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Schlaf - Präventionsstrategie bei Posttraumatischen Belastungsstörungen

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Schlaf hilft beim Verarbeiten traumatischer Erlebnisse

Schläft man in den ersten 24 Stunden nach einem traumatischen Ereignis, hilft dies, die belastenden Erinnerungen besser einzuordnen und zu verarbeiten. 

Das weisen Forschende der Universität Zürich und der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich in einer neuen Studie nach. Schlaf könnte demnach als frühe Präventionsstrategie bei Posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt werden. 

 Das Bild zeigt eine schlafende Frau im Bett.
 Schlaf hilft beim Verarbeiten traumatischer Erlebnisse. (Bild: iStock.com/Voyagerix)
 
Hilft Schlaf bei der Verarbeitung von Stress und Trauma? Oder verschärft er umgekehrt gar die Reaktionen? 

Diese bisher ungeklärte Frage ist hochrelevant für die Prävention von Folgestörungen bei Traumata. Wie solche äusserst belastenden Erlebnisse gleich zu Beginn verarbeitet werden, kann den weiteren Verlauf und die Entwicklung einer Posttraumatischen Belastungsstörung beeinflussen.  

Solche Patienten haben immer wieder hochemotionale und belastende Erinnerungen bis hin zu Flashbacks, bei denen sie sich so fühlen, als ob sie ihr Trauma noch einmal durchleben.

Schlaf könnte hier eine Schlüsselrolle spielen, um das Erlebte zu verarbeiten.

Ein Team des Psychologischen Instituts der Universität Zürich und der Psychiatrischen Universitäts-klinik Zürich ist nun in einer Studie der Frage nachgegangen, ob Schlaf in den ersten 24 Stunden nach einem Trauma eine positive Wirkung auf schwere emotionale Belastungen hat. Im Labor zeigten die Forschenden gesunden Probanden ein traumatisches Video. In einem Tagebuch wurden die wiederkehrenden Erinnerungen an die Bilder des Films, welche die Probanden noch ein paar Tage verfolgen, genau erfasst. Scheinbar aus dem Nichts heraus sehen die Probanden Ausschnitte des Gesehenen wieder vor ihrem inneren Auge – und die unangenehmen Gefühle und Gedanken während des Films sind wieder da. Die Qualität dieser Erinnerungen gleicht somit denjenigen von Patienten mit Posttraumatischen Belastungsstörungen.

Weniger belastende emotionale Erinnerungen

Probanden wurden zufällig zwei Gruppen zugeordnet. Die eine schlief nach dem Video eine Nacht im Labor und ihr Schlaf wurde mittels Elektroenzephalogramm (EEG) aufgezeichnet. Eine andere Gruppe blieb wach. 
«Unsere Ergebnisse zeigen, dass Personen, die nach dem Film schliefen, weniger und weniger belastende wiederkehrende emotionale Erinnerungen hatten als diejenigen, die wach blieben. 
Dies stützt die Annahme, dass dem Schlaf nach traumatischen Erlebnissen eine schützende Wirkung zukommt», erklärt Erstautorin Birgit Kleim von der Abteilung Experimentelle Psychopathologie und Psychotherapie der Universität Zürich.
  • Schlaf kann einerseits helfen, Emotionen abzuschwächen, die mit einer bestehenden Erinnerung wie zum Beispiel Angst durch traumatische Erlebnisse verknüpft sind. 
  • Anderseits hilft der Schlaf aber auch, die Erinnerungen in einen Kontext zu setzen, informationell zu verarbeiten und diese Erinnerungen zu speichern.
  • Dieser Prozess verläuft vermutlich über mehrere Nächte.

Gemäss Studienautoren bestehen erst wenige Empfehlungen zu frühen Behandlungen und zum Umgang mit traumatisierten Menschen in der Anfangsphase.

«Unser Ansatz bietet eine wichtige nicht-invasive Alternative zu den aktuellen Versuchen, Trauma-Erinnerungen zu löschen oder dies durch Medikamente zu unterstützen», sagt Birgit Kleim.

 «Der Einsatz von Schlaf könnte sich als natürliche frühe Präventionsstrategie erweisen.»

Literatur:

Birgit Kleim, Julia Wysokowsky, Nuria Schmid, Erich Seifritz, Björn Rasch. Effects of Sleep after Experimental Trauma on Intrusive Emotional Memories. SLEEP. December 1, 2016. doi: 10.5665/sleep.6310

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Prof. Dr. Birgit Kleim
Experimentelle Psychopathologie und Psychotherapie
Universität Zürich
Tel. +41 44 384 23 51
E-Mail: b.kleim@psychologie.uzh.ch
Kurt Bodenmüller Universität Zürich

Patientenerfahrung: Bandscheiben-Operation für Sie geplant...?

Medizin am Abend Berlin Fazit: Bei jedem dritten Bandscheiben-Patienten wird vorschnell operiert

Männlich, mittlere Altersgruppe, im Beruf stehend – wer zu dieser Zielgruppe gehört, wird sich bei einem Bandscheibenvorfall eher einer Operation unterziehen als konservative Behandlungsmethoden auszuschöpfen. 

Und damit zugleich häufiger entgegen den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie handeln, wie eine Studie am Hamburg Center for Health Economics (HCHE) ergab. 

