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Zöliakie-Test bei Typ 1 Diabetespatienten empfohlen/ Mikroalbumin Test

Medizin am Abend Fazit:   Zöliakie bei Typ 1 Diabetes schädigt Blutgefäße schneller

Menschen mit Diabetes und Zöliakie haben ein höheres Risiko für Retinopathien und Nephropathie, wie Auswertungen von Daten der DPV Initiative ergeben haben. Das Forscherteam um Prof. Reinhard W. Holl vom Kompetenznetz Diabetes mellitus hatte Krankheitsdaten von 56.514 Patienten aus 392 Diabeteszentren in Deutschland und Öster-reich analysiert. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe von Diabetes Care erschienen. 
 
Typ 1 Diabetes und Zöliakie treten häufig gemeinsam auf, da sie auf die gleichen Genvarianten zurückzuführen sind.

So wurde bei jedem zehnten der in der DPV Datenbank erfassten Typ 1 Diabetiker auch eine Zöliakie diagnostiziert. Nun bestätigen die neuen Ergebnisse des Kompetenznetzes Diabetes mellitus, dass Zöliakie darüber hinaus ein unabhängiger Risikofaktor für mikrovaskuläre Komplikationen (Schädigungen der kleinen Blutgefäße) an den Augen (Retinopathien) oder den Nieren (Nephropathie) bei einem Typ 1 Diabetes ist.

Bei einem Viertel der erfassten Diabetes-Patienten mit Zöliakie konnte mit 26 Jahren – und damit sieben Jahre früher als bei Diabetikern ohne Zöliakie – eine Retinopathie nachgewiesen werden.

Beim Mikroalbumin Test kündigte sich bei einem Viertel der Patienten mit beiden Krankheitsbildern bereits mit 32 Jahren eine beginnende Nierenerkrankung an, das heißt zehn Jahre eher als bei Patienten, die nur Typ 1 Diabetes hatten.
Vorherige Studien aus Großbritannien und Schweden hatten einen Zusammenhang von Zöliakie und gehäuft auftretenden Nephropathien beziehungsweise Retinopathien ebenso wie makrovaskuläre Beeinträchtigungen (Schädigungen der großen Blutgefäße) an anderen Kohorten aufgezeigt.

Zöliakie-Test bei Typ 1 Diabetespatienten empfohlen

In der Datenbank der DPV Initiative werden prospektive, anonymisierte Langzeitdaten von Diabetikern aus Deutsch-land und Österreich gesammelt. Die Patienten waren bei der letzten Nachuntersuchung älter als zehn Jahre und bei Diagnose des Typ 1 Diabetes jünger als 20 Jahre alt. „Unsere Ergebnisse untermauern aktuelle Empfehlungen, nach denen Personen mit Typ 1 Diabetes bei der Diagnosestellung und in regelmäßigen Intervallen auf Zöliakie untersucht werden sollten“, so Prof. Holl. „Außerdem sollten Patienten mit dieser Begleiterkrankung wegen des erhöhten Risikos für Schädigungen der kleinen und großen Blutgefäße dazu ermutigt werden, andere beeinflussbare Risikofaktoren wie den HbA1c-Wert, Bluthochdruck oder eine Fettstoffwechselstörung aktiv zu reduzieren.“

Nun steht noch ein Nachweis darüber aus, ob eine glutenfreie Ernährung, wie sie bei Zöliakie empfohlen wird, das Risiko für die beschriebenen Komplikationen bei Typ 1 Diabetes minimieren kann. Dieser Fragestellung sollten nach Meinung der Forscher aus Ulm und Homburg weitere prospektive Studien nachgehen.

Das Kompetenznetz Diabetes ist ein Forschungsnetzwerk, das seit 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Mit über sechzig Experten widmet es sich dem Ziel, mehr Klarheit über die Prävention, Behandlung und Entstehungsbedingungen von Diabetes mellitus zu gewinnen. Dadurch könnte zukünftig die Erkrankung verhindert, verzögert oder eine bessere Versorgung der Bevölkerung gewährleistet werden.


Originalpublikation:

Rohrer, T. R., Wolf, J., Liptay, S., Zimmer, K. P., Fröhlich-Reiterer, E., Scheuing, N., Marg, W., Stern, M., Kapellen, T. M., Hauffa, B. P., Wölfle, J., Holl, R. W., DPV Initiative and the German BMBF Competence Network Diabetes Mellitus. 2015. Microvascular Complications in Childhood-Onset Type 1 Diabetes and Celiac Disease: A Multicenter Longitudinal Analysis of 56,514 Patients From the German-Austrian DPV Database. Diabetes Care, 38(5):801-7. doi: 10.2337/dc14-0683. Epub 2015 Feb 17.


