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Blutdrucksenkern: Fixdosis-Kombinationen, also von „2 in 1“ (oder „3 in 1“)

Medizin am Abend Berlin Fazit: Neue Europäische Leitlinie empfiehlt Kombipräparate zur Blutdrucksenkung

Einzelsubstanzen haben in der Behandlung von Bluthochdruck ausgedient. 

Die neu publizierte europäische Leitlinie für die Behandlung von Bluthochdruck empfiehlt den Einsatz von sogenannten Fixdosis-Kombinationen, also von „2 in 1“ (oder „3 in 1“)-Blutdrucksenkern. 

  • Die sind teurer, verbessern aber die Therapietreue und damit die Rate an Patienten, deren Blutdruck erfolgreich in den Zielbereich gebracht werden kann. 

Das zahle sich aus, denn damit würde auch die Zahl der Folgekomplikationen von Bluthochdruck sinken, die dem Gesundheitssystem jährlich mehrere Milliarden kosten. 

Die Deutsche Hochdruckliga drängt nun auf eine schnelle Implementierung der Leitlinienempfehlung im klinischen Alltag. 
 
Vom 25.-29.8.2018 trafen sich beim Kongress der European Society of Cardiology (ESC) rund 31.000 Teilnehmer aus 150 Ländern zu Expertenvorträgen und wissenschaftlichem Austausch. Ein wichtiger Programmpunkt war die Diskussion der Europäischen Leitlinie für die Behandlung von Bluthochdruck, die zusammen von der „European Society of Hypertension“ (ESH) und der ESC entwickelt worden war und nun zum Kongress publiziert wurde [1].

Eine Neuerung mit großer Bedeutung für die klinische Praxis in Deutschland ist die Empfehlung von sogenannten Fixdosis-Kombinationen (im engl. „single pill combinations“); also Tabletten, die 2-3 blutdrucksenkende Substanzen enthalten.

„Die medikamentöse Therapie soll nun primär als Zweifach-Kombinationstherapie aus ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARB) und Kalziumantagonist oder Thiaziddiuretikum erfolgen, die Monotherapie hat als Erstlinientherapie ausgedient“, so fasst Prof. Dr. Bernhard K. Krämer, Mannheim, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® | Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention e.V., die wesentliche Änderung zusammen.

  • Neuer Therapiestandard sind also „2 in 1“-Blutdrucksenker (bzw. „3 in 1“). 

Noch sieht der Behandlungsalltag in Deutschland aber ganz anders aus: 

  • Die Kombinationspräparate machen derzeit nur rund 15% der verschriebenen Blutdrucksenker aus (Anteil der Zweifach-Kombinationen: 14%; Anteil der Dreifachkombinationen: 1%), das Gros der Patienten wird mit Einzelsubstanzen behandelt und muss bei Bedarf bis zu drei verschiedene Blutdrucksenker einnehmen. 

Um eine leitliniengerechte Therapie zu ermöglichen, muss jetzt der KBV-Medikationskatalog [2] entsprechend angepasst und die Kombinationspräparate priorisiert werden.

  • Das wird mit höheren Kosten für die Krankenkassen einhergehen, da Präparate mit einer Mehrfachkombination derzeit oft teurer sind als die Einzelwirkstoffe. 

Dieses Investment lohne sich aber und sei auch nicht ohne Grund von der europäischen Leitlinienkommission empfohlen worden.

  • „Es gibt viele Studien, die zeigen, dass die Therapietreue mit der Anzahl der Tabletten, die eingenommen werden müssen, abnimmt. 

Werden Mehrfachkombinationen verschrieben, kann das die Zahl der Patienten, die eine erfolgreiche und anhaltende Blutdrucksenkung erreichen, erhöhen.

Mehrfachkombinationen mögen zwar teurer sein, aber sie können helfen, viele Schlaganfälle, Herzinfarkte und andere Folgekomplikationen zu verhindern“, so Professor Krämer.

  • „Kombinationspräparate haben darüber hinaus den Vorteil, dass mehrere Wirkstoffe in einer Tablette z.T. in niedrigerer Dosierung kombiniert werden, was die Tabletten in der Regel nebenwirkungsärmer macht.“

Derzeit ist die Hälfte aller Menschen mit Bluthochdruck in Deutschland nicht bzw. nicht ausreichend behandelt und nach Ansicht der Experten ist es dringend notwendig, diesen Anteil deutlich zu reduzieren.

Nur so kann den z.T. dramatischen Folgeerkrankungen von Bluthochdruck – wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenkrankheit, Erblindung oder Demenz – entgegengewirkt werden. „Wir müssen alles daransetzen, dass mehr Menschen mit Bluthochdruck erfolgreich behandelt werden“, so Professor Dr. Peter Trenkwalder, stellv. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. „Ein Weg dahin ist der Einsatz von Mehrfachkombinationspräparaten.“ Die Mehrkosten für die Kombinationsmedikamente würden sich langfristig auch auszahlen. „Derzeit werden Milliarden ausgegeben, um Folgeerkrankungen von Bluthochdruck zu therapieren. Wir glauben, dass es sich lohnt, von vornherein etwas mehr in eine effizientere Bluthochdrucktherapie zu investieren, die teure Folgekomplikationen verhindern kann.“

Die Deutsche Hochdruckliga setzt sich dafür ein, dass die Empfehlung der neuen Leitlinie schnell in den KBV Medikationskatalog Hypertonie eingearbeitet wird, damit die verschreibenden Ärzte keine Probleme bekommen, wenn sie ihre Patienten bestmöglich nach aktuellem Leitlinienstandard behandeln wollen. 

„Sollte es der Arzt für notwendig erachten, auf Basis der aktuellen Leitlinie, Mehrfachkombinationen zu verordnen, darf er dafür nicht finanziell bestraft werden.

Hier besteht Handlungsbedarf“, so Professor Trenkwalder.

„Wir fordern eine schnelle Umsetzung der Leitlinienempfehlung, und zwar auch abrechnungstechnisch, damit Hausärzte und Hypertensiologen ihre Patienten optimal versorgen können.“

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Quelle:
[1] Williams B, Mancia G et al. 2018 ESC-ESH Guidelines for the Management of Arterial Hypertension. J Hypertens 2018 (in press)
[2] http://www.kbv.de/html/medikationskatalog.php

Originalpublikation:
https://academic.oup.com/eurheartj/advance-article/doi/10.1093/eurheartj/ehy339/...

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Endometriose: Schwangerschaft und spontan gebären?

Medizin am Abend Berlin Fazit: Natürliche Geburt nach Endometriose-Operation

Spontan gebären trotz früherer Operation wegen schwerer Endometriose? 