Bei jedem dritten Bandscheiben-Patienten wird vorschnell operiert. Denn viele Patienten fürchten, ohne Operation ihren Beruf nicht mehr ausüben zu können. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink: Polizei 
 
Über die Erfahrungen der Patienten mit Bandscheiben-Operationen weiß man bislang in Deutschland nur wenig.

Diese Lücke schließt die HCHE-Studie, die einen besonderen Fokus darauf legt, ob vor der Operation – sofern diese nicht durch einen Notfall begründet war – konservative Behandlungsmethoden ausgeschöpft wurden.

Zu den konservativen Mitteln gehören etwa Krankengymnastik, Massagen und Schmerztherapie wie Injektionsbehandlungen, die über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen erfolgen sollen. 

Frühere Studien zeigen, dass die konservative Behandlung mittelfristig vergleichbare Ergebnisse erzielt, jedoch weniger Kosten verursacht und keinerlei Operationsrisiken birgt. 

Insgesamt wurden mehr als 6.000 Versicherte der Barmer GEK befragt, die 2014 und 2015 an der Bandscheibe operiert wurden. Die Rücklaufquote betrug 47 Prozent.
  • Bei einem Drittel der Befragten wurden konservative Therapieverfahren nicht konsequent verfolgt oder trotz Ansprechens der Therapie operiert. 
Auch wenn vielfach ohne akute Indikatoren operiert wurde, hielten die Patienten die Operation für den richtigen Weg. 

Insbesondere die Berufstätigen sorgten sich, ohne Operation ihren Beruf nicht mehr ausüben zu können.

Außerdem waren sie der Überzeugung, dass ein Eingriff die bessere Möglichkeit sei, um die Schmerzen zu beheben. Zwar kommt es im Falle einer Bandscheiben-Operation oftmals zu einer Linderung der Beschwerden, doch immerhin zehn Prozent der Operierten leiden nachhaltig unter Komplikationen.

Diejenigen, die sich vor einem Eingriff eine Zweitmeinung eingeholt hatten, wurden häufiger konservativ therapiert. „Dies zeigt, wie wichtig es ist, entsprechende Beratungsangebote auszubauen“, erklärt HCHE-Forscher Prof. Dr. Mathias Kifmann und regt an, konservative Therapiemöglichkeiten insbesondere für Berufstätige besser verfügbar zu machen.

In Anbetracht der oft zeitintensiven konservativen Therapien können auch spezialisierte Angebote für bestimmte Berufsgruppen von Nutzen sein.

Nicht zuletzt sind auch die volkswirtschaftlichen Kosten interessant: 

Eine Bandscheiben-Operation kostet im Schnitt etwa 4.350 Euro.

Überträgt man die Befunde, sind im Jahr 2014 durch womöglich vorschnelle Operationen Kosten im deutlich zweistelligen Millionenbereich entstanden.

Quelle:

Bäuml M, Kifmann M, Krämer J, Schreyögg J (2016). Bandscheibenoperationen – Patientenerfahrungen, Indikationsqualität und Notfallkodierung. In: Böcken J, Braun B, Meierjürgen R. Gesundheitsmonitor 2016. Bürgerorientierung im Gesundheitswesen. Kooperationsprojekt der Bertelsmann Stiftung und der BARMER GEK. Verlag Bertelsmann Stiftung: 187-195.

Hamburg Center for Health Economics (HCHE)

Das HCHE ist ein gemeinsames Forschungszentrum der Universität Hamburg und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Mehr als 60 Wissenschaftler/innen beschäftigen sich mit relevanten und politisch aktuellen Themen des deutschen Gesundheitssystems. Der Fokus der Forschungsaktivitäten liegt dabei in den Bereichen Finanzierung des Gesundheitswesens, Gesundheitsökonomische Evaluation, Arzneimittelmärkte, Krankenhäuser und Ärzte sowie Bevölkerungsgesundheit.

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Motivationsstrukturen von Pokémon Go-Nutzern - Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go

Medizin am Abend Berlin Fazit: Studierende erforschen Erfolgsgeheimnis von Pokémon Go

Mit 21 Millionen aktiven Nutzern täglich ist Pokémon Go das bislang erfolgreichste Onlinespiel der amerikanischen Geschichte. 

Was ist das Geheimnis dieses Erfolgs? 

Dieser Frage sind Wirtschaftspsychologie-Studierende der ISM Hamburg in einem Forschungsprojekt nachgegangen. Dabei haben sie die Motivationsstrukturen von Pokémon Go-Nutzern analysiert und vier verschiedene „Personas“ der Nutzertypen entwickelt. 
 ISM-Professorin Dr. Ute Rademacher mit den Wirtschaftspsychologie-Studentinnen Leonie Schmielau und Elena Koch im Google Office Berlin.
 ISM-Professorin Dr. Ute Rademacher mit den Wirtschaftspsychologie-Studentinnen Leonie Schmielau und Elena Koch im Google Office Berlin. Copyright: Dallwitz-Wegner
 
Im Sommer 2016 kam das Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go auf den Markt.

Seitdem sind Menschentrauben, die mit ihrem Smartphone in der Hand auf virtueller Monsterjagd gehen, keine Seltenheit mehr.

