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Prof. Dr. Max Löhning: Prof. Dr. med. Dr. Ahmed N. Hegazy: Viren, Bakterien, Parasiten, Tumorzellen, Asthma, Allergien

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Molekularer Schalter zur stufenweisen Umprogrammierung von Immunzellen entschlüsselt

  • Zur Abwehr von Krankheitserregern und Krebs aktiviert das Immunsystem bestimmte weiße Blutzellen, die T-Helferzellen (Th-Zellen). 
  • Sie werden je nach Ziel (Viren, Bakterien, Parasiten, Tumorzellen) unterschiedlich geprägt und können Entzündungsreaktionen verstärken oder abschwächen. 

Forschende von Charité – Universitätsmedizin Berlin und Deutschem Rheuma-Forschungszentrum Berlin, ein Leibniz-Institut, haben nun entdeckt, dass sich Th-Zellen in der Stärke ihrer Prägung unterscheiden und unterschiedlich gut umprogrammieren lassen. 

Das eröffnet neue Therapieoptionen für entzündliche und autoimmune Erkrankungen sowie Immunzelltherapien. Die Daten wurden im Journal Science Advances veröffentlicht. 

T-Zellen, die uns vor Krankheiten schützen T-Zellen, die uns vor Krankheiten schützen Dr. Volker Brinkmann, MPIIB

Dringen Krankheitserreger in den Organismus ein, werden Th-Zellen aktiviert und auf die Abwehr dieser ‚Angreifer' spezialisiert. Bei dieser Prägung entstehen verschiedene funktionelle Untergruppen: 

  • Th1-Zellen bekämpfen krankmachende Keime und Viren innerhalb der Zellen des menschlichen Körpers. 

Sie können allerdings auch an autoimmunen Entzündungsreaktionen beteiligt sein.  

  • Th2-Zellen dagegen wehren außerhalb der Zellen vorkommende Erreger und Parasiten ab. 

Sie sind aber auch für die Entstehung von Asthma und Allergien verantwortlich

Jeder Th-Zelltyp wird gesteuert von einem bestimmten Genregulator – dem sogenannten Schlüssel-Transkriptionsfaktor. 

Die Prägung der Th-Zellen im Rahmen einer Infektionsreaktion galt bisher als einheitlich und unumkehrbar.

Max Löhning, Ahmed Hegazy und Kolleg:innen der Charité und des DRFZ konnten jetzt nachweisen, dass sich bei einer Virusinfektion entwickelnde Th1-Zellen in der Stärke ihrer Prägung unterscheiden: 

Es entstehen einerseits Th1-Zellen mit großen Mengen des Th1-Schlüssel-Transkriptionsfaktors, deren Prägung dauerhaft stabil ist. Sie erfüllen ausschließlich Th1-Zell-Funktionen zur Virusabwehr. Gleichzeitig entwickeln sich aber auch Th1-Zellen mit geringeren Mengen dieses Schlüssel-Transkriptionsfaktors. Dadurch ist ihre Prägung weniger stabil. Eine Umprogrammierung mit zusätzlicher Th2-Zell-Funktion ist bei diesen Zellen möglich. Bei dieser neuen Prägung auf Parasitenabwehr geht die anfängliche Spezialisierung auf Viren jedoch nicht verloren. Stattdessen ‚lernen' die Zellen hinzu und es entsteht ein Zwischentyp, die sogenannten ‚Th1+Th2’-Zellen. Sie vereinen in sich das Abwehrpotential beider Untergruppen und behalten diese Prägung auch über Monate stabil als Gedächtnis-T-Zellen bei. Molekular wird dies dadurch erreicht, dass die neu geprägten ‚Th1+Th2’-Zellen die Schlüssel-Transkriptionsfaktoren der Th1- und der Th2-Zellen gleichzeitig ausbilden.

Diese Ergebnisse zeigen, dass das Immunsystem innerhalb einer Gruppe von Th-Zellen ein Spektrum von völliger Stabilität der Prägung bis hin zu weitreichender Umprogrammierbarkeit schafft. Dadurch kann es sich an verändernde Infektionsumgebungen anpassen. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen nicht nur, die ‚Lernprozesse’ in Immunzellen besser zu verstehen, sondern sind auch wesentlich für den therapeutischen Einsatz dieser Zellen, da hierbei die Stabilität ihrer funktionellen Prägung entscheidend ist. Zudem eröffnet das Wissen neue Wege zur Therapie von chronischen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen. Denn besonders die Th1-Zellen tragen maßgeblich zur Entstehung dieser Erkrankungen bei. 

„Die anteilige Umprogrammierung der Th1-Zellen könnte helfen, die entzündungsverstärkenden Eigenschaften dieser Zellen abzuschwächen und damit ihre krankheitsfördernden Aktivitäten zu durchbrechen“, hoffen die Leiter der Studie, Professor Ahmed Hegazy und Professor Max Löhning.

