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Medizinprodukte-Verordnung: Herzklappen, Hüftprothesen, Brustimplatate.....

Medizin am Abend Berlin Fazit:  AWMF und BMG arbeiten gemeinsam an Konzept: EU-Verordnung zur Bewertung von Medizinprodukten

Am 25. Mai ist die neue Medizinprodukte-Verordnung der EU in Kraft getreten. 

In drei Jahren muss die sogenannte Medical Device Regulation (MDR) verpflichtend umgesetzt werden. 

Strengere Vorschriften sollen mehr Sicherheit für die Patienten bringen. 

Für die Hersteller von Medizinprodukten bringt die Verordnung zahlreiche Veränderungen mit sich. 

Die AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) e. V. ist an dem „Nationalen Arbeitskreis zur Implementierung“ (NAKI) beteiligt, den das Bundesgesundheitsministerium (BMG) ins Leben gerufen hat, um ein Konzept für die Übergangszeit und für die Umsetzung der Verordnung zu erarbeiten. 
 
Aktuelles Ziel von AWMF und BMG ist unter anderem die Festlegung von Bewertungskriterien auch für „alte Medizinprodukte“.

Rund 500 Seiten umfasst die neue EU-Verordnung für Medizinprodukte:

Sie wird die aktuelle, bis Mai 2020 gültige Richtlinie ablösen.

Die Verordnung bringt umfassende Veränderungen für die Hersteller von Medizinprodukten mit sich: 

Ein neues Klassifizierungssystem, höhere Anforderungen bei der Erstellung von klinischen Daten und verschärfte Anforderungen bei der Zertifizierung von Produkten sind nur einige der neuen Regelungen. 

„Die EU-Kommission verspricht sich davon mehr Sicherheit für die Patienten.

Für die betroffenen Hersteller und die zuständigen Stellen ist die Umsetzung der neuen Verordnung eine große Herausforderung“, sagt Professor Dr. med. Ernst Klar, Direktor der Abteilung Allgemeine, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, Universitätsmedizin Rostock.

„Deshalb ist es wichtig, schon in der Übergangszeit Maßnahmen zu definieren, wie die neuen Regelungen umgesetzt werden können“, so Klar, Vorsitzender der AWMF-Sektion „Bewertung von Medizinprodukten“, die seit 2016 aktiv ist. Zusammen mit Vertretern der verschiedenen Fachgesellschaften erarbeitet sie Konzepte zur Umsetzung der neuen Verordnung.

Im Februar 2017 hat das BMG den „Nationalen Arbeitskreis zur Implementierung der MDR und IVDR1“ - kurz NAKI - gegründet. Die AWMF ist beim NAKI beteiligt, die Vertreter analysieren nun die Anforderungen der neuen Verordnung, klären die Übergangsregelungen und erarbeiten Lösungen zur Umsetzung.

Eine grundlegende Veränderung der EU-Verordnung ist das neue Konsultationsverfahren für Hochrisiko-Produkte wie Herzklappen, Hüftprothesen und Brustimplantate:

Zukünftig soll ein Expertengremium bei der Zertifizierung dieser Produkte miteinbezogen werden und die Hersteller bei der Planungs- und Entwicklungsphase unterstützen. 

Zusätzlich werden diese Experten bei besonderer klinischer Prüfung neuer Medizinprodukte („Scrutiny Process“) von den benannten Stellen (TÜV, DEKRA etc.) hinzugezogen.

Die Zusammensetzung der Gremien wird von der EU-Kommission bestimmt, das Ministerium hat auf die Wahl der Experten nur indirekten Einfluss. 

Deshalb schlägt das BMG zusätzlich ein Netzwerk nationaler Experten vor, die Behörden bei der Bewertung von Medizinprodukten beraten. Die Experten werden auch von der AWMF empfohlen und sind bereits an das BMG gemeldet.

  • Außerdem müssen Produkte, die bereits auf dem Markt sind, innerhalb der nächsten drei Jahre rezertifiziert werden. 

Derzeit ist die Infrastruktur bei den zuständigen Stellen unzureichend und die Datenlage für eine Rezertifizierung nicht eindeutig geklärt.

Wichtig wäre in diesem Zusammenhang die Einführung von Registern.

 „Um die systematische Überprüfung von Implantaten zu ermöglichen, sind Implantatregister notwendig“, so Professor Dr. med. Rolf Kreienberg, Präsident der AWMF.

„Die Beteiligung an diesen Registern müsste verpflichtend werden“, fordert er. 

Auch die Einrichtung unabhängiger sach- und fachkundiger Untersuchungsstellen für Implantate hält die AWMF-Sektion für wichtig.

Hierzu ist auch eine enge Vernetzung mit anderen Akteuren notwendig.

Die AWMF schlägt eine Registerstelle für ein „Deutsches Implantatregister“ vor und fordert, Daten des Instituts für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) zu integrieren sowie Synergien mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zu nutzen.

Diese übergreifenden Register müssten dann mit spezifischen Registern der medizinischen Fachgesellschaften vernetzt werden. „Die Implementierung der neuen EU-Verordnung ist komplex – eine gemeinsame Datenbasis und ein stetiger Informationsfluss ist eine wichtige Voraussetzung für eine reibungslose Umsetzung“, bilanziert Klar.

Link zur EU-Verordnung:
https://ec.europa.eu/growth/sectors/medical-devices/regulatory-framework_de

1IVDR: EU-Verordnung über In-vitro-Diagnostika

Die AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) e. V. bündelt die Interessen der medizinischen Wissenschaft und trägt sie verstärkt nach außen. Sie handelt dabei im Auftrag ihrer 177 medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Gegründet 1962 mit dem Ziel, gemeinsame Interessen stärker gegenüber dem Staat und der ärztlichen Selbstverwaltung zu positionieren, erarbeitet die AWMF seitdem Empfehlungen und Resolutionen und vertritt diese im wissenschaftlichen und politischen Raum. Die AWMF ist Ansprechpartner für gesundheitspolitische Entscheidungsträger, wie den Gemeinsamen Bundesausschuss, und koordiniert die Entwicklung und Aktualisierung medizinisch wissenschaftlicher Leitlinien in Deutschland. Jede gemeinnützige Fachgesellschaft in Deutschland kann Mitglied werden, sofern sie sich wissenschaftlichen Fragen der Medizin widmet. Die AWMF finanziert sich vorwiegend durch die Beiträge ihrer Mitgliedsgesellschaften und Spenden.