Warum Millionen von Menschen sämtlichen Alters Pikachu und Co jagen, hat eine 12-köpfige Gruppe Bachelor-Studierender gemeinsam mit ihrer Hochschullehrerin Prof. Dr. Ute Rademacher aus psychologischer Perspektive untersucht.

„Um die Bedürfnisse zu erkunden, die das Spiel anspricht und so erfolgreich macht, haben die Studierenden 24 Tiefeninterviews geführt, qualitativ analysiert und in vier Nutzertypen eingeteilt“, erklärt ISM-Professorin Dr. Ute Rademacher.

Die vier Nutzertypen unterscheiden sich anhand ihrer psychologischen Motivstruktur und ihres Nutzungsverhaltens voneinander.

Die Mitläufer
Mitläufer spielten Pokémon Go, weil ihre Freunde es spielen, aus Nostalgiegründen und wegen der Bewegung. „Der Mitläufer erhofft sich mehr Geborgenheit, Freundschaft und Zuwendung“, erläutert ISM-Studentin Leonie Schmielau. „Gleichzeitig hat er Angst davor, ausgeschlossen zu werden, wenn er nicht mehr mitspielt.“

Das Alphatier
Die Konkurrenz ist sein größter Antrieb – das Alphatier misst sich gerne mit anderen und möchte unbedingt besser sein als seine Freunde. Erst, wenn er alle Pokémons gefangen hat, würde er aufhören zu spielen. Er hat Versagensängste, wenn er keine leistungsstarken oder zu wenig Pokémons fängt.

Jäger und Sammler
Im Gegensatz zum Mitläufer und dem Alphatier sind Jäger und Sammler eher entspannte Pokémon Go-Spieler und Spielerinnen. Was zählt, ist das Erfolgsgefühl, wenn ein Pokémon gefangen wird. Diese Erfolgserlebnisse im Spiel erfüllen das Grundbedürfnis nach Selbstwerterhöhung.

Entertainment-Seeker
Aus Neugierde haben Entertainment-Seeker angefangen, Pokémon Go zu spielen. Nun spielt er oder sie es als Zeitvertreib, zum Beispiel beim Warten an der Bushaltestelle. Ihnen geht es um den Spaß an der Sache, weniger um das Gewinnen. Hier wird vor allem das Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung durch Pokémon Go gestillt.

Die Ergebnisse ihres Forschungsprojekts durften die Studierenden bereits beim 8. Netzwerktreffen der 1.000 Vordenker zum Thema „Me, Myself and I“ im Google Office in Berlin vorstellen. „Die Teilnehmer aus hochkarätigen Digital Marketers, Unternehmern und Medienwissenschaftlern waren begeistert von dem Projekt“, so Prof. Dr. Rademacher.

Hintergrund:
Die International School of Management (ISM) zählt zu den führenden privaten Wirtschaftshochschulen in Deutschland. In den einschlägigen Hochschulrankings rangiert die ISM regelmäßig an vorderster Stelle.

Die ISM hat Standorte in Dortmund, Frankfurt/Main, München, Hamburg, Köln und Stuttgart. An der staatlich anerkannten, privaten Hochschule in gemeinnütziger Trägerschaft wird der Führungsnachwuchs für international orientierte Wirtschaftsunternehmen in kompakten, anwendungsbezogenen Studiengängen ausgebildet. Alle Studiengänge der ISM zeichnen sich durch Internationalität und Praxisorientierung aus. Projekte in Kleingruppen gehören ebenso zum Hochschulalltag wie integrierte Auslandssemester und -module an einer der über 175 Partneruniversitäten der ISM.

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360° TOP-Thema: Therapieoptionen Deiner Herzinsuffizienz: PDE2 / LCZ696

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Auf der Spur neuer Therapieoptionen der Herzinsuffizienz

Gemeinsame Forschung von Wissenschaftlern in Deutschland und Frankreich 
 
Die Herzinsuffizienz ist weltweit eine der häufigsten Erkrankungen mit weitreichenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen.

  • Charakteristische Merkmale dieser Erkrankung sind eine dauerhafte Aktivierung des sympathischen Nervensystems und des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) sowie eine vermehrte Bildung natriuretischer Peptide (NP). 
  • Während Sympathikus- und RAAS-Aktivierung zunächst zur Aufrechterhaltung der Herzleistung und des Blutdrucks entscheidend beitragen, führt eine dauerhafte Aktivierung der beiden Systeme zu einem molekularen und strukturellen Umbau des Herzgewebes.
Kennzeichnend für diese Umbauprozesse sind eine Größenzunahme des Herzens sowohl auf Zell- als auch Organebene, eine verstärkte Bindegewebseinlagerung und eine fortschreitende Einschränkung der Pumpfunktion.
Die zentralen Strategien zur Therapie der Herzinsuffizienz zielen entsprechend darauf ab, diese beiden Systeme zu hemmen: 

Sympathikus mittels β-Adrenozeptorantagonisten (β-Blocker) und RAAS beispielsweise mittels Angiotensin II-Rezeptorantagonisten (AT1-Blocker).