Das DRFZ ist ein Institut der Leibniz Gemeinschaft. Es untersucht mit grundlagenwissenschaftlichen und epidemiologischen Methoden die Entstehungsbedingungen und Folgen rheumatischer und muskuloskelettaler Erkrankungen. Ziel ist die Entwicklung von neuen und personalisierten, bestenfalls kurativen Therapien und ihre schnelle Übersetzung in den klinischen Alltag. Das DRFZ zeichnen seine enge Anbindung an die klinische Forschung der Charité, eine Vielzahl an drittmittelgeförderten Projekten und zahlreiche nationale und internationale Forschungskooperationen aus. Seit seiner Gründung im Jahr 1988 arbeitet hier ein internationales Team aus Grundlagenforscher:innen der Bereiche Biologie, Biochemie, Mathematik, Physik, Biotechnologie, Chemie, Tiermedizin, Statistik, Soziologie und Dokumentation, Ärzt:innen und Epidemiolog:innen zusammen. 

Molekularer Schalter zur stufenweisen Umprogrammierung von Immunzellen entschlüsselt

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Prof. Dr. Max Löhning
Experimentelle Immunologie und Arthroseforschung
Medizinische Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Pitzer-Labor Arthroseforschung
DRFZ
Charitéplatz 1, 10117 Berlin
Telefon: 030 28 460 760
E-Mail: loehning@drfz.de

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Ahmed N. Hegazy
Lichtenberg-Professor für Translationale Gastroenterologie
Medizinische Klinik I m.S. Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin, CBF und DRFZ
Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin

DRFZ Büro: +49-30-28 460 683
Charité DECT:+49-30-450 614 378
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Link: hegazy-lab.com

Jacqueline Hirscher Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin, ein Leibniz-Institut

Charitéplatz 1
10117 Berlin
Deutschland
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Jacqueline Hirscher
Telefon: 03028460761
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Originalpublikation:

https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adk2693

 


Der Vagusnerv: Die Milz schützt das Herz - CAVE: Lunge, Leber, Magen-Darm-Trakt, Atmung, Herzschlag und Verdauung

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Verbindung nachgewiesen: Wie die Milz vor dem Herzinfarkt schützt

Was hat die Milz mit dem Herzen zu tun? 

Nur auf den ersten Blick nicht viel. 

  • Verbunden sind Herz und Milz über den Blutkreislauf und den Vagusnerv, der die Arbeit vieler innerer Organe beeinflusst. 
  • Er verläuft vom Gehirn über Herz, Lunge, Leber und Milz bis in den Magen-Darm-Trakt und reguliert unter anderem Atmung, Herzschlag und Verdauung. 

Der Vagusnerv veranlasst die Milz auch dazu, Faktoren freizusetzen, die das Herz vor einem Infarkt schützen – das konnte nun ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen erstmals nachweisen. 

Das European Heart Journal berichtet. 

Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Gerd Heusch

 Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Gerd Heusch UDE/UK Essen

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Dr. h.c. Gerd Heusch im Institut für Pathophysiologie des Westdeutschen Herz-und Gefäßzentrums des Universitätsklinikums Essen hat den Vagusnerv bei je zehn gesunden Proband:innen auf zwei verschiedenen Wegen gezielt aktiviert: 

Entweder durch eine herzferne Konditionierung (durch mehrmaliges, längeres Aufblasen und Ablassen einer Blutdruckmanschette am Arm) oder eine elektrische Reizung des Vagusnervs an der vorderen Ohrmuschel. 

Die Arbeitsgruppe hatte schon in früheren Arbeiten nachgewiesen, dass eine herzferne Konditionierung das Herz des Menschen vor Minderdurchblutung schützen kann, aber der genaue Mechanismus blieb bisher unverstanden.

In der vorliegenden Studie untersuchte das Forschungsteam nun auch Menschen, denen die Milz entfernt wurde: 

„Sie haben diesen körpereigenen Schutzmechanismus verloren“, erklärt Heusch. 

„Unsere Befunde belegen die enge Beziehung zwischen dem Herzen, dem autonomen Nervensystem und dem Immunsystem des Menschen.“ 

So konnten die Forschenden die Milz als das zentrale Organ identifizieren, das den schützenden Effekt im Körper weitergibt.
In weiteren Studien möchten die Wissenschaftler:innen nun untersuchen, welche Faktoren genau den Schutz vor dem Herzinfarkt vermitteln. 

„Einige der ‚üblichen Verdächtigen‘ unter den Signalproteinen, wie IFN-γ, IL-10, SDF-1α und TNF-α, konnten wir bereits ausschließen“, so Dr. Helmut Lieder, Erstautor der Studie.

