Qualitätszirkel Nieren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Cardiovascular Prevention Center @Charité

Herzinsuffizienz

Universitätzmedizin Rostock

Universitätsmedizin Greiswald

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

jkb

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

CIRS Bayern

Gender Medizin

idw

Posts mit dem Label Schlafmediziner werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schlafmediziner werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Prof. Dr. Ulf Kallweit: Wacherkrankungen: Narkolepsie- und Hapersomnolenz - Keinen normalen Schlaf-Wach-Rhythmus und übermäßige Schläfrigkeit (Neurologie)

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Was tun bei ständiger Schläfrigkeit? Universität Witten/Herdecke verstärkt Forschung zu Schlaf- und Wacherkrankungen

Prof. Dr. Ulf Kallweit wurde auf die Stiftungsprofessur für Narkolepsie- und Hypersomnolenzforschung an der UW/H berufen – die einzige Professur in Deutschland, die sich mit diesen Themen beschäftigt.

Warum schlafen wir? 

Dieses Rätsel ist trotz intensiver wissenschaftlicher Forschung noch immer nicht abschließend geklärt und ein faszinierender Teil der Schlafforschung. Daran schließt sich die Frage an, warum manche Menschen keinen normalen Schlaf-Wach-Rhythmus entwickeln können oder unter übermäßiger Schläfrigkeit am Tag leiden. Mit diesen Themen beschäftigt sich der Neurologe und Schlafmediziner Prof. Dr. Ulf Kallweit. Um die Lehre und Forschung zu Schlaf- und Wacherkrankungen an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) auszubauen, wurde er auf die Stiftungsprofessur für Narkolepsie- und Hypersomnolenzforschung berufen – die einzige Professur in Deutschland, die sich mit diesem Themenkomplex beschäftigt.

Hypersomnolenzen und – als besondere Erkrankung – Narkolepsie sind neurologische Erkrankungen, die sich durch extreme Schläfrigkeit äußern. 

  • Im Unterschied zu einer „normalen“ Müdigkeit können Betroffene sich nicht dagegen wehren, einzuschlafen, selbst wenn sie wollten. 
  • Sie brauchen nachts mehr Schlaf und/oder haben auch tagsüber ein ständiges Schlafbedürfnis. 

Sowohl Narkolepsie als auch andere Hypersomnolenz-Erkrankungen gehören zu den Wacherkrankungen, mit denen Prof. Kallweit sich auseinandersetzt: 

Es geht darum, die Krankheiten selbst, die Regulation von Schlaf und Wachsein und die Mechanismen, die dahinterstecken, besser zu verstehen. 

Zudem betrachtet Prof. Kallweit Schläfrigkeit im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie Parkinson oder einem Schlaganfall.

Wacherkrankungen – ein kaum beachtetest Thema in der Neurologie

„In der Neurologie findet die Schlafforschung bislang wenig statt, wenngleich der Bedarf bei den Patienten da ist“, erklärt der Neurologe. 

So gehörten Narkolepsie und Idiopathische Hypersomnie zwar zu den seltenen Erkrankungen – das Thema Tagesschläfrigkeit/erhöhtes Schlafbedürfnis betreffe jedoch rund 5 bis 10 Prozent der Allgemeinbevölkerung. „Neben der Grundlagenforschung beschäftigen wir uns daher auch mit der klinischen Forschung, die in der Therapie angewendet werden kann“, so Prof. Kallweit. Aktuell läuft zum Beispiel eine Studie, die den Einfluss einer Ernährungsumstellung auf Narkolepsie untersucht: 

Die Forscher:innen konnten zeigen, dass eine Keto-Diät mit wenig Kohlenhydraten, viel Fett und etwas mehr Eiweiß als gewöhnlich die Symptome der Narkolepsie lindert. 

Nun gehe es darum, die genauen Stoffwechsel-Mechanismen dahinter zu verstehen und daraus konkrete Empfehlungen für Patient:innen abzuleiten.
In internationalen Studienkonsortien, zum Beispiel mit der Stanford Universität oder der Universität Bern, wird zudem untersucht, welche familiären bzw. genetischen Einflüsse es auf die Erkrankung gibt. Auch geht es darum, neue Biomarker für die einzelnen Erkrankungen zu identifizieren.