  • Natriuretische Peptide wirken nach heutigem Verständnis sowohl der RAAS-Aktivierung als auch den Umbauprozessen des Herzgewebes entgegen. 
  • Seit 2015 ist ein dualer Wirkstoff (LCZ696) zur Therapie der symptomatischen chronischen Herzinsuffizienz und eingeschränkten Pumpfunktion des Herzens zugelassen, der den klassischen AT1-Blocker Valsartan mit Sacubitril, einem Inhibitor des NP-degradierenden Enzyms Neprilysin, kombiniert. 
Im Vergleich zur Standardtherapie, der einfachen Hemmung des RAAS, traten in klinischen Studien mit LCZ696 weniger Todesfälle auf.

Mit dem Erfolg dieses Wirkstoffs rückten natriuretische Peptide erneut in den Fokus der Herzinsuffizienztherapie. 

Bislang ist allerdings der Mechanismus, über den Sacubitril seine positive Wirkung entfaltet, weitgehend ungeklärt.

Eine Forschergruppe, die sich aus Wissenschaftlern aus Mannheim (Dr. Christiane Vettel), Göttingen/ Dresden (Prof. Dr. Ali El-Armouche) und Paris (Prof. Dr. Rodolphe Fischmeister) zusammensetzt, beschäftigt sich mit dem Enzym Phosphodiesterase 2 (PDE2). PDE2 ist ein potentielles Bindeglied zwischen NP-Signalkaskaden und dem Schutz vor toxischer Sympathikus-Aktivierung.

In der Herzmuskelzelle stehen sich auf molekularer Ebene zyklisches Adenosinmonophosphat (cAMP) als Effektor der β-adrenergen Signalkaskade und zyklisches Guanosinmonophosphat (cGMP) als Effektor des NP-Signalwegs gegenüber. PDE2 baut cAMP ab und wird durch cGMP in hohem Maße aktiviert: Die Bindung von cGMP steigert den PDE2-abhängigen Abbau von cAMP um ein Vielfaches und hemmt auf diese Weise die Folgen einer Sympathikus-Aktivierung in der Herzmuskelzelle.

  • Vorarbeiten der Arbeitsgruppe zeigten, dass bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz der Spiegel an PDE2 im Herzen erhöht ist. 
 Um die Bedeutung von PDE2 im Zusammenhang mit der chronischen Aktivierung des Sympathikus aufzuklären, verfolgten die Wissenschaftler zwei experimentelle Ansätze: Zum einen erhöhten sie die Expression von PDE2 spezifisch in Herzmuskelzellen der Maus, zum anderen untersuchten sie den Effekt eines PDE2-spezifischen Hemmstoffs im Tiermodell.

Die aktuell in „Circulation Research“ publizierten Ergebnisse belegen, dass PDE2 im Herzen eine die Schlagfrequenz senkende Wirkung hat und höhere Mengen von PDE2 sowohl vor Arrhythmien schützen als auch einem nach Herzinfarkt einsetzenden Pumpversagen entgegenwirken.

Die Ergebnisse stellen deshalb PDE2 ins Zentrum eines Mechanismus, der vor erhöhter Sympathikus-Aktivierung in Herzmuskelzellen schützt.

Trotz der Hochregulation von PDE2 im kranken Herzen scheint dieser protektive Effekt ohne zusätzliche Bereitstellung von cGMP jedoch nicht ausreichend zu sein.

Aus dieser Erkenntnis erwächst ein neuer vielversprechender Ansatz, den die Arbeitsgruppe derzeit experimentell verfolgt, nämlich die direkte Aktivierung der PDE2.

Neben der indirekten Aktivierung, wie sie bei der Hemmung des NP-Abbaus durch Sacubitril zu erwarten ist, könnte die direkte PDE2-Aktivierung eine neue therapeutische Option zur Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz darstellen.

Publikation
Phosphodiesterase 2 Protects Against Catecholamine-Induced Arrhythmia and Preserves Contractile Function After Myocardial Infarction
Christiane Vettel, Marta Lindner, Matthias Dewenter, Kristina Lorenz, Constanze Schanbacher, Merle Riedel, Simon Lämmle, Simone Meinecke, Fleur E Mason, Samuel Sossalla, Andreas Geerts, Michael Hoffmann, Frank Wunder, Fabian J Brunner, Thomas Wieland, Hind Mehel, Sarah Karam, Patrick Lechêne, Jérôme Leroy, Grégoire Vandecasteele, Michael Wagner, Rodolphe Fischmeister, Ali El-Armouche
Circulation Research. 2016
Originally published October 31, 2016
DOI: 10.1161/CIRCRESAHA.116.310069

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Einladung zur Forschungsstudie: Eltern von Schülern der 4. Klasse

Medizin am Abend Berlin Fazit. Vermitteln Eltern mit Kinderbüchern ihre Werte an den Nachwuchs?

Psychologen der Universität Jena suchen Eltern von Viertklässlern zur Teilnahme an einer Studie 
 
  • Kinderbücher sind wichtige Medien, mit denen Kinder die Welt kennen und verstehen lernen. 

Sie regen die Fantasie an und erweitern den Horizont. 

Wie genau Kinder von Büchern beeinflusst werden, wollen Wissenschaftler des Instituts für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena ab sofort in einer Forschungsstudie herausfinden.

