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Professor Dr. David Duncker: AVEIR VR Herzschrittmacher von Abbott

Medizin am Abend Berlin - MaAB - Fazit: MHH-Kardiologie implantiert neuartigen Herzschrittmacher ohne Elektroden

Modell ist klein, langlebig und birgt alle Funktionen in einer Kapsel 

Alles in einer kleinen Kapsel: Professor Duncker zeigt den neuen elektrodenlosen Herzschrittmacher. Alles in einer kleinen Kapsel: Professor Duncker zeigt den neuen elektrodenlosen Herzschrittmacher. Copyright: Karin Kaiser / MHH

Wenn das Herz zu langsam schlägt, kann der Einsatz eines Herzschrittmachers notwendig sein. 

Das Gerät funktioniert wie ein Taktgeber, der den Herzschlag wieder in einen normalen Rhythmus bringt. 

  • Die Klinik für Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bietet als eine der ersten Kliniken in Deutschland die Implantation des neuen innovativen Herzschrittmachers AVEIR VR an. 

Das Modell ist mit vielen Vorteilen verbunden: 

  • Es hat keine Elektroden, es kann optimal im Herzen positioniert werden und es hat eine sehr lange Lebensdauer.

Gute Alternative für Risikopatienten

 



 

 

In Deutschland werden pro Jahr rund 110.000 Herzschrittmacher implantiert.  

Der Schrittmacher wird normalerweise unterhalb des Schlüsselbeins platziert oder unter den Brustmuskel gesetzt. 

Von dort aus führen drahtförmige Elektroden über Venen bis ins Herz. 

Bei Bedarf sendet der Schrittmacher elektrische Impulse an die Elektroden. 

Mit jedem Impuls zieht sich der Herzmuskel zusammen und das Herz schlägt wieder im richtigen Takt. 

Herzschrittmacher dieser Art haben sich bewährt und sind millionenfach erfolgreich im Einsatz. 

„Dennoch kann es vereinzelt zu Komplikationen kommen. 

Die Elektroden können beispielsweise kaputtgehen, einwachsen oder auch Infektionen verursachen“, erklärt Professor Dr. David Duncker, Leiter des Hannover Herzrhythmus Centrums an der Klinik für Kardiologie und Angiologie. 

Der Kardiologe ist deshalb froh, bestimmten Patientinnen und Patienten eine Therapie mit einem alternativen Gerät anbieten zu können. 

  • Dabei handelt es sich um den elektrodenlosen Herzschrittmacher AVEIR VR. Er eignet sich besonders für Menschen mit hohem OP-Risiko, Infektanfälligkeit, fehlenden Zugangswegen für normale Schrittmacher oder schweren Herzklappenundichtigkeiten.

Optimale Position im Herzmuskel

Bei dem neuen Modell stecken alle Funktionen in einer kleinen Kapsel – es sieht aus wie eine AAA-Batterie, ist allerdings noch kleiner. 

  • „Wegen der geringen Größe kann der Schrittmacher direkt in die rechte Hauptkammer des Herzens implantiert werden“, erläutert Professor Duncker. 

Da die Elektroden entfallen, gibt es auch keine dauerhafte Belastung von Venen und Herzklappen. 

Einen weiteren Vorteil bringt das sogenannte Mapping. 

Durch Mapping kann der Arzt oder die Ärztin vor der Implantation die elektrischen Signale im Herzen messen und so die optimale Position für den Herzschrittmacher ermitteln. 

„Danach wird das Gerät in den Herzmuskel geschraubt. 

Sollte es anders positioniert oder entfernt werden müssen, kann es geborgen und neu platziert werden“, sagt der Kardiologe. 

Ein Pluspunkt des Modells ist außerdem seine Lebensdauer.
Laut Hersteller Abbott liegt sie bei 17 Jahren.
„Das ist beeindruckend lang“, bestätigt Professor Duncker.
Schrittmacher lindert Symptome

Der Ruhepuls eines gesunden Erwachsenen liegt bei etwa 60 bis 80 Schlägen pro Minute. 

Schlägt das Herz aufgrund einer Erkrankung zu langsam oder unterbrochen, kann das zu Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder sogar Ohnmacht führen. 

Ein Herzschrittmacher kann diese Symptome lindern. 

Die Implantation eines Herzschrittmachers dauert bei einem unkomplizierten Eingriff etwa 30 Minuten. 

Die Patienten und Patientinnen müssen danach in der Regel eine Nacht in der Klinik bleiben und können dann nach Hause. 