Studierende für die Schlafforschung sensibilisieren

Nach Stationen in Bern und Zürich und dem Aufbau verschiedener Schlaflabore wird Prof. Kallweit seine Forschung nun an der Universität Witten/Herdecke weiter verfolgen und die Studierenden der Humanmedizin und der Psychologie für das Thema sensibilisieren. 

„Ich habe in bisherigen Kursen immer erlebt, dass Schlaf- und Wachthemen sehr interessant sind für die Studierenden und sie diese total gerne annehmen“, sagt er. 

„Dann kommen sie in den Beruf und das Thema ist nicht mehr präsent, weil es in unserer Struktur des Gesundheitssystems nur ein Teil einzelner Fachdisziplinen ist und dort dann keine bedeutende oder akute Rolle spielt. 

Daher ist es mein Ziel, gute Grundlagen für den Berufseinstieg zu schaffen und den einen oder anderen vielleicht auch dafür zu begeistern, in diesem Bereich zu bleiben und das Thema weiter zu verfolgen.“

Gefördert wird die Professur durch die Marga und Walter Boll-Stiftung, die Imhoff Stiftung und die European Sleep Foundation. 

Prof. Dr. Ulf Kallweit wurde auf die Stiftungsprofessur für Narkolepsie- und Hypersomnolenzforschung berufen.

 Prof. Dr. Ulf Kallweit wurde auf die Stiftungsprofessur für Narkolepsie- und Hypersomnolenzforschung berufen. (Foto: privat)


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt







 

 


Über Google: Medizin am Abend Berlin  
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Svenja Kloos Universität Witten/Herdecke

Alfred-Herrhausen-Str. 50
58448 Witten
Deutschland
Nordrhein-Westfalen

E-Mail-Adresse: public@uni-wh.de

Martina Kiphardt
Telefon: 02302 926-934
E-Mail-Adresse: martina.kiphardt@uni-wh.de

Svenja Kloos
Telefon: 02302 926 9043
E-Mail-Adresse: svenja.kloos@uni-wh.de



Atemaussetzer - Schlafapnoe besonders bei Schwangeren

Medizin am Abend Berlin Fazit: Atemaussetzer im Schlaf führen zu schwerwiegenden Erkrankungen

Schlafmediziner stellen aktualisierte Leitlinie dazu auf ihrem Jahreskongress vor.

Wer unter Atemaussetzern im Schlaf leidet, ist sowohl gesundheitsgefährdet, als auch eine Gefahr für andere, etwa durch verminderte Wachheit im Straßenverkehr. Und diese Schlaferkrankung ist keineswegs selten – es ist ein deutlicher Anstieg der Krankheitshäufigkeit festzustellen. Grund genug für die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) den aktuellen Behandlungsstandard dazu zu überarbeiten. 

 
Vom 1. bis 3. Dezember trifft sich die Gesellschaft unter dem Leitmotiv „Schlafmedizin: grenzüberschreitend und innovativ“ zu ihrer 24. Jahrestagung in Dresden. Dort wird auch diese neue Leitlinie zu schlafbezogenen Atmungsstörungen vorgestellt.

Schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS), insbesondere das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) kommen immer öfter vor. „Während in der Wisconsin Studie von 1993 ermittelt werden konnte, dass die Häufigkeit in der Altersgruppe zwischen 30 und 60 Jahren bei Frauen 2% und bei Männern 4% beträgt, wird in den vergangenen 20 Jahren ein Anstieg um 14-55% beobachtet.

Betrachtet man das höhere Lebensalter, so steigt die Häufigkeit nach dem 60. Lebensjahr bei Frauen auf ca. 25% an, bei Männern beträgt sie ca. 54%“, berichtet Prof. Dr. Maritta Orth, geschäftsführende Vorsitzende der DGSM.

Beim obstruktiven Schlafapnoesyndrom (OSAS) verengen sich die Atemwege, da die Spannkraft der Zungen- und Rachenmuskulatur im Schlaf nachlässt. 
  • Dies führt zu Atemaussetzern. Folgen davon sind, dass die betroffenen Patienten nicht die wichtigen Tiefschlaf- und Traumphasen erreichen und sich tagsüber müde und unkonzentriert fühlen. 
Und nicht erkannt oder behandelt besteht ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Erkrankungen.