Die Frauenklinik am Inselspital hat nachgewiesen, dass nach einer minimal-invasiven Operation, entgegen der allgemeinen Meinung, Endometriosepatientinnen nicht nur schwanger werden, sondern auch spontan gebären können.  Kernspintomographie (MRI): Tief-infiltrierende Endometriose mit Befall der Darmwand (roter Pfeil); v: vorne, h: hinten, B: Bauchwand, G: Gebärmutter, D: Darm, W: Wirbelsäule.
Kernspintomographie (MRI): Tief-infiltrierende Endometriose mit Befall der Darmwand (roter Pfeil); v: vorne, h: hinten, B: Bauchwand, G: Gebärmutter, D: Darm, W: Wirbelsäule.
Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Inselspital, Universitätsspital Bern
 
Endometriose betrifft jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter.

Diese gutartige chronische Erkrankung verursacht vor allem während der Regelblutung teils starke Bauchschmerzen und kann eine Rolle bei unerfülltem Kinderwunsch spielen.

  • Dabei wächst Gewebe, das der Gebämutterschleimhaut ähnlich ist, ausserhalb der Gebärmutter im Bauch. 

Selten kann dieses Gewebe tief in andere Organe wie etwa den Darm oder die Vagina einwachsen (sogenannte tief-infiltrierende Endometriose).

  • Oft wird dann eine Operation zur Entfernung der Endometriose nötig.

Forschende der Universitätsklinik für Frauenheilkunde am Inselspital wollten nun wissen, ob eine Schwangerschaft und Geburt nach einer solchen Operation risikoreicher ist als die einer Frau ohne Endometriose.

Dazu untersuchten sie 62 Frauen nach einer erfolgreich durchgeführten Endometriose-Operation und verglichen sie mit 186 gesunden Frauen.

Ihre Studie wurde im renommierten Journal «Fertility and Sterility» publiziert.

Weniger Risiken als erwartet

Die Ergebnisse:

  • Die Frauen mit Endometriose hatten einen leicht höheren Blutverlust während der Geburt, aber sonst keine Tendenz zu vermehrten Komplikationen für Mutter und Kind. 
  • Spontangeburten waren fast so häufig wie in der Vergleichsgruppe. 
  • Aufgrund der Operation an Darm und Vagina wurde bisher angenommen, dass Vaginalgeburten problematisch seien mit beispielsweise häufigen Vaginalrissen oder Geburtsstillstand. 
«Dies ist die erste Studie, die zeigt, dass Frauen nach grösseren Endometriose-Operationen keine nennenswert höheren Risiken für die Geburt haben», erklärt Studienleiter Dr. med. Konstantinos Nirgianakis.



Skizze analog zum MRI: Typische Lokalisation bei tief-infiltrierender Endometriose zwischen Gebärmutter und Enddarm.


Skizze analog zum MRI: Typische Lokalisation bei tief-infiltrierender Endometriose zwischen Gebärmutter und Enddarm. Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Inselspital, Universitätsspital Bern 

Weiter ergab die Studie: Frauen mit Endometriose hatten eine leicht erhöhte Neigung zu kleineren Kindern (Geburtsgewicht unter dem Durchschnitt) und zu Bluthochdruck während der Schwangerschaft. 

Ausserdem kam es etwas häufiger als gewöhnlich zu einer sogenannten «Plazenta previa», bei welcher der Mutterkuchen den Geburtskanal verschliesst.

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Dr. med. Konstantinos Nirgianakis
Oberarzt, Endometriosezentrum, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Inselspital, Universitätsspital Bern,
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Monika Kugemann Universitätsspital Bern
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3010 Bern
Schweiz
Bern 

Originalpublikation:
https://doi.org/10.1016/j.fertnstert.2018.04.036

Gewährung von Krankenversicherungsschutz

Medizin am Abend Berlin Fazit: Arbeitnehmerbesteuerung: Abgrenzung zwischen Bar- und Sachlohn

Mitteilung Nr. 47/2018 vom 12. September 2018

Urteile vom 7. Juni 2018 VI R 13/16 und vom 4. Juli 2018 VI R 16/17

Die Gewährung von Krankenversicherungsschutz ist in Höhe der Arbeitgeberbeiträge Sachlohn, wenn der Arbeitnehmer aufgrund des Arbeitsvertrags ausschließlich Versicherungsschutz, nicht aber eine Geldzahlung verlangen kann. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Seltene Erkrankungen  

Demgegenüber wendet der Arbeitgeber Geld und keine Sache zu, wenn er einen Zuschuss unter der Bedingung zahlt, dass der Arbeitnehmer mit einem vom ihm benannten Unternehmen einen Versicherungsvertrag schließt. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteilen vom 7. Juni 2018 VI R 13/16 und vom 4. Juli 2018 VI R 16/17 entschieden.

  • Die Frage, ob Bar- oder Sachlohn vorliegt, ist für die Freigrenze des § 8 Abs. 2 Satz 11 des Einkommensteuergesetzes (EStG) erheblich. 
  • Danach sind Sachbezüge bis 44 € im Kalendermonat steuerfrei. 
  • Für die Abgrenzung von Bar- und Sachlohn ist der auf Grundlage der arbeitsvertraglichen Vereinbarungen zu ermittelnde Rechtsgrund des Zuflusses entscheidend.

Im Fall VI R 13/16 schloss der Arbeitgeber des Klägers als Versicherungsnehmer für die Mitarbeiter des Unternehmens bei zwei Versicherungen (Gruppen-)Zusatzkrankenversicherungen für Vorsorgeuntersuchungen, stationäre Zusatzleistungen sowie Zahnersatz ab. Die für den Versicherungsschutz des Klägers vom Arbeitgeber gezahlten monatlichen Beträge blieben unter der Freigrenze i.S. des § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG. Der BFH bestätigte das Vorliegen von Sachlohn.

In der Sache VI R 16/17 informierte die Klägerin in einem „Mitarbeiteraushang“ ihre Arbeitnehmer darüber, ihnen zukünftig eine Zusatzkrankenversicherung über eine private Krankenversicherungsgesellschaft anbieten zu können. Mitarbeiter nahmen das Angebot an und schlossen unmittelbar mit der Versicherungsgesellschaft private Zusatzkrankenversicherungsverträge ab. Die Versicherungsbeiträge wurden von den Mitarbeitern direkt an die Versicherungsgesellschaft überwiesen. Hierfür erhielten sie monatliche Zuschüsse von der Klägerin auf ihr Gehaltskonto ausgezahlt, die regelmäßig unter der Freigrenze des § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG blieben. Nach dem Urteil des BFH handelt es sich um Barlohn.

