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Prof. Dr. Sonia Lippke: Dein Muttertag heute - TeamBaby Training

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Zum Muttertag: Interaktive Web-App für werdende Eltern zur Unterstützung der Geburt: sicher und selbstbestimmt.

Mutter werden und sicher kommunizieren? 

Das beginnt alles schon in der Schwangerschaft und deswegen ist es ein Thema am Muttertag! 

Behandlungsschritte verstehen, die eigenen Wünsche und Ängste mitteilen und Nachfragen zu stellen, klingen zwar einleuchtend, sind aber für die meisten Schwangeren nicht immer einfach umzusetzen. 

Gerade im Hinblick auf die Geburt eines Kindes, zur Vorbereitung auf die Entbindung oder zur Planung der Entbindung ist sichere und effektive Kommunikation entscheidend - und das mit allen Beteiligten. 

Das schließt die Partner:innen ebenso mit ein, wie die Ärzte, Hebammen und Pflegekräfte. 

Die neue TeamBaby-App wurde an der Jacobs University Bremen entwickelt und unterstützt Schwangere mit kostenlosen Kommunikationstrainings.

 Die neue TeamBaby-App wurde an der Jacobs University Bremen entwickelt und unterstützt Schwangere mit kostenlosen Kommunikationstrainings. Quelle: Shutterstock/ Prostock-studio

Innerhalb des kostenlosen TeamBaby Trainings mit einer sog. Web-App können Schwangere, deren Partner*innen und das medizinische Personal lernen, wie Kommunikation auf Augenhöhe sicher und effektiv für die Entbindung genutzt werden kann. 

Hierbei stehen neun aufeinander aufbauende und praxisnahe Trainingseinheiten zur Verfügung, die von Psycholog*innen, Ärzten/Ärtzinnen und Hebammen entwickelt worden sind. 

Besonders für werdende Eltern bietet die TeamBaby Web-App besondere Vorteile. 

Die eigenen Bedürfnisse und Ängste sowie die Selbstbestimmung können auch unter Zeitdruck kommuniziert werden und Rückfragen und Unklarheiten mit Hilfe von einfachen Merkhilfen und Strategien ausgeräumt werden.

Die kostenlose Web-App wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts der Jacobs University Bremen entwickelt und derzeit schon von 487 Frauen genutzt. 

Die Web-App steht allen Interessierten zur Verfügung. 

Gerade in hektischen Situationen bietet die Teambaby Web-App als Vorbereitung Handwerkszeug und Übungen aus der Praxis an, die einfach angewendet und erinnert werden können. 

Jede Frau sowie deren Partner:innen haben ein Recht auf eine sichere Geburt und Kommunikationskompetenzen. 

Bisherige Rückmeldungen zur TeamBaby Web-App liegen vor: 

„Super praxisnah“ schrieb uns eine Schwangere, eine andere „die Strategien haben mir besonders geholfen, ich konnte mich an diese Übung erinnern und mich dadurch sicherer fühlen“. 

Die Trainingseinheiten stellen zum einen Wissen über sichere Kommunikation zur Verfügung, zum anderen regen sie zur Reflexion an oder vermitteln Strategien durch „learning by doing“. 

Die deutschsprachige Trainings-App richtet sich vor allem an werdende Mütter und deren Partner:innen. 

Die Nutzung ist kostenlos. 

Es ist lediglich ein Zugang zu einem internetfähigen Mobiltelefon, Tablet oder PC erforderlich. Es sind alle Schwangeren und Personen aus ihrem Umfeld eingeladen, die Web-App zu nutzen.  

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich.

 
Professorin Dr. Sonia Lippke, Gesundheitspsychologin an der Jacobs University Bremen, selbst Mutter meint: „In der heutigen Zeit gehört Kommunikationstraining im Online-Form einfach dazu, es passt in jede Tasche bzw. auf jedes Smartphone und alle sollten sich die Zeit für die Teilnahme freiräume“. Sie kooperieren dabei mit den Kliniken für Geburtshilfe in Frankfurt und Ulm, dem Aktionsbündnis für Patientensicherheit in Berlin und der Techniker Krankenkasse, um das Online-Training möglichst wirksam zu gestalten und die Wirksamkeit nachzuweisen.

Link zur App: https://unipark.de/uc/TeamBaby/App/

Bei Fragen wenden Sie sich an: TeamBaby@jacobs-university.de


Weiterführende Informationen: https://www.jacobs-university.de/teambaby/app

Über die Arbeitsgruppe Gesundheitspsychologie an der Jacobs University Bremen:
Die Arbeitsgruppe Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin unter der Leitung von Prof. Dr. Sonia Lippke befasst sich mit Themen der Gesundheitsprävention und -förderung für alle Bevölkerungsgruppen. In diesem Zusammenhang werden auch Themen wie Einsamkeit, Kommunikation und mentale Gesundheit erforscht. 

Die Jacobs University Bremen wurde 2001 als private, englischsprachige Campus-Universität gegründet. Seitdem erzielt sie immer wieder Spitzenergebnisse in nationalen und internationalen Hochschulrankings. Ihre mehr als 1.500 Studierenden stammen aus mehr als 110 Ländern, rund 80 Prozent sind für ihr Studium nach Deutschland gezogen. Forschungsprojekte der Jacobs University werden von der deutschen Forschungsgemeinschaft oder aus dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Union ebenso gefördert wie von global führenden Unternehmen.

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Für weitere Informationen zur Arbeitsgruppe:

 http://slippke.user.jacobs-university.de

Dr. Sonia Lippke | Professorin für Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin
s.lippke@jacobs-university.de | Tel.: +49 421 200-4730

Campus Ring 1
28759 Bremen
Deutschland
Bremen

Maike Lempka
Telefon: +49 421 200 4504
E-Mail-Adresse: m.lempka@jacobs-university.de

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Prof. Dr. Stefan Störk : Fortgeschrittene Herzinsuffizienz: Pulmonalarterielle Druckmessung

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Ein Meilenstein für die Telemedizin

Nach jahrelanger Vorbereitung startet mit der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) initiierten PASSPORT-HF Studie die Erprobung der pulmonalarteriellen Druckmessung bei Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz. 

  • Sollten sich die erwarteten positiven Ergebnisse bestätigen, werden die getesteten Prozesse in die Regelversorgung aufgenommen. 

Somit stellt die Studie im deutschen Gesundheitswesen und für die Versorgung herzkranker Patienten einen Meilenstein dar: sie untersucht auf höchster Qualitätsstufe ein innovatives, sektorenübergreifendes, telemedizinisches Versorgungskonzept. 

In Würzburg erhielt der erste Proband das CardioMEMS™HF System und wird von einer Studienschwester betreut 

 Daheim leitet der Franke täglich seine Werte des Lungenblutdrucks ab. Je nach Ergebnis wird die Therapie flexibel angepasst.

 Daheim leitet der Franke täglich seine Werte des Lungenblutdrucks ab. Je nach Ergebnis wird die Therapie flexibel angepasst. Kirstin LInkamp DZHI

Lange hat das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) für die Telemedizin in der Versorgung herzinsuffizienter Patienten gekämpft. Denn das hochkomplexe Krankheitsbild benötigt eine umfassende Betreuung durch spezialisierte Pflegekräfte, um Entgleisungen rechtzeitig zu erkennen. 

Endlich besteht konkrete Aussicht darauf, dass herzkranke Patienten leitlinien- und bedarfsgerecht versorgt werden können. 

Denn erstmals haben der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung telemedizinisch erbrachte kardiologische Leistungen in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen. 

  • Im Rahmen der PASSPORT-HF-Studie darf ab jetzt die ambulante telemedizinische Nachsorge von Herzinsuffizienzpatienten abgerechnet werden. 

Trifft die Studie die Erwartungen, werden diese Leistungen und Vergütungen in Deutschland in die Regelversorgung übernommen. In der randomisierten PASSPORT-HF-Studie prüft das DZHI im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) die Anwendung des CardioMEMS™HF Systems. In den USA wurde bereits gezeigt, dass Herzinsuffizienzpatienten sich mittels Monitoring des Lungenblutdrucks besser behandeln lassen und Krankenhausaufenthalte und Sterblichkeit verringert sind. Der erste PASSPORT-Patient hat jetzt in der Uniklinik Würzburg den Sensor erhalten und wurde von seiner Studienschwester ins System eingewiesen.

