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Falsch sitzender Büstenhalter? Gesundheitliche Folgen ....

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Damit der BH nicht krank macht

Grundsatzuntersuchung der Hohenstein Institute zur Optimierung von BH-Trägersystemen 
 
Für Millionen von Frauen ist der Büstenhalter nicht nur funktionelles Wäschestück, sondern gleichzeitig auch modisches Accessoire und praktische Funktions- oder Sportbekleidung. 

Entsprechend gibt es kaum eine Frau, die nicht täglich einen BH trägt. BHs sind aufgrund der langen Tragezeiten für das individuelle und auch gesunde Wohlbefinden wichtiger als viele Frauen vermuten.

  • Studien belegen jedoch, dass jede zweite Frau falsch sitzende Büstenhalter trägt. 

Dabei können schlecht sitzende BHs gesundheitliche Folgen für die Trägerin haben.

  • Problematisch sind hier insbesondere falsche Träger-Einstellungen sowie unangepasste Trägerkonstruktionen. 
Einschneidende Träger können dauerhafte Druckstellen und mitunter tiefe Furchen in den Schultern hinterlassen. 

  • Da in diesen Bereichen Muskeln und Nerven verlaufen, können BH-Träger auf Dauer Beschwerden wie beispielsweise Kopfschmerzen verursachen. Im ungünstigsten Fall entwickeln sich daraus auch bleibende Verspannungen im Nacken-, Arm- oder Schulterbereich. 


Hautdeformation im Schulterbereich am Beispiel der Größe 80 C, Altersgruppe zwischen 60 und 70 Jahren.
Hautdeformation im Schulterbereich am Beispiel der Größe 80 C, Altersgruppe zwischen 60 und 70 Jahren.
© Hohenstein Institute

Hier setzt ein Forschungsvorhaben des Hohenstein Instituts für Textilinnovation gGmbH aus Bönnigheim an.

Zielsetzung der Wissenschaftler ist es, BH-Trägersysteme hinsichtlich der Druckverteilung auf den Schulterpartien und ihrer hautsensorischen Eigenschaften zu optimieren, um Beschwerden bei den Trägerinnen vorzubeugen. 

Dabei ist das Zusammenspiel zwischen BH-Konstruktion, Brustvolumen und dem daraus resultierenden Druck im Schulterbereich bislang noch nicht erforscht.

Hinreichend bekannt ist immerhin die Tatsache, dass insbesondere schmale BH-Träger in Verbindung mit großen Cups auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen führen.

Im Rahmen einer Grundsatzuntersuchung soll nun von den Hohenstein Experten analysiert werden, ob sich tatsächlich mit breiteren BH-Trägern eine eklatante Entlastung der Schulterpartien herbeiführen lässt.

Zunächst muss abgeklärt werden, welche Faktoren dabei eine maßgebliche Rolle spielen.

Wie müssen die breiteren Träger beschaffen sein, damit sich der Druck gleichmäßig über die gesamte Trägerbreite aufbauen kann?

Wovon ist der gleichmäßige Druckaufbau konkret abhängig: Material, Nahtbeschaffenheit oder Elastizität oder einem Zusammenspiel von allen? Wie wirkt sich die eingestellte Trägerlänge auf die Gewichtskraft aus, die die Brust auf den BH überträgt?

Ein rundum perfekt passender Büstenhalter ist das Eine. Doch was nutzt Frau die beste Passform, wenn sich die BH-Träger andererseits unangenehm anfühlen oder gar auf der Haut kratzen?

Das subjektive Empfinden, das ein BH-Träger bei Berührung mit der Haut auslöst, soll durch spezielle Messungen der hautsensorischen Eigenschaften objektiv bewertbar gemacht werden. Dazu kommen etablierte hautsensorische Messverfahren zum Einsatz. Allerdings sind entsprechende Anpassungen vorzunehmen, da die Textilien hier bislang in ungedehntem Zustand bewertet werden und nicht - wie bei BH-Trägern notwendig – in gedehntem Zustand.


3D-Oberflächenanalyse: Die Anzahl der Kontaktpunkte zwischen dem Textil und der Haut gibt an, wie schnell sich ein Kleidungsstück klamm und feucht anfühlt.

3D-Oberflächenanalyse: Die Anzahl der Kontaktpunkte zwischen dem Textil und der Haut gibt an, wie schnell sich ein Kleidungsstück klamm und feucht anfühlt. © Hohenstein Institute

Nähere Informationen zu diesem Forschungsprojekt erhalten Sie bei den Projektleitern:

Angela Mahr-Erhardt
Telefon: +49 7143 271-308
a.mahr-erhardt@hohenstein.de


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Martin Harnisch
Telefon: +49 7143 271-630
m.harnisch@hohenstein.de
Marianna Diener Hohenstein Institute

MSM - Junge Männer: Sex mit Männern „Impft auch die Jungen!“.

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Urologen empfehlen: Die HPV-Impfung für Jungen

Humane Papillomaviren erzeugen die häufigsten übertragenen sexuellen Infektionen in Deutschland und weltweit. 

Neben Gebärmutterhalskrebs können sie weitere Tumoren des Anogenitale und des Oropharynx hervorrufen und sind Auslöser für Condylome. 

Die derzeitige von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Praxis, lediglich Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren zu impfen (Stand: August 2015), ist nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BDU) nicht mehr zeitgemäß. 
 
  • Sie berücksichtige auch nicht die vielfachen Lebenswelten sexuell aktiver Menschen in unserem Land. 

„Der oft angemerkte Herdenschutz durch die Impfung der Mädchen greift ja bereits dann nicht, wenn wir es mit jungen Männern zu tun haben, die Sex mit Männern haben (MSM)“, so DGU-Präsident Prof. Dr. med. Kurt Miller. Im Sinne eines umfassenden Schutzes unabhängig von der sexuellen Orientierung empfehlen DGU und BDU nun gemeinsam „Impft auch die Jungen!“.


Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Weniger Stress bei der Arbeit 


HP-Viren sind für praktisch alle Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich, damit auch für über 100.000 vermeidbare Konisationen und rund 3000 weibliche Todesfälle pro Jahr in Deutschland. „Ein Argument für die alleinige Impfung der Mädchen war bisher immer, auf diese Weise die HPV-Last bei sexuell aktiven jungen Frauen so stark abzusenken, dass sich die jungen Männer als Sexualpartner der geimpften Frauen ebenfalls nicht mehr anstecken können. Dieser Herdenschutz funktioniert allerdings nur, wenn über die HPV-Impfung mehr als 85 % der jungen Mädchen erfasst würden“, so Prof. Miller weiter.

