Medizin am Abend Berlin VorOrt - Fortbildung April 2023:
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Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Zi-Studie zu bundesweiten Inzidenztrends diagnostizierter Herzerkrankungen in den Jahren 2013-2021 veröffentlicht
Erkrankungsrisiko kardialer Erkrankungen nimmt schrittweise ab
Deutliche Reduktionen bei Neuerkrankungen
Rückgang vor allem bei Koronarer Herzkrankheit und Herzinsuffizienz
Diesen beiden Erkrankungsgruppen kommt als häufigste Todesursachen neben Tumorerkrankungen eine herausragende Bedeutung für die Bevölkerungsgesundheit zu.
Die rückläufige Inzidenz für KHK und Herzinsuffizienz korrespondiert mit einer Abnahme der Mortalitätsraten in der Bevölkerung in den Jahren 2011 bis 2020, die bei 20 bzw. 40 Prozent liegen.
Ebenfalls stark rückläufig war die Inzidenz der sehr
seltenen Erkrankungsgruppe akutes rheumatisches Fieber.
Die Inzidenz diagnostizierter Herzerkrankungen und des kardiovaskulären
Risikofaktors Hypertonie variierte 2021 zwischen 0,13 (akutes
rheumatisches Fieber) und 30,6 (Hypertonie) pro 1.000 Personen. Zwischen
2013 und 2021 zeigte die alters- und geschlechtsstandardisierte
Inzidenz pro Erkrankungsgruppe mehrheitlich einen schrittweisen
Rückgang.
Der stärkste relative Rückgang zwischen 2013 (0,20 Neuerkrankungen pro 1.000 Personen) und 2021 (0,13/1.000) wurde für akutes rheumatisches Fieber (−35 Prozent) beobachtet.
Darauf folgten die KHK (Inzidenz in 2013: 12,71/1.000, 2021: 9,52/1.000) und die Herzinsuffizienz (2013: 10,49/1.000, 2021: 8,09/1.000) mit relativen Rückgängen von −25 Prozent bzw. −23 Prozent.
Patient:innen mit dem neudiagnostizierten kadiovaskulären Risikofaktor Hypertonie und neudiagnostizierten sonstigen kardialen Erkrankungen wiesen 2021 ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis auf.
Für die KHK (47 Prozent) sowie Myokarditis und Kardiomyopathie (40 Prozent) ist ein geringerer Anteil erkrankter Frauen beobachtet worden.
Alle anderen Erkrankungen zeigten hingegen einen höheren Anteil an neuerkrankten Frauen als an neuerkrankten Männern.
Medizin am Abend Berlin Zusatzfachlink: Labor Herz - und Rheuma
Das sind die
zentralen Ergebnisse einer aktuellen Versorgungsatlas-Studie des
Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zu
„bundesweiten Inzidenztrends diagnostizierter Herzerkrankungen in den
Jahren 2013 bis 2021“.
Dies schließt an Befragungsergebnisse zum Gesundheitsverhalten an.
So zeigen Surveydaten eine erhöhte Prävalenz für lebensstilbezogene Risikofaktoren kardiovaskulärer Erkrankungen in den ostdeutschen Regionen, darunter körperliche Inaktivität, erhöhter Alkoholkonsum und Adipositas.
Unsere Studie schärft den Blick für
kleinräumige Variationen des erkrankungsspezifischen Risikos, die als
Ausgangspunkt zukünftiger Untersuchung zur Krankheitsgenese potenziell
relevanter Umweltfaktoren dienen können“, sagte der
Zi-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Stillfried.
Herzerkrankungen sind in Deutschland, aber auch weltweit die häufigste
Todesursache.
Allerdings konnte für
Herzerkrankungen in Deutschland auch ein über die letzten zwei
Jahrzehnte andauernder stetiger Rückgang der alters- und
geschlechtsstandardisierten Mortalitätsraten beobachtet werden.
Datengrundlage der vorliegenden Auswertungen sind die bundesweiten
pseudonymisierten, krankenkassenübergreifenden vertragsärztlichen
Abrechnungsdaten gemäß § 295 SGB V.
Die Erfassung des Neuauftretens von zehn kardialen Erkrankungsgruppen und des Risikofaktors Hypertonie erfolgte pro Jahr im Zeitraum 2013 bis 2021 in Kohorten von vertragsärztlichen Patient:innen, die in einem Mindestzeitraum von vier Jahren zu beobachten waren.