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http://www.kompetenznetz-diabetes-mellitus.net
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Bandscheibenvorfälle: Implantat - Barricaid - OP Verfahren -Verschlussmethode

Medizin am Abend Fazit:  Asklepios Westklinikum Rissen: Neue OP-Verschlussmethode bei Bandscheibenvorfalloperation

 

https://www.youtube.com/watch?v=p7mzHJDeDkQ

 

Mit dem Implantat wird der defekte Faserring der Bandscheibe verschlossen, so dass keine weitere Substanz des Gallertkerns austreten kann.

Mit dem Implantat wird der defekte Faserring der Bandscheibe verschlossen, so dass keine weitere Substanz des Gallertkerns austreten kann. Barricaid

Mit einem neuen Implantat lassen sich Bandscheibenvorfälle dauerhaft verhindern. Das ergab eine weltweite Studie, an der auch Spezialisten im Asklepios Westklinikum in Hamburg beteiligt sind. Das Prinzip: Der beschädigte Fasserring, der die Bandscheibe in Form hält, wird durch ein neues kleines Implantat verschlossen. Ein Wiederauftreten der Rückenbeschwerden kann auf diese Weise verhindert werden. Es bietet einen Ausweg aus einem bekannten Dilemma bei konventionellen Bandscheibenoperationen: gallertartige Kern der Bandscheibe in Teilen belassen, kann es zu einem neuen Bandscheibenvorfall kommen. Wird der Kern komplett entfernt, verschleißt der Knochen schneller. 
 
„Wir sind an einer internationalen Studie mit 550 Patienten beteiligt. Bislang gab es noch keinen einzigen Fall, bei dem ein erneuter Bandscheibenvorfall aufgetreten wäre oder eine weitere Operation erforderlich gewesen wäre“, sagt Dr. Hans-Peter Köhler, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie / Neurochirurgie im Asklepios Westklinikum Hamburg. „Das Problem bei Bandscheibenvorfällen sind Risse im Faserring, der den Gallertkern umschließt. Wenn der Fasserring beschädigt ist, kann immer wieder Bandscheibengewebe durch den Riss austreten und auf die Nervenwurzeln drücken. Mit dem neuen, Barricaid genannten Verfahren können wir diesen Einriss verschließen“, so Köhler weiter.

Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einer Operation die Bandscheibe des Patienten nicht entfernt werden muss und dadurch der weitere Verlauf nach der Operation, was Beweglichkeit und Schmerzen angeht, deutlich besser ist, als bei bisherigen Operationsmethoden. Tatsächlich bestätigen die bisherigen Ergebnisse aus dem klinischen Alltag diese Annahme: Es kommt zu keinem Absinken zwischen den Wirbeln. Die Patienten aus 21 Zentren in fünf Ländern sind nach der OP schmerzgelindert und benötigen keinen weiteren Eingriff. Zum Vergleich: Beim konventionellen Verfahren treten bei bis zu acht Prozent der Patienten erneut ein Bandscheibenvorfall / Rezidivvorfall auf. Ferner kommt es bei den meisten Patienten, bei denen die Bandscheibe entfernt wurde, zu chronischen Rückenschmerzen.

In Hamburg wird das Verfahren bislang nur in Rissen angewandt. Voraussetzung ist, dass noch mindestens fünf Millimeter an Bandscheibenhöhe erhalten sind. „Für die Patienten ergeben sich viele Vorteile“, so Dr. Köhler, der an der Studie großen Anteil hatte. „Wir vermeiden Folgeoperationen, die Patienten haben weniger Schmerzen und sie nehmen weniger Schmerzmittel ein.“ Das Implantat, das eine so große Wirkung für die rückenschmerzgeplagten Patienten hat, ist gerade mal einen halben Quadratzentimeter groß und aus Kunststoff. Mit einem Titananker wird es fixiert. Von den bis zu 3000 Bandscheibenpatienten in Hamburg profitieren am meisten diejenigen davon, bei denen ein besonders hohes Risiko besteht, dass es beim herkömmlichen Verfahren zu chronischen Schmerzen oder einem erneuten Bandscheibenvorfall kommen könnte.