„Da der Penis der Haupt-Transmitter für HPV darstellt, ist der Verzicht auf die Jungenimpfung fahrlässig.“

In der Realität liegen jedoch die Impfquoten der Mädchen für die letzten Jahre mit weniger als 40 % deutlich unterhalb der erforderlichen Menge. 

  • Diejenigen, die indes einen der derzeit verfügbaren multivalenten Impfstoffe erhalten hatten, zeigen deutlich weniger Condylomata und Krebsvorstufen, wie aus deutschen, dänischen und australischen Studien hervorgeht. 

Ganz ähnliche Daten finden sich für geimpfte Jungen aus den USA und Australien als Vorreiter der HPV-Impfung für diese Zielgruppe.

  • Die HPV-Impfung ist sicher und schützt effektiv vor der Infektion mit einigen der Hochrisiko-HP-Viren. 

Die höchste Wirksamkeit zeigt die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr, jedoch steht inzwischen fest, dass auch bei sexuell erfahrenen Erwachsenen die Folgeerkrankungen nach erfolgter Infektion wie auch die Rezidive bei bereits manifesten und behandelten Cervixkarzinomen signifikant reduziert werden.

„Die international vorliegenden wissenschaftlichen Daten stützen unsere gemeinsame Empfehlung für eine HPV-Impfung bei Jungen“, sagt Prof. Dr. med. Oliver Hakenberg, Generalsekretär der DGU. BDU-Präsident Dr. med. Axel Schroeder ergänzt: „Mit der Jungensprechstunde beim Urologen verfügen wir inzwischen zudem über eine geeignete Versorgungsstruktur, um möglichst viele Jungen zu erreichen, sie über die HPV-Impfung aufzuklären und letztlich auch zu impfen.“

Allein stehen DGU und BDU mit ihrer gemeinsamen Impfempfehlung in Deutschland nicht:

Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für Jungen und junge Männer mithilfe des tetravalenten Impfstoffes gegen karzinogene und warzenfördernde HP-Viren bereits seit Jahren (aktueller Stand: Januar 2016).

Selbst für die kassenärztliche Abrechnung wurde im Freistaat eine Lösung gefunden:

Die Impfung, da offiziell von der SIKO empfohlen, ist abrechnungsfähig bei den sächsischen Krankenkassen. 

Mittlerweile öffnen sich bundesweit weitere, meist kleine Krankenkassen (z. B. die Bahn-BKK) für die Erstattung der HPV-Impfung bei Jungen.

Es empfiehlt sich dennoch im Einzelfall, vorab die Kostenübernahme mit der zuständigen Kasse zu klären. 

  • Seit April 2016 steht ein nonavalenter Impfstoff zur Verfügung, der gegen neun HPV-Subtypen schützt und somit noch mehr Sicherheit bietet. 
Die Nebenwirkungen bei inzwischen über 200 Millionen Impfungen weltweit liegen im Bereich aller anderen Impfungen. Auch die Sicherheit der Impfstoffe liegt im Bereich aller übrigen Impfwirkstoffe und damit in der eindeutig positiven Nutzen-Risiko-Relation.

Ganz aktuell wird sich das Forum zur Jungensprechstunde auf dem 68. DGU-Kongress mit sexuell übertragbaren Erkrankungen sowie dem Schutz vor HP-Viren befassen. Bereits jetzt lädt DGU-Präsident Prof. Miller die Medienvertreter herzlich ein, im Rahmen der bevorstehenden DGU-Jahrestagung vom 28. September bis 1. Oktober 2016 in Leipzig an dieser Diskussion über die HPV-Impfung von Jungen teilzunehmen. So passt sich die Empfehlung „Impft auch die Jungen!“ nicht zuletzt elegant in das Kongress-Motto „Ökonomie – Medizin – Qualität“ ein.

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Mikrobiota-Zytometrie: Deine Darmflora ......?

Medizin am Abend Berlin Fazit: Bakterien im Darm als Spiegel der Gesundheit

Unsere Darmflora ist der Spiegel unserer Gesundheit. 

Ändert sich die Zusammensetzung der Darmflora, können Entzündungen des Darms die Folge sein, aber auch Rheuma oder Krebs. 

Wissenschaftler des Leibniz Instituts Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin, der Charité und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig haben eine Methode zur einfachen und schnellen Bestimmung der Zusammensetzung der Darmflora aus Stuhlproben entwickelt. 

Mit der neuen Methode kann jetzt der Zusammenhang zwischen Darmbakterien und Krankheit genau untersucht werden. Es wird möglich, diese Krankheiten frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. 

 European Journal of Immunology, 46(5)2016
 European Journal of Immunology, 46(5)2016
© 2016 The Authors. European Journal of Immunology published WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim.


  • In unserem Darm leben Billionen von Bakterien – 10mal mehr, als unser Körper Zellen hat. 
  • Mehr als 100 verschiedene Bakterienarten bilden diese Darmflora. 
Die Darmflora hilft uns, unsere Nahrung zu verdauen. Aber sie beeinflusst auch unser Immunsystem.

Die Zusammensetzung unserer Darmflora hängt wesentlich von unserem Lebensstil ab, z.B. davon, was wir essen.

Auch Krankheiten können unsere Darmflora verändern. Und eine veränderte Darmflora kann uns krank machen, insbesondere chronische Entzündungen des Darms verursachen, aber auch Rheuma und andere chronisch-entzündliche Erkrankungen.

Bisher wissen wir nur wenig darüber, denn die Untersuchung der Darmflora ist schwierig. Ein Team aus Wissenschaftlern rund um Dr. Hyun-Dong Chang vom Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin, einem Institut der Leibniz Gemeinschaft, hat nun gemeinsam mit Wissenschaftlern der Charité - Universitätsmedizin Berlin und des Helmholtz-Instituts für Umweltforschung in Leipzig eine neue Methode entwickelt, die „Mikrobiota-Zytometrie“, mit der die Bakterien der Darmflora einzeln und ultraschnell optisch vermessen werden können.

  • Mit der „Mikrobiota-Zytometrie“ kann die Zusammensetzung der Darmflora aus Stuhlproben genau bestimmt und einzelne Arten können gezielt isoliert werden. 