Das Neuauftreten einer Erkrankungsgruppe wurde angenommen, wenn eine „gesicherte“ Diagnose erstmalig nach einem diagnosefreien Vorbeobachtungszeitraum von drei Jahren in einem Quartal des Berichtsjahres vetragsärztlich kodiert wurde.
Jakob Holstiege
Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland
Salzufer 8 – 10587 Berlin
Tel. (030) 4005 2467 – E-Mail: jholstiege@zi.de
Daniel Wosnitzka Versorgungsatlas
Homepage der Einrichtung
Versorgungsatlas
Salzufer 8
10587 Berlin
Deutschland
Berlin
Camilla Gonzatto da Silva
Telefon: 030 4005-2460
E-Mail-Adresse: cgonzattodasilva@zi.de
Melanie Nandzik
Telefon: 030 4005 2480
E-Mail-Adresse: mnandzik@zi.de
Holstiege J, Dammertz L, Kohring C, Heuer J, Akmatov MK, Bätzing J. Bundesweite Inzidenztrends diagnostizierter Herzerkrankungen in den Jahren 2013 bis 2021. Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi). Versorgungsatlas-Bericht Nr. 23/01. Berlin 2023. > https://doi.org/10.20364/VA-23.01
Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Wie Vitamin D3 bei allergischem Asthma hilft
FAU-Forschende entschlüsseln, wie das Vitamin die Immunabwehr positiv beeinflusst
Doch wie genau dieses Vitamin die zelluläre Entzündungsreaktion des Körpers beeinflusst, ist bislang nicht vollständig aufgeklärt.
Ein Forschungsteam der Molekularen Pneumologie
des Uniklinikums Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg (FAU) zeigte nun erstmals, wie die Einnahme von
Vitamin D3 die zelluläre Entzündungsreaktion bei allergischem Asthma
verändert und die Asthma-Symptomatik verbessern kann.
Die Doktorandin Janina Grund und die Mitglieder der Arbeitsgruppe um
Prof. Dr. Dr. Susetta Finotto aus der Molekular-Pneumologischen
Abteilung haben dafür die klinische Ausprägung des Asthmas von
betroffenen Vorschulkindern und Erwachsenen im Kontext des
Vitamin-D3-Blutspiegels und der nahrungsergänzenden Vitamin-D3-Einnahme
untersucht.
Medizin am Abend Berlin ZusatzFachlink: Labor Vitamin D3
In bestimmten Zellen aus dem Blut fanden die
Wissenschaftler/-innen bei Personen mit einem höheren Vitamin-D3-Spiegel
zudem vermehrt das Protein Blimp-1, das die Immunantwort von
T-Helferzellen steuert.
Um den Mechanismus besser zu verstehen, untersuchte Janina Grund an
Mäusen genauer, wie sich die Gabe von Vitamin D3 auf die Immunantwort
auswirkt.
Auch hier führte das Vitamin dazu, dass das Asthma weniger schwer ausgeprägt war.
Damit zeigte das Forschungsteam, dass die zusätzliche Vitamin-D3-Einnahme für Asthma-Patient/-innen einen positiven Effekt hat und wie wichtig es für sie ist, ausreichend damit versorgt zu sein.
Konkrete Therapieempfehlungen lassen sich aus diesen
grundlegenden Untersuchungen nur begrenzt ableiten – Betroffene sollten
sich daher bei Fragen immer an ihre Arztpraxis wenden.
Zur Original-Publikation: https://doi.org/10.1016/j.jacig.2023.100099
Prof. Dr. Dr. Susetta Finotto
Molekular-Pneumologische Abteilung in der Anästhesiologischen Klinik
Tel.: 09131/85-35883
susetta.finotto@uk-erlangen.de
Blandina Mangelkramer Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Schlossplatz 4
91054 Erlangen
Deutschland
Bayern
https://doi.org/10.1016/j.jacig.2023.100099
Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Neue Online-Angebote für Männer in suizidalen Krisen
„Über Suizidgedanken spricht man als Mann nicht“, sagt einer der Betroffenen, die im Rahmen von zwei neuen Online-Angeboten über ihre Erfahrungen und ihren Weg aus einer ausweglos erscheinenden Situation berichten.
