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360° TOP-Thema: Brustkrebs-Diagnostik: Neue Methode weist Tumor über Urin - Test nach

Medizin am Abend Fazit:  Methode weist Tumor über Urin nach

Forscher der Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg haben einen Ansatz entwickelt, Brustkrebs mit Hilfe von Urinproben nachzuweisen. 

Dafür ermittelten sie die Konzentration von Mikro-RNA-Molekülen, die den Zell-Stoffwechsel steuern und in Krebszellen oft fehlreguliert sind.  

Mit einer Sicherheit von 91 Prozent konnten die Wissenschaftler feststellen, ob eine Probandin gesund oder krank war.  

Das Verfahren könnte möglicherweise künftig zur Kontrolle des Behandlungserfolgs und in der Früherkennung von Brustkrebs eingesetzt werden. 


Die Freiburger Wissenschaftler haben die Ergebnisse in der Fachzeitschrift BMC Cancer veröffentlicht und die Methode als Patent angemeldet. 

Mit Hilfe von Microarrays können Wissenschaftler die Konzentration von Hunderten Molekülen, in diesem Fall von Mikro-RNA, gleichzeitig bestimmen.
Mit Hilfe von Microarrays können Wissenschaftler die Konzentration von Hunderten Molekülen, in diesem Fall von Mikro-RNA, gleichzeitig bestimmen.
Universitätsklinikum Freiburg
 
Jede achte Frau in Deutschland erkrankt an Brustkrebs, der häufigsten Tumorart bei Frauen. Mehr als 17.000 Frauen sterben jährlich daran.

Bislang wird die Erkrankung meist durch Mammografie oder Ultraschall festgestellt und mit einer Gewebeentnahme gesichert.

Doch Strahlenbelastung, falsch-positive Befunde und die Belastung durch einen invasiven Eingriff bringen die Methoden immer wieder in die Kritik.

Experimenteller Test bringt bereits hohe Sicherheit

Prof. Dr. Elmar Stickeler, Ärztlicher Leiter der Senologie, Klinik für Frauenheilkunde und Leiter des Brustzentrums des Universitätsklinikums Freiburg, hat nun mit seinem Team 

einen  

Urin-Test entwickelt, mit dem der Tumor aufgrund des veränderten Stoffwechsels nachgewiesen werden kann. Die Forscher maßen die Konzentrationen von neun Mikro-RNAs im Urin, kurzen Erbgut-Abschriften, die den Zell-Stoffwechsel steuern. Vier der neun Moleküle wiesen zwischen gesunden und Erkrankten deutliche Konzentrationsunterschiede auf.

„Wir konnten erstmals zeigen, dass bei Brustkrebs das Mikro-RNA-Profil im Urin charakteristisch verändert ist“, sagt Prof. Stickeler.

 „Mikro-RNAs dürften sich also grundsätzlich für einen Brustkrebs-Test eignen.“ Anhand des Mikro-RNA-Profils konnten die Forscher wiederum mit einer Sicherheit von 91 Prozent darauf schließen, ob eine Probandin gesund oder krank war. „

Die Diagnose-Sicherheit unserer Methode war damit sehr hoch“, sagt Prof. Stickeler.

Die Studie umfasste 24 gesunde Probandinnen und 24 Frauen, bei denen kürzlich ein Brusttumor diagnostiziert worden war. Die Patientinnen befanden sich in den Tumorstadien 1, 2 oder 3. In weiteren Untersuchungen muss die Methode nun mit größeren Patientengruppen bestätigt werden.

Methode bereits als Patent angemeldet

Das Verfahren wurde von den Wissenschaftlern bereits als Patent angemeldet. „Der große Vorteil unserer Methode ist, dass wir nur ein paar Milliliter Urin benötigen und kein Blut oder gar Gewebe“, sagt Prof. Stickeler. Das macht das Diagnose-Verfahren sehr attraktiv für kontinuierliche Messungen, etwa zur Kontrolle des Therapieerfolgs. „Unser Verfahren könnte dazu führen, dass mehr Frauen eine solche Untersuchung wahrnehmen und so Brustkrebs früher erkannt wird“, so Prof. Stickeler weiter. Das hätte enorme Vorteile: „Je früher der Brustkrebs erkannt wird, desto besser können wir ihn behandeln. Frühzeitig festgestellt ist er heute in den meisten Fällen heilbar“, sagt Prof. Stickeler.

Nach einer Diagnose wird das bösartige Gewebe in der Regel operativ entfernt. 

Anders als früher können die Ärzte mittlerweile meist die Brust erhalten. An die Operation schließt oft eine Chemo-, Antihormon- oder Antikörpertherapie an.

Bei inoperablen Tumoren kann eine Hochpräzisionsbestrahlung in Erwägung gezogen werden.

Original-Titel der Arbeit: Feasibility of urinary microRNA detection in breast cancer patients and its potential as an innovative non-invasive biomarker.

DOI: 10.1186/s12885-015-1190-4


Medizin am Abend DirektKontakt:

Prof. Dr. Elmar Stickeler
Ärztlicher Leiter Senologie
Klinik für Frauenheilkunde
Universitätsklinikum Freiburg
und Brustzentrum Freiburg Münsterplatz
Telefon: 0761 270-31480
elmar.stickeler@uniklinik-freiburg.de
Benjamin Waschow Universitätsklinikum Freiburg


Weitere Informationen für international Medizin am Abend Beteiligte:
http://www.biomedcentral.com/1471-2407/15/193 Link zur Publikation

http://www.uniklinik-freiburg.de/frauenheilkunde.html Klinik für Frauenheilkunde

http://www.brustzentrum-freiburg.de/ Brustzentrum Freiburg

Pionier der Zöliakieforschung

Medizin am Abend Fazit:  Univ.-Prof. Dr. Dr. Detlef Schuppan mit internationalem Preis für Zöliakie ausgezeichnet

Direktor des Instituts für Translationale Immunologie der Universitätsmedizin Mainz als Pionier der Zöliakieforschung gewürdigt 

Univ.-Prof. Dr. Dr. Detlef Schuppan hat den „Maki Celiac Disease“-Tampere Preis erhalten
Univ.-Prof. Dr. Dr. Detlef Schuppan hat den „Maki Celiac Disease“-Tampere Preis erhalten Peter Pulkowski, Universitätsmedizin Mainz
 
Univ.-Prof. Dr. Dr. Detlef Schuppan hat den erstmals von der Universität Tampere in Finnland vergebenen „Maki Celiac Disease“-Tampere Preis erhalten. Dem in Essen geborenen Gastroenterologen sei 1997 der Durchbruch in der Zöliakieforschung gelungen, begründete die Jury ihre Entscheidung.
Professor Schuppan hatte 1997 mit seiner damaligen Arbeitsgruppe an der Freien Universität Berlin die Gewebetransglutaminase (TG2) als letzten großen Meilenstein in der Pathogenese, Diagnose und Behandlung der Zöliakie identifiziert.