Die neue Methode ist ein Durchbruch bei der Erforschung der Frage, wie die Darmflora unsere Gesundheit bestimmt.

Es wird möglich, Krankheiten, die durch Bakterien der Darmflora verursacht werden, früh zu erkennen und gezielt zu behandeln. Bakterien, die vor Krankheiten schützen, können mit der Methode identifiziert, isoliert, und zur Behandlung eingesetzt werden.

Erste Ergebnisse mit der neuen Methode der „Mikrobiota-Zytometrie“ stellten die Wissenschaftler jetzt im European Journal of Immunology vor (1).

Sie untersuchten die Veränderungen der Darmflora bei einer chronischen Darmentzündung. 

  • Dabei verschwinden viele Arten von Bakterien, andere breiten sich aus. 
Die Forscher konnten einige Arten identifizieren, die möglicherweise die Darmentzündung verursacht hatten. Sie werden jetzt genauer untersucht.

Veröffentlichung:
(1) Zimmermann J*, Hübschmann T*, Schattenberg F, Schumann J, Durek P, Riedel R, Friedrich M, Glauben R, Siegmund B, Radbruch A, Müller S**, Chang HD**. High-resolution microbiota flow cytometry reveals dynamic colitis-associated changes in fecal bacterial composition. Eur J Immunol. 2016 May;46(5):1300-3. doi: 10.1002/eji.201646297 */** equal contribution

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Prof. Dr. Andreas Radbruch
Wissenschaftlicher Direktor
Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin, ein Leibniz Institut
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Diarrhöischen Muschelvergiftung: Darmbeschwerden mit schweren Durchfällen, Erbrechen und Schmerzen im Bauchbereich?

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Wie beeinträchtigen marine Biotoxine die Gesundheit?

DFG-gefördertes Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zur Wirkung mariner Biotoxine beginnt. 
 
  • Weisen Muscheln hohe Gehalte an marinen Biotoxinen auf, kann es nach deren Verzehr beim Menschen zu Vergiftungen kommen. 

Diese können sich je nach Toxin in verschiedenen Symptomen äußern.

Eines dieser marinen Biotoxine ist die Okadasäure.  

Eine Aufnahme hoher Konzentrationen führt zu Darmbeschwerden mit schweren Durchfällen, Erbrechen und Schmerzen im Bauchbereich.

Neben diesen akuten Effekten ist jedoch auch bekannt, dass die Okadasäure im Tierversuch auch Darm und Leber schädigen kann sowie krebsauslösend und fruchtschädigend (embryotoxisch) wirkt. Im Forschungsprojekt „Molekulare Charakterisierung der toxikologischen Wirkung des marinen Biotoxins Okadasäure in in vitro-Modellen der humanen gastrointestinalen Barriere und der Leber“ wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Abteilung Lebensmittelsicherheit des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) den toxischen Mechanismus aufklären, der zu diesen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. „Die Frage ist, ob und wie die Okadasäure über den Darm in die Blutbahn und damit in die Leber gelangt und in welche Stoffe sie der Körper bei dieser Passage umwandelt“, erläutert BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Derzeit bestehen große Wissenslücken, inwieweit die Okadasäure auf diesem Weg in toxischere Substanzen umgewandelt wird, die die Zellen schädigen können. Diese Wissenslücken sollen durch das Forschungsprojekt geschlossen werden.

Marine Biotoxine sind Stoffwechselprodukte von Algen. 

  • Unter besonders günstigen Umweltbedingungen („Algenblüte“) werden sie vermehrt gebildet. 

Da Algen die Hauptnahrungsquelle für wasserfiltrierende Muscheln darstellen, werden folglich auch marine Biotoxine wie die Okadasäure von ihnen aufgenommen und reichern sich im Muschelfleisch an.

Werden vom Menschen Muscheln mit hohen Gehalten an Okadasäure verzehrt, kommt es zur typischen diarrhöischen Muschelvergiftung, die in erster Linie Beschwerden im Darmtrakt hervorruft.

Diese akuten Effekte, die sich allein auf den Darmtrakt beschränken, sind gut untersucht.

Weniger erforscht sind dagegen die kanzerogenen und stark zellschädigenden sowie die embryotoxischen Eigenschaften der Okadasäure. Sie können dann eintreten, wenn das marine Biotoxin die Darmbarriere überwindet, in die Blutbahn gelangt und in der Leber zusätzlich toxische Stoffwechselprodukte (Metaboliten) gebildet werden.

Ob das geschieht, ist abhängig von der aufgenommenen Menge an Okadasäure. 

Im Forschungsprojekt untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie die Darmwand als Barriere den Körper vor der Okadasäure bei einer niedrigen Konzentration schützt und warum bei hohen Konzentrationen im Darm diese Barriere versagt. 

Mit Hilfe von Zellkulturen aus Zellen der menschlichen Darmwand werden dafür die Veränderung der Barriere-Eigenschaften einer bestimmten Zellschicht der Darmschleimhaut durch die Okadasäure und der Entgiftungsmechanismus des Darms untersucht. Mit Hilfe von menschlichen Leberzellen wird außerdem die Metabolisierung dieses marinen Biotoxins untersucht, also die Bildung von Stoffwechselprodukten geringerer oder höherer Toxizität.

Die Aufklärung der molekularen Zusammenhänge der Entgiftung wie auch der Aktivierung zusätzlicher toxischer Eigenschaften sollen dazu beitragen, unbekannte Toxizitätsmechanismen der Okadasäure zu identifizieren, die eine relevante Rolle für die Reaktion des Körpers bei der Aufnahme von höheren Dosen dieses marinen Biotoxins spielen.

Das BfR erwartet, dass die Ergebnisse des Forschungsprojektes zusätzliche Daten zur oralen Bioverfügbarkeit, zur Toxikokinetik und Metabolisierung von Okadasäure liefern, um deren gesundheitliches Risiko für den Menschen besser abschätzen zu können. Das Forschungsprojekt ist auf drei Jahre angelegt und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.


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Dr. Suzan Fiack Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)



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Virushepatitis - Reise-Hauptzeiten Achtung: Hepatitis D......

Medizin am Abend Fazit: Der Urlaub kann eine Gefahr für die Leber sein: Jetzt gegen Virushepatitis impfen

Jetzt startet die Reise-Hauptsaison. 

Die Freude ist groß, doch in vielen beliebten Urlaubsregionen gibt es auch ein häufig unterschätztes Gesundheitsrisiko: 

Die Ansteckung mit einem Hepatitis-Virus. 

