen im Ernstfall sofort ärztliche Hilfe für das Opfer und verständigen das Personal.

  Medizin am Abend DirektKontakt

Hessisches Landeskriminalamt Udo Bühler Telefon: (0611) 83-8119 Fax: (0611) 83-8115 

Interaktive Hilfe für Diabetiker - Forschungsprojekt GlycoRec gestartet

Medizin am Abend Fazit: Interaktive Hilfe für Diabetiker - Forschungsprojekt GlycoRec gestartet

Diabetikern im Alltag zu helfen, komplexe Entscheidungen zu
treffen und Vorsätze tatsächlich umzusetzen – das ist das Ziel des
Forschungsprojektes "GlycoRec". Dabei handelt es sich um ein adaptives,
lernendes System, auch interaktives Bio-Life-Logging genannt. Die
Koordinationsstelle des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) mit 1,4 Millionen Euro geförderten Projektes befindet sich an der
PFH Privaten Hochschule Göttingen im Bereich Wirtschaftspsychologie.

Weitere Projektpartner sind das Unternehmen Emperra E-Health Technologies
aus Potsdam, das L3S Forschungszentrum an der Leibniz-Universität
Hannover, die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden sowie das
Deutsche Diabetes Zentrum (DDZ). Anfang Februar 2015 startete das
Forschungsvorhaben in die Umsetzungsphase.

Ausgangssituation
Diabetes mellitus ist die häufigste chronische Erkrankung in Deutschland.
Etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen, und es ist mit
einer weiteren Zunahme zu rechnen. Schon jetzt ist Diabetes einer der
häufigsten Beratungsanlässe in allgemeinmedizinischen Praxen, und in
absehbarer Zeit wird der Beratungsbedarf wegen der steigenden Fallzahlen
nicht mehr zu decken sein. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Patienten
sich richtig verhalten, um Folgeerkrankungen zu vermeiden. Insgesamt
müssen Diabetiker daher täglich viele Entscheidungen treffen, die etwa
Ernährungsgewohnheiten, den Status des Blutzuckerspiegels und die
erforderliche Insulindosis oder den allgemeinen Lebensstil betreffen.
Gerade ältere Patienten und solche, bei denen die Erkrankung erst kürzlich
diagnostiziert wurde, sind damit im Alltag schnell überfordert.

Konzept von GlycoRec
Hier setzt GlycoRec (von "Glycose" und "Recommendation" [also Empfehlung])
an, das Diabetes-Patienten im Alltag bei ihren Entscheidungen unterstützen
soll. GlycoRec sammelt individuelle Patientendaten mit Hilfe einer Reihe
physiologischer Sensoren (Blutzucker, Körpergewicht, Blutdruck) sowie
Informationen über den individuellen Kontext (zu Hause, unterwegs, im
Supermarkt, Wochentag, Tageszeit, Metainformationen von Lebensmitteln).
Anschließend erfolgt eine Analyse der aktuellen Situation. Dies lässt sich
auf zweierlei Arten nutzen: Erstens kann der Patient die Initiative
ergreifen und um Hilfe bei einer Entscheidung bitten. In einem
interaktiven Beratungsdialog kann er Alternativen für Ernährung,
Aktivitäten und Medikamenteneinnahme vergleichen und deren Konsequenzen
durchspielen. Zweitens kann aber auch das System die Initiative ergreifen,
etwa weil die prognostizierten Werte einen Toleranzbereich zu verlassen
drohen. Auch in diesem Fall kann der Patient individuelle
Handlungsoptionen gegeneinander abwägen. Abrufen kann der Nutzer diese
Informationen je nach Vorliebe unterwegs über eine Smartphone-App oder zu
Hause über Smart-TV.