Dazu erklärt Frau Prof. Orth:

„Gut erforscht sind mittlerweile die Auswirkungen von SBAS/OSAS auf das kardiovaskuläre System und ihre entscheidende Bedeutung für die Entstehung und Verschlechterung von Erkrankungen wie arterielle Hypertonie, Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheit, Einschränkung der kardialen Pumpleistung und plötzlicher Herztod.“

Demenz und kognitiver Abbau verschlechtern sich ebenfalls bei nachgewiesener Schlafapnoe und eine Behandlung mit einer Atemmaske wird hier empfohlen. 

Ein Bereich, dem aus der Sicht von Maritta Orth deutlich mehr Aufmerksamkeit zukommen müsste, ist die Schlafapnoe bei schwangeren Frauen: 

  • „Hier liegen erschreckende Zahlen über die Folgen bei Mutter und Kind vor.“ Neben dieser „Eigengefährdung“ stellen die SBAS auch eine Gefahr für die Allgemeinbevölkerung dar. So ist die Unfallneigung dieser Patienten beim Steuern eines Fahrzeuges, aber auch am Arbeitsplatz signifikant erhöht.
  • Die empfohlene Standardtherapie bei SBAS/OSAS ist die Verordnung einer Atemmaske, die sogenannte PAP- (positiver Atemwegsdruck) Therapie, deren Einstellung polysomnographisch und unter kontinuierlichen Überwachungsbedingungen erfolgen sollte. 
Bei vielen Patienten erfolgt nicht selten die eigentliche Geräteversorgung durch die Anbieter selbst.

„Häufig wird dem Patienten dann ein Gerät zur Verfügung gestellt, welches nicht dem im Schlaflabor verordneten Gerät entspricht, und von dem weder der Schlafmediziner noch der Patient wissen, ob die technischen Gegebenheiten beider Geräte identisch sein. 

Bedauerlich ist zudem, dass eine polysomnographische Kontrolle nicht mehr regelmäßig erfolgen darf, sondern nur in begründeten Ausnahmenfällen, etwa bei Änderungen des Körpergewichtes, schlechter Therapieeinstellung, fortbestehenden Beschwerden des Patienten“, erklärt Frau Prof. Orth die Schwierigkeiten bei der Behandlung.

  • Alternativ zu Überdruckverfahren können bei leicht- bis mittelgradigem OSAS Unterkieferprotrusionsschienen und im Falle, dass die Behandlung mit einer Atemmaske nicht möglich ist, neue Verfahren wie die Implantation eines Zungenschrittmachers eingesetzt werden.

Medizinische Leitlinien sind Handlungsempfehlungen für die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen, wobei S3 die höchste Qualitätsstufe einer Leitlinie kennzeichnet.

Die aktualisierte DGSM-Leitlinie S3 zum Kapitel „Schlafbezogene Atmungsstörungen“ stellt ein Update der im Jahre 2009 erschienenen S3 Leitlinie zum Thema „Nichterholsamer Schlaf“ dar und beschreibt den aktuellen Stand von wissenschaftlichen Grundlagen im Hinblick auf die Diagnostik und die Therapie der SBAS/OSAS.

Weitere aktuelle Erkenntnisse dazu werden am Freitag, den 2. Dezember 2016, von 12.45 – 14.15 Uhr im Symposium „Update schlafbezogene Atmungsstörungen: die neue Leitlinie der DGSM“ auf der 24. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) in Dresden ausgetauscht. Das gesamte Programm und alle wichtigen Kongressinformationen sind ersichtlich auf der Homepage http://www.dgsm-kongress.de.


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt 

www.medizin-am-abend.blogspot.com




 





Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.


Romy Held
Tel.: 03641/3116280
romy.held@conventus.de

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Ubierstr. 20
40223 Düsseldorf
Deutschland
Nordrhein-Westfalen
E-Mail-Adresse: office@awmf.org

Wolfgang Müller M.A.
Geschäftsführer
Telefon: 0211/312828
Fax: 0211/316819
E-Mail-Adresse: w.mueller@awmf.org