Qualitätszirkel Nieren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Cardiovascular Prevention Center @Charité

Herzinsuffizienz

Universitätzmedizin Rostock

Universitätsmedizin Greiswald

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

jkb

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

CIRS Bayern

Gender Medizin

idw

Hell brennen statt ausbrennen

Für die meisten Menschen ist die Weihnachtszeit - darf man den wenigen wissenschaftlichen Studien zum Thema vertrauen - kein Quell der Freude mehr. Vielmehr eine Zeit, in der es gilt Stress zu meistern. So quellen inzwischen auch die Zeitschriften von Ratschlägen über, wie man das "Fest der Liebe" richtig feiern könne. Dabei steht meistens im Zentrum, wie man Streit vermeiden könne, richtig schenken und insgesamt Stress zu den Weihnachtstagen reduzieren könne.

"Tatsächlich ist die Weihnachtszeit, die Zeit in der die Menschen den höchsten Stresslevel wahrnehmen", so Prof. Dr. Michael Berner, der Ärztliche Direktor der Rhein-Jura Klinik. So bringen sich zum Fest der Liebe gerade Menschen, denen es nicht so gut gehe, durch Konsumdruck und Harmoniezwang stark unter Druck. Zustände von Depressionen und Einsamkeit verschlechtern sich unter dem Diktat der "Frohen" Weihnachtszeit oft stark - weil man gerade das Gefühl oder die Energie verloren hat, sich über etwas zu freuen. In den Familien brechen alte Konfliktlinien auf und statt Glückseligkeit nehmen im Gegenteil Stress, Unglück und Streit zu. "Viele unserer Patienten - und nicht nur die - setzen an Weihnachten genau den Leistungsdruck fort, der dazu geführt hat, dass sie ein Zustand des Burnout oder eine Depression erreicht haben - und das ist fatal", so der Psychiater. Deshalb wäre es ein wichtiges Ziel, Patienten anzuleiten, wie sie Weihnachten gut verbringen können.

Nach Berners Einschätzung greifen jedoch alle Anleitungen zur "Bewältigung" des konsumgeprägten Weihnachtens zu kurz. Die wenige wissenschaftliche Literatur zum richtigen Feiern des Weihnachtsfestes erlaube verblüffend eindeutige Schlussfolgerungen. Für den Psychiater ergibt sich ein inhaltlicher Schluss von Spiritualitätssehnsucht zu modernen Psychotherapieverfahren und Neurowissenschaft: Die meisten Menschen haben im Zusammenhang mit Weihnachten Erinnerungen und Träume und spüren ein Sehnen nach Geborgenheit, Zugehörigkeit und Liebe. Häufig bemühen sie sich dann in dem verzweifelten Versuch diese Bedürfnisse zu erfüllen, es "allen recht zu machen und alles richtig zu tun": Für jeden das passende Geschenk kaufen, das Beste und Aufwendigste gerade gut genug sein zu lassen, perfekte Eltern, Partner oder Kinder sein.

