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Knochenheilung gefährdet.....

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Arbeiten zur Fettzellbiologie

Fettzellen liefern nicht nur Körperwärme und Energie, sondern können auch krank machen. 

Der Nachwuchspreisträger Prof. Tim Schulz erforscht, wie verschiedene Fettzell-Typen entstehen, wie sie wirken und wie sich diese Wirkung in Richtung einer besseren Gesundheit steuern lässt – vor allem im Alter.
 
Professor Dr. Tim J. Schulz vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke erhielt  den mit 60.000 Euro dotierten Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis 2018 in der Frankfurter Paulskirche.

Der Biochemiker wird für seine medizinisch und ernährungsphysiologisch relevante Grundlagenforschung zur Entstehung und Wirkung von weißem und braunem Fett ausgezeichnet. 

Schulz hat gezeigt, wie Stammzellen weißes und braunes Fett hervorbringen, unter welchen Bedingungen sie dies tun und wie weißes Fett der Knochengesundheit im Alter schadet. 
  • Schulz hat zudem ermittelt, dass eine bei der Behandlung von Diabetes oft genutzte Wirkstoffklasse die schädliche Wirkung des weißen Fetts im Knochen reduziert. 
Damit verbessern diese Medikamente möglicherweise die Knochengesundheit im Alter. „Die Arbeiten von Tim J. Schulz greifen mit dem Thema Übergewicht ein hoch relevantes Forschungsgebiet auf“, schreibt der Stiftungsrat in seiner Begründung. „Schulz betrachtet dabei nicht nur die schädlichen Wirkungen des weißen Fetts, sondern prüft auch, ob man Übergewicht und die dadurch begünstigten Erkrankungen durch die gezielte Erzeugung von mehr braunem Fett verhindern kann und welche Rolle die Ernährung dabei spielt“. Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis wird von Professor Dr. Thomas Boehm, Direktor am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg und Vorsitzender des Stiftungsrats überreicht.

Fett ist nicht gleich Fett. Das gilt auch für die Polster des Körpers. Braunes Fett erzeugt Wärme und schützt vor Auskühlung. Weißes Fett speichert die ungenutzte Energie aus der Nahrung und wird bei kalorienreicher Ernährung kaum angetastet. Ein Zuviel an weißem Fett belastet den Körper in der Regel mehr als es ihm dient

Im Alter wird zudem auch mehr weißes Fett in den Organen und Knochen abgelagert, nicht nur im Unterhautgewebe. Diese Verfettung trägt vermutlich erheblich zur Entstehung vieler im Alter gehäuft auftretender Erkrankungen wie Diabetes, Fettleber oder schlechter Knochenheilung bei.

Wie alle Zellen des Körpers gehen auch braune und weiße Fettzellen aus Stammzellen hervor. Braunes Fett entsteht allerdings nur aus einigen wenigen, eigens dafür vorgesehenen braunen Fett-Stammzellen. Früher dachte man, dass nur Neugeborene diese kostbare Ressource besitzen. Das ist aber nicht der Fall. Erwachsene haben vor allem am Oberkörper braunes Fett, und zwar entlang der Schulterblätter, in den tiefen Halsregionen, an den großen Blutgefäßen und entlang der Wirbelsäule. Schulz hat die Entstehung von braunen Fettzellen aus Stammzellen untersucht und gezeigt, dass man die Synthese über einen speziellen Botenstoff steuern kann. Dies passt zu dem bekannten Konzept, Übergewicht durch mehr braunes Fett bekämpfen zu wollen. Statt die unnötigen Kalorien in den weißen Fettdepots zu lagern, würden sie in den braunen Fettdepots in Wärme umgewandelt werden. Braunes Fett wäre dann ein Schlankmacher. Schulz konnte auch zeigen, dass die braunen Fett-Stammzellen altern und dabei ihre Fähigkeit verlieren, mehr braunes Fett zu bilden. Er hat relevante Aspekte und Zielmoleküle dieses Alterungsprozesses identifiziert und hofft, dass einige davon therapeutisch nutzbar sind.

Weitreichend sind auch seine Ergebnisse zur Rolle von weißem Fett im Knochen. Schulz hat nachgewiesen, dass die Stammzellen des Knochens mit fortschreitendem Alter und bei fettreicher Kost kein Knochengewebe mehr hervorbringen, sondern weißes Fett. Dieses Fett schadet den Knochen nicht nur durch seine Präsenz, sondern auch durch die Bildung eines hormonabbauenden Enzyms, das es den Stammzellen noch schwerer macht, Knochengewebe zu produzieren.

Dies und der Umstand, dass weißes Fett auch den blutbildenden Stammzellen des Knochenmarks schadet, könnte der Grund für die schlechte Knochenheilung im Alter sein. Schulz konnte zudem zeigen, dass eine bei der Diabetes-Therapie weit verbreitete Wirkstoffklasse das Enzym hemmt, das von dem weißen Fett in den Knochen gebildet wird. Bei dieser Wirkstoffklasse handelt es sich um die sogenannten Gliptine. Ob Sie neben ihrer Wirkung beim Diabetes auch die Knochengesundheit im Alter verbessern können, muss allerdings erst noch in klinischen Studien gezeigt werden. Schulz beschäftigt sich derzeit auch damit, wie die Zusammensetzung der Nahrung die Stammzellen des Knochens beeinflusst und ob gewisse Ernährungsformen über die Stammzellen auch die Knochenheilung voranbringen können.

Kurzbiographie Professor Dr. Tim Julius Schulz
Tim J. Schulz (39) wurde 1979 in Northeim geboren und studierte Biochemie an der Universität Potsdam. 2007 promovierte er bei Professor Michael Ristow an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Für seine Dissertation erhielt er den Promotionspreis der Biologisch-Pharmazeutischen Fakultät. Nach seiner Promotion verbrachte Schulz fünf Jahre am Joslin Diabetes Center in Boston, das zur Harvard Medical School gehört. Dort arbeitete er mit Frau Professor Yu-Hua Tseng vom Department of Integrative Physiology and Metabolism zusammen. Von 2012 bis 2016 leitete Schulz die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Emmy Noether-Nachwuchsgruppe "Fettzell-Entwicklung" am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Seit 2016 ist Schulz Leiter der Abteilung "Fettzell-Entwicklung und Ernährung" am DIfE, einem Partner des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Gleichzeitig wurde Schulz auch zum W2-Professor an der Universität Potsdam berufen. 2013 wurde ihm ein Starting Grant des European Research Council (ERC) in Höhe von 1.5 Millionen Euro zugesprochen.

Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis
Der 2006 erstmals vergebene Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis wird von der Paul Ehrlich-Stiftung einmal jährlich an einen in Deutschland tätigen Nachwuchswissenschaftler oder eine in Deutschland tätige Nachwuchswissenschaftlerin verliehen, und zwar für herausragende Leistungen in der biomedizinischen Forschung. Das Preisgeld von 60.000 € muss forschungsbezogen verwendet werden. Vorschlagsberechtigt sind Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen sowie leitende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an deutschen Forschungseinrichtungen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch den Stiftungsrat auf Vorschlag einer achtköpfigen Auswahlkommission.

Die Paul Ehrlich-Stiftung
Die Paul Ehrlich-Stiftung ist eine rechtlich unselbstständige Stiftung, die treuhänderisch von der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität verwaltet wird. Ehrenpräsident der 1929 von Hedwig Ehrlich eingerichteten Stiftung ist Professor Dr. Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der auch die gewählten Mitglieder des Stiftungsrates und des Kuratoriums beruft. Vorsitzender des Stiftungsrates der Paul Ehrlich-Stiftung ist Professor Dr. Thomas Boehm, Direktor am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg, Vorsitzender des Kuratoriums ist Professor Dr. Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Prof. Dr. Wilhelm Bender ist in seiner Funktion als Vorsitzender der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität zugleich Mitglied des Stiftungsrates der Paul Ehrlich-Stiftung. Die Präsidentin der Goethe-Universität ist in dieser Funktion zugleich Mitglied des Kuratoriums.

Hintergrundinformation zur Verleihung des Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreises 2018 an Professor Dr. Tim J. Schulz

Schützt braunes Fett vor Krankheit? – Lektionen aus der Fettzell-Forschung

Der diesjährige Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreisträger Professor Dr. Tim J. Schulz prüft den Einfluss verschiedener Fettzelltypen auf die Entstehung von Stoffwechselerkrankungen und hat eine mögliche Therapieoption für den schädlichen Einfluss von weißem Fett auf die Knochenheilung entdeckt.

Fett ist nicht gleich Fett, weder dem Aussehen nach, noch den Aufgaben nach. Braunes Fett ist nützlich, weil es nur Wärme erzeugt, weißes Fett ist als weitgehend ungenutzte Energiereserve eher schädlich. Schulz untersucht, wie beide Typen von Fettgewebe aus Stammzellen hervorgehen, ob eine Vermehrung von braunem Fett therapeutisch sinnvoll und möglich ist und welche Rolle beide Sorten bei den im Alter gehäuft auftretenden Stoffwechselstörungen wie Übergewicht, Diabetes und schlechter Knochenheilung spielen. Dabei hat er auch mögliche Behandlungsansätze im Blick und prüft, welchen Einfluss die Zusammensetzung der Nahrung auf das Schicksal der Fettstammzellen hat. Schulz ist Abteilungsleiter am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke in Potsdam, einem Partner des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD).

Der Nachwuchspreisträger begann seine Karriere nicht mit der Erforschung der Fettzellen, sondern mit der Erforschung der Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle. Er untersuchte, welche Rolle der dort angesiedelte Energiestoffwechsel bei der Alterung und bei verschiedenen Erkrankungen spielt. Weil Mitochondrien für die Funktion von braunem und weißem Fett erforderlich sind und im Alter mehr weißes statt braunes Fett gebildet wird, lag es nahe, nach Querverbindungen zwischen dem Energiestoffwechsel, der Alterung und den verschiedenen Fettzelltypen zu suchen.
Mitochondrien gehören zur Grundausstattung der Zelle, weil dort aus Zucker oder Fett Energieäquivalente für den zellulären Bau- und Betriebsstoffwechsel produziert werden. Dabei fallen reaktive Sauerstoffverbindungen an. Diese Verbindungen können allerlei Schaden anrichten, weshalb sich die Zelle vor diesen Verbindungen hüten muss. Schulz hat in seinen frühen Arbeiten vor allem Zweierlei gezeigt. Zum einen, dass ein Protein mit dem Namen Frataxin den Zellen hilft, sich vor den Schäden durch die reaktiven Sauerstoffverbindungen zu schützen und dass die reaktiven Sauerstoffverbindungen in geringer Dosierung den gegen sie gerichteten Schutzmechanismus in Gang setzen. Gering konzentriert, fungieren sie also wie ein Botenstoff. Bei den reaktiven Sauerstoffverbindungen macht die Dosis das Gift. Zu den bemerkenswertesten Erkenntnissen von Schulz und seinem Doktorvater Professor Michael Ristow, der heute an der ETH Zürich forscht, gehört zudem, dass die als Nahrungsergänzungsmittel eingenommenen Antioxidantien wie Vitamin C, die reaktiven Sauerstoffverbindungen daran hindern, den Schutzmechanismus in Gang zu setzen. Die Zellen stehen dann ohne Fürsorge da, was den vermuteten Nutzen einer erhöhten Zufuhr in Form von Nahrungsergänzungsmitteln für Gesunde zumindest in Zweifel zieht.

Gutes Fett, schlechtes Fett
Während seiner Zeit am Joslin Diabetes Center in Boston hat Tim J. Schulz erstmals mit weißen und braunen Fettzellen gearbeitet. Die renommierte Einrichtung gehört zur Harvard Medical School. Damals waren gerade mehrere Veröffentlichungen erschienen, die eindeutig belegten, worüber schon lange spekuliert worden war, nämlich dass auch Erwachsene braunes Fett haben. Früher dachte man, dass nur Neugeborene über diese kostbare Ressource verfügen und dass sie mit dem Heranwachsen verloren geht. Erwachsene haben vor allem am Oberkörper braunes Fett, und zwar entlang der Schulterblätter, in den tiefen Halsregionen, an den großen Blutgefäßen und entlang der Wirbelsäule.

Warum ist braunes Fett wertvoller als weißes Fett? Braunes Fett erzeugt Wärme. Es schützt den Körper vor Auskühlung und wenn es entsprechende Signale erhält, sogar pausenlos. Menschen, die in kalten Regionen der Erde leben, haben deshalb mehr braunes Fett als Menschen in warmen Regionen. Seine Farbe bezieht das braune Fett von den vielen eisenhaltigen Mitochondrien und der guten Durchblutung. Weißes Fett speichert dagegen nur die ungenutzte Energie aus der Nahrung und dient als Energiereserve, die aber bei einer hochkalorischen Ernährung nur selten abgerufen wird. Weiße Fettdepots sind vor allem auch dann ein Problem, wenn sie sich um die Organe herum oder im Knochen angesiedelt haben.

