Qualitätszirkel Nieren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Cardiovascular Prevention Center @Charité

Herzinsuffizienz

Universitätzmedizin Rostock

Universitätsmedizin Greiswald

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

jkb

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

CIRS Bayern

Gender Medizin

idw

Mögliche Auswirkungen der Einführung einer teilweisen Impfpflicht auf die Impfbereitschaft der Bevölkerung

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Neue Studie zur Impfpflicht

 

http://eurpub.oxfordjournals.org/content/early/2015/08/19/eurpub.ckv154

 

Eine neue Studie von Wissenschaftlern des Center for Empirical Research in Economics and Behavioral Sciences (CEREB) der Universität Erfurt und der RWTH Aachen hat mögliche Auswirkungen der Einführung einer teilweisen Impfplicht auf die Impfbereitschaft der Bevölkerung untersucht. Sie ist jetzt unter dem Titel „Detrimental effects of introducing partial compulsory vaccination: experimental evidence“ („Nachteilige Auswirkungen der Einführung einer teilweisen Impfpflicht: experimentelle Evidenz“) im „European Journal of Public Health“ erschienen. 
 
„Wenn in Deutschland von Impfpflicht die Rede ist, geht es in aller Regel um eine teilweise Impfpflicht, sprich: eine Impfpflicht zur Abwehr ganz bestimmter Erkrankungen, bei denen die Impfquote derzeit niedrig ist. 

Beispielsweise wurde im Frühjahr 2015 diskutiert, die Masern-Mumps-Röteln-Impfung verpflichtend zu machen“, erklärt Dr. Cornelia Betsch, Akademische Rätin am Lehrstuhl für Sozial-, Organisations-, und Wirtschaftspsychologie der Universität Erfurt, den Hintergrund der Untersuchungen, die sie zusammen mit Dr. Robert Böhm von der RWTH Aachen angestellt hat.

 „Wir wollten herausfinden, was die Einführung einer teilweisen Impfpflicht für das gesamte Impfprogramm bedeuten würde, vor dem Hintergrund dass die restlichen Impfungen freiwillig bleiben.“ Zwei Versuchsgruppen haben die Wissenschaftler in ihrer Online-Studie untersucht. Die erste Gruppe wurde in einem ersten Schritt zu einer (fiktiven) Impfung verpflichtet und durfte sich im zweiten Schritt freiwillig für oder gegen eine Impfung entscheiden. In der zweiten Testgruppe setzten Betsch und Böhm von vornherein auf Freiwilligkeit.

Es zeigte sich, dass vor allem Personen mit negativer Einstellung gegenüber dem Impfen durch die Impfpflicht beeinflusst wurden:

Deren Impfbereitschaft sank um ganze 39 Prozent im Vergleich zur Gruppe, in der beide Entscheidungen freiwillig waren.

Die Wissenschaft spricht hier von „psychologischer Reaktanz“, die dazu führt, dass sich Personen, deren Entscheidungsfreiheit eingeschränkt wird, diese bei der nächsten Gelegenheit „zurückholen“.

  • Eine Einführung einer teilweisen Impfpflicht kann also paradoxe Effekte haben – gerade die Impfskeptiker, denen durch Impfpflicht begegnet werden soll, könnten so einen weit größeren Effekt auf das gesamte Impfprogramm haben, als es bei freiwilligen Impfung der Fall ist.

Dr. Cornelia Betsch resümiert: 

  • „Wir schließen daraus, dass eine sinnvolle und gute Impfaufklärung der Bevölkerung effektiver wäre als die Einführung der Impfpflicht – vor allem einer nur teilweisen.“


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:

Dr. Cornelia Betsch
Tel.: +49 361 737-1631
E-Mail: cornelia.betsch@uni-erfurt.de
Carmen Voigt Universität Erfurt


Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte:
http://eurpub.oxfordjournals.org/content/early/2015/08/19/eurpub.ckv154

360° TOP-Thema: Sialidase-Hemmer gegen Darmentzündungen

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Grippemittel helfen gegen Kolibakterien

Gerät der Bakterienhaushalt im Darm aus dem Gleichgewicht, kann es zu Krankheiten kommen. Physiologen der Universität Zürich zeigen auf, wie ein spezifisches Kohlehydrat der Darmschleimhaut gewisse Kolibakterien stark vermehrt und damit Entzündungen verursacht. Diese könnten mit Grippemitteln behandelt werden, was neue therapeutische Möglichkeiten eröffnet. 
 
Trillionen von Bakterien besiedeln den menschlichen Darm – sie kommen somit häufiger vor als sämtliche Zellen in unserem Körper. Die Zusammensetzung dieser Bakterienpopulation ist sehr variabel und durch unsere Ernährung beeinflusst. Krankheiten, aber auch Antibiotika-Behandlungen, können zu signifikanten Verschiebungen innerhalb dieses Gleichgewichts führen. Kritische Situationen treten etwa dann auf, wenn sich ganze Bakteriengruppen plötzlich stark vermehren.

Sie beschädigen das Darmgewebe und führen zu Entzündungen. Wie solche Umverteilungen ausgelöst werden, war bis anhin noch weitgehend unbekannt.