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Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Gerd Heusch, Institut für Pathophysiologie

Hufelandstraße 55
45147 Essen
Deutschland
Nordrhein-Westfalen

Dr. Milena Hänisch
Telefon: 0201-723-1615
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Martin Rolshoven
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Originalpublikation:

Originalveröffentlichung: https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehae250

Prof. Dr. Jörg Rademann: Bakterielle Lungenentzündungen

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Pathoblocker, eine zukünftige Alternative zu Antibiotika?

Forschende der Freien Universität Berlin und der Charité Berlin ziehen Bakterien ihre Giftzähne

Antibiotika schützen in den meisten Fällen zuverlässig gegen bakterielle Infektionen und haben seit ihrer Einführung Milliarden von Menschen das Leben gerettet. 

Doch dieser Schutz ist durch die Aggressivität und die Bildung von Resistenzen gegen klassische Antibiotika bedroht. 

So stirbt in Deutschland aktuell etwa jeder siebente der Patientinnen und Patienten, die mit einer bakteriellen Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert werden, mehr als 30.000 Menschen pro Jahr – trotz des Einsatzes von Antibiotika.

Ursache dieser Todesfälle sind Giftstoffe (Toxine), die von den Bakterien freigesetzt werden und die körpereigenen Zellen der Erkrankten zerstören. 

Gegen diese Bakteriengifte schützen Antibiotika nicht. 

Eine in „Nature Communications“ erschienene Studie macht nun Hoffnung auf neue Behandlungsmöglichkeiten.

Forschenden der Freien Universität und der Charité Berlin ist es gelungen, Schutzstoffe gegen die häufigsten Erreger von Lungenentzündungen zu entwickeln, sogenannte Pathoblocker. 

Durch die neuartigen Substanzen werden die Bakterien nicht abgetötet, sondern stattdessen werden lediglich die Giftstoffe (Toxine), die die Bakterien produzieren, ausgeschaltet. 

Normalerweise greifen diese Toxine während der Infektion die Zellmembrane der menschlichen Zellen an, schneiden kleine Löcher in die Membrane und bringen damit die Zellen zum Absterben. 

„Wir haben Moleküle gefunden, die bereits in geringen Konzentrationen die Bakteriengifte unschädlich machen und konnten zeigen, dass durch diese Stoffe ein vollständiger Schutz der menschlichen Lungenzellen erreichbar ist“, so Prof. Jörg Rademann von der Freien Universität Berlin, der das Forschungsprojekt leitet. 

In der Arbeit, die kürzlich im renommierten Journal "Nature Communications" publiziert wurde, konnte belegt werden, dass die neuen Pathoblocker die Bakteriengifte so verändern, dass diese ihre aggressive Toxizität verlieren. 

Gegenwärtig untersuchen die Forschenden, ob sich diese neuartigen Pathoblocker auch für einen zukünftigen Einsatz in Kliniken eignen. 

Dabei werden die verwendeten Moleküle so verändert, dass ihre Wirkung im menschlichen Körper optimiert wird. 

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Prof. Dr. Jörg Rademann

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Originalpublikation:

U. B. A. Aziz, A. Saoud, M. Bermudez, M. Mieth, A. Atef, T. Rudolf, C. Arkona, T. Trenkner, C. Böttcher, K. Ludwig, A. Hoelzemer, A. C. Hocke, G. Wolber, J. Rademann. Targeted small molecule inhibitors blocking the cytolytic effects of pneumolysin and homologous toxins. Nature Communications 2024, 15, 3537. DOI: 10.1038/s41467-024-47741-3. (https://www.nature.com/articles/s41467-024-47741-3 )

 

Multiple Sklerose (MS) Diagnostik Vorgehensweisen

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Diagnose Multiple Sklerose (MS): Lumbalpunktion, MRT und Blutwerte

Um Multiple Sklerose zu diagnostizieren, eignen sich labormedizinische Verfahren wie die Lumbalpunktion. 

Bluttests dienen dem Ausschluss von anderen Krankheiten mit ähnlichen Symptomen. 

Anlässlich des weltweiten MS-Tages unter dem Motto „Diagnose MS: Mit Mut und Stärke leben lernen“ fassen wir die wichtigsten Informationen stark vereinfacht für Sie zusammen.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des Zentralnervensystems, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die Isolation und den Schutz um die Nervenzellen (Myelinscheide) im Gehirn, Rückenmark und Sehnerv angreift. 

Eine der Methoden zur Diagnose von MS ist die Lumbalpunktion.

Bei einer Lumbalpunktion wird eine kleine Menge Nervenwasser (Liquor) aus dem Wirbelkanal entnommen. 

  • Dieser Liquor ist eine in den Kammern des Gehirns gebildete Flüssigkeit, die Gehirn und Rückenmark innerhalb des Schädels beziehungsweise Wirbelkanals schützend umgibt. Der Liquor ist im ständigen Austausch mit der Flüssigkeit, die sich zwischen den Gehirnzellen im Gewebe befindet und kann somit Aufschluss über krankhafte Veränderungen im Gehirngewebe geben.