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360° Klinischer Notfall: Leukämie - Weisses Blut - Therapie-Leitlinie - Verhinderung von akuter Lebensgefahr

Medizin am Abend Fazit:   Neue Dresdner Therapie-Leitlinie zur akuten Leukämie kann unmittelbare Lebensgefahr abwenden

 

Die weltweit führende medizinische Fachzeitschrift für Blutkrankheiten „Blood“ veröffentlicht in ihrer aktuellen Ausgabe eine Therapie-Leitlinie der Dresdner Leukämie-Experten Professor Gerhard Ehninger, Direktor der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus sowie Leiter des Universitäts KrebsCentrums, und Privatdozent Christoph Röllig, Facharzt für Hämatologie und internistische Onkologie. In ihrer Arbeit, die bereits online veröffentlicht wurde, bündeln Ehninger und Röllig Erkenntnisse aus der Literatur, eigenen Forschungen und jahrzehntelanger klinischer Erfahrung. 

Prof. Gerhard Ehninger
Prof. Gerhard Ehninger Foto: Universitätsklinikum Dresden
 
Dank des Artikels werden der weltweiten Leserschaft von „Blood“ präzise und umfassende Behandlungsanweisungen an die Hand gegeben. Durch die konsequente Umsetzung dieser Hinweise kann die akute Lebensgefahr vom Leukämiepatienten abgewendet und ein Zeitfenster für die langfristige Heilung der Erkrankung geöffnet werden.

Leukämie bedeutet „weißes Blut“, weil sich bei dieser Erkrankung die weißen Blutzellen stark vermehren können – wird ihre Zahl zu hoch, drohen lebensbedrohliche Komplikationen, die nur durch rasche und gezielte Maßnahmen abgewendet werden können.

Die als Hyperleukozytose bezeichnete gefährliche Blutkrebsvariante kann durch den schnellen Einsatz der richtigen Chemotherapie, durch Blutverdünnung mit Infusionen und durch eine spezielle Blutwäsche (Apherese) innerhalb von Stunden unter Kontrolle gebracht werden.

Mit der Publikation der Leitlinien würdigt das hochrenommierte amerikanische Fachblatt gleichzeitig die Leistungen und Expertise des Dresdner Klinikdirektors Prof. Gerhard Ehninger, dessen Forschungen auf dem Gebiet der Leukämien und Bluterkrankungen seit vielen Jahren international große Beachtung finden.

Die Medizinische Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums der TU Dresden gehört seit Mitte der 90er Jahre zu einem der weltweit führenden Zentren für die Behandlung von Krebserkrankungen und Leukämien sowie für Stammzelltransplantation.

Mehrere Spezialambulanzen und hochmoderne Therapiestationen und Laboratorien stehen Patienten für eine optimale Therapie zur Verfügung. Die Spezialisten arbeiten in enger Kooperation mit anderen Kliniken und niedergelassenen Ärzten, denen sie beratend zur Seite stehen.

PD Dr. Christoph Röllig PD Dr. Christoph Röllig Foto: Franziska Pilz


Publikation
Röllig C, Ehninger G.: How I treat hyperleukocytosis in acute myeloid leukemia.
Blood. 2015 Mar 16. pii: blood-2014-10-551507
DOI: http://dx.doi.org/10.1182/blood-2014-10-551507
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25778528


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Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Medizinische Klinik und Poliklinik I
PD Dr. med. Christoph Röllig
Oberarzt, Facharzt für Hämatologie und internistische Onkologie
Tel. (0351) 458-3775
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Konrad Kästner Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

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Holger Ostermeyer
Telefon: 0351 / 458-4162
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http://www.mk1dd.de

360° TOP-Thema: Umwelthormone im Babybeißring

Medizin am Abend Fazit:   Umwelthormone im Babybeißring

Zwei von zehn Beißringen aus Plastik, die zahnenden Babys zur Schmerzlinderung gegeben werden, setzten im Laborversuch Chemikalien mit einer hormonähnlichen Wirkung frei. Das berichten Forscherinnen und Forscher der Goethe-Universität in der aktuellen Ausgabe des „Journal of Applied Toxicology“. 
 