Jetzt haben Physiologen der Universität Zürich entdeckt, warum sich das Darmbakterium Escherichia coli stark vermehrt und entzündungsfördernd wirkt.

Ein Kohlenhydrat führt zur Vermehrung von Escherichia coli

Im Normalzustand sind Escherichia coli harmlos und machen nur rund 0,1 Prozent der Darmflora aus. Wenn sie jedoch in grossen Mengen vorkommen, können sie Durchfall oder eine schwere Darmentzündung auslösen. Die Zürcher Studie zeigt, dass eine Überproduktion von Escherichia coli auf die Verfügbarkeit des Kohlenhydrats Sialinsäure zurückzuführen ist.

Diese kommt in grossen Mengen in den Proteinen der Darmschleimhaut vor.

Damit die Bakterien die Sialinsäure überhaupt verwerten können, sind sie auf die Mithilfe des Enzyms Sialidase angewiesen, das von anderen Darmbakterien freigesetzt wird. «Bemerkenswert ist, dass Escherichia coli selber keine solche Enzyme produziert», erklärt Thierry Hennet, Professor am Physiologischen Institut der Universität Zürich.

Hennet und seinen Kollegen ist es gelungen, die komplexe Ereigniskette einer schweren, durch Escherichia coli ausgelösten Entzündung nachzuweisen:

Eine Verletzung der Darmschleimhaut führt zuerst zur starken Vermehrung eines nicht krankheitserregenden Bakteriums, das Sialidase abgibt. Diese verstärkte Enzymproduktion setzt Sialinsäure frei, die eine Überproduktion von Escherichia coli fördert und damit zu einer Darmentzündung führen kann.

Sialidase-Hemmer wirken gegen Darmentzündungen

Die Forscher fanden zudem heraus, dass durch die Einnahme eines Sialidase-Hemmers die übermässige Bildung vom Escherichia coli verhindert und somit die Krankheitssymptome gelindert werden konnten.

Interessanterweise wurden solche Sialidase-Hemmer bereits gegen das Influenzavirus entwickelt entwickelt.

«Derivate von bekannten Grippe-Wirkstoffen wie zum Beispiel Tamiflu und Relenza könnten somit ebenfalls bei entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt werden.

Dies eröffnet neue therapeutische Möglichkeiten», sagt Thierry Hennet.

  • Literatur:
    Yen-Lin Huang, Christophe Chassard, Martin Hausmann, Mark von Itzstein, Thierry Hennet. Sialic acid catabolism drives intestinal inflammation and microbial dysbiosis in mice. Nature Communications. August 25, 2015. DOI: 10.1038/ncomms9141 

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt



Seilergraben 49
8001 Zürich
Schweiz
Zürich


Beat Müller
Telefon: (0041) 44-634 4432
Fax: (0041) 44-634 2346
E-Mail-Adresse: beat.mueller@kommunikation.uzh.ch


Melanie Nyfeler
E-Mail-Adresse: melanie.nyfeler@kommunikation.uzh.ch


Nathalie Huber
Telefon: +41 44 634 44 64
E-Mail-Adresse: nathalie.huber@kommunikation.uzh.ch


Evelyne Brönnimann
Telefon: 0041 44 634 44 39
E-Mail-Adresse: evelyne.broennimann@kommunikation.uzh.ch

Mini-Herzschrittmacher ohne Kabel Micra Transcatheter Pacing System“ (TPS) http://www.mh-hannover.de/

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Mini-Herzschrittmacher ohne Kabel

MHH-Kardiologen setzen erstmals in Niedersachsen neues System ein / Schrittmacher wird direkt ins Herz implantiert 

PD Dr. Christian Veltmann, die Patientin Inge König und Prof. Dr. Johann Bauersachs. PD Dr. Christian Veltmann, die Patientin Inge König und Prof. Dr. Johann Bauersachs. Quelle „MHH/Kaiser“.
 
Experten der Klinik für Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben erstmals in Niedersachsen das „Micra Transcatheter Pacing System“ (TPS) bei einer Patientin eingesetzt – die sogenannte Kardiokapsel ist nicht nur der kleinste Herzschrittmacher der Welt, er kommt vor allem ohne Drähte aus. Geeignet ist die Kardiokapsel zur Behandlung der Bradykardie, dem verlangsamten Herzschlag, und bei Patienten, die von einer Stimulation nur in der rechten Herzkammer profitieren.

„Die Kardiokapsel ist weniger als ein Zehntel so groß wie herkömmliche Schrittmacher, etwa so wie eine große Tablette. Sie bietet die fortschrittlichste Herzschrittmachertechnologie und ist dabei kosmetisch unsichtbar und klein genug, um über einen Katheter minimalinvasiv über die Leiste implantiert zu werden“, erklärt PD Dr. Christian Veltmann. Er ist als Oberarzt in der MHH-Kardiologie Spezialist für Rhythmologie und Elektrophysiologie und hat den Schrittmacher gemeinsam mit seinem Kollegen PD Dr. Hanno Oswald bei der 75-jährigen Patientin eingesetzt.