Die Lumbalpunktion bei Multiple-Sklerose-Betroffenen wird mit örtlicher Betäubung und nach Desinfektion der Einstichstelle im Sitzen oder im Liegen durchgeführt. 

Dabei wird eine spezielle Hohlnadel etwa in Höhe des zweiten/dritten oder dritten/vierten Lendenwirbels zwischen den Wirbelkörpern bis in den Wirbelkanal, den Hohlraum, der das Nervenwasser enthält, vorgeschoben. 

Dann wird gewartet, bis eine ausreichende Menge (einige ml) Nervenwasser herausgetropft ist, die Nadel wird wieder hinausgezogen und die kleine Wunde mit einem Pflaster abgedeckt.

  • Bei 90% aller Patienten mit Multipler Sklerose wird ein hoher Immunglobulinspiegel in der Cerebrospinalflüssigkeit sowie das Vorhandensein oligoklonaler Banden beobachtet. 
  • Der Nachweis von sogenannten „oligoklonalen Banden“ (einer Gruppe von Antikörpern) im Liquor ist für die Diagnose von MS besonders bedeutsam. 

Das Vorhandensein von oligoklonalen Banden im Liquorbefund einer MS-Untersuchung allein beweist zwar nicht eindeutig das Vorliegen von MS, jedoch stützt es die MS-Diagnose.

Die Lumbalpunktion ist heutzutage ein risikoarmes Routineverfahren. 

Mögliche Nebenwirkungen einer Lumbalpunktion können Übelkeit und Kopfschmerzen sein, die meist nach einigen Stunden verschwinden oder in Einzelfällen einige Tage anhalten können.

Neben der Lumbalpunktion gibt es weitere Diagnosemethoden für Multiple Sklerose (MS):

1. Magnetresonanztomographie (MRT): Die MRT ist eine bildgebende Technik, die detaillierte Bilder des Gehirns und des Rückenmarks erstellt. Sie kann Läsionen oder Narben im zentralen Nervensystem aufzeigen, die typisch für MS sind.

2. Bluttests: Obwohl es keinen spezifischen Bluttest für MS gibt, können Bluttests dazu beitragen, andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen auszuschließen.

3. Evozierte Potentiale: Dies sind Tests, die die elektrische Aktivität des Gehirns in Reaktion auf sensorische Stimulation (wie Sehen, Hören und Berühren) messen. Sie können helfen, Anomalien in den Nervenbahnen aufzudecken, die auf MS hindeuten könnten.

Die Diagnose von MS ist komplex, da die Symptome variieren und viele andere Erkrankungen ähnliche Symptome aufweisen können. 

Daher wird eine Kombination dieser Tests oft verwendet, um eine genaue Diagnose zu stellen.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft. 

Sie kann Gehirn, Rückenmark und Sehnerven beeinträchtigen. 

Weltweit sind etwa 2,5 Millionen Menschen von MS betroffen, wobei rund 200.000 Fälle in Deutschland auftreten. 

Etwa 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen. 

Das Risiko, an MS zu erkranken, liegt in der Gesamtbevölkerung Deutschlands bei 0,1 bis 0,2 Prozent. 

Das typische Erkrankungsalter liegt zwischen 20 und 40 Jahren. 

Die Diagnose erfolgt durch durch Anamnese, Untersuchungen und Tests wie Blutuntersuchungen, Lumbalpunktion (Wirbelsäulenhahn), Magnetresonanztomographie (MRT) und Nervenleitungstests.

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Anke Förster Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V.

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Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte

http://www.dmsg.de/multiple-sklerose/was-ist-ms/

 


Prof. Dr. Martin Brühe: Sickness Behavior: Weniger Empathie und Einfühlungsvermögen für Dich, wenn ich selber krank bin.....

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Wie Infekte unser soziales Mitgefühl beeinflussen

  • Wenn Menschen krank sind, empfinden sie weniger Empathie für andere als im gesunden Zustand. 

Das zeigt eine Studie der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen. 

  • Die Forschenden untersuchten das sogenannte Sickness Behavior, einen Prozess, bei dem der Körper seine biologischen Prioritäten im Rahmen eines akuten Infekts neu ordnet. 

Er wurde bisher hauptsächlich in Zusammenhang mit sozialem Rückzug und sozialer Entfremdung erforscht. 

Aber wie beeinflusst Krankheit unser Einfühlungsvermögen, unsere Empathie? 

Die aktuelle Studie wirft ein neues Licht auf die Zusammenhänge zwischen Infekten mit Entzündungen im Körper und der Fähigkeit, den Schmerz anderer mitzufühlen.

Das Team aus Bochum und Essen, das im Rahmen der Universitätsallianz Ruhr kooperiert, veröffentlichte seine Ergebnisse am 28. März 2024 in der Fachzeitschrift „Brain, Behavior, and Immunity“.

