Qualitätszirkel Nieren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Cardiovascular Prevention Center @Charité

Herzinsuffizienz

Universitätzmedizin Rostock

Universitätsmedizin Greiswald

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

jkb

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

CIRS Bayern

Gender Medizin

idw

Medizin am Abend Berlin Team: IntensivFortbildung VOR ORT

Medizin am Abend Berlin Fazit: http://www.individual-med-publishing.de/

In einen sehr guten TeamFortbildungstag gestartet....




























https://www.resource-project.org: Training Fürsorge, Mitgefühl, Alturistisch,

Medizin am Abend Berlin Fazit: Altruismus lässt sich trainieren

Mit einem speziellen Training lassen sich Eigenschaften wie Fürsorge, Mitgefühl und sogar altruistische motiviertes Verhalten wirkungsvoll steigern. 

Das haben Psychologen aus Würzburg und Leipzig in einer neuen Studie gezeigt. 
 
Egal, ob es um den Klimawandel und dessen Folgen, die ungerechte Verteilung von Reichtum oder um den Umgang mit Geflüchteten geht:

Bei der Suche nach Lösungen für diese globalen Probleme sind neben internationalen Abkommen und nationalen Vorgaben immer auch die Entscheidungen einzelner Menschen wie die Bereitschaft zur Kooperation und der Verzicht zugunsten Anderer gefordert.

Von „prosozialem Verhalten“ sprechen Wissenschaftler in diesem Fall.

Psychologinnen und Psychologen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben jetzt die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die über viele Monate hinweg den Einfluss verschiedener mentaler Trainings auf prosoziales Verhalten untersucht hat.

Publikation in Scientific Reports

Das Ergebnis: „Wir konnten zeigen, dass die menschliche Prosozialität formbar ist und dass verschiedene Facetten der Prosozialität durch verschiedene Arten mentaler Trainings systematisch erhöht werden können“, erklärt Anne Böckler-Raettig, Juniorprofessorin am Institut für Psychologie der JMU. Der Aufwand dafür sei nicht sehr groß; das Training bestehe im Wesentlichen aus kurzen täglichen Praktiken, die leicht im Alltag umgesetzt werden könnten. Die Ergebnisse dieser Studie haben die Wissenschaftler jetzt im Fachmagazin Scientific Reports der Nature Publishing Group veröffentlicht.

„Die menschliche Prosozialität ist das Herzstück friedlicher Gesellschaften und der Schlüssel zur Bewältigung globaler Herausforderungen“, erklärt Böckler-Raettig. „Prosozial“ definiert die Wissenschaft als Verhalten, das für den Einzelnen kostspielig ist, das aber anderen entweder individuell oder als Gruppe Vorteile bringt. Viele Disziplinen forschen an den Grundlagen von Kooperation und Altruismus – von der Philosophie und Psychologie über Mathematik und Ökonomie bis hin zur Evolutionsbiologie und den Neurowissenschaften. Dennoch sei „überraschend wenig darüber bekannt, ob und wie die Motivation, altruistisch zu handeln trainiert werden kann“, sagt die Juniorprofessorin. Als Grund dafür vermutet sie die Tatsache, dass klassische Modelle der Wirtschaftswissenschaften Prosozialität oft als stabile Präferenz betrachten und deren Veränderbarkeit lange Zeit keine Rolle in der Wissenschaft spielte.

Training mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Diese Annahme konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun widerlegen. Über neun Monate hinweg haben dafür die Teilnehmer dieser Studie an verschiedenen Formen meditations-basierter mentaler Trainings teilgenommen. In einem Modul ging es darum, die Aufmerksamkeit und das Körperbewusstsein zu schärfen – ähnlich wie das in derzeit populären Programmen zum Achtsamkeits-basierten Stressabbau geübt wird.

In einem zweiten Modul standen sozioaffektive Fähigkeiten wie Mitgefühl, Dankbarkeit und prosoziale Motivation im Mittelpunkt. Der flexible Blick auf sich selbst und auf andere sowie die Fähigkeit, Perspektivwechsel zu unternehmen, bildeten den Schwerpunkt im dritten Modul.