Die Patientin litt unter immer wieder kehrenden Schwindelattacken und stand kurz vor Ohnmachtsanfällen aufgrund eines viel zu langsamen Pulsschlags. Eine normale Schrittmacherimplantation war in einem externen Krankenhaus aufgrund einer angeborenen Gefäßveränderung nicht erfolgreich. PD Dr. Christian Veltmann: „Gerade bei dieser Patientin stellt die „Kardiokapsel“ die einzige Alternative dar.“

Sobald die Kardiokapsel positioniert ist, wird sie an der Herzwand befestigt, kann aber bei Bedarf auch umpositioniert oder entfernt werden. „Im Gegensatz zu herkömmlichen Schrittmachern sind bei der Kardiokapsel weder Drähte erforderlich noch muss operativ eine Tasche unter der Haut angelegt werden“, ergänzt Klinikdirektor Professor Dr. Johann Bauersachs. Stattdessen wird das System mit winzigen Titanärmchen in der Herzwand verankert und gibt über einen Pol an der Spitze des Gerätes die elektrischen Impulse für die Herzaktivität ab.

Der Eingriff dauert im Schnitt zwischen 30 und 45 Minuten.

Trotz der geringen Größe der Kardiokapsel beträgt die geschätzte Lebenszeit der Batterie zehn Jahre.

Das System reagiert auf den Aktivitätsgrad des Patienten, indem es die Schrittmachertätigkeit automatisch anpasst.

Es ist für MRT-Untersuchungen aller Körperregionen zugelassen und hält den Patienten den Zugang zu den fortschrittlichsten diagnostischen Bildgebungsverfahren offen.

Da die Kardiokapsel nur in einer Herzkammer stimuliert, ist sie aktuell speziellen Patientengruppen vorbehalten. 

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Stefan Zorn Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
Deutschland
http://www.mh-hannover.de/

Stefan Zorn
Telefon: 0511 / 532-6773
Fax: 0511 / 532-3852
E-Mail-Adresse: zorn.stefan@mh-hannover.de


Spermien - Navigation

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Die Navigation von Spermien in 3D

Wissenschaftler des Bonner Forschungszentrums caesar, einem Institut der Max-Planck-Gesellschaft, haben aufgeklärt, wie sich Seeigelspermien in ihrer natürlichen dreidimensionalen (3D) Umgebung orientieren. Eizellen setzen Lockstoffe frei, die den Spermien den Weg weisen. Mit photonischen Methoden erzeugten die Wissenschaftler chemische “Landschaften” dieser Lockstoffe und beobachteten mit der Holographie-Mikroskopie die Navigationsstrategie. 

Wo, bitte, geht’s denn hier zum Ei? - Von einer 2D-Perspektive der Spermiennavigation (Illustration: Antoine van Leeuwenhoek, 1678) zu einem 3D-Blick auf Spermienchemotaxis (Jan Jikeli et al., 2015)
Wo, bitte, geht’s denn hier zum Ei? - Von einer 2D-Perspektive der Spermiennavigation (Illustration: Antoine van Leeuwenhoek, 1678) zu einem 3D-Blick auf Spermienchemotaxis (Jan Jikeli et al., 2015)
Forschungszentrum caesar
 
Um sich fortzupflanzen, schütten Seeigel ihre Eizellen und Spermien ins Wasser; dort, im weiten Ozean, müssen sie sich finden. Da die Eizelle nur ein zehntel Millimeter groß ist, scheint dies für die Spermien – ohne sehen, hören und fühlen zu können! – eine unlösbare Aufgabe zu sein. Wie schaffen die Spermien es dennoch, diese knifflige Aufgabe zu bewältigen? Spermien von Seeigeln nutzen eine sehr empfindliche und verlässliche Navigationsstrategie; schließlich leben diese Arten schon seit etwa 400 Millionen Jahren auf unserem Planeten. Für die Spermiennavigation interessieren sich Forscher schon seit über einem Jahrhundert. Der Spermienschwanz dient einerseits als Antenne, die ihre Umgebung abtastet, andererseits aber auch als Motor oder Ruder, mit dem sich die Zelle fortbewegt und die Schwimmrichtung kontrolliert. Zwar sind chemische Lockstoffe, die den Spermien den Weg zur Eizelle weisen, bereits seit vielen Jahren identifiziert worden. Dennoch war die „Suchstrategie“, mit der sich die Spermien in einem Lockstoffgradienten orientieren, bislang unbekannt. In einer Studie, jüngst erschienen im renommierten Fachjournal Nature Communications, fanden die Wissenschaftler des Forschungszentrums caesar in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus Harvard in Boston, der Universität York in Großbritannien und vom Max-Planck-Institut für die Physik komplexer Systeme in Dresden die fehlenden Bausteine, um das Rätsel der Spermien-Navigation zu lösen. Die Forscher zeichneten die dreidimensionale Bewegung der Spermien auf, während sich diese in einem Lockstoffgradienten orientieren. Mithilfe einer Kombinationen von holographischer Mikroskopie und dem Einsatz licht-aktivierbarer Lockstoffe überprüften die Wissenschaftler theoretische Modelle der Spermien-Navigation.