Ein Sachbezug liege nur vor, wenn auch ein arbeitsrechtliches Versprechen erfüllt wird, das auf Gewährung von Sachlohn gerichtet ist. Die Klägerin hatte ihren Arbeitnehmern letztlich nur den Kontakt zu dem Versicherungsunternehmen vermittelt und bei Vertragsschluss einen Geldzuschuss versprochen. Damit hatte sie ihren Arbeitnehmern --anders als im Fall VI R 13/16-- keinen Versicherungsschutz zugesagt.

  • Die differenzierende Betrachtung des BFH verdeutlicht die für die Arbeitgeber bestehende Gestaltungsfreiheit. 

Entscheidet sich der Arbeitgeber dafür, seinen Arbeitnehmern --wie im ersten Fall-- unmittelbar Versicherungsschutz zu gewähren, liegt zwar einerseits begünstigter Sachlohn vor, andererseits ist das Potential für weitere Sachbezüge angesichts der monatlichen Freigrenze von höchstens 44 € erheblich eingeschränkt.

Denn jegliche Überschreitung der Freigrenze führt zum vollständigen Entfallen der Steuerfreiheit.

Diesem Risiko kann der Arbeitgeber dadurch begegnen, dass er seinen Arbeitnehmern --wie im zweiten Fall-- lediglich einen (von vornherein steuerpflichtigen) Zuschuss unter der Bedingung zahlt, dass diese eine eigene private Zusatzkrankenversicherung abschließen.


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Verträglichkeit von Magnetresonanz (MR)-Kontrastmitteln bei Kindern und Jugendlichen

Medizin am Abend Berlin Fazit: Arthur-Schlossmann-Preis für UKJ-Kinderradiologin PD Dr. Diane Renz

Erstmals erhält eine Kinderradiologin die Auszeichnung der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie e.V. 
 
PD Dr. Diane Renz, Oberärztin an der Sektion Kinderradiologie am Universitätsklinikum Jena (UKJ), wurde für ihre Forschungsarbeit zur Verträglichkeit von Magnetresonanz (MR)-Kontrastmitteln bei Kindern und Jugendlichen mit dem Arthur-Schlossmann-Preis der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie e.V. ausgezeichnet. Sie ist die erste Kinderradiologin, die den mit 1.500 Euro dotierten Preis erhält. Der Preis würdigt jährlich besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin.
 PD Dr. Diane Renz, Oberärztin am Uniklinikum Jena, erhält als erste Kinderradiologin den Arthur-Schlossmann-Preis der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und -chirurgie
PD Dr. Diane Renz, Oberärztin am Uniklinikum Jena, erhält als erste Kinderradiologin den Arthur-Schlossmann-Preis der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und -chirurgie Foto: UKJ/Schroll

Kontrastmittel werden bei magnetresonanztomografischen Untersuchungen eingesetzt, um etwa die Durchblutung von entzündlichen Veränderungen oder Tumoren zu beurteilen.

  • Die aus der Substanz Gadolinium bestehenden MR-Kontrastmittel werden je nach ihrer chemischen Struktur in zwei Untertypen eingeteilt – die weniger stabilen linearen und die stabilen makrozyklischen Substanzen. 
  • „Für erwachsene Patienten wurde nachgewiesen, dass die linearen MR-Kontrastmittel zu einem Herauslösen des Gadoliniums führen können, die mögliche Ablagerungen der Substanz im Gehirn zur Folge haben können“, berichtet PD Dr. Renz.

Die Arbeitsgruppe um PD Dr. Renz und Prof. Dr. Hans-Joachim Mentzel, Sektionsleiter der Kinderradiologie am UKJ, hat nun zum ersten Mal in einem Vergleich zwischen einem linearen und einem makrozyklischen MR-Kontrastmittel überprüft, ob sich Gadolinium bei Kindern und Jugendlichen im Gehirn ablagern kann. 

Die Studienergebnisse zeigen: 

Während das makrozyklische Kontrastmittel keine Veränderungen im Gehirn verursacht, scheint das linearkettig aufgebaute Kontrastmittel zu solchen Ablagerungen in tiefen Hirnkernen zu führen. 

„Dass derartige Ablagerungen Krankheitssymptome verursachen, ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht belegt“, so PD Dr. Renz. 
  • Aufgrund ihrer geringeren Stabilität ruht die Zulassung der weniger stabilen linearen MR-Kontrastmittel für die Anwendungen seit ein paar Monaten in Deutschland. 

„Ähnlich wie bei erwachsenen Patienten müssen daher auch bei Kindern und Jugendlichen stabile makrozyklische Kontrastmittel eingesetzt werden, um Gadolinium-Ablagerungen zu vermeiden“, resümiert PD Dr. Renz. 

  • „Wir müssen demnach nicht komplett auf die Gabe von MR-Kontrastmitteln verzichten. 
  • Es ist jedoch wichtig, das richtige Kontrastmittel einzusetzen und die Indikationen sorgfältig zu prüfen.“

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PD Dr. med. Dipl. journ. Diane Renz
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Originalpublikation:
Renz DM, et. al. Comparison of Unenhanced T1-Weighted Signal Intensities Within the Dentate Nucleus and the Globus Pallidus After Serial Applications of Gadopentetate Dimeglumine Versus Gadobutrol in a Pediatric Population. Invest Radiol. 2018, 53(2):119-127. doi: 10.1097/RLI.0000000000000419.

Psychokardiologie + Psychosomatische Medizin + Psychotherapie + Rehabilitation,

Medizin am Abend Berlin Fazit: Einheit von Herz und Seele. Symposium zur Psychokardiologie

„Klinische Psychokardiologie: Wo stehen wir heute?“ 

Symposium zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen. Freitag, den 14. September 2018, 14:00 bis 18:30 Uhr. Alte Mensa am Wilhelmsplatz, Adam-von-Trott-Saal, Wilhelmsplatz 3, 37073 Göttingen 

 Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen
 Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen umg/rschmidt

Zusammenhänge zwischen einer Herzerkrankung und dem seelischen Befinden sind seit der Antike bekannt.

Auch gegenwärtig werden sie intensiv beforscht.

Das seelische Befinden kann das Verhalten eines Menschen verändern; das zeigen übermäßige Kalorienaufnahme oder Rauchen zur Beruhigung gegen den Stress.

Seelisches Befinden kann aber auch körperliche Veränderungen nach sich ziehen, gut sichtbar etwa beim Blutdruckanstieg in Wut- und Ärgerreaktionen. 
  • Herzerkrankungen stellen für viele Patienten und deren Angehörige eine erhebliche Belastung im Alltag dar. 
  • Nicht selten führt dies zu psychischen Beschwerden mit Angst, Depression oder psychischer Traumatisierung und kann dann mit psychosomatischen Beschwerden einhergehen. 
  • Einige Patienten entwickeln funktionelle Herzschmerzen trotz normaler Durchblutung der Herzkranzgefäße, die sich nur schwer von Brustschmerzen als Folge einer Minderdurchblutung unterscheiden lassen. 