Schulz knüpfte am Joslin Diabetes Center an eine Beobachtung seiner damaligen Mentorin, Frau Professor Yu-Hua Tseng, an. Diese hatte gezeigt, dass die primären Fettstammzellen nur weißes Fett hervorbringen, wenn sie keine anderen Signale erhalten. Braunes Fett entsteht aus wenigen, eigens dafür vorgesehenen braunen Fettstammzellen. Allerdings können auch die primären Fettstammzellen braunes Fett erzeugen, wenn sie entsprechend instruiert werden, und zwar über den Botenstoff BMP-7. Schulz hat diesen Prozess genauer untersucht und gezeigt, dass man die Synthese von braunem Fett aus primären Fettstammzellen über BMP-7 steuern kann. Wenn kein braunes Fett mehr aus den eigens dafür vorgesehenen Stammzellen gebildet wird, kann allerdings auch weißes Fett braun werden, indem nachträglich mehr Mitochondrien einlagert werden. Diese Ergebnisse legen nahe, dass sich die Energiebilanz vielleicht durch mehr braunes Fett beeinflussen lässt. Statt die unnötigen Kalorien in den weißen Fettdepots zu lagern, würden sie dann in den braunen Fettdepots in Wärme umgewandelt. Braunes Fett hätte dann das Zeug zum Schlankmacher. Einen wichtigen Hebel für die Synthese von mehr braunem Fett haben Schulz und Tseng mit dem BMP-7 entdeckt.

Weißes Fett schadet der Knochengesundheit
Der Nachwuchspreisträger interessiert sich heute für die Frage, ob und wie der altersbedingte Verlust von braunem Fett zu den in der zweiten Lebenshälfte gehäuft auftretenden Stoffwechselproblemen wie Übergewicht oder Insulinresistenz beiträgt. Mit dem Alter nimmt die Fähigkeit des Körpers ab, nützliches braunes Fett zu bilden. Gleichzeitig wird mehr weißes Fett eingelagert. Schulz untersucht deshalb, was beim Älterwerden mit den verschiedenen Fettstammzellen geschieht. Er konnte zeigen, dass die braunen Fett-Stammzellen tatsächlich altern und ihre Funktion zunehmend einbüßen. Schulz hat relevante Aspekte und Zielmoleküle dieses Alterungsprozesses identifiziert. Er hat auch untersucht, welche Signale die Regenerationsfähigkeit der braunen Fettstammzellen aufrechterhalten. Einige dieser Moleküle können möglicherweise therapeutisch genutzt werden.
Der Nachwuchspreisträger untersucht des Weiteren, welche Auswirkungen überschüssiges Fett im Knochen hat. Er konnte zeigen, dass die Stammzellen des Knochens mit zunehmendem Alter und bei fettreicher Kost weißes Fett statt Knochengewebe produzieren. Diese Fettzellen scheiden ein Enzym aus, das es den Stammzellen noch schwerer macht, Knochengewebe hervorzubringen und das auch den blutbildenden Stammzellen des Knochenmarks zusetzt. Mit der Verfettung der Knochen nimmt also offensichtlich die Regenerationsfähigkeit der Knochen ab, was der Grund für die schlechte Knochenheilung im Alter sein könnte. Die abnehmende Fähigkeit, rote und weiße Blutkörperchen zu bilden, ist zudem auch für die Aufrechterhaltung der Immunabwehr nachteilig. Schulz hat außerdem nachgewiesen, dass eine in der Diabetes-Therapie weit verbreitete Wirkstoffklasse dem von den Fettzellen freigesetzten Enzym entgegenwirkt. Bei diesem Enzym handelt es sich um das Protein Dipeptidyl Peptidase 4 oder kurz DPP4, das indirekt die Wirkung von Insulin mindert. Gehemmt wird DPP4 von den sogenannten Gliptinen. Schulz hegt die Hoffnung, dass diese Medikamente möglicherweise die Knochengesundheit in der zweiten Lebenshälfte verbessern, was allerdings erst noch klinisch geprüft werden müsste. Die Forschung des Nachwuchspreisträgers ist demnach nicht nur ernährungsphysiologisch, sondern auch medizinisch relevant.

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Alle Unterlagen der Pressemappe sowie ein Foto von Professor Tim J. Schulz sind unter www.paul-ehrlich-stiftung.de zur Verwendung hinterlegt. Den ausführlichen Lebenslauf, ausgewählte Veröffentlichungen und die Publikationsliste erhalten Sie von Dr. Hildegard Kaulen, Telefon:+49 (0) 6122/52718, E-Mail: h.k@kaulen.wi.shuttle.de

Dr. Anne Hardy
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CAVE: Tumortest - Diagnoseinstrument

Medizin am Abend Berlin Fazit: Individuelle Therapieoptionen für Krebspatienten

Das UniversitätsSpital Zürich (USZ) bietet in Zusammenarbeit mit der Roche Pharma (Schweiz) AG und Foundation Medicine Inc., Cambridge USA (FMI) einen Tumortest im Bereich der personalisierten Krebsmedizin an. 

  • Dieses Diagnoseinstrument dient dazu, für jeden Patienten die bestmögliche Behandlung zu finden. 
 
Gemeinsam mit FMI und Roche hat das UniversitätsSpital Zürich ein spezialisiertes Labor in Schlieren aufgebaut, um den Tumortest allen Krebspatienten in der Schweiz zur Verfügung zu stellen.

  • Der behandelnde Arzt erhält ein genetisches Tumorprofil des Patienten und einen umfangreichen individualisierten Report, in den alle aktuellen Forschungsdaten einfliessen. Der Bericht beschreibt, welche genetischen Veränderungen in der Gewebeprobe des Patienten gefunden wurden und welche Therapieoptionen für die weitere Behandlung in Frage kommen. Die Evidenz wird anhand von Daten aus der wissenschaftlichen Literatur fortlaufend aktualisiert und alle verfügbaren klinischen Studien werden aufgeführt.

Revolution in der Diagnose von Krebspatienten

Das neue Testverfahren FoundationOne® ist das Fundament dieser Zusammenarbeit. FoundationOne® ermöglicht die zeitgleiche und umfassende Analyse von mehr als 300 tumorrelevanten Genen und bietet damit eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage für die Behandlung vieler Krebspatienten. Die Ergebnisse ermöglichen die Zuordnung zielgerichteter Therapien sowie klinischer Studien, so dass Onkologen bessere evidenzbasierte Therapieentscheide treffen können. In vielen Fällen wird der Test bei Patienten eingesetzt, für die keine weiteren Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen. Der einzigartige Ansatz von FoundationOne® trägt dazu bei, die personalisierte Therapie zu optimieren und die Behandlung von Krebspatienten zu revolutionieren.

Spitzenmedizin in der Schweiz

Die Zusammenarbeit des UniversitätsSpitals Zürich mit der Roche Pharma (Schweiz) AG und Foundation Medicine Inc. (FMI) ermöglicht, Behandlungspläne in der Onkologie individuell auf einen Patienten und seine Erkrankung abzustimmen. Die langjährige Expertise von FMI im Bereich von Next-Generation-Sequencing und in der bioinformatischen Auswertung molekularer Tumorprofile, die Erfahrungen des USZ auf dem Gebiet der Molekularpathologie und die führende Position von Roche in der Onkologie bringen die personalisierte Medizin in der Behandlung von Krebspatienten weiter voran.

