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Gesundheitliche Wirkungen von Milch und Milchprodukten

Medizin am Abend Berlin Fazit:    Wie gesund sind Milch und Milchprodukte


In einer rund 50-seitigen Stellungnahme hat das Max Rubner-Institut die aktuell zugänglichen Forschungsergebnisse zu gesundheitlichen Wirkungen von Milch und Milchprodukten ausführlich dargestellt und bewertet.

Zusatzinformation von Medizin am Abend Berlin

https://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=gasta&p_aid=0&p_sprache=D&p_knoten=NE240

Zunächst werden die Inhaltsstoffe der Milch im Einzelnen beschrieben, dann diese ernährungsphysiologisch bewertet. Zuletzt geht es um den Zusammenhang von Milchverzehr und Krankheitsrisiken – ergänzend dazu am Ende auch um Mythen zu diesem Thema.

Für alle, die die Bewertung durch das MRI im Detail nachvollziehen möchten, ist eine Liste der Publikationen zum Thema ebenso angefügt wie die wesentlichen Daten in Tabellenform.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Dr. Iris Lehmann 
Max Rubner-Institut - Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel

Haid-und-Neu-Straße 9
76131 Karlsruhe
Deutschland
Baden-Württemberg
Telefon: (0721) 6625 - 271
Fax: (0721) 6625 - 111
E-Mail-Adresse: iris.lehmann@mri.bund.de

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
https://www.mri.bund.de/no_cache/de/startseite/milchprodukte.html

http://www.rhekiss.de Rhekiss-Register zu Schwangerschaften bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

Medizin am Abend Berlin Fazit:     Rhekiss-Register zu Schwangerschaften bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen online!

Rhekiss (Rheuma-Kinderwunsch und Schwangerschaft) ist ein neues bundesweites Register, in dem Daten zum Ausgang von Schwangerschaften bei Patientinnen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen systematisch erfasst werden. Es soll die Sicherheit in der Betreuung der betroffenen Frauen erhöhen und den behandelnden Ärzten dabei helfen, die Patientinnen auf einer fundierten Datenbasis zu beraten. 

Privatdozentin Dr. med. Rebecca Fischer-Betz
 Privatdozentin Dr. med. Rebecca Fischer-Betz
 
Rhekiss ist ein Gemeinschaftsprojekt des Rheumazentrums Rhein-Ruhr e.V. in Düsseldorf und des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums in Berlin. Die Studienleitung haben Frau Privatdozentin Dr. med. Rebecca Fischer-Betz aus Düsseldorf und Frau Dr. med. Anja Strangfeld aus Berlin inne.

  • Das Register ist seit dem 15. September 2015 online. Eingeschlossen werden können schwangere Frauen mit einer gesicherten entzündlich-rheumatischen Erkrankung (z. B. Kollagenosen, Vaskulitiden, Rheumatoide Arthritis, Spondyloarthritiden, autoinflammatorische Syndrome). 

Die Finanzierung erfolgt über beide Partner gemeinschaftlich. Das Rheumazentrum Rhein-Ruhr ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Regionalen Kooperativen Rheumazentren (AGRZ) in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), die eine bundesweit gute Versorgung Rheumakranker zum Ziel hat.

  • In Rhekiss dokumentieren Rheumatologen und Patientinnen parallel Daten zu Krankheit und Therapie, den Verlauf der Schwangerschaft und die Kindesentwicklung. Der Einschluss in das Register erfolgt unabhängig von einer medikamentösen Therapie und soll nach Möglichkeit bereits bei Äußerung eines konkreten Kinderwunsches oder während des ersten Drittels der Schwangerschaft erfolgen. Die Beobachtung dauert bis zum Ende des zweiten Lebensjahres des Kindes.
  • Später soll das Register auch auf männliche Patienten mit entzündlich-rheumatischer Erkrankung ausgedehnt werden, deren Partnerin schwanger ist.

Ärzte und Patientinnen dokumentieren 

▪ Krankheitsverlauf vor Empfängnis
▪ Krankheitsverlauf in der Schwangerschaft
▪ Krankheitsverlauf nach der Geburt
▪ Verlauf/Ausgang der Schwangerschaft
▪ Mütterliche oder kindliche Komplikationen während der Schwangerschaft
▪ Kindliche Entwicklung in den ersten beiden Lebensjahren.

  • Die Erhebung erfolgt durch ein komfortables, datenschutzrechtlich abgesichertes elektronisches Online-Befragungssystem für Ärzte und Patienten. Der Arzt dokumentiert in der Praxis, die Patientin separat (z. B. zu Hause). Der Zeitaufwand wird durch den modularen Aufbau gering gehalten. Der Einschluss der Teilnehmerinnen erfolgt durch den behandelnden Rheumatologen.

„Das Register wird nur dann aussagefähige Ergebnisse erbringen, wenn viele Rheumatologinnen und Rheumatologen aktiv daran teilnehmen“, betont Dr. Fischer-Betz.

„Wir bitten daher alle Kolleginnen und Kollegen, die Patientinnen mit Kinderwunsch oder in der Schwangerschaft betreuen, aktiv am Register teilzunehmen.“ Informationen sind unter http://www.rhekiss.de zu finden.