Ziele und Vorgehen
Das Projekt GlycoRec untersucht, wie Patienten im Alltag besser
unterstützt werden können. Durch kontinuierliche Sammlung, Speicherung,
Aufbereitung und Analyse physiologischer Daten und Umgebungsdaten werden
individuelle Benutzer- und Kontextmodelle entwickelt. Diese erlauben es,
sehr viel genauere Prognosen und individuelle Empfehlungen für den
Patienten zu geben. GlycoRec stellt eine erweiterbare, integrierte
Infrastruktur aus Sensorik, Modellierung und Patienteninteraktion zur
Verfügung. Um eine solche Infrastruktur bereit zu stellen, ist es
notwendig, neue Technologien und Methoden in der Sensorik, der
Modellierung und der Benutzerinteraktion zu entwickeln. Diese werden dazu
beitragen, dass Patienten mit ihrer Krankheit besser umgehen können und
weniger Folgeerkrankungen entstehen. In diesem Sinne ist GlyoRec ein
interaktives Bio-Life-Logging für einen verständlicheren Umgang mit
Diabetes. Das Projektteam plant, in drei Jahren einen Prototyp entwickelt
zu haben.

Projektpartner
Antragsteller und Koordinator des Projektes ist Dr. Stephan Weibelzahl,
Professor für Wirtschaftspsychologie an der PFH. Er und sein Team sind für
die Entwicklung der Interaktivität und Benutzeroberfläche verantwortlich.
Technologiepartner des Projektes ist die Emperra E-Health Technologies aus
Potsdam, welche die Server-Infrastruktur für eine zentrale Datenbank sowie
einen Teil der Sensorik-Hardware beisteuert. Die Ostbayerische Technische
Hochschule Amberg-Weiden entwickelt und erprobt neuartige Sensorik im
Hinblick auf deren Nutzen für die Datenmodellierung. Das L3S
Forschungszentrum an der Leibniz-Universität Hannover arbeitet an
Algorithmen zur automatischen Analyse der Patientendaten. Das Deutsche
Diabetes Zentrum schließlich als Anwendungspartner stellt den Zugang zu
Patienten und damit eine Relevanzabschätzung sicher.

Medizin am Abend DirektKontakt zum Forschungsprojekt GlycoRec:

Prof. Dr. Stephan Weibelzahl
– Koordination Forschungsprojekt GlycoRec –
PFH Private Hochschule Göttingen
Weender Landstraße 3 – 7
37073 Göttingen
Tel.: +49 (0)551/547 00-431
www.pfh.de/glycorec
PFH Private Hochschule Göttingen, Peter Diehl

GenderMedizin: Körperliche Aktivität / Morbus Parkinson

Körperliche Aktivität ist gut für die Gesundheit, senkt das Risiko für
Schlaganfall und Demenz – kann aber noch viel mehr: Bewegung schützt vor
der Parkinson-Krankheit. Wissenschaftler des renommierten Karolinska
Instituts in Stockholm fanden heraus, dass tägliche moderate körperliche
Aktivität das Risiko für Parkinson verringert.

Am deutlichsten ist dieser Effekt bei den Männern. 

„Wir haben nun starke Gründe anzunehmen, dass
körperliche Aktivität die Wahrscheinlichkeit für eine Parkinsonerkrankung
senkt – ähnlich wie das für die Alzheimerkrankheit schon bekannt ist“,
erklärt Prof. Dr. Günther Deuschl von der Deutschen Gesellschaft für
Neurologie (DGN).

Morbus Parkinson zählt zu den neurodegenerativen Erkrankungen. Im Gehirn
sterben nach und nach Nervenzellen ab, die den Botenstoff Dopamin
produzieren – es kommt zu einem Dopaminmangel in der im Mittelhirn
gelegenen Substantia nigra, der sogenannten schwarzen Substanz. Die
Nervenzellen in diesem Areal enthalten Melanin und sind dunkel gefärbt –
daher der Name. Dopamin hat viele Aufgaben im Gehirn – unter anderem ist
der Neurotransmitter für reibungslose Bewegungsabläufe zuständig. Wenn 50
bis 60 Prozent der Dopamin-produzierenden Zellen abgestorben sind, machen
sich die ersten Krankheitszeichen von Parkinson bemerkbar. Die typischen
Symptome sind Muskelzittern in Ruhephasen, verlangsamte Bewegungen und
Steifheit der Muskeln. Warum ein Mensch an Parkinson erkrankt und der
andere nicht, ist noch weitgehend unklar. Diskutiert werden erbliche
Faktoren und Umweltgifte, welche die Substantia nigra schädigen. Eine
Prävention gegen die neurodegenerative Erkrankung gibt es nicht.