Zwei von zehn Beißringen aus Plastik, die zahnenden Babys zur Schmerzlinderung gegeben werden, setzten im Laborversuch Chemikalien mit einer hormonähnlichen Wirkung frei. Ein Produkt enthielt die normalerweise als Konservierungsstoff in Kosmetika verwendeten Parabene, das zweite sechs bisher nicht identifizierte Umwelthormone. Das berichten Forscherinnen und Forscher der Goethe-Universität in der aktuellen Ausgabe des „Journal of Applied Toxicology“.

„Die gute Nachricht ist, dass die meisten Beißringe, die wir untersucht haben, keine Umwelthormone enthalten. Auffällig ist aber der Nachweis von Parabenen in einem Produkt, weil diese Zusatzstoffe normalerweise nicht in Plastikspielzeugen verwendet werden“, sagt Dr. Martin Wagner von der Abteilung Aquatische Ökotoxikologie der Goethe-Universität.

Die nachgewiesenen Stoffe – Methyl-, Ethyl- und Propylparaben – können im Körper wie natürliches Östrogen wirken und hemmen zudem die Wirkung von Androgenen wie Testosteron. Die EU-Kommission hat Propylparaben unlängst als Konservierungsstoff in Hautcremes für wunde Babypopos verboten, weil sie durch die rissige Haut in den Körper gelangen könnten.

„Unsere Studie zeigt, dass Plastikspielzeug eine Quelle unerwünschter Substanzen sein kann. Hersteller, Aufsichtsbehörden und Wissenschaftler sollten die chemische Belastung durch Plastikspielzeug gründlicher untersuchen“, schließt Wagner aus der Studie. Die Zusatzstoffe seien nur von begrenztem Nutzen für die Qualität des Produktes, könnten aber ein Gesundheitsrisiko darstellen. Das gelte insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder, deren Entwicklung einer fein austarierten hormonellen Kontrolle unterliegt. Zudem ist bei gleicher Dosis die Wirkung von Umwelthormonen bei Babys aufgrund des vergleichsweise geringen Körpergewichtes entsprechend höher als bei Erwachsenen.

Publikation:
Elisabeth Berger, Theodoros Potouridis, Astrid Haeger, Wilhelm Püttmann und Martin Wagner: Effect-directed identification of endocrine disruptors in plastic baby teethers, in Journal of Applied Toxicology, 18.5.2015, DOI: 10.1002/jat.3159

Informationen: Dr. Martin Wagner, Abteilung Aquatische Ökotoxikologie, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-42149, wagner@bio.uni-frankfurt.de; Elisabeth Berger, Tel.: (060516) 1954-3117, elisabeth.berger@senckenberg.de

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 gegründet mit rein privaten Mitteln von freiheitlich orientierten Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern fühlt sie sich als Bürgeruniversität bis heute dem Motto "Wissenschaft für die Gesellschaft" in Forschung und Lehre verpflichtet. Viele der Frauen und Männer der ersten Stunde waren jüdische Stifter. In den letzten 100 Jahren hat die Goethe-Universität Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Chemie, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geisteswissenschaften.



 
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Die Präsidentin der Goethe-Universität
Redaktion: Dr. Anne Hardy, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60629 Frankfurt am Main, Tel: (069) 798-12498, Fax: (069) 798-761 12531, hardy@pvw.uni-frankfurt.
Internet: www.uni-frankfurt.de

Dr. Anke Sauter Goethe-Universität Frankfurt am Main

Charité Berlin: Gefäßneubildung nach Schlaganfall http://www.sfbtrr43.de/

Medizin am Abend Fazit:   Gefäßneubildung verbessert Erholung nach Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall verändert das Molekül Stat3 in Gefäßzellen das Milieu, das die Zellen umgibt, die sogenannte Matrix, und beeinflusst dadurch die Plastizität der noch intakten Nervenzellen. Dies zeigen Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin in einer aktuellen Studie, die in der Fachzeitschrift Circulation* veröffentlicht ist. 
 
Ein akuter Gefäßverschluss einer Hirnarterie führt zu einem Schlaganfall. 

Die Zellen in diesem Gebiet sterben. Kurze Zeit später führen der Sauerstoffmangel und eine Entzündungsreaktion in diesem Areal zur Bildung neuer Gefäße. Was jedoch ist der Grund für die Entstehung neuer Blutgefäße inmitten von abgestorbenen Nervenzellen? Forscher des Centrums für Schlaganfallforschung Berlin haben herausgefunden, dass der Transkriptionsfaktor Stat3 das Gefäßwachstum nach einem Schlaganfall stimuliert und überraschenderweise auch Einfluss auf das Milieu im geschädigten Gehirngewebe nimmt. Vermutlich wird die Plastizität der überlebenden Nervenzellen so gefördert und in der Folge die funktionelle Erholung verbessert.