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CAVE: Hochansteckende virale Tierseuche: ASP - Afrikanische Schweinepest

Medizin am Abend Berlin Fazit: Hochansteckende Tierseuche: Bekämpfung und Prävention der Afrikanischen Schweinepest

Noch sind in Deutschland keine Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bekannt, aber diese gefährliche Tierseuche breitet sich in Europa immer mehr aus. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Impfempfehlung Grippe  

Einen Impfstoff dagegen gibt es derzeit noch nicht. 

  • Er wird nach Einschätzung von Experten auch in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung stehen. 

Aufgrund der aktuellen Bedrohungslage durch die Afrikanische Schweinepest, die sowohl Haus- als auch Wildschweine betrifft, wurde das Programm des 9. Leipziger Tierärztekongress im Schwerpunkt "Tierseuchen" umgestellt: 

  • Der Vortagsblock zu diesem Thema findet am 19. Januar 2018 von 8.30 bis 12.15 Uhr statt. 

 Prof. Dr. Uwe Truyen, Direktor des Instituts für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen der Universität Leipzig, ist Experte für das Thema "Afrikanische Schweinepest".
 Prof. Dr. Uwe Truyen, Direktor des Instituts für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen der Universität Leipzig, ist Experte für das Thema "Afrikanische Schweinepest". Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig
 
  • Die ASP ist eine hochansteckende, virale Tierseuche, die sich - von Osten kommend - langsam in Europa ausbreitet. 
  • Betrifft es in Polen und Tschechien ausschließlich Wildschweine, sind in der Ukraine, Weißrussland und dem Baltikum auch Hausschweinebestände betroffen. 

Die Verbreitung des Virus´, das für den Menschen ungefährlich ist, geschieht direkt durch den Kontakt infizierter Schweine aber auch indirekt durch Produkte, die aus infizierten Schweinen hergestellt wurden.

Durch die hohe Stabilität des Virus und der großen Infektionsmenge im Blut infizierter Tiere kann das Virus beispielsweise den Herstellungsvorgang von Rohwürsten überstehen und etwa in Salami lange infektiös bleiben. Wird ein solches Produkt beispielsweise in Form von unachtsam entsorgten Speiseabfällen an Schweine verfüttert oder von Wildschweinen aufgenommen, kann das Virus in neue Populationen verschleppt werden.

"Das Virus ist seit vielen Jahrzehnten bekannt und kommt in den Warzenschweinpopulationen in Südafrika vor. 

Dort wird es in einem Zyklus zwischen Warzenschweinen und den an ihnen saugenden Lederzecken übertragen.

Es kam in der Vergangenheit sporadisch zu Übertragungen auf Hausschweine und noch seltener zu einer Verbreitung des Virus in andere Regionen der Welt", sagt Prof. Dr. Uwe Truyen, der Leiter des Instituts für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen der Universität Leipzig.

Erhöhte Alarmbereitschaft

Die Infektion geht mit einer hohen Sterberate einher.

Die Tierseuche kann derzeit nur durch die die Tötung infizierter Bestände, die Einrichtung von Schutzzonen und die Verhängung drastischer Handelsbeschränkungen bekämpft werden. "Eine Einschleppung nach Deutschland würde den Export von Schweinen und Schweinefleisch in Drittländer massiv beeinträchtigen und große wirtschaftliche Einbußen verursachen", warnt Truyen. Daher müsse alles daran gesetzt werden, eine Einschleppung zu verhindern.

Da für die Schweinehaltung in den EU-Mitgliedsstaaten ein striktes Verfütterungsverbot von Speise- und Küchenabfällen besteht, sei eine direkte Einschleppung in Hausschweinbestände auf legalem Wege unwahrscheinlich. Das Friedrich-Loeffler-Institut schätzt aber in seiner aktuellen Bewertung das Risiko der Einschleppung durch die illegale Einfuhr und das Entsorgen von Speiseabfällen insbesondere entlang des Fernstraßennetzes als hoch ein.

Sollte die Tierseuche doch in Deutschland ausbrechen, muss das Virus so früh wie möglich nachgewiesen und der Erstausbruch mit aller Konsequenz bekämpft werden. Alle Ebenen der Veterinärverwaltung sind in erhöhter Alarmbereitschaft und haben Krisenpläne und Tilgungspläne ausgearbeitet. Während Ausbrüche in Hausschweinebeständen durch Bestandstötungen erfolgreich bekämpft werden können, sind die mit den Sperrmaßnahmen verbundenen Einschränkungen zeitlich überschaubar.

"Das ist bei Ausbrüchen bei Wildschweinen gänzlich anders, denn eine Tilgung erscheint - insbesondere vor dem Hintergrund der hohen Wildschweinepopulation - schwierig, sodass über einen sehr langen Zeitraum mit einer Einschränkung des Handels mit Schweinen und Schweinefleisch in der betroffenen Region gerechnet werden muss", erläutert Truyen.

Fachliches Know-how beim Tierärztekongress

Auf dem 9. Leipziger Tierärztekongress sprechen zwei hochkarätige Referenten zu dieser Tierseuche und erläutern die Maßnahmen, die in Deutschland dagegen getroffen worden sind: Prof. Dr. Thomas Mettenleiter, der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts, stellt den Verlauf der Ausbreitung dieser Seuche in Europa dar, gibt eine aktuelle Risikoeinschätzung der Einschleppung des Virus´ nach Deutschland ab und versucht eine Bewertung der Verbreitung dieses Virus´ in einem Land mit einer sehr hohen Wildschweindichte.

Prof. Dr. Hans-Joachim Bätza, der Leiter des Referates Tiergesundheit im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, spricht über die rechtlichen Grundlagen der Bekämpfung dieser gefährlichen Seuche und erklärt, welche Maßnahmen in den betroffenen Mitgliedsstaaten erfolgreich durchgeführt wurden.

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Lactobacillus begleitet uns von Geburt an - Milchsäure - Milchstäbchen - Enzym Lactase

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Lecker und gesund: Lactobacillus zur Mikrobe des Jahres 2018 gekürt

Die Mikrobe des Jahres verzehren wir täglich: 

als Sauerteigbrot mit Käse oder Salami, im Joghurt oder in Form von Sauerkraut, roter Bete, eingelegten Gurken oder Oliven. 

