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Chefarzt Prof. Dr. Stepha Schubert: Kinderkardiologie

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Bad Oeynhausen: Prof. Dr. Stephan Schubert wird Klinikdirektor der Kinderkardiologie

Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat Prof. Dr. Stephan Schubert (45) auf die vakante Position des Klinikdirektors der Kinderkardiologie am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, berufen. 

Zum 1. Juli 2020 wird Prof. Dr. Stephan Schubert der neue Chefarzt der Kinderkardiologie am Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen. 

Prof. Dr. Stephan Schubert
Prof. Dr. Stephan Schubert (Foto: Marcel Mompour).
 
  • Der erfahrene Kinderkardiologe und Wissenschaftler ist derzeit als Oberarzt und Leiter des Herzkatheterlabors am Deutschen Herzzentrum Berlin tätig. 
  • Er hat zusätzlich eine W3-Professur für interventionelle Kinderkardiologie an der Charité Berlin inne.

Somit bietet sich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bad Oeynhausener Zentrums für angeborene Herzfehler und dessen Patienten eine hervorragende und zügige Perspektive, nachdem Kinderkardiologe Prof. Dr. Matthias Peuster das Klinikum im vergangenen Jahr nach nur neunmonatiger Tätigkeit verlassen hatte.

Übergangsweise hatte PD Dr. Kai Thorsten Laser die Klinik für Kinderkardiologie nunmehr zum zweiten Mal in kommissarischer Leitung übernommen.

  • „Die Versorgung unserer kleinen Patienten konnten wir auch dank der kollegialen Unterstützung durch das Deutsche Herzzentrum Berlin nahtlos sicherstellen“, betont Dr. Overlack mit einem ausdrücklichen Dank an den dortigen Chefarzt Prof. Dr. Felix Berger. 
  • Seit Anfang des Jahres ist Prof. Schubert regelmäßig in Bad Oeynhausen, um die Klinik für Kinderkardiologie insbesondere bei Eingriffen im Herzkatheterlabor zu unterstützen. Dienstantritt des neuen Chefarztes ist am 1. Juli 2020.

Im Bad Oeynhausener Kinderherzzentrum und Zentrum für angeborene Herzfehler werden Patienten aus ganz Deutschland therapiert und ambulant nachbehandelt.

Das Zentrum ist hochmodern ausgestattet und bietet das gesamte Spektrum der Versorgung von Neugeborenen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern einschließlich Herztransplantationen und Einsatz künstlicher Herzunterstützungssysteme an.

 In chefärztlicher Doppelspitze mit Herzchirurg Dr. Eugen Sandica werden rund 1.000 Eingriffe zur Behandlung angeborener Herzfehlbildungen jährlich durchgeführt.

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Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Anna Reiss
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 97-1955
Fax 05731 97-2028
E-Mail: info@hdz-nrw.de

CAVE-Untersucher: Eigenschaften von Blutgefäßen

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Gefäßverengungen behandeln oder nicht

Wenn sich in Arterien Ablagerungen gebildet haben, die das Blutgefäß zu verschließen drohen oder sich lösen und kleinere Gefäße verstopfen könnten, stehen Medizinerinnen und Mediziner vor der Frage, ob und wie sie eingreifen sollten. 

Methoden wie die Ballondilatation sind nicht ohne Risiko. 

Die Teams der Mechaniker Prof. Dr. Daniel Balzani und Prof. Dr. Klaus Hackl an der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der Ruhr-Universität Bochum (RUB) arbeiten daran, die Eigenschaften von Blutgefäßen so exakt zu modellieren, dass eine Vorhersage des Risikos möglich wird. Das könnte eine Entscheidungshilfe im klinischen Alltag bedeuten. 
 Die glatte Muskulatur beeinflusst aktiv das Verhalten von Arterien. Dieses Verhalten lässt sich anhand von Simulationen eines Herzschlags analysieren.
 Die glatte Muskulatur beeinflusst aktiv das Verhalten von Arterien. Dieses Verhalten lässt sich anhand von Simulationen eines Herzschlags analysieren. © Roberto Schirdewahn
 
Bei der Ballondilatation wird von der Leiste des Patienten oder der Patientin durch einen Katheter ein kleiner Ballon bis zur verkalkten Stelle der Arterie vorgeschoben und dort mit Druck aufgeblasen. Dadurch erweitert sich das Gefäß, und das Blut kann wieder fließen. 

Ist der Druck allerdings zu hoch, wird das Blutgefäß zu weit aufgedehnt und der Plaque kann einreißen. Oder es kommt zu so starken Verletzungen der Gefäßwand, dass es später Komplikationen gibt.

Um solche Vorkommnisse vorhersehen und vermeiden zu können, stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufwändige Berechnungen an. Sie simulieren das Verhalten elastischer Gewebe wie Blutgefäße. Daniel Balzani und sein Team konzentrieren sich dabei darauf, das Risiko für mögliche Schädigungen vorab zu berechnen. Die Berechnung eines solchen Risikos ist allerdings alles andere als einfach.

Optimales Material wachsen lassen

Neben der verschiedenen Orientierung von Fasern des Gefäßes müssen viele andere Effekte bei Simulationen berücksichtigt werden, zum Beispiel die Elastizität der Gefäßwand, die Eigenspannung in der Arterie, die Aktivität der glatten Muskelzellen, die das Gefäß umgeben und seinen Durchmesser aktiv beeinflussen, und die Schädigungen bei einer möglichen Überdehnung des Gefäßes. 

Ganz zu schweigen von der Beschaffenheit der Plaques, die für die Verengung von Blutgefäßen verantwortlich sind.

Die Ingenieure setzen bei ihren Berechnungen darauf, dass sich die Strukturen jeweils angepasst an die jeweilige Belastung entwickeln, ganz ähnlich wie sich Muskeln bei stetiger Beanspruchung verdicken.

„Mit diesen Informationen können wir sozusagen das optimal passende Material in der Simulation wachsen lassen“, erklärt Balzani.

Für jede Gefäßeigenschaft entwickeln die Ingenieure einen eigenen Algorithmus.

Schließlich müssen sie alle miteinander gekoppelt und alles zeitgleich berechnet werden.

„Ganz so weit sind wir noch nicht“, schränkt Daniel Balzani ein. Einzelne Kombinationen sind jedoch schon umgesetzt.

Für die Berechnung dieser miteinander verschränkten Algorithmen müssen Großrechner ran.

„Selbst die brauchen einige Tage für die Berechnung zweier Herzschläge“, so Balzani.

Auch Klaus Hackl arbeitet mit seinem Team daran, den Erfolg einer möglichen Ballondilatation vorherzusagen.

Sein Hauptaugenmerk liegt dabei jedoch auf der Computersimulation der Heilung verletzter Gefäße.