Einen wirksamen Schutz bietet die Impfung gegen Hepatitis A und B. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Ergänzende Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft 

Anläslich des 17. Deutschen Lebertages am 20. November 2016 weisen die Ausrichter Deutsche Leberstiftung, Deutsche Leberhilfe e. V. und Gastro-Liga e. V. auf die Ansteckungsgefahren und Vorsorgemöglichkeiten hin. Der Lebertag steht unter dem Motto: „Leber/wert/voll“. Das Motto unterstreicht die Wichtigkeit des zentralen Stoffwechselorgans Leber und betont gleichzeitig die Notwendigkeit, die Leberwerte bestimmen zu lassen. 
 
Ferienzeit – Hauptsaison für Hepatitis A

„Jede Reise-Hauptsaison ist gleichzeitig eine Hepatitis-Hauptsaison. In Deutschland ist die Hepatitis A zu einer Reisekrankheit geworden. Über die Hälfte der auftretenden Hepatitis A-Virusinfektionen wurden auf Reisen erworben“, erläutert Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Die Hepatitis A wird durch das Hepatitis-A-Virus (HAV) verursacht. Die Ausscheidung des Erregers erfolgt über den Darm. Das HAV ist stabil gegenüber vielen Umwelteinflüssen und resistent gegenüber vielen Desinfektionsmitteln.

  • Eine Hepatitis A klingt zwar bei gesunden Menschen in der Regel nach einer Weile von selbst ab, doch bei älteren oder kranken Menschen kann eine Hepatitis A auch zu einem akuten Leberversagen führen. 
  • Eine wirkungsvolle Impfung schützt vor Hepatitis A. 
  • Selbst kurz vor Antritt der Reise ist es nicht zu spät für die Impfung.

Ferienzeit – Hepatitis B-Risiko bei Sex, Tattoo und Piercing

Neben der Ansteckungsgefahr mit dem HAV besteht im Urlaub ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV).
Die Ansteckung erfolgt in erster Linie über Blut, Sperma oder Vaginalsekret. In einigen Fällen ist auch eine Übertragung durch Speichel möglich. Der häufigste Übertragungsweg ist ungeschützter Sex.

Auch Tätowierungen, Ohrlochstechen oder Piercings, die nicht steril durchgeführt werden, sind riskant.
  • Das Hepatitis B-Virus ist fünfzig- bis hundertmal infektiöser als HIV und schon eine kleine Menge Blut reichen aus, um sich zu infizieren. 
  • Sogar bei Kontakten mit der Gefahr kleinster Hautverletzungen wie beim Friseur (beispielsweise beim Nackenausrasieren), bei der Fußpflege oder bei unvorhergesehenen ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen besteht ein Infektionsrisiko, wenn keine hygienischen Bedingungen herrschen. 

Meist bemerken Infizierte nichts von ihrer Erkrankung. Kommt es jedoch zu einer chronischen Entzündung, besteht ein erhöhtes Risiko für bindegewebsartige Veränderungen der Leber (Fibrose) oder Zirrhose. Vor allem bei einer bestehenden Zirrhose ist das Risiko für einen Leberzellkrebs deutlich erhöht. Größtmöglichen Schutz vor einer Übertragung des Hepatitis B-Virus gewährleistet eine entsprechende Impfung.

Ferienzeit – Kombinationsimpfung bietet Schutz

Einen wirksamen Schutz vor einer Ansteckung mit Hepatitis A und B bietet eine Impfung. Beim Einsatz von Kombinations-Impfstoffen, die gegen Hepatitis A und B schützen, ist die Anzahl der notwendigen Injektionen vermindert und schützt für viele Jahre gegen eine Neuinfektion. Die Impfung erfolgt in drei Etappen: Die erste und zweite Spritze werden in einem Abstand von einem Monat gegeben; die dritte Spritze erfolgt nach weiteren fünf Monaten.
  • Bei gesunden Erwachsenen besteht auch die Möglichkeit, durch ein beschleunigtes Schema an den Tagen 0, 7 und 21 den Impfschutz schneller zu erreichen. Die Impfungen sind im Allgemeinen gut verträglich.
Eine Impfung gegen Hepatitis B schützt auch vor Hepatitis D, da diese Erkrankung nur mit einer Hepatitis B gemeinsam vorkommen kann.

Ferienzeit – Restrisiko Hepatitis C

Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis C steht bisher nicht zur Verfügung. Das Hepatitis C-Virus (HCV) wird fast ausschließlich über Blut-Kontakte übertragen. Unsterile Tätowiernadeln, Piercings oder Rasiermesser sind die Haupt-Infektionsquellen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) infizieren sich jährlich mehrere Millionen Menschen mit dem Virus. In einigen Regionen Asiens oder Afrikas tragen mehr als fünf Prozent der Bevölkerung das Hepatitis C-Virus in sich. Es gibt heute sehr wirksame Therapien gegen Hepatitis C.  

  • Die Heilungsraten liegen in der Regel zwischen 90 und 100 Prozent. Allerdings wird die Erkrankung oft spät erkannt und kann unbehandelt in einer Leberzirrhose oder einem Leberzellkrebs münden. Auch hier ist die frühe Entdeckung der Erkrankung im Rahmen einer Untersuchung wichtig.

Auf die Bedeutung der Vorsorge-Untersuchungen und Schutzmöglichkeiten durch Impfungen weisen die Ausrichter des 17. Deutschen Lebertages am 20. November 2016 hin. Aufmerksamkeitsstark wird der bundesweite Aktionstag unter das Motto „Leber/wert/voll“ gestellt. Das Motto unterstreicht die Wichtigkeit des zentralen Stoffwechselorgans Leber und impliziert gleichzeitig die Notwendigkeit, die Leberwerte bestimmen zu lassen.

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Deutsche Leberhilfe e. V.
Prof. Dr. Claus Niederau, Vorstandsvorsitzender
Krieler Straße 100, 50935 Köln
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Rita Wilp Deutsche Leberstiftung

Deutsche Leberstiftung
Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender
Bianka Wiebner, Hauptgeschäftsführerin
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von Magen, Darm und Leber sowie von Störungen des
Stoffwechsels und der Ernährung (Gastro-Liga) e. V.
Prof. Dr. Peter R. Galle, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats
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Ihr Fetthaushalt: Ungesättigter Fettsäuren - Gesättigter Fettsäuren - Cholesterinspiegel

Medizin am Abend Berlin:  Wie Hefezellen ihren Fetthaushalt regulieren

Wie Hefezellen die Verfügbarkeit von Fetten in der Nahrung messen und die Produktion ihrer Membranfette daran anpassen, hat eine Frankfurter Forschergruppe der Goethe Universität und des Max-Planck Instituts für Biophysik herausgefunden. 

Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten, die Produktion und Verteilung verschiedenster Fettsäuren und Cholesterin in den Zellen unseres Körpers besser zu verstehen und in Zukunft kontrollierbar zu machen, berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Journals „Molecular Cell“. 
 
  • Nicht nur der Mensch, sondern jede seiner Körperzellen muss auf ihren Fetthaushalt achten. 

Insbesondere in der Zellmembran erfüllen Fette hoch spezialisierte Funktionen. Wie Hefezellen die Verfügbarkeit von Fetten in der Nahrung messen und die Produktion ihrer Membranfette daran anpassen, hat eine Frankfurter Forschergruppe am Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften (BMLS) der Goethe Universität zusammen mit Kollegen am Max-Planck Institut für Biophysik jetzt herausgefunden.

Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten, die Produktion und Verteilung verschiedenster Fettsäuren und Cholesterin in den Zellen unseres Körpers besser zu verstehen und in Zukunft kontrollierbar zu machen, berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Journals „Molecular Cell“.

Ein Blick in das Kühlregal des Supermarktes zeigt: Wenig Fett, weniger Fett und gar kein Fett liegen im Trend.

  • Doch Fette sind essentiell für das Überleben unserer Zellen, denn sie bilden das Grundgerüst der biologischen Membranen, welche die Zelle nach außen hin abgrenzen und nach innen in Funktionseinheiten unterteilen. 
  • So können gegenläufige Prozesse wie der Aufbau von Energiespeichern und die Fettverbrennung getrennt voneinander in derselben Zelle ablaufen.

„Die Membranfette haben eine Vielzahl lebenswichtiger, zellulärer Funktionen.

Sie beeinflussen die Signalübertragung zwischen den Zellen, aber auch innerhalb einer Zelle“, erklärt Prof. Robert Ernst, dessen Forschergruppe am BMLS den versteckten Funktionen der Fette schon seit Jahren auf der Spur ist.

  • „Hormon-produzierende Zellen sind besonders anfällig und haben oft Schwierigkeiten, ihren Fettsäuregehalt zu regulieren. Eine Störung dieser Regulation kann aber zum Zelltod führen und - je nach Zelltyp - Krankheiten wie Diabetes auslösen.“

Die ersten Beobachtungen, dass Lebewesen wie Bakterien ihre Fettsäureproduktion an veränderte Umgebungstemperaturen anpassen können, liegen bereits einige Jahrzehnte zurück.

Doch bis vor kurzem rätselten Forscher, wie höhere Organismen, zu denen auch Hefepilze gehören, den Anteil gesättigter und ungesättigter Fettsäuren messen und regulieren. Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Max-Planck Gesellschaft haben die Arbeitsgruppe um Robert Ernst und Gerhard Hummer vom Max-Planck Institut für Biophysik diese fundamental wichtige Frage erforscht.

Um den Wirkmechanismus eines Membransensors beschreiben zu können, der den Sättigungsgrad im Hefepilz misst, verwendeten die Wissenschaftler einerseits gentechnische und biochemische Methoden. Andererseits simulierten sie die Bewegung von Membranfetten und die dabei wirkenden Kräfte über den Zeitraum von einigen Millisekunden durch umfangreiche molekulardynamische Simulationen.

Wie sie herausfanden, basiert der Mechanismus auf zwei Zylinder-förmigen Strukturen, die sich in biologischen Membranen aneinander lagern. Sie besitzen je eine raue und eine glatte Oberfläche und drehen sich umeinander, wie wenn man zwei Finger in einen Kuchenteig steckt, um durch Drehen zu erfühlen, ob genug Butter darin ist.

  • Da sich gesättigte Membranfette nicht ideal an die raue Oberfläche anlagern können, ungesättigte Fette diese allerdings bevorzugen, ändert sich die Struktur des Fettsensors, wenn ein hoher Anteil gesättigter Membranfette vorliegt.
  • Diese Strukturänderung erlaubt es dann, die Synthese ungesättigter Fettsäuren zu aktivieren.

„Diese Erkenntnis ist ein Türöffner für viele weitere Studien“, prognostiziert Robert Ernst „Mit dem Wissen über diesen subtilen Mechanismus im Hefepilz können wir jetzt zielgerichtet nach weiteren Sensoren suchen, welche die Produktion und Verteilung verschiedenster Fettsäuren und Cholesterin in unserem Körper überwachen und kontrollieren.“

Im Hinblick auf das weitreichende Potential der gewonnenen Erkenntnisse, soll demnächst unter der Mitarbeit der Frankfurter Forscher eine internationale Konferenz organisiert werden, die sich speziell mit der Regulation von Fettsäuren in Membranlipiden beschäftigt.

Die Organisatoren erwarten, dass vielfältigen Funktionen der Membranfette künftig unter einem neuen Blickwinkel gesehen werden und dass Hormon-produzierende Zellen gezielter unterstützt werden können.

Publikation:
Roberto Covino, Stephanie Ballweg, Claudius Stordeur, Jonas B. Michaelis, Kristina Puth, Florian Wernig, Amir Bahrami, Andreas M. Ernst, Gerhard Hummer, und Robert Ernst: A Eukaryotic Sensor for Membrane Lipid Saturation, Molecular Cell (2016), http://dx.doi.org/10.1016/j.molcel.2016.05.015



Die Membran aus gesättigten Membranfetten aktiviert den Sensor (grün) und regt die Synthese ungesättigter Fettsäuren an. In den locker gepackten ungesättigten Membranfette bleibt der Sensor inaktiv.