Lactobacillus begleitet uns von Geburt an und unterstützt unsere Verdauung, das Immunsystem und sogar unser Wohlbefinden. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink: Laboruntersuchtung  

Die von ihm hergestellte Milchsäure macht Lebensmittel haltbar und dient als Grundlage für abbaubare Folien und Verpackungen. 
 Lactobacillus verdanken wir vielfältige haltbare Lebensmittel. In der Lebensmittelindustrie werden heute gezielt bestimmte Lactobacillus-Stämme zur Fermentation eingesetzt.
Lactobacillus verdanken wir vielfältige haltbare Lebensmittel. In der Lebensmittelindustrie werden heute gezielt bestimmte Lactobacillus-Stämme zur Fermentation eingesetzt.
© Störiko
 
Lactobacillus - übersetzt „Milch-Stäbchen“ - ist Teil unserer Kulturgeschichte: 

  • Vor etwa 7000 Jahren begannen sesshaft gewordene Viehzüchter in Nordeuropa verstärkt Milch(produkte) zu verzehren. 
  • Die Bildung des eigentlich nur bei Säuglingen vorhandene Enzym Lactase für den Abbau von Milchzucker setzte sich daraufhin bei erwachsenen Mitteleuropäern durch - während etwa die meisten erwachsenen Asiaten bis heute Milchprodukte schlecht vertragen. 

Die Menschen entdeckten, dass sauer gewordene Milch nutzbar und lecker sein kann: in Form von Joghurt, Kefir oder Käse beispielsweise.

Dafür ist vor allem Lactobacillus verantwortlich – ebenso wie für Säuerungsvorgänge zur Herstellung von Sauerteigbrot, Sauerkraut oder anderen eingelegten Gemüsesorten.

Lactobacillus bildet aus den vorhandenen Kohlenhydraten Milchsäure. 

Dadurch sinkt der pH-Wert so stark, dass sich schädliche Bakterien nicht vermehren können: 

Lebensmittel werden haltbar. Etwa 5000 solcher Lactobacillus-fermentierter Lebensmittel sind weltweit bekannt.

Partner auf Lebenszeit
Lactobacillus begleitet uns von Geburt an:

Bei der Passage durch den mütterlichen Geburtskanal werden die Bakterien auf das Baby übertragen. Die Laktobazillen schützen das Neugeborene vor Krankheitserregern. Bei Kaiserschnitt-Geburten fehlt dieser Schutz, sodass sich schädliche Bakterien leichter im unreifen Säuglings-Darm ansiedeln können. Es gibt Hinweise, dass Laktobazillen die Wahrscheinlichkeit von Allergien und Autoimmunkrankheiten wie Diabetes und Morbus Crohn verringern. Teilweise werden daher heutzutage Kaiserschnitt-Babys direkt nach der Geburt mit Bakterien der Mutter eingerieben.

Helfer für Leib und Seele

Laktobazillen übernehmen viele weitere Aufgaben für unsere Gesundheit:

Dank bestimmter Enzyme machen sie für den Menschen unverdauliche Kohlenhydrate zugänglich – vor allem die Ballaststoffe aus Vollkorn und Gemüse, die im Dünndarm die erwünschten Darmbakterien stimulieren. 

Solche Ballaststoffe werden heutzutage als „Präbiotika“ manchen Lebensmitteln zugesetzt, beispielsweise in Form der langkettigen Zucker Inulin oder Oligo¬fructose.

  • Als „Probiotika“ werden hingegen Nahrungs- oder Heilmittel bezeichnet, die gezielt bestimmte Bakterienstämme enthalten. 

Ob natürlich oder zugesetzt: 

Laktobazillen sind wichtig für die Funktion der Darmschleimhaut, die Nährstoffe vom Darm ins Blut transportiert und auch unser Immunsystem unterstützt.

Ist es gestört, können Infekte und Autoimmunkrankheiten entstehen. 

Studien legen nahe, dass Laktobazillen sogar unser Wohlbefinden beeinflussen:

  • Bestimmte Lactobacillus-Stämme verringern in Mäusen ängstliches und depressives Verhalten - möglicherweise weil sie Botenstoffe produzieren, die bei der Nervenübertragung im Gehirn eine Rolle spielen.

Milchsäure für Bio-Plastik und Medizintechnik

Biotechnologisch werden Laktobazillen eingesetzt, um im industriellen Maßstab Milchsäure herzustellen – weltweit etwa 500.000 Tonnen pro Jahr. 

Als Lebensmittelzusatzstoff (E 270) erhöht Milchsäure die Haltbarkeit von Back- und Süßwaren sowie Limonaden. Auch Seifen, Cremes und Spülmittel enthalten die desinfizierend wirkende Milchsäure.

  • Durch Verknüpfung mehrerer Milchsäure-Moleküle entstehen Milchsäure-Ketten, die Polylactide. 

Daraus gewonnene Materialien sind stabil, aber biologisch abbaubar, sodass sie zu Bio-Folien und -Verpackungen verarbeitet werden. Medizintechniker verwenden Polylactide für Nahtmaterialien und Implantate, die sich nach einiger Zeit im Körper zersetzen. (Anja Störiko)


Lactobacillus reuteri (blau) verklumpt und inaktiviert den Magenkeim Helicobacter pylori (rot) – hier 11.000fach vergrößert.

Lactobacillus reuteri (blau) verklumpt und inaktiviert den Magenkeim Helicobacter pylori (rot) – hier 11.000fach vergrößert. © Organobalance

Über die Mikrobe des Jahres

Die Mikrobe des Jahres weist auf die bedeutsame Rolle der Mikroorganismen für die Ökologie, Gesundheit, Ernährung und Wirtschaft hin. Mikrobiologen der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) wählen sie im fünften Jahr aus, um auf die Vielfalt der mikrobiologischen Welt aufmerksam zu machen.

Die VAAM ist Gründungsmitglied im VBIO und vertritt über 3500 mikrobiologisch orientierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Forschung und Industrie. Die Bandbreite der Forschung reicht von Bakterien, Archaeen und Pilzen in allen Ökosystemen und in Lebensmitteln über Krankheitserreger bis hin zu Genomanalysen und industrieller Nutzung von Mikroorganismen, ihren Enzymen und Stoffwechselprodukten.

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Dr. Anja Störiko |Tel. 06192 23605 | info@mikrobe-des-jahres | www.mikrobe-des-jahres.de
Dr. Katrin Muth | Geschäftsstelle der VAAM: |Mörfelder Landstraße 125 | 60598 Frankfurt am Main | Tel: 069 66056720 | www.vaam.de
Dr. Kerstin Elbing | Geschäftsstelle Berlin des VBIO | Luisenstraße 58/59 | 10117 Berlin | Tel: 030 27891916 | www.vbio.de 

Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V.
 

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Hier erhalten Sie weiteres Bildmaterial zur Mikrobe des Jahres.

Angst- oder Aufmerksamkeitsstörungen - Kühle und emotionslose Persönlichkeitszüge

Medizin am Abend Berlin Fazit: Kalte und emotionslose Persönlichkeitszüge zeigen sich in der Gehirnstruktur von Jungen

Bei Jungen gehen kühle und emotionslose Persönlichkeitszüge mit strukturellen Veränderungen im Gehirn einher, nicht aber bei Mädchen. 