Die Zöliakie ist eine entzündliche Erkrankung des Dünndarms, die durch Glutenproteine in Weizen, Roggen und Gerste ausgelöst wird und unbehandelt zu schweren Mangelerscheinungen, einigen sonst seltenen Tumorerkrankungen und einer Reihe von Autoimmunerkrankungen führen kann.

In Deutschland leiden cirka 0,9 Prozent der Bevölkerung an einer meist unerkannten Zöliakie.

Die Basistherapie ist eine strikt glutenfreie Diät, die schwer einzuhalten ist, da sich Gluten in fast allen verfeinerten Nahrungsmitteln findet.

Als die anderen beiden Meilensteine gelten die Entdeckung von Gluten als Auslöser der Zöliakie durch den holländischen Pädiater Willem Dicke in den 1940er Jahren und des HLA Gewebetyps DQ2 oder DQ8 (HLA meint Humanes Leukozytenantigen und bezeichnet eine Gruppe menschlicher Gene, die zentral ist für die Funktion des Immunsystems) in den 1970er Jahren. HLA gilt seitdem als bedeutende genetische Veranlagung für die Entwicklung einer Zöliakie.

Die Erkenntnis von Professor Schuppan, dass TG2 das Autoantigen der Zöliakie ist, hat zu einem Paradigmenwechsel in der Immunologie geführt. Denn er fand heraus, dass das körpereigene Enzym aufgenommenes Gluten enzymatisch so verändert, dass es besser an die HLA-Moleküle DQ2 oder DQ8 der Zöliakie-Patienten bindet und damit eine stärkere Immunreaktion im Darm auslöst.

Damit gilt die Zöliakie als am besten charakterisierte Autoimmunerkrankung, bei der ein definierter äußerer Auslöser (Gluten aus der Nahrung) durch ein körpereigenes Enzym und auf der Basis einer genetischen Veranlagung eine chronische Entzündung auslöst. Ähnliche Mechanismen werden bei anderen Autoimmunerkrankungen vermutet, sind aber bisher noch nicht eindeutig identifiziert worden.

Die Jury der Universität Tampere nahm diese Entdeckung zum Anlass, den mit 15.000 Euro dotierten Preis an den Mainzer Gastroenterologen zu verleihen. Der Preis wurde im Rahmen einer Festveranstaltung zur Verabschiedung von Prof. Markku Mäki, einem der weltweit renommiertesten Forscher auf dem Gebiet der Zöliakie, von der Universität Tampere vergeben.

Prof. Schuppan ist Leiter des Instituts für Translationale Immunologie der Universitätsmedizin Mainz und Professor an der Harvard Medical School in Boston, USA. Seine Publikationen wurden mehr als 18.000mal zitiert. Er ist einer der führenden deutschen Wissenschaftler in der Gastroenterologie, der unter anderem für seine Forschungsarbeiten bezogen auf die Zöliakie, die Weizensensitivität und Nahrungsmittelallergien bekannt ist.

Hier betreut er auch, deutschlandweit einmalig, Patienten mit diesen oft komplexen Krankheitsbildern. Außerdem beschäftigt er sich mit der Immunologie und Molekularbiologie von chronischen Lebererkrankungen, Leber- und anderen Organfibrosen, Autoimmunerkrankungen und soliden Tumoren.

Der Name des „Maki Celiac Disease Tampere Prize“ leitet sich neben der Identität des Namensgebers von “multiple approach as key in celiac disease“ ab und wurde am 17. April 2015 das erste Mal vergeben. In Zukunft wird der Preis in Tampere alle zwei Jahre auf einem internationalen Symposium für Zöliakie verliehen werden. Dieses Symposium organisieren die Universität Tampere und die finnische Zöliakiegesellschaft.


Medizin am Abend DirektKontakt

Oliver Kreft, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7424, Fax 06131 17-3496,
E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de



Langenbeckstraße 1
55131 Mainz
Deutschland
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Dr. Renée Dillinger-Reiter
E-Mail-Adresse: renee.dillinger-reiter@unimedizin-mainz.de


Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

360° Mittwochmorgen: Langschläfer werden häufiger betrogen

Medizin am Abend Fazit:  Tagesrhythmus beeinflusst Vaterschaften

Spätes Aufstehen ist gemütlicher, aber es verringert auch den Fortpflanzungserfolg – zumindest wenn man eine Kohlmeise ist. Forscher vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen und Radolfzell haben zusammen mit Kollegen aus den Vereinigten Staaten nämlich herausgefunden, dass Kohlmeisen, die später als ihre Artgenossen aufstehen, öfter von ihren Weibchen betrogen werden. Die Ergebnisse bringen neue Erkenntnisse für das Verständnis der Evolution der inneren Uhr. 

Kohlmeise mit Sender. Kohlmeise mit Sender. Timothy Greives
 
Fast alle Lebewesen, von einfachen Mikroben bis zu Menschen, haben einen Tagesrhythmus, der von einer inneren Uhr gesteuert wird.

Diese sogenannten circadianen Rhythmen sind ungefähr 24 Stunden lang und helfen den Organismen, sich auf regelmäßige Änderungen ihrer Umgebung, wie beispielsweise den Sonnenuntergang, vorzubereiten. 

Diese Tagesrhythmen könnten auch einen Einfluss auf das Überleben und den Fortpflanzungserfolg haben.

Trotzdem weiß man erstaunlich wenig, wie sich die Änderungen im Verhalten und der Physiologie auf die Fitness auswirken.

Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell und Seewiesen haben nun zusammen mit Kollegen der North Dakota State University bei Kohlmeisen (Parus major) den Einfluss der inneren Uhr auf den Fortpflanzungserfolg untersucht. Diese Art lässt sich gut untersuchen, da sie in Nistkästen brüten. Um festzustellen, wann die Tiere morgens aufwachen, versahen die Forscher die männlichen Tiere mit Minisendern und schoben ihnen ein kleines Implantat unter die Haut. Ein Teil der Implantate enthielt Melatonin, ein Hormon, das wichtig für die Regulierung der inneren Uhr ist. Nach dem Schlupf der Jungen nahmen die Forscher eine Blutprobe, um die Vaterschaften zu bestimmen.

Vögel, die ein Melatonin-Implantat erhalten hatten, wachten etwas später auf. Sie wurden öfter von ihrem Weibchen betrogen, so dass viele Jungen in ihrem Nest von anderen Männchen gezeugt wurden.