Ausführlicher Beitrag in Rubin

Einen ausführlichen Beitrag zu dem Thema finden Sie im Wissenschaftsmagazin Rubin unter https://news.rub.de/wissenschaft/2020-04-30-mechanik-gefaessverengungen-behandel....

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Prof. Dr. Daniel Balzani
Lehrstuhl für Kontinuumsmechanik
Fakultät für Bauingenieurwesen
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: +49 234 32 26048
E-Mail: daniel.balzani@rub.de

Prof. Dr. Klaus Hackl
Lehrstuhl Mechanik-Materialtheorie
Fakultät für Bauingenieurwesen
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: +49 234 32 26025
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Dr. Julia Weiler Ruhr-Universität Bochum

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Meike Drießen
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Studienkoordination/Studienlabor Prof. Dr. med. Christian Drosten Institut für Virologie Charité – Universitätsmedizin Berlin / https://kinderarztpraxis-st-hedwig.de/doctor/dr-kai-sostmann/

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: SARS-CoV-2 KIDS-Studie: Große multizentrische Studie mit Kindern und Jugendlichen

Eine Studie, zwei Ziele: Medizin am Abend Berlin ZusatzFachHinweis: Kinderarzt

Realistische Einschätzung, wie viele Kinder tatsächlich infiziert sind / Verlauf der Virusverbreitung über das Jahr hinweg 

Erhebung zur besseren Einschätzung, wie viele Kinder tatsächlich mit SARS-CoV-2 infiziert sind.
Erhebung zur besseren Einschätzung, wie viele Kinder tatsächlich mit SARS-CoV-2 infiziert sind
 
  • Die Kinderklinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) hat eine große bundesweite Studie mit Kindern und Jugendlichen initiiert, die eine verlässliche Aussage darüber erlauben soll, wie hoch der Anteil der mit dem SARS-CoV-2 Virus Infizierten in dieser Bevölkerungsgruppe tatsächlich ist – und wie er sich im Laufe eines Jahres entwickelt.
  • Die Infektion mit SARS-CoV-2 verläuft bei Kindern und Jugendlichen vergleichsweise harmlos, häufig sogar ganz ohne Symptome – dies zeigen die aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen einhellig. 
  • Im Umkehrschluss gehen die Wissenschaftler davon aus, dass eine hohe Zahl an Infektionen in diesem Alter unentdeckt bleibt.

Für das Verständnis der Virus-Epidemiologie, auf deren Basis wichtige Entscheidungen über Schutzmaßnahmen getroffen werden, ist aber eine belastbare Einschätzung darüber, wie groß der Anteil an Infizierten in der Bevölkerung insgesamt sowie in bestimmten Altersgruppen ist, maßgeblich. Bislang gibt es jedoch kaum Informationen zu relevanten epidemiologischen Kenngrößen der Coronavirus-Infektion bei Kindern.

  • Für die von Mannheim aus geleitete prospektive Studie wurden 14 Kinderkliniken in ganz Deutschland ausgewählt. 

Ihre Aufgabe ist es, ihre Patienten als Probanden zu gewinnen:

Das Blut von Kindern und Jugendlichen, das aufgrund anderer Indikationen ohnehin entnommen wird, soll zusätzlich auf spezifische SARS-CoV-2 Antikörper getestet werden – selbstverständlich mit deren Zustimmung und anonymisiert.

Insgesamt 1.500 Proben sollen jeden Monat in den 14 Kliniken gesammelt und im Institut des Virologen Professor Dr. Christian Drosten, an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, auf Antikörper gegen das Coronavirus getestet werden. Über den Zeitraum der Studie werden somit voraussichtlich Daten von mehr als 18.000 Kindern ausgewertet. Die Daten geben Auskunft über die Verbreitung des Virus und die Viruszirkulation und beschreiben den Jahresverlauf der Pandemie bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Die bundesweite Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 500.000 Euro finanziert. Initiiert wurde die Studie von Professor Dr. Horst Schroten, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der UMM, eines der größten universitären Zentren für Kinderinfektiologie in Deutschland.

Die Studie wird außerdem von zwei weiteren ausgewiesenen Experten getragen: dem Virologen Professor Dr. Christian Drosten, der die Blutproben analysiert, und dem Epidemiologen Professor Dr. Rüdiger von Kries, MSc, vom Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Ludwigs-Maximilians-Universität München, der die Daten auswertet.

Für die Kinder bedeutet die Studie keine Belastung, da nicht extra Blut abgenommen werden muss. Gleichzeitig sorgt das Studiendesign für maximal unabhängige Daten:

„Da wir bei der Akquise der Probanden keinen Einfluss nehmen, sondern die möglichen Probanden quasi zufällig in unseren Kliniken vorfinden, erwarten wir sehr repräsentative Ergebnisse“, erläutert Professor Schroten.

Die an der Studie Beteiligten hoffen, dass die Daten dazu beitragen werden, auch Voraussagen über den zukünftigen Pandemieverlauf treffen zu können.

Die Studie: Seroprävalenz von SARS-CoV-2 (COVID-19) bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren in Deutschland: Zeitreihe in Sentinel Kinderkliniken

Ärztliche Studienleitung
Prof. Dr. med. Horst Schroten
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsmedizin Mannheim

Datenzentrale und statistische Auswertung
Prof. Dr. med. Rüdiger von Kries, MSc
Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin
Ludwig-Maximilians-Universität München

Studienkoordination/Studienlabor
Prof. Dr. med. Christian Drosten
Institut für Virologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin


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Prof. Dr. med. Horst Schroten
Universitätsmedizin Mannheim
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim
Tel. +49 621 383-2248
horst.schroten@umm.de

Dr. Eva Maria Wellnitz Medizinischen Fakultät Universitätsmedizin Mannheim
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim
Deutschland
Baden-Württemberg

Telefon: 0621 / 383-71115
Fax: 0621 / 383-71103
E-Mail-Adresse: eva.wellnitz@medma.uni-heidelberg.de


Plasmaspende: Antikörper-Therapie bei COVID-19-Patienten www.blutspendehamburg.de

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Asklepios Kliniken rufen Hamburger zur Plasmaspende auf und starten Antikörper-Therapie bei COVID-19-Patienten

• Genesene „Corona“-Patienten können schwer am Virus Erkrankten ab sofort mit einer Blutplasmaspende helfen. 

Hotline eingerichtet: (040) 20 00 22 00 

• Antikörper im „Rekonvaleszenten-Plasma“ eröffnen Chancen auf Heilung


• Asklepios-Transfusionsmediziner, Laborspezialisten und die Internisten und 

Intensivmediziner der Asklepios Klinik Altona starten ab sofort die Plasma-Entnahme, Aufbereitung und Therapie mit der passiven Immunisierung 

Prof. Dr. Dirk Arnold
Prof. Dr. Dirk Arnold Foto: Asklepios
 
Schon jetzt: In Hamburg erstmals lebensbedrohlich an COVID-19 erkrankte Patienten mit einer neuen Immuntherapie behandelt werden – mit Antikörpern, die aus dem Blut genesener „Corona“-Patienten gewonnen werden.