Eine verschleppte Grippe hat Michael Huber (Name wurde auf Wunsch des Patienten geändert) im Alter von 30 Jahren zum Patienten mit einer schweren Herzinsuffizienz gemacht. „Für mich war es eine Erkältung“, sagt der heute 39-Jährige aus dem oberfränkischen Forchheim. Doch die Erkältung hielt ein halbes Jahr an. Als er zunehmend bei Belastung blau anlief, klingelten beim Hausarzt die Alarmglocken, die Untersuchungen ergaben eine Herzmuskelentzündung, die das Herz schon massiv geschwächt hatte. Mit Tabletten und einem implantierten Defibrillator kämpfte er sich zurück ins Leben, arbeitete Vollzeit als Verkäufer – bis der Defibrillator im August diesen Jahres 53 Mal in nur einer Woche einen Schock auslöste. Wassereinlagerungen und Leber- und Nierenversagen kamen hinzu. Michael Huber wurde das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz an der Uniklinik Würzburg empfohlen. Hier bot man ihm die Teilnahme an der neuen PASSPORT-HF Studie an.

  • Fernüberwachung des Drucks in der Lungenarterie kann die Prognose verbessern


Die vom DZHI geleitete und vom Institut für Herzinfarktforschung Ludwigshafen durchgeführte randomisierte PASSPORT-HF Studie prüft die Anwendung des CardioMEMS™ HF Systems im deutschen Gesundheitssystem. Das System besteht aus drei Komponenten: 

Ein Sensor wird Patienten mit einer schweren Herzinsuffizienz in die Lungenarterie implantiert; ein „intelligentes Kissen“ dient als Mess-Station; eine sichere Datenbank empfängt die täglich gemessenen Werte, wo sie vom Betreuerteam beurteilt werden können

  • Ein Druckanstieg in der Pulmonalarterie lässt meist schon Wochen vorher eine drohende Entgleisung erkennen. 
  • So kann durch eine geeignete Therapieanpassung eine weitere Verschlechterung, ein Krankenhausaufenthalt oder Schlimmeres verhindert werden.


PASSPORT-HF wird an etwa 40 Zentren in Deutschland durchgeführt. 560 Patienten mit einer schweren Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium III*), die im vergangenen Jahr mindestens einmal im Krankenhaus wegen einer Herzinsuffizienz behandelt wurden, sollen aufgenommen und zunächst über zwölf Monate betreut werden. Die eine Gruppe (Intervention) erhält das CardioMEMS™ HF System und kann mit Hilfe der Lungendruckwerte durch die Behandlungsteams intensiviert behandelt werden. Die andere Gruppe (Kontrolle) wird zu Studienbeginn angeleitet, sich selbst zu beobachten, also Blutdruck, Herzfrequenz, Gewicht und Wassereinlagerungen im Körper zu messen und zu dokumentieren. Die Ergebnisse werden telefonisch abgefragt und zur Optimierung der Therapie herangezogen.

Rechtzeitig reagieren und Therapie flexibel anpassen

Michael Huber sagte sofort zu. Das Los entschied, dass er das CardioMEMS™ HF System erhält. Somit ist er deutschlandweit der erste Patient, dem im Rahmen der PASSPORT-HF Studie ein Sensor implantiert wurde. Das Studienteam um Prof. Dr. Stefan Störk wies Michael Huber im Krankenhaus in das System ein. Daheim leitet der Franke nun täglich mit dem speziellen Auslesegerät seine Werte ab. Je nach Ergebnis wird die Therapie flexibel angepasst. „Ich habe große Hoffnung, dass bei einer Verschlechterung jetzt viel schneller und damit rechtzeitig reagiert werden kann“, sagt Michael Huber und ist froh, dass er an der Studie teilnehmen darf.

Herzinsuffizienz-Pflegekräfte sind das Herzstück der Behandlung

„Das CardioMEMS™ HF System liefert uns neue, bisher nicht zugängliche Informationen, Tag für Tag. Die Druckwerte sind jedoch nur ein Teil der Versorgungskette, sie stellen selbst noch keine Therapie dar“, sagt der Leiter der Studie, Prof. Dr. Stefan Störk. 

„Wichtig ist, dass die übertragenen Messwerte regelmäßig von einer geschulten Herzinsuffizienz-Pflegekraft und im Bedarfsfall zusätzlich vom Arzt betrachtet und interpretiert werden, sodass Medikation und Therapie zeitnah angepasst werden können. 

Der Mehrwert des CardioMEMS™ HF Systems hängt ganz entscheidend davon ab, dass der Patient die tägliche Messung durchführt und dann auch die Behandlungsempfehlungen umsetzt.“

Seit vielen Jahren setzt sich das DZHI für eine umfassende Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz ein. Denn das hochkomplexe Krankheitsbild benötigt eine umfassende, multidisziplinäre Versorgung. Um drohende Entgleisungen frühzeitig zu erkennen und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden, wurde am DZHI für Hochrisikopatienten das Versorgungsprogramm HeartNetCare-HF™ entwickelt.  

Der Schlüssel zum Erfolg dieses Programms sind spezialisierte Herzinsuffizienzschwestern und -pfleger. 

Schon in der Klinik schulen sie Patienten und ihre Angehörigen in der Selbstüberwachung von Blutdruck, Herzfrequenz, Körpergewicht und Beschwerden. 

Nach der Entlassung bricht der Kontakt nicht ab, sie telefonieren regelmäßig mit ihren Patienten, kontrollieren die Werte und stellen bei Bedarf in Absprache mit den Ärzten die Dosierung der Medikamente um. 

HeartNetCare-HF™ ist das erste Versorgungsprogramm, für das im deutschen Gesundheitssystem ein Wirksamkeitsnachweis erbracht wurde. 

Schon nach sechs Monaten war die Sterblichkeit in der HeartNetCare-HF™ Gruppe im Vergleich zur herkömmlich behandelten Patientengruppe um 38% vermindert! 

Das sind Ergebnisse, die mit keinem einzelnen Medikament erreicht werden können. 

Besonders ältere und schwerer erkrankte Patienten profitierten von der Telefonbetreuung. 

  • Den größten Überlebensgewinn hatten Patienten, bei denen eine depressive Verstimmung als Begleiterkrankung vorlag. 
  • Auch die Lebensqualität und körperliche Leistungsfähigkeit besserten sich signifikant. 

Die Patienten nahmen ihre Medikamente regelmäßiger ein und betrieben eine effektivere Selbstüberwachung.

Michael Huber wurde von seiner Studienschwester im Rahmen der PASSPORT-HF Studie in das CardioMEMS™ HF System eingewiesen.

Michael Huber wurde von seiner Studienschwester im Rahmen der PASSPORT-HF Studie in das CardioMEMS™ HF System eingewiesen. Kirstin Linkamp DZHI

Dank PASSPORT-HF dürfen erstmals Pauschalen für telekardiologische Leistungen abgerechnet werden

Leider gab es für diese vielversprechende Betreuungsform bisher von den Krankenkassen keine Finanzierung. 

Doch die Aufnahme der Leistungsziffern für Telemedizin in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) gibt Hoffnung. Vorerst darf nur im Rahmen der PASSPORT-Studie abgerechnet werden. Trifft die vom Gemeinsamen Bundesauschuss (G-BA) beauftragte PASSPORT-HF Studie jedoch die Erwartungen, werden die Leistungen in die Regelversorgung übernommen.

„Damit legt die PASSPORT-Studie den Grundstein für kardiales Telemonitoring und ebnet den Weg für die Telekardiologie in Deutschland“, freut sich Prof. Dr. Stefan Störk, Leiter der Klinischen Forschung und Epidemiologie am DZHI. 

„Die Abrechnungsziffern sind ambulant abrechenbar und ermöglichen erstmals eine sektorenübergreifende und telemedizinische Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz. Insgesamt wird so die leitlinien- und bedarfsgerechte Versorgung herzkranker Patienten gestärkt.“

* Die New York Heart Association (NYHA) hat die Herzinsuffizienz in vier Stadien eingeordnet.

Zur Herzinsuffizienz
Fast vier Millionen Menschen leiden in Deutschland unter einer Herzinsuffizienz. Die Ursachen sind komplex. Die Lebenserwartung nimmt stetig zu und akute kardiovaskuläre Erkrankungen werden immer häufiger überlebt – nicht selten mit einer Herzinsuffizienz als Langzeitfolge. Hinzu kommen zahlreiche weitere Erkrankungen sowie gravierende Einschränkungen der Lebensqualität. Diese Volkskrankheit stellt sowohl für die Betroffenen als auch für das Gesundheits-system eine enorme Belastung dar.