„Wir vermuten, dass dem Raum zwischen den Zellen, dem sogenannten Extrazellulär-Raum, eine besondere Bedeutung zukommt. Dieser ist mit einer Matrix ausgefüllt, die sich nach einem Schlaganfall stark verändert“, erklärt Prof. Christoph Harms, Leiter der Arbeitsgruppe „Molekulare Schlaganfallforschung“ am Centrum für Schlaganfallforschung Berlin. „Ähnlich wie die Maschenweite eines Netzes kann diese Matrix die Bildung neuer Nervenzellkontakte erleichtern, also die Plastizität fördern oder auch erschweren. Das Signal für die Veränderung der Matrix scheint von den Gefäßen auszugehen.“ Langfristig hoffen die Wissenschaftler, die diese Studie im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs Trans Regio-43 durchführten, die Neubildung von Gefäßen durch die Nutzung von Botenstoffen gezielt zu stimulieren. Damit könnte sich ein Fenster für eine medikamentöse Unterstützung der Regeneration nach einem Schlaganfall öffnen.

*Christian J. Hoffmann, Ulrike Harms, Andre Rex, Frank Szulzewsky, Susanne A. Wolf, Ulrike Grittner, Gisela Lättig-Tünnemann, Michael Sendtner, Helmut Kettenmann, Ulrich Dirnagl, Matthias Endres, Christoph Harms. Vascular Stat3 Promotes Angiogenesis and Neuroplasticity Long-Term After Stroke. Circulation. March 2015. doi: 10.1161/CIRCULATIONAHA.114.013003.

Medizin am Abed DirektKontakt:

Prof. Christoph Harms
Centrum für Schlaganfallforschung Berlin
Charité – Universitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 560 631
christoph.harms@charite.de
Dr. Julia Biederlack Charité – Universitätsmedizin Berlin

Weitere Informationen für internationale Medizin am Abend Beteiligte:
http://www.schlaganfallcentrum.de/
http://www.sfbtrr43.de/

Teamarbeit - macht sie uns klinisch krank?

Medizin am Abend Fazit: Teamarbeit mit Tücken: 44 Prozent der deutschen Arbeitnehmer beklagen Ideen-Klau

 

 https://blog.metaberatung.de/wp-content/uploads/2015/05/metaBeratung-Infografik-Teamwork-471x1024.jpg

Teamarbeit steht in deutschen Unternehmen hoch im Kurs: Innovation und Kreativität werden dadurch gefördert - sind 92 Prozent der Arbeitnehmer überzeugt. Das Problem: Gut jeder zweite deutsche Arbeitnehmer ist gleichzeitig der Meinung, alleine und ungestört kreative Ideen besser entwickeln zu können. Zudem beklagen 44 Prozent, dass sich Kollegen fremde Ideen während der Teamarbeit zu eigen machen und anschließend beim Chef als ihren Vorschlag ausgeben. Das zeigt eine Studie des Experten für Persönlichkeitsverfahren und Personaldiagnostik Metaberatung. 1.003 deutsche Arbeitnehmer wurden dafür befragt.

"Die Ergebnisse zeigen sehr deutlich das Spannungsfeld, in dem sich Teamarbeit bewegt", sagt Dr. Rainer Neubauer, Experte für Personaldiagnostik und Geschäftsführer von Metaberatung. "Persönliche Interessen, wie der Wunsch nach Anerkennung durch den Chef, konkurrieren mit den übergeordneten Zielen des Teams. Angesichts immer komplexerer Aufgaben sind interdisziplinäre Projektteams heute aber eine Notwendigkeit. Entscheidend ist jedoch, dass nicht jede Persönlichkeit ein guter Teamplayer ist." 

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass 55 Prozent der deutschen Arbeitnehmer angeben, allein im Home Office kreativer zu sein. Zudem hat die Teamarbeit weitere Schattenseiten: 44 Prozent der Befragten haben bereits erlebt, dass Kollegen ihre Ideen geklaut und dafür genutzt haben, eigene Anerkennung zu gewinnen. Negative Erlebnisse dieser Art bremsen die Kreativität der Gruppe aus. Bleiben emotionale Konflikte unausgesprochen, belasten sie die Zusammenarbeit dauerhaft - Teams fahren sich fest, anstatt sich gegenseitig zu inspirieren. Jeder Vierte klinkt sich bereits aus Bequemlichkeit aus und folgt lieber den Vorschlägen anderer. 