Provozierter Infekt durch Gabe von bakteriellem Endotoxin

Experimentell können die verschiedenen Facetten des Sickness Behavior durch die Gabe von bakteriellem Endotoxin, kurz LPS für Lipopolysaccharid, ausgelöst werden. Genau diesen Mechanismus machten sich die Forschenden aus Bochum und Essen zu Nutze. Sie verabreichten 52 freiwilligen weiblichen Testpersonen eine niedrige Dosis LPS oder – als Placebo – eine Injektion von Kochsalzlösung. Im Anschluss wurden die Frauen gebeten, verschiedene soziale Interaktionen zu bewerten. Dazu wurden ihnen Bilder von Frauen gezeigt, die entweder körperlichen oder psychischen Schmerzen ausgesetzt oder in einer emotional neutralen Interaktion mit einem männlichen Gegenüber zu sehen waren.

„Die Ergebnisse haben uns überrascht“, schildert Erstautorin Vera Flasbeck vom LWL-Universitätsklinikum Bochum. „Während das Mitgefühl für körperlichen Schmerz bei der LPS- und der Placebo-Gruppe weitgehend gleich war, zeigte sich hingegen für psychischen Schmerz bei den Probandinnen unter LPS-Einwirkung eine signifikant verringerte Empathie.“ Akute Entzündungen führten in der Studie somit dazu, dass Menschen den psychischen Schmerz anderer weniger mitfühlten.

Ergebnisse mit gesellschaftspolitischer Relevanz

„Wir vermuten, dass die verringerte Empathie dazu dient, im Krankheitsfall Energie im Hinblick auf soziales Engagement zu sparen“, erläutert Prof. Dr. Martin Brüne vom LWL-Universitätsklinikum Bochum, der die Studie zusammen mit den Professoren Manfred Schedlowski und Harald Engler vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen leitete.

  • „Die Erkenntnisse der Studie deuten darauf hin, dass Entzündungen – wie beispielsweise bei körperlichen Infekten – sowohl unsere körperliche Gesundheit als auch unsere zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflussen.“ 

Das Thema sei gerade vor dem Hintergrund der abgelaufenen Pandemie von allgemeinem Interesse, ergänzt Schedlowski und ordnet ein: „Die Ergebnisse haben unter Umständen gesellschaftspolitische Relevanz. Wie wirkt sich ein allgemeines Krankheitsgefühl beispielsweise auf die Entscheidungsfindung aus, etwa auch in Bezug auf politische Entscheidungen?“

Und ein weiterer Aspekt hat das Forschungsinteresse des interuniversitären Teams geweckt. 

  • Bisherige Studien haben gezeigt, dass Individuen mit ansteckenden Krankheiten von Mitgliedern der sozialen Gruppe gemieden, manchmal aber auch umsorgt werden. 

„Dieses Verhalten zeigt sich vermutlich in Abhängigkeit vom Verwandtschaftsgrad“, so Brüne. 

„Interessant wäre zu untersuchen, wie Bindung und Vertrautheit die Empathie für Schmerzen beeinflussen.“

Forschungskooperation im Rahmen der Universitätsallianz Ruhr

Die Forschungskooperation zwischen Bochum und Essen fand im Rahmen der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) statt. Seit 2007 arbeiten die drei Ruhrgebietsuniversitäten unter diesem Dach strategisch eng zusammen. Durch Bündelung der Kräfte werden die Leistungen der Partneruniversitäten systematisch ausgebaut. Unter dem Motto „gemeinsam besser“ gibt es inzwischen über 100 Kooperationen in Forschung, Lehre und Verwaltung. Mit mehr als 120.000 Studierenden und nahezu 1.300 Professorinnen und Professoren gehört die UA Ruhr zu den größten und leistungsstärksten Wissenschaftsstandorten Deutschlands.

Förderung

Die Publikation wurde durch die FoRUM Forschungsförderung der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum sowie die Sonderforschungsbereiche SFB 1280 und SFB/TRR 289 der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. 

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Prof. Dr. Martin Brüne
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin
Medizinische Fakultät, LWL-Universitätsklinikum Bochum
Tel: +49 234 5077 4410
E-Mail: martin.bruene@ruhr-uni-bochum.de

Prof. Dr. Manfred Schedlowski
Prof. Dr. Harald Engler
Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie
Universitätsklinikum Essen
Tel: +49 201 723 4501
E-Mail: manfred.schedlowski@uk-essen.de

Meike Drießen Ruhr-Universität Bochum

Universitätsstr. 150
44780 Bochum
Postfach 10 21 48
44780 Bochum
Deutschland
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E-Mail-Adresse: info@ruhr-uni-bochum.de

Meike Drießen
Telefon: +49 234 32 26952
E-Mail-Adresse: meike.driessen@rub.de
Originalpublikation:

Vera Flasbeck, Nele Dersch, Harald Engler, Manfred Schedlowski, Martin Brüne: Acute Experimental Inflammation in Healthy Women Attenuates Empathy for Psychological Pain, in: Brain, Behavior, and Immunity, 2024, DOI: 10.1016/j.bbi.2024.03.032, http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0889159124003131?via%3Dihub

 

Dr. Fabian T. Dehos: Das Mütter-Burnout

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Gesundheit verschlechtert sich in ersten Jahren der Mutterschaft

Bitte gehen Sie zur Früherkennung. Besuchen Sie diesen Link:

Bekommt eine Frau ein Kind, kann sich das negativ auf ihre Gesundheit auswirken. 