„Für uns war die Frage von besonderem Interesse, welches mentale Training sich als effektiv erweisen würde, um altruistisch motiviertes Verhalten zu verstärken, also Verhalten, welches sich unmittelbar auf das Wohlergehen des Anderen richtet“, erklärt Anne Böckler-Raettig. 

Darauf gaben die Ergebnisse der Studie eine eindeutige Antwort: Einzig das zweite Modul – das sogenannte Affektmodul – war dazu in der Lage, einen direkten Einfluss auf die Motivation der Teilnehmer auszuüben, altruistischen Verhaltensweisen nachzugehen. Diese verhielten sich nach den Trainingseinheiten beispielsweise großzügiger, waren zu mehr spontaner Hilfe bereit und spendeten höhere Beiträge an gemeinnützige Organisationen.

Ein Schritt zu einer fürsorglichen Gesellschaft


„Das Affektmodul, das aus drei Einführungstagen, wöchentlichen Treffen mit Meditationslehrern und etwa 30 Minuten täglicher Praxis über einen Zeitraum von drei Monaten besteht, hat das altruistisch motivierte Verhalten effektiv gefördert, unabhängig davon, wie diese Übungen mit anderen Praktiken kombiniert wurden“, sagt die Psychologin. Ein vergleichbarer Erfolg sei bei den anderen beiden Modulen nicht nachweisbar gewesen.

Somit ist das Fazit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eindeutig: 


Die altruistische Motivation und das Verhalten der Menschen können durch einfache, kurze und nicht kostspielige mentale Praktiken verändert werden.

Die Pflege dieser affektiven und motivierenden Fähigkeiten in Schulen, im Gesundheitswesen und am Arbeitsplatz könne ihrer Meinung nach „ein wirksamer Schritt sein, um den Herausforderungen einer globalisierten Welt zu begegnen und sich in Richtung globaler Zusammenarbeit und einer fürsorglichen Gesellschaft zu bewegen.“

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com










Über Google: Medizin am Abend Berlin
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Prof. Dr. Anne Böckler-Raettig
Juniorprofessur für Psychologie am Lehrstuhl für Psychologie III
T: +49 931 31-80506
anne.boeckler@uni-wuerzburg.de

Sanderring 2
97070 Würzburg
Deutschland
Bayern

Gunnar Bartsch Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Telefon: (0931) 31-82172
Fax: 0931/31-2610
E-Mail-Adresse: bartsch@zv.uni-wuerzburg.de

Originalpublikation:
Distinct mental trainings differentially affect altruistically motivated, norm motivated, and self-reported prosocial behaviour. Anne Böckler, Anita Tusche, Peter Schmidt & Tania Singer. Scientific Reports, DOI:10.1038/s41598-018-31813-8

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
https://www.resource-project.org/

 

Gesundheit mit System: Die Mikroflora im Darm: Gesunde Darmflora

Medizin am Abend Berlin Fazit: Einfluss von Probiotika auf die Darmflora von Frühgeborenen

BMBF fördert Klinische Studie unter Leitung der Universitätsmedizin Mainz zur Wirksamkeit von Probiotika bei frühgeborenen Kindern  
  • Die Mikroflora im Darm hat nach derzeitigem Verständnis in beträchtlicher Weise Einfluss auf unsere Gesundheit. 
  • Die Erstbesiedelung mit Bakterien unmittelbar nach der Geburt könnte von besonderer Bedeutung für die Entwicklung einer Darmflora sein, die uns durch das gesamte Leben begleitet. 

FRAGE: Kann die Gabe von probiotischen Bakterien (wie Laktobacillus oder Bifidobakterium) im ersten Lebensmonat die Entwicklung der Darmflora von Neugeborenen positiv beeinflussen?

Das ist die zentrale Frage einer neuen bundesweiten Klinischen Studie unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Stephan Gehring vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz.

Lässt sich diese Frage positiv beantworten, so könnte das den Weg ebnen, um insbesondere Frühgeborenen einen besseren Start in ein gesundes Leben zu ermöglichen. 