Asklepios-Spezialisten des Zentralinstituts für Transfusionsmedizin (ZIT), der Laborgesellschaft Medilys und der auf Hämatologie (Bluterkrankungen) spezialisierten Ärzte der Asklepios Klinik Altona arbeiten dabei Hand in Hand, um das Plasma zu gewinnen, aufzubereiten und dann in Form einer Antikörpertherapie den schwer kranken, meist bereits beatmeten Patienten zu verabreichen.

„Wir erwarten uns von dem neuen Therapieansatz günstige Auswirkungen auf die Krankheitsverläufe von COVID-19-Patienten mit sehr schwerem Krankheitsverlauf“, sagt Prof. Dr. Dirk Arnold (https://www.asklepios.com/hamburg/altona/experten/onkologie/), Chefarzt der Abteilung Onkologie, Hämatologie, Palliativmedizin und Rheumatologie der Asklepios Klinik Altona.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde hat dem Antrag von Asklepios auf Herstellung des sogenannten Rekonvaleszenten-Plasmas als Arzneimittel sehr kurzfristig stattgegeben und ermöglicht somit auch rechtlich den schnellen Einsatz des neuen Therapieansatzes für Patienten mit einer schweren, lebensbedrohlichen COVID-19-Infektion.

„Mit den Antikörpern aus dem Blut von genesenen Patienten wurden bereits andere gefährliche Viruserkrankungen bekämpft, von der Diphterie über die Spanische Grippe bis hin zu Ebola. Das Prinzip ist immer das Gleiche: Die Antikörper von gesunden Spendern, die die Krankheit überstanden haben, sollen den Krankheitsverlauf der Schwerkranken positiv beeinflussen, indem sie eine passive Immunisierung bewirken. Bei COVID-19-Patienten würden die Antikörper somit im Idealfall das neue, gefährliche Coronavirus neutralisieren und den schwer erkrankten Patienten dadurch wertvolle Zeit schenken, um eine eigene Virusabwehr aufzubauen. Das ist unsere Hoffnung“, so Prof. Arnold, der auch Vorstand des Asklepios Tumorzentrums mit rund 200 Spezialisten an sieben Klinikstandorten von Asklepios in Hamburg ist. „Die Chance, die uns die Antikörpertherapie bietet, ist auch deshalb so wertvoll, weil es aktuell weltweit noch keinen einzigen wirklich überzeugenden sonstigen Therapieansatz zur Beherrschung dieser schweren Erkrankung gibt“, so der renommierte Internist und Hämatologe.  

Das neue Arzneimittel mit den Sars-CoV 2-Antikörpern wird aus dem Blutplasma von Patienten gewonnen, die an COVID-19 erkrankt waren, positiv auf das neue Coronavirus (Sars-CoV 2) getestet wurden und bei denen der Beginn der Krankheitssymptome mindestens vier Wochen zurückliegt.

Für die Produktsicherheit der Plasmen werden bei der MEDILYS Laborgesellschaft analog zu Blutprodukten Testungen auf verschiedene Viren, wie z. B. HIV, HCV und HBV durchgeführt. Erst nachdem keine dieser Viren in den Produkten nachweisbar sind, werden die Plasmen weiter vom ZIT zu Arzneimitteln verarbeitet. Weiterhin wird in den Proben der Gehalt an Sars-CoV-2-Antikörpern (sog. IgG) bestimmt. Erst wenn der Genesene eine ausreichende Menge an spezifischem IgG-Antikörper gebildet hat, kann das Plasma für die schwerstkranken Patienten eingesetzt werden.

Aufruf an die Hamburger zur Blutplasmaspende

„Wir rufen alle Hamburgerinnen und Hamburger, die eine COVID-19-Erkrankung gut überstanden haben, dazu auf, sich beim Blutspendedienst Hamburg unter der Hotline (040) 20 00 22 00 zu melden.

Wir prüfen dann schnellstmöglich, ob sie für eine Plasmaspende in Frage kommen“, so Dr. Melanie Braun, Ärztliche Leiterin des Zentralinstituts für Transfusionsmedizin der Asklepios Kliniken, zu der auch der Blutspendedienst Hamburg https://www.blutspendehamburg.de/ gehört.

  • Die Einrichtung zählt zu den wenigen in Deutschland, die in der Lage sind, entsprechendes Plasma mithilfe der Plasmapherese herzustellen. 

Die Plasmaspenden erfolgen am bekannten Standort im Einkaufszentrum Quarree (Hamburg-Wandsbek), wo der Blutspendedienst Hamburg eine technisch hervorragend ausgestattete Einrichtung betreibt.

  • Die Spender werden zunächst zu einer Laborkontrolle einbestellt – und nach einem Nachweis auf die nötige Zahl Antikörper im Blut erfolgt wenige Tage später die Plasmaentnahme. 

Dabei wird das Plasma während der Blutspende aus dem Blut entnommen, während dem Patienten die festen Bestandteile des Blutes (vorwiegend die roten Blutkörperchen) wieder in die Vene zurückgegeben werden. 

  • Insgesamt werden pro Plasmaspende innerhalb von 45 Minuten drei Beutel Plasma à 220 ml entnommen. 

„Plasmaspenden kann im Grunde jeder, der auch für eine normale Vollblutspende in Betracht kommt – nur, dass es hier auf genesene COVID-19-Patienten ankommt“, so Dr. Braun.

„Unser Körper kann das Plasma übrigens schon in wenigen Tagen neu bilden. 

Damit ist das Plasmaspenden sogar noch weniger belastend als eine Vollblutspende“, so Dr. Braun.

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Dr.med. Franz Jürgen Schell
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Über Asklepios
Die Asklepios Kliniken zählen zu den führenden privaten Betreibern von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Die Klinikgruppe steht für eine hoch qualifizierte Versorgung ihrer Patienten mit einem klaren Bekenntnis zu medizinischer Qualität, Innovation und sozialer Verantwortung. Auf dieser Basis hat sich Asklepios seit der Gründung vor 35 Jahren dynamisch entwickelt. Aktuell verfügt der Konzern bundesweit über rund 160 Gesundheitseinrichtungen. Dazu zählen Akutkrankenhäuser aller Versorgungsstufen, Fachkliniken, psychiatrische und forensische Einrichtungen, Rehakliniken, Pflegeheime und Medizinische Versorgungszentren. Im Geschäftsjahr 2019 wurden 2,5 Mio. Patienten in Einrichtungen des Asklepios Konzerns behandelt. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 49.000 Mitarbeiter.
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Hirn-Wahrnehmungen in dem Herzzyklus: Systolische Phase - diastolische Phase

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Wie das Herz die Wahrnehmung beeinflusst

Unser Herz und unser Gehirn kommunizieren ständig miteinander. 