MHH-Kardiologie implantiert neuartigen Herzschrittmacher ohne Elektroden

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Professor Dr. David Duncker

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Professor Dr. Arjang Ruhparwar: reBEAT - Herzunterstützungen

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: MHH-Chirurgie testet „natürlichste Form der mechanischen Herzunterstützung“

Weltpremiere: Neues, für Patienten schonenderes System erhält den Pulsschlag 

PD Dr. Bastian Schmack (links) und Professor Dr. Arjang Ruhparwar demonstrieren, wie der Kunststoffbeutel von reBEAT das Herz umschließt. PD Dr. Bastian Schmack (left) and Professor Dr. Arjang Ruhparwar demonstrate how the plastic bag from reBEAT encloses the heart. Copyright: Karin Kaiser / MHH.

Auf dem Weg zu einer schonenderen mechanischen Herzunterstützung haben die Herzchirurgischen Kliniken der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des Freeman Hospital in Newcastle upon Tyne (Großbritannien) weltweit den ersten fünf Menschen mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz ein neuartiges, bahnbrechendes System zur Kreislaufunterstützung kurzzeitig eingesetzt. 

Bei der reBEAT genannten Herzunterstützungstechnologie handelt es sich um eine Neuentwicklung des Münchener Start up-Unternehmens AdjuCor. 

  • Es besteht aus einem extrem dünnen, für jede Herzgröße individuell gefertigten Kunststoffbeutel, der von unten über den Herzmuskel geschoben wird. 
  • Der Beutel ist separiert in drei Luftkammern, die sich rhythmisch ausdehnen können und somit Druck von außen auf den geschwächten Herzmuskel ausüben. 

„Das ist eine Art sanfte, permanente Herzdruckmassage“, erläutert Professor Dr. Arjang Ruhparwar, Direktor der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie, der mit seinem Team in Hannover dieses System weltweit erstmals einsetzt hat. 

Die zum Betrieb notwendige Druckluft liefert eine etwa 1,5 Kilogramm leichte, tragbare Pumpe außerhalb des Körpers.

Viele Vorteile: Puls bleibt erhalten bei geringerem Thrombose- sowie Blutungsrisiko

Die Vorteile von reBEAT gegenüber den bislang eingesetzten Linksherzunterstützungssystemen (auch Kunstherzen genannt) – winzige Pumpen, die in die linke Herzkammer chirurgisch eingesetzt werden müssen – sind enorm. 

  • „Während Patienten mit den bisherigen Systemen wegen der gleichmäßig laufenden Pumpen keinen Puls mehr haben, bleibt die Pulsatilität bei dem neuen Gerät erhalten“, erläutert Professor Ruhparwar, „zudem kommt es nicht mit dem Blut des Patienten in Berührung. 
  • Die Betroffenen müssen keine Medikamente zur Blutverdünnung nehmen, das Thromboserisiko sinkt, und die Funktion der Blutbestandteile bleibt erhalten.“ 
  • Ein weiterer Vorteil: Während die mechanischen Pumpen nur in die linke Herzkammer eingesetzt werden können, unterstützt reBEAT von außen beide Kammern. „Für die Betroffenen heißt das, dass ihr Herz weiter schlägt, das System diese Funktion aber maßgeblich unterstützt.“


Ein einfaches und sicheres Verfahren

Zulassungsbehörden in Deutschland und Großbritannien hatten die klinische Machbarkeitsstudie gefordert, in der die Chirurginnen und Chirurgen nachweisen müssen, dass das neue System sowohl sicher eingesetzt werden kann als auch die vorgesehene Funktion aufnimmt. Dafür wird Patienten, die ein herkömmliches Linksherzunterstützungssystem erhalten, während der Operation zuvor für 45 Minuten das neue System implantiert. Zur ersten Operation dieser Art weltweit war auch das Team aus Großbritannien um Professor Stephan Schueler nach Hannover gekommen. Mittlerweile ist reBEAT fünf Mal bei Menschen getestet worden. „Es gab keinerlei Komplikationen, das System hat hervorragend gearbeitet, und alle Patienten sind wohlauf“, sagt PD Dr. Bastian Schmack, Studienleiter von der MHH. Er ist von der Einfachheit und Sicherheit des Verfahrens überzeugt. „reBEAT sehen wir als die derzeit natürlichste Form der mechanischen Herzunterstützung an. 