Während eine Membran aus gesättigten Membranfetten den Sensor aktiviert (grün) und die Synthese ungesättigter Fettsäuren anregt, führt die lockere Packung der ungesättigten Membranfette zur Inaktivierung des Sensors. Dabei drehen sich die Zylinder-förmigen Messfühler in der Membran überaus leichtgängig gegeneinander, so dass ihre raue Oberfläche entweder nach innen (grün) oder nach außen (rot) zeigt. Der Kampf von David, ein Membranfett von 800 Dalton (1 Dalton entspricht der Masse von einem Wasserstoffatom) gegen Goliath, ein Sensor von 120.000 Dalton, wird durch kollektive Kräfte in der Membran (blaue Pfeile) entschieden.
Urheber: Robert Ernst

Ein Video der tanzenden Fettsensoren finden Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=qFxevhxVDdY


Beschreibung:
Tanzende Lipid-Sensoren in einer Membran des Hefepilzes
Seit Jahrzehnten fragen sich Forscher, wie Zellen das Verhältnis von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren in ihren Zellmembranen messen. Die Antwort ist denkbar einfach: Durch tänzerischen Bewegungen werden physikalische Eigenschaften der Membran erfühlt, die durch das Verhältnis der Fettsäuren bestimmt werden.
Urheber der Simulation: Dr. Roberto Covino (MPI of Biophysics)
Musik: Barcarolle aus „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach.
Quelle: www.sonofind.com


Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geisteswissenschaften. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz ist sie Partner der länderübergreifenden strategischen Universitätsallianz Rhein-Main.

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GenderMedizin: Körpereigene Geschlechtshormone - Behandlung von Suchtpatientinnen

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Studie der Universität Hamburg zeigt: Weiblicher Zyklus beeinflusst das Lernverhalten

Menschen unterscheiden sich in ihrer Fähigkeit, aus den Konsequenzen ihres Verhaltens zu lernen.

In der Regel gilt allerdings: Nach einer Belohnung wiederholen sie die Handlung, infolge einer Bestrafung oder nach einem Fehler vermeiden sie diese in Zukunft. Eine Studie des Forschungsteams um Jun.-Prof. Dr. Esther K. Diekhof aus der Abteilung Neuroendokrinologie am Zoologischen Institut der Universität Hamburg zeigt: 

  • Die Fähigkeit von Frauen, aus Belohnung oder den negativen Konsequenzen ihrer Handlungen zu lernen, verändert sich im Verlauf des Menstruationszyklus. 

Der Grund sind Hormonschwankungen, die auf eine veränderte Gehirnaktivität zurückzuführen sind. 
 
Das Ergebnis der Studie ist in der internationalen Fachzeitschrift für Neurowissenschaften „Neuropsychologia“ veröffentlicht worden.

Erste Hinweise, dass sich belohnungs- und bestrafungsassoziierte Verhaltensweisen bei Frauen vor und nach dem Eisprung unterscheiden, lieferten bereits Studien mit Suchtpatientinnen.

Kurz vor dem Eisprung zeigten diese eine höhere Rückfallwahrscheinlichkeit und empfanden die positiven Effekte der Droge am stärksten.

Das Forschungsteam um Jun.-Prof. Diekhof testete in ihrer Studie das Lernverhalten von 15 Frauen mit regelmäßigem Zyklus, die keine hormonellen Verhütungsmittel einnahmen.

Mittels eines Lernexperiments sollten sich die Probandinnen durch Tastendruck für ein Zeichen eines Zeichenpaares entscheiden, deren Auswahl zunächst entweder belohnt (positives Feedback) oder bestraft (negatives Feedback) wurde. In einer weiteren Runde wurden die gleichen Zeichen neu gemischt, das Feedback blieb diesmal aus. So konnte überprüft werden, ob Frauen eher Zeichen mit der Tendenz zur Belohnung bevorzugten oder ob sie stattdessen eher Zeichen vermieden, die ein negatives Feedback zur Folge hatten.

Mit dem bildgebenden Verfahren der funktionellen Magnetresonanztomographie konnten gleichzeitig Aktivitätsveränderungen im Gehirn sichtbar gemacht werden. 

Eine Speichelentnahme lieferte Informationen zum aktuellen Hormonspiegel.

  • Die Studie gibt Hinweise darauf, dass Frauen vor dem Eisprung besser aus Belohnungen und schlechter aus eigenen Fehlern lernen. 
  • Sie verhalten sich impulsiver, die negativen Konsequenzen des Handels spielen weniger eine Rolle. 

Nach dem Eisprung zeigt sich ein umgekehrter Effekt.

  • Sie reagieren sensibler auf die Bestrafung durch negatives Feedback und vermeiden häufiger das Risiko. 

Zurückzuführen sind diese Verhaltensunterschiede vermutlich auf körpereigene Geschlechtshormone, die den weiblichen Zyklus steuern: 

Östradiol, eines der drei Östrogene, sowie Progesteron.

So verstärkt ein hoher Östradiolspiegel vor dem Eisprung neuronale Prozesse, unter denen Individuen besser aus Belohnungen lernen, während dieser Effekt unter Einfluss von Progesteron nach dem Eisprung gedämpft wird.

  • Die hormonell bedingten Verhaltensänderungen im Verlauf des Menstruationszyklus sind vermutlich auf eine veränderte Gehirnaktivität im dorsalen anterioren cingulären Kortex, eine Region des limbischen Systems, zurückzuführen, die insbesondere für die Handlungsüberwachung verantwortlich ist. 

Vor dem Eisprung zeigte diese Region eine verringerte Aktivität bei negativem Feedback, wodurch die reduzierte Sensitivität für Bestrafung in dieser Phase erklärt werden könnte.

  • Die Ergebnisse der Studie liefern wichtige Hinweise für die geschlechterspezifische Medizin oder für die Suchtforschung, damit zyklusbedingte Verhaltensunterschiede bei der Behandlung von Suchtpatientinnen berücksichtigt werden.

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Jun.-Prof. Dr. Esther K. Diekhof
Universität Hamburg
Fachbereich Biologie
Zoologisches Institut
Abteilung Neuroendokrinologie
Tel.: +49 40 42838-3931
E-Mail: Esther.Diekhof@uni-hamburg.de
URL: https://www.biologie.uni-hamburg.de/biozentrum-grindel/forschung/ne-diekhof.html
Birgit Kruse Universität Hamburg

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GenderMedizin: Kuschelhormon Oxytocin der Frauen und Männer

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Oxytocin: Männer mögen’s negativer als Frauen

Das „Kuschelhormon“ Oxytocin kann sehr unterschiedlich auf Männer und Frauen wirken. Das hat ein Forscherteam aus Chengdu (China) unter Beteiligung von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Bonn herausgefunden. Während Frauen durch den Einfluss des Hormons stärker auf positive Botschaften reagieren, schließen sich Männer eher kritischen Aussagen mit negativen Inhalten an. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences” (PNAS) veröffentlicht. 
 