Über das CardioMEMS™ HF System
Erste Studien in den USA, Deutschland, Irland und den Niederlanden haben gezeigt, dass das gerätebasierte Telemonitoring mit dem CardioMEMS™ HF System die Prognose von Herzinsuffizienzpatienten erheblich verbessert. Die von der Würzburger Kardiologin Christiane Angermann geleitete MEMS-HF-Studie ergab zum Beispiel eine Reduzierung der Hospitalisierungsrate nach der Implantation des Sensors im Vergleich zum Jahr vorher um mehr als 60 Prozent. Die Lebensqualität verbesserte sich – besonders ausgeprägt bei Patienten mit starker Drucksenkung in der Pulmonalarterie.  

Die depressiven Symptome bildeten sich deutlich zurück und die Schwere der Erkrankung nahm ab (dauerhafte Verbesserung der NYHA-Klasse bei mehr als 40% der Patienten sowie deutlicher Abfall des Herzschwächemarkers NT-proBNP).

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Prof. Dr. Stefan Störk, stoerk_s@ukw.de

Kirstin Linkamp, Deutsches Zentrum für Herzinsuffizienz Universitätsklinikum Würzburg

Josef-Schneider-Str. 2 Haus D3
97080 Würzburg
Deutschland
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Susanne Just
Telefon: 0931/201-59447
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Einladung zur Studie: ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Universität Bremen startet bundesweite Online-Befragung von Pflegeeinrichtungen zur Corona-Pandemie

Ein Forschungsteam der Universität Bremen will mit einer breit angelegten Online-Befragung herausfinden, vor welchen Herausforderungen Pflegeeinrichtungen angesichts der Corona-Pandemie stehen und wie sie damit umgehen. 

Befragt werden mehr als die Hälfte aller ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Ziel sind Handlungsvorschläge für die Landes- und Bundespolitik. 
 
Pflegekräfte waren auch vor Ausbruch der Pandemie hoch belastet.

Nun hat sich die Situation verschärft und die Einrichtungen stehen vor großen Herausforderungen.

Das betrifft sowohl personelle als auch materielle Ressourcen.

Darüber, wie die Betroffenen mit dieser Situation umgehen, ist wenig bekannt. 

Die Universität Bremen hat sich zum Ziel gesetzt, dazu verlässliche Daten zu erheben.

Ein neunköpfiges Team aus dem Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) und dem SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik führen unter Leitung von Professorin Karin Wolf-Ostermann und Professor Heinz Rothgang eine bundesweite Online-Befragung in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen durch.

Mehr als die Hälfte aller Pflegeeinrichtungen in Deutschland, insgesamt 18.000, werden jetzt per E-Mail kontaktiert.

„Wir befinden uns in einem Dilemma“

Pflegebedürftige gehören zu den gefährdeten Gruppen im Land.

Wenn Sie an COVID-19 erkranken, ist die Todesrate sehr hoch.

Sie sollten geschützt werden.  

Die einzige derzeit bekannte und genutzte Strategie zur Eindämmung der Pandemie ist soziale Distanzierung. 
  • Diese Strategie ist bei Pflegebedürftigen aber nicht im selben Maß anwendbar wie bei der restlichen Bevölkerung, da die Betroffenen auf persönliche Unterstützung angewiesen sind und damit auch auf körperliche Nähe nicht verzichten können. 
Dennoch können Maßnahmen der sozialen Distanzierung ergriffen werden, etwa durch Einschränkungen der Besuchsmöglichkeiten.

„Dies führt aber zu Isolation und Einsamkeit, die für Pflegebedürftige ebenfalls gefährlich ist.

Wir befinden uns also in einem Dilemma“, sagt Pflegeprofessorin Karin Wolf-Ostermann.

Handlungsempfehlungen für die Politik

Ziel der wissenschaftlichen Untersuchung ist es nun, festzustellen, welche Herausforderungen für die Pflegedienstleitungen während der Corona-Pandemie bestehen. 

Es soll ermittelt werden, an welchen personellen und materiellen Ressourcen es mangelt und welche Änderungen der Rahmenbedingungen sich entlastend auf die Pflegeeinrichtungen auswirken könnten.

Aus den Ergebnissen wollen die beteiligten Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Handlungsempfehlungen formulieren, die über das Bundesministerium für Gesundheit in den politischen Prozess eingespeist werden können.

„Die Corona-Krise macht deutlich, wie belastet Pflegeeinrichtungen sind. Es ist zu hoffen, dass Bemühungen, die Personalsituation in Einrichtungen zu verbessern, durch die Krise nicht behindert, sondern sogar befördert werden“, sagt Gesundheitsökonom Professor Heinz Rothgang.

Seine Kollegin Karin Wolf-Ostermann ergänzt:

„Die Krise ist eine Chance für einen technologischen Innovationsschub. 

Einrichtungen sollten zum Beispiel die digitale Kommunikation der Bewohner mit Angehörigen ermöglichen.“

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Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-68960
E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

Prof. Dr. Heinz Rothgang
SOCIUM Zentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-58557
E-Mail: rothgang@uni-bremen.de

Karla Götz Universität Bremen
 Postfach 330440
28334 Bremen
Deutschland
Bremen
Telefon: 0421 218 60156
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Gesperrte Intensivbetten - Notfallversorgung - Patientenversorgung

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Verdrängen Corona-Patienten andere Krankenhauspatienten?

In deutschen Krankenhäusern fehlen nach Angaben des Deutschen Krankenhausinstitutes 17.000 Pflegekräfte, auch auf Intensivstationen. 

Aus diesem Grund sind in der Vergangenheit bereits Intensivbetten gesperrt worden. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Ärzte aus dem Ausland  

Krankenhäuser haben sich tageweise von der Notfallversorgung abgemeldet, weil ihnen das Personal für die Patientenversorgung fehlte. 

Prof. Bernd Mühlbauer, Experte für Gesundheitsmanagement, bezweifelt, dass Deutschland genügend Krankenhausbetten hat, wenn sich das chinesische Corona-Virus in Deutschland ausbreiten sollte.
Prof. Bernd Mühlbauer, Experte für Gesundheitsmanagement, bezweifelt, dass Deutschland genügend Krankenhausbetten hat, wenn sich das chinesische Corona-Virus in Deutschland ausbreiten sollte.Foto: WH/BL, Westfälischer Hochschule
 
Deutsche Krankenhäuser verfügen zwar über eine ausreichende Bettenreserve, da sie derzeit durchschnittlich zu 77 Prozent ausgelastet sind und eine Auslastung von 92,5 Prozent möglich wäre.

  • Wenn jedoch schon heute bei der Auslastung von 77 Prozent 17.000 Pflegekräfte fehlen, wie sollen dann zusätzliche Corona-Patienten versorgt werden? 

Das geht nur, wenn die derzeit in den Krankenhausbetten vorhandenen Patienten schrittweise entlassen und an deren Stelle eine steigende Anzahl an Corona-Patienten aufgenommen würde. 

  • Das bedeutet, dass bei steigender Zahl der Corona-Erkrankten, die in ein Krankenhaus aufgenommen werden müssten, andere, planbare Operationen oder Patientenaufnahmen zu verschieben sind. 
  • Zudem wird ein Corona-Patient anstelle von zwei oder drei anderen Patienten stationär für 14 Tage zu behandeln sein, wenn Corona-Patienten nicht in Drei- oder Zweibett-Zimmern isoliert werden können.

  • Sollten sich Pflegekräfte und Ärzte selbst infizieren, wird sich auch das Problem der stationären Versorgung nicht nur durch eine weiter verringerte Zahl an Mitarbeitern verschärfen. 
  • Eine exponentiell wachsende Zahl an stationär zu behandelnden Corona-Patienten ist dann zu erwarten, wenn sich Pflegekräfte aus Alten- und Pflegeheimen beziehungsweise ambulanten Diensten sowie der medizinischen ambulanten Versorgung mit dem Corona-Virus infizieren. 

Das Ansteckungsrisiko ist bei Patienten über 60 Jahren besonders hoch, vor allem dann, wenn entsprechende Mehrfacherkrankungen vorliegen. 

Das ist häufig bei pflegebedürftigen Patienten der Fall, die eine Krankengeschichte aus Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenentzündungen und Atemwegserkrankungen aufweisen.

Eine Pflegekraft eines Alten- und Pflegeheimes oder eines ambulanten Dienstes hat viele Patientenkontakte zu diesen Risikogruppen und könnte die Zahl der stationär zu versorgenden Patienten schlagartig erhöhen, wenn sie zum Überträger des Virus würde und noch Kolleginnen und Kollegen angesteckt hätte.