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über einen Zeitraum von vier Jahren mit 400.000 Euro gefördert.
  • Die Mikroflora und insbesondere eine gesunde Darmflora hat auf eine Vielzahl an Organfunktionen einen regelnden Einfluss. 

Man spricht zum Beispiel von der Darm-Hirn-Achse um anzudeuten, dass unsere Darmflora einen Effekt auf hirnphysiologische Prozesse hat.

Zudem zeichnen sich Verbindungen zwischen der Darmflora und vielen Krankheiten ab. 

  • Ist die Darmflora gestört (dysbiotisch) kann das die Entwicklung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen, von Fettleibigkeit, von Diabetes, oder chronischem Asthma fördern.
  • Besonders empfänglich für die Entwicklung einer dysbiotischen Darmflora sind Frühgeborene, die in Deutschland einen steigenden Anteil von 20 bis 25 Prozent bei den Neugeborenen ausmachen. 
  • Es ist davon auszugehen, dass sich gerade bei Frühgeborenen äußere Einflüsse, wie chirurgische Eingriffe, Babynahrung oder Antibiotika negativ auf die Darmbesiedelung auswirken. 
Ein Großteil der Frühgeborenen erhält mittelbar oder unmittelbar Antibiotika, welche immer als „Nebenwirkung“ die Darmflora grundlegend zerstören. 


Im Zuge dieser Studie verabreichen die Wissenschaftler zunächst probiotische Bakterien an Frühgeborene.

In einem Folgeschritt analysieren sie deren Stuhlproben mittels der sogenannten 16S-rRNA-Sequenzierung.

Bei einem kleineren Teil der Studiengruppe machen sie zudem von dem als sehr aufwendig geltenden „deep metagenomic sequencing“-Verfahren Gebrauch. Anhand der Vergleiche der Stuhlproben wollen sie herausfinden, ob die Gabe von probiotischen Bakterien tatsächlich einen positiven Effekt auf die Entwicklung der Darmflora von Neugeborenen hat.


„Die Wiederherstellung einer gesunden Darmflora ist für eine gesunde Entwicklung der Frühgeborenen von großer Bedeutung“, so Professor Gehring.

„Die Chancen, mit diesem Projekt einen tiefen Einblick in die Entwicklung und Therapiemöglichkeiten der Darmflora zu erhalten sind äußerst viel versprechend.

Keine klinische Studie hat in den zurückliegenden Jahren die Möglichkeiten der Verabreichung von probiotischen Bakterienstämmen in dieser wissenschaftlichen Breite erarbeitet. 

Diese Studie hat das Potential, Frühgeborenen einen besseren Start in ein gesundes Leben zu ermöglichen.“


Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com









 






Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Univ.-Prof. Dr. Stephan Gehring
Sektionsleiter Pädiatrische Intensivmedizin, Infektiologie & Gastroenterologie
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsmedizin Mainz
Telefon 06131 17- 3560
E-Mail: stephan.gehring@uni-mainz.de


Langenbeckstraße 1
55131 Mainz
Deutschland
Rheinland-Pfalz



Oliver Kreft M.A.
Telefon: 06131-17-7424
Fax: 06131-17-3496
E-Mail-Adresse: oliver.kreft@unimedizin-mainz.de 



Medizin am Abend Berlin Team: VOR ORT - Intensivfortbildung https://notfallpflege.berlin/

Multiple Sklerose (MS): Kompetenznetz

Medizin am Abend Berlin Fazit: Verbindung zwischen Darmflora und Multipler Sklerose entdeckt

Bei der Multiplen Sklerose wird das Hirngewebe von einer fehlgeleiteten Antwort des körpereigenen Abwehrsystems geschädigt.  

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink. Kompetenznetz-multiplesklerose  
  • Bei der Entstehung der Krankheit könnten bakterielle Darmbewohner eine viel grössere Rolle spielen als bisher angenommen, wie Forschende der Universität Zürich in ihren Arbeiten zeigen. 