“Unser Wissen über die dreidimensionale Navigation was bislang dürftig, da es technisch sehr anspruchsvoll ist, frei schwimmende Spermien unter dem Mikroskop zu verfolgen. Bislang beobachtete man schnell schwimmende Mikroschwimmer wie Spermien meist in flachen Beobachtungskammern, also in einer zweidimensionalen Umgebung. Mithilfe der Holographie konnten wir die Bewegung von Spermien erstmals in 3D aufzeichnen. Wir haben dazu chemische “Landschaften” des Lockstoffes mit photonischen Methoden erzeugt, also den Lockstoff mit Licht freigesetzt”, so Prof. U. B. Kaupp, wissenschaftlicher Direktor von caesar.


Graphische Komposition, basierend auf realen Messungen. Rot: Projektion einer Wolke, die mit licht-aktivierbaren Lockstoffen erzeugt wurde. Grün: Schwimmbahn eines Spermiums
Graphische Komposition, basierend auf realen Messungen. Rot: Projektion einer Wolke, die mit licht-aktivierbaren Lockstoffen erzeugt wurde. Grün: Schwimmbahn eines Spermiums, Forschungszentrum caesar

Die Studie zeigt, welch ausgeklügelte „Rechenoperationen“ die Spermien während ihrer Navigation durchführen müssen. Im Gegensatz zu Bakterien, die auf ihrer Suche nach Nahrung die Richtung immer wieder zufällig einschlagen – frei nach dem Motto „trial and error“ –, verfolgen Spermien eine gezielte „berechnete“, also deterministische Suchstrategie. Dabei führen Spermien unterschiedliche Steuerungsmanöver durch, je nachdem, wie hoch die Lockstoffkonzentration ist. Führt die Spur auf das Ei zu, korrigieren sie die Bewegungen auf ihrer helikalen Bahn nur leicht. Haben sie die Fährte jedoch verloren, so drehen sie ruckartig um. Die Wissenschaftler konnten die zellulären Mechanismen aufklären, die dieser Steuerung zugrunde liegen. Die Studie zeigt, mit welch hoher Komplexität Spermien eine chemische Landschaft erkunden und wie sie diese Informationen nutzen, um ihren Flagellenschlag zu kontrollieren.

„Lebewesen können also nicht nur mit ihrem Sehsinn präzise Informationen über ihre dreidimensionale Umgebung erlangen. Spermien stellen ein hervorragendes Modell dar, um zu untersuchen, wie selbst einzelne Zellen ihre dreidimensionale Umgebung erkunden und so ihr Überleben sichern können“, fasst Luis Alvarez, der Projektleiter, die Ergebnisse zusammen.

Originalpublikation
Jikeli, J., Alvarez, L., Friedrich, B.M., Wilson, L. G., Pascal, R., Colin, R., Pichlo, M., Rennhack, A., Brenker, C. & Kaupp, U.B. “Sperm navigation along helical paths in 3D chemoattractant landscapes“ Nat. Comm. 6:7985, DOI:10.1038/ncomms8985

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt 



Ludwig-Erhard-Allee 2
53175 Bonn
Deutschland
Nordrhein-Westfalen
E-Mail-Adresse: reifarth@caesar.de
Dr. Jürgen Reifarth

Telefon: 0228 / 9656-107
Fax: 0228/ 96 56-111
E-Mail-Adresse: reifarth@caesar.de
Dr. Jürgen Reifarth 
caesar - center of advanced european studies and research

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte:
http://www.caesar.de/1387.html?&L=2

Venenthrombose: Tödlicher Pfropf aus dem Bein

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Wer gefährdet ist, eine Venenthrombose zu bekommen und was dagegen zu tun ist

Dass Venenthrombosen mit nachfolgender Lungenembolie nicht nur ein Problem älterer Menschen sind, hat der tragische Tod des jungen Politikers Philipp Mißfelder kürzlich gezeigt.

Leider sind die ersten Symptome oft unspezifisch.

 "Thrombosen können völlig unbemerkt verlaufen", sagt Professor Markus Stücker, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (Venenerkrankungen) und leitender Arzt am Venenzentrum Bochum, in der "Apotheken Umschau".

Ein erhöhtes Risiko haben zum Beispiel Frauen mit Krampfadern, die rauchen und mit der Pille verhüten.

In manchen Familien treten Thrombosen zudem gehäuft auf. 

Und wer schon einmal eine Thrombose hatte, bleibt sein Leben lang gefährdet. 

Wer um sein Risiko weiß, kann vorbeugen: Krampfadern behandeln lassen, nicht rauchen, viel bewegen.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 8/2015 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
www.wortundbildverlag.de
www.apotheken-umschau.de

Kostenbeteiligung an Bremer Krankenhäusern

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Weser-Kurier: Niedersachsen lehnt Kostenbeteiligung an Bremer Krankenhäusern ab


Niedersachsen lehnt Forderungen aus Bremen ab, sich an den Kosten für die Krankenhäuser in der Hansestadt finanziell zu beteiligen.