Schulkinder kann man zuhause isolieren, alte Menschen mit schwachem Immunsystem jedoch nur in Krankenhäusern, da auch in Alten- und Pflegeheimen nur begrenzte Personalkapazitäten beispielsweise zur Beatmung von Bewohnern vorhanden sind und bei ambulant betreuten Menschen Angehörige fehlen, die notwendige Einkäufe erledigen könnten.

Mittlere Alten- und Pflegeheime verfügen über 50 und 80 Plätze, die in der Regel zu 98 Prozent belegt sind.

  • Wenn nur 50 Prozent der Bewohner sich mit dem Corona-Virus infizieren würden, könnte dies zu 25 bis 40 Patienten an einem Tag führen, die dann in den Krankenhäusern der Region aufgenommen werden müssten. 
  • Für sprunghafte Anstiege der Fallzahlen durch das Auftreten von Corona-Infizierten in stationären Alten- und Pflegeheimen sind umliegende Krankenhäuser eher nicht gerüstet, so dass die Corona-Patienten auf mehrere Krankenhäuser in der Region verteilt werden müssten.


Es muss alles dafür Notwendige unternommen werden, die Ansteckungsgefahr zu verringern. 

Alltägliche Hygienemaßnahmen müssen unbedingt eingehalten, nicht notwendige Kontakte zu anderen Menschen in größeren Aufenthaltsbereichen vermieden werden.

Unternehmen und Betriebe müssen ihre Mitarbeiter direkt noch einmal schulen, allein deshalb, weil viele Mitarbeiter auch heute noch der Ansicht sind, dass selbst das Händewaschen von zwanzig Sekunden viel zu lange und das Erreichen der Handgelenke beim Waschen nicht notwendig ist.

US-Forscher fanden heraus, dass Schilder die Hygiene erhöhen könnten.

Sie brachten auf einer Herrentoilette vor einigen Jahren Schilder mit der Aufschrift an „Vier von fünf Männern waschen sich ihre Hände.“ 

Daraufhin stieg die Zahl der Händewascher von 77 auf 86 Prozent, wie das Fachblatt „Human Communication Research“ berichtete.


Psychologie-Studierende aus Heidelberg beobachteten 1000 Männer und Frauen in Toilettenbereichen.

Demnach verzichteten elf Prozent der Männer ganz auf das Händewaschen nach dem Toilettengang, bei den Frauen waren es nur drei Prozent. 

Nur etwa die Hälfte der Männer wusch sich die Hände gründlich mit Wasser und Seife. Rund 82 Prozent der Frauen wuschen sich die Hände, vielleicht auch deshalb, weil Studierende sie beobachteten.


Manche finden das Niesen in die Armbeuge albern und möchten auch nicht als ängstlich gelten, wenn sie ihrem Gegenüber erklären, wegen der Corona-Infektionsgefahr auf das Händeschütteln verzichten zu wollen.

Vielleicht sind Hausbesuche geschulter Multiplikatoren ein wirksames Mittel, die Bürger direkter zu informieren und eine größere Nachhaltigkeit allein bei Hygienemaßnahmen zu erreichen.

Werbefilme, Radiosendungen, Fernsehdiskussionen und Berichterstattungen im Internet lösen bei Zuschauern und Zuhörern möglicherweise nur kurzzeitig Betroffenheit aus, verbunden mit der Hoffnung, wohl eher nicht zu den Risikogruppen zu gehören, die sich anstecken oder zum Überträger werden.

Die abgewandelte Aufzählung von Konrad Lorenz sollte jedem Politiker und jedem Krisenstab deutlich machen, wie weit der Weg von der Information bis zur nachhaltigen Prävention gegen eine Corona-Ausbreitung ist.

Deshalb sind Offenheit, Transparenz und eine klare Risikoeinschätzung wichtige Maßstäbe, um die Bevölkerung, Unternehmen und besondere Risikobereiche der Gesellschaft zu angemessenem Verhalten zwecks Ansteckungsabwehr zu motivieren.

1 Zitiert nach https://www.derwesten.de/panorama/ekel-alarm-so-selten-waschen-sich-maenner-und-..., Abfrage vom 1.3.2020
2 Ebenda, Abfrage von 1.3.2020
3 Gedacht heißt nicht immer gesagt, gesagt heißt nicht immer richtig gehört, gehört heißt nicht immer richtig verstanden, verstanden heißt nicht immer einverstanden, einverstanden heißt nicht immer angewendet, angewendet heißt noch lange nicht beibehalten. (Konrad Lorenz, 1903 bis 1989)

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Osteoporose-assoziierte Knochenbrüche

Medizin am Abend Berlin Fazit: Versorgung von Osteoporose-Patienten verbessern

Mediziner am LMU-Klinikum München werden vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses mit 3,2 Millionen Euro gefördert. 
 
Jährlich gibt es in Deutschland mehr als 700.000 Osteoporose-assoziierte Knochenbrüche.

Die Behandlungs- und Folgekosten belaufen sich auf über neun Milliarden Euro.

  • Ein hoher Prozentsatz der Patienten mit osteoporotischen Frakturen erleidet in den Folgemonaten und -jahren weitere Brüche – zumeist in Folge banaler Stürze. 

Die Teilnahme an einer Osteoporose-Therapie kann 30 bis 80 Prozent dieser sogenannten Folgefrakturen verhindern. 

Leider ist die standardisierte Abklärung und Therapie der Grunderkrankung Osteoporose bei Patienten in Deutschland derzeit noch sehr wenig verbreitet. 

Weniger als 10 Prozent der betroffenen Patienten erhalten eine derartige Therapie.

Die Gründe dafür sind vielfältig.

Ein häufiges Problem ist die Überleitung des Patienten vom stationären in den ambulanten Sektor.  

Aber auch fehlendes Wissen über die Grunderkrankung sowie mangelnde Krankheitseinsicht der Patienten sind nicht selten Gründe für die ausbleibende Therapie.

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachHinweis: Laborwerte Osteoporose  


Um diese Versorgungslücke zu schließen hat ein Konsortium unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Böcker und PD Dr. Christian Kammerlander von der Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Klinikums der Universität München einen Antrag zum Aufbau eines Sektor übergreifenden Versorgungssystems beim Innovationsfonds des Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gestellt.

Das Konsortium setzt sich zusammen aus Vertretern der gesetzlichen Krankassen (TK, DAK-Gesundheit, IKK Classic, AOK Bayern), der Akademie der Unfallchirurgie der deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (AUC; Prof. Dr. J. Sturm), der Managementfirma PVM (Hr. Trinemeier) und dem Health Services Management der LMU München (Prof. Dr. L. Sundmacher). Im November hat das Konsortium die Nachricht erhalten, dass das System mit knapp 3,2 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren gefördert wird.


In dem Projekt ‚FLS-CARE‘ (Fracture Liaison Services) stellt ein Netzwerk aus Ärzten, Pflegekräften und Physiotherapeuten sicher, dass die im Krankenhaus begonnene Abklärung und Therapie der Osteoporose in der ambulanten Struktur weiter durchgeführt wird. 

Die Koordination der Überleitung der Patienten übernimmt dabei eine Pflegekraft. 
Zur Osteoporosetherapie wird auch ein Sturzpräventionsprogramm inklusive Hausbesuch durchgeführt. 
Eine Sektor übergreifende IT-Plattform unterstützt das Projekt.

Insgesamt sollen 1.200 Patienten nach Hüftfraktur an 18 Zentren in Bayern eingeschlossen werden. 

Im Erfolgsfall kann ‚FLS-CARE‘ die Häufigkeit von Folgebrüchen und Stürzen verringern und somit sowohl zu einer geringeren Sterblichkeit und höheren Lebensqualität der Patienten führen als auch die Behandlungskosten senken.

Der Innovationsfonds des G-BA
Der G-BA hat den Auftrag, neue Versorgungsformen, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen, zu fördern. Zu diesem Zweck wurde der Innovationsfonds gegründet. Übergeordnetes Ziel des Innovationsfonds ist eine qualitative Weiter-entwicklung der Versorgung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. Erfolgreich getestete, neue Versorgungsformen sollen nach Abschluss der Förderphase in die Regelversorgung überführt werden.