Alltagsaktivitäten in Haushalt, Beruf und Freizeit

Das schwedische Forscherteam um Karin Wirdefeldt nahm nun den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und dem Risiko, an Parkinson zu erkranken, in einer Studie (1) genauer unter die Lupe. Sie werteten die Daten von
mehr als 43.000 Schweden aus, die an einer großen Krebsvorbeugungsstudie
teilnahmen. Insgesamt wurden 27.863 Frauen und 15.505 Männer, die im
Schnitt 50 Jahre alt waren, von 1997 bis zum Ende des Jahres 2010
beobachtet. Keiner der Probanden war zu Beginn der Studie an Parkinson
erkrankt.

In einem 36-seitigen Fragebogen machten sie detaillierte Angaben zu ihren
körperlichen Aktivitäten: im Haushalt, auf dem Weg zur Arbeit, in Beruf
und Freizeit sowie zu ihrer täglichen Gesamtaktivität. Zusätzlich gaben
sie Auskunft darüber, wie körperlich aktiv sie in bestimmten
Altersperioden gewesen waren. Als Maß für die körperliche Aktivität
dienten sogenannte Metabolische Äquivalente (MET, Metabolic Equivalent of
Task) in Stunden pro Tag. Die Basis dafür war die Messung der körperlichen
Belastung über den geschätzten Sauerstoffverbrauch, der mit den
verschiedenen Aktivitäten einhergeht.

Die MET-Punkte für Haushalt, Pendeln zum Job und Freizeitaktivität wurden
als „allgemeine körperliche Aktivität “ summiert. Dann ermittelten die
Forscher das Risiko für eine Parkinsonerkrankung in Abhängigkeit von ihrer
körperlichen Aktivität. „Eine Stärke der Studie ist, dass wir damit das
gesamte Spektrum des täglichen Energieverbrauchs berücksichtigt haben,
statt uns nur auf bestimmte Bewegungsarten zu fokussieren“, so die
Forscher.

Sechs Stunden Bewegung pro Woche reduziert das Parkinson-Risiko um bis zu 45 Prozent

Im Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 12,6 Jahren erkrankten 286
der insgesamt 43.368 Studienteilnehmer an Parkinson laut nationalem
schwedischen Patientenregister – 158 davon waren Männer. Personen, die
mehr als sechs Stunden pro Woche im Haushalt und auf dem Weg zum
Arbeitsplatz körperlich aktiv waren, hatten ein 43 Prozent niedrigeres
Risiko an Parkinson zu erkranken als Probanden, die auf diese Aktivitäten
weniger als zwei Stunden wöchentlich verwendeten. Bei Männern sank das
Risiko sogar um 45 Prozent. „Schon tägliche moderate Bewegung im Alltag
kann das Parkinsonrisiko deutlich senken“, schlussfolgern die schwedischen
Forscher. Das Studienergebnis erhärtete sich, als die Forscher zusätzlich
bereits veröffentlichte prospektive Kohortenstudien (2) analysierten. Auch
hier zeigte es sich, dass moderate Bewegung das Parkinsonrisiko bei
Männern und Frauen senkt.