Sie wurden von Wissenschaftler:innen der Universitäten Leipzig, Bielefeld sowie der Medical School Berlin entwickelt.
Neue Online-Angebote für Männer in suizidalen Krisen: Forschungsverbund richtet sich mit Projekten an Betroffene und Angehörige. © piola666/istockphoto.com
Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 9000 Menschen durch Suizid.
Sowohl Männer als auch deren Angehörige berichten von Hilflosigkeit, was in suizidalen Krisen hilft, was man tun und wohin man sich wenden kann.
Wir wollen
diesen Problemen mit unseren neuen, wissenschaftlich fundierten
Angeboten entgegenwirken“, sagt die Psychologin Prof. Dr. Heide
Glaesmer, Projektleiterin an der Universitätsmedizin Leipzig.
Obwohl die Suizidrate bei Männern fast dreimal so hoch ist wie bei
Frauen, gibt es bisher nur sehr wenige spezifische Hilfsangebote.
Der Forschungsverbund MEN-ACCESS hat aus diesem Grund zwei neue präventive Online-Angebote speziell für Männer mit Suizidrisiko und deren Angehörige entwickelt.
Basis dafür waren Interviews mit Männern, die einen Suizidversuch unternommen haben.
In sogenannten psychologischen
Autopsie-Interviews wurden auch Angehörige befragt, die eine nahstehende
männliche Person durch einen Suizid verloren haben.
Das Ziel besteht darin, Anzeichen, die dem Suizidversuch vorausgingen,
besser zu erkennen.
Außerdem wollen die Wissenschaftler:innen verstehen, wie Männer das Hilfesystem in Anspruch nehmen beziehungsweise welche Gründe sie daran hindern und welche Strategien oder Personen Ihnen in der Krise hilfreich waren.
Zusätzlich werden Daten einer
Längsschnittstudie zu psychologischen Faktoren von Suiziden analysiert,
geschlechtsspezifische Unterschiede und Risikofaktoren von Männern
betrachtet. Mithilfe dieser verschiedenen Ansätze wurden zwei neue
Hilfsangebote entwickelt.
Hilfsangebot für Männer mit Suizidrisiko: http://www.maenner-staerken.de
Was sind Warnzeichen für und Wege aus einer Krise?
Männlichkeit und psychische Krise, wie passt das zusammen?
Das Angebot gibt auch Orientierung:
Kann überhaupt jemand helfen?
Welche Hilfen sind wann und wie erreichbar?
Wie kann ich die eigene Not ansprechen?
Komme ich gegen meinen Willen in die Psychiatrie, wenn ich über Suizidgedanken spreche?
Zahlreiche Videos mit Schilderungen von betroffenen Männern und
Expert:innen sollen Perspektiven in scheinbar ausweglosen Situationen
schaffen und das Thema entstigmatisieren.
E-Learning Programm für Angehörige von Männern mit Suizidrisiko:
http://www.hilfe-fuer-angehoerige.de
Das kostenlose E-Learning-Programm dient Angehörigen von Männern in
einer suizidalen Krise.
Es besteht aus vier Modulen mit medizinisch-wissenschaftlichen Inhalten zu Suizidalität, Videos mit Expert:innen, Betroffenen sowie Hörspielen und Informationsmaterial.
Das
Programm soll Angehörige im Umgang mit Personen in suizidalen Krisen
unterstützen, Hilfsangebote aufzeigen, Kommunikationsstrategien
vermitteln und für die Wahrnehmung der eigenen Belastung
sensibilisieren. Das Angebot wird von einer wissenschaftlichen Studie an
der Medical School Berlin begleitet und evaluiert.
Der Forschungsverbund „MEN-ACCESS – Suizidprävention für Männer“ wird
gefördert vom GKV-Bündnis für Gesundheit, eine gemeinsame Initiative der
gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von
Gesundheitsförderung und Prävention:
https://www.suizidpraevention-menaccess.de/forschungsverbund
Hilfsangebot für Männer
Prof. Dr. Heide Glaesmer
Universitätsmedizin Leipzig
E-Mail: men-access@medizin.uni-leipzig.de
Tel.: 0341 9718801
Hilfsangebot für Angehörige
Prof. Dr. Birgit Wagner
Medical School Berlin
E-Mail: birgit.wagner@medicalschool-berlin.de
Goethestraße 6
04109 Leipzig
Deutschland
Sachsen
Medizinische Fakultät: Anne Grimm Universität Leipzig
Telefon: 0341 97 15 790
E-Mail-Adresse: anne.grimm@medizin.uni-leipzig.de
http://www.maenner-staerken.de
http://www.hilfe-fuer-angehoerige.de
https://www.suizidpraevention-menaccess.de/forschungsverbund
Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Den Blutzucker besser regulieren
Durch Glukose schaltbare Insulin-Transporter
In der Zeitschrift Angewandte Chemie stellt ein Forschungsteam jetzt eine neuartige durch Glukose schaltbare Insulin-Formulierung vor.