Dies zeigt ein europäisches Forscherteam unter der Leitung der Universität Basel und der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel in einer Studie zur Gehirnentwicklung bei 189 Jugendlichen. 

Die Fachzeitschrift «Neuro Image Clinical» hat die Resultate veröffentlicht.  
  • Kühle und emotionslose Persönlichkeitszüge können ein Risiko für eine beeinträchtigte Entwicklung der Empathie und der Gewissensentwicklung darstellen. 
  • Kinder und Jugendliche reagieren weniger auf emotionale Reize in ihrer Umwelt, sie bevorzugen häufig gefährliche Aktivitäten, in denen sie weniger Vorsicht oder Ängstlichkeit zeigen. 
Forschende und Ärzte haben solchen Persönlichkeitsmerkmalen in den letzten Jahren erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt, da diese in Zusammenhang mit der Entwicklung von Störungen des Sozialverhaltens gebracht werden.

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Förderung der Charite  

Bis heute haben sich Forschungsergebnisse vor allem auf klinische Stichproben beschränkt.  

Jugendliche mit einem psychiatrischen Störungsbild leiden allerdings häufig auch noch an weiteren Störungen, wie beispielsweise Angst- oder Aufmerksamkeitsstörungen.

Bislang war deshalb unklar, ob die Verbindungen zwischen Gehirnstruktur und Gehirnfunktion allein auf kühle, emotionslose Persönlichkeitszüge oder auf Begleiterkrankungen zurückzuführen sind.

Mithilfe von Magnetresonanztomografie konnten die Forschenden einen genaueren Einblick in die Hirnentwicklung von gesunden Jugendlichen nehmen. Dabei interessierte sie speziell, ob sich kühle und emotionslose Persönlichkeitszüge durch Veränderungen in der Hirnstruktur erkennen lassen. Insbesondere wollten die Wissenschaftler herausfinden, ob es dabei Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gibt.

Veränderte Gehirnstruktur nur bei Jungen

Die Ergebnisse zeigen, dass bei Jungen mit kühlen und emotionslosen Persönlichkeitsmerkmalen Veränderungen im vorderen Teil der Inselrinde – einer Gehirnstruktur, welche für Emotionsverarbeitung und Empathie verantwortlich ist – vorhanden sind. 

Für Mädchen konnte der Zusammenhang nicht nachgewiesen werden.

Interessant ist insbesondere, dass solche hirnstrukturellen Merkmale erkennbar waren, obwohl keine der Testpersonen Symptome einer klinischen Diagnose (z.B. Störung des Sozialverhaltens) erfüllte.

«Unsere Ergebnisse zeigen, dass Veränderungen im Gehirn als Resultat von kühlen und emotionslosen Persönlichkeitszügen auch bei gesunden Jungen erkennbar sind», erklärt Erstautorin Nora Maria Raschle von der Universität Basel und den Universitäre Psychiatrischen Kliniken Basel. «In einem nächsten Schritt wollen wir herausfinden, welcher Auslöser dazu führt, dass einige dieser Kinder und Jugendlichen später eine Psychopathologie entwickeln, während andere nie auffällig werden.»

Die Studie ist Teil des FemNat-CD-Projekts, einem europaweitem Forschungsprojekt, welches sich mit den Ursachen und der Therapie von regelverletzendem und aggressivem Verhalten bei Mädchen mit Störungen des Sozialverhaltens befasst.

Originalbeitrag

Nora Maria Raschle et al. Callous-unemotional traits and brain structure: Sex-specific effects in anterior insula of typically-developing youths
Neuro Image: Clinical (2018) | doi: 10.1016/j.nicl.2017.12.015

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Universitären Herzzentrum Berlin (UHZB): TAVI - Programm + High-End-Hybrid-OP

Medizin am Abend Berlin Fazit: Modernisierte Herzmedizin am Campus Virchow-Klinikum

Als weiteren Schritt zum Universitären Herzzentrum Berlin (UHZB) konzentriert die Charité – Universitätsmedizin Berlin ihre Herzmedizin am Campus Virchow-Klinikum.

Medizin am Abend Berlin ZusatzLink: Finanzen 

Mit den modernisierten Bereich und die frisch sanierten Operationssäle der Kardiochirurgie. 
Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1 in 13353 Berlin
Geländeadresse: Mittelallee 2

Das TEAM: https://tavi.charite.de/ueber_uns/team/

Prof. Dr. Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité
Prof. Dr. Volkmar Falk, Direktor der Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie
Prof. Dr. Ulf Landmesser, Direktor der Klinik für Kardiologie am Campus Benjamin Franklin
Prof. Dr. Burkert Pieske, Direktor der Klinik für Kardiologie am Campus Virchow-Klinikum
Prof. Dr. Karl Stangl, Leiter des TAVI-Programms und kommissarischer Direktor der Klinik für Kardiologie am Campus Charité Mitte 

Herzbericht: Herzklappen-Erkrankungen nehmen weiter zu

Herzklappen-Erkrankungen gewinnen durch ihre zunehmende Häufigkeit und steigende Sterblichkeits-Rate immer mehr an Bedeutung. Eine wichtige Mit-Ursache ist die höhere Lebenserwartung: In der Altersgruppe der Über-75jährigen ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten bei Erkrankungen der Herzklappen eine enorme Zunahme um 184,8 Prozent zu verzeichnen. Neben dem konventionellen chirurgischen Herzklappen-Ersatz unter Zuhilfenahme der Herz-Lungen-Maschine hat sich inzwischen mit der Katheter-gestützten Aortenklappen-Implantation (TAVI) eine vergleichsweise schonende, sichere und gut wirksame Behandlungsoption etabliert. 
 
In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Zahl von Krankenhausaufnahmen („stationäre Morbiditätsziffer“) wegen Herzklappenerkrankungen um 70,1 Prozent gestiegen – von 69 (1995) auf 117 (2016) pro 100.000 Einwohner Deutschlands. „Dabei ist in der Altersgruppe der Über-75jährigen eine enorme Zunahme um 184,8 Prozent zu verzeichnen. Diesem Anstieg steht ein Rückgang in den meisten anderen Altersgruppen gegenüber“, sagt Prof. Dr. Hugo Katus, Präsident der DGK anlässlich der Präsentation des Herzbericht 2017 in Berlin.
Eine Ursache dieser Steigerungsraten ist die insgesamt höhere Lebenserwartung.