Die Behandlung von Patienten mit Herzkrankheiten und die Vorbeugung durch einen gesundheitsförderlichen Lebensstil betreffen immer den ganzen Menschen.

Diese Zusammenhänge beforscht und behandelt an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen. Er ist Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und hat als Lehrstuhlinhaber die von ihm geleitete Klinik in verschiedenen Forschungsverbünden auf unterschiedliche Aspekte der Psychokardiologie ausgerichtet.

Seine Klinik nimmt etwa an einer Pilotstudie zur kollaborativen Versorgung teil und ist die Studienzentrale für eine multizentrische Studie zu den Effekten von Psychotherapie bei Herzkranken.

Anlässlich des 60. Geburtstages von Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen sprechen externe Referenten und Wegbegleiter Herrmann-Lingens über den aktuellen Stand der klinischen Psychokardiologie.

Die Veranstaltung findet statt am Freitag, dem 14. September 2018, von 14:00 bis 18:30 Uhr in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz, Adam-von-Trott-Saal, Wilhelmsplatz 3, 37073 Göttingen.

Wissenschaftliches Symposium aus Anlass des 60. Geburtstags von Prof. Dr. Herrmann-Lingen
Klinische Psychokardiologie: Wo stehen wir heute?
Freitag, den 14. September 2018, 14:00 bis 18:30 Uhr
Alte Mensa am Wilhelmsplatz, Adam-von-Trott-Saal
Wilhelmsplatz 3, 37073 Göttingen
Öffentliche Veranstaltung – Der Eintritt ist frei!

Die Fortbildung ist von der Akademie für ärztliche Fortbildung der Ärztekammer Niedersachsen mit vier Punkten zertifiziert.

Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen leitet seit dem Jahr 2007 als Direktor die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der UMG. Als Internist und Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist er ein national und international anerkannter Vertreter der internistischen Psychosomatik mit klinischem und wissenschaftlichem Schwerpunkt im Gebiet der Psychokardiologie. Seine Forschungsleistungen haben in den zurückliegenden Jahrzehnten dazu beigetragen, die Klinische Psychokardiologie als eine anerkannte akademische Disziplin im universitären Fächerkanon zu verankern. Prof. Herrmann-Lingen ist Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften und Fachvereinigungen. Von 2016 bis 2017 leitete er als erster Europäer die Präsidentschaft der renommierten American Psychosomatic Society. Weiterhin ist Herrmann-Lingen im Präsidium der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) neben allgemeiner Medizin- und Wissenschaftspolitik für die Leistungsevaluation in Forschung und Lehre zuständig.

PSYCHOKARDIOLOGIE AN DER UMG

Der Schwerpunkt Psychokardiologie der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der UMG ergänzt die biomedizinische Hochleistungsmedizin im UMG-Herzzentrum. Göttingen zählt wissenschaftlich zu den führenden deutschen Standorten auf diesem Gebiet und ist an zahlreichen Forschungsprojekten zur Psychosomatik von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beteiligt. Seit 2011 besteht an der Klinik auch ein eigenes Forschungslabor für psychokardiologische Grundlagenforschung, in dem Biochemiker und Kliniker gemeinsam an molekularen und physiologischen Fragestellungen auf diesem Gebiet arbeiten.

Eine eigens eingerichtete psychokardiologische Station widmet sich der ganzheitlichen Behandlung von Patienten mit psychischen Erkrankungen und Herzerkrankungen. 

In der Krankenversorgung stehen dabei neben ausführlichen Arzt-Patient-Gesprächen über mögliche körperliche und seelische Krankheitsursachen und -folgen auch medikamentöse, körpertherapeutische und kunsttherapeutische Angebote zur Verfügung.

Neben der Organdiagnostik setzten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter differenzierte psychometrische Testverfahren sowie nicht invasive psychophysiologische Untersuchungsmethoden ein. 

Letztere erlauben eine ausführliche Untersuchung der individuellen Stressanfälligkeit des Herz-Kreislauf-Systems.

Abhängig vom Untersuchungsergebnis können je nach Einzelfall unterschiedliche Behandlungswege eingeschlagen werden.

Dazu gehören stationäre oder teilstationäre psychotherapeutische Behandlungen, vielfältige Angebote in der Poliklinik sowie eine Begleitung vor und nach Herztransplantation. 
  • Beratungen oder Begleitung zur Krankheitsbewältigung bzw. psychokardiologische Rehabilitation, ambulantes Entspannungstraining, Herzgruppen und Psychotherapie runden das Behandlungsangebot ab.

PROGRAMM
14:00 Uhr BEGRÜSSUNG
Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Sprecher des Vorstandes der UMG, Dekan der Medizinischen Fakultät
14:15 Uhr LAUDATIO
Prof. Dr. Ulrich Rüger, Emeritierter Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen

Vorsitz: Prof. Dr. Frank Edelmann, Oberarzt der Kardiologischen Hochschulambulanz und Kardiologischen Prophylaxe, Leiter der klinischen Forschung, Charité Berlin
14:30 Uhr Ist akuter mentaler Stress wirklich ein Risikofaktor für den Myokardinfarkt?
Prof. Dr. Karl-Heinz Ladwig, Professor für Psychosomatische Medizin und Psychologische Medizin der TU München, Helmholtz Zentrum München
14:55 Uhr Stressbedingtes kardiovaskuläres Risiko – Was sind mögliche Schutzfaktoren und Interventionen?
Prof. Dr. rer. nat. Petra Wirtz, Lehrstuhlinhaberin für Biologische Arbeits- und Gesundheitspsychologie der Universität Konstanz

Vorsitz: Dr. Hilka Gunold, Oberärztin des Herzzentrums des Universitätsklinikums Leipzig
15:40 Uhr Was leisten Biochemie und Tiermodelle zum Verständnis psychokardiologischer Krankheitsbilder?
Prof. Dr. mult. Thomas Meyer, Professor für Molekulare Psychokardiologie der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen
16:05 Uhr Wie verstehen wir die koronare Herzerkrankung aus psychosomatischer Sicht?
Prof. Dr. Christiane Waller, Ärztliche Leiterin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Nürnberg
16:30 Uhr Was wünscht sich der Kardiologe von der Psychosomatik zur gemeinsamen Behandlung von Herzpatienten?
Prof. Dr. Rolf Wachter, Oberarzt der Klinik und Poliklinik der Kardiologie des Universitätsklinikums Leipzig und der Universitätsmedizin Göttingen

Vorsitz: Priv.-Doz. Dr. Günther Bergmann, Ehemaliger Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Fachpsychotherapie, Christophsbad Göppingen
17:15 Uhr Psychotherapie depressiver Koronarpatienten: Was lernen wir aus der SPIRR-CAD Studie?
Prof. Dr. Christian Albus, Klinikleiter der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Universität zu Köln
17:40 Uhr Stationäre Psychokardiologie im klinischen Alltag - Fakten, Erfahrungen und Herausforderungen
Dr. Christina Kleiber, Chefärztin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Gesundheit Nordhessen, Klinikum Kassel:
18:05 Uhr ABSCHLIESSENDE WORTE
Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen 

Einheit von Herz und Seele. Symposium zur Psychokardiologie

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Stefan Weller Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität
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Soziale Synapsen: Fehlende Anpassungsfähigkeiten: Autistische Symptome

Medizin am Abend Berlin Fazit: Autismus: Störungen im Belohnungssystem beeinträchtigen Sozialverhalten

Autismus-Spektrum-Störungen sind eine heterogene Gruppe von neuronalen Entwicklungsstörungen. 