  • Wir müssen nichts mehr in den Herzmuskel implantieren, sondern ziehen den Hightech-Beutel wie eine zweite Haut über das Herz.“ 

Geplant ist, das neue System später minimal-invasiv einzusetzen. 

„Für die Patientinnen und Patienten ist das Verfahren wesentlich schonender und wird aller Voraussicht nach zu deutlich kürzeren Erholungszeiten führen. 

Außerdem können wir mit diesem System auch Patientinnen und Patienten versorgen, für die aus bestimmten Gründen ein klassisches Linksherzunterstützungssystem nicht in Frage kommt.“

Dauerhafter Einsatz ab 2025?

Professor Stephen Wildhirt, CEO der Herstellerfirma AdjuCor, ist stolz auf die Zusammenarbeit mit der MHH und Newcastle. Er betonte die zentrale Rolle der gewonnenen Daten für die weitere Optimierung des Geräts. Die Studie ist noch nicht abgeschlossen, weitere Patienten sollen eingeschlossen werden. Die MHH-Chirurginnen und Chirurgen rechnen damit, dass das System mutmaßlich Anfang 2025 erstmals dauerhafte Anwendung finden wird. „Wir forschen an der MHH seit mehr als zehn Jahren an Systemen zur Herzunterstützung“, betont Professor Ruhparwar In seiner Arbeitsgruppe im Niedersächsischen Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE) gleich neben dem MHH-Campus denkt man schon einen Schritt weiter. „Dort forschen wir daran, die pneumatische Kontraktion durch eine elektrische zu ersetzen.“

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Prof. Dr. Peter Berlit: Serotonin - Mangel

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Serotonin-Mangel als mögliche Ursache von Long COVID und anderer postviraler Syndrome

Serotonin-Mangel als mögliche Ursache von Long COVID und anderer postviraler Syndrome

Ursache und Entwicklung langfristiger Auswirkungen einer COVID-19-Infektion sind bisher noch nicht geklärt. 

Eine aktuelle Studie wies bei anhaltenden Beschwerden nach COVID-19 erniedrigte Serotoninspiegel im Blut nach, die zu Störungen neurovegetativer Funktionen führen und somit einige der Kernsymptome von Long/Post COVID erklären könnten. 

Die Studie liefert eine plausible Hypothese, die verschiedene, bisher vermutete Pathomechanismen miteinander verbindet. Sie könnte womöglich auch die Entstehung anderer postviraler Syndrome erklären.

Nach einer COVID-19-Erkrankung können anhaltende Beschwerden auftreten (Long oder Post COVID, auch PASC/„post-acute sequelae of COVID“ genannt). Es handelt sich um ein teils schwerwiegendes postvirales Syndrom, dessen Ursache bislang ungeklärt ist. Häufige klinische Symptome sind Fatigue, kognitive Störungen, Kopfschmerzen, Schlaf- und Angststörungen. Die Schwere der akuten Infektion und psychosoziale Faktoren spielen bei der Entstehung von PASC offensichtlich eine Rolle. Daneben werden vier Hypothesen für die Pathogenese diskutiert: Viruspersistenz, chronische Entzündungsvorgänge, Hyperkoagulabilität und autonome Dysfunktion (d. h. Störungen im vegetativen Nervensystem).

Eine neue Publikation in der renommierten Zeitschrift „Cell“ [1] führte nun klinisch und tierexperimentell diese vier Hypothesen auf einen einzigen neu postulierten Pathomechanismus zurück. Bei Untersuchungen an Mäusen, die mit SARS-CoV-2-infiziert wurden oder bei denen chemisch eine entsprechende Entzündungsreaktion ausgelöst wurde, zeigte die Studiengruppe, dass die SARS-CoV-2-Infektion mit einer erniedrigten Serotoninkonzentration im Blut einhergeht. Anschließend analysierten die Forscherinnen und Forscher Daten von insgesamt 1.540 PASC-Patientinnen und -Patienten aus unterschiedlichen Kohorten und kamen zu dem Ergebnis, dass es auch bei Betroffenen mit PASC zu einer erniedrigten Serotoninkonzentration im Blut kommen kann. Allerdings war der Grad der Serotoninreduktion in den untersuchten Patientenkohorten mit PASC unterschiedlich stark ausgeprägt und bei einigen gar nicht nachweisbar. Insgesamt aber schlussfolgerte das Autorenteam, dass eine akute COVID-19-Erkrankung häufig zu einer Erniedrigung des Serotoninspiegels führt, die bei schweren PASC anhält.

Wie lässt sich der Abfall des Serotonin-Spiegels erklären? 