„Entscheidend ist aber auch, dass es heute dank der interventionellen Kardiologie mit der Katheter-gestützten Aortenklappen-Implantation (TAVI) eine sichere und sehr gut wirksame Behandlungsoption auch für Patienten im fortgeschrittenen Alter gibt, für die es bis vor kurzer Zeit keine Implantationsmöglichkeit mit vertretbarem Risiko gab. Diese Patientengruppe ist allein aufgrund ihrer oft gravierenden Begleiterkrankungen besonders risikoreich.“

Steigende Sterbeziffer – Frauen 1,5mal häufiger betroffen als Männer

Das hat auch Auswirkungen auf die Sterblichkeitsrate. In absoluten Zahlen sind im Jahr 2015 in Deutschland 16.987 Patienten an Herzklappenerkrankungen verstorben, was im Bundesdurchschnitt einer Sterbeziffer von 18,9 pro 100.000 Einwohner entspricht – im Jahr 1990 betrug sie noch 10,5.
Dabei finden sich deutliche Geschlechterunterschiede. In allen Bundesländern liegt die Sterbeziffer der Frauen über jener der Männer, ihre Sterblichkeit ist im gesamten Zeitraum seit 1990 konstant etwa 1,5mal so hoch wie bei Männern. „Dieser Unterschied weist darauf hin, dass Patientinnen unabhängig von der regionalen Versorgungsqualität und vermutlich auch unabhängig von der Art der Therapie eine ungünstigere Prognose haben“, kommentiert Prof. Dr. Malte Kelm, verantwortlicher Autor des Klappenkapitels. „Möglicher Weise liegt das an einem ungünstigen Risikoprofil, zu dem aber bisher die notwendigen Daten fehlen.“

Rasante Entwicklung bei der schonenden Katheter-gestützten Aortenklappen-Implantation

In den vergangenen Jahren ist eine rasante Entwicklung bei den – im Vergleich zu herkömmlichen herzchirurgischen Eingriffen am offenen Herzen – sehr schonenden Katheter-gestützten TAVI zu beobachten, die zunehmend über die Leistenarterie durchgeführt werden. Die Datenbank des Instituts für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) zeigt für das Jahr 2016 in Deutschland insgesamt 17.097 TAVI-Eingriffe, was einen Anstieg von 9,6 Prozent gegenüber dem Jahr davor bedeutet.

„In den ersten Jahren seiner gut zehnjährigen Entwicklung war das TAVI-Verfahren alten Patienten über 75 Jahren mit hohem Risiko für eine konventionelle chirurgische Operation bzw. nicht operablen Patienten vorbehalten“, sagt Prof. Kelm.

„Neue Studien haben jedoch eine günstige Entwicklung für TAVI auch bei Patienten mit niedrigem Risiko ergeben, zumindest in der 2-Jahres-Nachbeobachtung. TAVI wird zunehmend auch bei jüngeren Patienten mit hohem bis mittlerem Risiko grundsätzlich als Therapie-Option angesehen.“

Katheter-Intervention auch an der Mitralklappe

  • Nach den Erfolgen von TAVI wird derzeit verstärkt versucht, auch andere Herzklappen mittels Herzkatheter zu reparieren oder zu ersetzen.
 „Für die erste Methode, die eine Katheter-Intervention an der Mitralklappe ermöglicht, liegen inzwischen positive Fünfjahres-Daten vor“, berichtet Prof. Katus.




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Penischirurgie - Penisprothesen - Schwellkörperimplantation

Medizin am Abend Berlin Fazit: Uniklinikum Würzburg für hohe Expertise bei Penisprothesen ausgezeichnet

Die Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Uniklinikums Würzburg wurde als „Center of Excellence for Penile Implants“ ausgezeichnet. 

  • Nur zwei weitere Kliniken in Deutschland können eine ähnlich hohe Expertise bei Schwellkörperimplantationen vorweisen. 
 
Bei seinem Besuch am Uniklinikum Würzburg (UKW) Anfang Dezember hatte der renommierte Mitbegründer der urologischen Prothetik, Prof. Steven K. Wilson aus Kalifornien/USA, das Exzellenz-Zertifikat „Center of Excellence for Penile Implants“ im Gepäck. Er überreichte es an Privatdozent Dr. Georgios Hatzichristodoulou und Prof. Dr. Hubert Kübler, den Oberarzt und den Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des UKW.

PD Dr. Georgios Hatzichristodoulou (links) und Prof. Dr. Hubert Kübler (rechts) vom Uniklinikum Würzburg freuen sich über das von Prof. Steven K. Wilson überreichte Exzellenz-Zertifikat.
 PD Dr. Georgios Hatzichristodoulou (links) und Prof. Dr. Hubert Kübler (rechts) vom Uniklinikum Würzburg freuen sich über das von Prof. Steven K. Wilson überreichte Exzellenz-Zertifikat.
Bild: Georgios Hatzichristodoulou / Uniklinikum Würzburg

  • Die Auszeichnung wird ausschließlich an Kliniken verliehen, die Implantationen von künstlichen Schwellkörpern (Penisprothesen) mit sehr hohen Qualitätsstandards durchführen – und dies in großer Zahl und mit besonders niedrigen Komplikationsraten. 
  • Zudem müssen die Kliniken auch wissenschaftliche Erfolge in diesem Bereich nachweisen. Neben der Würzburger Urologischen Universitätsklinik erfüllen in Deutschland aktuell lediglich zwei weitere Kliniken diese hohen Anforderungen.

Die erforderliche Expertise brachte PD Dr. Hatzichristodoulou bei seinem Dienstantritt am UKW Anfang 2017 mit nach Würzburg.

Der Urologe hat seit mehr als zehn Jahren einen klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkt in der Penischirurgie. 

Sein internationales Renommee in diesem Bereich verdeutlicht zum Beispiel der von ihm im Oktober vergangenen Jahres am Uniklinikum Würzburg veranstaltete „1. Interaktive Live-Workshop zur operativen Therapie der erektilen Dysfunktion und der Induratio penis plastica“, an dem nicht nur Mediziner aus Deutschland, sondern auch aus Schweden, Italien, Belgien und den USA teilnahmen.

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Kardiomyozyten: Herzschwäche - Herzmuskelschwäche bei Deinem Sportlerherz?

Medizin am Abend Berlin Fazit: Zellteilung verhindert Herzschwäche

Göttinger Herzforscher mit neuen Erkenntnissen zur Vorbeugung von Herzmuskelschwäche bedingt durch Bluthochdruck- und Herzklappenerkrankungen. Veröffentlichung im renommierten „Journal of Clinical Investigation“. 