„Zusammen mit weiteren Studien, die in dieselbe Richtung weisen, ist dies
der Einstieg in eine wissenschaftlich abgesicherte Vorbeugung von
neurodegenerativen Erkrankungen – jenen Krankheiten, bei denen die
Nervenzellen im Gehirn zugrunde gehen“, kommentiert Deuschl, Direktor der
Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel
und Präsident der European Academy of Neurology (EAN). „Bewegung in den
Alltag zu integrieren, fällt vermutlich den meisten Menschen leichter, als
gezielt regelmäßig Sport zu treiben, und könnte positive Langzeiteffekte
für die Gesundheit haben. Die Mechanismen für diese Wirkung sind noch
nicht klar.

Körperliche Bewegung hat viele positive Effekte, darunter die
Freisetzung von Wachstumsfaktoren, verminderte Entzündungsaktivität,
höhere Vitamin-D-Produktion
“, so der Parkinson-Experte.

Parkinson tritt in der Regel in höherem Lebensalter auf. Die Diagnose wird
meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr gestellt. Es gibt allerdings
auch jüngere Parkinsonpatienten – etwa 10 Prozent sind bei der Diagnose
noch keine 40 Jahre alt.


Bei den über 60-Jährigen erkrankt etwa einer von
100 Menschen an Morbus Parkinson. Insgesamt wird die Zahl der betroffenen
Patienten in Deutschland auf 240.000 bis 280.000 geschätzt.

Nach der  Alzheimer-Krankheit ist Parkinson damit die zweithäufigste
neurodegenerative Erkrankung. Männer erkranken etwas häufiger als Frauen.
Mit der steigenden Lebenserwartung wird die Anzahl der Parkinsonpatienten
in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Der Grund: die steigende
Lebenserwartung der Bevölkerung.

Quellen

1) Wirdefeldt, K. et al (2015). Physical activity and risk of Parkinson's
disease in the Swedish National March Cohort. Brain: A Journal of
Neurology 2015: 138; 269-275, DOI: 10.1093/brain/awu323

2) Xu Q, Park Y, Huang X, et al. Physical activities and future risk of
Parkinson disease. Neurology 2010;75(4):341-348.

Medizin am Abend DirektKontakt

Prof. Dr. med. Günther Deuschl
Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Schleswig-Holstein in Kiel
E-Mail:
Tel.: +49 (0) 431 5978501

Deutschen Gesellschaft für Neurologie
Frank A. Miltner, Tel: +49 (0) 89 46148622

FreeStyle Libre: Zuckererkrankung Typ 1 Typ 2

Die DAK-Gesundheit verbessert die Versorgung bei Diabetes-Patienten. Gemeinsam mit dem Gesundheitsunternehmen Abbott startet die Krankenkasse ein exklusives Projekt für ihre Versicherten mit einer schweren Zuckererkrankung. Ab Mitte des Jahres erhalten ausgewählte Patienten einen neuen High-Tech-Sensor. Das innovative Produkt mit dem Namen FreeStyle Libre ermöglicht Zuckermessen mit einem diskreten Scan und viel mehr Einblick in den Glukoseverlauf.

Die neue Zuckermessung soll Diabetikern, die Insulin benötigen, das Leben mit ihrer Krankheit deutlich vereinfachen. Ab Mitte des Jahres versorgt die DAK-Gesundheit zunächst eine limitierte Anzahl von Patienten aus ihren Gesundheitsprogrammen Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 mit dem neuen Sensor.

"Als innovative Versorgerkasse mit besonderem Qualitätsanspruch freuen wir uns, diese Medizin-Revolution zu unterstützen und unseren Versicherten das Messsystem so schnell wie möglich als freiwillige Leistung zur Verfügung zu stellen", sagt Thomas Bodmer, Mitglied des Vorstandes der DAK-Gesundheit.

Statt den Zuckerwert routinemäßig über das Blut zu bestimmen, erfolgen die Messungen in der Zwischenzellflüssigkeit des Unterhautgewebes.* Der Patient appliziert einen Sensor am Oberarm, der etwa so groß ist wie ein Zwei-Euro-Stück. Der Sensor trägt an der Unterseite einen feinen Faden, der fortlaufend die Zuckerkonzentration misst. Der Patient kann den Sensor jederzeit mit einem kleinen Lesegerät scannen. Es speichert die Glukosewerte von bis zu 90 Tagen sicher ab. Der Sensor selbst kann bis zu 14 Tage lang getragen werden, auch beim Sport und beim Baden. Bis zu einem Meter Tiefe ist er rund 30 Minuten wasserfest.