Während die Schwangerschaft und die Zeit unmittelbar nach der Geburt durchschnittlich von guter mentaler Gesundheit gekennzeichnet sind, steigen in den ersten vier Jahren der Mutterschaft unter anderem Verschreibungen von Antidepressiva und die Anzahl von Psychotherapien an. 

Ähnliche Muster gibt es bei der Verschreibung von Schmerzmitteln. 

  • Bei Frauen ohne weitere Schwangerschaft übersteigt die Verschreibung von Antidepressiva das Niveau vor der Schwangerschaft um durchschnittlich 44 Prozent.

Das Wichtigste in Kürze:

• Abrechnungsdaten von Krankenkassen zeigen, dass in der Zeit kurz vor und unmittelbar nach der Geburt relativ wenige Depressionen, andere psychische Störungen sowie Schlafstörungen und damit einhergehende Behandlung kodiert (von Ärztinnen und Ärzten zu Abrechnungszwecken als Diagnose angegeben) werden. Dies lässt auf eine Phase guter psychischer Gesundheit schließen. Auch Umfrageergebnisse belegen, dass sich Frauen während der Schwangerschaft im Durchschnitt in guter gesundheitlicher Verfassung befinden, was sich im psychischen Wohlbefinden widerspiegelt.

• In den ersten vier Jahren nach der Geburt treten in den Abrechnungsdaten der Krankenkassen häufiger psychische Erkrankungen auf. Auch die Einnahme von Antidepressiva und Psychotherapien nimmt in dieser Zeit zu. 

Ähnliche Muster sind bei der Einnahme von Schmerzmitteln und der Kodierung von Kopfschmerzen und anderen potenziell stressbedingten körperlichen Erkrankungen festzustellen. Auch Umfragen zum Wohlbefinden deuten auf eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit hin.

• Vier Jahre nach der Geburt liegt die Verschreibung von Antidepressiva bei Frauen, die während dieser Zeit kein weiteres Kind bekommen haben, um 44 Prozent über dem Niveau vor der Schwangerschaft und steigt von ca. 2,6 auf etwa 3,7 Prozent. Auswirkungen des Alters und ein grundsätzlicher Anstieg von psychischen Erkrankungen im Beobachtungszeitraum wurden in der Studie herausgerechnet. Die Wahrscheinlichkeit der Kodierung einer Depression steigt im Vergleich zur Schwangerschaft um acht Prozent (von ca. 6,3 auf 6,8 Prozent) und die Wahrscheinlichkeit einer kodierten Schlafstörung um 18 Prozent (von ca. 0,78 auf 0,9 Prozent).

• Im Vergleich zu Psychotherapien nimmt die Bedeutung von Antidepressiva zu. Befragungsdaten zu Glücksgefühlen und Traurigkeit, die das gesamte Spektrum der Emotionen und nicht nur psychische Erkrankungen abdecken, liefern trotz der geringen Stichprobengröße auffallend ähnliche Ergebnisse wie die Ergebnisse auf Basis der Krankenkassendaten.

• Zusätzliche Umfrageergebnisse zum Alltag der Mütter deuten darauf hin, dass dauerhaft weniger Schlaf, Sport und andere Freizeitaktivitäten – zusammen mit umfangreichen Kinderbetreuungsaufgaben und potenziellen psychosozialen Belastungen – wesentlich zu einer schlechteren psychischen Gesundheit beitragen.

• Die Auswirkungen der Mutterschaft auf die psychische Gesundheit unterscheiden sich kaum nach Bildungsgrad der Mutter und sind für ost- und westdeutsche Mütter ähnlich. Das bedeutet: Die gesundheitlichen Folgen nach der Geburt sind für eine große soziale Gruppe von Müttern relevant.

• Die Studie von RWI-Wissenschaftler Fabian T. Dehos, Marie Paul und Karolin Süß von der Universität Duisburg-Essen sowie Wiebke Schäfer vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS basiert auf Daten der pharmakoepidemiologischen Forschungsdatenbank (GePaRD) für die Jahre 2004 bis 2019 sowie auf Umfragedaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und des Beziehungs- und Familienpanels Pairfam, die subjektive Einschätzungen zu Stimmung, psychischer Gesundheit und Lebenszufriedenheit liefern.