Priv-Doz. Dr. Karl Toischer, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG und Erstautor der Studie.
 Priv-Doz. Dr. Karl Toischer, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG und Erstautor der Studie. hzg/lange 
  • Hypertrophie, die Verdickung des Herzmuskels durch Zellvergrößerung, ist bei Leistungssportlern als „Sportlerherz“ bekannt. 
  • Sie bezeichnet eine natürliche und umkehrbare Anpassungsreaktion des Herzens auf den dauerhaften und verstärkten Trainingsreiz. 
Davon zu unterscheiden ist eine krankhafte Herzwandverdickung als Folge einer anhaltenden Druckbelastung, die beispielsweise durch Bluthochdruck oder eine Herzklappenerkrankung, der Aortenstenose, ausgelöst wird. 

Dabei handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung, die zu einer Verschlechterung der Herzfunktion, zu Herzinsuffizienz und Herzversagen führen kann.

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachHinweis: Laborkontrolle N-T-pro BNP 
Verursacht wird die Herzschwäche unter anderem durch das Absterben von Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten).
 Da sich die Herzmuskelzellen im Erwachsenenalter nicht mehr teilen können und somit kein Ersatz der abgestorbenen Herzmuskelzellen möglich ist, führt der Verlust zu einer sinkenden Herzfunktion und zur Bildung von Narbengewerbe.


Echokardiographie der Maus: In den CyclinD2-transgenen Tieren zeigt sich im Vergleich zu den normalen Kontrolltieren bei Nachlasterhöhung eine deutliche Zunahme der Wanddicke.




Echokardiographie der Maus: In den CyclinD2-transgenen Tieren zeigt sich im Vergleich zu den normalen Kontrolltieren bei Nachlasterhöhung eine deutliche Zunahme der Wanddicke.
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Forschern der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der Indiana University School of Medicine, USA ist es nun gemeinsam gelungen, in einem Mausmodell die Zellteilung in erwachsenen Herzmuskelzellen erneut zu aktivieren. Diese Fähigkeit konnte bei einer Druckbelastung des Herzens einer Herzschwäche vorbeugen und die Überlebensrate deutlich verlängern. Die Kompensation der Belastung erfolgt durch eine Herzwandverdickung, die durch die Vermehrung der Herzmuskelzellen anstatt durch die Vergrößerung des Volumens der einzelnen Herzmuskelzellen hervorgerufen wird und eine Narbenbildung verhindert. „Interessanterweise konnte durch die Vermehrung der Zellzahl teilweise sogar bestehendes Narbengewebe wieder verringert werden. Dies stellt einen spannenden Ansatz für eine bereits bestehende Herzinsuffizienz dar“, sagt Priv-Doz. Dr. Karl Toischer, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG und Erstautor der Studie. In der Arbeit der Göttinger Wissenschaftler wurden molekulare Mechanismen, die für die Teilungsfähigkeit der Herzmuskelzelle erforderlich sind, eingehend analysiert und identifiziert. Die Untersuchung liefert neue Erkenntnisse zur Verhinderung der Entwicklung einer Herzinsuffizienz bei Bluthochdruck- und Herzklappenerkrankungen. Die Ergebnisse sind in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of Clinical Investigation“ veröffentlicht.

Originalveröffentlichung: Karl Toischer, Wuqiang Zhu, Mark Hünlich, Belal A. Mohamed, Sara Khadjeh, Sean P. Reuter, Katrin Schäfer, Deepak Ramanujam, Stefan Engelhardt, Loren J. Field, Gerd Hasenfuß: Cardiomyocyte proliferation prevents failure in pressure overloard but not volume overload. ISSN: 1558-8238, published October 30, 2017.

„Wir arbeiten jetzt an Therapieverfahren im Tiermodell, die die Herzmuskelzelle in die Lage versetzen, sich zu teilen. Da vermehrte Teilungsfähigkeit der Zellen grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für Tumorentwicklung beinhaltet, ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Teilungsfähigkeit der Herzmuskelzellen kontrollierbar ist", sagt Prof. Dr. Gerd Hasenfuß, Letztautor der Studie, Direktor der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG und Vorsitzender des Herzzentrums Göttingen.

FOLGESTUDIE FÜHRT ERGEBNISSE ZUSAMMEN
Schon in vorherigen Arbeiten konnten amerikanische Forscher zeigen, dass die zielgerichtete Bildung des Proteins Cyclin D2 ausreicht, um die Erzeugung von Herzzell-DNA in genetisch veränderten Mäusen nach einem Herzinfarkt zu aktivieren.

Die daraus resultierende Zellteilungsaktivität der Herzzellen war dabei schon ausreichend, um die Konstitution und Funktion des Herzens bei erwachsenen Mäusen nach einem Herzinfarkt zu verbessern. Unklar blieb aber, ob dieser Therapieansatz auch für andere Arten der Herzinsuffizienz möglich ist. Bei Herzklappenerkrankungen kommt es entweder zu einer Druckbelastung, wenn das Herz gegen die verengte Klappe arbeiten muss (Aortenstenose), oder zu einer Volumenbelastung, wenn bei einer undichten Klappe zu viel Blut ins Herz zurückfließt (Aorteninsuffizienz).

In einer vorangegangenen Göttinger Studie konnte gezeigt werden, dass die Mausmodelle ein erhöhtes Blutvolumen im Herzen besser kompensieren konnten als eine erhöhte Druckbelastung.

Die nun veröffentlichte Studie wurde durchgeführt, um festzustellen, ob die Aktivierung der Herzzellteilung durch das Protein Cyclin D2 in Mausmodellen bei erhöhter Volumen- und Druckbelastung ähnliche Resultate erzielt.

Die Daten zeigen, dass das Niveau der Kardiomyozyten-Zellteilungsaktivität im Mausmodell bei intensiviertem Druck steigt, was wiederum zu einer erhöhten Kardiomyozytenzahl und einer erhöhten Wanddicke trotz abgeschwächter Zellvergrößerung führt.

Dies wiederum verhindert Herzversagen und verbessert das Überleben der Mäuse. Im Gegensatz dazu erhöhte sich bei gesteigerter Volumenbelastung weder das Niveau der Herzzellerneuerung, noch verbesserte sich die Prognose der Testmäuse.

„Die Ergebnisse dieser Studie machen Hoffnung, dass uns in absehbarer Zeit ein neues, wirkungsvolles Verfahren für die Behandlung der Herzschwäche durch Hypertrophie zur Verfügung steht. Wir verfolgen dieses Projekt mit Hochdruck und wollen es schnellstmöglich in die klinische Anwendung bringen“, sagt Prof. Gerd Hasenfuß.

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CAVE: CF- Cystische Fibrose, Mukoviszidose Diabetes

Medizin am Abend Berlin Fazit: Bei frühem Mukoviszidose-Diabetes reichen Tabletten

Rund die Hälfte aller Mukoviszidose-Betroffenen erkrankt im Lauf ihres Lebens an einem sogenannten CF-Diabetes. 