Für diese Untersuchung werden Eltern von Schülern der 4. Klasse gesucht, die ihre Erfahrungen teilen möchten.

„Wir wollen herausfinden, ob Eltern ihre Werte und Einstellungen über die Auswahl der Kinderbücher an den Nachwuchs weitergeben“, erklärt Projektleiter Dr. Stefan Engeser. 

„Unser Hauptaugenmerk wird dabei auf den Werten liegen, die Bildung und Lernen betonen“, so der Psychologe über die Studie, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.

Die Untersuchung gliedert sich in zwei Teile.

  • Der erste umfasst die Online-Anmeldung und das Ausfüllen eines Fragebogens, wobei u. a. Einstellungen der Eltern evaluiert werden. 
  • Beim zweiten Teil besucht ein studentischer Projektmitarbeiter zwischen Februar und Mai dieses Jahres die teilnehmende Familie zu Hause und erfasst, welche Kinderbücher es dort gibt. 

Ein Gespräch mit den Eltern soll Aufschluss über ihre Kinderbuchpräferenzen sowie die Vorlieben des Kindes für bestimmte Schulfächer geben. 

Darauf folgt ein kurzer Test mit dem Kind.

Dieser soll zeigen, ob die Motivation für das Lösen von Rechenaufgaben nach dem Lesen bestimmter Texte steigt oder sinkt.

Alle Angaben werden ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet, die Auswertung erfolgt anonym.

Als Aufwandsentschädigung erhalten Teilnehmer 45 Euro und – auf Wunsch – eine individuelle Rückmeldung.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich unter: http://ww3.unipark.de/uc/kinderbuch/


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PD Dr. Stefan Engeser
Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Humboldtstraße 11, 07743 Jena
Tel.: 0176 / 23418545 oder 03641 / 945160
E-Mail: stefan.engeser[at]uni-jena.de
Juliane Dölitzsch Friedrich-Schiller-Universität Jena


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Notfall- und Akutmedizin versus Facharzt- und Hausarzt 2017

Medizin am Abend Berlin Fazit: Notaufnahme statt Hausarzt

Lieber in die Notaufnahme als in die Arztpraxis: Immer häufiger suchen Patientinnen und Patienten, die keinen notfallmedizinischen Bedarf haben, Rettungsstellen auf. Das bringt die Notaufnahmen an ihre Grenzen. Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben nun Frauen und Männer aus ländlichen und städtischen Regionen zu ihren Motiven befragt, eine Rettungsstelle aufzusuchen. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Gesundheit bei der Arbeit  


Die Ergebnisse der Studie sind jetzt in der Fachzeitschrift British Medical Journal* veröffentlicht. 

Eingang zur RettungsstelleProf. Dr. M. Möckel
 
  • Ob Blasenentzündung oder Zeckenbiss – mindestens ein Drittel der Notaufnahmepatienten könnten mit ihrem medizinischen Anliegen durch niedergelassene Fach- oder Hausärzte versorgt werden. 
Die Mehrheit kommt dennoch in die Notfallambulanz.

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink: Ärztlicher Bereitschaftsdienst  


Wissenschaftler um Prof. Dr. Martin Möckel, Ärztlicher Leiter der Rettungsstellen am Campus Charité Mitte und am Campus Virchow-Klinikum, befragten Patienten nach den Gründen.

„Wir haben herausgefunden, dass die Patienten die Rettungsstelle als eigenständigen Anlaufpunkt medizinischer Versorgung wahrnehmen. 
  • Interessant dabei war, dass sich die Motive der Patienten aus ländlichen und städtischen Gegenden nur geringfügig unterscheiden“, erklärt Prof. Möckel.

Die Beweggründe der Patienten waren beispielsweise schwer verfügbare Haus- und Facharzttermine, Zeitautonomie, die qualitativ hochwertige Versorgung sowie die Möglichkeit multidisziplinärer Untersuchungen während eines Aufenthalts.

Darüber hinaus wurde die Empfehlung des niedergelassenen Arztes, eine Rettungsstelle aufzusuchen, angegeben. 

Die Untersuchungen ergaben auch, dass die Befragten aus den ländlichen Regionen alle hausärztliche Verbindungen hatten, während in der Stadt einige die Notaufnahme als Hausarztersatz nutzten. 

 Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: 116117 anrufen

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die strikte Trennung zwischen ambulanten und stationären Versorgungsangeboten nicht bedarfsgerecht ist und nicht der Lebenswirklichkeit der Patienten entspricht.

Wenn wir die medizinische Qualität für Patienten aller Behandlungsbedürfnisse garantieren wollen, muss die Notfall- und Akutmedizin als eigener, dritter Sektor verstanden und dementsprechend finanziert werden“, fügt Prof. Möckel hinzu.

*Schmiedhofer, M., Möckel M., Slagman, A., Frick J., Ruhla S., Searle, J. Patient motives behind low-acuity visits to the emergency department in Germany: a qualitative study comparing urban and rural sites. BMJ Open. 2016 Nov 16;6(11):e013323. doi: 10.1136/bmjopen-2016-013323.  

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Patient+motives+behind+low-acuity+visi...