Offensichtlich kommt es bei der Virusinfektion zur verminderten intestinalen Absorption des Serotonin-Vorläufers Tryptophan, eine essenzielle Aminosäure aus der Nahrung, sowie zu einer Thrombozytenüberaktivierung mit Thrombozytopenie, was die endogenen Serotoninspeicher vermindert, und außerdem zu einem erhöhten MAO-Enzym-vermittelten Serotoninumsatz. Auch konnte gezeigt werden, dass Virus-RNA-induzierte Typ-I-Interferone den Serotoninmangel verstärken, indem sie u.a. die Tryptophanaufnahme im Darm reduzieren.

„Der daraus resultierende periphere Serotoninmangel könnte eine mögliche Erklärung für einige PASC-Symptome sein, denn er beeinträchtigt die Signalübertragung des Vagusnervs und damit die Aktivität des vegetativen Nervensystems sowie auch Funktionen des Hippocampus“, erklärt Prof. Dr. Peter Berlit, Generalsekretär und Pressesprecher der DGN. „Doch die in der Studie beschriebenen Pathomechanismen von PACS müssen nun zunächst in prospektiven Folgestudien mit Kontrollgruppen validiert werden.“

Denn sowohl die Studiengruppe selbst wie auch die Autorin einer in „Science“ [2] veröffentlichten Diskussion verweisen auf Limitationen der Studie: Größter Schwachpunkt sei, dass die Erniedrigung des Serotonin-Spiegels nicht konsistent in allen Kohorten nachgewiesen werden konnte. Und der Serotoninmangel wurde im Tierversuch zwar im Blut, nicht aber im Gehirn der Mäuse gefunden. Auch sei der beschriebene „Link“ zwischen PASC und enteraler Tryptophan-Aufnahme und Thrombopenie nach einer SARS-CoV-2-Infektion letztlich nur eine Hypothese.

„Zunächst liefert die Studie einen neuen möglichen Erklärungsansatz für Long-COVID-Beschwerden, der weiter erforscht werden muss“, so Prof. Berlit. Bestätigen sich die Ergebnisse, könnten sie, so der Experte, auch jenseits von SARS-COV-2 bedeutsam sein: Verringerte Serotoninspiegel seien nicht COVID-19-spezifisch, sondern auch von anderen viralen Erkrankungen bekannt, die ebenfalls postvirale Syndrome auslösen können, wie beispielsweise dem Dengue-Fieber. „Es ist daher wichtig, dass COVID-19 und PASC weiter beforscht werden, auch wenn die Pandemie nun als weitgehend überstanden gilt.“

[1] Wong AC, Devason AS, Umana IC et al. Serotonin reduction in post-acute sequelae of viral infection. Cell. 2023 Oct 9:S0092-8674(23)01034-6. doi: 10.1016/j.cell.2023.09.013. Epub ahead of print. PMID: 37848036.
[2] Offord C. “Low serotonin levels might explain some Long Covid symptoms, study proposes” https://www.science.org/content/article/low-serotonin-levels-might-explain-some-...


Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als wissenschaftliche Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren 12.000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern und zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin. www.dgn.org

Präsident: Prof. Dr. med. Lars Timmermann
Stellvertretende Präsidentin: Prof. Dr. med. Daniela Berg
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doi: 10.1016/j.cell.2023.09.013

] Wong AC, Devason AS, Umana IC et al. Serotonin reduction in post-acute sequelae of viral infection. Cell. 2023 Oct 9:S0092-8674(23)01034-6. doi: 10.1016/j.cell.2023.09.013. Epub ahead of print. PMID: 37848036.
[2] Offord C. “Low serotonin levels might explain some Long Covid symptoms, study proposes” https://www.science.org/content/article/low-serotonin-levels-might-explain-some-...
 

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Originalpublikation:

doi: 10.1016/j.cell.2023.09.013

Prof. Dr. med. Holger Reinecke: Dr. Lena Makowski: Leitlijnie zur Behandlung von pAVK und kritischer Bein-Ischämie

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Viele Amputationen bei Patienten mit kritischer Ischämie könnten verhindert werden

Die Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. kritisiert, dass in Deutschland noch immer viele PatientInnen mit einer kritischen Ischämie ohne vorherige, leitliniengerechte Diagnostik und Therapie amputiert werden. 

Hier gilt es zum Wohle der PatientInnen aufzuklären. 

Anteil an diagnostischer Angiographie und Revaskularisation vor einer ischämischen Amputation Anteil an diagnostischer Angiographie und Revaskularisation vor einer ischämischen Amputation Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e. V.