Oft ist es jedoch so, dass, je mehr wir uns bemühen, uns immer mehr von diesen Werten entfernen, wonach wir uns so sehnen. Es folgt erschöpfte Leere und verbitterte Enttäuschung. So werden Depression und Burnout gefördert statt vermieden. In der Rhein Jura Klinik versuche man dagegen Weihnachten als Zeit für die Besinnung auf Werte, zur Neuorientierung an Werten und Raum für Spiritualität zu begreifen. Diese Vorgehensweise würde von aktuellen Studien der Fachliteratur gedeckt, in denen gezeigt wurde, dass Menschen, denen die Rückbesinnung auf traditionelle familiäre oder andere Werte und Spiritualität oder Religiosität gelingt, an Weihnachten deutlich glücklicher und zufriedener als andere sind. Günther Mild, Arzt und Achtsamkeitstherapeut an der Rhein Jura Klinik führt aus: "Die Weihnachtszeit kann eine Zeit sein, in der ich mich in aller Stille auf das besinne, was für mich wirklich im Leben zählt oder wie ich es schaffen kann, wieder Kontakt zu dem bekommen, was einmal für mich gezählt hat. Und das ist unabhängig davon, ob diese Besinnung auf Werte mit einem christlichen Hintergrund geschieht oder von anderen spirituellen Kraftquellen getragen wird." Als radikale Leitfragen schlägt Mild vor: "WAS ist es, das für mich im Leben zählt?", "WER ist es, der für mich im Leben zählt?" und "Wie kann ich sicherstellen, dass das, was ich in der Weihnachtszeit unternehme, mir und denen, die mir nahe stehen, bewusst macht, was für mich im Leben zählt und ihnen zeigt wie wichtig sie mir sind?" Daran solle sich jede Planung der Weihnachtstage ausrichten. Statt konsumorientierter Quantität ist es also wertbezogene und spirituelle Qualität, die die Weihnachtzeit wirklich zu einer "frohen" Weihnachtszeit werden lässt. Dieses helle Licht der Werte und Spiritualität ist also das beste Mittel gegen Burnout und Ausbrennen zur Weihnachtszeit.

Medizin am Abend DirektKontakt

Rhein-Jura Klinik Sabine Pirnay-Kromer Schneckenhalde 13 79713 Bad Säckingen Tel.: + 49 (0) 7761 / 5600 0 Fax: + 49 (0) 7761 / 5600 105 Email: s.pirnay@rhein-jura-klinik.de www.rhein-jura-klinik.de

Schichtarbeiter und Schlafmittel

Viele Schichtarbeiter greifen zu Schlafmitteln und Medikamenten, von denen sie sich eine Steigerung der Konzentration versprechen. Dr. Hans-Günter Weeß, Psychologischer Psychotherapeut und Schlafforscher, hält grundsätzlich nichts davon. "Sie führen zu einer Abhängigkeit, wenn man sie regelmäßig nimmt, und wer im Schichtbetrieb arbeitet, bräuchte sie ja dauerhaft", begründet er das in der "Apotheken Umschau". Betroffene sollten besser nach Alternativen suchen. Gute Ergebnisse zeigen kurze Schlummereinheiten von fünf bis zehn Minuten während der Nachtschicht. Das müsste die Firma natürlich akzeptieren, was die meisten Betriebe ebenso ungern tun, wie auf die wöchentlichen Schichtwechsel zu verzichten. Nachgewiesen ist, dass ein täglicher Wechsel mit vorwärts rotierenden Schichten den Beschäftigten besser bekommt. Das sind Erkenntnisse, die den Weg ins Arbeitsleben nur schwer finden. Wer merkt, dass die Lebensqualität oder Gesundheit zu sehr leidet, muss raus aus dem Schichtbetrieb. Spielt der Arbeitgeber nicht mit, bleibt manchmal nur ein Jobwechsel.


Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 12/2014 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden

Medizin am Abend DirektKontakt

Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 

 www.apotheken-umschau.de

Das Herzwunder zu Weihnachten 2014

Liebe Medizin am Abend Leser,
sehr verehrte Gäste, 

ich darf Ihnen ganz wärmstens dieses sehr aufschlussreiche, inhaltsreiche und nachvollziehbares Herzthema zum ersten Weihnachtsfeiertag 2014 empfehlen.

Reden Sie mit Ihren Familienmitgliedern darüber. Ehren Sie Ihr eigenes Herzorgan und beachten Sie das Herz der anderen h e u t e  und in der Zukunft und vereinbaren Sie Ihren Check Up Termin 2015 für sich und Ihre Familienangehören, Freunde und Bekannte beim Kardiologen.

Gern unterstützt Medizin am Abend Sie persönlich bei der Terminierung und inhaltlichen Information. Schreiben Sie uns oder rufen Sie einfach an.