Um sich anzumelden reicht eine formlose E-Mail an rhekiss@drfz.de


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Studienleitung: Privatdozentin Dr. med. Rebecca Fischer-Betz, Dr. med. Anja Strangfeld

Studienkoordination: Christina Bungartz

Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. Angela Zink, Privatdozentin Dr. med. Jutta Richter, Prof. Dr. med. Matthias Schneider

Biometriker: Dr. Joachim Listing, M. Sc. Biostatistics Adrian Richter


Köpenicker Str. 48/49, Aufgang A
10179 Berlin
Deutschland
Berlin
E-Mail-Adresse: info@dgrh.de

Dr. Julia Rautenstrauch
Telefon: 030 24048470
Fax: 030 42048479
E-Mail-Adresse: julia.rautenstrauch@dgrh.de


Barbara Gundelach
Telefon: 030 / 240484 - 72
Fax: 030 / 240484 - 79
E-Mail-Adresse: barbara.gundelach@dgrh.de

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) ist mit mehr als 1.500 Mitgliedern die größte medizinische Fachgesellschaft in Deutschland im Bereich der Rheumatologie. Sie repräsentiert seit mehr als 80 Jahren die rheumatologische Wissenschaft und Forschung und deren Entwicklung in Deutschland. Als gemeinnütziger Verein arbeitet die DGRh unabhängig und ohne Verfolgung wirtschaftlicher Ziele zum Nutzen der Allgemeinheit.

Rhekiss-Logo
 Rhekiss-Logo

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte:
http://www.rhekiss.de

http://www.dgrh.de

Stationäre Patientenversorgung: Krankenhausstrukturgesetz 01.01.2016

Medizin am Abend Berlin Fazit:     Nicht zu Lasten der Patienten!

Regensburger Klinika sehen stationäre Patientenversorgung vor neuen finanziellen Engpässen und fordern Nachbesserungen beim Krankenhausstrukturgesetz. Geplante Qualitätskriterien bisher nicht transparent definiert. Keine nachhaltigen Maßnahmen gegen Kapazitätsengpässe erkennbar. 


Die vier Geschäftsführer der Regensburger Klinika fordern Nachbesserungen beim Krankenhausstrukturgesetz. Christian Kuhl, Klaus Fischer, Florian Glück, Kurt Häupl (v.l.n.r.).
Die vier Geschäftsführer der Regensburger Klinika fordern Nachbesserungen beim Krankenhausstrukturgesetz. Christian Kuhl, Klaus Fischer, Florian Glück, Kurt Häupl (v.l.n.r.).UKR
 
Das Krankenhausstrukturgesetz in seiner jetzigen Form wird die ohnehin schwierige Finanzlage der deutschen Kliniklandschaft weiter verschärfen – darin sind sich Klaus Fischer, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Regensburg (UKR), Sabine Beiser und Dr. Andreas Kestler, Geschäftsführer des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg, Florian Glück, Geschäftsführer des Caritas-Krankenhauses St. Josef Regensburg, sowie Kurt Häupl, Vorstand der medbo Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz, einig.

  • Die geplante Ausweitung der Abschläge für Mehrleistungen (Fixkostendegressionsabschläge), die Abschaffung des Versorgungszuschlages und monetäre Qualitätsbewertungen würden sich finanziell erheblich auswirken und die Versorgungsqualität – auch mit Blick auf sich abzeichnende Kapazitätsengpässe – keineswegs nachhaltig verbessern.

  • Das Krankenhausstrukturgesetz soll die Finanzierung der stationären Patientenversorgung in Deutschland neu ordnen. Dabei sind keine wesentlichen Budgetausweitungen durch die Bundesregierung vorgesehen, sondern die vorhandenen Mittel sollen durch Änderungen am Finanzierungsumfang effizienter eingesetzt werden. 
  • Das Gesetz wird im November 2015 die zweite Lesung im Bundestag durchlaufen und soll zum 1. Januar 2016 in Kraft treten.

Krankenversorgung am finanziellen Limit

„Wir können dieses Gesetz nicht für gut befinden, weil es die Krankenhausfinanzierung in Deutschland nicht auf eine solide Basis stellt, sondern durch kreative Abschläge und wenig nachvollziehbare Umverteilung die Budgets der Klinika eher drosselt“, warnt Klaus Fischer vom UKR. So fordert zum Beispiel der im Gesetz vorgesehene Fixkostendegressionsabschlag von den Klinika, noch mehr in finanzielle Vorleistung zu gehen – und das, obwohl noch nicht einmal die Tarifsteigerungen der letzten Jahre in den Haushalten der Krankenhäuser ausgeglichen wurden. „Mit Produktivitätssteigerungen kann man das nicht auffangen – wir arbeiten am Limit“, gibt Sabine Beiser vom Krankenhaus Barmherzige Brüder zu bedenken. „Man kann nicht einerseits politisch fordern, die Leistungen der Pflegekräfte und Ärzte in Deutschland mehr anzuerkennen und ihnen andererseits noch mehr Leistung abverlangen, um die Defizite, die dieses Gesetz in die Klinikbudgets bringen wird, auszugleichen“, stimmt auch Florian Glück vom Caritas-Krankenhaus St. Josef zu.