Eine kürzlich im European Journal of Vascular and Endovascular Surgery veröffentlichte Studie von Makowski et al. (1) vom Universitätsklinikum Münster zeigt anhand von ca. 40.000 ischämie-bedingten Amputationen der AOK-Versicherten, dass etwa ein Drittel aller Amputationen auf dem Boden einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) durchgeführt wurden, ohne dass ein vorheriger Revaskularisationsversuch zwecks Bein-Erhalt unternommen wurde. 

Bei 22% der Amputationen erfolgte noch nicht einmal eine Bildgebung (intraarterielle DSA, CT- oder MR-Angiographie), um zu beurteilen, ob eine Revaskularisation möglich und ggf. erfolgreich gewesen wäre. 

Dieselbe Arbeitsgruppe hatte bereits 2015 eine ähnliche Studie anhand der BARMER-Versicherten durchgeführt mit ähnlichen alarmierenden Zahlen (2). 

„Alle nationalen und internationalen Leitlinien zur Behandlung von pAVK und kritischer Bein-Ischämie propagieren eine rasche Diagnostik - und im Falle einer relevanten Ischämie - die Durchführung einer Revaskularisation, sei es endovaskulär oder gefäßchirurgisch“, sagt die Erstautorin der Studie, Dr. Lena Makowski. 

Warum das sehr gut evidenz-basierte und daher in den Leitlinien empfohlene Vorgehen mit adäquater Diagnostik und Revaskularisation vor einer Amputation nicht konsequent in die Praxis umgesetzt wird, kann sich Prof. Dr. med. Holger Reinecke, Direktor der Klinik für Kardiologie I: Koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz und Angiologie am Universitätsklinikum Münster, nicht erklären. 

„Es ist vorstellbar, dass bei einigen Patienten eine Revaskularisation nicht möglich oder nicht sinnvoll ist. 

Wir wissen aber aus bundesweiten Registern, wie dem CRITISH-Register, dass der Anteil der primär notwendigen Amputierten <5% beträgt. 

Und eine erfolgreiche Revaskularisation kann mittlerweile in Zentren mit hoher gefäßmedizinischer Expertise bei >95% der Betroffenen erreicht werden, wie das RECCORD-Register https://reccord.de/ der Deutschen Gesellschaft für Angiologie zeigt“, sagt Reinecke. 

  • Die Studie von Makowski et al. zeigt auch einen weiterhin bestehenden Mangel an sekundär-präventiven Maßnahmen wie die Medikation mit Plättchenhemmern und Statinen. 
  • Beide Substanzen senken nachweislich kardiale Ereignisse wie Herzinfarkte und Schlaganfälle aber auch Bein-Ereignisse wie Amputation und wiederholte Eingriffe und sind daher in den Leitlinien mit dem höchsten Empfehlungsgrad versehen. 

In der aktuellen Studie zeigt sich, dass in einem zwei-Jahres-Follow-Up nach ischämisch bedingter Amputation knapp die Hälfte kein Statin und ca. 30% keinen Plättchenhemmer erhielten. 

„Dies zeigt eine dramatische Unterversorgung der pAVK-PatientInnen, welche zum Teil die schlechte Prognose erklären können. 

Hier besteht weiterhin ein dringlicher Aufklärungs- und verbesserungsbedarf“, schlussfolgert Dr. Makowski. 

Viele Amputationen bei Patienten mit kritischer Ischämie könnten verhindert werden

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Dr. Lena Makowski
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Katarina Pyschik Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V.

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Originalpublikation:

(1) Makowski L, Engelbertz C, Köppe J, Dröge P, Ruhnke T, Günster C, et al.; Contemporary Treatment and Outcome of Patients with Ischaemic Lower Limb Amputation: A Focus on Sex Differences. Eur J Vasc Endovasc Surg. 2023 Jun 22:S1078-5884(23)00463-X. https://doi.org/10.1016/j.ejvs.2023.06.018 Epub ahead of print. PMID: 37355161.
(2) Reinecke H, Unrath M, Freisinger E, Bunzemeier H, Meyborg M, Lüders F, et al. Peripheral arterial disease and critical limb ischaemia: still poor outcomes and lack of guideline adherence. Eur Heart J 2015;36:932–938


Prof. Dr. Dr. Dagmar Führer-Sakel: SNMTP - Therapie bei Schilddrüsenkarzinom

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Individualisierte chirurgische Therapie bei Schilddrüsenkarzinom

Bei Schilddrüsenkarzinomen stellt sich die Frage: 

Muss die ganze Schilddrüse entfernt werden oder reicht es, nur einen Lappen zu entfernen? 