Eines ihrer Hauptmerkmale ist die Beeinträchtigung der sozialen Kommunikationsfähigkeit. 

Laut Wissenschaftlern der Universitäten Basel und Genf ist vermutlich eine Fehlfunktion der Synapsen von Nervenzellen im Belohnungssystem dafür verantwortlich. 

Die Studie erschien kürzlich in «Nature Communications». 

Aufnahme von dopaminergen Nervenzellen, welche bei der sozialen Interaktion eine Rolle spielen.
Aufnahme von dopaminergen Nervenzellen, welche bei der sozialen Interaktion eine Rolle spielen. Bild: Universität Genf

Das Belohnungssystem ist ein wichtiger Schaltkreis im Gehirn bei allen Säugetieren.

Es verstärkt bestimmte Verhaltensweisen, indem es für die notwendige Motivation sorgt. Nahrungssuche, Lernen oder Emotionen beispielsweise sind eng damit verbunden. 

Mehrere Studien konnte bereits zeigen, dass eine Funktionsstörung des Systems für die bei Autismus typischen Veränderungen im Sozialverhalten verantwortlich sein könnte. 
  • Demnach sind bestimmte Neuronen, die für ein einwandfreies Funktionieren des Belohnungssystems ausschlaggebend sind, bei Menschen mit autistischen Störungen defekt.
  • Die Betroffenen verlieren dadurch die Motivation mit anderen zu interagieren. 
  • Doch welches sind die zugrundeliegenden neurobiologischen Mechanismen?

Ungenügende Reifung von Synapsen

«Ausgehend von der Hypothese der Motivation, wollten wir die Rolle der sogenannten dopaminergen Nervenzellen bei sozialen Interaktionen entschlüsseln und herausfinden, ob sich die sozialen Defizite bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen durch neuronale Veränderungen erklären lassen», erklärt Studienleiterin Camilla Bellone, Professorin am Departement für Neurowissenschaften der medizinischen Fakultät der Universität Genf. Dazu haben die Wissenschaftler bei Mäusen ein Gen namens «Neuroligin 3» ausgeschaltet oder dessen Aktivität in den dopaminergen Neuronen stark reduziert. Damit imitierten sie eine Mutation, die bei autistischen Menschen vorkommt. Diese Mäuse zeigten im Gegensatz zu ihren gesunden Artgenossen ein mangelndes Interesse an Neuem und waren weniger motiviert, sozial zu interagieren − beides Verhaltensweisen, die auch bei Autismus häufig auftreten.

Die Wissenschaftler haben bei den Mäusen auch die synaptische Plastizität untersucht, also die Fähigkeit der Synapsen sich zu verändern und anzupassen. Synapsen sind Verknüpfungen zwischen Neuronen, mit denen die Zellen miteinander kommunizieren. Normalerweise führen Änderungen im sozialen Kontext auch zu Veränderungen an den Synapsen, wodurch das Interesse und der soziale Kontakt aufrechterhalten wird.

Bei Mäusen mit Neuroligin-3-Mangel war diese Anpassungsfähigkeit beeinträchtigt.

Die «sozialen» Synapsen wurden nicht verstärkt und infolgedessen war auch die Reaktion auf einen neuen Reiz schlechter.

«Das gleiche Defizit konnten wir bei Tieren mit einer Mutation im Shank 3-Gen, welche ebenfalls bei Autismus verbreitet ist, beobachten. Letztlich behindert also eine ungenügende Reifung der Synapsen eine gute soziale Entwicklung», fügt Camilla Bellone hinzu.

  • Man kennt mittlerweile mehr als 100 Gene, die mit autistischen Symptomen in Zusammenhang stehen. 

Viele von ihnen spielen für die Funktion der Synapsen eine Rolle.  

Dies erklärt, warum soziale Störungen bei autistischen Menschen so häufig sind.

Bessere Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene


Da es bei Autismus ein breites Spektrum an Symptomen gibt, kann man nicht alle Patienten gleich behandeln. «Für die Entwicklung von gezielten und spezifischen Therapien, ist es daher unumgänglich, Verhaltensauffälligkeiten anhand von Funktionsstörungen bestimmter neuronaler Schaltkreise genau zu klassifizieren und ihren genetischen Hintergrund zu verstehen», betont Peter Scheiffele, Professor am Biozentrum der Universität Basel, und Co-Autor der Studie.

  • Patienten mit synaptischen Veränderungen in dopaminergen Neuronen sollten daher positiv auf Therapien reagieren, die spezifisch die Aktivität dieser Zellen erhöhen. 
  • Dieselben Therapien würden jedoch bei Patienten, deren beeinträchtige Sozialkompetenz auf eine andere Störung zurückzuführen ist, wirkungslos bleiben.

Da die synaptische Reifung im frühen Lebensalter stattfindet, ist für eine wirksame Therapie entscheidend, dass die genauen Ursachen der Störung frühzeitig erkannt werden.

Das Ziel der Wissenschaftler in Basel und Genf ist es daher, die grundlegenden Mechanismen zu identifizieren, um vielversprechende therapeutischen Ansätze aufzuzeigen.

Dieses Forschungsprojekt wurde auf nationaler Ebene durch den NCCR SYNAPSY des Schweizerischen Nationalfonds unterstützt und auf internationaler Ebene durch EU-AIMS – das europäische Programm für Autismusforschung, welches Teil der Innovative Medicines Initiative (IMI) ist.