  • Geraten wir etwa in eine gefährliche Situation, sorgen Signale aus dem Gehirn dafür, dass der Puls steigt – und entsprechend wieder sinkt, wenn die Gefahr vorüber ist. 
  • Umgekehrt sendet auch das Herz Informationen ans Gehirn und beeinflusst darüber auch unsere Wahrnehmung. 

Bislang ist jedoch unklar, wie das funktioniert. 

Forscherinnen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig und der Berlin School of Mind and Brain haben nun zwei entscheidende Mechanismen dafür entdeckt – und wie diese zwischen einzelnen Personen variieren. 
 
  • Schlägt das Herz in seinem regelmäßigen Rhythmus, zieht es sich während der sogenannten systolischen Phase zusammen und pumpt Blut in den Körper. 
  • In der anschließenden diastolischen Phase fließt das Blut zurück, das Herz füllt sich wieder. 

Aus einer früheren Studie am MPI CBS weiß man:

Im Laufe dieses Zyklus verändert sich unsere Wahrnehmung.

Während der ersten Phase, der Systole, nehmen wir mit geringer Wahrscheinlichkeit einen elektrischen Reiz am Finger wahr als in der zweiten, der Diastole.

In der aktuellen Studie entdeckten nun die Wissenschaftlerinnen, was der Grund für diese veränderte Wahrnehmung ist: 

Mit dem Herzzyklus verändert sich auch die Hirnaktivität. 

  • Während der ersten Zyklusphase ist ein entscheidender Teil der Hirnaktivität unterdrückt, die sogenannte P300-Komponente. 

Bei der geht man davon aus, dass sie sonst den Übergang ins Bewusstsein kennzeichnet.

Wird sie unterbunden, wird demnach die eintreffende Information nicht bewusst wahrgenommen. Das Gehirn scheint also zu erkennen, dass die durch den Puls hervorgerufenen Veränderungen im Körper nicht real als Reaktion auf eine veränderte Umgebung auftreten. Sie sind vielmehr nur eine Reaktion auf den regelmäßig wiederkehrenden Herzschlag. Dadurch stellt es sicher, dass wir uns nicht jedes Mal aufs Neue von unserem Puls stören lassen. 

Dieser Mechanismus scheint aber auch zu bewirken, dass echte äußere Reize während dieser Phase nicht wahrgenommen werden – zumindest entsprechend schwache.

Während ihrer Untersuchungen entdeckten die Forscherinnen noch einen zweiten Effekt:

Je stärker das Gehirn einer Person auf den Herzschlag reagiert, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie den äußeren Reiz wahrnimmt. 

„In dieser Zeit scheint sich die Aufmerksamkeit von Signalen, die von außen eintreffen, auf solche zu verschieben, die wir aus dem Inneren erhalten“, erklärt Esra Al, Erstautorin der Studie, die jetzt im renommierten Fachmagazin PNAS erschienen ist. 
  • Eine starke Reaktion des Gehirns auf den Herzschlag bedeute demnach, dass es sich in einem Zustand befindet, in dem es sich mehr auf Informationen aus dem Körper und den Organen konzentriere. 
  • Eindrücke aus der äußeren Welt blieben in dem Moment eher außen vor.

Die Ergebnisse sind auch medizinisch von Interesse.

Sie erklären nicht nur bei Gesunden den Zusammenhang von Herz- und Hirnfunktion, sondern auch bei Erkrankungen dieser Organe. 

Das könnte erklären, warum Menschen nach Schlaganfall oft gleichzeitig am Herzen erkranken, und warum – andersherum – Menschen mit Herzerkrankungen gleichzeitig in ihren kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt sind – obwohl die dafür zuständigen Hirnareale gar nicht direkt betroffen sind“, erklärt Studienleiter Arno Villringer.

Untersucht haben die Forscherinnen diese Zusammenhänge mithilfe von schwachen elektrischen Signalen, die sie den Studienteilnehmern über Elektroden am Finger gaben.

Parallel dazu erfassten sie die Hirnaktivitäten der Teilnehmer mithilfe von EEG und deren Herzaktivitäten mittels EKG.

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Esra Al
Doktorandin
esraal@cbs.mpg.de

Prof. Dr. Arno Villringer
Direktor
+49 341 9940-2220
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villringer@cbs.mpg.de

Verena Müller Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften
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04303 Leipzig
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Verena Müller
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Originalpublikation:
Esra Al, Fivos Iliopoulos, Norman Forschack, Till Nierhaus, Martin Grund, Paweł Motyka, Michael Gaebler, Vadim V. Nikulin, and Arno Villringer
Heart–brain interactions shape somatosensory perception and evoked potentials
PNAS (2020) https://doi.org/10.1073/pnas.1915629117

 

www.variance-studie.info Einladung zur ACE-Hemmer Studie: Angioödem

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Studie zu durch ACE-Hemmer ausgelösten Schwellungen - Teilnehmer gesucht

Schätzungen zufolge erleiden 20.000 bis 35.000 Patienten pro Jahr ein Angioödem durch die Einnahme von ACE-Hemmern. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: LABOR pneumonitis 

  • Dabei schwellen Haut und Schleimhäute vor allem im Gesicht, Hals und Rachen an. 

Das Institut für Humangenetik am Universitätsklinikum Bonn untersucht in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) potenzielle Risikofaktoren für die Entstehung von Angioödemen, die durch Blutdrucksenker ausgelöst wurden

Hierfür werden Betroffene gesucht, die zu einer Speichelprobe und einem Telefoninterview bereit sind.  
  • Angioödeme sind spontan auftretende Flüssigkeitsansammlungen der tieferen Haut- und Schleimhautschichten, die zu sichtbaren Schwellungen führen. 
  • Oft ist das Gesicht betroffen. 
  • Treten Schwellungen jedoch im Bereich der Zunge, des Rachens oder Kehlkopfes auf, kann ein Angioödem aufgrund der möglichen Erstickungsgefahr lebensbedrohlich sein.
Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Laboruntersuchungen 

 
Eine unerwünschte Nebenwirkung von Blutdrucksenkern

Neben erblichen und solchen, die im Rahmen allergischer Reaktionen auftreten, werden Angioödeme als Nebenwirkung bei der Einnahme folgender Bluthochdruck senkender Arzneimittel beobachtet:

Angiotensin converting enzyme (ACE)-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor Blocker, sogenannte Sartane. 
  • Da es sich hier um nicht-allergische Formen handelt, sind Antiallergika als Gegenmaßnahme in der Regel nicht wirksam. 

„Von größter Bedeutung ist daher, dass nach dem Auftreten eines Angioödems die Ursache frühzeitig erkannt wird“, sagt Prof. Dr. Bernhardt Sachs, Leiter der Forschungsgruppe Arzneimittelallergien im BfArM.