Um diese Frage klar und sicher beantworten zu können, arbeiten Endokrinolog:innen, Chirurg:innen und Patholog:innen eng zusammen. 

An der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen haben Forschende aller drei Disziplinen nun gemeinsam ihre Erfahrungen kürzlich im Fachmagazin „Surgery“ veröffentlicht. 

  • Sie konnten zeigen, dass bei Patient:innen mit sporadischem medullärem Schilddrüsenkrebs unter bestimmten Voraussetzungen eine Hemithyreoidektomie ausreicht, also die chirurgische Entfernung nur eines Lappens.

„Der entscheidende Faktor scheint das Vorliegen einer Desmoplasie zu sein, also der überschießenden Bildung von faserreichem Bindegewebe, die auch als Marker für Knotenmetastasen interpretiert wird“, erklärt Prof. Dr. Dr. Dagmar Führer-Sakel, Direktorin der Klinik für Endokrinologie am Universitätsklinikum Essen. 

„Liegt keine Desmoplasie vor, ist ein begrenzter chirurgischer Eingriff unseren Daten zufolge genauso erfolgversprechend für die Betroffenen wie eine Totaloperation und vermindert gleichzeitig die Risiken für die Patient:innen“, ergänzt Prof. Dr. Frank Weber, der die Leitung der Endokrinen Chirurgie zum 1. Oktober 2023 von Prof. Dr. Henning Dralle übernommen hat.

„Die Anpassung des Operationsumfangs erlaubt uns, die Risiken der Operation insbesondere der permanenten Nebenschilddrüsenunterfunktion weiter zu reduzieren und kann eine lebenslange Schilddrüsenhormon Substitution verhindern.“
Die Essener Forscher:innen schlagen vor, diese Art von Schilddrüsenkarzinom in der Nomenklatur von anderen Schilddrüsenkarzinomen abzugrenzen.

 „Desmoplasie-negative und knotennegative, nicht metastasierende unifokale Tumoren sollten als sporadische nichtinvasive medulläre Schilddrüsenneoplasie, kurz SNMTP, bezeichnet werden“, so die Autor:innen. 

Durch die namentliche Kennzeichnung dieser Untergruppe wird es den behandelnden Ärzt:innen zukünftig leichter möglich sein, die entsprechende Diagnose zu stellen und die individuelle chirurgische Behandlung einzuleiten.


Originalpublikation:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37821265/

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Dr. Milena Hänisch

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Dr. med. Boris Hübenthal: Mehr Lebensqualität durch Integrative Krebstherapie: Studie belegt Wirksamkeit der Misteltherapie bei krebsbedingter Fatigue

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Mehr Lebensqualität durch Integrative Krebstherapie

Eine Krebsdiagnose ist immer ein Schock - auch wenn es inzwischen sehr gute und wirksame Behandlungsmethoden gibt. Beim World Congress of Integrative Oncology (WOCOIO) kamen führende Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt zusammen, um sich auszutauschen über neueste Erfahrungen und Studien. Das gemeinsame Ziel ist, die Versorgung von Krebspatient:innen zu verbessern und ihre Lebensqualität zu erhöhen. Viele Betroffene leiden unter starker Müdigkeit, der sogenannten krebsbedingten Fatigue. Eine der vorgestellten Studien zeigte, dass eine Behandlung mit Mistelextrakten eine positive Wirkung auf das Befinden hat. 

Mistelanwendung_Injektion Mistelanwendung_Injektion

Mehr Lebensqualität durch Integrative Krebstherapie
Studie belegt Wirksamkeit der Misteltherapie bei krebsbedingter Fatigue

Etwa eine halbe Million Menschen erkranken in Deutschland jährlich neu an Krebs. Das Gute: Die Erkrankung verliert etwas von ihrem Schrecken, da immer mehr Betroffene sehr gut behandelt werden können und das Risiko, an Krebs zu sterben, hierzulande zurückgeht.
Weltweit forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Verfahren, um krebskranke Menschen zu behandeln und zu begleiten. Beim World Congress of Integrative Oncology(WOCOIO) kamen Ende September 2023 in Ludwigsburg bei Stuttgart rund 250 Ärztinnen und Ärzte aus aller Welt zusammen, um sich auszutauschen. Ideen und Innovationen von weltweit führenden Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Integrativen Onkologie wurden präsentiert. Die Diskussionen auf dem Kongress umfassten sowohl patientenorientierte, hochmoderne klassische onkologische Ansätze als auch evidenzbasierte ergänzende therapeutische Methoden.