Anstatt also früh wach zu sein und das Weibchen gegen Konkurrenten zu verteidigen, schliefen sie noch tief und fest.

“Diese Ergebnisse zeigen, dass verzögerte morgendliche Aktivität die biologische Fitness eines Singvogel-Männchens reduzieren kann, da sie öfter betrogen werden.

Somit kann die sexuelle Selektion, zusätzlich zur natürlichen Selektion, die Tagesrhythmik bei freilebenden Tieren beeinflussen“, sagt Timothy Greives, Erstautor der Studie.


Medizin am Abend DirektKontakt

Schlossallee 2
78315 Radolfzell
Deutschland
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E-Mail-Adresse: apitz@orn.mpg.de
Dr. Sabine Spehn

Telefon: +49 (0) 8157 932 421
Fax: +49 (0) 8157 932 209
E-Mail-Adresse: pr_seewiesen@orn.mpg.de
Dr. Stefan Leitner Max-Planck-Institut für Ornithologie


Weitere Informationen:
http://orn.iwww.mpg.de/3574832/news_publication_9259165?c=2162

360° TOP-Thema: Neue Erkenntnisse zu Todesrezeptoren bei Krebszellen / Bauchspeicheldrüsenkrebs

Medizin am Abend Fazit:  Versteckter Sicherheitsschalter: 

Neue Erkenntnisse zu Todesrezeptoren bei Krebszellen

Ein besseres molekulares Verständnis der Rolle von sogenannten Todesrezeptoren in der Krebsentstehung, die insbesondere Bauchspeicheldrüsenkrebs besonders aggressiv und fast immer tödlich verlaufen lassen – das ist das Ziel von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Institut für Experimentelle Tumorforschung an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). 

Gökhan Alp und Prof. Dr. Anna Trauzold bereiten Zellpräparationen für eine Studie vor.
Gökhan Alp und Prof. Dr. Anna Trauzold bereiten Zellpräparationen für eine Studie vor. Christian Urban, CAU
 
Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Professorin Anna Trauzold und Professor Holger Kalthoff beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit diesen Todesrezeptoren, die in fast allen Körperzellen und prinzipiell auch in Krebszellen für das kontrollierte Absterben der Zelle, den programmierten Zelltod, sorgen können.

Dieses Selbstmordprogramm wird typischerweise über Rezeptoren auf der Zellmembran ausgelöst.

Krebszellen haben jedoch vielfältige Mechanismen entwickelt, mit denen sie dieses Programm umgehen können.  

Ein körpereigener Sicherheitsschalter wird so gewissermaßen ausgeschaltet und es entstehen Resistenzen gegenüber Chemotherapeutika oder Bestrahlung.

Die Kieler Arbeitsgruppe konnte jüngst neue Erkenntnisse über die Mechanismen gewinnen, mit denen Todesrezeptoren in Krebszellen zu beschleunigten bösartigen Krankheitsverläufen beitragen: „Wir konnten nachweisen, warum Todesrezeptoren paradoxerweise bei vielen Krebszellen gehäuft vorkommen und wie die Umprogrammierung der Todesrezeptoren in der Zelle bewerkstelligt wird“, erklärt Trauzold die neuesten Erkenntnisse.

Rezeptoren für den programmierten Zelltod sind Oberflächenmoleküle auf der Membran von Krebszellen wie beispielsweise das Molekül CD95 oder die Moleküle der TRAIL-R-Gruppe.

In Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen der Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, konnte die Forschungsgruppe jetzt überzeugend nachweisen, dass Bauchspeicheldrüsenkrebszellen die Signale dieser Rezeptoren umprogrammieren können.  

Statt des erwünschten Zelltodprogramms initiieren sie dann einen alternativen zellbiologischen Mechanismus. Der Schutzschalter der Zelle wird also in seiner eigentlichen Funktion deaktiviert und sorgt stattdessen im Gegenteil für eine aggressive Ausbreitung der Krebserkrankung.

„In der klinischen Krebsforschung gelten die Rezeptoren TRAIL-R1 und TRAIL-R2 eigentlich als vielversprechende Therapieansätze, weil der zugehörige Botenstoff prinzipiell Krebszellen gut abtöten kann und normale Körperzellen nicht schädigt“, sagt Kalthoff.

In diesem Zusammenhang sei die Wirkung des defekten Sicherheitsschalters allerdings besonders fatal, da eine Behandlung mit TRAIL-Liganden dann eine starke gegenteilige Wirkung entfaltet und zur beschleunigten Ausbreitung des Tumors führen kann.

Dazu passt die Beobachtung der Kieler Forschenden, dass Bauchspeicheldrüsenkrebszellen diesen Botenstoff häufig selbst produzieren, sich also selbst stimulieren.

Eine wichtige Rolle in dieser Umprogrammierung der Todesrezeptoren spielt die genaue Verteilung der Todesrezeptoren. 

Analysen der Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, dass diese Moleküle oft nicht auf der Zellmembran positioniert sind, wo sie in normalerweise für die Auslösung des Zelltodes sorgen.

Stattdessen befinden sie sich im Zellkern der Krebszelle und kommen dort gehäuft vor. Dies konnte die Arbeitsgruppe bereits 2014 in der anerkannten internationalen Fachzeitschrift Gastroentorology zeigen.  

Dort bewirken sie dann verschiedene zum Zelltodprogramm alternative Prozesse, deren Ergebnis ein verstärktes Wachstum und eine verstärkte Wanderung der Krebszellen ist.

In einer aktuellen Veröffentlichung im Fachmagazin Cancer Cell im April diesen Jahres konnten die Kieler Forschenden zusammen mit der Arbeitsgruppe von Professor Henning Walczak vom University College in London nun zeigen, dass der TRAIL-Rezeptor bei seinen unerwünschten Aktivitäten Unterstützung von einem seit langem bekannten Krebsgen bekommt: 

Bei vielen bösartigen Tumoren und in fast allen Bauspeicheldrüsenkrebszellen liegt eine Mutation des sogenannten KRAS-Gens vor.

Es kooperiert mit dem Todesrezeptor so, dass dieser sein Programm von der Einleitung des Zelltodes hin zu Wachstum und Ausbreitung von Krebszellen abändert – auch wenn sich der Todesrezeptor an der „richtigen“ Stelle auf der Zellmembran befindet.

„Unsere Ergebnisse bedeuten, dass auch bei konventionellen Krebsbehandlungen mit Chemotherapeutika oder Bestrahlung künftig die Rolle der Todesrezeptoren und ihr Einfluss auf die Ausbreitung von Krebszellen stärker berücksichtigt werden muss“, sagt Trauzold. 