Zwar entwickeln nur wenige Patienten, die einen ACE-Hemmer oder ein Sartan einnehmen, ein Angioödem.

Doch aufgrund der häufigen Einnahme dieser Medikamente gibt es pro Jahr in Deutschland nach Literaturangaben schätzungsweise 20.000 bis 35.000 Fälle von Angioödemen, die durch ACE-Hemmer ausgelöst werden.  

Bei vielen Betroffenen tritt die Nebenwirkung innerhalb der ersten Wochen nach Beginn der Medikamenteneinnahme auf. 

Andere Patienten entwickeln ein solches Angioödem erst nach monate- oder jahrelanger Einnahme.

„Warum ein bestimmter Patient nach Einnahme eines ACE-Hemmers oder eines Sartans ein Angioödem entwickelt, ist bisher nicht bekannt. Man geht davon aus, dass dafür zusätzliche persönliche Faktoren, äußere Einflüsse und / oder genetische Faktoren verantwortlich sind“, sagt Prof. Dr. Markus Nöthen, Direktor des Instituts für Humangenetik am Universitätsklinikum Bonn.

So wurden als Risikofaktoren ein höheres Alter und Rauchen beschrieben.

Außerdem treten laut Studien ACE-Hemmer induzierte Angioödeme zum Beispiel häufiger bei dunkelhäutigen Menschen auf.

Teilnehmer für große genetische Studie gesucht

Die vARIANCE (Angioödem Risiko unter Angiotensin Converting Enzyme Inhibitoren) Studie – ein gemeinsames Forschungsprojekt des Instituts für Humangenetik am Universitätsklinikum Bonn und des BfArM – hat das Ziel, durch die Identifizierung genetischer und nicht-genetischer Risikofaktoren Patientengruppen zu identifizieren, die ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Angioödemen unter der Einnahme von ACE-Hemmern oder Sartanen haben.

Darüber hinaus erhoffen sich die Forscher aus den Ergebnissen der Studie auch Hinweise, wie man die Therapie dieser Angioödeme zukünftig verbessern kann.

Nicht zuletzt sollen auch grundlegende Erkenntnisse über biologische Faktoren gewonnen werden, die allgemein am Auftreten von Angioödemen beteiligt sind.

Zur Untersuchung der genetischen Ursachen dieser Angioödeme geben Patienten eine Speichelprobe ab. 

Die individuellen nicht-genetischen Risikofaktoren der Teilnehmer werden mit Hilfe eines Fragebogens erfasst, der von ihnen im Rahmen eines telefonischen Kurz-Interviews beantwortet wird.

Alle nötigen Unterlagen und Materialien für die Studienteilnahme, einschließlich eines Kits zur Gewinnung einer Speichelprobe, werden den Interessierten per Post zugesendet, sodass die Teilnahme an der Studie vollständig von zu Hause aus möglich ist.

Als Aufwandsentschädigung erhält jeder Patient, der in die Studie aufgenommen wird, eine einmalige Zahlung von 40 Euro.

An der Studie interessierte Patienten, die von einem Angioödem betroffen sind oder waren, das durch einen ACE-Hemmer oder Sartan verursacht wurde, können sich unter der Telefonnummer 0228/6885-441 melden oder eine E-Mail an variance-studie@uni-bonn.de senden.

Weitere detaillierte Informationen zur vARIANCE Studie und deren Ablauf gibt es auf der Studien-Website:

www.variance-studie.info

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Prof. Dr. Markus M. Nöthen
Direktor des Instituts für Humangenetik
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-51100
E-Mail: markus.noethen@ukbonn.de

Prof. Dr. Bernhardt Sachs
Projektleiter
Abteilung Forschung
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
53175 Bonn
Telefon: 0228-207-3156
Bernhardt.sachs@bfarm.de

Dr. Inka Väth Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Poppelsdorfer Allee 49
53115 Bonn
Deutschland
Nordrhein-Westfalen 

Dr. Inka Väth
Telefon: 0228/73-4727
Fax: 0228/73-7451
E-Mail-Adresse: inka.vaeth@uni-bonn.de

Virus-Erkrankungen und Metabolischer Feinstaub: Atemwegserkrankungen, Herzkreislaufbeschwerden, www.maglevboard.net

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Feinstaubbelastung bei ICE Hochgeschwindigkeitszügen

Das International Maglev Board legt eine aktuelle Studie vor, in der sie sich eingehend mit dem Thema Feinstaubemissionen bei Rad-Schiene-Hochgeschwindigkeitsbahnsysteme im Vergleich zu Magnetschnellbahnsystemen beschäftigt.

 „Im Jahr 2018 emittierte beispielsweise ein ICE Hochgeschwindigkeitszug der Baureihen 1 bis 4 pro Jahr durchschnittlich mindestens zwischen 1,6 und 4,9 Tonnen Feinstaub“ so Johannes Klühspies, Professor für Verkehrsträgermanagement an der THD Deggendorf. 

„Pro Kilometer ICE-Laufleistung entstehen etwa 3 bis 10 Gramm Feinstaubpartikel“, so Klühspies weiter
 

Bei Bahnhofseinfahrten entstehen im Rad-Schiene-Hochgeschwindigkeits-verkehr mit dem ICE kurzzeitige Feinstaubemissionsspitzen, was besonders für Bahnhöfe in Tunnellage zu Problemen führen kann – wie etwa auch beim Bahnprojekt Stuttgart 21.

Im Unterschied zu Rad-Schiene-Hochgeschwindigkeitsbahnsystemen sind hochentwickelte Magnetschnellbahnsysteme wie der Transrapid im Betrieb vollständig frei von eigenen Feinstaubemissionen. 

Sie erzeugen aufgrund der Schwebetechnik und des berührungslosen Antriebs selbst keine Feinstäube.

  • Feinstaubexposition stellt eine direkte Gefährdung der Gesundheit in Form von Atemwegserkrankungen und Herzkreislaufbeschwerden dar. 
  • Besonders metallischer Feinstaub, wie er bei ICE, TGV und Shinkansen beim Bremsen entsteht, wird für den menschlichen Körper als vergleichsweise kritisch gesehen. 

„Wenn wir jedoch den Autoverkehr in den Städten mit dem Bahnverkehr bei den Feinstaubemissionen vergleichen“, so Klühspies von der THD, „dann schneidet der Bahnverkehr eher gut ab“.

Grundsätzlich steht Feinstaub zudem seit Kurzem im Verdacht, das Infektionsrisiko für Virus-Erkrankungen zu erhöhen. 

US-Wissenschaftler weisen den Transport von an Feinstaubpartikeln haftenden Viren über große Entfernungen nach.

Italienische Universitäten dokumentieren einen Zusammenhang zwischen der Luftverschmutzung durch Feinstaub und der Häufung von Covid-19-Infektionen.

Die Berechnungen zur Feinstaubemission erfolgen an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, im Bereich Verkehrsträgermanagement an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), in Kooperation mit dem International Maglev Board.