Die Therapie der Wahl ist dann häufig das Spritzen von Insulin. 

Eine groß angelegte Langzeitstudie konnte zeigen, dass bei einem frühen CF-Diabetes Repaglinid-Tabletten genauso wirksam sind wie das Spritzen von Insulin. 

Der Mukoviszidose e.V. hatte die Studie mit 600.000 Euro unterstützt. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Spen­den­recht­li­che Be­ur­tei­lung von „Crowd­fun­ding“ (§ 10b EStG) 

Die Mukoviszidose Institut gGmbH, eine hundertprozentige Tochter des Vereins, hatte als Sponsor die Verantwortung für die klinische Prüfung übernommen. Die Ergebnisse der Studie sind kürzlich im renommierten Fachjournal „Lancet Journal of Diabetes and Endocrinology“ veröffentlicht worden.

 
„Ziel der Studie zum Mukoviszidose-Diabetes war es, die Therapielast der Patienten erheblich zu reduzieren“, sagt Dr. Miriam Schlangen, Mitglied der Geschäftsführung des Mukoviszidose e.V. und Leiterin der Mukoviszidose Institut gGmbH. Denn Betroffene müssen zahlreiche Tabletten nehmen, regelmäßig inhalieren und Physiotherapie machen und auch auf einen gesunden Ernährungsstatus achten.

Besonders in der Pubertät ist es für viele Patienten schwierig, dieses hohe Pensum durchzuhalten. 
„Aber gerade in dieser Zeit erkranken viele Betroffene zusätzlich an Diabetes“, sagt Schlangen.

Denn der zähe Schleim, der bei Mukoviszidose in den Körperzellen entsteht, schädigt auch die Bauchspeicheldrüse.

Insgesamt erkrankt jeder zweite Mukoviszidose-Patient an dem sogenannten CF-Diabetes (CF = Cystische Fibrose, Mukoviszidose).

Bei Mukoviszidose ist allerdings eine Diät, wie sie Patienten mit Diabetes Typ 2 empfohlen wird, nicht sinnvoll. 
Denn Mukoviszidose-Betroffen haben einen besonders hohen Kalorienbedarf. Daher ist für sie das Spritzen von Insulin die Therapie der Wahl.
Medizin am Abend Berlin ZusatzFachHinweis: Labor Pankreasinsuffizienz 

Langzeitstudie untersuchte Therapie des CF-Diabetes

Statt mehrfach täglich Insulin zu spritzen, reicht beim frühen CF-Diabetes aber auch eine Therapie in Tablettenform (Repaglinid). Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie zum CF-Diabetes, die von 2001 bis 2011 an 49 Mukoviszidose-Zentren in Österreich, Frankreich, Italien und Deutschland durchgeführt worden war. In der randomisierten, kontrollierten klinischen Studie wurden zunächst 1.000 Mukoviszidose-Patienten im Alter ab zehn Jahren auf einen CF-Diabetes gescreent. Wurde ein Diabetes erkannt, wurde der Patient zufällig einer Behandlungsgruppe zugewiesen: Entweder musste er mehrfach täglich Insulin spritzen oder Repaglinid in Tablettenform nehmen.

Von 1.000 gescreenten Patienten willigten letztlich 75 Patienten mit frühem Mukoviszidose-Diabetes ein, an der Studie teilzunehmen. 34 Patienten erhielten Repaglinid als Therapie, 41 spritzten Insulin. Die Patienten wurden zwei Jahre lang überwacht: Weder nach einem noch nach zwei Jahren Behandlung in der entsprechenden Gruppe konnte ein signifikanter Unterschied im Blutzuckerspiegel (HbA1c-Wert) gemessen werden. Ebenso war die Anzahl der Nebenwirkungen in beiden Gruppen etwa gleich. Und auch bei der Lungenfunktion und beim Ernährungsstatus zeigten sich keine Unterschiede. „Dank der Unterstützung des Mukoviszidose e.V., vieler CF-Ambulanzen und der teilnehmenden Patienten konnten wir zeigen, dass ohne Verlust an Sicherheit oder Wirksamkeit eine Behandlung des CF-Diabetes mit Tabletten für mehrere Jahre ein gangbarer Weg ist. Für Menschen mit Mukoviszidose und zusätzlich noch CF-Diabetes können wir die Therapielast verantwortlich senken", sagt Professor Manfred Ballmann, der Leiter der CF-Diabetes-Studie.

Finanzierung

Die Studie wurde vom Mukoviszidose e.V. mit 600.000 Euro unterstützt. An der Finanzierung beteiligt waren außerdem internationale Mukoviszidose-Organisationen wie Vaincre la Mucoviscidose (Frankreich) oder ABCF Association (Frankreich) sowie Gesundheitsunternehmen wie Novo Nordisk.

Hintergrund-Informationen

Über Mukoviszidose
In Deutschland sind bis zu 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose betroffen. 
  • Durch eine Störung des Salz- und Wasserhaushalts im Körper bildet sich bei Mukoviszidose-Betroffenen ein zähflüssiges Sekret, das Organe wie die Lunge und die Bauchspeicheldrüse irreparabel schädigt. 
Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 150 bis 200 Kinder mit der seltenen Krankheit geboren.

Über den Mukoviszidose e.V.
Der Mukoviszidose e.V. vernetzt die Patienten, ihre Angehörigen, Ärzte, Therapeuten und Forscher. Er bündelt unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen sowie Perspektiven mit dem Ziel, jedem Betroffenen ein möglichst selbstbestimmtes Leben mit Mukoviszidose ermöglichen zu können. Damit die gemeinsamen Aufgaben und Ziele erreicht werden, ist der gemeinnützige Verein auf die Unterstützung engagierter Spender und Förderer angewiesen. Die Mukoviszidose Institut gGmbH ist eine hundertprozentige Tochter des Mukoviszidose e.V.

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Mukoviszidose e.V.
Juliane Tiedt Mukoviszidose Institut – gemeinnützige Gesellschaft für Forschung und Therapieentwicklung mbH
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Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.thelancet.com/journals/landia/article/PIIS2213-8587(17)30400-X/fullte...

Abstract des Artikels im „Lancet Journal of Diabetes and Endocrinology“

Patienten-Masterplan Pflege - Krankenpflege - Altenpflege - Ärzte

Medizin am Abend Berlin Fazit: GroKo und Pflege: nichts Halbes und nichts Ganzes!