"FreeStyle Libre ist ein Meilenstein in der Diabetestherapie. Auf eine solche Alternative zur traditionellen Blutzuckermessung haben Menschen mit Diabetes und wir Ärzte lange gewartet", so Professor Morten Schütt, Bereichsleiter Diabetes und Stoffwechsel am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. "Das System erleichtert das Diabetesmanagement im Alltag erheblich und hat positive Auswirkungen auf die Lebensqualität, das Therapievertrauen sowie das soziale Umfeld."

Das FreeStyle Libre-System von Abbott ist seit November 2014 auf dem deutschen Markt. Abbott hat mit Patienten den Dialog gesucht, um ein Messsystem zu entwickeln, das den Bedürfnissen von Menschen mit Diabetes entspricht. Statt Momentaufnahmen zeigen die Lesegeräte Zuckerverläufe in Kurven-Diagrammen an, welche die Patienten auf einen Blick erfassen können. "Das FreeStyle Libre-Messsystem bedeutet mehr Freiheit für Menschen mit Diabetes", erklärt Dr. Ansgar Resch, General Manager von Abbott Diabetes Care Deutschland. "Sie bekommen mit dem neuen Flash-Glukose-Messsystem durch einen einfachen Scan wesentlich mehr Informationen als durch die herkömmliche Blutzuckermessung. Für Menschen mit Diabetes, die auf eine intensivierte Insulintherapie angewiesen sind, ergeben sich dadurch ganz neue Chancen im Umgang mit ihrer Erkrankung."

Bisher sind die Produktionskapazitäten bei Abbott noch beschränkt. Das Versorgungsprojekt startet deshalb mit einer limitierten Patientenzahl bei der DAK-Gesundheit. "Von den Patienten, die an unseren DAK-Gesundheitsprogrammen Diabetes mellitus Typ 1 und 2 teilnehmen, werden wir das Angebot zunächst denjenigen machen, die eine intensivierte Insulintherapie benötigen und am stärksten unter dem ständigen Zuckermessen leiden", betont Bodmer.

Angesprochen werden Menschen mit Diabetes, die sich im Rahmen einer intensivierten Insulintherapie täglich viele Male in den Finger stechen müssen und nach jahrzehntelanger Krankheit und tausendfachem Piks oft taube Fingerspitzen haben. Der neue Sensor soll ihnen helfen, ihre Glukosewerte schmerzfreier zu kontrollieren, um lebensbedrohliche Unterzuckerung zu vermeiden und das Risiko für Spätfolgen zu reduzieren. "Wir gehen davon aus, dass sich der Sensor in Zukunft auch in der Regelversorgung durchsetzen wird", prognostiziert Bodmer.

Abbott Diabetes Care ist ein führendes Unternehmen in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung für Systeme zur Blutzucker- und Glukosekontrolle, die Diabetiker dabei unterstützen, besser mit ihrer Erkrankung zu leben.

Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Kassen in Deutschland und versichert 6,2 Millionen Menschen.

* Eine zusätzliche Prüfung der Glukosewerte mittels eines Blutzucker-Messgeräts ist erforderlich bei sich schnell ändernden Glukosespiegeln, weil die Glukosewerte in der Gewebeflüssigkeit die Blutzuckerwerte eventuell nicht genau widerspiegeln, oder wenn das System eine Hypoglykämie oder eine anstehende Hypoglykämie anzeigt oder die Symptome nicht mit den Messwerten des Systems übereinstimmen. Das Setzen eines Sensors erfordert ein Einführen eines Sensorfilaments unter die Haut.