Als Träger fungierende Lipid-Nanopartikel setzen je nach Zuckerspiegel mehr oder weniger Insulin frei.
Den Blutzucker besser regulieren (c) Wiley-VCH
Auf Glukose ansprechende Insulin-Formulierungen, die die Funktion von
β-Zellen nachahmen, könnten die Insulin-Therapie verbessern.
Verschiedene Ansätze mit Insulin-„Transportern“ aus Polymeren mit eingebauter Glukoseoxidase als Glukose-Detektor leiden jedoch unter zwei Problemen:
Das Molekulargewicht der Polymerträger ist nicht einheitlich
und Glukoseoxidase ist giftig, wenn sie im Organismus freigesetzt wird.
Das chinesische Team um Jinqiang Wang und Zhen Gu von der
Zhejiang-Universität, dem Zhejiang-Krebskrankenhaus und der Universität
von Hong Kong wählte jetzt einen anderen Ansatz, der auf biokompatiblen
Nanopartikeln aus Lipiden mit einheitlichen chemischen Strukturen als
Trägern basiert. Lipid-Nanopartikel wurden klinisch bereits breit für
den Wirkstoff-Transport eingesetzt.
Ein Teil der Lipide wurde so modifiziert, dass die Oberflächen der durch
Selbstaggregation entstehenden Nanopartikel viele positive Ladungen
tragen.
Insulinmoleküle mit negativer Ladung binden dann elektrostatisch an die Nanopartikel und werden bei normalem Zuckerspiegel langsam freigesetzt.
Bei hohem Zuckerspiegel gehen bestimmte Lipide der Nanopartikel chemische Bindungen mit der Glukose ein, verringern dabei die positive Ladung der Oberfläche und beschleunigen die Freisetzung des Insulins erheblich.
In Diabetes-Mäusen konnte der Blutzuckerspiegel so über sechs Stunden im Normbereich gehalten werden.
Nach Glukoseinjektion
sank der Blutzuckerspiegel der behandelten Diabetes-Mäuse genauso rasch
auf ein normales Niveau wie bei gesunden Mäusen.
Zukünftig könnte eine Kombination der Glukose-responsiven
Insulinformulierung mit einem Abgabegerät, das über einen tragbaren
elektronischen Zuckerdetektor gesteuert wird, die Regelung des
Blutzuckerspiegels von Diabetes-Patient*innen deutlich verbessern.
Autor/-in: Zhen Gu, University of California Los Angeles (USA),
https://samueli.ucla.edu/people/zhen-gu/
Angewandte Chemie, Postfach 101161, 69451 Weinheim, Germany.
Die "Angewandte Chemie" ist eine Publikation der GDCh.
https://doi.org/10.1002/ange.202303097
Dr. Karin J. Schmitz
Varrentrappstraße 40-42
60486 Frankfurt am Main
Deutschland
Hessen
Maren Mielck
Telefon: 069/7917-327
Fax: 069/7917-1327
E-Mail-Adresse: m.mielck@gdch.de
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.
Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Deshalb lieben wir (Oster-)Schokolade
Das Osternest war in vielen Haushalten auch in diesem Jahr prall gefüllt.
Mit Ostereiern aber auch mit jeder Menge süßen Versuchungen.
Allen voran, ein entzückend aussehendes, langohriges Wesen, verpackt in funkelnder Folie.
Da kann kaum einer widerstehen!
Warum ist das so?
Professor Dr. Bianca Müller von der SRH Fernhochschule – The Mobile University - hat Antworten.