Feinstaubemissionen im spurgeführten Hochgeschwindigkeitsverkehr
2020. 120 Seiten, 47 Abb., ISBN 978-3-947957-03-3, erhältlich über den Link https://www.researchgate.net/publication/340849390


Das International Maglev Board ist der internationale, gemeinnützige Magnetbahn-Verband.

Es ist ein interdisziplinäres, wissenschaftliches Experten-Netzwerk, das frei und unabhängig zu allen relevanten Themen von Mobilität und Verkehr arbeitet.

Es werden keine kommerziellen Interessen verfolgt. www.maglevboard.net

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Johannes Klühspies, Prof. Dr. habil. Dr. h.c.

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Originalpublikation:
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TOP-Untersucher-CAVE: Nephritis -- Urintest bitte - auch heute am Feiertag möglich

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Entzündete Nieren als Frühwarnzeichen für schwere Verläufe bei COVID-19

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen entwickeln Handlungspfad zur Vorhersage von Erkrankungsschwere und Organkomplikationen bei COVID-19. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: 75 Jahre  

Online veröffentlicht in der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ in der Ausgabe vom 6. Mai 2020. 

Prof. Dr. Oliver Gross, Oberarzt Klinik für Nephrologie und Rheumatologie, UMG
 Prof. Dr. Oliver Gross, Oberarzt Klinik für Nephrologie und Rheumatologie, UMG
umg


Einen Handlungspfad zur Früherkennung und Behandlung von schweren Verläufen bei COVID-19 Infektionen hat ein Expertenteam der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) entwickelt. 
  • Ein einfacher Urintest soll dem ärztlichen Fachpersonal helfen, schon früher Warnzeichen für einen bevorstehenden schweren Verlauf der COVID-19 Erkrankung zu erkennen. 
  • Anhand weniger Parameter kann so, noch Tage, bevor Lunge und andere Organe schwer versagen, mit der Behandlung drohender Komplikationen begonnen werden. 

Damit ließen sich bei vielen Erkrankten lebensbedrohliche Verschlechterungen und Todesfälle verhindern. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink: Laboruntersuchung 

Die Erkenntnisse der UMG-Wissenschaftler sind am 6. Mai 2020 als „Correspondence“ in der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ online veröffentlicht.

Ob und wie sehr der vorgeschlagene Handlungspfad zu einer Verbesserung der Krankenversorgung bei Covid-19 Infektionen beitragen kann, wird seit dem 24. April 2020 im Rahmen einer großen, nicht-interventionellen Beobachtungsstudie mit dem Titel „Covid-19 assoziierte Nephritis als Prädiktor für die Erkrankungsschwere und Komplikationen“ unter Beteiligung mehrerer Universitätskliniken in Deutschland untersucht.

  • Bei der stationären Behandlung von COVID-19 Infektionen war dem Expertenteam aus der UMG aufgefallen, dass gerade bei den Schwerstkranken – neben Lunge und Herz – schon frühzeitig die Nieren mit betroffen sind. 

Daraufhin hatten die Ärzte der UMG begonnen, ihre Befunde mit Experten aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und anderen deutschen Universitätskliniken zu evaluieren und zu diskutieren und sich mit Fachleuten aus Italien, China, England und den USA auszutauschen.

Aktuelle Gewebsuntersuchungen an Verstorbenen unterstützen die Vermutung, dass aufgrund der Dramatik der Erkrankung der anderen Organe die frühe Nierenbeteiligung bisher vernachlässigt wurde.

Handlungspfad der UMG bei COVID-19 assoziierter Nephritis

Wenn im Urin der Verdacht auf eine COVID-19 assoziierte Entzündung der Nieren (Nephritis) besteht, folgt im Handlungspfad der UMG die Bestimmung von nur drei weiteren einfachen Parametern:

CAVE-Labor: Albumin im Blut, Albumin im Urin und Antithrombin III. 

Diese drei Parameter dienen zusammen mit dem Urinbefund dazu, das so genannte „capillary leak Syndrom“ zu diagnostizieren:

  • Dies bedeutet einen lebensbedrohlichen Verlust von Blutbestandteilen und Eiweiß aus dem Blut in das (Lungen-)Gewebe durch ein vom Virus ausgelöstes generelles Leck der kleinen Blutgefäße.  
  • Anhand der drei Parameter erfolgt die Risikoeinstufung der Patienten.
  • „Ist auch nur einer von drei Parametern schwer verändert, besteht ein hohes Risiko, dass sich die Erkrankten auf Normalstation zeitnah verschlechtern, auf die Intensivstation verlegt werden müssen oder sich der Verlauf auf Intensivstation noch verschlechtert“, sagt der Erst-Autor der Publikation, Prof. Dr. Oliver Gross, Oberarzt in der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie der UMG.
Der Handlungspfad der UMG für die Früherkennung des capillary-leak Syndroms bei COVID-19 Erkrankten sensibilisiert Fachpersonal dafür, ihr Handeln frühzeitig auf kritische Werte im Blut im Zusammenhang mit einer COVID-Erkrankung auszurichten:

Bei schwerem Mangel von Albumin im Blut entwickelt sich ein interstitielles Lungenödem (Wasserlunge). 
  • Durch das Kapillarleck kommt es zum Verlust von Albumin aus dem Blut in das Lungengewebe. 
  • Das Lungengewebe quillt an, das Atmen und der Austausch von Sauerstoff werden erschwert. 
Die Wassereinlagerungen werden mit Entwässerungstabletten behandelt. 

Durch die Früherkennung des schweren Albuminmangels im Blut weiß das Fachpersonal zeitig, worauf jetzt besonders zu achten ist:

die Entwässerungstherapie kann noch vor Verschlechterung der Atmung beginnen;
die Entwässerungsmedikamente wirken bei Albuminmangel weniger gut. 

  • Zur Entwässerung werden daher deutlich höhere Dosierungen gebraucht. 

Oder es müssen schon früher für den Wasserentzug Dialysemaschinen eingesetzt werden, bevor das Lungengewebe voller Wasser läuft;

• kritische Medikamente, wie Antibiotika, können durch die geänderte Plasmaeiweißbindung eine unerwartet andere Wirkstoffkonzentration haben. 

Daher sollten vorbeugend die Medikamentenspiegel bestimmt werden;

• der Mangel an Eiweiß im Blut kann besonders leicht zum Kreislaufversagen führen. 

So können frühzeitig vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden.

Bei schwerem Mangel an Antithrombin III im Blut sind Thrombosen (Gerinnsel in den Blutgefäßen) und Thrombembolien (Gerinnsel lösen sich und verstopfen die Lungengefäße) die Folge. 

Blutverdünnungsmittel, wie Heparin, werden vorbeugend eingesetzt, um Thrombosen und Thrombembolien zu verhindern. 