Autismus: Störungen im Belohnungssystem beeinträchtigen Sozialverhalten


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Prof. Dr. Peter Scheiffele
Universität Basel, Biozentrum
Tel. + 41 61 207 21 94, E-mail: peter.scheiffele@unibas.ch

Prof. Dr. Camilla Bellone
Universität Genf, Departement für Neurowissenschaften
Tel. + 41 22 379 54 33, E-mail: camilla.bellone@unige.ch

Petersgraben 35, Postfach
4001 Basel
Schweiz
Basel-Stadt 

Iris Mickein
Telefon: +41 (0)61 207 24 25
Fax: +41 (0)61 267 30 13
E-Mail-Adresse: iris.mickein@unibas.ch

Originalpublikation:
Bariselli, Hanna Hörnberg, Clément Prévost-Solié, Stefano Musardo, Laetitia Hatstatt-Burkle, Peter Scheiffele and Camilla Bellone

Role of VTA dopamine neurons and Neuroligin3 in sociability traits related to non-familiar conspecific interaction.
Nature Communications (2018); doi: 10.1038/s41467-018-05382-3

 

Peripheren Nervensystem - Neuropathien und Schmerz - Fibromyalgie

Medizin am Abend Berlin Fazit: Neue Professur zielt auf Translation bei Neuropathien und Schmerzerkrankungen

Prof. Dr. Nurcan Üçeyler von der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg leitet seit Juli dieses Jahres den im Rahmen einer Heisenberg-Professur neu geschaffenen Bereich „Translationale Somatosensorik“. 

Im Zentrum ihres Forschungsinteresses stehen unter anderem die feinsten Fasern des peripheren Nervensystems – sowie die mit ihnen zusammenhängenden Neuropathien und Schmerzen. 

Nurcan Üçeyler ist seit Juli dieses Jahres Universitätsprofessorin für Translationale Somatosensorik an der Universität Würzburg
Nurcan Üçeyler ist seit Juli dieses Jahres Universitätsprofessorin für Translationale Somatosensorik an der Universität Würzburg Bild: Brigitte May / Uniklinikum Würzburg
 
Während ihres Humanmedizin-Studiums an der Würzburger Universität war Nurcan Üçeyler (Jahrgang 1976) lange Zeit überzeugt, Internistin werden zu wollen. „Das Fach Neurologie kommt vergleichsweise spät im Studium, aber die hier behandelten Krankheitsbilder und wissenschaftlichen Themengebiete überzeugten mich“, erinnert sie sich. Dieses Interesse wurde durch ihre Erfahrungen als Ärztin an der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) weiter gesteigert. Auf den Beginn als Assistenzärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Jahr 2003 folgten 2009 die Anerkennung als Fachärztin für Neurologie und im Jahr darauf die Habilitation. Seit 2015 arbeitet sie als Oberärztin an der von Prof. Dr. Jens Volkmann geleiteten Klinik, seit dem Jahr 2017 zudem als außerplanmäßige Professorin. Als jüngster Karriereschritt wurde Nurcan Üçeyler mit Wirkung zum 2. Juli 2018 zur Universitätsprofessorin für Translationale Somatosensorik an der Universität Würzburg ernannt. Dazu hatte sie erfolgreich eine Heisenberg-Professur eingeworben

Forschungsinteresse an Small Fibers

„Die Ärztinnen und Ärzte werden an der Neurologischen Klinik und Poliklinik des UKW breit eingesetzt, man arbeitet praktisch in allen Bereichen des Fachs“, schildert Prof. Üçeyler und fährt fort: „Im Lauf der Zeit entwickeln sich individuelle Schwerpunkte – in meinem Fall die Neuropathien und neuropathischen Schmerzen.“ In der internationalen Fachwelt besonders auf sich aufmerksam machte die Neurologin im Jahr 2013 mit einer vielbeachteten Veröffentlichung zur Fibromyalgie.

Zusammen mit ihrem Forschungsteam konnte Nurcan Üçeyler zeigen, dass der Schmerzerkrankung möglicherweise eine Schädigung der „Small Fibers“ zugrundeliegt. 

Als Small Fibers werden die kleinkalibrigen Nervenfasern bezeichnet, die in der Haut enden. 
  • Als Teil des peripheren Nervensystems sind sie zum Beispiel für das Wärme- und Kälteempfinden, für Juckreiz, aber auch das Wahrnehmen von angenehmen Berührungen zuständig.

Anders als dicke Nervenfasern sind die Small Fibers mit Routineuntersuchungen nicht zu erfassen.

„Das bedeutet, dass man klinisch und grundlagenwissenschaftlich zur Erforschung und Diagnostik der kleinen Fasern neue Werkzeuge entwickeln und etablieren muss“, sagt Prof. Üçeyler und fährt fort: „In diesem Prozess gehört die Würzburger Neurologie zu den Vorreitern. So können wir fast alle derzeit verfügbaren Diagnoseverfahren für diese Spezialaufgabe anbieten, was zumindest national ein Alleinstellungsmerkmal darstellt.“ Nach ihren Angaben gibt es aber auch in diesem Teilaspekt der Translationalen Somatosensorik weitere Herausforderungen.

„Eine der Fragen ist dabei, wie man mit sehr wenig Probenmaterial, das man zum Beispiel mittels einer kleinen Hautstanze gewinnt, möglichst viele Untersuchungen durchführen kann“, beschreibt die Forscherin.

Ziel: Schmerzbilder noch besser diagnostizieren und therapieren

Generell zielt ihr Schwerpunkt darauf ab, die unterschiedlichen Formen von Neuropathien und neuropathischen Schmerzen noch besser diagnostizieren und therapieren zu können.

„Dabei ist die Fibromyalgie nur ein möglicher Ansatzpunkt, über den wir die zugrundeliegenden Mechanismen in Zukunft hoffentlich noch besser verstehen. Die in diesem Zusammenhang erarbeiteten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden möchten wir dann auch auf andere Formen von Schmerz anwenden“, erläutert die Professorin.

Forschungsthemen aus der klinischen Praxis abgeleitet

Seit der Anerkennung der Heisenberg-Professur teilt sie ihre Arbeitszeit etwa hälftig zwischen der klinischen Tätigkeit als Oberärztin und ihren Forschungsthemen auf.

Dabei ist der Kontakt mit den Patienten auch für ihre wissenschaftliche Arbeit essentiell. „Wir leiten unsere Forschungsfragen direkt aus der klinischen Praxis ab und versuchen dann mit grundlagenwissenschaftlichen Techniken, tierexperimentellen Ansätzen und klinischen Studien Antworten zu finden, mit denen wir den Patienten weiterhelfen können“, unterstreicht Nurcan Üçeyler.


Ihr Spezialwissen gibt sie weiterhin nicht nur bei ihrer oberärztlichen Tätigkeit an der Neurologischen Klinik bei der Weiterbildung angehender Neurologinnen und Neurologen gerne weiter, sondern auch im Rahmen des Lehranteils ihrer Professur – in Form von Vorlesungen, Kursen und Seminaren.