Professor Dr. Bianca Müller leitet den Studiengang Ernährungswissenschaft und Prävention an der SRH Fernhochschule – The Mobile University. SRH Fernhochschule
Die Osterfeiertage liegen hinter uns. Die Ferien sind jetzt rum und
manch einer bedient sich noch einmal großzügig an kleinen
Schokoladen-Marienkäfern, hübschen Schoko-Eiern, gefüllt mit Likör oder
Nougat und nascht vielleicht auch noch ein Stück vom Hasen-Öhrchen. Aber
nur ein ganz kleines!
Doch dieses Vorhaben können nur die allerwenigsten Menschen umsetzen.
Einmal angefangen, verschwindet meist direkt das ganze schokoladige Karnickel in unserem Mund. Ein Umstand, mit dem niemand allein ist.
Denn
Süßwaren erfreuen sich nicht ohne Grund größter Beliebtheit.
1,2 Millionen Tonnen Schokolade wurden 2022 in Deutschland produziert
Im letzten Jahr, in dem Krieg und Inflation zu insgesamt eher
zurückhaltender Kauflust führten, mussten die deutschen
Schokoladenhersteller die Produktion laut Bundesverband der Deutschen
Süßwarenindustrie (BDSI) um 1,7 Prozent erhöhen. Das ergibt aufs Jahr
gerechnet einen Umfang von 1,2 Millionen TONNEN Schokolade. Weil sich
das niemand vorstellen kann, hier ein bildhafter Vergleich:
Zusammensetzung, Geschichte, Psychologie: Deshalb können wir Schokolade nicht widerstehen
Doch woher kommt sie, die Lust auf das leckere Langohr?
Professor Dr. Bianca Müller leitet die Studiengänge „Ernährungswissenschaft und Prävention“ und „Lebensmittelmanagement und -technologie“ an der SRH Fernhochschule – The Mobile University - und erklärt, warum sich niemand schuldig fühlen muss, weil er einfach nicht die Finger von Schoko und Co. Lassen kann:
„Schokoladenosterhase oder auch
Schokoladenweihnachtsmann haben natürlich etwas mit Tradition zu tun. Es
gehört zur Kultur und wird als Teil dieser von den Eltern und
Großeltern übernommen. Deshalb gehört das für die meisten einfach dazu.“
Wieviel Süße ist ZU süß? – Eine Frage des Trainings
Müller weiter:
Aber natürlich mögen auch noch viele Erwachsene den süßen Geschmack.
Auch das zartschmelzende Mundgefühl der Schokolade wird als angenehm empfunden.
Übrigens: Menschen die seltener süß essen,
empfinden Schokolade häufig als zu süß. Man kann das eigene Süßempfinden
also durch eine entsprechende Ernährung durchaus beeinflussen!“
Doch nicht nur Gewohnheit und geschmackliche Vorlieben spielen eine
Rolle.
Professor Dr. Bianca Müller ergänzt:
„Natürlich wissen wir alle, dass Schokolade aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht gerade gesund ist.
Viele sagen aber auch „Schokolade macht glücklich“.
Lassen Sie uns einmal überlegen, ob das an den Inhaltsstoffen liegen könnte…!
All das reicht aber nicht aus, um die positive Wirkung der Schokolade zu erklären.
Eine größere Rolle spielen psychologische Aspekte:
Die Expertin fasst zusammen, dass alles in allem nichts gegen den Schokohasen spricht.
Traditionen zu pflegen sei wichtig und süße Extras durchaus erlaubt.
Vor allem, wenn man die Zeit nach dem Genuss mit
Bewegung, wie zum Beispiel einem Spaziergang, verbindet.
Ein Fernstudium für noch mehr AHA!-Effekte
Damit hätten wir nicht nur eine gute Ausrede, sondern eine höchst
wissenschaftliche, fundierte Erklärung für unsere Lust auf das süße
Häschen. Diese und weitere Erkenntnisse zum Thema
Ernährungswissenschaften erhalten Sie im Studiengang
Ernährungswissenschaft und Prävention der SRH Fernhochschule - The
Mobile University.
Katja Narkprasert
T +49 7371 9315-375
F +49 7371 9315-115
katja.narkprasert@mobile-university.de
www.mobile-university.de
Kirchstraße 26
88499 Riedlingen
Deutschland
Baden-Württemberg
Lea-Anna Hurler
Telefon: 07371 9315-232
E-Mail-Adresse: lea.hurler@mobile-university.de
Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Neues Kinderbuch für Soldatenfamilien thematisiert psychische Erkrankungen
„Wie Papa wieder lachen lernt“ – unter diesem Titel hat das Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft (ZFG) der KU ein neues Kinderbuch herausgegeben.