Gleichzeitig zeigen die Untersuchungen der Kieler Forschungsgruppe auch neue Ansätze auf, wie die Therapieresistenz von Krebszellen möglicherweise überwunden werden kann.  

Versuche mit Zellkulturen zeigen, dass ein sehr stark gehäuftes Vorkommen von Todesrezeptoren auf der Zelloberfläche dafür sorgt, dass auch Bauspeicheldrüsenkrebszellen absterben.

Dringenden Forschungsbedarf sehen Trauzold und Kalthoff demnach in der Frage, wie die Rezeptoren zurück an ihre Position an der Zelloberfläche von Krebszellen gebracht werden können, um dort effektiv, zum Beispiel durch Hemmung der unerwünschten Signalwege, aktiviert werden zu können.


Einige der Mitglieder der Experimentellen Tumorforschung an der Medizinischen Fakultät der CAU.


Einige der Mitglieder der Experimentellen Tumorforschung an der Medizinischen Fakultät der CAU. Christian Urban, CAU


Originalarbeiten:

Verena Haselmann, Alexandra Kurz, Uwe Bertsch, Sebastian Hübner, Monika Olempska–Müller, Jürgen Fritsch, Robert Häsler, Andreas Pickl, Hendrik Fritsche, Franka Annewanter, Christine Engler, Barbara Fleig, Alexander Bernt, Christian Röder, Hendrik Schmidt, Christoph Gelhaus, Charlotte Hauser, Jan–Hendrik Egberts, Carola Heneweer, Anna Maria Rohde, Christine Böger, Uwe Knippschild, Christoph Röcken, Dieter Adam, Henning Walczak, Stefan Schütze, Ottmar Janssen, F. Gregory Wulczyn, Harald Wajant, Holger Kalthoff, Anna Trauzold,

Gastroenterology: Nuclear Death Receptor TRAIL-R2 Inhibits Maturation of Let-7 and Promotes Proliferation of Pancreatic and Other Tumor Cells http://dx.doi.org/10.1053/j.gastro.2013.10.009

Silvia von Karstedt, Annalisa Conti, Max Nobis, Antonella Montinaro, Torsten Hartwig, Johannes Lemke, Karen Legler, Franka Annewanter, Andrew D. Campbell, Lucia Taraborrelli, Anne Grosse-Wilde, Johannes F. Coy, Mona A. El-Bahrawy, Frank Bergmann, Ronald Koschny, Jens Werner, Tom M. Ganten, Thomas Schweiger, Konrad Hoetzenecker, Istvan Kenessey, Balazs Hegedüs, Michael Bergmann, Charlotte Hauser, Jan-Hendrik Egberts, Thomas Becker, Christoph Röcken, Holger Kalthoff, Anna Trauzold, Kurt I. Anderson, Owen J. Sansom, Henning Walczak

Cancer Cell: Autonomous TRAIL-R Signaling Promotes KRAS-Driven Cancer Progression, Invasion, and Metastasis http://dx.doi.org/10.1016/j.ccell.2015.02.014


Medizin am Abend DirektKontakt:

Prof. Dr. Anna Trauzold
Institut für Experimentelle Tumorforschung
Tel.: 0431/597-1962
E-Mail: atrauzold@email.uni-kiel.de
Dr. Boris Pawlowski Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Beteiligte:
http://www.uni-kiel.de/moloncol/project2n.htm - Website der Arbeitsgruppe Experimentelle Tumorforschung

https://www.ucl.ac.uk/news/news-articles/0415/080415-body-defences-hijacked-canc... - Forschungsmeldung des Cancer Institute am University College London

Erkennung diabetischer Nephropathie - DNP

Medizin am Abend Fazit:  Vorbericht zur Proteomanalyse zur Erkennung diabetischer Nephropathie veröffentlicht

https://www.iqwig.de/download/D13-01_Kurzfassung_Vorbericht_Proteomanalyse.pdf 

Hier gehts ins Detail:



https://www.iqwig.de/download/D13-01_Vorbericht_Proteomanalyse.pdf



Nutzen oder Schaden sowie diagnostische und prognostische Güte bleiben
mangels Studien unklar

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
(IQWiG) untersucht derzeit den Nutzen einer diagnostisch-therapeutischen
Strategie mit Anwendung einer Proteomanalyse zur Erkennung einer
diabetischen Nephropathie bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes
mellitus und arteriellem Hypertonus im Vergleich zur konventionellen
diagnostischen Strategie.


Die vorläufigen Ergebnisse hat das Institut am
8. Juni 2015 veröffentlicht.

Demnach ist der patientenrelevante Nutzen oder Schaden einer
Proteomanalyse in solchen Fällen mangels Studien ebenso unklar wie ihre
diagnostische oder prognostische Güte. Bis zum 06.07.2015 können
interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen zu
diesem Vorbericht abgeben.

Herkömmliche Diagnose anhand der Albuminausscheidung

Die diabetische Nephropathie ist eine chronische Nierenerkrankung, die
durch die chronische Hyperglykämie bei Diabetes mellitus verursacht und
durch einen arteriellen Hypertonus negativ beeinflusst wird. 


Sie kann zu einem dauerhaften Versagen der Nieren (terminale Niereninsuffizienz) führen.

Beim Auftreten eindeutiger Symptome ist die Krankheit bereits weit
fortgeschritten. Daher versucht man sie bei Risikopatienten frühzeitig
durch die Messung der Albumin-Kreatin-Ratio oder des Albuminspiegels im
Urin zu diagnostizieren bzw. zu prognostizieren.


Allerdings kann eine Erhöhung des Albumingehalts im Urin auch andere Ursachen haben als eine beginnende diabetische Nephropathie.

Lässt sich eine drohende diabetische Nephropathie früher erkennen?

Die Proteomanalyse ist eine neue diagnostische Methode, bei der die
Konzentration weiterer Biomarker im Urin massenspektrometrisch ermittelt
wird. 


Der daraus errechnete Wert (Score) soll frühere und präzisere
klinische Aussagen bezüglich einer DNP ermöglichen als die herkömmliche
Diagnostik.


Der Auftrag, den der Gemeinsame Bundesausschuss (G- BA) dem IQWiG erteilt
hat, hatte dementsprechend zwei Ziele: Erstens sollte das Institut den
patientenrelevanten Nutzen oder Schaden einer diagnostisch-therapeutischen
Strategie mit Proteomanalyse im Vergleich zu einer herkömmlichen Strategie
bewerten, und zwar für Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus
und arteriellem Hypertonus. Zweitens sollte die diagnostische und
prognostische Güte der Proteomanalyse bei der Erkennung einer DNP bewertet
werden.