  • Worum geht es genau? Das Problem der Abschläge für Mehrleistungen liegt darin begründet, dass Klinika, die ihre Leistungen ausweiten, diese aktuell drei Jahre lang nur zu 75% vergütet bekommen (Mehrleistungsabschlag). Mit der Einführung des KHSG in seiner jetzigen Form würde sich dies noch verschärfen, wenn Mehrleistungen ab dann für fünf Jahre lang nur zu maximal 65% vergütet werden (Fixkostendegressionsabschlag).

„Das zeigt, dass Leistungsausweitungen in der Krankenhausversorgung finanziell bestraft werden und damit gar nicht erst stattfinden sollen“, erläutert Klaus Fischer. „Wie aber können wir dann die Herausforderungen der immer älter werdenden Gesellschaft bewältigen? Und wie viel medizinischen Fortschritt kann sich unsere Gesellschaft dann in Zukunft noch leisten?“, gibt Fischer zu bedenken.

Qualitätsoffensive mit erheblichen Qualitätsmängeln

Das Gesetz sieht außerdem vor, die Qualität der in deutschen Klinika erbrachten Leistungen stärker zu bewerten und damit finanzielle Zu- und Abschläge zu verknüpfen. „Der Gedanke der Qualitätsoffensive an sich ist voll und ganz zu unterstützen, wenngleich gerade der Krankenhausbereich wie kaum ein anderer Sektor in Deutschland bereits mit hoher Transparenz arbeitet und vielfältige Qualitätssicherungsprozesse realisiert hat“, merkt Dr. Andreas Kestler an. Es müsse aber dringend klargestellt werden, welche Qualitäten für die monetäre Bewertung dienen sollen und anhand welcher Kriterien man diese messen und vergleichen will. „Darauf gibt das Gesetz bisher keine Antwort“, so Dr. Kestler. 

Auch bleibe zu befürchten, dass viele Klinika aufgrund personeller Engpässe bei Pflege und / oder Ärzteschaft die künftigen Qualitätsauflagen, insbesondere die damit einhergehenden Forderungen an eine umfassende Patientendokumentation, gar nicht erfüllen können, dafür mit finanziellen Abschlägen belegt werden und weiter ins Defizit rutschen.

Kritische Stärkung des MDK

Die Qualitätskriterien selbst sind noch nicht näher definiert, wohl aber legt das Krankenhausstrukturgesetz schon fest, dass die Qualitätsvorgaben künftig vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) kontrolliert werden sollen. Dieser ist von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert. „Wir sind durchaus damit einverstanden, dass Qualitätsvorgaben auch auf ihre Einhaltung kontrolliert werden müssen. Aber wir sehen im MDK nicht die geeignete Institution hierfür“, erklärt Florian Glück.

Qualitätskontrollen bedeuten Überprüfungen tief in die Klinikstrukturen hinein. „Dies kann und darf nur von einer unabhängigen Institution durchgeführt werden, die ja schon existiert“, so Glück.

Kürzungen statt Entlastungen

Darüber hinaus belasten weitere Regelungen des Krankenhausstrukturgesetzes die Krankenhäuser. „Der Wegfall des Versorgungszuschlages im Jahr 2017 wirkt sich für unsere somatischen Kliniken wie eine Preiskürzung um 0,8% aus. Eigentlich war ursprünglich von Entlastungen für die Krankenhäuser die Rede“, konstatiert Kurt Häupl von der medbo. Zusätzlich wird bereits ab 2016 der Verhandlungsspielraum für die Festsetzung der Krankenhausbudgets auf maximal ein Drittel der Differenz zwischen Grundlohnrate und Orientierungswert begrenzt. Zuletzt war die volle Differenz verhandelbar.

Forderungen an die Politik formuliert
Die vier Regensburger Klinika haben Ihre Bedenken am Krankenhausstrukturgesetz in einem Positionspapier zusammengefasst und fordern die Bundestagsabgeordneten sowie die Bundesregierung auf, die breite Kritik aus der Krankenhauslandschaft ernst zu nehmen und das Gesetz nachzubessern. „Die Mitarbeiter in unseren Krankenhäusern arbeiten Tag und Nacht dafür, dass jeder Patient adäquat versorgt wird, dass medizinischer Fortschritt zu mehr Heilungserfolgen führt und dass bei allem wirtschaftlichen Druck, der auf dem Gesundheitswesen lastet, nie die menschliche Komponente verlorengeht. Das Krankenhausstrukturgesetz in der jetzigen Formulierung würde diese Qualitätsmerkmale der stationären Patientenversorgung nachhaltig beeinträchtigen“, so die vier Geschäftsführer und Vorstände.

Zeichen setzen beim bundesweiten Aktionstag

Am Mittwoch, dem 23. September 2015, ruft die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) zu einem bundesweiten Aktionstag auf, um auf die Mängel des Krankenhausstrukturgesetzes aufmerksam zu machen. Auch Regensburger Klinika beteiligen sich daran:
- Universitätsklinikum Regensburg: 12:15 – 12:45 Uhr „Aktive Mittagspause“ der
Mitarbeiter mit Luftballon-Aktion vor dem Haupteingang
- Krankenhaus Barmherzige Brüder: 12:00 – 12:15 Uhr „Aktive Mittagspause“ vor dem
Haupteingang und Beteiligung an der Hauptveranstaltung in Berlin
- Caritas-Krankenhaus St. Josef: 13:00 – 13:30 Uhr „Aktive Mittagspause“ vor dem
Haupteingang,

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
Anita Fürst Universitätsklinikum Regensburg


Franz-Josef-Strauss-Allee 11
93053 Regensburg
Deutschland
Bayern


Dr. Isolde Schäfer
Telefon: 0941 944-4210
E-Mail-Adresse: isolde.schaefer@ukr.de
 
 

Private Pflege bei Entbürokratisierung vorne

Medizin am Abend Berlin Fazit: 


Die privaten Pflegedienste und Heime in Bremen machen bei der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation Tempo.