„Unsere Studie bestätigt Eindrücke aus den sozialen Medien und öffentlichen Debatten, dass viele Frauen mit Erschöpfung leben, was gemeinhin als ‚Mütter-Burnout‘ bezeichnet wird“, sagt RWI-Wissenschaftler Fabian T. Dehos und hebt hervor: „Zwar ist die Gesundheit um den Zeitpunkt der Geburt im Durchschnitt besonders gut, in den ersten Jahren der Mutterschaft zeigen sich jedoch deutliche Verschlechterungen.“

„Wir brauchen deswegen Maßnahmen zur Entlastung von Müttern. Sie sollten darauf hinwirken, den guten Gesundheitszustand der Frauen vor der Mutterschaft zu erhalten“, führt RWI-Research Fellow Marie Paul aus und ergänzt: 

„Zur notwendigen Entlastung könnten bessere und verlässlichere Kinderbetreuung, Elternzeitregelungen mit stärkeren Anreizen für Väter, sowie ein einfacherer Zugang zu psychologischer Beratung und anderen Hilfestellungen beitragen.“

„Entlastung ist wichtig. Denn: Gesundheitliche Probleme in dieser kritischen Lebensphase können die Gesundheit langfristig negativ beeinflussen – und dadurch die allgemeine Lebenszufriedenheit der Betroffenen und das Wohlergehen des Kindes beeinträchtigen“, so Karolin Süß von der Universität Duisburg-Essen. 

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Dr. Fabian T. Dehos

fabian.dehos@rwi-essen.de

Hohenzollernstraße 1-3
45128 Essen
Deutschland
Nordrhein-Westfalen

E-Mail-Adresse: rwi@rwi-essen.de

Alexander Bartel
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Sabine Weiler
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Verkaufsverbot von Lachgas an Personen unter 18 Jahren

 

Verkaufsverbot von Lachgas an Personen unter 18 Jahren

Der Petitionsausschuss plädiert für ein Verkaufsverbot von Lachgas an Personen unter 18 Jahren. In der Sitzung am Mittwoch verabschiedete der Ausschuss daher einstimmig die Beschlussempfehlung an den Bundestag, eine dahingehende Petition mit dem höchstmöglichen Votum „zur Berücksichtigung“ an die Bundesregierung zu überweisen.

In der öffentlichen Petition (ID 159610) wird verlangt, den Verkauf von Lachgas insbesondere an Jugendliche unter 18 Jahren - wie es in England und den Niederlanden schon der Fall sei - gesetzlich zu verbieten. „Wir brauchen eine strengere Regulierung von Lachgas in Deutschland“, schreibt der Petent. Beim Konsum von Lachgas könnten Langzeitschäden wie beispielsweise eine geminderte Hirnentwicklung entstehen. Beim Inhalieren trete ein kurzer Rausch „mit fatalen Auswirkungen auf die Neurostruktur des Gehirns ein“, heißt es in der Eingabe.

Wird Lachgas (Distickstoffmonoxid) in der Medizin als Arzneimittel eingesetzt, so schreibt der Petitionsausschuss in der Begründung zu seiner Beschlussempfehlung, unterliege es den arzneimittelrechtlichen Vorschriften. Insbesondere durch die Verschreibungspflicht von Distickstoffmonoxid zur inhalativen Anwendung nach der Arzneimittelverschreibungsverordnung trage das Bundesrecht bereits zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und des Einzelnen bei der Anwendung von Lachgas bei.

Die Entwicklung des missbräuchlichen Lachgaskonsums werde vom Petitionsausschuss gleichwohl aufmerksam verfolgt, heißt es weiter. Soweit Lachgas zu Rauschzwecken missbräuchlich konsumiert wird und damit potenziell nachteilige gesundheitliche Auswirkungen einhergehen können, werde die Öffentlichkeit für die damit verbundenen Risiken, unter anderem durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sensibilisiert.

Ob über dieses Informationsangebot hinaus weitergehende Präventionsmaßnahmen notwendig sind, werde zwar unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Informationslage geprüft, schreibt der Petitionsausschuss. Mittlerweile aber werde Lachgas auch in Geschmacksrichtungen wie Kokos und Erdbeere verkauft, was den Konsum durch Kinder und Jugendliche befördere. „Sie sind es auch, die wegen ihrer noch andauernden Entwicklung besonders gesundheitlich gefährdet und sich gleichzeitig der gesundheitlichen Risiken am wenigsten bewusst sind“, heißt es in der Beschlussempfehlung.

Mit Blick auf die „gravierenden gesundheitlichen Auswirkungen durch den Missbrauch von Lachgas“ hält der Petitionsausschuss das Anliegen in der Eingabe daher für grundsätzlich sinnvoll. 