Keine Aussagen zum Nutzen und zur Güte möglich

Es wurden keine abgeschlossenen Studien identifiziert, die für diese
Bewertungen relevant wären.  

Noch bis Ende 2017 läuft die potenziell relevante Studie PRIORITY. Doch sie wird für die vorliegende Fragestellung voraussichtlich eine geringe Aussagekraft haben, da nur eine geringe Anzahl von Patienten mit Hypertonus eingeschlossen sein wird.´

Somit bleiben sowohl der patientenrelevante Nutzen oder Schaden einer
diagnostisch-prognostischen Strategie mit Proteomanalyse zur Erkennung
einer DNP als auch ihre diagnostische und prognostische Güte unklar.


Zum Ablauf der Berichtserstellung

Den vorläufigen Berichtsplan für dieses Projekt hatte das IQWiG im Juli
2013 vorgelegt und um Stellungnahmen gebeten. Diese wurden zusammen mit
einer Würdigung und dem überarbeiteten Berichtsplan im Dezember 2013
publiziert. Stellungnahmen zu dem jetzt veröffentlichten Vorbericht werden
nach Ablauf der Frist gesichtet. Sofern sie Fragen offen lassen, werden
die Stellungnehmenden zu einer mündlichen Erörterung eingeladen.

Einen Überblick über Hintergrund, Vorgehensweise und weitere Ergebnisse
des Vorberichts gibt eine Kurzfassung.

Weitere Informationen finden Sie unter  http://www.iqwig.de

Medizin am Abend DirektKontakt:

Im Mediapark 8
50670 Köln
Deutschland
Nordrhein-Westfalen
E-Mail-Adresse: kontakt@iqwig.de

Dr. Anna-Sabine Ernst
Telefon: 0221 35685 153
Fax: 0221 35685 833
E-Mail-Adresse: anna-sabine.ernst@iqwig.de


FIFA Medical Centre of Excellence Regensburg: Knieverletzungen im Fußball

Medizin am Abend Fazit:   Präventionsprogramm gegen Knieverletzungen im Fußball

VBG, FIFA Medical Center Regensburg und Bayerischer Fußball-Verband starten große Interventionsstudie in Bayern. 

Dr. Werner Krutsch, Studienleiter am FIFA Medical Centre Regensburg und BFV Verbandsarzt
 Dr. Werner Krutsch, Studienleiter am FIFA Medical Centre Regensburg und BFV Verbandsarzt UKR
 
Das FIFA Medical Centre of Excellence Regensburg, angesiedelt am Universitätsklinikum Regensburg (UKR), und der Bayerische Fußball-Verband (BFV) führen in der Saison 2015/2016 eine große Studie zum Thema „Prävention von Verletzungen im Amateurfußball“ mit dem Schwerpunkt Knieverletzungen durch. 

Kern der Studie ist die systematische Verletzungsanalyse von Mannschaften der Regionalliga Bayern, Bayernliga und Landesliga. Neben Online-Befragungen von Trainern und Spielern aller teilnehmenden Vereine dieser Spielklassen werden über 50 Teams mit insgesamt etwa 1.000 Spielern ausgewählt, die zusätzlich Vorsorge-Untersuchungen und Leistungstests am Anfang und Ende der Saison absolvieren. Zudem binden diese Mannschaften spezifische Präventionsübungen in ihre Trainingseinheiten ein. Darüber hinaus betreuen Spezialisten des FIFA Medical Center Regensburg Spieler, die während der Saison eine schwere Knieverletzung erleiden, in der Reha-Phase bis zur Rückkehr auf den Platz.

Ziele der Studie sind die Prävention schwerer Verletzungen, insbesondere des Knies, und die Verbesserung der medizinischen Versorgung im Amateurfußball. Neben der Einführung von regelmäßig angewendeten Präventionsübungen im Training und Leistungstests soll auch das Verständnis über Verletzungen gefördert werden.

„Wir wollen herausfinden, welche Problematiken es mit schweren Verletzungen unterhalb der Profiligen gibt und welche Faktoren einen Einfluss auf Verletzungen haben, um dann konkrete Handlungsempfehlungen für die Prävention zu geben. Davon profitieren alle Vereine an der Fußballbasis“, betont Dr. Werner Krutsch, Studienleiter am FIFA Medical Centre Regensburg und BFV-Verbandsarzt. Mehrere internationale Studien hatten bereits nachgewiesen, dass die Anzahl von Verletzungen durch spezielle Programme um bis zu 50 Prozent reduziert werden kann. „Schwere Verletzungen sind sowohl für den Spieler als auch den Verein eine große Belastung. Die Untersuchung liefert insbesondere den Trainern wichtige Erkenntnisse für ihre Arbeit“, erklärt BFV-Vizepräsident Reinhold Baier.



BFV-Vizepräsident Reinhold Baier



BFV-Vizepräsident Reinhold Baier BFV

Auftraggeber der Studie ist die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), bei der bezahlte Sportler, im Fußball vor allem Vertragsamateure und Lizenzspieler, gesetzlich unfallversichert sind. „Sportunfälle sind kein Schicksal. Gemeinsames Ziel des Sports und der VBG ist es, nachweisbar die Verletzungszahlen im bezahlten Sport und damit die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung zu senken“, erklärt Dr. Andreas Weber, Direktor Prävention der VBG. Im Rahmen einer bundesweiten Ausschreibung hat das FIFA Medical Centre Regensburg den Zuschlag zur Durchführung der Studie in Zusammenarbeit mit dem BFV erhalten.

Ablauf der Studie:

Zu Beginn der Saison 2015/2016:

• Online-Umfrage unter allen Trainern (Einschätzung Thema Verletzungsprävention) und Spielern (Abfrage von Verletzungen) der Zielgruppe Regionalliga bis Landesliga
• Auswahl von über 50 Vereinen (= ca. 1.000 Spieler) für die Testverfahren zu Beginn der Vorbereitungsphase sowie Einführung von Präventionsübungen

Während der Saison:

• Erneute Online-Umfrage unter allen Spielern mit Abfrage von Verletzungen nach der Hinrunde (Vereine Regionalliga bis Landesliga)
• Registrierung und professionelle Betreuung von schweren Knieverletzungen

Nach der Saison:

• Erneute Online-Umfrage unter allen Spielern mit Abfrage von Verletzungen (Vereine Regionalliga bis Landesliga)
• Erneutes Testverfahren mit den ca. 1.000 Spielern am Ende der Saison
• Wissenschaftliche Auswertung und Veröffentlichung der Ergebnisse