"Die Bundesregierung hat als Ziel ausgegeben, dass innerhalb von zwei Jahren ein Viertel der Pflegeeinrichtungen auf das optimierte Dokumentationssystem umstellen soll. Diese Quote haben wir in der privaten Pflege in Bremen schon jetzt erreicht", erklärt der Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Sven Beyer.

Derzeit hat die Pflege in Deutschland die Möglichkeit, ein von Experten im Auftrag der Bundesregierung entwickeltes Dokumentationssystem einzuführen, das alle pflegefachlichen und rechtlichen Vorgaben mit deutlich weniger Aufwand erfüllt. "Wir versprechen uns davon eine spürbare Entlastung für unsere Pflegekräfte", sagt auch Simone Walter vom Pflegedienst aks. Ihr Unternehmen führt die optimierte Dokumentation schrittweise für alle 250 Kunden ein und kann künftig auf viel Schreibarbeit verzichten, weil die Fachlichkeit der Pflegekräfte anstatt das Abhaken und Absichern gegenüber den Prüfdiensten wieder stärker in den Vordergrund gerückt ist. "Damit können wir die Risikoeinschätzung gezielter einsetzen, wie wir sie wirklich im Sinne der Kunden und Patienten benötigen", erklärt Walter. Für die Pflegenden sei die Umstellung Herausforderung und Wertschätzung zugleich, weil ihr pflegerisches Fachwissen deutlich mehr einbezogen werde.

"Die Pflegedienste und Einrichtungen dokumentieren damit künftig endlich wieder das, was für ihre Arbeit wichtig ist und nicht überwiegend das, was die Kontrollbehörden gerne sehen wollen", sagt auch der bpa-Landesvorsitzende Beyer. Der Verband hat in Bremen und Bremerhaven schon im Frühsommer damit begonnen, die Mitgliedsunternehmen zu schulen und durch Multiplikatoren begleiten zu lassen.

Während der Umstellung auf die optimierte Pflegedokumentation tauschen sich die Vertreter der beteiligten Pflegedienste und Heime dann in weiteren Seminaren über ihre Erfahrungen aus. "Wir können also schon heute, wenige Monate nach dem Start des Entbürokratisierungsprojektes vermelden, dass die private Pflege in Bremen die angepeilte Quote erfüllt hat", freut sich der bpa-Landesvorsitzende Beyer. "Über ein Viertel der Einrichtung befindet sich mit großer Motivation mitten in der Umstellung."

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 100 in Bremen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Hannelore Bitter-Wirtz, Landesbeauftragte,

Tel.: 0421 /68 54 41 75,

www.bpa.de

Helicobacter pylori: Gastroenterologen empfehlen Behandlung des Magenkeims

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Helicobacter pylori: Gastroenterologen empfehlen Behandlung des Magenkeims

Eine Infektion mit Helicobacter pylori kann zu lebensbedrohlichen Krankheiten wie Magenkrebs und Geschwüren führen. Meistens bleibt sie aber harmlos, und es gibt sogar Hinweise auf nützliche Effekte. Warum ein Befall mit dem Bakterium dennoch in jedem Fall therapiert werden sollte, erläuterten Experten auf dem Kongress „Viszeralmedizin 2015“ der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), ihrer Sektion Endoskopie und der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). Die Tagung fand vom 16. bis 19. September in Leipzig statt. 
 
  • Helicobacter pylori ist ein Bakterium der Extreme:
  •  Es kann sich trotz der Magensäure im Magen des Menschen einnisten, was lange Zeit als unmöglich galt. Und es ist dasjenige Bakterium, mit dem die meisten Menschen chronisch infiziert sind, nämlich rund die Hälfte der Weltbevölkerung. In Ländern mit hohem Lebensstandard, zum Beispiel Deutschland, beträgt der Anteil zirka ein Drittel.
„Eine Infektion mit Helicobacter kann zu einer Reihe von Erkrankungen führen“, erläutert Professor Dr. med. Joachim Labenz, Chefarzt am Jung-Stilling-Krankenhaus in Siegen und Kongresspräsident der DGVS. Zu den möglichen Folgeerkrankungen zählen Magenschleimhautentzündungen, Geschwüre im Magen oder im Zwölffingerdarm, Tumore im Lymphgewebe und Magenkrebs.

Allerdings bleibt die Infektion in den meisten Fällen symptomfrei, nur bei etwa einem Fünftel der Betroffenen führt sie zu einer Erkrankung.

Aus diesem Grund zögern Ärzte und Patienten bei der Diagnose häufig, die Infektion zu behandeln.

„Die Frage ‚behandeln oder nicht?‘ ist eindeutig zu beantworten: Jede Infektion sollte therapiert werden“, so Labenz. 