Über die Heisenberg-Professur

Unter den vielen Förderinstrumenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für den wissenschaftlichen Nachwuchs steht die Heisenberg-Professur ganz oben. Sie eröffnet herausragenden jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Aussicht auf eine unbefristete Professur und den Hochschulen neue Wege der wissenschaftlichen Profilbildung. Grundprinzip der Förderung ist, dass die DFG fünf Jahre lang eine Professur anfinanziert, die dann in eine reguläre Professur übergehen soll. Die Vergabe der Professuren durch die DFG erfolgt nach strengen wissenschaftlichen Qualitätskriterien, vergleichbar dem Prozess einer Berufung. Wer hier erfolgreich sein will, muss zusätzlich zu seiner besonderen Qualifikation und seinen bisherigen Tätigkeiten ein ambitioniertes Forschungskonzept entwerfen und überzeugend darstellen.

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Charité – Universitätsmedizin Berlin: https://globalhealth.charite.de/

Medizin am Abend Berlin Fazit: Neues Zentrum für globale Gesundheit: Charité Global Health gegründet

Die weltweite Gesundheitsversorgung verbessern – mit diesem Ziel hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin jetzt Charité Global Health gegründet. 

Das interdisziplinäre Zentrum wird die verschiedenen Global Health-Projekte der Charité bündeln, koordinieren und ausbauen, um eine sichtbare Schnittstelle nach innen und außen zu sein. 

Zudem steht die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft im Mittelpunkt. 
 
Themen wie die weltweite Ausbreitung von Infektionskrankheiten, antibiotikaresistente Krankheitserreger oder nicht-übertragbare Volkskrankheiten wie Diabetes gehören zum Fachgebiet Global Health.

Ziel ist es, Menschen auf der ganzen Welt vor gesundheitlichen Problemen zu schützen sowie Krankheiten bestmöglich zu bekämpfen und so die globale Gesundheitsversorgung zu verbessern.


Mit diesen internationalen Herausforderungen befasst sich das neue Zentrum für globale Gesundheit der Charité in der Forschung, Lehre und Krankenversorgung.

Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité, erklärt:

 „Mit Charité Global Health bauen wir unsere internationale Expertise aus, um Lösungen für drängende globale Gesundheitsprobleme zu finden.

Angesichts der Tatsache, dass Deutschland sein Engagement für globale Gesundheit gerade verstärkt, ist dies ein konsequenter Schritt – sowohl für die Charité als auch für Berlin als Gesundheits- und Wissenschaftsstadt.“

Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité und wissenschaftlicher Leiter des Zentrums, dazu:

Global Health-Themen sind interdisziplinär, daher müssen viele verschiedene Bereiche der Forschung und Gesundheitsversorgung zusammenarbeiten.“

Er fügt hinzu: 

„In Zeiten der Globalisierung wird es immer wichtiger, beispielsweise gegen Epidemien gerüstet zu sein, denn Viren kennen keine Landesgrenzen.“


Die enge Zusammenarbeit mit Akteuren aus Berlin, Deutschland und der Welt wird in dem neuen Zentrum einen besonderen Stellenwert einnehmen.

So bereitet Charité Global Health derzeit Kooperationen mit der London School of Hygiene and Tropical Medicine und der Oxford University vor.

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Prof. Dr. Christian Drosten
Wissenschaftlicher Leiter Charité Global Health
Direktor des Instituts für Virologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 572 100
E-Mail: center-global-health@charite.de

Charitéplatz 1
10117 Berlin
Deutschland
Berlin
E-Mail-Adresse: presse@charite.de

Manuela Zingl
Telefon: 030 / 450 570 400
Fax: 030 / 450 570 940
E-Mail-Adresse: manuela.zingl@charite.de


Dr. Julia Biederlack
Telefon: 030-450 570 585
Fax: 030-450 570 940
E-Mail-Adresse: julia.biederlack@charite.de
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Binge Watching

Medizin am Abend Berlin Fazit: Identifikation mit Serienhelden kann zur Abhängigkeit führen

Befragungen der Frankfurt UAS untersuchen Verhältnis von Zuschauerinnen und Zuschauern zu Fernsehserien und Reality TV 
 
Durch Streaming-Dienste kann zu jeder Tages- und Nachtzeit auf beliebig viele Unterhaltungsmedien zugegriffen werden – doch dieses Angebot kann sich schnell als Problem herausstellen.

Wie die Identifikation mit Serienfiguren eine Abhängigkeit nach Fernsehserien begünstigt und wie ein geringes Selbstwertgefühl die Sucht nach Reality TV-Sendungen beeinflusst, zeigen zwei kürzlich ausgewertete Online-Befragungen. 

Sie wurden gemeinsam von Prof. Dr. Claus-Peter H. Ernst, Professor für Wirtschaftsinformatik und BWL an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) sowie an der SRH Hochschule Heidelberg, und Dr. Maren Scheurer, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, durchgeführt.

An den beiden Befragungen haben jeweils 100 Personen teilgenommen.


Prof. Dr. Claus-Peter H. Ernst
 Prof. Dr. Claus-Peter H. Ernst Privat

Serienhelden werden als Freunde wahrgenommen

Die Befragung „TV series characters feel like friends to me – the influence of perceived belonging on tv series addiction“, an der neben Ernst und Scheurer auch Prof. Dr. Franz Rothlauf, Professor für Wirtschaftsinformatik und BWL an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, mitgewirkt hat, zeigt: 
  • Die Beziehung bzw. die Identifikation der Zuschauer/-innen zu den Charakteren einer Fernsehserie sorgt für die Entwicklung eines sozialen Zugehörigkeitsgefühls. 
  • Dieses kann wiederum dafür sorgen, dass eine Sucht nach Fernsehserien begünstigt wird. Das durchschnittliche Alter der befragten Personen lag bei 26,69 Jahren.
„Die Zuschauerinnen und Zuschauer betrachten die Figuren der Serien als vertraute Freunde, an deren Leben sie gefühlten Anteil haben, und wollen mehr davon“, erklärt Ernst.
 Eine solche Beziehung zu fiktiven Figuren werde vor allem dann aufgebaut, wenn die Zuschauerinnen und Zuschauer Parallelen zu ihrer eigenen Person finden oder ihr Leben mit dem der Serienfigur vermischen. 
„Das führt zum sogenannten ‚Binge Watching‘, das Sehen mehrerer Serienfolgen am Stück“, erklärt Ernst. „Die Zuschauerinnen und Zuschauer fühlen sich akzeptiert und weniger alleine, sie können deshalb nicht aufhören, sich eine bestimmte Fernsehserie anzusehen.“

Geringes Selbstwertgefühl kann die Sucht nach Reality TV begünstigen
 
Seit den 1990er Jahren gehört Reality TV zu den erfolgreichsten Fernsehformaten. Eine Vielzahl dieser Sendungen basiert auf Drehbüchern, bei denen häufig Konflikte sozial oder gesellschaftlich benachteiligter Menschen im Fokus stehen. Doch was reizt Zuschauer/-innen an Reality TV? Die Befragung „A study on the role of self-esteem in reality TV addiction“ ist der Frage nachgegangen, ob Personen mit einem geringen Selbstwertgefühl mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Sucht nach diesem Fernsehformat entwickeln. Das durchschnittliche Alter der befragten Personen lag bei 23,98 Jahren.