Fußballmedizin in Bayern:

2009 ist das FIFA Medical Centre Regensburg, angesiedelt am Universitätsklinikum Regensburg, als sechstes Zentrum weltweit von der FIFA zum Exzellenzzentrum für Fußballmedizin ernannt worden. Um medizinische Größen wie Professor Dr. Michael Nerlich (Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR), DFB-Physiotherapeut Klaus Eder (Eden-Reha) oder Professor Dr. Peter Angele (sporthopaedicum) erfolgt seitdem am FIFA Medical Centre Regensburg der Aufbau eines fußballmedizinischen Netzwerks mit dem Ziel, die medizinische Versorgung für Fußballspieler zu verbessern. Seit 2014 kooperiert der Bayerische Fußball-Verband mit dem FIFA Medical Centre Regensburg, zum Beispiel bei der sportmedizinischen Betreuung seiner Auswahlspieler(innen) und der BFV-Nachwuchsleistungszentren. Verbandsarzt des BFV ist Dr. Werner Krutsch, ehemaliger Profi-Fußballspieler und Facharzt in der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg.

Medizin am Abend DirektKontakt 


Katja Rußwurm Universitätsklinikum Regensburg
Franz-Josef-Strauss-Allee 11
93053 Regensburg
Deutschland
Bayern


Dr. Isolde Schäfer
Telefon: 0941 944-4210
E-Mail-Adresse: isolde.schaefer@ukr.de


Susanne Körber
Telefon: 0941-944-4220
Fax: 0941-944-4488
E-Mail-Adresse: susanne.koerber@ukr.de


Katja Rußwurm
Telefon: 0941 944 4212
Fax: 0941 944 4488
E-Mail-Adresse: katja.russwurm@ukr.de

GenderMedizin: Ihre Gewichtszunahme - Ihr Darmkrebsrisiko

Medizin am Abend Fazit:    Starke Gewichtszunahme im jungen Erwachsenenalter ist mit erhöhtem Darmkrebsrisiko verbunden

Wie eine wissenschaftliche Auswertung von 12 Beobachtungsstudien nun zeigt, ist bereits im jungen Erwachsenenalter, d. h. zwischen 18 und 25 Jahren, eine Gewichtszunahme von durchschnittlich 15,2 Kilogramm mit einem um 22 Prozent erhöhten Darmkrebsrisiko verbunden. Männer sind dabei hinsichtlich einer Krebserkrankung des Dickdarms besonders gefährdet. Bezüglich des Enddarms waren keine geschlechtsspezifischen Unterschiede zu beobachten.
Das Forscherteam um Krasimira Aleksandrova vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) und Sabrina Schlesinger von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Obesity Reviews (Schlesinger et al., 2015; DOI 10.1111/obr.12286).

Darmkrebs ist die dritt- bzw. die zweithäufigste Krebsform, an der Männer bzw. Frauen in Deutschland erkranken. Bei etwa der Hälfte der Betroffenen verläuft die Krankheit tödlich. Verschiedene Beobachtungsstudien weisen darauf hin, dass starkes Übergewicht ein wesentlicher Risikofaktor für diese Erkrankung ist, wobei die meisten Studien den Body-Mass-Index (BMI)* verwenden, um das Körpergewicht bzw. die Körperfettmenge der Studienteilnehmer einzuordnen.

„In die Berechnung des BMI fließt das Körpergewicht insgesamt, also auch das Gewicht der fettfreien Körpermasse mit ein. Daher ist der BMI als Indikator für die Körperfettmenge nicht ganz so gut geeignet. Das Körperfett ist jedoch vermutlich der entscheidende Faktor, der über seinen Einfluss auf den Stoffwechsel zur Krebsentstehung beiträgt“, sagt Sabrina Schlesinger. „Da wir davon ausgehen, dass eine Gewichtszunahme im Erwachsenenalter hauptsächlich auf eine Zunahme des Körperfetts zurückzuführen ist, wählten wir für unsere Untersuchung daher das Maß der Gewichtszunahme als einen präziseren Indikator für die Körperfettmenge“, ergänzt Krasimira Aleksandrova.

In ihrer Meta-Analyse wertete das Forscherteam die Daten von 12 verschiedenen Beobachtungsstudien aus dem In- und Ausland aus. Insgesamt beinhalteten diese Studien die Daten von 16.151 erstmals an Darmkrebs erkrankten Menschen.

Wie die Wissenschaftler feststellten, hatte das Ausgangsgewicht keinen Einfluss auf den untersuchten Zusammenhang. Pro 5 Kilogramm, die die Teilnehmer über die Jahre (im Mittel 12,2 Jahre**) zulegten, erhöhte sich das Darmkrebsrisiko um 4 Prozent. Die beobachtete Risikobeziehung für Dickdarmkrebs war bei Männern etwas stärker ausgeprägt als bei Frauen, wobei die Epidemiologen für Enddarmkrebs keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern feststellten.

„Um das Darmkrebsrisiko zu minimieren, ist es wichtig, nicht nur mit zunehmendem Alter auf ein normales Körpergewicht und vor allem einen normalen Körperfettanteil zu achten, sondern bereits schon in jungen Jahren damit zu beginnen“, fasst Aleksandrova die Ergebnisse zusammen. „Denn unsere Ergebnisse bestärken erneut die Annahme, dass insbesondere das Körperfett eine entscheidende Rolle für die Erkrankung spielt“, erklärt Schlesinger. „Derzeit arbeiten wir daran, die biologischen Mechanismen aufzuklären, die hinter dem beobachteten Zusammenhang stehen“, ergänzt Aleksandrova.

Hintergrundinformationen:

* Die Formel für den Body-Mass-Index lautet: BMI = Körpergewicht in kg/(Körperlänge in m)2.

** Die einzelnen Studien weisen unterschiedliche Nachverfolgungszeiten auf. Diese umfassen in den jeweiligen Studien einen Zeitraum von 7,1 bis 18 Jahren. Der grobe Mittelwert liegt bei 12,2 Jahren.

Das DIfE ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es erforscht die Ursachen ernährungsassoziierter Erkrankungen, um neue Strategien für Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Ursachen und Folgen des metabolischen Syndroms, einer Kombination aus Adipositas (Fettsucht), Hypertonie (Bluthochdruck), Insulinresistenz und Fettstoffwechselstörung, die Rolle der Ernährung für ein gesundes Altern sowie die biologischen Grundlagen von Nahrungsauswahl und Ernährungsverhalten. Das DIfE ist zudem ein Partner des 2009 vom BMBF geförderten Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD).

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 89 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen - u. a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi -, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 18.100 Personen, darunter 9.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,64 Milliarden Euro.