Zwar gebe es Hinweise darauf, dass das Bakterium vor bestimmten Erkrankungen schütze; beispielsweise hätten Fettleibigkeit, Sodbrennen und Speiseröhrenkrebs in Ländern mit abnehmender Helicobacter-Durchseuchung zugenommen.

Ein direkter Zusammenhang sei aber bisher nicht erwiesen. Zudem sei es noch nicht möglich, zuverlässig eine möglicherweise harmlose von einer riskanten Infektion zu unterscheiden. „Nach kritischer Abwägung aller bisherigen Erkenntnisse, scheint das Risiko einer Infektion weit größer als deren Nutzen zu sein“, sagt Labenz.

  • Schließlich könne ein Träger des Helicobacter jederzeit schwer erkranken. Außerdem reduziere eine erfolgreiche Therapie das Risiko für andere Menschen, ebenfalls von dem Keim befallen zu werden.
  • Die Behandlung einer Helicobacter-Infektion ist nicht immer einfach: Die bisher bevorzugte Methode einer sogenannten Tripel-Therapie, bestehend aus einem Magensäurehemmer, dem Antibiotikum Clarithromycin sowie einem der beiden Antibiotika Amoxicillin oder Metronidazol, versagt häufiger als bisher angenommen.

Aus diesem Grund werden heute in vielen Situationen Vierfachtherapien bevorzugt. „In mehr als 90 Prozent der Fälle kann der Keim so eliminiert werden“, sagt Labenz.

Noch in diesem Jahr wird die DGVS eine neue Leitlinie „Helicobacter pylori“ herausgeben, die Behandlungsempfehlungen entsprechend dem aktuellen Wissensstand zusammenfasst.

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Medizin am Abend Berlin DirektKontakt 

Viszeralmedizin 2015
Juliane Pfeiffer, Irina Lorenz-Meyer
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel: 0711 8931-693, Fax: 0711 8931-167
pfeiffer@medizinkommunikation.org
Medizin - Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

 

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.viszeralmedizin.com

http://www.dgvs.de

http://www.dgav.de

Die Blutvergiftung - Sepsis: Und das richtige Antibiotikum?

Medizin am Abend Berlin Fazit:     Blutvergiftung – schnellere Analyse von Resistenzen

Bei einer Blutvergiftung greifen Ärzte umgehend zu einem Breitbandantibiotikum. 

Doch vielfach kann das Medikament den Keimen nichts anhaben. Die Untersuchung auf Antibiotikaresistenzen ist jedoch zeitaufwändig, für viele Patienten kommen die Ergebnisse zu spät. 

Ein neues Verfahren liefert die Resultate bereits nach neun Stunden. 

Auf der Messe Biotechnica vom 6. bis 8. Oktober in Hannover wird ein Prototyp präsentiert (Halle 9, Stand C34). 

 Miniaturisierter Wachstumschip zur Erkennung bakterieller Resistenzen.
 Miniaturisierter Wachstumschip zur Erkennung bakterieller Resistenzen. © Volker Lannert / Fraunhofer FIT
 
Erkrankt ein Betroffener an Blutvergiftung, auch Sepsis genannt, zählt jede Sekunde. Zwar behandeln die Ärzte bei Verdacht auf Sepsis umgehend mit einem Breitbandantibiotikum. Allerdings zeigt dies nicht immer die erhoffte Wirkung – etwa wenn die Bakterien resistent gegen die eingesetzten Medikamente sind. Bis die Erreger im Labor identifiziert und auf mögliche Resistenzen untersucht sind, vergehen üblicherweise 60 bis 100 Stunden. Zeit, die der Patient nicht hat – die meisten sterben nach etwa 48 Stunden.

  • Allein in Deutschland erliegen jährlich 60 000 Menschen einer Blutvergiftung.

Untersuchungsergebnisse nach neun Stunden

Dank eines neuen Verfahrens könnte diese Untersuchung weit schneller ablaufen. Sind die Resistenzen erkannt, können die Ärzte den Erkrankten dann mit einem spezifisch wirkenden Antibiotikum behandeln, das die Keime zuverlässig abtötet. Möglich macht dies eine Technologie, die Forscherinnen und Forscher an den Fraunhofer-Instituten für Angewandte Informationstechnik FIT und für Lasertechnik ILT in Zusammenarbeit mit dem Uniklinikum Aachen und zahlreichen Industriepartnern entwickelten. »Mit unserer Untersuchungsmethode liegt das Ergebnis bereits nach neun Stunden vor«, sagt Professor Harald Mathis, Abteilungsleiter am FIT.

Welches Antibiotikum wirkt?


Wie schaffen es die Forscher, die Bakterien im Patientenblut bis zu zehnmal schneller als bisher zu untersuchen? »Wir haben dafür ein miniaturisiertes System entwickelt, samt einem patentierten optischen Aufbau«, verrät Mathis.

  • Zunächst werden die Sespis-Erreger markiert. Sobald man sie dann mit einem Laser anstrahlt, leuchten sie. 

So können die Forscher einschätzen, wie viele Bakterien sich im Blut befinden. Im nächsten Schritt werden die Erreger vom Blut getrennt und in verschiedene miniaturisierte Töpfchen gelenkt. In diesen befindet sich jeweils ein Nährmedium mit einem speziellen Antibiotikum. Ein zweiter optischer Aufbau samt nötiger Analysesoftware beobachtet und dokumentiert genau, wie sich die Erreger entwickeln.