Um diesen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken gelten gemeinsame Regeln, Vertrauen und offene Kommunikation als wichtige Grundlagen erfolgreicher Teamarbeit. Gemeinsame Events fördern die Zusammenarbeit. Doch nicht alle Arbeitnehmer fühlen sich durch Team-Events motiviert: Für 29 Prozent sind Veranstaltungen mit Arbeitskollegen eher eine Belastung.

"In der komplexen Arbeitswelt von morgen sind interdisziplinäre Projektgruppen auf dem Vormarsch. Der richtige Mix an fachlichen und sozialen Kompetenzen wird damit für die Unternehmen zum zentralen Erfolgsfaktor. Schon bei der Zusammenstellung von Teams sollten daher nicht nur die fachlichen, sondern auch die Persönlichkeitsmerkmale der Mitarbeiter in den Fokus rücken", sagt Dr. Neubauer von Metaberatung.

Erste Unternehmen gehen bereits dazu über, bei der Zusammenstellung von Teams - egal ob real oder virtuell im Netz - Persönlichkeitseigenschaften zu berücksichtigen. So lassen sich verschiedene Stärken mit Vielseitigkeit und Homogenität bei Werten und Interessen verwirklichen. Letztlich ist dann die Teamleitung viel besser in der Lage, Arbeitsgruppen erfolgreich zu führen. "Denn wie führt man ein Team zum Erfolg: Schritt für Schritt mit jedem Einzelnen", sagt Neubauer."




Über metaBeratung GmbH 

Höchste wissenschaftliche Ansprüche mit Fokus auf die Persönlichkeit von Führungskräften und Mitarbeitenden sind seit 2003 die wichtigsten Säulen unserer Service- und Beratungstätigkeit. Es gibt gute Gründe, sich für metaBeratung zu entscheiden: wir erhöhen den Handlungsspielraum unserer Kunden für Entscheidungen, Menschen bestmöglich einzusetzen - von der Auswahl bis zur Entwicklung.

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Fettleberentzündung - Fettverbrennung: Macht das eineStressreaktion?

Medizin am Abend Fazit:  Erhöhte Fettverbrennung ruft „Stress“ in der Leber hervor und kann Fettleberentzündung bewirken


Wissenschaftler aus Düsseldorf zeigen, dass übermäßige Fettverbrennung in der Leber eine Stressreaktion hervorruft, die den Zusammenhang zwischen Übergewicht, Insulinresistenz und Fettlebererkrankungen erklärt. Diese Erkenntnisse liefern neuartige Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung von Fettlebererkrankungen. 
 
Die Fettleber ist die häufigste krankhafte Leberveränderung in den westlichen Industrienationen. Zunehmend sind die Ursachen weniger ein übermäßiger Alkoholkonsum, sondern Übergewicht und Typ-2-Diabetes.

Diese nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen (NAFLD) stellen in den USA mittlerweile die häufigste Ursache von Leberzirrhose und Leberkrebs dar.

In dieser Studie wurde erstmals die Funktion der Mitochondrien, der sogenannten Kraftwerke der Zelle, in der Leber von Gesunden und Patienten direkt untersucht. Wissenschaftler des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ), das auch Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD e.V.) ist, haben in Kooperation mit Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Düsseldorf und des St. Martinus Krankenhauses nun entdeckt, dass stark übergewichtige Patienten mit NAFLD eine deutlich erhöhte Aktivität der Mitochondrien in der Leber aufweisen.

Mit dem weiteren Fortschreiten zur Fettleberentzündung (NASH) nehmen die Leistung der Mitochondrien dann ab und der oxidative Stress aber zu.

„In frühen Stadien des Übergewichtes verbrennt die Leber zuerst vermehrt überschüssiges Fett, wird dadurch aber überlastet und die Erkrankung kann fortschreiten. Diese Erkenntnisse werden neue Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung nicht-alkoholischer Fettlebererkrankungen bieten“, erläutert Prof. Roden, Direktor der Univ. Klinik für Endokrinologie und Diabetologie und Vorstand des DDZ. Die Ergebnisse wurden in dem angesehen Fachmagazin Cell Metabolism veröffentlicht.