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Nathalie Plüss UniversitätsSpital Zürich


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lic. phil. Martina Pletscher
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Telemonitoring und Rhythmologie in der Kardiologie

Medizin am Abend Berlin Fazit: Kardiologen widersprechen IQWiG: Telemonitoring ist sinnvoll

Fachleute der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie fordern die Politik auf,
die Fernüberwachung schwer kranker Herzpatienten zu ermöglichen 

 
Die Arbeitsgruppen Telemonitoring (AG 33) und Rhythmologie (AG 1) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie ─ Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) widersprechen der am 28. Februrar 2018 veröffentlichten Einschätzung des Instituts für Wirtschaftlichkeit und Qualität im Gesundheitswesen (IQWiG), die den Nutzen der Anwendung von Telemonitoring über implantierte Defibrillatoren (ICDs) und Resynchronisationssysteme (CRT) bei ventrikulärer Tachyarrhythmie und bei Herzinsuffizienz verneint. 

„Stattdessen sollten Gesundheitspolitiker, ärztliche Fachexperten und Kostenträger gemeinsam daran arbeiten, Telemonitoring flächendeckend zu etablieren“, sagt der Sprecher der Arbeitsgruppe Telemonitoring der DGK, Dr. Thomas M. Helms aus Hamburg, auch im Namen des stellvertretenden Sprechers Professor Dr. Perings aus Lünen.

  • Telemonitoring und damit zusammenhängende standardisierte Reaktionsabläufe haben sich für viele Patienten als ideale Methode der Nachsorge von Rhythmusimplantaten herausgestellt, lautet der Einwurf aus der AG Rhythmologie.

Insbesondere erscheint die wissenschaftliche Ausarbeitung des IQWiG an vielen Stellen fehlerhaft.

„Das IQWiG hat in der negativen Analyse, die dem Bericht zugrunde liegt, sehr uneinheitlich gestaltete Studien zu verschiedensten Telemonitoring-Endpunkten über einen Kamm geschoren“, sagt Helms und verweist auf eine Studie („InTime“), die klar dokumentiere, dass konsequent umgesetztes Telemonitoring einen Überlebensvorteil für die Patienten biete. „Diese Studienergebnisse wurden vom IQWiG mit unseres Erachtens unzutreffenden Kritikpunkten ignoriert.“

Das IQWiG hatte den InTime-Forschern laut Helms unterstellt, dass sie die Kontrollgruppe bewusst schlechter behandelt hätten, um ein günstiges Ergebnis für Telemonitoring zu erreichen.

„Dieser Einwand ist absolut haltlos und aus den Studiendaten eindeutig zu widerlegen“, sagt Helms.

Bereits in ihrer Stellungnahme im vergangenen Sommer hatte die DGK darauf verwiesen, dass Telemonitoring selbstverständlich nur wirksam werden kann, wenn in übertragene Patientendaten vollständig und regelmäßig Einsicht genommen und die Behandlung der Patienten nach klaren Handlungsregeln angepasst wird.

„Die negative Nutzenbewertung widerspricht nicht nur den internationalen Leitlinien.

Die Implementierung des Telemonitorings in die medizinische Praxis findet auch eine breite politische Unterstützung“, sagt Helms.

Im Namen der Arbeitsgruppe Telemonitoring fordert Helms deswegen, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA), der in der Bewertung medizinischer Methoden in Deutschland das letzte Wort hat, der Einschätzung des IQWiG nicht folgt und den Nutzen des Telemonitorings anerkennt.

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Deutsche Gesellschaft für Kardiologie
Prof. Dr. Eckart Fleck (Berlin)
Hauptstadtbüro der DGK: Leonie Nawrocki, Tel.: 030 206 444 82
Kerstin Kacmaz, Tel.: 0211 600 692 43 presse@dgk.org
Dr. Birgit Kofler, Tel.: 030 70015967
kofler@bkkommunikation.com



Grafenberger Allee 100
40237 Düsseldorf
Deutschland
Nordrhein-Westfalen

Prof. Dr. Eckart Fleck
Mitglied des Vorstands
Telefon: 030/4593-2400
Fax: 030/4593-2500
E-Mail-Adresse: fleck@dhzb.de

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine gemeinnützige wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 10.000 Mitgliedern. Sie ist die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder und die Erstellung von Leitlinien. Weitere Informationen unter www.dgk.org




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CAVE: Herzinfarkt-Risiko: Messung der Koronargefäß-Verkalkung

Medizin am Abend Berlin Fazit: UDE/UK Essen: DFG-Studie zur Koronargefäß-Verkalkung / Herzinfarktrisiko: Einmal messen genügt

Gefäßverkalkung erkannt, Gefahr für´s Herz gebannt: 

Mediziner können mit der Messung des Koronarkalks das individuelle Risiko für einen Herzinfarkt präzise einschätzen. 

Aber genügt dafür eine Messung oder braucht es regelmäßige Checks? 

Die Antwort kennen die Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE). Sie stellen ihre Forschung aktuell in der renommierten Fachzeitschrift Circulation vor. 
 
Weiß man um sein individuelles Risiko, kann man bereits im Vorfeld eines möglichen Herzinfarktes gegensteuern und diesen so im besten Falle ganz verhindern.

Das Herzinfarkt-Risiko zu erkennen, ist durch die Messung des Koronarkalks heute erprobte Praxis.

Maßgeblich dazu beigetragen hat die Heinz Nixdorf Recall-Studie, die am Universitätsklinikum Essen (UK) durchgeführt wurde. Nun gingen die UDE-Mediziner unterstützt von verschiedenen Kliniken und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) noch einen Schritt weiter. Sie wollten wissen, unter welchen Umständen eine weitere Untersuchung nach fünf Jahren sinnvoll ist.

Die Antwort: Die einmalige Kalkmessung genügt in den meisten Fällen. Sie hilft bereits, Patienten im mittleren Risikobereich besser einschätzen zu können. „Vor diesem Hintergrund kann man Patienten jetzt viel genauer empfehlen, wann eine erneute Kalkmessung sinnvoll ist“ resümiert Prof. Dr. Raimund Erbel, einer der Initiatoren der Studie und Senior Scientist am Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE).

„Die Tatsache, dass unser wissenschaftlicher Artikel von einem ausführlichen Editorial führender Wissenschaftler auf diesem Gebiet begleitet wird, betrachte ich als besondere Wertschätzung unserer Arbeit in den letzten 20 Jahre auf diesem Gebiet“ freut sich Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Direktor des IMIBE.