  • Der Clou: Algorithmen werten die aufgenommenen Bilder der Bakterien aus und extrapolieren die Wachstumskurve. So lässt sich bereits nach einigen Stunden ermitteln, ob das jeweils eingesetzte Medikament wirkt oder ob die Bakterien dagegen resistent sind und sich großflächig ausbreiten. 

Dieser Wachstumsmonitor berechnet mit seiner Software wie sich die Erreger längerfristig entwickeln werden. Dabei analysiert das Programm sowohl die Größe des Bakterienteppichs – woraus man eins zu eins auf die Anzahl der Bakterien schließen kann – als auch, das Verhältnis von lebenden zu abgetöteten Keime. 

Kurzum: Die Forscher können erkennen, welches Antibiotikum die Erreger am schnellsten abtötet. Und damit, welches Medikament dem Patienten am besten hilft.

Einen Prototyp des Wachstumsmonitors stellen Forscherinnen und Forscher auf der Messe Biotechnica vom 6. bis 8. Oktober in Hannover vor (Halle 9, Stand C34).

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt 

Hansastraße 27 c
80686 München
Deutschland
Bayern


Birgit Niesing
Telefon: 08912051304
birgit.niesing@zv.fraunhofer.de

Hospiz- und Palliativgesetz: Heutigen Beratung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags zum Hospiz- und Palliativgesetz

Medizin am Abend Berlin:   Hospiz- und Palliativgesetz wichtiger Schritt – Nachbesserungen nötig!

Schmerz-Präsident Prof. Dr. Michael Schäfer: 

„Rechtsanspruch auf Beratung zur Versorgungsplanung zum Lebensende müsste auch Möglichkeiten und Grenzen der Schmerztherapie explizit beinhalten!“

Anlässlich der heutigen Beratung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags zum Hospiz- und Palliativgesetz nimmt die zur Anhörung geladene Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. Stellung (vgl. Anlage): 


„Möglichkeiten, aber auch Grenzen einer individuellen Schmerztherapie, sollten bei der Beratung zur Versorgungsplanung zum Lebensende (§ 132g SGB V) explizit aufgezeigt und der Versicherten- bzw. Patientenwille dokumentiert werden“ so Schmerz-Präsident Prof. Dr. Michael Schäfer.  
Dazu bedarf der Gesetzesauftrag dringend der expliziten Klarstellung, dass die Beratung auch schmerztherapeutische Themen beinhaltet, fordert die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. Zudem sollte die Umsetzung des neuen § 132 b SGB V durch die Einführung einer wissenschaftlichen Begleitforschung evaluiert werden.

Gelobt werden die Verfeinerung der Leistungsansprüche, Ausweitung der Fördermittel der Hospize sowie verbesserte Rahmenbedingungen einer stationären Palliativversorung durch die Option zur Herausnahme aus dem DRG-System. „Dies ist gut und nötig, denn die pauschale Vergütung im Fallpauschalen-System bildet den besonderen Bedarf, die erhöhte Verweildauer und die Verschiedenheit der Palliativpatienten nicht adäquat ab“, so Prof. Dr. Michael Schäfer. Insbesondere steht der DRG-systemimmanente Anreiz, die Liegedauer so kurz wie möglich zu halten, in eklatantem Widerspruch zu palliativmedizinischen Ansätzen, die eine individualiserte Therapieintensität und –dauer voraussetzen. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. weist darauf hin, dass auch für eine humane Schmerztherapie entsprechende Änderungen ergänzend separat eingeführt werden müssen (vgl. u. a. Stellungnahme zum KHSG).

„Leider beiinhaltet der Gesetzentwurf wesentliche Lücken, insbesondere in Hinblick auf die Qualitätsorientierung, so Schmerz-Präsident Prof. Schäfer. Es bleibt unklar, wie und anhand welcher Indikatoren die Verbesserung der Versorgungsqualität insgesamt bzw. in den einzelnen Leistungsbereichen bewertet werden soll. Auch die Vorgabe von Strukturvorgaben ist nur rudimentär. Diesbezüglich empfehlen wir

• Die Aufnahme einer Regelung, die den G-BA verpflichtet, Indikatoren zur Qualität der palliativmedizinischen, aber auch schmerzmedizinischen Versorgung zu entwickeln und dabei neben Struktur- und Prozess- insbesondere auch Ergebnisqualitätsparameter unter Einschluss von Patienten- und Angehörigenbefragungen zu prüfen,

• die Einrichtungen der palliativmedizinischen Versorgung motiviert bzw. verpflichtet werden, an einem einrichtungsübergreifenden Verfahren der Qualitätssicherung sowie an den Aufbau von entsprechend spezialisierten „Registern“ teilzunehmen.


Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. unterstützt die Forderung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP) nach verpflichtender Einsetzung eines „Palliativbeauftragten“:

Ein Palliativbeauftragter sollte verpflichtend eingeführt werden seitens aller Krankenhäuser, die gegenwärtig noch keinen multiprofessionellen Palliativdienst haben, der gemäß der fachlichen Sicht der DGP und des DHPV in allen Krankenhäusern ab einer Größe von etwa 200 Betten vorgehalten sein sollte.