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Prof. Dr. Wolfgang Böcker
PD. Dr. Christian Kammerlander
Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie
Klinikum der Universität München (LMU)
Tel: +49 (0)89 4400 - 52511 und +49 (0)89 4400 - 735 00
E-Mail: FLS@med.LMU.de

Philipp Kressirer Klinikum der Universität München
Pettenkoferstraße 8a
80336 München
Deutschland
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Telefon: 089 / 4400 - 58070
Fax: 089 / 4400 - 58072
E-Mail-Adresse: philipp.kressirer@med.uni-muenchen.de

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.klinikum.uni-muenchen.de

Für multiprofessionelle Versorgung chronisch kranker Menschen

Medizin am Abend Berlin Fazit: So kann die „Konzertierte Aktion Pflege“ gelingen

Pflegewissenschaftlerin der Uni Witten/Herdecke: „Eine Gesundheitseinrichtung als rein renditeorientierten Wirtschaftsbetrieb zu führen, ist unmoralisch“ 
 
  • Personalnot, schlechte Arbeitsbedingungen und eine enge Taktung bei den Patientenkontakten bestimmen den Alltag der Pflegekräfte in Deutschland. 

Angesichts dieser Probleme hat die Bundesregierung nun die „Konzertierte Aktion Pflege“ gestartet, mit der Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Familienministerin Franziska Giffey und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) die Situation verbessern möchten.

Prof. Dr Ulrike Höhmann, Inhaberin des Lehrstuhls für multiprofessionelle Versorgung chronisch kranker Menschen an der Universität Witten/Herdecke (UW/H), erläutert, worauf es ankommen wird, wenn die Probleme des Gesundheitssystems wirklich gelöst werden sollen.



Prof. Dr Ulrike Höhmann




So kann die „Konzertierte Aktion Pflege“ gelingen Prof. Dr Ulrike Höhmann UW/H


„Der erste Schritt muss es sein, zunächst einmal die Rahmenbedingungen der Arbeit der Pflegekräfte zu verbessern.

Das heißt:

Wir benötigen mehr Personal, es darf keine unplanbaren Dienstzeiten mehr geben, d.h.die Pflegenden dürfen nicht ständig aus ihrer Freizeit heraus wieder in den Betrieb beordert werden.“  

Dazu gehöre ebenfalls, dass die gut ausgebildeten Pflegekräfte die Fähigkeiten, die sie in ihrer Ausbildung gelernt hätten, im Alltag auch umsetzen könnten. 

Prof. Höhmann: „In einer Studie haben wir herausgefunden, dass viele Pflegekräfte ihrem Beruf irgendwann den Rücken zukehren, weil ihr Arbeitsalltag sich nicht mit ihrem professionellen Ethos verbinden lässt. Es muss Zeit bleiben, mit den Patienten zu sprechen, ihnen in Ruhe beim Essen zu helfen, mit ihnen aufzustehen und herumzulaufen, mit Angehörigen in Ruhe zu sprechen, sie zu informieren und zu beraten. Das wird aber nur gelingen, wenn sich die Gesundheitseinrichtungen wieder darauf besinnen, wofür sie eigentlich da sind.“ So dürfe es nicht Hauptziel einer Einrichtung sein, mit der Pflege Geld zu verdienen. „Es muss darum gehen, Menschen ein lebenswürdiges Leben zu ermöglichen. Die Privatisierung von Gesundheitseinrichtungen mit dem Ziel, damit möglichst viel Rendite zu machen, sind damit nicht vereinbar“, so Prof. Höhmann. So sei es bedenklich, wenn in Anzeigen für besonders effiziente Geldanlagen Gesundheitseinrichtungen mit einer anvisierten Rendite von 4-6 Prozent im Moment recht weit oben rangierten. „Es geht nicht darum, dass mit Pflege kein Geld verdient werden soll“, sagt Höhmann. Allerdings müsse sich dies in einem engen Rahmen halten und das grundlegende Ziel ein anderes sein.

„Um es klar zu sagen: Wenn Gesundheitseinrichtungen als rein renditeorientierter Wirtschaftsbetrieb geführt werden, dann ist das schlicht unmoralisch. Für mich gehört die Gesundheit zu den Grundbedürfnissen der Menschen, so wie Luft, Wasser und Nahrung. Das darf nicht einem reinen Gewinnstreben untergeordnet werden.“

In einem weiteren Schritt müsse es darum gehen, die Pflegeberufe allgemein attraktiver zu machen. 

„Die Pflege muss auch Menschen, die Karriere machen möchten, Angebote machen“, so Höhmann. 

„Dazu braucht es nicht nur eine weitere Akademisierung der Pflege, sondern vor allem auch akademisierte Tätigkeiten, die das Personal ausüben kann. Sie müssen die Dinge, die sie im Studium gelernt haben, auch anwenden und autonom umsetzen dürfen.“ Dabei solle es aber auch nicht darum gehen, unqualifizierten Menschen aus der Pflege auszuschließen. „Es muss aber die Möglichkeit geben, sich weiter zu qualifizieren und neue Qualifikationsstufen zu erreichen. Wir brauchen eine klare Aufgabentrennung, nach Qualifikationsstufen.

Da ist dann für alle Platz. 
  • Und auch das allein hilft nichts, wenn es keine Arbeitsplätze gibt, wo Pflegende ihr Wissen auch einsetzen können. 
  • Sonst bleibt es bei der Situation, dass manche Pflegende zwar studiert haben, aber nicht entsprechend bezahlt und dann auch noch sachfremd eingesetzt werden. 

Im Moment sind viele ausgebildete Pflegekräfte oft genug nur damit beschäftigt, Hilfskräfte anzuweisen. Diese wiederum fühlen sich dann häufig überfordert – und die ausgebildeten Pflegenden fehlplatziert. Hier muss noch viel passieren.“

Der falsche Weg wäre laut der Pflegewissenschaftlerin, nun in großem Maßstab vergleichsweise kostengünstige Pflegekräfte aus anderen Ländern nach Deutschland zu holen.

 „Das wird das grundlegende Problem nicht lösen“, sagt sie.

„Vielmehr muss es darum gehen, den Beruf wieder so attraktiv zu machen, dass auch hierzulande die Menschen wieder bereit sind, eine Ausbildung in diesem Bereich zu absolvieren oder in ihren ursprünglichen Beruf zurückzukehren.“


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Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

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Deutsche Operationssäle: Leistungsfähigkeit gesichert?

Medizin am Abend Berlin Fazit: OP-Barometer 2017: Kliniken mit großen OP-Bereichen haben mehr Schwierigkeiten

Befragung der Frankfurt UAS von OP- und Anästhesie-  Pflegekräften

Mitarbeiterunzufriedenheit lässt Leistungsfähigkeit sinken 
 
Personalknappheit, schlechte Organisationsstrukturen und Defizite in der Unternehmenskultur bewirken nach ersten Erkenntnissen des OP-Barometers 2017 ein Sinken der Leistungsfähigkeit in deutschen OP-Sälen.

„Der OP-Saal ist der Motor eines Krankenhauses. Wenn dieser stottert, dann bedeutet es eine Gefährdung für die gesamte Einrichtung“, sagt Prof. Thomas Busse, Direktor des Zentrums für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), der die Studie zum sechsten Mal durchführt.

Mehr als 1.950 Mitarbeitende aus den Bereichen OP-Pflege und Anästhesie-Pflege nahmen an der Befragung teil, eine Steigerung von fast 14 % im Verhältnis zur Befragung 2015. In diesem Jahr beteiligten sich u.a. Mitarbeitende von rund einem Viertel der deutschen Universitätsklinika, was laut Busse verstärkte Problemstellungen gerade in größeren Krankenhäusern signalisiere.


Prof. Thomas Busse von der Frankfurt UAS

Prof. Thomas Busse von der Frankfurt UAS Stefanie Kösling

„Nach der Datenlage aus dem OP-Barometer 2017 scheint es große Unterschiede im Hinblick auf Personal, Organisation und Patientengefährdung in den unterschiedlichen Krankenhäusern zu geben.

Manche Krankenhäuser haben in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben gemacht, nämlich Organisationsabläufe optimiert oder beispielsweise Hygienemängel abgestellt, anderen ist dies wohl nicht gelungen.