 

Brainstorming VOR ORT: Das MaAB - Team auf Reisen

Guten Tag, wir grüßen Sie ganz herzlich!

Das interdisziplinäre MaAB - Medizin am Abend Berlin befindet sich vom Samstag, den 25. Mai 2024 bis

einschließlich Montag, den 09. Juni 2024 im BRAINstorming Treffen und auf Reise VOR ORT 

TRAINEE.

Diesmal auf Gran Canaria im Raum Maspalomas.

Wir freuen uns darauf, nach diesem praktischen Zeitraum wieder mit neuen Aspekten und Inhalten für 

SIE  wieder aktiv sein zu dürfen.

Haben Sie Fragen oder Hinweise oder Bitten, senden Sie uns bitte Ihre email oder rufen Sie uns an. Gern halten wir mit Ihnen weiterhin verbindlich den direkten Kontakt.

maab-cardiolotse@email.de

+49 - 172 388 49 60 (Anrufbeantworter bitte benutzen)









esten Gruss von Günter K.V. Vetter

Prof. Petrie + Prof. Skripuletz: Neurologie - ASV - Ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung - hochwertige ambulante Diagnostik und Therapie

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Klinik und Praxen als Team: MHH-Neurologie bietet neue ambulante Versorgungsform

Bessere Diagnostik und Therapie bei Multipler Sklerose und neuromuskulären Erkrankungen

  • Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) erweitert ihr Behandlungsspektrum bei seltenen oder schweren Erkrankungen mit besonderem Krankheitsverlauf. 

Für Menschen mit Multipler Sklerose und neuromuskulären Erkrankungen gibt es an der Klinik für Neurologie jetzt das Angebot der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV). 

  • Das Besondere: Die Ärztinnen und Ärzte der Klinik arbeiten bei dieser Versorgungsform mit niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzten in einem Team. 

Durch die interdisziplinäre und sektorenübergreifende Betreuung erhalten die meist schwerkranken Patientinnen und Patienten eine hochwertigere ambulante Diagnostik und Therapie.

Bieten eine erweiterte Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose und neuromuskulären Erkrankungen: Professor Skripuletz und Professorin Petri.

Bieten eine erweiterte Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose und neuromuskulären Erkrankungen: Professor Skripuletz und Professorin Petri. Copyright: Karin Kaiser/MHH


Sektorenübergreifende Betreuung

„Wir haben auch vorher schon mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sehr gut zusammengearbeitet, aber durch die neue ambulante Versorgungsform wird das Ganze auf eine bessere Basis gestellt“, erklärt Professor Dr. Thomas Skripuletz, Oberarzt an der Klinik für Neurologie und Leiter der ASV für Multiple Sklerose (MS). Aktuell hat die Klinik bei dem Projekt fünf Fachpraxen mit im Boot. Klinik und Fachpraxen ergänzen sich gegenseitig bei der Betreuung der einzelnen Betroffenen. „Darüber hinaus erlaubt die ASV eine andere Art der Leistungsabrechnung, so können wir den Patientinnen und Patienten zusätzliche sinnvolle Diagnostik und besser passende Therapien anbieten“, sagt Professor Skripuletz. 

Beispiele dafür sind erweiterte Laboruntersuchungen, Magnetresonanztomografie (MRT) zur Darstellung von Weichteilgewebe, Elektroenzephalogramm (EEG) zur Messung der Gehirnaktivität und Elektromyografie (EMG) zur Untersuchung der elektrischen Aktivität im Muskel.
Fortschritt für Betroffene

„Für Menschen mit seltenen oder schweren Erkrankungen mit besonderem Verlauf ist die ASV insgesamt ein großer Sprung nach vorn“, sagt Professorin Dr. Susanne Petri, kommissarische Direktorin der Klinik für Neurologie und Leiterin der ASV für neuromuskuläre Erkrankungen. 

Dazu gehören beispielsweise:
Neuropathien,
Polyneuropathien,
Myopathien,
Amyotrophe Lateralsklerose,
neuromuskuläre Übertragungsstörungen. 

„Es kann vorkommen, dass in den Praxen eine tiefergehende Diagnostik schwierig ist. Da können wir Unterstützung bieten. Gleichzeitig können die Praxen von uns Forschungsergebnisse aus erster Hand bekommen“, erläutert Professorin Petri.

Besondere vertragliche Bedingungen

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung ist 2014 nach den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit den gastrointestinalen Tumoren und der Tuberkulose gestartet und wird seitdem ständig um weitere Krankheitsbilder ausgebaut. Die ASV gehört nicht zur regulären vertragsärztlichen Versorgung. Die für jedes Krankheitsbild definierten möglichen ärztlichen Leistungen werden extrabudgetär bezahlt. 

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Professorin Dr. Susanne Petri, 

petri.susanne@mh-hannover.de 

Professor Dr. Thomas Skripuletz,

skripuletz.thomas@mh-hannover.de

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