In Hinblick auf den hohen Anteil Sterbender, die in Pflegeeinrichtungen betreut werden, ist es immens wichtig, in Pflegeeinrichtungen, auch im Kontext der palliativen Therapie, die Erkennung und Behandlung von Schmerzen zu verbessern. Besonderen Handlungsbedarf gibt es zudem bei dementiell erkrankten Sterbenden. Pflegeeinrichtungen sollten spezifisch qualifizierte Pflegefachkräfte (z. B. Pain-Nurse) vorhalten sowie in ihrer Organisation auf die Erkennung und Behandlung oftmals unnötiger Schmerzen, auch in der Palliativversorgung, fokussieren.

• Die Umsetzung der Expertenstandards akuter und chronischer Schmerz des DNQP ist derzeit leider nur lückenhaft. Wir empfehlen, die Einführung zu unterstützen, aber auch im Rahmen der Qualitätsberichterstattung zu messen und zu veröffentlichen.

• Die maßgeblichen Organisationen und Verbände der Pflege sollten institutionell mehr als bisher an den Beratungsprozess der Gremien des Gesundheitswesens, insbesondere beim G-BA, beteiligt werden.

Zudem sollten die Empfehlungen der im Februar 2015 publizierten Expertise der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Union der Deutschen Wissenschaften zur Behebung von Defiziten und Mängel der Forschung zur Palliativversorung von der Bundesregierung aufgegriffen werden.

Die Erarbeitung einer nationalen Palliativstrategie ist nötig und muss u. a. die Vorlage einer Forschungsagenda beinhalten. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. bittet den Gesetzgeber um eine entsprechende Resolution sowie um Veranlassung in den zuständigen Bundesministerien.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist mit rund 3.400 persönlichen Mitgliedern die größte wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft im Bereich Schmerz in Europa. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist Mitglied der IASP (International Association for the Study of Pain) sowie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften). Sie ist zudem die interdisziplinäre Schmerzdachgesellschaft von derzeit 16 mitgliederstarken weiteren medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften im Bereich Schmerz. Diese Fachgesellschaften repräsentieren über 60.000 Mitglieder. Ihre Mitgliedschaft ist interdisziplinär und interprofessionell und besteht aus Schmerzexperten aus Praxis, Klinik, Psychologen, Pflege, Physiotherapie u. a. sowie wissenschaftlich ausgewiesenen Schmerzforschern aus Forschung, Hochschule und Lehre.

Etwa 23 Mio. Deutsche (28 %) berichten über chronische Schmerzen, 95 % davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Mio. Deutschen.


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.
presse@dgss.org , www.dgss.org sowie Telefon: 030-39409689-1, Fax: 030-39409689-9
Deutsche Schmerzgesellschaft e.V., Bundesgeschäftsstelle, Alt-Moabit 101b, 10559 Berlin

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.dgss.org

Einladung: Psychotherapeutische Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen

Medizin am Abend Berlin Fazit:    Psychotherapeutische Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen


An der Universität Leipzig findet am 23. September 2015 ein Fortbildungstag für Fachkräfte aus dem psychotherapeutischen, medizinischen und sozialen Bereich statt, bei dem Experten über ihre Arbeit und Erfahrungen mit psychisch belasteten Flüchtlingen berichten werden. Ein Großteil leidet unter psychischen Belastungen, derzeit stehen jedoch keine ausreichenden und angemessenen Behandlungsangebote zur Verfügung. Mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingssituation ist das Ziel des Fachtages, spezielles Wissen im Umgang mit Flüchtlingen sowie Behandlungserfahrungen an Fachkräfte aus der Regelversorgung weiterzugeben. 

 
Der Fachtag „Psychotherapeutische Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen“ im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes „Train to Care“ findet von 10 bis 18 Uhr im kleinen Hörsaal des Studienzentrums der Medizinischen Fakultät in der Liebigstraße 27 statt. Für die Veranstaltungsorganisation haben sich die Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie an der Universitätsmedizin Leipzig mit der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. und dem Mosaik Leipzig – Kompetenzzentrum für transkulturelle Dialoge e.V. zusammengeschlossen. In Vorträgen werden erfahrene Fachkräfte über psychische und körperliche Folgen traumatischer Erfahrungen sowie kultursensible Therapiemöglichkeiten beispielsweise auch unter Mitwirkung von Dolmetschern referieren, um anschließend Raum für vertiefenden Austausch zu bieten.
  • Der Bedarf an kultursensiblen und spezifischen psychotherapeutischen Behandlungsangeboten für Menschen mit Fluchthintergrund steigt momentan stetig. 
„In den ostdeutschen Bundesländern, so auch in Sachsen, ist die psychotherapeutische Versorgung für Geflüchtete momentan unzureichend“, sagt die wissenschaftliche Leiterin Dr. Heide Glaesmer von der Universitätsmedizin und führt dies auf vielfältige Gründe zurück. „Auch wenn es erste positive Entwicklungen gibt, fehlt es an ausreichender Finanzierung und personeller Ausstattung für die psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen.“

Die Sprachbarriere sei ein weiteres Hemmnis für die frühzeitige Versorgung. Generell gebe es in Sachsen kaum muttersprachliche und für den besonderen Kontext von Geflüchteten qualifizierte Therapeuten. „Viele Ärzte und Therapeutinnen haben zudem noch wenig Kenntnisse über eine psychotherapeutische Behandlung mit Hilfe eines Dolmetschers“, ergänzt Organisatorin Corinna Klinger, Leiterin der Psychosozialen Beratungsstelle für Flüchtlinge vom Mosaike Leipzig e.V..