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Prof. Dr. rer. nat. Karl-Heinz Jöckel, Tel. 0201/92239-201,
k-h.joeckel@uk-essen.de

Christine Harrell, Tel. 0201/723-1615, christine.harrell@uk-essen.de

Cathrin Becker Universität Duisburg-Essen

Forsthausweg 2
47057 Duisburg
Deutschland
Nordrhein-Westfalen 

Beate Kostka M.A.
Telefon: 0203 / 379-2430
Fax: 0203 / 379-2428
E-Mail-Adresse: beate.kostka@uni-due.de


Cathrin Becker
Telefon: 0203/379-1488
Fax: (0203) 379-2428
E-Mail-Adresse: cathrin.becker@uni-due.de


Ulrike Bohnsack
Telefon: 0203 / 379-2429
Fax: 0203 / 379-2428
E-Mail-Adresse: ulrike.bohnsack@uni-due.de



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PIA Psychiatrische Institutsambulanz: Gaststätte Grosser Kiepenkerl in Münster : DEPRESSION und SUIZID

Medizin am Abend Berlin Fazit: Screening auf Depression: 

Vorläufige Ergebnisse veröffentlicht

Nutzen und Schaden einer Reihenuntersuchung sind unklar / IQWiG bittet um Stellungnahmen  
  • Bei knapp 12 % aller Erwachsenen in Deutschland wird im Laufe ihres Lebens eine Depression diagnostiziert
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht derzeit, ob es für Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Screenings Vor- oder Nachteile haben könnte, wenn beispielsweise Hausärztinnen und Hausärzte regelhaft einen Test anbieten, der Hinweise auf eine Depression geben kann.

  • Ein Vorteil könnte darin bestehen, dass die Diagnose frühzeitig gestellt und eine Therapie begonnen werden kann. 

Die vorläufigen Ergebnisse liegen nun vor. 

Demnach bleiben Nutzen und Schaden einer solchen Reihenuntersuchung unklar.

Das Institut sieht deshalb keine Grundlage für die Einführung des Screenings.

Bis zum 4. Mai 2018 können Interessierte Stellungnahmen zu diesem Vorbericht abgeben.

  • Verlauf der Erkrankung ist episodisch
  • Die Beschwerden einer (unipolaren) Depression, vor allem Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit, können den Alltag der Betroffenen massiv beeinträchtigen.  
  • Für ihre Arbeitsfähigkeit gilt das ebenso wie für ihre sozialen Beziehungen. 
  • Im schlimmsten Fall wollen Patientinnen oder Patienten ihr Leben beenden und begehen Suizid. 

Dabei verläuft diese Erkrankung in Episoden: 

  • Es kann Phasen mit wenigen oder keinen Beschwerden geben, gefolgt von Phasen, in denen die Symptome erneut auftreten oder sich verstärken können.

Aktuelle Leitlinien sehen vor, dass eine Depression zumindest ärztlich aktiv beobachtet wird. 

In der Regel werden Patientinnen und Patienten mit Medikamenten oder Psychotherapie oder einer Kombination aus beiden behandelt.

Bei den Screeningtests handelt es sich jeweils um Fragebogen, die von den Patienten selbst ausgefüllt werden – mit oder ohne Unterstützung durch medizinisches Personal. Diese Tests können Hinweise auf die Erkrankung geben. Sie sind kein Ersatz für eine Diagnose

  • Für letztere sind längere Interviews mit einer Ärztin oder einem Psychotherapeuten Voraussetzung.

Möglicher Nutzen und Schaden eines Screenings

Ein Nutzen des Screenings könnte unter anderem darin bestehen, dass die Erkrankung früher erkannt und dann auch besser behandelt werden kann. 

So könnte beispielsweise verhindert werden, dass die Depression chronisch wird und sich die Betroffenen dauerhaft aus dem sozialen Leben zurückziehen oder arbeitsunfähig werden.

Einen möglichen Schaden könnte das Screening verursachen, wenn der Test ein sogenanntes falsch-positives Ergebnis ergibt, das heißt, eine Depression anzeigt, die Betroffenen aber gar nicht erkrankt sind. Der Befund könnte sie emotional unnötig belasten, etwa wenn sie sich stigmatisiert fühlen. Bei einer leichte Depression, die sich ohnehin nur in einer Episode äußern würde, hätten Patientinnen und Patienten unter Umständen unter den Nebenwirkungen von Psychopharmaka zu leiden, die sie gar nicht brauchten.

Großteil der Studien stammt aus Japan

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konnten insgesamt sieben Studien in ihre Bewertung einbeziehen. Dabei handelt es sich um prospektiv geplante Interventionsstudien. Sie vergleichen jeweils Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die einen Screeningtest absolvierten und gegebenenfalls anschließend behandelt wurden, mit solchen, die keinen Test machten.

Fünf der sieben Studien stammen aus Japan, wobei jeweils die Bevölkerung von ganzen Gemeinden einer bestimmten Altersgruppe für die Teilnahme rekrutiert werden sollte. Die beiden verbleibenden Studien wurden in Kanada und den USA jeweils in einem hausärztlichen Setting durchgeführt.

Die Ergebnisse der japanischen Studien, die als einzige die Häufigkeit von Selbsttötungen erfassten, lassen sich indes kaum auf den deutschen Versorgungskontext übertragen. Sie fanden in Gemeinden statt, in denen die Suizidraten selbst für japanische Verhältnisse sehr hoch waren. Aufgrund kulturell unterschiedlicher Bewertungen einer Selbsttötung, liegen diese Raten in Japan ohnehin weit über denen in Deutschland.

Suizid und Schwere der Erkrankung erhoben

Als patientenrelevante Endpunkte erhoben wurden in den Studien entweder, wie viele Teilnehmer sich das Leben nahmen (Suizid) oder wie häufig Symptome auftraten und wie stark sie ausgeprägt waren (Depression). Nebenwirkungen des Screenings (unerwünschte Ereignisse), wurden in den Studien nicht berücksichtigt.

Wie die Auswertung der Studiendaten zeigt, lässt sich aus ihnen jedoch weder für den Endpunkt Suizid noch für Depression ein Nutzen oder Schaden ableiten. Denn entweder unterschieden sich die Ergebnisse zwischen Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern des Screenings gar nicht oder die Unterschiede waren zu gering, um medizinisch relevant zu sein.

Zum Ablauf der Berichtserstellung

Den vorläufigen Berichtsplan für dieses vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragte Projekt hatte das IQWiG im August 2017 vorgelegt und um Stellungnahmen gebeten. Diese werden im Vorbericht gewürdigt und zeitgleich in einem eigenen Dokument veröffentlicht. Stellungnahmen zum Vorbericht werden nach Ablauf der Frist gesichtet. Sofern sie Fragen offenlassen, werden die Stellungnehmenden zu einer mündlichen Erörterung eingeladen. 