"Die bekommen keinen Cent von uns", sagte Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) dem Bremer "Weser-Kurier" (Montag-Ausgabe). "Wir sind selbst dermaßen knapp mit Mitteln." Zwar sei es richtig, dass sich viele Niedersachsen in der Hansestadt behandeln ließen, aber in den Krankenhäusern im Umland fehlten sie dann. Dadurch würden diese unwirtschaftlich; in der Folge werde es immer schwerer, die medizinische Versorgung im Bremer Umland aufrecht zu erhalten, meinte die Ministerin. "Und das liegt natürlich nicht im niedersächsischen Interesse." Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) hatte kürzlich eine engere Kooperation der beiden Nachbar-Bundesländer angeregt und dabei ausdrücklich die Krankenhausplanung benannt.

Bei notwendigen Strukturreformen von Kliniken in und um Bremen mache eine Absprache durchaus Sinn, meinte auch Ressortchefin Rundt. "Wir reden natürlich miteinander."

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de

Suchtkrank im Alter - Handlungsempfehlungen für Pflegepersonal

Medizin am Abend Berlin Fazit:  

 

http://www.armut-und-gesundheit.de/fileadmin/user_upload/MAIN-dateien/Kongress_A_G/A_G_15/Doku_A_G_2015/Beitraege_neu/Keller_K_Hoff_T_Isfort_M_Kuhn_U_Faerber_N_AEltere_Menschen.pdf 


Wie verhalte ich mich als Pflegekraft, wenn ich den Eindruck habe, dass eine Bewohnerin oder ein Bewohner in meiner Altenpflegeeinrichtung ein Suchtproblem hat? In zahlreichen Pflegeeinrichtungen müssen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Frage stellen. Aber nur in wenigen Einrichtungen gibt es festgelegte Konzepte, wie sie mit diesem Personenkreis umgehen sollen. 
 
In einem Forschungsprojekt haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) nun Handlungsempfehlungen erarbeitet, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Altenpflegeeinrichtungen unterstützen sollen:  

Wie sie zum Beispiel Anzeichen für eine Suchterkrankung erkennen können oder welche Bedeutung eine Suchterkrankung für die Pflege der Bewohner und Bewohnerinnen hat.

„Es ist oft nicht leicht, bei älteren Personen eine Suchtproblematik zu erkennen“, sagt Projektleiterin Prof. Dr. Tanja Hoff, „da bei ihnen zum Beispiel Trinkexzesse oder impulsive, aggressive Äußerungen seltener vorkommen.

Darüber hinaus ist es oft schwierig, zwischen altersbedingten Veränderungen und Folgen von Suchtmittelkonsum zu unterscheiden.

Ein Beispiel sind zittrige Hände.“

Für die Bewohner sei es aber zum Teil lebenswichtig, dass die Pflegekräfte Entzugserscheinungen oder eine mögliche Vergiftung rechtzeitig erkennen und richtig reagieren.

Die Handlungsempfehlungen enthalten auch Listen-Vordrucke, Frage- und Dokumentationsbögen sowie Checklisten, die den Pflegekräften den Umgang mit suchtkranken oder -gefährdeten Bewohnern erleichtern sollen.

Das Dokument kann auf der Internetseite http://www.sanopsa.de/internet/projektergebnisse/ kostenlos heruntergeladen werden.

Gefördert wurde das Forschungsprojekt „Sucht im Alter – Netz- und netzwerkbasierte Optimierung der ambulanten und stationären Pflege“ (SANOPSA) vom Bundesforschungsministerium im Rahmen der Förderlinie „SILQUA-FH“ des Programms „Forschung an Fachhochschulen“.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Prof. Dr. Tanja Hoff (Projektleitung),
t.hoff@katho-nrw.de, Telefon: 0221/7757-137
Julia Uehren, presse@katho-nrw.de
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen


Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte:
http://www.sanopsa.de/internet/projektergebnisse/

Dein Gedächtnis? Dein Filter! Der Hippocampus im Schläfenlappen Deines Gehirns

Medizin am Abend Berlin Fazit:   „Gedächtnis-Region“ des Gehirns ist auch am Lösen von Konflikten beteiligt

Nicht nur für das Langzeitgedächtnis ist der Hippocampus im Schläfenlappen des Gehirns verantwortlich. Forscher zeigten nun erstmals, dass er auch am schnellen und erfolgreichen Lösen von Konflikten beteiligt ist. Das Team um Prof. Dr. Nikolai Axmacher von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) berichtet gemeinsam mit Kollegen vom Universitätsklinikum Bonn sowie aus Aachen und Birmingham in der Zeitschrift „Current Biology“. 

Der Hippocampus ist besonders aktiv bei schnellen und erfolgreichen Entscheidungen.
Der Hippocampus ist besonders aktiv bei schnellen und erfolgreichen Entscheidungen. RUB, Grafik: Sabine Bierstedt
 
Entscheidungskonflikte treten im Alltag permanent auf

Im Alltag sind Menschen ständig mit Entscheidungskonflikten konfrontiert, vor allem dann, wenn sie eine normalerweise sinnvolle Handlung unterdrücken müssen. Ein Beispiel: Wenn die Fußgängerampel auf Grün springt, würde ein Passant üblicherweise losgehen. Wenn aber gleichzeitig ein Auto angerast kommt, bleibt er in diesem Fall besser stehen. Im Experiment wählten die Forscher eine weniger bedrohliche Situation. Probanden hörten die Wörter „hoch“ oder „tief“ in einer hohen oder einer tiefen Stimmlage und mussten – unabhängig von der Wortbedeutung – angeben, in welcher Tonhöhe der Sprecher die Begriffe sagte. 