Es ist den Patientinnen und Patienten daher anzuraten, genau hinzuschauen, in welchem Krankenhaus sie sich operieren lassen“, resümiert Busse. 
Gerade OP- und Anästhesie-Pflegekräfte aus großen Kliniken mit neun bis 12 oder über 12 Sälen schätzen die eigene Leistungsfähigkeit negativer ein als Mitarbeitende kleinerer OP-Bereiche mit bis zu acht Sälen.
Gründe hierfür dürften in großen OP-Bereichen im Wesentlichen in strukturellen Defiziten im Hinblick auf die Personalführung und -ausstattung liegen.“

Einschätzung der Patientengefährdung bleibt konstant

Als wesentliche Essenz des OP-Barometers 2017 lässt sich feststellen, dass mehr als 47 % der Befragten angeben, dass aus ihrer Sicht die Gefährdung der Patientinnen und Patienten in den letzten zwei Jahren zugenommen hat. Von den befragten Mitarbeitenden aus großen OP-Bereichen traf über die Hälfte diese Aussage. Der prozentuale Anteil der Befragten, die diese Aussage getroffen haben, ist im Vergleich zu den früheren Befragungen in etwa konstant geblieben, eine Verbesserung seit dem Jahr 2015 ist somit kaum eingetreten. Im Jahr 2015 trafen beispielsweise noch 48 % der Befragten diese Aussage. Folgende Gründe werden im OP-Barometer 2017 genannt: Nur ca. 28 % der Befragten empfinden, dass sie genügend Pflegepersonal haben, um die wachsenden Anforderungen zu bewältigen. 
  • Dabei waren es bei großen OP-Bereichen mit über 12 Sälen sogar nur 21 %. Rund 65 % aller Befragten bemängeln eine sehr hohe Krankenquote und fast die Hälfte attestiert eine hohe Fluktuationsrate bei neuen Mitarbeitenden. 
  • Rund 38 % der Befragten sehen sich in ihrem OP-Bereich in der täglichen Arbeit sogar mit dem Thema Mobbing konfrontiert.

Mangelndes Vertrauen in den eigenen OP-Bereich

Das Vertrauen in die eigene Qualität scheint in einigen OP-Bereichen nicht besonders ausgeprägt zu sein. So würden sich nur etwa 62 % aus fachlicher Hinsicht in ihrem OP operieren lassen, am wenigsten würde dies das Pflegepersonal der großen Kliniken mit über 12 Sälen tun. 

Aus dem Blickwinkel der Organisation würde nur rund die Hälfte der Befragten ihr Krankenhaus für eine OP empfehlen. Dabei sind es vor allem die Mitarbeitenden der großen Kliniken, die den Organisationsgrad ihrer OP-Bereiche als eher nicht gut einschätzen, was sich insbesondere dort in höheren unproduktiven Wartezeiten oder einer schlechten OP-Plangestaltung ausdrückt“ erklärt Busse.

Die Sterilgutversorgung wird seit 2011 eher positiv wahrgenommen: Während im Jahr 2011 noch rund 44 % die Sterilgutversorgung als problematisch einschätzten, taten dies 2017 nur noch rund 34 %. Immerhin 60 % aller Befragten sagten aus, dass die Hygienerichtlinien in ihrem OP-Saal streng eingehalten würden und 76 % gaben an, die Patientensicherheit sei in ihrem OP ein wichtiges Thema. Hier zeichneten vor allem die kleineren OP-Bereiche mit bis zu acht Sälen ein positives Bild.  

„Hygiene im Krankenhaus ist ein sensibles Thema, deshalb wird in den OP-Bereichen verstärkt viel Wert darauf gelegt“, so Busse. 

„Zufrieden kann man allerdings erst sein, wenn die Hygienerichtlinien zu 100 Prozent streng eingehalten werden, gleiches gilt für das Thema Patientensicherheit.“

Mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind ca. 61 % der Befragten. 

Die Zufriedenheit hat seit 2011, als noch 71 % der Befragten dies angaben, allerdings kontinuierlich abgenommen. 
  • Rund die Hälfte der Teilnehmenden äußerte, dass ihre Arbeit von der Krankenhausleitung nicht anerkannt werde.

Das OP-Barometer ist eine alle zwei Jahre von der Frankfurt University of Applied Sciences durchgeführte Befragung zur Arbeitssituation von Pflegekräften im Operations(OP)- und Anästhesie-Bereich an deutschen Krankenhäusern.

Die aufbereiteten Ergebnisse des OP-Barometers 2017 sind seit der 7. KW unter http://www.frankfurt-university.de/forschung-transfer/zentren-und-institute/zgwr... abgerufbar.

Weitere Informationen zum Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) der Frankfurt UAS unter: http://www.frankfurt-university.de/zgwr

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Bauch-Operatin: ERAS - Behandlungskonzept für bessere Genesung

Medizin am Abend Berlin Fazit: Neues Behandlungskonzept im UKE: Fitter für den Alltag nach Bauch-Operation

Als erste Klinik in Deutschland ist die Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) als ERAS-Zentrum von der ERAS-Society anerkannt worden. ERAS steht für „Enhanced Recovery after Surgery“-Programm. 

  • Bei dem Programm handelt es sich um ein evaluiertes Behandlungskonzept, das darauf abzielt, die Genesung von Patientinnen und Patienten nach großen Operationen zu verbessern. 
 
„Forschungen haben gezeigt, dass der Einsatz von ERAS positive Auswirkungen auf die Erholung von Patienten haben kann. Unter anderem kann damit das Komplikationsrisiko minimiert werden", sagt Professor Dr. Maximilian Bockhorn, Leiter des Programmes an der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie. Konkret kann bei zahlreichen Operationen die Erholungszeit um 30 Prozent oder mehr verkürzt und die Komplikationsraten nach der Operation um mindestens ebenso viel Prozent gesenkt werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten Chirurgen, Anästhesisten, Intensivmediziner und Pflegekräfte vor, während und nach der Operation eng zusammen. Noch auf der Intensivstation helfen Physiotherapeuten den Patienten wieder auf die Beine.

Diese frühe Mobilisierung und eine optimale Ernährung nach Konzepten, die Ernährungsberater für jeden Patienten individuell erstellen, machen die Patienten schneller wieder fit für Ihren Alltag.

Die Fäden für das interdisziplinären und multiprofessionellen Behandlungskonzeptes laufen bei der ERAS-Nurse Christine Fehrs zusammen.

Zugleich wurde die Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie jetzt zum Center of Excellence ernannt und darf damit künftig andere Kliniken bei der Implementierung des ERAS-Programmes unterstützen.

Am 20. September 2017 veranstaltet die Klinik des UKE das erste ERAS-Symposium, bei dem sich Interessierte über das ERAS-Programm informieren können.

Die ERAS-Society ist eine nicht gewinnorientierte medizinische Gesellschaft, in der international renommierte Experten aus Chirurgie, Anästhesie, Pflege und weitere medizinische Fachkräfte mit Patientenkontakt zusammenarbeiten.

Die Gesellschaft veröffentlicht und aktualisiert für eine Reihe von chirurgischen Operationen Richtlinien für die Pflege.

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Case Management Herzinfarkt

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Nachsorge durch geschulte Pflegekräfte hilft Herzinfarktpatienten

Die Lebensqualität von älteren Herzinfarkt-Patienten lässt sich ohne Mehrkosten durch ein sogenanntes Case Management im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt wesentlich verbessern. 

Das berichten Gesundheitsökonomen des Helmholtz Zentrums München in der Zeitschrift ‚Value in Health‘. 
 
Laut den Autoren um Dr. Hildegard Seidl vom Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) und Dr. Inge Kirchberger vom Institut für Epidemiologie II (EPI II) führen die regelmäßigen Kontakte und Informationsprogramme durch geschulte Pflegekräfte zudem zu weiteren positiven Effekten:

  • So verbessern sich die Muskelkraft und die Blutfettwerte, während sich geringere körperliche Einschränkungen zeigen und sich die Patienten gesünder ernähren.

Die Ergebnisse gehen zurück auf Daten der KORINNA-Studie, für die die Wissenschaftler über 300 Herzinfarkt-Patienten ab einem Alter von 65 Jahren untersucht hatten. Sie wurden nach ihrem Krankenhausaufenthalt gemäß dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt. Eine erhielt die übliche Behandlung nach deutschen Standards, die andere zusätzlich ein sogenanntes Case Management durch entsprechend geschulte Pflegekräfte: 

Dazu gehörten etwa Informationsmaterialien bei Klinikentlassung, Hausbesuche und regelmäßige Telefonkontakte (mindestens alle 3 Monate).

Erstautorin Seidl erklärt die Hypothese: 

„Wir wollten testen, ob die höhere Informationsdichte zu Themen wie Medikamenteneinnahme, Ernährung oder psychosozialen Aspekten und eine Anleitung zur Messung wichtiger Parameter wie Blutdruck, Puls oder Blutzucker, bei Patienten zu einer besseren Lebensqualität führt.“ 

  • Denn ältere Patienten mit Herzinfarkt leiden laut den Autoren häufig unter Begleiterkrankungen, die zu Mehrfachmedikation, reduzierter Lebensqualität und Wiedereinweisungen ins Krankenhaus führen können. 
In Deutschland sei aber bisher kein Case Management für ältere Patienten mit Herzinfarkt angeboten und evaluiert worden.