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Dr. Anna-Sabine Ernst Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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Deutschland
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Telefon: 0221 35685 153
Fax: 0221 35685 833
E-Mail-Adresse: anna-sabine.ernst@iqwig.de


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PIA - Psychiatrische Institutsambulanz: psychosoziale Unterstützung - wirklichkeitsnahe Selbsteinschätzung

Medizin am Abend Berlin Fazit: Gefährliche Fehleinschätzungen bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern

Angeborene Herzfehler sind schwere chronische Erkrankungen. 

Trotzdem schätzen die meisten Patienten mit angeborenen Herzfehlern im Alter zwischen zehn und 30 Jahren ihre eigene Gesundheit als gut bis sehr gut ein. 

  • Auch fühlen sie sich in ihrem Alltag kaum beeinträchtigt. Beratung durch Psychologen oder Sozialarbeiter nehmen nur sehr wenige Patienten in Anspruch. 

Zu diesem aus Expertensicht bedenklichen Ergebnis kommt eine vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) geförderte Studie des Nationalen Registers für angeborene Herzfehler. 
 
„Grundsätzlich ist es sehr erfreulich, dass die Patienten ihren Gesundheitszustand so positiv bewerten“, sagt Paul Helm, Psychologe und einer der Autoren der Studie.

„Trotzdem hat uns das Ergebnis auch beunruhigt. Schließlich geht es um schwere chronische Erkrankungen, die mit erheblichen Beeinträchtigungen verbunden sind und eine kontinuierliche medizinische Vorsorge und Betreuung erfordern.“

  • Wird die eigene Gesundheit falsch eingeschätzt und daher die notwendige Gesundheitsvorsorge vernachlässigt, kann das zu lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen führen.

An der Studie des Nationalen Registers für angeborene Herzfehler nahmen 587 Patienten mit leichten und komplexen Herzfehlern im Alter zwischen zehn und 30 Jahren sowie 231 Eltern von Patienten teil.

Die Eltern bewerteten den gesundheitlichen Status ihrer Kinder sogar noch besser als diese selbst.

Auch alltägliche Einschränkungen wurden von ihnen als schwächer angesehen als von ihren betroffenen Kindern. Für die Wissenschaftler ein Anzeichen dafür, wie nötig gezielte Beratung und Unterstützung für die Patienten und ihre Angehörigen ist.

Bessere Einschätzung durch psychosoziale Unterstützung

Doch noch werden Unterstützungsangebote durch Sozialarbeiter oder Psychologen wenig wahrgenommen. Nur 6,5 Prozent der Patienten gaben an, solche Angebote genutzt zu haben.

  • Helm hält das für bedenklich. Denn die wenigen Patienten, die psychosoziale Unterstützung erhalten hatten, beurteilten ihre Gesundheit und die damit verbundenen alltäglichen Schwierigkeiten durchaus realistischer als der Durchschnitt. Und so eine wirklichkeitsnahe Selbsteinschätzung ist laut dem Experten wichtig und wünschenswert für den richtigen Umgang mit der Erkrankung.

Eine mögliche Erklärung für die positive Bewertung durch die Patienten sei, dass man den Unterscheid zwischen gesund und krank selbst nie erlebt hat, wenn man eine angeborene Erkrankung hat, vermutet der Psychologe. 

Außerdem belegen die Zahlen der Studie, dass unter den befragten Teilnehmern insbesondere Jugendliche ihre Gesundheit falsch einschätzen. „In der Übergangsphase vom Kind zum Erwachsenen leiden viele der Patienten darunter, nicht mit den Altersgenossen mithalten zu können und haben Angst, deshalb ausgegrenzt zu werden“, erklärt Helm. „Dass man krank ist, wird deshalb oft heruntergespielt.“

Psychosoziale Unterstützung kann hier einen wertvollen Beitrag leisten, um sich selbst richtig einzuschätzen und einen positiven Umgang mit der Krankheit zu lernen.

Hilfe ist weder uncool noch verrückt

Die Wissenschaftler nehmen außerdem an, dass viele Patienten und auch ihre Eltern aus Angst vor einer Stigmatisierung keinen Psychologen oder Sozialarbeiter aufsuchen.

„Ein zentrales Ziel ist es deshalb, in den Köpfen fest zu verankern, dass es alles andere als schwach, verrückt oder uncool ist, sich professionelle Hilfe zu holen“, wünscht sich Dr. Ulrike Bauer, Ärztin und Geschäftsführerin des Nationalen Registers für angeborene Herzfehler.

Denn von sich aus geeignete Hilfe anzufordern, ist laut der Ärztin der Schlüssel zu einer guten Lebensqualität. Adressen von seriösen Unterstützungsangeboten gibt es beim behandelnden Arzt und beim Bundesverband Herzkranke Kinder e. V.

Originalarbeit: Helm PC, Kempert S, Koerten M-A, Lesch W, Specht K, Bauer UMM. Congenital heart disease patients’ and parents’ perception of disease-specific knowledge: Health and impairments in everyday life. Congenital Heart Disease. 2018;00:1–7. DOI: 10.1111/chd.12581


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Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK)

Paul Helm, Nationales Register für angeborene Herzfehler, helm(at)kompetenznetz-ahf.de

Dr. Ulrike Bauer, Kompetenznetz Angeborene Herzfehler, ubauer(at)kompetenznetz-ahf.de

Oudenarder Straße 16
13347 Berlin
Deutschland
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Christine Vollgraf
Telefon: 030 3465 52902
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Halbmarathon Berlin: Rettungsstellen-Kanzel

Medizin am Abend Berlin Fazit: Langzeit-Sterblichkeit nach Herzinfarkt: Alter, Gewicht und Akuttherapie sind entscheidende Faktoren

  • Eine erfolgreiche Katheter-Intervention nach einem Herzinfarkt ist der wichtigste Faktor, der die Langzeit-Sterblichkeit positiv beeinflusst. 

Untergewichtige haben schlechtere Karten als leicht übergewichtige Menschen. 

Das zeigt eine Studie des Bremer Instituts für Herz- und Kreislaufforschung, die auf der DGK-Jahrestagung in Mannheim vorgestellt wurde. 
 
Etwa ein Viertel interventionell behandelter Herzinfarkt-Patienten sind nach fünf Jahren nicht mehr am Leben. 

Neben dem Alter der Patienten und der Schwere des Infarkts ist die Langzeit-Sterblichkeit auch vom Body-Mass-Index abhängig. Der wichtigste Faktor zum Erreichen einer niedrigen 5-Jahres-Mortalität ist die erfolgreiche Durchführung einer Katheter-Intervention (PCI) in der Akuttherapie des Infarktes. Das sind zentrale Ergebnisse einer Untersuchung des Bremer Instituts für Herz- und Kreislaufforschung am Klinikum Links der Weser, die auf der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim präsentiert wurde Vom 4. bis 7. April 2018 trafen zu diesem Kongress mehr als 8.500 aktive Teilnehmer zusammen.