Schwindende Nervenhüllen: An den lädierten Stellen (unten im Bild) im Gehirn von MS-Patienten fehlt das Myelin (oben in blau).
Schwindende Nervenhüllen: An den lädierten Stellen (unten im Bild) im Gehirn von MS-Patienten fehlt das Myelin (oben in blau). Bild: Dr. med. Imke Metz, Universität Göttingen, Deutschland
 
  • Die Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das körpereigene Abwehrsystem gegen die Hüllen von Nervenzellen richtet und sie zusehends zersetzt. 

Weil diese Hüllen aus so genanntem Myelin – einer biologischen Membran aus Fetten und Eiweissen – bestehen, konzentrierte sich die Wissenschaft auf ihrer Suche nach den Zielantigenen der Krankheit bis anhin auf Myelinkomponenten. 

Doch nun legen neue Resultate der Forschungsgruppe um Mireia Sospedra und Roland Martin vom Klinischen Forschungsschwerpunkt Multiple Sklerose der Universität Zürich nahe, dass es sich lohnt, den beschränkten Blickwinkel zu erweitern, um ein besseres Verständnis des Krankheitsgeschehens zu gewinnen.

Entzündungskaskade

Wie die Forschenden in der Zeitschrift Science Translational Medicine berichten, reagieren die so genannten T-Helfer-Zellen – die für die pathologischen Prozesse verantwortlichen Immunzellen – auf ein Eiweiss namens GDP-L-Fucose-Synthase.

Dieses Enzym wird sowohl von menschlichen Zellen wie auch von Bakterien gebildet, die in der Darmflora von MS-Patientinnen und -Patienten gehäuft zu finden sind.
«Wir denken, dass die Immunzellen im Darm aktiviert werden, dann ins Hirn wandern und dort eine Entzündungskaskade anstossen, wenn sie der menschlichen Variante ihres Zielantigens begegnen», sagt Mireia Sospedra.

Für die genetisch definierte Untergruppe von MS-Patienten, die sie untersucht hätten, zeigten ihre Ergebnisse, dass bakterielle Darmbewohner eine viel grössere Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen könnten als bisher angenommen, fährt Sospedra fort.

Sie hofft, die Erkenntnisse auch schon bald therapeutisch nutzen zu können – und plant, die immunaktiven Bestandteile der GDP-L-Fucose-Synthase in einem Ansatz zu testen, den die Forschenden schon seit mehreren Jahren verfolgen.

Das Immunsystem umerziehen


«Unser klinischer Ansatz richtet sich spezifisch gegen die pathologischen autoreaktiven Immunzellen», sagt Sospedra.

Damit unterscheidet er sich radikal von den aktuell verfügbaren Behandlungen, die das gesamte Immunsystem drosseln.

  • Mit ihnen gelingt es zwar oft, die Entwicklung der Krankheit aufzuhalten, doch die Behandlungen führen gleichzeitig zu einer Schwächung des Abwehrsystems – und können deshalb mitunter schwerwiegende Nebenwirkungen hervorrufen.

In dem klinischen Versuch der Gruppe entnehmen die Forschenden den MS-Patienten Blut.

Im Labor kleben sie die immunaktiven Eiweissfragmente auf die Oberfläche der roten Blutkörperchen.

Wenn sie danach das Blut wieder in den Körper einleiten, helfen die Fragmente, das Immunsystem der Kranken gewissermassen umzuerziehen und gegenüber ihrem eigenen Hirngewebe tolerant zu machen.

Diese Therapie zielt auf eine effektive gerichtete Behandlung ohne schwerwiegende Nebenwirkungen.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com















Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Dr. Mireia Sospedra Ramos
Klinischer Forschungsschwerpunkt Multiple Sklerose, Universität Zürich
Tel. +41 44 255 39 05
Mireia.SospedraRamos@usz.ch

Rita Ziegler Universität Zürich
Telefon: 0041446344460
E-Mail-Adresse: rita.ziegler@kommunikation.uzh.ch