Medizin am Abend DirektKontakt:

Dr. Krasimira Aleksandrova
Abteilung Epidemiologie
Deutsches Institut für Ernährungsforschung
Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 Nuthetal
E-Mail: Krasimira.Aleksandrova@dife.de

Dr. Sabrina Schlesinger
Institut für Epidemiologie
Christian-Albrechts Universität zu Kiel
Arnold-Heller-Str. 3, Haus 1
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH)
24105 Kiel
E-Mail: sabrina.schlesinger@epi.uni-kiel.de


Dr. Gisela Olias
Deutsches Institut für Ernährungsforschung
Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 Nuthetal
Tel.: +49 33200 88-2278/-2335
E-Mail: olias@dife.de
http://www.dife.de

Osteporose/Osteopenie: Knochengesundheit beginnt im Mutterleib

Medizin am Abend Fazit:  Und aufgrund dessen ist eine gesunde Ernährung der Schlüssel zu lebenslang starken Knochen

Der offizielle Beginn des Weltosteoporosetags, der am 20. Oktober gefeiert wird, lenkt die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung einer knochenfreundlichen Ernährung vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter.

Heute wurden wir Zeuge des Kampagnenstarts des World Osteoporosis Day [Weltosteoporosetags] (WOT) 2015 der International Osteoporosis Foundation (IOF). Der Tag wird am 20. Oktober gefeiert und dieses Jahr bezieht sich das Thema auf Ernährung und befasst sich mit den Herausforderungen der öffentlichen Gesundheit, die mit einer unzureichenden Aufnahme an Calcium, Vitamin D und Protein sowie anderen Mikronährstoffen, die entscheidend sind für Knochengesundheit, in Verbindung gebracht werden.

Die meisten Menschen nehmen ihren empfohlenen Tagesbedarf an Calcium und Vitamin D nicht zu sich. Tatsächlich haben weltweit schätzungsweise 1 Milliarde Menschen zu wenig Vitamin D im Blut und diese Mängel sind in allen Ethnien und Altersgruppen zu finden.

In China ergaben Schätzungen der Umfrage zum Gesundheitsstand von 2002, dass weniger als 10 % der chinesischen Staatsbürger eine angemessene Zufuhr von Calcium durch die Nahrung aufnehmen. Chronischer, unbehandelter Calciummangel kann schwerwiegende Folgen haben, einschließlich Osteopenie und Osteoporose. 


Osteoporose wurde als "Kinderkrankheit mit geriatrischen Folgen" definiert, wobei hervorgehoben wird, dass die Knochengesundheit bereits sehr früh beeinflusst wird, nämlich im Mutterleib. Ein schlechter Ernährungszustand der Mutter kann das optimale Wachstum des Skeletts des Babys beeinträchtigen. Ein verringerter Knochenmineralgehalt bei maximaler Knochenmasse im Erwachsenenalter und in späteren Lebensjahren sowie das erhöhte Risiko einer Hüftfraktur wurden damit in Verbindung gebracht.

Darüber hinaus sind Kindheit und Jugend eine kritische Zeit für die Knochenbildung, da die Größe und die Stärke unserer Knochen in diesem Zeitraum beträchtlich steigen.

Ungefähr die Hälfte unserer Knochenmasse sammelt sich während der Jugend an. Dieser Prozess setzt sich bis Mitte 20 fort, dann ist die Spitzenknochenmasse normalerweise erreicht (die maximal mögliche Knochenmasse, die während des Knochenwachstums erreicht werden kann). 

Die Unterstützung der optimalen Knochenstärke eines Kindes wirkt sich vorteilhaft auf das höhere Erwachsenenalter aus, da es mehr Knochenreserven gibt, auf die zurückgegriffen werden kann.

Im Gegensatz zu ihren jungen Jahren können Erwachsene das Knochengewebe nicht mehr so schnell ersetzen, wie sie es verlieren.

Es wird davon ausgegangen, dass ein Anstieg von 10 % der maximalen Knochenmineraldichte (BMD, bone mineral density) - ein Maß für die Knochenstärke - die Entwicklung von Osteoporose um 13 Jahre verzögern kann. 

Prof. John Kanis, Präsident der IOF, erklärte: "Unser Skelett ist wie ein Haus. Es muss mit dem richtigen Material gebaut werden, sodass die Struktur über Jahre hinweg stark bleibt und beibehalten werden kann, um langfristigen Schaden zu vermeiden. Aus diesem Grund versorgen uns Lebensmittel wie Milchprodukte, Fettfisch, Obst und Gemüse mit wichtigen Nährstoffen, die die wichtigsten Bausteine für starke Knochen sind."

Judy Stenmark, CEO der IOF, fügte hinzu: "99 % des 1 kg Calcium, das im durchschnittlichen Körper zu finden ist, befindet sich in unseren Knochen, wodurch hervorgehoben wird, warum wir unseren empfohlenen Tagesbedarf als Treibstoff für die Produktion und den Erhalt unserer Knochen zu uns nehmen sollten.

Ich empfehle jedem, den Test mit dem IOF Calcium Calculator [Calciumrechner der IOF] zu machen, um herauszufinden, wie viel Calcium man zu sich nimmt und wie sich die Zufuhr erhöhen lässt."
 
 

Calciumrechner kostenlos erhältlich als: 

Online-Rechner: http://bit.ly/calcium-calculator-web 

iPhone App: http://bit.ly/calcium-calculator-iOS 

Android App: http://bit.ly/calcium-calculator-android 

Der WOT, der jährlich am 20. Oktober stattfindet, wird von einer einjährigen Kampagne unterstützt: www.worldosteoporosisday.org 

 #LoveYourBones Offizielle Partner des WOT: Amgen, Fonterra, Pfizer Consumer Healthcare, Lilly, MSD, Takeda Ernährungspartner des WOT: DSM, Rousselot, Sunsweet

Über die International Osteoporosis Foundation 

IOF ist die weltweit größte Nichtregierungsorganisation mit dem Ziel der Prävention, Diagnose und Behandlung von Osteoporose und damit verbundenen muskuloskelettalen Erkrankungen. www.iofbonehealth.org

Medizin am Abend Fazit:


Charanjit K. Jagait, IOF Telefon +41 79 874 52 08, cjagait@iofbonehealth.org

Neue Warn-App NINA - Schutz der Bevölkerung


Medizin am Abend Fazit:

Hier gehts zum Link:

http://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA.html

Neue Warn-App des Bundes steigert den Schutz der Bevölkerung

Auf der Messe INTERSCHUTZ in Hannover stellte der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Ole Schröder heute die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelte Warn-App für Smartphones vor. Mit dem Anschluss der neuen App für Smartphones an das Modulare Warnsystem des Bundes werden die Bürgerinnen und Bürger jetzt direkt mit Warnmeldungen über aktuelle Gefahrenlagen auf ihren Smartphones versorgt. Die App heißt NINA (als Kurzform für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“) und steht ab sofort für die Betriebssysteme iOS (ab Version 7.0) und Android (ab Version 4.0) bereit. Für andere Betriebssysteme steht unter www.warnung.bund.de eine mobil-fähige Website zur Verfügung, die ebenfalls über alle aktuellen MoWaS-Warnungen in Deutschland informiert.