Ausgewertet wurden die 5-Jahres-Nachbeobachtungsdaten von Patienten, die von Januar 2006 bis Dezember 2012 wegen eines ST-Hebungs-Myokardinfarkts (STEMI) interventionell behandelt wurden. Im Bremer STEMI-Register (BSR) sind seit 2006 Daten aller STEMI-Patienten in einer großen Region in Nordwest-Deutschland mit rund einer Million Einwohner erfasst.

Es wurden 3.736 Patienten untersucht. 95,3 Prozent der Patienten hatten in der Akuttherapie eine erfolgreiche Katheter-Intervention erhalten. Die Akut-Mortalität der Patienten betrug 8,4 Prozent, nach fünf Jahren waren 21,3 Prozent der Patienten verstorben.

Prädiktoren der 5-Jahres-Mortalität: Alter, BMI, erfolgreiche PCI

Die stärksten Prädiktoren für ein erhöhtes Langzeit-Mortalitätsrisiko waren ein Alter über 75, eine eingeschränkte Nierenfunktion mit Kreatininwerten von oder über 2 mg/dl  
und die Größe des Infarkts mit CPK-Werten von oder über 3000 U/I. 

Ein Body-Mass-Index zwischen 25 und 35 kg/m² war mit einer niedrigeren Langzeit-Mortalität assoziiert, während bei einem BMI von mehr als 35 kg/m² keine signifikante Assoziation zur Mortalität bestand und ein BMI von weniger als 20 kg/m² mit einer signifikant erhöhten Mortalität assoziiert war. 

  • Die Klinik-Aufnahme der Herzinfarkt-Patienten am Wochenende oder an einem Werktag hatte keinen Einfluss auf die Mortalität.

„Bezüglich therapeutischer Maßnahmen zeigte sich, dass eine erfolgreiche PCI mit einer deutlichen Senkung der Langzeit-Mortalität assoziiert war“, berichten die Studienautoren.

„Auch der Einsatz des neuen Thrombozytenaggregationshemmers Prasugrel versus Clopidogrel war mit einer geringeren 5-Jahres-Sterblichkeit verbunden.“

Der Einsatz von speziellen Systemen zur Thromben-Absaugung (Thrombaspiration) blieb hingegen ohne Effekt auf die Mortalität.

Quelle: A. Kudaibergenow et al. 5-Jahres-Outcome nach STEMI – welche Patienten haben den bes-ten Langzeit-Verlauf? Clin Res Cardiol 107, Suppl 1, April 2018

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Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie
Hauptstadtbüro der DGK: Tel.: 030 206 444 82
Kerstin Kacmaz, Tel.: 0211 600 692 43

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine gemeinnützige wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 10.000 Mitgliedern. Sie ist die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder und die Erstellung von Leitlinien. Weitere Informationen unter www.dgk.org

HEUTE: Berliner Halbmarathon 2018: Deine Stimme zählt

Medizin am Abend Berlin Fazit: Outsport

Europäisches Forschungsprojekt gestern  gestartet
 
Die Deutsche Sporthochschule Köln forscht im Rahmen eines EU-Projektes zu den Erfahrungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen im Sport.

Begleitet wird die Studie von der Social-Media-Kampagne #yourvoicecounts, die zur Teilnahme an der europaweiten Online-Befragung motivieren soll.
Outsport-Umfrage - Deine Stimme zählt!



Outsport-Umfrage - Deine Stimme zählt!

Das Projekt verfolgt das Ziel, Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, um Diskriminierung und Gewalt im Sport aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität entgegen zu wirken. Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen (LGBTI) soll auf diese Weise die Teilnahme am Sport auf allen Ebenen erleichtert werden.

Als Grundlage für die Entwicklung dieser Maßnahmen führt das Institut für Soziologie und Genderforschung der Deutschen Sporthochschule Köln unter der Leitung von Professorin Dr. Ilse Hartmann-Tews eine wissenschaftliche Studie durch.

Die europaweite Online-Befragung richtet sich an alle LGBTI, die älter als 16 Jahre sind und in der Europäischen Union Leben. Auch sportlich inaktive Personen sind ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen. Erste Ergebnisse werden Ende 2018 veröffentlicht (www.out-sport.eu).

Für eine weitreichende Verbreitung des Fragebogens startet zeitgleich die Kommunikationskampagne #yourvoicecounts. 

Über Soziale Medien und weitere Informationskanäle werden Fotos und Videos mit bekannten FürsprecherInnen veröffentlicht, die zur Teilnahme an der Studie aufrufen.

Outsport wird über das Förderprogramm Erasmus+ durch die Europäische Kommission finanziert.

Das Verbundprojekt wird in Zusammenarbeit von fünf europäischen Partnern durchgeführt:

Italian Association for Culture and Sport (AICS), LEAP Sports Scotland, Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit (VIDC), FRIGO Hungary, Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS Köln).

Zur Online-Umfrage:

Die europaweite Online-Umfrage in sechs verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch und Ungarisch) kann unter folgendem Link abgerufen werden:  

https://ww2.unipark.de/uc/Projekt_Outsport/ed19/

Informationsmaterial:

Das gesamte Informationsmaterial der Kampagne ist hier abrufbar:  


http://www.out-sport.eu/?page_id=2585&lang=de


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Univ.-Prof. Dr. phil.
Ilse Hartmann-Tews
Institut für Soziologie und Genderforschung
Tel.: 0221 4982-3770
i.hartmann@dshs-koeln.de

Sabine Maas Deutsche Sporthochschule Köln
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln
Postfach
50927 Köln
Deutschland
Nordrhein-Westfalen
E-Mail-Adresse: presse@dshs-koeln.de

Sabine Maas
Telefon: 0221 / 4982-3850
Fax: 0221 / 4982-8400
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Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.out-sport.eu

https://ww2.unipark.de/uc/Projekt_Outsport/ed19/


http://www.dshs-koeln.de



Defektes Uhr-Gen: Innere biologische Uhr von Leber, Herz, Niere - zirkadianischen Rhythmus

Medizin am Abend Berlin Fazit: Innere Uhr gibt den Kraftwerken der Zellen den Rhythmus vor

  • Auch der Energiestoffwechsel innerhalb von Zellen folgt dem Rhythmus der inneren Uhr. 

Wie das genau funktioniert, zeigt eine Studie der Universität Basel, die erstmals die Wechselbeziehung zwischen dem zirkadianischen Rhythmus und dem mitochondrialen Netzwerk beleuchtet. 