Ein Themenbereich des Fachtages widmet sich daher auch der psychotherapeutischen Behandlung mit Dolmetschern. Der Fachtag trägt nach Wunsch der Veranstalter dazu bei, den Zugang zu psychotherapeutischer Versorgung zu erleichtern und die Integration zu fördern.


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:

PD Dr. Heide Glaesmer
Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Universitätsklinikum Leipzig
Telefon: +49 341 97-18811
Heide.Glaesmer@medizin.uni-leipzig.de

Dipl.-Psych. Corinna Klinger
Mosaik Leipzig - Kompetenzzentrum für transkulturelle Dialoge e.V.
Telefon: 0341/ 92787712
klinger@mosaik-leipzig.de
Diana Smikalla Universität Leipzig,




Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte:
http://medpsy.uniklinikum-leipzig.de/medpsych.site,postext,vorschau,a_id,6191.ht... Link zum Programm des Fachtages

http://www.mosaik-leipzig.de Link zum Mosaik Leipzig e.V.

Flüchtlinge in der Krise - Zusammenarbeit mit McKinsey beginnt

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Rheinische Post: McKinsey soll Flüchtlingschaos ordnen


  • Die Unternehmensberatung McKinsey soll der Bundesregierung bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise helfen. 

Eine entsprechende Vereinbarung hat der neue Chef des Bundesamts für Migration, Frank-Jürgen Weise, nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe) aus Regierungskreisen mit dem früheren McKinsey-Deutschlandchef Frank Mattern getroffen.

  • Demnach soll die Unternehmensberatung dabei helfen, die Asylverfahren zu beschleunigen und eine bundesweite Struktur zur Registrierung, Erfassung und Versorgung der Flüchtlinge zu etablieren. 

Die Bundeskanzlerin habe dem Vorgehen zugestimmt, heißt es. Mattern will dazu ein Team von bis zu zehn Beratern aufbauen, das zunächst bis zu sechs Wochen unentgeltlich dem Flüchtlingskoordinator Weise und der interministeriellen Lenkungsrunde der Bundesregierung zur Seite steht.

In einer Mail an alle Partner kündigte McKinsey-Weltchef Dominic Barton das außerplanmäßige Engagement an:

"Unsere Firma kann und sollte eine wichtige Rolle in der größten humanitären und sicherheitspolitischen Herausforderung der jüngsten Zeit spielen."

Europa sei das Epizentrum der Krise. 

Ob es zu einer dauerhaften Unterstützung komme, werde bald geklärt, hieß es. Die Strategieberatung McKinsey sei gefragt worden, weil sie bereits der schwedischen Regierung Hilfestellung bei ihren Flüchtlingsproblemen gegeben hatte.

Der gebürtige Krefelder Mattern leitete das Deutschlandgeschäft der Unternehmensberatung bis 2014 und ist seither weltweit für Strategie zuständig.


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Rheinische Post

Redaktion


Telefon: (0211) 505-2621 
 
 

So entstehen Impfstoffe gegen Grippe für Risikogruppen


Medizin am Abend Berlin Fazit:

So entstehen Impfstoffe gegen Grippe:

Die Produktion des saisonalen Impfstoffes gegen Grippe ist aufwändig.
Jedes Jahr verändert sich die Zusammensetzung des Vakzins gegen die
Influenza. Bei der Herstellung des Grippeimpfstoffes spielen Hühnereier
eine wichtige Rolle.

https://www.pharma-fakten.de/news/details/239-influenza-so-ensteht-der-impfstoff-gegen-grippe/







Gesundheitsexperten empfehlen eindringlich Grippeschutzimpfung für Risikogruppe:

Die vergangene Grippesaison 2014/2015 ist mit zahlreichen schweren
Erkrankungen deutlich heftiger ausgefallen als die vorausgegangene. Ein
ausschlaggebender Grund: Zu wenige Menschen – insbesondere aus der
Risikogruppe – hatten sich impfen lassen. Dabei empfiehlt sich für sie
eine jährliche Auffrischung. Die deutschen Gesundheitsbehörden wollen
den derzeitigen Abwärtstrend bei der Grippeschutzimpfung stoppen.


https://www.pharma-fakten.de/news/details/237-impfquote-gesundheitsexperten-empfehlen-eindringlich-grippeschutzimpfung-fuer-risikogruppe/







Die aufwändige Herstellung des Grippeimpfstoffes:

Grippeviren lauern überall: an Haltegriffen in der U-Bahn,
Treppengeländern oder Türgriffen. Sie fliegen durch die Luft und können
uns beim Händeschütteln erreichen. Die kleinen Krankmacher verändern
sich ständig. Für jede Grippesaison muss daher ein spezieller Impfstoff
hergestellt werden. Die Produktion ist aufwändig und es ist nicht leicht
die richtige Zusammensetzung herauszufinden.


https://www.pharma-fakten.de/news/details/231-grippe-die-aufwaendige-herstellung-des-grippeimpfstoffes/