Dem Hormon Oxytocin werden viele Wirkungen zugeschrieben: 

Es stärkt die Bindung von stillenden Müttern an ihre Säuglinge, hilft Ängste zu bewältigen und stärkt die Paarbeziehung.

„Oxytocin erhöht allgemein die Sensitivität für soziale Reize“, sagt Prof. Dr. René Hurlemann von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn.

 Prof. Dr. Dr. med. René Hurlemann, Stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bonn.
Prof. Dr. Dr. med. René Hurlemann, Stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bonn.(c) Foto: Katharina Wislsperger/UKB

Der Botenstoff spiele insbesondere auch für den ersten Eindruck, den neue Bekanntschaften hinterlassen, eine große Rolle. Lernt man zum Beispiel bei einer Party neue Leute kennen, kann auch das Oxytocin mit darüber entscheiden, ob aus den zuvor Unbekannten neue Geschäfts- oder sogar Ehepartner werden.

Doch wirkt das Hormon bei Frauen und Männern auf gleiche Weise?

Dieser Frage gingen Wissenschaftler um Prof. Dr. Keith M. Kendrick von der University of Electronic Science und Technology of China in Chengdu zusammen mit Prof. Hurlemann nach. Die Forscher zeigten Frauen und Männern Fotos von verschiedenen Personen und Objekten. Zu den Bildern wurden Aussagen eingeblendet, die entweder einen sehr positiven, lobenden Charakter oder einen sehr kritisierenden, negativen Inhalt hatten. Die 80 Studienteilnehmer sollten Auskunft darüber geben, ob ihnen die jeweilige Meinungsäußerung der auf den Fotos gezeigten Personen sympathisch oder unsympathisch war.

Aktivität der Amygdala im Gehirn war unter Oxytocineinfluss erhöht

Die Probanden erhielten entweder Oxytocin über ein Nasenspray verabreicht oder ein Placebo. Im Magnetresonanztomographen beobachteten die Forscher außerdem die Gehirnaktivität, besonders des Mandelkerns (Amygdala).

  • Diese Struktur in den Schläfenlappen übernimmt die emotionale Bewertung von Informationen, die auch im menschlichen Miteinander eine Rolle spielen. 
Unter Oxytocineinfluss war bei allen Teilnehmern die Aktivität der Amygdala erhöht. „Jedoch hatte Oxytocin auf die beiden Geschlechter sehr unterschiedliche Effekte hinsichtlich der Präferenz“, sagt Prof. Hurlemann.
  • Das Hormon verstärkte bei Frauen deutlich die Sympathie für Personen, die mit lobenden Aussagen verbunden waren. 
  • Bei den Männern steigerte Oxytocin hingegen die Zustimmung zu Fotos, die mit sehr kritischen Meinungsäußerungen in Zusammenhang gebracht wurden. 
„Das ist ein überraschender Befund, den Oxytocin wirkt ansonsten bei Frauen und Männern in vielen Situationen sehr ähnlich“, berichtet Prof. Hurlemann.

Nach den Vermutungen der Forscher kommen bei diesen Ergebnissen zwei unterschiedliche, geschlechtsspezifische Modelle zum Tragen, die in der Wissenschaft schon seit Längerem diskutiert werden. 
  • In sozialen Gruppen fühlen sich Frauen eher wohl und betonen stärker die positiven Aspekte. 
  • Männer hingegen fürchten viel mehr die Konkurrenz durch ihre Artgenossen und scheinen deshalb emotional negativer getönt.

„Diese Tendenz scheint das Oxytocin zu verstärken“, fasst Prof. Hurlemann zusammen.

„Frauen fühlen sich unter dem Einfluss des Hormons nicht so schnell bedroht wie Männer.“

Publikation: Oxytocin, the peptide that bonds the sexes also divides them, Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)

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Prof. Dr. Dr. med. René Hurlemann.
Stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Direktor der Abteilung für Medizinische Psychologie
Universitätsklinikum Bonn
Tel. 0228/28719123
E-Mail: r.hurlemann@gmail.com
Johannes Seiler Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

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Droht ein Aortenaneurysma zu reißen, besteht Lebensgefahr...!

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Gefährliches Aortenaneurysma: Spezielle Gefäßprothese als heute sicherste OP

Droht ein Aortenaneurysma zu reißen, besteht Lebensgefahr. Betrifft die Wandschwäche die gesamte Aorta, ist der offene Eingriff mit erheblichen Risiken für spätere Komplikation behaftet. Prof. Dr. Hubert Schelzig, Gefäßchirurg und Leiter der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf, hatte mit einem spezialisierten Hersteller eine Gefäßprothese entwickelt, die beide Risiken minimieren kann und damit das heute sicherste Operationsverfahren für solch kritische Aortenaneurysmen darstellt. Das „künstliche Gefäß“ wird inzwischen weltweit verwendet. 

Deshalb konnte Schelzig nun die 2.000. Prothese an der Uniklinik Düsseldorf implantieren. 
 
  • Die Prothese stabilisiert von innen dauerhaft das defekte Blutgefäß. 

Dadurch dass sie innerhalb der Aorta an der geschädigten Stelle fest verankert werden kann, ist es nicht mehr nötig, währed der OP den Blutkreislauf für den notwendigen Gefäßersatz zu unterbinden.

Das ist bei einem offenen Eingriff unabdingbar.

  • Was sich zunächst wie ein operationstechnisches Detail anhört, kann schwere Folgen für alle Organe und sogar das Rückenmark haben, die in einem bestimmten Zeitfenster von der Durchblutung getrennt sind. 

Prof. Dr. Hubert Schelzig erklärt: „Die Gefahr besteht in einer Schädigung durch diese sog. Ischämie, also die dauerhafte Gewebeschädigung durch Mangeldurchblutung. Wenn man sich klarmacht, dass die Aorta lebenswichtige Organe wie z.B. Nieren und Darm versorgt, wird das Risiko schnell deutlich.“

  • Schwere Komplikationen – je nach Ausmaß des Aneurysmas ist die Wahrscheinlichkeit höher oder niedriger – entstehen bei 10 bis 30 Prozent der Patienten mit diesem offenen Verfahren.

Die Gefäßprothese, die Prof. Schelzig selbst, damals noch an der Uniklinik Ulm, mit entwickelt hat, kann bei schlagendem Herzen und bestehendem Blutkreislauf im gesunden Aortenteil verankert werden und sichert die betroffene Stelle ab. Der Blutdruck kann die geschädigte Gefäßwand dann nicht mehr zum Einreißen bringen.