Durch die Früherkennung des schweren Antithrombinmangels im Blut weiß auch hier das Fachpersonal zeitig, worauf besonders zu achten ist:

• die vorbeugende Therapie mit Blutverdünnungsmitteln kann vor der Bildung von Blutgerinnseln beginnen;

• das gebräuchlichste Blutverdünnungsmittel Heparin wirkt nicht richtig, da Heparin über das Antithrombin wirkt. 
Daher braucht es meist deutlich höhere Heparindosen, um den gewünschten vorbeugenden Effekt zu erzielen und so Blutgerinnsel zu verhindern.

„Wenn sich die Befunde des Ärzteteams der UMG bestätigen, hätte dies einen nachhaltigen Effekt. 

So könnte künftig bereits im Vorfeld die Notwendigkeit einer kommenden Behandlung auf Intensivstation vorhergesagt werden“, sagt die Senior-Autorin der Publikation, Prof. Dr. Simone Scheithauer, Direktorin des Instituts für Krankenhaushygiene und Infektiologie der UMG. 

„Zudem könnten Patienten früher und zutreffender für spezielle Therapien zugeordnet werden (auch bei Medikamentenstudien). 

Durch das frühe Erkennen des capillary-leak Syndroms könnten symptomatische präventive Therapien eingeleitet werden und so vielleicht sogar lebensbedrohliche Verläufe verhindert werden“, so Prof. Scheithauer.

Prof. Dr. Simone Scheithauer, Direktorin Institut für Krankenhaushygiene und Infektiologie, UMG

Prof. Dr. Simone Scheithauer, Direktorin Institut für Krankenhaushygiene und Infektiologie, UMG umg/fskimmel

Der Handlungspfad der UMG beginnt mit einer einfachen Urinuntersuchung.

Daher halten die Autoren das Vorgehen auch für COVID-19 Patientengruppen in Pflegeheimen geeignet und für Betroffene, die nach Diagnosestellung zunächst ambulant zu Hause behandelt werden. 

Hier könnte der Urinbefund als Frühwarnzeichen dafür dienen, dass eine Verschlechterung des Zustandes droht.

So könnte zeitig eine ambulante Maßnahme früher einsetzen und weiteren Schaden und vielleicht einen Krankenhausaufenthalt verhindern.

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Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Klinik für Nephrologie und Rheumatologie
Prof. Dr. Oliver Gross, Telefon 0551 / 39-65016
Mail: gross.oliver@med.uni-goettingen.de

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Originalpublikation:
Originalveröffentlichung: Oliver Gross, Onnen Moerer, Manfred Weber, Tobias B Huber, Simone Scheithauer: COVID-19-associated nephritis: early warning for disease severity and complications? The Lancet, published Online May 6, 2020.
https://doi.org/10.1016/S0140-6736(20)31041-2

 

Pathologischem Herzwachstum: Phosphorylierung: Nebenwirkung einer Chemotherapie

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Ein „Abstandshalter“ für die Herzgesundheit

Das Herz wächst nicht nur durch Sport, sondern auch durch Krankheiten. 

Würzburger und Dortmunder Forscherinnen und Forscher haben nun einen neuen möglichen Angriffspunkt für Medikamente entdeckt, dem entgegen zu wirken. 
 
Wird das Herz stark belastet, reagiert es darauf und wächst.

Das geschieht etwa bei hoher sportlicher Aktivität, insbesondere beim Ausdauersport:

Das Herz wird kräftiger.

Neben dieser positiven Seite des Herzwachstums gibt es aber auch eine Schattenseite:  

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Deutscher Bundestag - Erinnerungskultur - Feiertag in Berlin  

Wird das Herz durch eine Erkrankung wie Bluthochdruck dauerhaft belastet, wächst das Herz zu stark und eine Herzschwäche kann entstehen.

Ein interdisziplinäres Team der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg und des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften (ISAS) hat unter Leitung der JMU-Pharmakologin Kristina Lorenz die Rolle extrazellulär regulierter Kinasen (ERK) bei pathologischem Herzwachstum untersucht und hierbei erstmals eine Eiweißsequenz identifiziert, die diesen schädlichen Prozess hemmen kann. Mit der Entwicklung dieser Sequenz zeigt das Team einen möglichen Angriffspunkt für Arzneimittel zum Einsatz bei Herzschwäche.

Meist bedarf es mehrerer Stressfaktoren, ehe das sprichwörtliche Fass überläuft. 

Ähnlich verhält sich dies in den kleinsten lebenden Einheiten des Körpers, den Zellen.

  • Dort arbeiten normalerweise viele Eiweißmoleküle zusammen, um das Überleben der Zellen zu sichern. 
  • Kommen zu viele Stressfaktoren zusammen, ändern die Eiweißmoleküle ihre Funktion und ihre Zusammenarbeit in den Zellen wird gestört. 
  • Die Konsequenz: Krankhaftes Zellwachstum, das zur Herzschwäche führen kann. 
  • Denn: Kommen sich die Enzyme ERK 1 und ERK 2 nahe, erfolgt eine biochemische Veränderung, eine sogenannte Phosphorylierung, die krankhaftes Herzwachstum auslösen kann.

Gesunde Zusammenarbeit wird garantiert

  • Das Team konnte zeigen, dass die Wahrung der Distanz zwischen den ERK-Teilchen zur Vermeidung dieser Phosphorylierung der Enzyme ERK 1 und ERK 2 führt. 

Das ist der Schlüssel für den Schutz vor krankhaftem Zellwachstum. 

Die Teams identifizierten eine kleine Eiweißsequenz, die diese ERK-Teilchen auf Abstand hält und damit die gesunde Zusammenarbeit der Eiweißmoleküle garantiert.

Diese Eiweißsequenz tauften die Forscherinnen und Forscher auf den Namen EDI, ein Akronym für ERK-Dimerisierungs-Inhibitor.

Das Prinzip von EDI könnte in Zukunft nicht nur den an einer Herzschwäche erkrankten Patientinnen und Patienten helfen, sondern auch in der Onkologie Anwendung finden. 

  • Eine Klasse von Therapeutika zur Behandlung von Tumorerkrankungen zielt auch auf die ERK-Enzyme ab, schalten jedoch alle ERK-Funktionen aus.

Hilfe für Krebspatienten

  • Da ERK immer auch eine schützende Funktion bei der Regulierung zellulärer Prozesse hat, kann ein komplettes ERK-Ausschalten schwere Nebenwirkungen vor allem im Herzen nach sich ziehen. 

Die Studien im Tiermodell weisen darauf hin, dass der Einsatz von EDI die schützenden ERK-Effekte erhält und nur die krankhaften ERK-Komponenten ausschaltet.

Zudem konnte das Team bei Arbeiten in Zellkultur bereits zeigen, dass EDI auch das Wachstum von Krebszellen bremst.