Seilergraben 49
8001 Zürich
Schweiz
Zürich

Originalpublikation:
Raquel Planas, Radleigh Santos, Paula Tomas-Ojer, Carolina Cruciani, Andreas Lutterotti, Wolfgang Faigle, Nicole Schaeren-Wiemers, Carmen Espejo, Herena Eixarch, Clemencia Pinilla, Roland Martin, Mireia Sospedra. GDP-L-Fucose Synthase As A Novel CD4+ T Cell-Specific Autoantigen in DRB3*02:02 Multiple Sclerosis Patients. Science Translational Medicine. 10 Oct 2018. DOI: 10.1126/scitranslmed.aat4301

 

CAVE: Ganzkörper-Computertomographie (CT): Schockraum-Diagnose

Medizin am Abend Berlin Fazit: Traumaregister-Forschung kommt jährlich 30.000 Schwerverletzten in Deutschland zugute

In Deutschland profitieren durchschnittlich 30.000 Schwerverletzte pro Jahr von der Traumaregister-Forschung. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink: Energy Trinks  

Das TraumaRegister DGU® (TR-DGU) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) erfasst nahezu komplett alle Schwerverletzten in Deutschland. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Cannabis  

Damit stehen der DGU epidemiologisch verlässliche Daten zur Versorgung und zum Behandlungsergebnis dieser Patientengruppe zur Verfügung. 

Die Daten sind Kernstück der nationalen Qualitätssicherung in der Schwerverletztenversorgung. 

Zudem ermöglicht das TR-DGU intensive Forschungsarbeiten: 

Mit Ergebnissen, die einen Überlebensvorteil bieten, werden Diagnostik und Therapie kontinuierlich verbessert. 

  
„Das Traumaregister ist für uns der Schlüssel, um die Qualität unserer Arbeit zu verbessern“, sagt Professor Dr. Joachim Windolf, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) sowie Direktor der Klinik für Unfall- und Handchirurgie der Universitätsklinik Düsseldorf. Das TR-DGU existiert nunmehr seit 25 Jahren. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Der Unfallchirurg“ des Springer Medizin Verlages widmet sich dem Jubiläum mit sechs Fachbeiträgen.

Mit seiner langen Laufzeit und über 270.000 dokumentierten Behandlungsverläufen von schwerverletzten Patienten ist das TR-DGU mittlerweile eines der größten Traumaregister der Welt – mit zunehmend internationaler Beteiligung.

Erfasst werden beispielsweise Befund und Diagnose, Gerinnungsstatus und operatives Vorgehen. Die Daten dienen der Qualitätssicherung und Forschung, aber auch dazu, die Risikoprognose des Patienten zu berechnen – also seine Überlebenschancen in Anbetracht der Schwere seiner Verletzungen.

„Mit dieser Datenerfassung können wir die realen Behandlungsabläufe in den Kliniken sichtbar machen und sie analysieren“, sagt Professor Dr. Gerrit Matthes, Leiter der DGU-Sektion Notfall- und Intensivmedizin, Schwerverletztenversorgung (NIS) und Chefarzt der Unfallchirurgie und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam.

Die Ergebnisse werden im jährlichen TraumaRegister DGU®-Jahresbericht zusammengefasst.

„Das hilft den Kliniken, ihre eigenen Prozesse zu prüfen und falls notwendig, Maßnahmen einzuleiten, um die Abläufe zu verbessern“, ergänzt Dr. Heiko Trentzsch, stellvertretender NIS-Leiter und Mitarbeiter am Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) am Klinikum der Universität München.

Darüber hinaus dient das TR-DGU als Forschungsinstrument: Über 300 Publikationen zu verschiedenen wissenschaftlichen Fragestellungen sind in den letzten 25 Jahren von forschenden Orthopäden und Unfallchirurgen auf Grundlage der TR-DGU-Daten veröffentlicht wurden. Darunter fallen Forschungsergebnisse, die einen wegweisenden Einfluss auf die Weiterentwicklung von Behandlungskonzepten hatten: Diese wurden in die Versorgungsleitlinien und Empfehlungen der DGU aufgenommen – beispielsweise in die S3-Leitlinie Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung und das Weißbuch Schwerverletztenversorgung. Sie sind Handlungsgrundlage für Ärzte aus über 650 Traumazentren der Initiative TraumaNetzwerk DGU®.