  • Wenn Stimmlage und Wortbedeutung nicht zusammenpassen, erzeugt das einen Konflikt: Die Teilnehmer antworten langsamer und machen mehr Fehler.
Ergebnisse mit zwei Messmethoden bestätigt

Gleich mit zwei Messmethoden zeigte das Team, dass der Hippocampus in solch widersprüchlichen Situationen aktiv ist, und zwar besonders stark, wenn Menschen Konflikte schnell und erfolgreich lösen. Nikolai Axmacher vom Institut für Kognitive Neurowissenschaft und Kollegen analysierten die Hirnaktivität bei gesunden Teilnehmern mit der funktionellen Magnetresonanztomografie. Die gleichen Ergebnisse erzielten sie auch bei Epilepsiepatienten, denen zur Operationsplanung EEG-Elektroden in den Hippocampus implantiert worden waren; so konnten die Wissenschaftler die Aktivität dieser Hirnregion direkt messen.


In Konfliktsituationen müssen Menschen schnell entscheiden, was sie tun. Der Hippocampus scheint dabei eine Rolle zu spielen.
In Konfliktsituationen müssen Menschen schnell entscheiden, was sie tun. Der Hippocampus scheint dabei eine Rolle zu spielen. RUB; Foto: Katja Marquard

Gedächtnissystem könnte aus gelösten Konflikten lernen

Da der Hippocampus entscheidend für das Gedächtnis ist, spekulieren die Forscher über seine Rolle bei der Konfliktlösung: „Unsere Daten zeigen zunächst eine komplett neue Aufgabe des Hippocampus – das Verarbeiten von Handlungskonflikten“, sagt Carina Oehrn von der Klinik für Epileptologie des Universitätsklinikums Bonn.

„Die Frage nach der Interaktion dieser Funktion mit Gedächtnisprozessen werden wir jedoch erst durch weitere Untersuchungen klären können“.

„Vielleicht wird das Gedächtnissystem besonders aktiv, wenn es gelingt, einen Konflikt zu lösen“, spekuliert Nikolai Axmacher.

 „Aus dauerhaft ungelösten Konflikten kann man keine hilfreichen Lehren für die Zukunft ziehen.

Nach unserem Modell arbeitet das Gedächtnis wie ein Filter. 

Gelöste Konflikte sprechen es besonders an, ungelöste Widersprüche oder Standardsituationen hingegen nicht. Diese These müssen wir aber in weiteren Studien überprüfen.“

Titelaufnahme

C.R. Oehrn, C. Baumann, J. Fell, H. Lee, H. Kessler, U. Habel, S. Hanslmayr, N. Axmacher (2015): Human hippocampal dynamics during response conflict, Current Biology, DOI: 10.1016/j.cub.2015.07.032

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Prof. Dr. Nikolai Axmacher, Institut für Kognitive Neurowissenschaft, Abteilung Neuropsychologie, Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-22674, E-Mail: nikolai.axmacher@ruhr-uni-bochum.de

Carina Oehrn, Klinik für Epileptologie, Universitätsklinikum Bonn, Sigmund-Freud-Straße 25, 53127 Bonn, Tel. 0228/287-19345, E-Mail: Carina.Oehrn@ukb.uni-bonn.de

Dr. Julia Weiler
Jens Wylkop M.A. Ruhr-Universität Bochum


Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte:
http://www.cell.com/current-biology/abstract/S0960-9822%2815%2900866-0 - Beitrag in Current Biology

360° Brennpunkt-Thema: Germanwings-Absturz: Suizid - Depression

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Studie: Berichterstattung zu Enke-Suizid sensibilisiert Deutsche für Depression

Täglich fast 30 Suizide in Deutschland - weitere Aufklärungsarbeit nach Germanwings-Absturz nötig

Die Berichterstattung über den Suizid des Nationaltorhüters Robert Enke hat das Stigma gegenüber der Erkrankung Depression positiv beeinflusst. Die Deutschen sind seitdem eher bereit, bei Depression professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies zeigen Bevölkerungsumfragen im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes zur Aufklärung über Depression und Suizidprävention (Optimising suicide prevention programmes and their implementation in Europe, kurz: OSPI-Europe). 



Geleitet wurde das Projekt von Professor Dr. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig. Dabei sollte die Wirkung einer lokalen Aufklärungskampagne in Leipzig im Vergleich zu einer Kontrollregion ohne Kampagne in Magdeburg untersucht werden. Vor (Juni 2009) und nach der Kampagne (November/Dezember 2010) wurden telefonisch je 1000 Personen zu ihrer Einstellung und ihrem Hilfesuchverhalten bei Depression befragt. Da zwischen diesen beiden Untersuchungszeitpunkten der Suizid von Robert Enke lag, ergab sich die unerwartete Gelegenheit, Effekte der Medienberichterstattung zu analysieren. „Wir konnten große Verbesserungen in Wissen und Haltung bezüglich Depression, nicht nur in Leipzig, sondern auch in der Kontrollregion Magdeburg feststellen. Deshalb ist davon auszugehen, dass diese durch die Medienberichterstattung zum Suizid von Robert Enke bewirkt worden sind“, vermutet Hegerl.