Mitochondrien und nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD)

Mitochondrien regulieren die Verbrennung von Nahrungsstoffen in der Zelle und stellen so der Zelle Energie bereit. NAFLD umfasst nicht nur die Fettleber und NASH, bei der die Leber mehr als fünf Prozent Fett enthält, sondern auch nicht-alkoholische Leberzirrhose und Leberkrebs.

Aufgrund anfangs nur geringster Symptomatik wird NAFLD häufig nur zufällig oder erst spät entdeckt. Gewichtsreduktion hilft nur in den Anfangsstadien, für NASH ist jedoch bisher keine Therapie etabliert.

Originalveröffentlichung: Koliaki C, Szendroedi J, Kaul K, Jelenik T, Nowotny P, Jankowiak F, Herder C, Carstensen M, Krausch M, Knoefel WT, Schlensak M, Roden M: Adaptation of Hepatic Mitochondrial Function in Humans with Non-Alcoholic Fatty Liver Is Lost in Steatohepatitis; Cell Metabolism, Volume 21, Issue 5, 2015, Pages 739-746


Medizin am Abend DirektKontakt:

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Mangelernährung und Krebs

Medizin am Abend Fazit:   Therapiechancen für Krebs sinken bei Mangelernährung

Krebs ist eine erschütternde Diagnose. Pro Jahr sterben über 200.000 Menschen in Deutschland an einer Tumorerkrankung.  

Was nur wenige wissen: Mangelernährung ist ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für den Erfolg der Behandlung – gerade bei betagten Patienten. Das Immunsystem wird geschwächt, eine Chemotherapie schlechter vertragen und vielleicht sogar abgebrochen.  

Schätzungen zufolge sterben bis zu 25 Prozent der Tumorpatienten nicht an ihrer Krebserkrankung, sondern an den Folgen der körperlichen Auszehrung.  

PD Dr. Rainer Wirth, Chefarzt am St.-Marien-Hospital Borken, erklärt die Gründe – und zeigt auf, was Ärzte und Ernährungsberater dagegen tun können. 
 
Mangelernährung ist kein ungewöhnlicher Befund im Alter. Bedingt durch Schluckbeschwerden, verändertes Geschmacksempfinden und andere Faktoren wird der Speiseplan vieler betagter Menschen über die Jahre immer einseitiger. Kommt eine schwerwiegende Erkrankung wie Krebs hinzu, verschärft sich die Situation. „Es gibt einige Belege, dass sich die Funktion des Immunsystems durch Mangelernährung so verschlechtert, dass die Tumorbekämpfung relevant beeinflusst wird“, sagt Dr. Wirth, der die Arbeitsgruppe Ernährung und Stoffwechsel der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) leitet.

Das trifft auch auf Patienten zu, die sich stets gesund und ausgewogen ernährt haben. „Je nach Art des Tumors ist manchmal direkt die Nahrungsaufnahme beeinflusst, weil man zum Beispiel nicht mehr richtig schlucken kann oder Bauchschmerzen hat. Zusätzlich hemmen bestimmte Botenstoffe wie zum Beispiel Interleukine den Appetit.“ Letzteres oft schon lange, bevor der Krebs diagnostiziert wird. Ein ungewollter Gewichtsverlust gilt daher als Warnzeichen, sagt Wirth: „Wer zum Beispiel stets an Übergewicht gelitten hat und plötzlich abnimmt, der sollte unbedingt einen Arzt konsultieren.“

Eiweiß und Sport gegen Muskelabbau

Kommt eine Chemotherapie hinzu, verschärft sich die Situation. Übelkeit und Erbrechen sind nur einige potenzielle Nebeneffekte. Spätestens jetzt geht es auch an die Muskelmasse, da dem Körper neben Kalorien auch Eiweiße fehlen. Diese sind in den Muskeln gespeichert. Die Folge: ein allgemeines Schwächegefühl und erhöhtes Sturzrisiko.

Als Gegenmittel empfiehlt sich nicht nur eine eiweißreiche Kost, sondern auch ein begleitendes, mäßiges Sportprogramm. „Mit Sport wird man natürlich keine Metastasen los“, sagt Dr. Wirth, der auch Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin ist. „Aber Studien zeigen, dass Patienten, die ihre Muskulatur regelmäßig trainieren, weniger an Schwächeerscheinungen und dem allgemeinen Abbau durch eine Tumorerkrankung leiden. Bewegung ist immer noch der stärkste, aufbauende Stimulus für die Muskulatur.“

„Eine Multivitamintablette bringt da nichts“

Gelegentlich trickst der Körper den Beobachter jedoch aus: Trotz Krebs’ scheint das Gewicht des Patienten zu steigen.  