  • Ein gutes Beispiel dafür ist die Erforschung der Rolle der Ganzkörper-Computertomographie (CT) bei der Schockraum-Diagnostik – das betrifft die ersten Untersuchungen, sobald der Schwerverletzte nach seiner Rettung in der Klinik eingetroffen ist. 

Eine Forschungsgruppe fand heraus, dass Patienten, bei denen ein Ganzkörper-CT durchgeführt wurde, häufiger lebend die Klinik verlassen als Patienten, bei denen darauf verzichtet wurde. 

Daraus resultiert die Weißbuch-Empfehlung, den CT-Scanner in unmittelbarer Nähe zum Schockraum aufzustellen.

Heutzutage liegt in durchschnittlich 22 Minuten nach Eintreffen des Patienten ein Ganzkörper-CT vor – vor zehn Jahren dauerte das noch über eine halbe Stunde.

„Das spart wertvolle Zeit. Innere Verletzungen wie Blutungen, die wir von außen nicht exakt lokalisieren können, können wir mit dem Ganzkörper-CT schneller erkennen und behandeln“, sagt Matthes.

Hintergrund:

Das TraumaRegister DGU® wurde 1993 von der DGU gegründet. Es wird von den Kliniken als Instrument zur externen Qualitätssicherung genutzt und ist darüber hinaus seit Jahren eine Grundlage für die klinische und die Versorgungs-Forschung. Anfänglich beteiligten sich fünf deutsche Kliniken. Inzwischen nehmen knapp 700 Kliniken aus neun Nationen teil. Die Kliniken kommen schwerpunktmäßig aus Deutschland (620, Stand Jahresbericht 2018). Zunehmend nutzen auch Kliniken aus anderen Ländern das TR-DGU als Qualitätsmessinstrument: dazu gehören Häuser aus Belgien, Finnland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz, Slowenien sowie den Vereinigten Arabischen Emirate. 2019 werden Unfallkliniken aus Portugal dazu kommen. Jede Klinik, die an der Initiative TraumaNetzwerk DGU® teilnimmt, gibt ihre Fälle obligatorisch in das TR-DGU ein. Dort werden sie pseudonymisiert gespeichert. Das TR-DGU unterteilt die eingetragenen Fälle danach, ob definierte Einschlusskriterien erfüllt und eine besondere Schwere der Verletzung vorliegt (Basiskollektiv). In 2017 wurden insgesamt über 43.000 Behandlungen dokumentiert, davon sind rund 35.000 Schwerverletzte entsprechend der Definition des TR-DGU Basiskollektivs.

Referenzen:
1) Der Unfallchirurg, Ausgabe 10/2018, 25 Jahre Trauma-Register DGU®
www.springermedizin.de/der-unfallchirurg-10-2018/16160180
2) BouillonB, LeferingR, PaffrathT, SturmJ, HoffmannR (2016), Versorgung Schwerverletzter in Deutschland, Unfallchirurg119:469–474
link.springer.com/article/10.1007%2Fs00113-016-0193-1




Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com














Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Susanne Herda, Swetlana Meier
Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) e.V.
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
Telefon: +49 (0)30 340 60 36 -06 oder -00
Telefax: +49 (0)30 340 60 36 01
Deutschland
Berlin

Susanne Herda
Telefon: 0303406036-06
Fax: 030/340603621
E-Mail-Adresse: susanne.herda@dgu-online.de

Originalpublikation:
1) Der Unfallchirurg, Ausgabe 10/2018, 25 Jahre Trauma-Register DGU®
www.springermedizin.de/der-unfallchirurg-10-2018/16160180
2) BouillonB, LeferingR, PaffrathT, SturmJ, HoffmannR (2016), Versorgung Schwerverletzter in Deutschland, Unfallchirurg119:469–474
link.springer.com/article/10.1007%2Fs00113-016-0193-1

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.dgu-online.de

http://www.traumaregister-dgu.de


https://www.springermedizin.de/der-unfallchirurg-10-2018/16160180


https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/012-019.html


https://www.dgu-online.de/qualitaet-sicherheit/schwerverletzte/weissbuch-schwerv...


http://www.traumanetzwerk-dgu.de/de/startseite_tnw.html