„Gute Informationsgrundlage für rationale Entscheidungen“

„Unser Gesundheitswesen sieht sich durch demographische Entwicklungen und teure Innovationen immens steigenden Kosten gegenüber“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Rolf Holle. 

„Kosteneffektive Lösungen, die das Befinden der Patienten verbessern sind nötiger denn je“, so der stellvertretende Institutsdirektor des IGM weiter. Daher sei es sinnvoll zu prüfen, ob die nun publizierten Ergebnisse auch in eine mögliche Handlungsempfehlung münden sollten.

„Die von uns durchgeführte Studie schafft eine gute Informationsgrundlage, anhand der die zuständigen Stellen in der Gesundheitspolitik rationale Entscheidungen treffen können“, erklärt Seidl. „Die Ergebnisse liefern wissenschaftliche Evidenz dazu, dass die ergänzende Versorgung durch ein Case Management bei älteren Menschen die Gesundheit kosteneffektiv verbessern kann. 

Es ist zu überlegen, ob die Richtlinie zur Übertragung ärztlicher Tätigkeiten auf Pflegekräfte* um die Diagnose Herzinfarkt zu erweitern ist und so ein Case Management für diese Patientengruppe zu ermöglichen.“
  • Herzinfarkt ist eine der Haupttodesursachen weltweit. Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten, haben ein hohes Risiko für einen Reinfarkt, das durch eine Lebensstiländerung und Verbesserung der Zuverlässigkeit der Medikamenteneinnahme verringert werden kann. Dies erfordert jedoch einen engen und anhaltenden Kontakt zum Therapeuten, der durch niederschwellige Angebote gefördert werden kann.

Weitere Informationen

* Konkret handelt es sich hier um die Richtlinie nach § 63 Abs. 3c SGB V

Die KORINNA-Studie: Gesundheitsökonomische Analyse eines Case-Managementprogramms bei älteren Herzinfarktpatienten. In der monozentrischen Studie wurden 340 Patienten mit akutem Herzinfarkt und Alter ab 65 Jahren im Klinikum Augsburg rekrutiert und per Zufall der Interventions- bzw. Kontrollgruppe zugewiesen. In der Interventionsgruppe erhielten die Patienten über drei Jahre jeweils einen oder bei Bedarf mehrere Hausbesuche durch geschultes Personal sowie vierteljährliche telefonische Beratungen, die Teilnehmer in der Kontrollgruppe erhielten die übliche Versorgung. In beiden Gruppen wurden der Gesundheitszustand und die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen alle drei Monate telefonisch erfragt. Primäres Zielkriterium war die Zeit ab Entlassung vom Basisaufenthalt bis zur ersten ungeplanten Rehospitalisierung (bzw. bis zum Tod außerhalb des Krankenhauses). Sekundäre Zielkriterien, wie klinische Messparameter, Funktionsfähigkeit, Depressivität und gesundheitsbezogene Lebensqualität wurden bei der Untersuchung nach drei Jahren erhoben. Kosten der Krankenhausaufenthalte wurden aus den administrativen Daten ermittelt, alle anderen Kosten wurden aus den Patientenangaben nach dem Unit Cost-Ansatz geschätzt. 

Weitere Informationen finden Sie unter:

 http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/gesundheitsversorgung/informationsplattform_versorgungsforschung/akteure/helmholtz_schwpkt1_projekt1.htm und http://www.helmholtz-muenchen.de/igm/forschung/projekte/abgeschlossene/korinna/index.html

Hintergrund:
Die Studie wurde von Prof. Dr. Christa Meisinger (EPI II, MONICA/KORA Herzinfarktregister, NAKO Studienzentrum), Prof. Dr. Bernhard Kuch (jetzt Chefarzt im Stiftungskrankenhaus Nördlingen) und Prof. Dr. Rolf Holle (IGM) geplant und am Klinikum Augsburg durchgeführt. Die Auswertung der Daten erfolgte am IGM durch Dr. Hildegard Seidl, Dr. Matthias Hunger und Dr. Björn Stollenwerk.

Das angebotene Case-Management für ältere Patienten hatte in einer ersten Erhebung innerhalb des ersten Folgejahres noch keine statistisch nachweisbare Verbesserung der Lebensqualität zur Folge gehabt. Das Follow-up im Rahmen der Studie wurde auf drei Jahre erweitert, um auch die mittelfristigen Effekte analysieren zu können. Hier setzt die aktuelle Studie auf. Kein Nachweis konnte erbracht werden für eine Verlängerung der Zeit bis zur ersten Wiedereinweisung ins Krankenhaus oder bis zum Tod (kombinierter Endpunkt) sowie für einen Zugewinn an qualitätsadjustierten Lebensjahren.

Original-Publikation:
Seidl, H. et al. (2016): The 3-year cost-effectiveness of a nurse-based case management versus usual care for elderly patients with myocardial infarction: Results from the KORINNA follow-up study. Value in Health, doi: 10.1016/j.jval.2016.10.001
http://www.valueinhealthjournal.com/article/S1098-3015(16)30103-6/fulltext

Korrespondierende Publikation:
Kirchberger, I. et al (2015): Effects of a 3-Year Nurse-Based Case Management in Aged Patients with Acute Myocardial In-farction on Rehospitalisation, Mortality, Risk Factors, Physical Functioning and Mental Health. A Secondary Analysis of the Randomized Controlled KORINNA Study. PLoS One, doi: 10.1371/journal.pone.0116693.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4374800/

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. http://www.helmholtz-muenchen.de

Das Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) untersucht Ansätze zur Verbesserung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung. Das Gesundheitssystem steht vor der Herausforderung, allen Bürgern eine qualitativ hochwertige und finanziell tragbare medizinische Versorgung zu gewährleisten. Der rasche medizinisch-technische Fortschritt und die demographischen Veränderungen verschärfen das beschriebene Spannungsverhältnis. Eine fundierte Evaluation der Strukturen und Prozesse der gesundheitlichen Versorgung unter den Gesichtspunkten von Effektivität und Effizienz ist eine unabdingbare Voraussetzung für rationales Handeln. http://www.helmholtz-muenchen.de/igm

Das Institut für Epidemiologie II (EPI II) erforscht die Zusammenhänge von Umwelt, Lebensstil und Genetik bei der Entstehung von Diabetes, Erkrankungen des Herzens und der Erhaltung der Gesundheit im Alter. Die Forschung stützt sich auf die einzigartigen bevölkerungsbasierten KORA-Ressourcen (Kohorte, Herzinfarktregister, Aerosol-Messstation). Folgestudien innerhalb der Kohorte ermöglichen die Untersuchung von Frühformen und Komplikationen ausgewählter chronischer Erkrankungen und deren Verbreitung in der Bevölkerung. http://www.helmholtz-muenchen.de/epi2

Die Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg (KORA) untersucht seit 30 Jahren die Gesundheit tausender Bürger aus dem Raum Augsburg. Ziel ist es, die Auswirkungen von Umweltfaktoren, Verhalten und Genen zu verstehen. Kernthemen der KORA-Studien sind Fragen zu Entstehung und Verlauf von chronischen Erkrankungen, insbesondere Herzinfarkt und Diabetes mellitus. Hierzu werden Risikofaktoren aus dem Bereich des Gesundheitsverhaltens (u.a. Rauchen, Ernährung, Bewegung), der Umweltfaktoren (u.a. Luftverschmutzung, Lärm) und der Genetik erforscht. Aus Sicht der Versorgungsforschung werden Fragen der Inanspruchnahme und Kosten der Gesundheitsversorgung untersucht. http://www.helmholtz-muenchen.de/kora

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Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg - Tel. +49 89 3187 2238 - Fax: +49 89 3187 3324 - E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

Dr. Hildegard Seidl, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg - Tel. +49 89 3187 4485 - E-Mail: hildegard.seidl@helmholtz-muenchen.de
Sonja OpitzHelmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

360° TOP-Hinweis: Ihre Sterbehilfe - Behandlungsabbruch - Sterbefasten - Und Ihr Strafrecht

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Sterbehilfe im Schatten des Strafrechts

  • Ein neues Gesetz zur Sterbehilfe hat vor gut einem Jahr für Unruhe in der Hospiz- und Palliativmedizin gesorgt, weil etliche Konsequenzen dabei nicht bedacht wurden. 