Integrativmedizinische Behandlung von Krebs


Patientinnen und Patienten entscheiden sich immer häufiger für eine Behandlung, die neben den konventionellen Verfahren (Chemotherapie, Bestrahlung, Operation) ergänzende Verfahren, wie zum Beispiel naturheilkundliche Elemente, Ernährung oder Hyperthermie, umfasst. Die Integrative Onkologie will die konventionellen Krebsbehandlungskonzepte dabei nicht ersetzen, sondern ergänzen, um Nebenwirkungen der konventionellen Behandlungen zu mildern und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen. Viele dieser Möglichkeiten wurden in dem thematisch breit aufgefächerten Kongressprogramm vorgestellt. Unter anderem eine Studie aus Deutschland, die die Wirksamkeit bei krebsbedingter Fatigue untersuchte.

Misteltherapie bei krebsbedingter Fatigue

Krebsbedingte Müdigkeit zählt zu den häufigsten und belastendsten Symptomen von Krebspatientinnen und -patienten. Eine erfolgsversprechende Möglichkeit, diese sogenannte krebsbedingte Fatigue zu behandeln, hat Florian Pelzer von der Universität Witten/Herdecke beim World Congress of Integrative Oncology vorgestellt. Ziel seiner systematischen Überprüfung war es, die Effekte von Mistelextrakten in der Behandlung von krebsbedingter Müdigkeit in einer Metaanalyse darzustellen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Behandlung mit Mistelextrakten eine Wirkung auf krebsbedingte Müdigkeit hat, die vergleichbar ist mit der von körperlicher Aktivität. „Aufgrund der gegenwärtigen Metaanalysen können wir zeigen, dass durch die Gabe von Mistelextrakten Menschen, die an Krebs erkrankt sind, weniger Müdigkeit erleben und ihren Alltag besser bewältigen können“, sagt Florian Pelzer. Die Leitlinie zur Behandlung von krebsbedingter Fatigue empfiehlt Betroffenen Bewegung und Sport, um den Muskelmetabolismus anzuregen. Viele Betroffene sind aber so erschöpft, dass sie sich kaum bewegen können. „Mit der Misteltherapie haben wir eine der ganz wenigen pharmakologischen Möglichkeiten, die den Patientinnen und Patienten gegen ihre tiefe Müdigkeit hilft“, so Florian Pelzer weiter. Die Mistel ist eines der bekanntesten Arzneimittel der Anthroposophischen Medizin. Sie ist sehr gut erforscht und wird in der Integrativen Onkologie häufig eingesetzt.

Integrative Onkologie weltweit eingesetzt

Die European Society for Integrative Oncology (ESIO), unter der Leitung von Dr. med. Boris Hübenthal, brachte mit dem World Congress of Integrative Oncology führende Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt zusammen. Sie alle haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Versorgung von Krebspatient:innen zu verbessern und ihre Lebensqualität zu erhöhen. „In der Integrativen Onkologie finden wir sinnvolle und wirksame Verfahren, mit den wir Patientinnen und Patienten bestmöglich behandeln können. Daran kommt kein Praktiker mehr vorbei“, sagt Dr. Hübenthal. „Mit dem Kongress wollen wir Ärztinnen und Ärzte zusammenbringen, denn oftmals identifizieren sie sich entweder mit der konventionellen Schulmedizin oder der komplementären Onkologie. Und nur in der Kombination können wir den Betroffenen wirklich helfen“, so Dr. Hübenthal weiter.
Um diesen Austausch weiter zu fördern, ist ein nächster Kongress für 2025 geplant.


Originalpublikation:

Florian Pelzer, Martin Loef, David D. Martin, Stephan Baumgartner: „Cancer-related fatigue in patients treated with mistletoe extracts: a systematic review and meta-analysis“, 2022: https://link.springer.com/article/10.1007/s00520-022-06921-x

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Prof. Dr. Daiana Stolz: Chronisch Obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und Kortison

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: COPD und Kortison: Mit Gewebeproben zum Therapie-Erfolg

Neue Diagnostik erlaubt gute Prognose, bei welchen Patient*innen mit Chronisch Obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) Kortison hilft 

Anteil glatter Muskeln in den Bronchien als Indikator

Forschende des Universitätsklinikums Freiburg haben einen neuen Ansatz entwickelt, um den Behandlungserfolg von Patient*innen mit Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung (COPD) mittels inhaliertem Kortison vorherzusagen. 