„Jetzt wollen wir diese therapeutische Strategie weiterverfolgen, um Patienten, die unter Herzschwäche und unter Nebenwirkungen einer Chemotherapie leiden, zu helfen“, geben die Nachwuchsforscherinnen Constanze Schanbacher und Theresa Brand einen Ausblick auf die weiterführende Forschung.

Die Arbeiten wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt.

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Prof. Dr. Kristina Lorenz, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Würzburg, T +49 931 31-80165, lorenz@toxi.uni-wuerzburg.de / Rebecca Hameister, ISAS e.V., T +49 23113 92-1082, rebecca.hameister@isas.de

Kristian Lozina Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Sanderring 2
97070 Würzburg
Deutschland
Bayern
Kristian Lozina
Telefon: 0931 / 31-85300
E-Mail-Adresse: kristian.lozina@uni-wuerzburg.de

Originalpublikation:
Tomasovic T, Brand T, Schanbacher C, Kramer S, Hümmert MW, Godoy P, Schmidt-Heck W, Nordbeck P, Ludwig J, Homann S, Wiegering A, Shaykhutdinov T, Kratz C, Knüchel R, Müller-Hermelink HK, Rosenwald A, Frey N, Eichler J, Dobrev D, El-Armouche A, Hengstler JG, Müller OJ, Hinrichs K, Cuello F, Zernecke A, Lorenz K. „Interference with ERK-dimerization at the nucleocytosolic interface targets pathological ERK1/2 signaling without cardiotoxic side-effects“. Nature Communations, DOI 10.1038/s41467-020-15505-4.

 

CAVE-Untersucher: Gefährdungsbeurteilung - Betriebsärztliche Betreuung

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: COVID-19: Risikogruppen dürfen keiner erhöhten Gefahr am Arbeitsplatz ausgesetzt werden

Berufstätige Personen, die einer Risikogruppe angehören, müssen am Arbeitsplatz besonders vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus geschützt werden und dürfen keiner erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sein. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink: Untersuchungen COVID-19 

Sollten besondere Schutzmaßnahmen seitens des Arbeitgebers nicht realisierbar sein, empfehlen Expert*innen für Arbeitsmedizin des Kompetenznetzes Public Health COVID-19 eine bezahlte Freistellung der betroffenen Arbeitnehmer*innen. 
 
In einem Fact Sheet des Kompetenznetzes hat eine Gruppe von Wissenschaftler*innen Empfehlungen zum Umgang mit Beschäftigten, die zu einer Risikogruppe gehören, herausgegeben.

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM) unterstützt die Aussagen dieses Positionspapiers einstimmig und vorbehaltlos. Die Wissenschaftler*innen fassen in ihrem Positionspapier folgende Kernbotschaften zusammen:

  • • Berufstätige Personen, die ein erhöhtes Risiko tragen für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf bzw. Tod, d.h. insbesondere ältere Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, sollten beruflich nicht in Tätigkeiten mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko eingesetzt werden.
  • • Ist dies weder am regulären Arbeitsplatz, ggf. durch technische, organisatorische oder personenbezogene Schutzmaßnahmen, durch innerbetriebliche Umsetzung, noch durch Telearbeit/Homeoffice realisierbar, empfehlen wir eine bezahlte Freistellung
  • Diese könnte, in Analogie zur Entgeltfortzahlung bei Mutterschaft und Beschäftigungsverbot (U2), von Krankenkassen und Unfallkassen finanziert werden.
  • • Ob beruflich - über das Risiko in der Allgemeinbevölkerung hinausgehend - ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht, ergibt die Gefährdungsbeurteilung. 
  • Die Beurteilung des individuell erhöhten Krankheitsrisikos sollte ärztlicherseits gemeinsam mit der betroffenen Person erfolgen. 
  • Wo betriebsärztliche Betreuung gewährleistet ist, ließe sich das, entsprechend der ArbMedVV (Teil 2), über eine Angebotsvorsorge bewerkstelligen. 
  • Anderenfalls obläge die Aufgabe, das Krankheitsrisiko zu beurteilen, den behandelten Ärzt*innen.
Die Empfehlungen des Positionspapiers gelten nur für Tätigkeiten, die nicht für die Patientenversorgung relevant sind. 

Das vollständige Fact Sheet mit Empfehlungen über die Vorgehensweise zur Risikoeinschätzung finden Sie hier:

https://www.public-health-covid19.de/images/2020/Ergebnisse/Beschaftigte_mit_erh...

Über das Kompetenznetz Public Health zu COVID-19:

Das Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 ist ein Ad hoc-Zusammenschluss von über 25 wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Verbänden aus dem Bereich Public Health, die hier ihre methodische, epidemiologische, statistische, sozialwissenschaftliche und (bevölkerungs-) medizinische Fachkenntnis bündeln.

Auch Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) bringen ihre arbeitsmedizinische Expertise in die Initiative ein. Das Netz vertritt mehrere Tausend Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel ist es, schnell sowie flexibel interdisziplinäre Expertise zu COVID-19 für die aktuelle Diskussion und Entscheidungsfindung zur Verfügung zu stellen.

Dafür werden wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengestellt, aufbereitet und in möglichst leicht verständlicher Form verbreitet. Weitere Informationen unter

https://www.public-health-covid19.de/de/


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DGAUM:
Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V.
Dr. Thomas Nesseler
Schwanthaler Str. 73 b
80336 München
Tel. 089/330 396-10
Fax 089/330 396-13
tnesseler@dgaum.de
http://www.dgaum.de
http://www.twitter.com/DGAUM_GS


E-Mail-Adresse: gsdgaum@dgaum.de
E-Mail-Adresse: ahner@dgaum.de


Nicole Zubayr
E-Mail-Adresse: zubayr@dgaum.de
 
Die DGAUM wurde 1962 gegründet und ist eine gemeinnützige, wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft der Arbeitsmedizin und der klinisch orientierten Umweltmedizin. Ihr gehören heute über 1.100 Mitglieder an, die auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin und Umweltmedizin arbeiten, vor allem Ärztinnen und Ärzte, aber auch Angehörige anderer Berufsgruppen wie etwa Natur- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Die Mitglieder der Fachgesellschaft engagieren sich nicht nur in Wissenschaft und Forschung, um so bereits bestehende Konzepte für die Prävention, die Diagnostik und Therapie kontinuierlich zu verbessern, sondern sie übernehmen die ärztliche und medizinische Beratung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern an der Schnittstelle von Individuum und Unternehmen. Darüber hinaus beraten die Mitglieder der DGAUM alle Akteure, die ihren Beitrag zu der medizinischen Versorgung leisten und auf Fachwissen aus der betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention, der arbeits- und umweltbezogenen Diagnostik und Therapie, der Beschäftigungsfähigkeit fördernden Rehabilitation sowie aus dem versicherungsmedizinischen Kontext angewiesen sind. Weitere Informationen unter http://www.dgaum.de.