Grund ist vermehrte Wassereinlagerung ausgelöst durch den Eiweißmangel. Dies lässt sich nur durch eine ärztliche Untersuchung überprüfen, bei der die genaue Körperzusammensetzung in Bezug auf Wasser-, Fett- und Muskelanteil analysiert wird.

„Es ist außerdem sinnvoll, wenn der Patient über mehrere Tage ein Ernährungsprotokoll führt“, sagt Dr. Wirth. „Auf der Basis dieser Daten kann berechnet werden, welche Nährstoffe und Mengen der Patient überhaupt zu sich nimmt. Auf dieser Grundlage kann dann ein sinnvoller Ernährungsplan erstellt werden.“ Dabei geht es nicht darum, den Speisezettel komplett umzudrehen, sondern sinnvoll zu ergänzen. Hat zum Beispiel ein Patient keinen Appetit mehr auf Fleisch und Wurst, sollten pflanzliche Eiweiße wie Sojabohnen und Hülsenfrüchte in die Ernährung aufgenommen werden.

Wer wiederum zuvor Kalorien gezählt hat, muss ebenfalls seine Gewohnheiten überdenken. „Auch wenn es ungewohnt ist: Um genügend Kalorien zu konsumieren, sollte man unter Umständen seine Cholesterinphobie überwinden, nicht mehr das Fett vom Fleisch abschneiden und den Pudding nicht mit fettarmer Milch, sondern Sahne kochen“, sagt Wirth. „Eine Multivitamintablette bringt da nichts.“ Wer auch dann deutlich zu wenig Kalorien aufnimmt, muss einen Schritt weiter gehen. Das reicht von ergänzender, vollbilanzierter Trinknahrung (in der alle Nährstoffe enthalten sind) bis hin zu Sondenernährung und intravenöser Ernährung, falls der Patient besonders geschwächt ist.

Mehr Ernährungsberatung in Kliniken notwendig

Es gibt viele Möglichkeiten. Doch im Klinikalltag sieht die Situation oft ernüchternd aus: Die Zusammenarbeit von Klinik und Ernährungsberatung ist bisher noch ein vernachlässigter Punkt. „Da gibt es Einiges nachzubessern“, sagt Dr. Rainer Wirth. „Wir kämpfen seit vielen Jahren für die Etablierung von sogenannten Ernährungsteams in den Krankenhäusern.“

Er geht dabei mit gutem Beispiel voran: 2010 rief er am St.-Marien-Hospital Borken ein Ernährungsteam ins Leben. Neben ihm sorgen drei Diätassistentinnen und eine Ernährungswissenschaftlerin für die Umsetzung von Konzepten der klinischen Ernährungstherapie.  

So durchlaufen alle Patienten bei der Aufnahme ein Screening auf Mangelernährung.

Damit ist die Klinik noch eine Ausnahme:  

In Deutschland verfügen nur vier Prozent aller Krankenhäuser über ein Ernährungsteam.

Das liegt daran, dass zum einen das Thema nicht genügend wertgeschätzt wird, wie Wirth sagt. In anderen Ländern sieht das anders aus: In Großbritannien ist das Screening auf Mangelernährung eine Pflichtuntersuchung bei der Krankenhausaufnahme. „Die Briten haben erkannt, dass man dadurch den Krankheitsverlauf der Patienten verbessern und unterm Strich auch Kosten sparen kann.“


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Nina Meckel Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)



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Gesundheitskarte für Asylbewerber - Asylbewerberleistungsgesetzes


Medizin am Abend Fazit:  Gesundheitskarte für Asylbewerber

 

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/047/1804758.pdf 

 

Die Bundesregierung prüft derzeit gemeinsam mit den Ländern die flächendeckende Einführung einer Gesundheitskarte für Asylbewerber. Das schreibt sie in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke.

Darin weist sie zugleich den Vorwurf zurück, die jetzigen Regelungen zur Gesundheitsversorgung im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) seien unzureichend.

Eine Ausweitung der jüngsten Gesetzesänderungen auf den Bereich der Gesundheitsleistungen sei nicht notwendig, da die geltenden Reglungen bereits eine angemessene gesundheitliche Versorgung der Leistungsberechtigten erlaubten, heißt es in der Antwort.