„Für den Schutz der Bevölkerung zu sorgen ist Aufgabe des Staates. Deshalb gibt es in Deutschland bereits ein umfangreiches System, um die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen. Die jetzt neu und zusätzlich entwickelte Warn-App kann von jeder Bürgerin und jedem Bürger direkt genutzt werden; sie ergänzt alle bisher vorhanden Möglichkeiten der Warnung und ist ein weiterer Meilenstein für den Schutz der Bevölkerung“, sagte der Bundesinnenminister.

Das BBK hat die App als Teil des sogenannten Modularen Warnsystems (MoWaS) entwickelt, das seit 2013 in Betrieb ist. Die App für Smartphones wird die bereits angeschlossenen Warnmultiplikatoren (Rundfunk, Internet, Paging, Deutsche Bahn AG) ergänzen und bietet über sogenannte Push-Benachrichtigungen einen Weckeffekt, d. h. die App kann Nutzerinnen und Nutzer auf mögliche Gefahren aufmerksam machen.

Warnmeldungen können bisher durch den Bund und die Innenministerien der Länder verschickt werden. In Nordrhein-Westfalen wird MoWaS auch auf Ebene der kommunalen und integrierten Leitstellen eingeführt. „Ich finde es ungeheuer wichtig, dass die Menschen in NRW ohne Umwege über Gefahren in ihrer Nähe informiert werden. Die App NINA ist eine moderne und sinnvolle Ergänzung zu den bereits bestehenden Warn-Möglichkeiten“, erklärte hierzu im Vorfeld NRW-Innenminister Ralf Jäger. Deswegen stattet NRW als erstes Land Zug um Zug alle Kreisleitstellen mit dem System MOWaS aus, damit die Warn-App zukünftig landesweit verfügbar ist. „Sehr gut ist, dass NINA auf eine bestehende Gefahr hinweist. Außerdem informiert sie schnell über das richtige Verhalten in der Gefahrensituation. So können wir Leben retten.“

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.bbk.bund.de/NINA sowie auf Twitter unter http://twitter.com/BBK_Bund.

Johanniter Unfallhilfe: 35. Deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart

Medizin am Abend Fazit:  29.600 Stunden im Einsatz während des Kirchentages / Tausende Besucher nutzten Hilfeleistungen der Johanniter 


obs/Johanniter Unfall Hilfe e.V./Johanniter/ Julian Rossig



Mit der Abreise von rund 95.000 Besuchern ging heute der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart vom 3. bis 7. Juni zu Ende. Für Johanniter aus dem ganzen Bundesgebiet und benachbarten Ausland war auch dieses Mal der Großeinsatz Ehrensache: Über 1.000 ehrenamtliche Helfer der Johanniter bezogen das "Johanniterdorf" und sorgten fünf Tage lang bei hochsommerlichen Temperaturen erfolgreich im Sanitätsdienst, in den Fahr- und Begleitdiensten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und in der Kinderbetreuung für das Wohl der Gäste - 29.600 Helferstunden kamen dabei zusammen. 

Insgesamt 1.806 Fälle zählten die rund 400 Sanitäter und 14 Ärzte, in denen sie Erste Hilfe leisteten.181 Mal musste der Rettungsdienst ausrücken. "Ein Großteil der Einsätze entfiel aufgrund der hohen Temperaturen auf Kreislaufbeschwerden, aber auch leichtere Verletzungen wurden versorgt", berichtet Dr. Thorsten Lukaschewski, ärztlicher Leiter der Johanniter-Unfall-Hilfe beim Kirchentag.

In vielen Fällen hatten die Patienten nicht genug getrunken oder litten an Erschöpfung, das gesamte Einsatzaufkommen sei aber für eine Großveranstaltung eher gering gewesen und ohne ernstere Zwischenfälle verlaufen. Vielen Besuchern sei mit Sonnencreme, Wasser und Sonnencaps, die die Johanniter bereithielten, geholfen worden.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete der Veranstaltungstag am Donnerstag, an dem 763 Hilfeleistungen und 51 Einsätze mit dem Rettungsdienst registriert wurden.

Der Johanniter-Fahrdienst beförderte 5.634 Menschen mit Mobilitätseinschränkungen auf insgesamt 1.295 Fahrten und machte auch vor dem Bordstein nicht halt: Von dort begleiteten Helfer der Johanniter-Jugend die Gäste zwischen Unterkunft und Veranstaltungen sicher ans Ziel. Besonders am Ankunfts- und am Abreisetag waren die Ehrenamtlichen verstärkt auch am Hauptbahnhof im Einsatz, um an- und abreisenden Kirchentagsbesuchern ihre Hilfe anzubieten. Insgesamt 1.150 Stunden wurden im Begleitdienst erbracht.

Erstmals bei einem Kirchentag gab es einen emmisionsfreien Fahrdienst mit Fahrradrikschas, die auch für Rollstühle geeignet sind. 

In der Kinderbetreuung spielten und tobten täglich über 100 Kinder der Kirchentagsgäste, sodass die Eltern entspannt die Veranstaltungen besuchen konnten. Im Zentrum Jugend wurde 300-mal der Handyladeservice in Anspruch genommen.

"Ich ziehe ein positives Fazit - wir sind mit dem Einsatzverlauf sehr zufrieden", resümierte Projektleiter Thomas Hanisch bei der abschließenden Stabsbesprechung. "Dank des beeindruckenden Helfer-Engagements meisterten wir auch kurzfristige Einsatzspitzen am Donnerstag. Trotz der Hitze, den besonderen strukturellen Herausforderungen in der Stadt Stuttgart und der doch knappen Helferzahlen lief alles noch besser und reibungsloser als wir erwartet hatten. Ich denke, dass wir unsere vielfältigen Dienstleistungen für den Kirchentag und seine Besucher bewährt zuverlässig und professionell erbracht haben."

Medizin am Abend DirektKontakt

Sabine Zeller Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Landesverband Baden-Württemberg Eichwiesenring 9 70567 Stuttgart 

http://www.juh.de