Es versteht sich als „Mutmachbuch für Soldatenfamilien, wenn ein Elternteil seelisch erkrankt ist“.
Der im Herder-Verlag erschienene Band ist entstanden im Rahmen des „Mutmacher“-Projektes, für das die Deutsche Härtefallstiftung und die Katholische Familienstiftung für Soldaten mit dem Psychotraumazentrum der Bundeswehr kooperieren.
Zielgruppe des neuen Buches sind Kinder zwischen vier und acht Jahren, aber auch Angehörige und Betroffene. Constantin Schulte Strathaus Schulte Strathaus/upd
Stabshauptmann Sven Loik von der Deutschen Härtefallstiftung und Vorstand Rainer Krotz von der Katholischen Familienstiftung überreichten den Band symbolisch bei einem Treffen in Berlin an Militärgeneralvikar Reinhold Bartmann für die Katholische Militärseelsorge, Militärgeneraldekan Matthias Heimer für die Evangelische Militärseelsorge und Andras Hecker für die Jüdische Militärseelsorge.
Der Band richtet sich an Kinder von vier bis acht Jahren und wurde
seitens des ZFG von Dr. Peter Wendl, Alexandra Ressel und
Peggy-Puhl-Regler gemeinsam mit der Illustratorin Ilonka Baberg
konzipiert und umgesetzt.
Die fachliche Beratung erfolgte durch Oberstarzt Prof. Dr. Peter Zimmermann vom Psychotraumazentrum der Bundeswehr.
„Angst und Depression sind als Krankheitsbilder in unserer Gesellschaft stark verbreitet.
Bundeswehrangehörige können in ihrem Beruf wiederum speziellen Belastungen ausgesetzt sein – etwa durch Einsätze in Krisengebieten oder jahrelange Pendler- und Fernbeziehungen.
Liegt tatsächlich eine seelische Erkrankung vor, wirkt sie sich auch
auf das familiäre Umfeld und insbesondere die Kinder von Betroffenen
aus“, erläutert Dr. Peter Wendl.
Altersgerecht erklärt das Buch, warum Mama oder Papa verändert und oft
traurig sind.
Damit will das Autorenteam den Kindern dabei helfen, ihre eigene Wahrnehmung besser einzuordnen und Bedürfnisse und Ängste zu artikulieren. Wendl schildert:
„Kinder haben am allerwenigsten die
Möglichkeit, starke Veränderung bei den Eltern zu verstehen und suchen
deswegen nicht selten die Schuld bei sich selbst oder werden immer
stiller, um kranke Eltern nicht zu stören.“
Zudem ist es ein
Anliegen der Beteiligten, einer generellen gesellschaftlichen
Unsicherheit mit Krankheitsbildern wie Angst, Depression oder auch
Traumata entgegenzuwirken.
Das Buch setzt zugleich eine Kinderbuchreihe des ZFG fort, die in
Kooperation mit dem Katholischen Militärbischofsamt (KMBA) vor einigen
Jahren rund um Wochenendbeziehungen und Herausforderungen von
Auslandseinsätzen begonnen wurde.
In ihrem jüngsten Jahresbericht führt die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Dr. Eva Högl, explizit diese Reihe als Beispiel an „für das Engagement der Seelsorge, um Soldatinnen und Soldaten mit Kinder im Alltag beizustehen“.
Das ZFG
kooperiert seit über 20 Jahren mit dem KMBA zur Erforschung der
Auswirkungen des Soldatenberufs auf Partnerschaft, Familie und Erziehung
sowie für die Begleitung von Familien und Paaren im Kontext von
Auslandseinsätzen, Fernbeziehungen oder Krisenphasen.
Der Band kann außerdem im Buchhandel erworben werden über die ISBN: 978-3-451-71705-5.
Neues Kinderbuch für Soldatenfamilien thematisiert psychische Erkrankungen
Dr. Peter Wendl (wissenschaftlicher Projektleiter am Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft ZFG
Dipl.-Journ. Constantin Schulte Strathaus
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Fax: (08421) 932 - 1248 0
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