  • Eine besondere Metalllegierung mit Memo-Charakter, die sich bei Körpertemperatur auf einen definierten Durchmesser ausdehnt, hält die Aorta dauerhaft durchlässig. 

Das Verfahren gibt es seit sechs Jahren und hat sich weltweiit durchgesetzt, da es erheblich bessere Ergebnisse für den Patienten mit Aortenaneurysma erreicht. Dem Patienten, der die 2.000ste Prothese erhalten hat, geht es heute gut.

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Prof. Dr. Hubert Schelzig
Direktor der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie
Universitätsklinikum Düsseldorf
Tel.: 0211 / 81-17090
E-mai: hubert.schelzig@med.uni-duesseldorf.de
Susanne Dopheide Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

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360° TOP-Hinweis: Rettungsstelle-KANZEL: LiMAx Test - potentielle Leistungsfähigkeit der Leber / Atemluft

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Innovatives Gerät misst Leberfunktion in der Atemluft / Sicherere Operationen an Leber möglich

Den Leberchirurgen am Universitätsklinikum Leipzig steht jetzt ein innovatives Verfahren zur Messung der Leberfunktion zur Verfügung. 
  • Der sogenannte LiMAx Test misst die potentielle Leistungsfähigkeit der Leber anhand von Bestandteilen der Atemluft und liefert so mehr Daten als z.B. Blutuntersuchungen. 
Wichtig ist diese Form der Vorabuntersuchung vor allem für die bessere Planung von Leberoperationen – anhand der so erhobenen Funktionsreserve kann der Operateur das Risiko eines Eingriffs sehr viel genauer beurteilen. 
 Prof. Daniel Seehofer, Victoria Kegel, Ärztin in Weiterbildung, und Prof. Thomas Berg (von links) besprechen die Werte eines LiMAx-Patienten.
Prof. Daniel Seehofer, Victoria Kegel, Ärztin in Weiterbildung, und Prof. Thomas Berg (von links) besprechen die Werte eines LiMAx-Patienten. Stefan Straube / Universitätsklinikum Leipzig
 
„Damit können wir die notwendigen Operationen sehr viel sicherer machen und die Gefahr von Komplikationen ganz wesentlich verringern“, erklärt Prof. Daniel Seehofer, Leberoperateur und Leiter des Bereichs Hepatobiliäre Chirurgie und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Leipzig. 

Seehofer bringt von seiner früheren Wirkungsstätte an der Berliner Charité bereits gute Erfahrungen mit dem innovativen Gerät mit. „Dieses Verfahren wurde dort entwickelt und seit vielen Jahren eingesetzt, um die wichtige Frage, wieviel dem kranken Organ Leber bei einer Operation zuzumuten ist, im Vorfeld besser beantworten zu können“, so Seehofer.

  • Dafür liefert die Leberfunktionsmessung Daten, die bisher mittels Laboruntersuchungen nicht erhoben werden können.

Die Leber ist das einzige Organ, das sich aus eigener Kraft vollständig regenerieren kann. 

Bei Erkrankungen oder Verletzungen können verbleibende Teile die Funktion des gesunden Organs übernehmen und nach einiger Zeit ersetzen. Das gelingt aber nur, wenn das gesunde Gewebe noch über ausreichend Reserven verfügt. Anderenfalls droht nach einer Operation ein lebensgefährliches Organversagen.

„Mit dem Leberfunktionstest können wir sehr gut abschätzen, über wieviel Funktionsreserve und damit Kraft zur Regeneration die Leber noch verfügt“, beschreibt Seehofer. „Oftmals stellen wir so fest, dass die Leber noch bessere Reserven hat als angenommen.“

Dadurch wird ein rettender Eingriff in manchen Fällen überhaupt erst möglich. 

Der Test kann aber auch Hinweise dazu liefern, dass vorbereitend vor einer Operation zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, z.B. um die Leber zum Wachsen anzuregen. „Durch die Funktionsmessung vorab können wir das Risiko für einen Eingriff stark verringern“, so Seehofer. 
  • Studien belegen inzwischen, dass durch den Einsatz der Leberfunktionsmessung die Sterblichkeitsrate nach einer Leberoperation um zwei Drittel zurückgegangen ist. 
  • Bei Krebspatienten beispielsweise zeigt die Leberfunktionsmessung nach einer Chemotherapie oftmals schlechte Werte.
„Diese Einschränkung können wir mit anderen Verfahren oft gar nicht erfassen“, erläutert dazu Prof. Thomas Berg, Leiter der UKL-Sektion Hepatologie und internistischer Partner von Prof. Seehofer bei der Behandlung von Lebererkrankungen.

  • „In solchen Fällen können wir jetzt einfach ein paar Wochen warten, bis sich die Leber von der Krebstherapie erholt hat und dann operieren“, so Berg. 

Ohne diese Hinweise auf die geschwächte Leber wäre die Operation für den Patienten hoch gefährlich.

  • „Das neue Messverfahren ist damit eine sehr sinnvolle und wertvolle Ergänzung unserer diagnostischen Möglichkeiten und sehr hilfreich, um Operationen zu ermöglichen oder unsichere Operationen zu verhindern“, betont Prof. Berg.

Dabei ist das ca. 45 Minuten dauernde Verfahren für den Patienten völlig unbelastend:


Für die Messung wird eine Substanz über die Vene verabreicht, die nur in der Leber verstoffwechselt wird. 
  • Das dabei entstehende typische Kohlenstoffisotop wird zu den Lungen transportiert und mit der Atemluft abgeatmet. Das LiMAx-Gerät misst über eine spezielle Atemmaske die Konzentration des Kohlenstoffisotops in der Atemluft und gibt so direkte Rückmeldung zur Funktionsfähigkeit der Leber.
Ziel der UKL-Mediziner ist es, künftig Referenzwerte auch für weitere Fragestellungen zu erheben und damit das Anwendungsfeld zu erweitern.

 „Wir können uns zum Beispiel vorstellen, dass die Leberfunktionsmessung perspektivisch auch zu einer frühzeitigen Beurteilung eines akutes Leberversagens beitragen kann, und damit Informationen darüber liefern kann, ob eine Transplantation notwendig ist oder eine Chance besteht, dass sich die Leber aus eigener Kraft wieder erholt“, gibt Prof. Berg einen Ausblick. 

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