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Prof. Dr. Martin Möckel
Ärztlicher Leiter Notfallmedizin/Rettungsstellen Campus Charité Mitte und
Campus Virchow-Klinikum
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t: + 49 30 450 553 203
martin.moeckel@charite.de
Jessica Oemisch Charité – Universitätsmedizin Berlin

Charitéplatz 1
10117 Berlin
Deutschland
Berlin 
 



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Herzinfarkt: Herzrhythmusstörungen - Ablation

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Herz-Bindegewebe unter Strom

Erstmals elektrische Kopplung von Muskel- und Nicht-Muskelzellen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Veröffentlichung in der Fachzeitschrift PNAS 

Wenige Nanometer breite Tunnel verbinden Muskel- und Nicht-Muskelzellen im Herzen. (Grün: Bindegewebszelle, Blau: Muskelzelle) Wenige Nanometer breite Tunnel verbinden Muskel- und Nicht-Muskelzellen im Herzen. (Grün: Bindegewebszelle, Blau: Muskelzelle) Universitätsklinikum Freiburg

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Der Kältetod in Berlin  

 
Es wurde bereits lange vermutet, aber nie bewiesen: 

  • Im Herzen sind Muskelzellen und Nicht-Muskelzellen elektrisch miteinander verbunden. 

Das zeigen nun erstmals Forscherinnen und Forscher des Universitäts-Herzzentrums Freiburg · Bad Krozingen (UHZ).

Im Labor schleusten sie in unterschiedliche Typen von Herzzellen Moleküle ein, die bei Spannungsänderungen aufleuchten.

Diese Licht-Signale konnten die Forscher nicht nur in Muskelzellen, sondern auch im Bindegewebe des Herzens nachweisen, wie es beispielsweise bei der Vernarbung des Herzens verstärkt gebildet wird.

„Da Bindegewebe die elektrischen Signale nicht selbst generieren kann, bleibt nur eine Erklärung: es wird von Muskelzellen unter Strom gesetzt“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Peter Kohl, Direktor des Instituts für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin des UHZ. 

Dies geschieht vermutlich durch wenige Nanometer breite und mehrere hundert Nanometer lange zelluläre Tunnel, die Bindegewebs- und Muskelzellen miteinander verbinden.
  • „Die neu entdeckten Tunnel sind winzig. Ihre Länge entspricht gerade einmal dem Betrag, den ein Fingernagel in einer Minuten wächst“, erklärt Prof. Kohl. 
Ein besseres Verständnis der Erregungsleitung durch Nicht-Muskelzellen ist für die Behandlung von Herzrhythmusstörungen von Bedeutung. 

So wird zum Beispiel im Rahmen einer sogenannten Ablation eine Narbe in den Herzmuskel gesetzt, die schädliche Erregungen unterbrechen soll. 

Doch oft funktioniert diese Unterbrechung nur unvollständig. 

Die neuen Erkenntnisse könnten nun verbesserte Therapieansätze ermöglichen.

Die Studie, die maßgeblich durch eine Förderung des European Research Council der Europäischen Union gefördert wurde, erschien am 6. Dezember 2016 im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of the United States of America (PNAS).

Die vollständige Publikation finden Sie unter: http://www.pnas.org/content/early/2016/12/06/1611184114.abstract

Original-Titel der Publikation: Electrotonic Coupling of Excitable and Non-excitable Cells in the Heart Revealed by Optogenetics

DOI: 10.1073/pnas.1611184114

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Prof. Dr. Peter Kohl
Direktor
Institut für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin
Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen
Telefon: 0761 270-63950
peter.kohl@universitaets-herzzentrum.de
Benjamin Waschow Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen



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Frage in die Ferien: Berufsorientierung schon in der Grundschule....?

Medizin am Abend Berlin Fazit: „Mama, ich möchte Fußballstar werden“

Wie können Eltern und LehrerInnen mit Berufswünschen von Grundschulkindern umgehen? Das untersucht Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Iris Baumgardt von der Universität Siegen. 
 
Berufsorientierung schon in der Grundschule – ist das übertrieben früh oder sinnvoll?

Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Iris Baumgardt von der Uni Siegen hat Dritt- und ViertklässlerInnen befragt, was sie mal werden wollen.


War von den Ergebnissen ihrer Studie selbst überrascht: Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Iris Baumgardt


War von den Ergebnissen ihrer Studie selbst überrascht: Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Iris Baumgardt privat 

„Das Ergebnis meiner Studie hat mich selbst überrascht“, sagt Baumgardt.

Sie hat über 400 Aufsätze von Grundschulkindern zu ihren Berufswünschen analysiert und mit ausgewählten Kindern Interviews geführt. Dabei kam heraus:

„Für viele Grundschulkinder ist die Berufswahl ein doing-gender-Prozess. Das heißt: Sie konstruieren sich über die Wahl eines in ihren Augen ’weiblich‘ oder ‚männlich‘ assoziierten Berufs als Mädchen beziehungsweise Junge“. 
  • Ganze Berufsbereiche würden vernachlässigt: Keiner der befragten Jungen träume von einem Beruf in der Pflege, kein Mädchen habe einen Beruf auf dem Bau genannt. 
  • „Die Berufs- und Arbeitswelt scheint bereits für Grundschulkinder eine ideale Bühne zu sein, um sich als Junge oder Mädchen zu beschreiben“, sagt Baumgardt

Breite Palette an Möglichkeiten anbieten

Die berufliche Orientierung in der Grundschule solle dabei helfen, diese individuellen inneren Denkräume der Kinder auszuweiten, so die Erziehungswissenschaftlerin. Das Ziel liege nicht darin, aus jedem Jungen einen Erzieher und aus jedem Mädchen eine KfZ-Mechatronikerin zu machen, meint Baumgardt.