Einige zentrale Ergebnisse der Befragung zeigen:

- 2009 hielten 30% der Befragten in Leipzig und 20% der Befragten in Magdeburg die Depression für ein Zeichen persönlicher Schwäche. 2010 glaubten dies nur noch 10%.

- 2009 glaubten 30% der Befragten in beiden Städten, Menschen mit Depression seien gefährlich, 2010 waren es nur noch 10%.

- Veränderungen konnten auch in der Einstellung zum Hilfesuchverhalten festgestellt werden. Im Juni 2009 sagten die Hälfte der Befragten: „Ein Mensch sollte seine Probleme alleine lösen, psychologische Beratung wäre das letzte Mittel“. 2010 teilten nur noch 20% der Leipziger und 25% der Magdeburger diese Meinung.

Weitere Aufklärungsarbeit nach Germanwings-Absturz (Co-Pilot: Andreas Lubitz) nötig

Trotz der Erfolge in der Aufklärung über Depression nehmen sich pro Tag in Deutschland immer noch fast 30 Menschen das Leben. 

Die Ursache ist in den allermeisten Fällen eine unzureichend behandelte Depression. Dieser Fakt findet in der öffentlichen Diskussion und bei Entscheidungsträgern aus dem Gesundheitssystem kaum Beachtung. Nur Einzelfälle wie die Selbsttötung Robert Enkes im Jahr 2009 oder der Germanwings-Absturz 2015 rücken das Thema schlaglichtartig in den öffentlichen Fokus.

„Die Berichterstattung zum Germanwings-Absturz könnte das Stigma gegenüber der Depression in der Zwischenzeit sogar wieder verstärkt haben.

Wie die Reaktionen im Online-Diskussionsforum Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe zeigen, wurden viele depressiv Erkrankte durch die öffentlich diskutierte Aufweichung der ärztlichen Schweigepflicht mit Meldepflicht für Depressionen bei bestimmten Berufsgruppen oder die Frage nach Berufsverboten verunsichert.

Ich befürchte, dass sich dadurch wieder weniger Betroffene trauen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Für die Stiftung Deutsche Depressionshilfe heißt das, dass dringend weitere Aufklärungsarbeit nötig ist.“ sagt Ulrich Hegerl. Einen Beitrag soll der 3. Deutsche Patientenkongress Depression am 12./13. September in Leipzig leisten. „Mit Hilfe des Patientenkongresses wollen wir den fast fünf Millionen Menschen, die in Deutschland im Laufe eines Jahres an einer Depression erkranken, eine Stimme geben und fundierte Informationen über die Erkrankung vermitteln“, ergänzt Hegerl.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe hat zudem eine Plakatkampagne zur Aufklärung über die Erkrankung mit ihrem Schirmherrn Entertainer Harald Schmidt gestartet. Auch ein TV-Spot wird im Moment in Kooperation mit der Filmakademie Baden-Württemberg erstellt. Um diese Aufklärungsarbeit finanzieren zu können ist die Stiftung Deutsche Depressionshilfe dringend auf Spenden angewiesen.


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Heike Friedewald, M.A.
Tel.: +49 341 97 24 48 6
E-Mail: presse@deutsche-depressionshilfe.de



Semmelweisstraße 10
04103 Leipzig
Deutschland
Sachsen


PD Dr. Christine Rummel-Kluge
Geschäftsführerin
Telefon: 0341 / 97-24493
Fax: 0341 / 97-24599
E-Mail-Adresse: info@deutsche-depressionshilfe.de


GenderMedizin: Hör auf Dein Herz http://www.dgesgm.de/

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Tabuthema Stress - Warum gerade Frauen offen über Stress sprechen sollten 



Palina Rojinski, Botschafterin der Coca-Cola light Initiative "Hör auf dein Herz" weiß, wie wichtig es ist, über Stress zu reden und auf die innere Balance zu achten.

https://www.youtube.com/watch?v=PI2ep3oBcxA

Guter Ton oder Tabu? Stress ist in aller Munde, aber irgendwie mag ihn keiner so wirklich zugeben. Vielmehr ist man eben besonders "busy", wenn man mit erhöhtem Puls durch den Tag fliegt.

Vor allem junge Frauen bringen am liebsten alles auf einmal unter einen Hut: 

Neue Herausforderungen im Job, Freundinnen, Beziehung und Selbstverwirklichung! 

Wenn es ihnen aber doch einmal zu turbulent wird, sprechen sie eher ungern darüber. Dabei kann reden helfen! In der aktuellen "Hör auf dein Herz"-Studie 2015*, durchgeführt von forsa, geben 61 Prozent der Deutschen an, nur selten darüber zu sprechen, wenn sie unter dauerhaftem Druck stehen.

Die Coca-Cola light Initiative "Hör auf dein Herz" macht sich seit 2011 für die Herzgesundheit von Frauen stark und macht aktuell auf die Folgen von dauerhaftem Stress auf die Gesundheit aufmerksam.