Weidner: „Die Menschen wollen eine Reform des Pflegesystems“ 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Medizinische Altersfeststellung als Regelfall 
 
Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung in Köln (DIP) begrüßt vom Grundsatz her die Fortschritte zur Regierungsbildung in Berlin und macht zugleich auf den enormen Handlungsdruck in der Pflege aufmerksam. 

„Die Aussagen im Sondierungspapier zu Personaluntergrenzen und -bemessung in Krankenhäusern und in Pflegeeinrichtungen, zur Vergütungsentwicklung sowie zur Stärkung der Angehörigenpflege gehen schon in die richtige Richtung“, sagte Professor Frank Weidner, Leiter des DIP.

Der Pflegeforscher weist aber auch darauf hin, dass es zur ursächlichen Behebung der Pflegemisere in Deutschland deutlich mehr Mut und Inspiration braucht.
„Was noch fehlt, ist ein wirksames und nennenswertes Stellenförderprogramm im gesamten Pflegebereich, Impulse für eine zukunftsorientierte, wohnortnahe Versorgung sowie ein spürbarer Investitionsschub in Arbeit, Bildung, Forschung und Innovation der Pflege. 

Bislang sind das bestenfalls Reparaturvorschläge, die Menschen wollen aber eine grundlegende Reform des Pflegesystems“, so Weidner. Das DIP fordert SPD, CDU und CSU auf, in Koalitionsverhandlungen entsprechend nachzulegen.


Insbesondere die Tatsache, dass es im Sondierungspapier keine Konkretisierungen für einen Stellenausbau der Pflege im Krankenhaus gebe, wird von Weidner scharf kritisiert. 
  • Im Vergleich zu 1995 fehlen in den Krankenhäusern heute rund 25.000 Stellen für die Pflege, es gibt aber fast 60.000 Stellen für die Ärzte mehr. 
Heute werden fast 4 Mio. Patienten jährlich mehr behandelt als noch 1995. 
  • Eine Pflegefachperson muss sich heute um 60 Patienten im Jahr kümmern, 1995 waren es noch 45. 
Damals arbeiteten statistisch gesehen 3,5 Pflegefachkräfte mit einem Arzt zusammen, heute sind es nur noch zwei Pflegende pro Arzt. „Die Arbeitslast für jede einzelne Pflegefachkraft hat sich alleine dadurch verdoppelt, was auch negative Auswirkungen auf die Patientenversorgung hat. 

Die Pflege hat in den letzten 20 Jahren aufgrund des ökonomischen Drucks im Krankenhaus ganz wesentlich und mehr als alle anderen Berufsgruppen geblutet“, erläuterte Weidner.


Das DIP kritisiert, dass im Sondierungspapier kein deutliches Umsteuern für die Pflege im Krankenhaus erkennbar wird.

Die Planungen von CDU, SPD und CSU, Personaluntergrenzen in den Krankenhäusern auf allen bettenführenden Stationen einführen zu wollen, sind nach Ansicht des Instituts zwar richtig, aber „das werden halt Grenzen nach unten sein, die bestenfalls verhindern, dass die Relationen noch schlechter werden“, sagte Weidner.


In der stationären Langzeitpflege sind von der GroKo 8.000 zusätzliche Fachkraftstellen geplant.

Dies wird nach mehreren Runden der Stellenförderung von ungelernten Betreuungskräften in den vergangenen Jahren vom DIP als ein Fortschritt angesehen.

Bei rund 13.500 stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland sind das aber gerade einmal 0,6 Stellen pro Einrichtung. 

Das sei angesichts des enormen Drucks in den Altenheimen „nichts Halbes und nichts Ganzes“, meinte Weidner.

Die Position der Sondierer für die Einführung eines Flächentarifvertrags in der Altenpflege hält das DIP für überfällig und empfiehlt den Tarifpartnern einen solchen Vertrag zeitnah in allen Bundesländern anzugehen und umzusetzen.


Die Forscher des DIP hatten Ende 2017 für einen Masterplan Pflege in Deutschland argumentiert und die zeitnahe Einrichtung eines Runden Tisches aller Beteiligten angeregt, 100.000 neuen Stellen in der Pflege und deutlich höhere Vergütungen gefordert sowie ein Innovationsprogramm für die Zukunft der Pflege angemahnt.

Die Kosten für den Masterplan Pflege belaufen sich nach Schätzungen des DIP mittelfristig auf zusätzlich rund 12 Mrd. Euro jährlich.

Das Institut plädiert auch für eine stärkere Gesamtschau in der Pflege und eine Abkehr von der berufsbezogenen Betrachtung auf Krankenpflege hier und Altenpflege dort. 

„In der letzten Legislatur haben die Regierungsparteien das Pflegeberufereformgesetz verabschiedet und damit einer allgemeinen Pflegeausbildung endlich die Tür geöffnet. Es ist nun dringend geboten, diesem Reformschritt weitere folgen zu lassen“, empfiehlt Weidner.


Das gemeinnützige und unabhängige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) hat seinen Sitz in Köln an der KatHO NRW.

Seit der Gründung im Jahr 2000 hat das Institut mehr als einhundertzwanzig innovative Projekte im Bereich der Pflege-, Pflegebildungs- und Versorgungsforschung durchgeführt und zahlreiche Studien zur Situation der Pflege in Deutschland veröffentlicht.


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TV-Hinweis für heute abend: 45 Min: Das große Geschäft mit dem Schnupfen - Helfen Medikamente wirklich?

Medizin am Abend Berlin Fazit:
 
Sie sind hoffentlich gesund! Vielleicht ärgern Sie sich aber auch gerade mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit herum? Diverse rezeptfreie Erkältungsmittel versprechen Abhilfe. Wir kaufen sie sehr bereitwillig und verschaffen der Pharmaindustrie und den Apotheken damit ein gigantisches Geschäft: Rund 1,1 Milliarden Euro Umsatz haben sie 2016 allein mit dem Verkauf von Erkältungs- und Hustenmitteln gemacht.

Wirken diese Präparate aber auch tatsächlich gegen Schnupfen und Husten? Wie gut ist die Beratung in Praxen und Apotheken? Wie werden Medikamente überprüft: Ist alles, was zugelassen ist, automatisch wirksam? Welche Alternativen gibt es? Antworten geben unabhängige Experten aus Medizin und Forschung. Außerdem untersucht die Autorin, welche Rolle der viel beschworene Placebo-Effekt, also der bloße Glaube an die Wirkung von Arzneien, beim Gesundwerden spielt.

Heute um 22 Uhr zeigt das NDR Fernsehen die Dokumentation "45 Min: Das große Geschäft mit dem Schnupfen - Helfen Medikamente wirklich?". Den Film können Sie auch jetzt schon in der Mediathek sehen.


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