Aber: „Es geht darum, zu vermeiden, dass Mädchen und Jungen ganze Berufsgruppen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit ausblenden.“

Hier sind Lehrkräfte und Eltern gefragt.

„Kinder können sich vor allem das vorstellen, was sie aus ihrem Leben kennen“, erklärt Baumgardt. In einem der Interviews, die Baumgardt mit den Grundschulkindern führte, berichtete ihr ein Mädchen, dass sie Kickboxerin werden möchte. „Sie kannte aber keine weibliche Kickboxerin. Deshalb sagte sie zu mir: ‚Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt Kickboxerin werden darf.‘“ Lehrerinnen und Lehrer könnten den Kindern Beispiele geben. Sie könnten eine weibliche KFZ-Mechatronikerin oder einen männlichen Erzieher in den Unterricht einladen, die den Kindern von ihrer Arbeit berichten.

Mädchen werden immer selbstbewusster

Bei den Mädchen beobachtet Baumgardt unterdessen eine interessante Entwicklung:  

Sie sind im Vergleich zu ihren Altersgenossinnen aus einer Studie von 1990 deutlich selbstbewusster geworden.

„Mädchen wollen heute höher hinaus“, sagt die Erziehungswissenschaftlerin. „Heute träumen die Mädchen nicht mehr so oft wie früher von den schulischen Ausbildungsberufen, die in der Regel schlecht bezahlt, anstrengend und mit wenig Aufstiegsmöglichkeiten verbunden sind: 

Immer mehr Mädchen möchten Lehrerin statt Erzieherin, Ärztin statt Krankenschwester werden.“

Eltern sollten Kinder beim Träumen unterstützen

„Es geht nicht darum, Kinder möglichst früh fit für die Leistungsgesellschaft zu machen beziehungsweise sie zu desillusionieren“, räumt Baumgardt mit möglichen Missverständnissen auf.

Vielmehr sollten Eltern ihren Kindern einen Raum zum Träumen und Ausprobieren geben. „Für viele Kinder ist der Berufswunsch von großer Bedeutung. Wenn also Ihr Sohn zu Ihnen kommt und sagt ‚Mama, ich möchte Fußballstar werden‘ – dann sind Sie gut beraten, diesen Wunsch ernst zu nehmen“ erklärt die Erziehungswissenschaftlerin. „Sie können sich mit Ihrem Sohn darüber unterhalten, wie er sich das Leben als Fußballstar ausmalt, was ihm daran gut gefällt und was nicht und wie er sich den Weg zu seinem Traumberuf vorstellt.“ Den eigenen Lebensentwurf phantasievoll auszugestalten, übt auf die Kinder laut Baumgardt eine große Anziehung aus – und sowohl die Eltern als auch die LehrerInnen könnten die Kinder behutsam dabei begleiten. Eltern können sich mit ihren Kindern verschiedene Berufe und Arbeitsorte ansehen, zum Beispiel beim Maus-Türöffner-Tag oder in der Kinder-Uni. Sie könnten selbst von ihrer Arbeit erzählen und den Kindern die Berufe aus ihrem Alltag deutlich machen. Spätestens als Teenager könnten die beruflichen Vorstellungen dann durch Betriebspraktika angereichert und ausdifferenziert werden.

Baumgardt betont, dass für Eltern, die nicht selbst im deutschen Bildungssystem aufgewachsen sind oder dies erfolgreich durchlaufen haben, die Begleitung der Berufsorientierung ihrer Kinder eine besondere Schwierigkeit darstellen kann. ,

So könnten ganz aktuell die Eltern von geflüchteten Kindern aber auch Eltern mit Migrationshintergrund nicht auf ihr eigenes Erfahrungswissen zur Berufsorientierung zurückgreifen.

Vielmehr bestehe ein großer Informationsbedarf im Hinblick auf das deutsche Schul- und Ausbildungssystem.

Gefragt seien hier die Lehrerinnen und Lehrer: „Sie können und sollen als Ansprechpartner und Wegweiser für berufliche Orientierungsprozesse fungieren – nicht nur, aber in besonderem Maße für Menschen, die das deutsche Bildungssystem nicht so gut kennen“, fordert Baumgardt.

Für die Lehrerausbildung stelle sich damit aktuell die Herausforderung, die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer bereits während ihres Studiums auf diese Aufgabe vorzubereiten.

 

Neues Denken, statt Angst zu scheiter?