Ein neues Forschungsprojekt an der Juristischen Fakultät soll jetzt nach Wegen zu mehr Rechtssicherheit suchen. 
 
Der technische Fortschritt in der Medizin hat dazu geführt, dass der natürliche Alterungs- und Sterbeprozess in erheblichem Umfang beeinflussbar geworden ist. Nicht selten kann das Leben um viele Jahre verlängert werden, was von den Betroffenen in der ganz überwiegenden Mehrzahl der Fälle dankbar angenommen wird.

  • Es gibt jedoch auch Fälle, in welchen Menschen wegen schwerster Krankheiten, die mit unerträglichem Leiden verbunden sind, eine technisch mögliche Lebensverlängerung ablehnen. 
In solchen Fällen besitzt der Patient nach geltender Rechtslage das Recht, die Behandlung zu verweigern und begonnene Behandlungen abzubrechen – „Sterbehilfe durch Behandlungsabbruch“ genannt. 

Führt dies nicht zum erwünschten Ziel, nämlich dem eigenen Sterben, wählen viele Betroffene das „Sterbefasten“ als Alternative und verweigern die Nahrungsaufnahme, bis der Tod eintritt.

Neue Strafbarkeitsrisiken

„Die geschilderten Möglichkeiten, sein Leben zu beenden, galten bisher als durch die Grundrechte des Patienten geschützt“, erklärt Professor Eric Hilgendorf, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht an der Universität Würzburg und Experte auf dem Gebiet des Medizinstrafrechts.

Für Unsicherheit sorgt allerdings seit Dezember 2015 ein neues Gesetz, das der Bundestag beschlossen hat.

„Mit dem neuen Paragraphen 217 Strafgesetzbuch will der Gesetzgeber eigentlich die Aktivitäten von Sterbehilfevereinigungen wie ‚Dignitas‘ oder ‚Sterbehilfe Deutschland‘ auf deutschem Territorium unterbinden“, erklärt Hilgendorf.

Dabei ist er nach Ansicht des Juraprofessors allerdings möglicherweise über das Ziel hinaus geschossen. 
  • So stehe jetzt beispielsweise auch das Gewähren einer Möglichkeit zum Sterbefasten unter Strafe. 
  • Auch wer hochwirksame, potentiell tödliche Schmerzmitteln verschreibt oder abgibt – etwa im Rahmen einer ambulanten Palliativbetreuung – oder nur ein Sterbezimmer nach erwünschtem Behandlungsabbruch in einem Hospiz zur Verfügung stellt, könnte plötzlich zum Gesetzesbrecher werden. 

„Damit griffe Paragraph 217 Strafgesetzbuch weit in den durch die Menschenwürde und die Handlungsfreiheit der Patienten geschützten Bereich ein“, so Hilgendorf.

Weitere Strafbarkeitsrisiken ergeben sich im Bereich der Teilnahme, beispielsweise dann, wenn ein Angehöriger Vater oder Mutter zu Dignitas in die Schweiz begleitet und sich so möglicherweise der Beihilfe schuldig macht, jedenfalls dann, wenn er sich vorbehält, auch den anderen Elternteil in dieser Weise zu unterstützen und daher nach dem Wortlaut des Gesetzes „geschäftsmäßig“ handelt.

Das Projekt

„Es spricht vieles dafür, dass der Gesetzgeber diese Folgen nicht vorausgesehen hat“, sagt Hilgendorf. In einem neuen Forschungsprojekt will er nun nach Wegen suchen, die dazu beitragen können, die Hospiz- und Palliativmedizin aus dem Anwendungsbereich des neuen Gesetzes herauszunehmen und den dort tätigen Ärztinnen und Ärzten sowie den Pflegekräften wieder mehr Rechtssicherheit zu verschaffen.

Das Projekt wurde durch eine private Spende in Höhe von 100.000 Euro ermöglicht. 
Der Spender, der anonym bleiben möchte, engagiert sich bereits seit vielen Jahren in der Palliativ- und Hospizmedizin Nordbayerns.

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Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf
Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht, Informationsrecht und Rechtsinformatik
T: (0931) 31-82304
hilgendorf@jura.uni-wuerzburg.de
Gunnar Bartsch Julius-Maximilians-Universität Würzburg


GenderMedizin: Männer-Brustkrebs?

Medizin am Abend Berlin Fazit: Wissenschaftler untersuchen die Bedürfnisse Betroffener 


Die Diagnose Brustkrebs können auch Männer erhalten, wenngleich deutlich seltener als Frauen.

Die Situation ist für betroffene Männer oft besonders schwierig. Welche speziellen medizinischen und psychosozialen Bedürfnisse männliche Brustkrebspatienten haben, wollen Wissenschaftler aus Bonn nun untersuchen. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt das Projekt mit rund 155.000 €.

Brustkrebs ist mit etwa 65.500 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen. 

  • Weitaus weniger bekannt ist: Auch Männer können betroffen sein. Nach Hochrechnungen des Robert Koch-Instituts Berlin erhalten rund 700 Männer jedes Jahr die Diagnose Brustkrebs.

Für die Betroffenen ist dies oft besonders belastend. Denn sie müssen die Krebsdiagnose verarbeiten und sehen sich zusätzlich mit dem Gefühl konfrontiert, an einer potenziellen „Frauenkrankheit“ zu leiden. In der Bevölkerung ist zudem wenig bekannt, dass auch Männer an Brustkrebs erkranken können, was zu einem Gefühl der Stigmatisierung und Ausgrenzung führen kann. Nicht nur für die Patienten, auch für die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte ist die Situation oft sehr schwierig und ungewohnt.

Medizinische und psychosoziale Bedürfnisse im Blick

Welche speziellen Bedürfnisse haben männliche Brustkrebspatienten? Ist die medizinische Versorgung, die für Frauen stetig verbessert wurde, auch für Männer die bestmögliche? Diese und weitere Fragen wollen Wissenschaftler des Universitätsklinikums Bonn nun beantworten. Gemeinsam mit der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Köln, dem Brustzentrum des Klinikums der Universität München, der Deutschen Krebsgesellschaft und dem Netzwerk Männer mit Brustkrebs e.V. erfassen sie die medizinischen und psychosozialen Bedürfnisse von männlichen Brustkrebspatienten und werten diese aus.

N-MALE, so lautet der Name des Projekts, bei dem betroffene Männer, Ärzte und Pflegekräfte systematisch nach ihren Erfahrungen gefragt werden. „Wir beleuchten die Situation aus beiden Perspektiven – der des Patienten und der des Behandlers“, erklärt die Projektleiterin, Professor Dr. Nicole Ernstmann von der Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bonn. „Dies macht es uns möglich, die Versorgungssituation von männlichen Brustkrebspatienten in Deutschland erstmals genau zu beschreiben.“ Ziel sei es, Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Versorgung von Betroffenen langfristig verbessert werden kann.

„Männliche Brustkrebspatienten leiden an einer der häufigsten Tumorarten. Dennoch ist Brustkrebs bei Männern eine Seltenheit“, beschreibt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, die Situation. „Um die optimale Versorgung Betroffener besteht derzeit eine große Wissenslücke, die es zu schließen gilt.“

Projektnr.: 70111742

Hintergrundinformation: Brustkrebs bei Männern
 
Jedes Jahr erkranken rund 700 Männer neu an Brustkrebs (Robert Koch-Institut Berlin 2014). Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 71 Jahren.

  • Zu den Risikofaktoren gehören ein höheres Lebensalter, das Vorkommen von Brustkrebserkrankungen in der Familie, Hoden- und Nebenhodenentzündungen, hormonelle Veränderungen durch Lebererkrankungen und andere hormonelle Einflüsse sowie Strahlenbelastungen des Brustgewebes. Auch die Lebensweise spielt eine Rolle: 
  • Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen das Risiko für Männer, an Brustkrebs zu erkranken.

Familiärer Brustkrebs

Familiäre Brustkrebserkrankungen können auf Veränderungen in den Genen zurückgeführt werden. Betroffene, auf die das zutrifft, sind jünger, wenn die Krankheit ausbricht, und / oder es sind mehrere Familienmitglieder betroffen.

Weitere Informationen zum Thema Brustkrebs finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Krebshilfe sowie im blauen Ratgeber „Brustkrebs“, den Sie kostenlos herunterladen und bestellen können.

  • Betroffene sowie deren Angehörige und Freunde können sich zudem kostenfrei an die persönliche Beratung des INFONETZ KREBS der Deutschen Krebshilfe wenden: Tel. 0800 – 80 70 88 77, montags bis freitags von 8 – 17 Uhr.

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