Die Studie mit dem Titel «HISTORIC» wurde Mitte September auf dem Jahreskongress der European Respiratory Society in Mailand mit über 20.000 Teilnehmenden vorgestellt. 

Die medizinischen Fachzeitschriften New England Journal of Medicine und European Respiratory Journal, bezeichneten die Studie zudem als eine der vier bedeutendsten Publikationen des Jahres 2023 im Bereich der Lungenmedizin.

„Die Resultate dieser Studie markieren eine neue Ära in der individualisierten Behandlung von COPD. 

 Wir können jetzt auf Grundlage der Gewebeprobe präziser entscheiden, welche Therapieform am besten für jede*n Patient*in geeignet ist", sagt Studienleiterin Prof. Dr. Daiana Stolz, Ärztliche Direktorin der Klinik für Pneumologie des Universitätsklinikums Freiburg. COPD gilt weltweit nach koronaren Herzerkrankungen und Schlaganfall als dritthäufigste Todesursache. Schätzungen gehen von knapp drei Millionen Betroffenen in Deutschland aus.

Kortison für COPD-Therapie bislang umstritten

Patient*innen mit Asthma werden üblicherweise mittels inhalierbarem Kortison und bronchienerweiternden Medikamenten behandelt. Im Fall von COPD, einer Erkrankung, die ebenfalls von einer Einengung der Bronchien begleitet wird, erfolgt die Therapie durch bronchienerweiternde Medikamente. Die Frage, welche COPD-Patient*innen genauso wie Asthma-Patient*innen von inhaliertem Kortison profitieren können, ist seit zwei Jahrzehnten ein kontrovers diskutiertes Thema.

„Unsere Ergebnisse bieten für die Klärung dieser Ungewissheit nun einen vielversprechenden Ansatz», sagt Stolz. An der Studie waren 180 COPD-Patient*innen beteiligt, denen mittels einer Lungenspiegelung Gewebeproben aus den Bronchien entnommen wurden. In einem nächsten Schritt wurde der Anteil von glatten Muskelzellen in diesen Proben bestimmt. Ein hoher Anteil von glatten Muskelzellen deutet auf eine Entzündung ähnlich wie beim Asthma hin. Die Patient*innen erhielten ein Jahr lang eine inhalative Therapie, die bronchienerweiternde Medikamente sowie entweder Kortison oder Placebo beinhaltete.

Glatte Muskeln als Anzeichen für Erfolg

  • Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass diejenigen COPD-Patient*innen, bei denen ein hoher Anteil von über 20 Prozent an glatten Muskeln in den Gewebeproben festgestellt wurde, von der inhalativen Kortison-Therapie hinsichtlich Lungenfunktion, Beschwerden und Lebensqualität besonderes profitierten. 
  • Die kombinierte Behandlung mit zwei Bronchien erweiternden Arzneimitteln und inhalativem Kortison steht für einen Teil der COPD Patient*innen mit einer Reduktion der Exazerbationen und Hospitalisationen in Verbindung. 

Die Patient*innen erleben demnach weniger häufig eine starke Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes und haben eine geringere Wahrscheinlichkeit in einem Krankenhaus behandelt werden zu müssen. 

Sogar eine verbesserte Überlebensrate kann erreicht werden. 

Jedoch hat diese Therapie gleichzeitig potenzielle Nebenwirkungen, wie beispielsweise ein erhöhtes Pneumonie-Risiko. 

Aus diesem Grund ist es von besonderer Bedeutung, zeitnah zu identifizieren, welche COPD Patient*innen von dieser Therapie profitieren.

„Die vorliegenden Ergebnisse repräsentieren einen bedeutenden Fortschritt in Richtung personalisierter Medizin im Bereich der COPD-Behandlung. 

Wir sind zuversichtlich, dass diese Erkenntnisse einen positiven Einfluss auf die individuelle Betreuung und Therapie unserer Patient*innen haben werden“, sagt Stolz.


Originalpublikation:

Originaltitel der Studie: Airway smooth muscle area to predict steroid responsiveness in COPD patients receiving triple therapy (HISTORIC): a randomised, placebo-controlled, double-blind, investigator-initiated trial

DOI: 10.1183/13993003.E6201-2023

Link zur Studie: https://erj.ersjournals.com/content/62/1/2300218

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