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Prof. Dr. Iris Baumgardt, Universität Siegen
Department Erziehungswissenschaft und Psychologie
Telefon: 0271 740-2929
E-Mail: baumgardt@erz-wiss.uni-siegen.de
André Zeppenfeld Universität Siegen

Uni-Studie-Einladung: Ursachen von Depression : Kennwort: DISBOUND

Medizin am Abend Berlin Fazit:  StudienteilnehmerInnen gesucht: Uni-Studie untersucht die Ursachen von Depressionen

Patientinnen und Patienten, die bereits mehrere depressive Phasen hatten, im Alter zwischen 18 und 65 Jahren gesucht 
 
Die Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. Leider gelingt es bisher noch nicht immer, depressive Phasen frühzeitig zu erkennen und dann erfolgreich zu behandeln. 
  • Dies liegt auch daran, dass nach wie vor noch nicht richtig verstanden wird, welche Prozesse im Gehirn bei der Entstehung und Aufrechterhaltung depressiver Symptome ablaufen. 
Um dies zu verbessern, möchte das Psychologische Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) die Gehirnaktivität von Patientinnen und Patienten, die depressive Phasen kennen und wissen, was es heißt zu grübeln und sich zu nichts aufraffen zu können, unabhängig von der Grunderkrankung genauer verstehen.

Die Versuchsteilnahme beinhaltet zwei Interviews (telefonisch und in den Testräumen des Psychologischen Instituts der JGU, Wallstr. 3, gegenüber vom Mainzer Hauptbahnhof),
die Beantwortung einiger Online-Fragebögen, die Bearbeitung von Aufgaben am Computer und im MRT (keine radioaktive Strahlung!).
Die Teilnahme dauert ca. acht Stunden, die auf zwei Tage verteilt werden können.
Die Termine können individuell vereinbart werden.
Für die Teilnahme an der Studie wird eine Aufwandsentschädigung von 12 Euro/Stunde gezahlt.

Personen, die aktuell Benzodiazepine oder Beta-Blocker einnehmen, an einer neurologischen Erkrankung wie Parkinson oder Epilepsie leiden und bei denen schon mal Alkoholabhängigkeit, Magersucht, Posttraumatische Belastungsstörung oder ADHS diagnostiziert wurde, können nicht an der Studie teilnehmen.

Hingegen können Personen, die an einer bipolarer Störung leiden, an der Studie teilnehmen.

Interessenten werden gebeten, sich per E-Mail an depression@uni-mainz.de oder auf dem Studien-Anrufbeantworter 06131 39-39232 zu melden (Kennwort: DISBOUND).

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Petra Giegerich Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Dr. Julia Linke & Sonja Ascheid
Abteilung für Klinische Psychologie und Neuropsychologie
Psychologisches Institut
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
Wallstr. 3
55122 Mainz
Tel. 06131 39-39232
E-Mail: depression@uni-mainz.de
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Geschäftsmodelle des Modehandels

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Neues Buch „Green Fashion Retail“ zeigt Handlungsoptionen für einen nachhaltigeren Modehandel auf

Das Buch „Green Fashion Retail“ ist jüngst in der „Springer Series in Fashion Business“ erschienen. 

Die Serie ist speziell auf die Bedürfnisse des Fashion Business zugeschnitten und wird von Professor Dr. Tsan-Ming Choi der Hong Kong Polytechnic University herausgegeben. 

Das Fachbuch bietet ein solides Verständnis zur Einbindung nachhaltiger Aspekte in diverse Geschäftsmodelle des Modehandels. 

 Buchcover
Buchcover

  • Das Buch konzentriert sich auf Nachhaltigkeit im Mode-Einzelhandel, die zukünftig Dreh- und Angelpunkt von Fashion-Retail-Strategien sein wird. 
Als erstes Buch weltweit widmet sich das Buch konkret der Fragestellung, wie textile Handelsunternehmen auf die Nachhaltigkeitswelle reagieren können. 

Die einzelnen Kapitel geben theoretische und praktische Einblicke darüber, wie sich Nachhaltigkeit positiv auf die Strategie von Modeeinzelhändlern und Vermarktern auswirken kann, die auf wandelnde Kundenbedürfnisse reagieren müssen.

Dem Leser werden konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen aufgezeigt und ein solides Verständnis vermittelt, wie jedes Modehandel-Geschäftsmodell nachhaltiger gestaltet werden kann.


„Das Buch ist ein praktischer Leitfaden für Manager und Wissenschaftler und soll das Verständnis von Nachhaltigkeitsaspekten im Modehandel schärfen“, so Autor Prof. Dr. Jochen Strähle.

Über den Autor
 
Professor Jochen Strähle ist ein internationaler Fashion-Management-Spezialist, der an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Universidade de Coimbra und der University of London /Paris ausgebildet wurde. Er gilt als Einflussgröße im Bereich Fashion Retailing und ist bekannter Mode-Management-Experte für TV und Hörfunk. Vor seiner Berufung an der Hochschule Reutlingen war Jochen Strähle CEO des größten Mode-Online-Händlers in Mittel- und Osteuropa. Seine Erfahrungen aus mehreren Management-Positionen in der Modebranche in verschiedenen Ländern sind bisher in fünf Bücher eingeflossen. Heute lehrt er Internationales Fashion Management an der Fakultät Textil & Design an der Hochschule Reutlingen.


Prof. Dr. Jochen Strähle

Prof. Dr. Jochen Strähle Foto: Scheuring

Informationen über die Publikation
Jochen Strähle: Green Fashion Retail, Springer 2017, ISBN 978-981-10-2440-5 


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