Der rund 24 Stunden lange zirkadianische Rhythmus beeinflusst den Energiestoffwechsel von Mitochondrien.Innere Uhr gibt den Kraftwerken der Zellen den Rhythmus vor. Der rund 24 Stunden lange zirkadianische Rhythmus beeinflusst den Energiestoffwechsel von Mitochondrien.
(Illustration: Universität Basel)
 
  • In unserem Körper ticken unzählige, genetisch gesteuerte innere Uhren, zum Beispiel in den Zellen der Leber, der Nieren, und des Herzens. Sie leiten unter anderem viele Stoffwechselprozesse in die Wege, damit diese zur optimalen Tageszeit ablaufen.
  • Eine wichtige Rolle bei diesen Prozessen in den Zellen spielen die Mitochondrien – kleine Organellen, die in fast jeder Zelle vorkommen und sie mit Energie versorgen. 
  • Unklar war bislang, wie der rund 24 Stunden lange zirkadianische Rhythmus den Energiestoffwechsel genau reguliert.

Teilungsprotein gibt den Rhythmus vor

In den meisten Zellen verbinden sich Mitochondrien zu einem sich ständig wandelnden Netzwerk, das sich an verschiedene Bedingungen anpassen kann. So können Mitochondrien miteinander verschmelzen und sich auch wieder teilen. Gerät diese Dynamik aus Fusions- und Teilungsprozessen aus dem Gleichgewicht, kann dies zu Krankheiten führen.

Wie das mitochondriale Netzwerk genau mit der inneren biologischen Uhr zusammenhängt, haben Forscher nun in vitro und anhand von Mausmodellen untersucht, die ein defektes Uhr-Gen aufwiesen oder bei denen die mitochondriale Teilung gestört war.

So konnten sie zeigen, dass die Abfolgen von mitochondrialen Teilung und Fusion durch das Teilungsprotein Drp1 gesteuert wird, das wiederum von einer inneren biologischen Uhr getaktet wird.

Dieser Rhythmus bestimmt wesentlich, wann die Mitochondrien wieviel Energie bereitstellen können.

«Die Tageszeit bestimmt die Gestalt des mitochondrialen Netzwerks, und dieses beeinflusst wiederum die Energiekapazität der Zellen», fasst Studienleiterin Prof. Dr. Anne Eckert von der Transfakultären Forschungsplattform Molecular and Cognitive Neurosciences MCN der Universität Basel die Resultate zusammen.

Wechselwirkung zwischen innerer Uhr und Energieproduktion

Die Forscher konnten zudem zeigen, dass das mitochondriale Netzwerk seinen Rhythmus verliert, wenn die zirkadiane Uhr gestört ist, wodurch die Energieproduktion in der Zelle abfällt.

Ähnlich führt eine pharmakologische oder genetische Hemmung des Teilungsprotein DRP1 zu einem Verlust der Rhythmik in der Energieproduktion, was seinerseits den Takt der inneren Uhr beeinträchtigt.

Diese Befunde können bei der Entwicklung von therapeutischen Strategien eine Rolle spielen, zum Beispiel für Erkrankungen, bei denen sowohl Störungen der inneren Uhr als auch eine beeinträchtigte mitochondriale Funktion beschrieben sind wie zum Beispiel bei der Alzheimerkrankheit.

An der Studie, die im Fachmagazin «Cell Metabolism» erschienen ist, waren unter anderem Forschende der Universität Basel, der Universität Zürich und der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel beteiligt.

Originalbeitrag

Karen Schmitt, Amandine Grimm, Robert Dallmann, Bjoern Oettinghaus, Lisa Michelle Restelli, Melissa Witzig, Naotada Ishihara, Katsuyoshi Mihara, Jürgen A. Ripperger, Urs Albrecht, Stephan Frank, Steven A. Brown, Anne Eckert
Circadian Control of DRP1 Activity Regulates Mitochondrial Dynamics and Bioenergetics
Cell Metabolism (2018), doi: 10.1016/j.cmet.2018.01.011

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Prof. Dr. Anne Eckert, Universität Basel
Transfakultäre Forschungsplattform Molecular and Cognitive Neurosciences / Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel, Tel. +41 61 325 5487, E-Mail: anne.eckert@unibas.ch

Petersgraben 35, Postfach
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Schweiz
Basel-Stadt 

Cornelia Niggli
Telefon: +41612072424
E-Mail-Adresse: cornelia.niggli@unibas.ch

Polizeibeamte - Körperverletzung: Opferstudie

Medizin am Abend Berlin Fazit: Opferstudie zu rechtswidriger Polizeigewalt startet

Obwohl sie immer wieder Thema öffentlicher Debatten ist, gibt es kaum empirische Untersuchungen über Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamte. 

Ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt am Lehrstuhl für Kriminologie der Ruhr-Universität Bochum, das am 1. März 2018 startet, soll das ändern. 

Erstmals nehmen die Forscherinnen und Forscher die Opferperspektive ein und ermitteln, welche Personen in welchen Situationen Opfer von Gewalt durch Polizeibeamte werden, wer warum Anzeige erstattet oder nicht und wie das Dunkelfeld aussieht. 

Das Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Tobias Singelnstein wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. 

Angeklickt

Projektwebseite http://kviapol.rub.de/

 
Opferbefragung und Experteninterviews

Das Forscherteam wird eine quantitative Opferbefragung durchführen, um systematisch Daten zu Opfern rechtswidriger Polizeigewalt zu erheben. „Wir wollen wissen, ob es zum Beispiel bestimmte Personengruppen gibt, die ein höheres Risiko tragen, Opfer von Gewalt durch Polizeibeamte zu werden“, erläutert Tobias Singelnstein.

Die Ergebnisse dieser Erhebung werden die Forscher vertiefen und ergänzen, indem sie qualitative Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern von Polizei, Staatsanwaltschaft, Opferberatungsstellen und weiteren Experten sowie Anwältinnen und Anwälten durchführen.

Beirat sichert die Qualität

Ein interdisziplinärer Beirat begleitet und unterstützt das Projekt. Er soll sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Opferverbänden, der Polizei, Justiz-Praxis, Wissenschaft und Medien zusammensetzen. „Der Beirat soll dazu beitragen, dass die Perspektiven der verschiedenen beteiligten Gruppen und Akteure angemessen Eingang finden“, so Singelnstein.

Außerdem soll er den Forschern helfen, Ansprechpartner für die empirischen Erhebungen zu finden, die Qualität der Ergebnisse sichern und zur Vermittlung der Forschungsergebnisse beitragen.

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Prof. Dr. Tobias Singelnstein
Lehrstuhl für Kriminologie
Juristische Fakultät
Ruhr-Universität Bochum
Tel: 0234 32 25245
E-Mail: tobias.singelnstein@rub.de

Meike Drießen Ruhr-Universität Bochum

Universitätsstr. 150
44780 Bochum
Postfach 10 21 48
44780 Bochum
Deutschland
Nordrhein-Westfalen 
Telefon: 0234/32-26952
Fax: 0234/32-14136
E-Mail-Adresse: meike.driessen@presse.rub.de

Angeklickt
Projektwebseite http://kviapol.rub.de/