„Wir kamen zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Sucht nach Reality TV zu entwickeln, höher ist, wenn Personen ein geringes Selbstwertgefühl haben. Bei Menschen mit einer hohen Selbstakzeptanz spielen dagegen andere Faktoren eine größere Rolle, wie etwa das soziale Zugehörigkeitsgefühl, welches auch die Sucht nach Fernsehserien begünstigt“, erklärt Ernst.

  • Die Befragung folgte der Annahme, dass Menschen mit einem geringeren Selbstwertgefühl eine größere Motivation nach Selbstoptimierung haben als Personen mit großem Selbstbewusstsein. 
  • So könnte Reality TV dazu dienen, dass die Zuschauer/-innen ihre eigene Lebenssituation mit dem Leben von weniger erfolgreichen Personen, die im Fernsehen dargestellt werden, vergleichen, um ihr subjektives Wohlbefinden zu steigern.

Prof. Dr. Claus-Peter H. Ernst ist Professor für Wirtschaftsinformatik und BWL an der Frankfurt University of Applied Sciences sowie an der SRH Hochschule Heidelberg. Er vertritt dort insbesondere den Bereich E-Business. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören u. a. Technologie- und Mediennutzung sowie die digitale Transformation. Er ist (Mit-)Autor von über 30 wissenschaftlichen Schriften und regelmäßig als Referent auf internationalen Fachkonferenzen, in Hochschulen und in der Praxis tätig.

Dr. Maren Scheurer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie arbeitet dort am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und am Institut für England- und Amerikastudien. Sie forscht u.a. zu den Poetiken des Spätrealismus, zu psychoanalytischer Ästhetik, der Darstellung therapeutischer Beziehungen und zu Serialität.

Prof. Dr. Franz Rothlauf ist Inhaber einer Professur für Wirtschaftsinformatik und BWL an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören experimentelle und empirische Untersuchungen zu den Auswirkungen des Einsatzes von Informations- und Kommunikationssystemen auf Nutzerverhalten sowie die Analyse von quantitativen Verfahren im Bereich der künstlichen Intelligenz (insbesondere Metaheuristiken und Neuronale Netze). Er ist (Mit-)Autor von über 100 wissenschaftlichen Schriften. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist er als Chief Information Officer der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig.

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HEUTE: ThemenEinladung: Langfristige Gabe von starken Schmerzmitteln

Medizin am Abend Berlin Fazit: Wie Medikamente zu Drogen werden

Anlässlich des diesjährigen internationalen literaturfestivals berlin (ilb) ist der Berliner Wissenschaftler Prof. Dr. Christoph Stein, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin an der Charité-Universitätsmedizin Berlin und Mitglied im Einstein-Zentrum für Neurowissenschaften zu Gast im Haus der Berliner Festspiele. 

HEUTE:  Montag 10. September 2018 um 21 Uhr diskutiert er gemeinsam mit FAZ Redakteur Harald Staun über die Gefahren, die eine langfristige Gabe von starken Schmerzmitteln mit sich bringen. 
 
Opioidhaltige Arzneimittel können schnell zu einer Abhängigkeit führen – dennoch sind sie für den klinischen Alltag unverzichtbar – etwa nach Operationen oder bei Krebspatienten.


In den USA ist es in den letzten Jahren zu einer beispiellosen Opioid-Abhängigkeit gekommen, weil Ärzte dort zu lange sorglos Opioide verschrieben haben.

Das Land wurde mit den starken Schmerzmitteln regelrecht überschwemmt.

Monatlich sterben tausende Menschen an Überdosierungen. 

Auch in Deutschland werden Schmerzmittel, die Opioide enthalten verschrieben – Tendenz steigend. 

Sie werden häufig bei chronischen Schmerzen verschrieben, obwohl sie nicht unbedingt notwendig sind.
Christoph Stein erläutert neben den Gefahren einer regelmäßigen Opioid-Einnahme auch wie alternative Therapien aussehen könnten.

Christoph Stein ist Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin an der Charité Universitätsmedizin Berlin und Mitglied des Einstein-Zentrums für Neurowissenschaften.  

Seine Schwerpunkte liegen im Bereich Schmerzforschung, -therapie, Narkose und Opioid-Therapie.

Die Veranstaltung wird in der Reihe „The Politics of Drugs“ präsentiert, die in diesem Jahr zum ersten Mal in der Sparte Specials Teil des Programms ist. In Vorträgen und Gesprächsrunden werden das Verständnis und der politische Umgang mit Drogen im historischen Rückblick betrachtet.

Auch werden heutige Produktionsformen und Verkehrswege bis hin zum Konsum und dessen Auswirkungen verfolgt. 

Ziel der Veranstaltungen ist es, verschiedene Modelle der Drogenpolitik sowie deren Vor- und Nachteile herauszuarbeiten und neue Akzente im internationalen Diskurs über Drogen zu setzen.

Datum: 10.09.2018
Uhrzeit: 21:00 Uhr
Special: The Politics of Drugs
Ort: Literaturhaus Berlin
Autor: Christoph Stein

Das internationale literaturfestival berlin findet seit 2001 jährlich statt. Rund 200 Autoren aus 40 Ländern stellen ihre Werke vor. Neben wissenschaftlichen Beiträgen präsentiert das Festival eine große Vielfalt zeitgenössischer Literatur aus aller Welt. Das 18. internationale literaturfestival berlin findet vom 5. bis 15. September im Haus der Berliner Festspiele sowie an weiteren Orten in Berlin statt.

Das Exzellenzcluster NeuroCure und das Einstein-Zentrum für Neurowissenschaften Berlin an der der Charité – Universitätsmedizin Berlin unterstützen die Veranstaltung.

Wie Medikamente zu Drogen werden


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Prof. Dr. Christoph Stein
Direktor Klinik für Anästhesiologie m.S. operative Intensivmedizin
Charité – Universitätsmedizin Berlin
E-Mail: christoph.stein(at)charite.de
https://anaesthesie.charite.de/

c/o Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Deutschland
Berlin


Dipl.-Biol. Linda Faye Tidwell
Telefon: 030-450560145
E-Mail-Adresse: linda-faye.tidwell@charite.de
http://www.ecn-berlin.de/

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
https://www.ecn-berlin.de/news.html

http://www.neurocure.de


http://literaturfestival.com/festival/programm/2018/specials/politics-of-drugs/m...


http://www.literaturfestival.com


http://www.berlinerfestspiele.de/literaturfestival