Es ist daher nicht ganz unwesentlich, dass 17 Prozent der Männer und 10 Prozent der Frauen quasi nie über Stress reden, weil sie "keine Schwäche zugeben" wollen. 

Anders die Befragten, die sich selbst als ausbalanciert bezeichnen:

33 Prozent thematisieren sofort, wenn sie spüren, dass die Taktung ihres Alltags zu schnell ist. Das Ergebnis: Sie verspüren insgesamt weniger Stress und empfinden eine stärkere innere Balance.

Unsere besten Zuhörer: Wem sich die Deutschen anvertrauen 

Haben wir uns schließlich doch ein Herz gefasst und möchten reden - scheitert es mitunter an der richtigen Gelegenheit. Das sagen 44 Prozent der Deutschen. Besonders die Männer (41 Prozent) wissen nicht so recht, wem sie sich öffnen möchten.

Und selbst die sonst so kommunikativen Frauen (37 Prozent) geben an, häufig vergeblich ein offenes Ohr zu suchen. 17 Prozent der Frauen fehlt am Ende ganz der Mut, das Thema auf den Tisch zu bringen. Ganz so vereinsamt sind wir dann aber zum Glück doch nicht: 62 Prozent finden schließlich einen verlässlichen Zuhörer im Partner oder in der Partnerin. Bei der Arbeit reden Männer (32 Prozent) offener mit Kollegen über Stress als Frauen (25 Prozent). Dafür sind Freundinnen (63 Prozent) für die Frauen eine der wichtigsten Anlaufstellen.

Außerdem freuen sich junge Frauen über den Rat der Eltern (33 Prozent).

An morgen denken: Warum Prävention besonders wichtig ist 

Wenn sie über Stress auspacken, belassen es die Befragten allerdings oft bei einer Bestandsaufnahme:

  1. Männer wie Frauen (81 Prozent) beklagen sich über die Stressauslöser wie Termindruck. Vor allem die Frauen (56 Prozent) äußern sich zu Stresssymptomen (Männer: 42 Prozent), die sie im Alltag verspüren.
  2. Frauen (57 Prozent) wie Männer (48 Prozent) sind der Meinung, dass ein Mix aus äußeren Faktoren (Job, Beziehungen), der eigenen Lebenseinstellung sowie Charaktereigenschaften den Stresspegel wahlweise hebt oder senkt. 
  1. Auffällig: 
Vor allem die Frauen sind gut im Verdrängen - gerade einmal 18 Prozent diskutieren die mittel- bis langfristigen Folgen von dauerhaftem Stress, Männer denken da etwas eher ans Morgen (23 Prozent). Dabei sind es gerade die Frauen, bei denen Dauerdruck auf die Gesundheit schlagen kann. 

Der beste Weg aus dem Stress: Selbstreflexion 

Die weniger Stressanfälligen unter den Befragten gehen dagegen strategischer vor: 32 Prozent denken über aktive Maßnahmen zur langfristigen Stressvorbeugung nach. Sie sind der Meinung, dass man über eine optimistische Sicht auf die Dinge, den Stress zumindest lindern kann (17 Prozent versus 8 Prozent aller anderen).

Sie bieten dem Stress mit Selbstreflexion die Stirn:

Um Stress zu minimieren, müsse man zuallerst den eigenen übersteigerten Perfektionismus überwinden, sagen 81 Prozent der besonders Ausgeglichenen.

Man muss eben nicht in Job und Privatleben alles perfekt machen. Für sie ist außerdem klar:

Ein übermäßiges Helfersyndrom (59 Prozent) bringt einen im Alltag nicht weiter.

Zwar greifen auch die Ausbalancierten anderen gerne unter die Arme, aber sie achten dabei besser auf ihre eigenen Grenzen - und damit auf ihre innere Balance.

Hör auf dein Herz - für ein ausbalanciertes Leben 

Mit der 2011 gegründeten Initiative "Hör auf dein Herz" ermutigt Coca-Cola light Frauen und Männer, ihr Leben voll auszuschöpfen und bewusst zu genießen - und dabei im Gleichgewicht zu bleiben. 


Die Initiative unterstützt die Forschung der Gendermedizinerin Prof. Regitz-Zagrosek

und http://www.dgesgm.de/ Dr. med. Natascha Hess (Berlin, Germany), die das noch kaum bekannte "Broken-Heart-Syndrom" untersucht. 

Das Stress-Phänomen tritt zu 90 Prozent bei Frauen auf - als Folge dauerhafter emotionaler Belastung. 

Coca-Cola light hat die Forschung am Institut für Geschlechterforschung an der Charité Berlin bislang mit 700.000 Euro unterstützt. 

2015 wird das aktuelle Forschungsprojekt "Berliner Herz und Seele" mit weiteren 150.000 Euro gefördert. 

* Für die Coca-Cola light Stress-Studie wurden 1004 Personen im Alter von 20 bis 49 Jahren im Rahmen des forsa-Omninet-Panels befragt.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

http://www.dgesgm.de/index.php/struktur

http://www.dgesgm.de/index.php/hoeraufdeinherz

Stefanie Effner
T +49(0) 30 22 606 9800
F +49(0) 30 22 606 9110
presse@coca-cola-gmbh.de
www.coca-cola-deutschland.de