Hier gehts für Sie zu den Themen zum 1. Weihnachtsfeiertag 2014

http://www.praxisvita.de/wie-viel-ps-hat-mein-herz

http://www.kardiologie.org/entspannungstechniken-zur-blutdrucksenkung/42738

www.association-marcopolo.org

L’équipe de MARCO POLO vous souhaite à tous
Lo staff dell’Associazione MARCO POLO vi augura
Das MARCO POLO-Team wünscht Euch allen 


Buone Feste e Buon Anno 2015!
Joyeux Fêtes et Bonne Année 2015!
Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2015!

Arrivederci a Querceto, Mazzolla e Volterra!
www.association-marcopolo.org

Fettverdauung

Das üppige Essen zur Weihnachtszeit liegt manchen Menschen schwer im Bauch. Die Fettverdauung lasse sich durch pflanzliche Mittel mit Artischocke oder Gelbwurz fördern, rät die "Apotheken Umschau". Die Präparate würden sich aber nicht für Menschen mit Gallensteinen eignen. Weil die Pflanzenwirkstoffe die Gallenblase dazu anregen, sich zusammenzuziehen, können sie bei Steinpatienten eine Kolik auslösen.


Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 12/2014 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Ermäßigter Umsatzsteuersatz auf Eintrittsgelder für ein Dorffest

Urteil vom 5. November 2014 XI R 42/12

Der XI. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Urteil vom 5. November 2014 (XI R 42/12) entschieden, dass Eintrittsgelder, die eine Gemeinde von Besuchern eines von ihr veranstalteten Dorffestes mit u.a. Musikdarbietungen und Unterhaltungsprogramm verlangt, dem ermäßigten Umsatzsteuersatz unterliegen.

Die Klägerin ist eine Gemeinde, die jährlich an einem Wochenende ein Dorffest durchführt. Zu diesem Zweck schloss sie als Veranstalterin mit auftretenden Musikgruppen Konzert-, Engagement- und Honorarverträge ab. Die Gemeinde sorgte u.a. für die Veranstaltungsräume nebst Bühne, den erforderlichen Strom, eine unentgeltliche Verpflegung und kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten für die auftretenden Künstler, den Erwerb der Schankerlaubnis und eine Sperrzeitverkürzung. Gegenüber den Besuchern des Dorffestes trat sie als Gesamtveranstalterin auf eigene Rechnung auf und erzielte Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten. Das Finanzamt unterwarf diese Einnahmen dem Regelsteuersatz von 19 % und lehnte die beantragte Anwendung des ermäßigten Steuersatzes von 7 % auf die vereinnahmten Eintrittsgelder ab. Einspruch und Klage blieben ohne Erfolg.

Auf die Revision der Klägerin hob der BFH die Vorentscheidung auf und gab der Klage statt. Der BFH bejahte die Anwendbarkeit des ermäßigten Steuersatzes von 7 %. Nach § 12 Abs. 2 Nr. 7 Buchst. d des Umsatzsteuergesetzes (UStG) ermäßigt sich die Umsatzsteuer u.a. für "die Leistungen aus der Tätigkeit als Schausteller"; als solche gelten gemäß § 30 der Umsatzsteuerdurchführungsverordnung "Schaustellungen, Musikaufführungen, unterhaltende Vorstellungen oder sonstige Lustbarkeiten auf Jahrmärkten, Volksfesten sowie Schützenfesten oder ähnlichen Veranstaltungen". Nach der Entscheidung des BFH ist es für die Anwendung von § 12 Abs. 2 Nr. 7 Buchst. d UStG nicht maßgeblich, ob der Schausteller seine Darbietungen in eigener Regie selbst veranstaltet oder ob er seine Leistungen im Rahmen eines fremdveranstalteten Volksfestes erbringt. Vielmehr reichte es im Streitfall aus, dass die Gemeinde die entsprechenden Umsätze im eigenen Namen mit Hilfe von ihr selbst engagierter Schaustellergruppen an die Besucher ausführte. Unerheblich sei, ob sich aus dem Umsatzsteuer-Anwendungserlass (dort Abschn. 12.8. Abs. 2) etwas anderes ergebe. Durch eine (bloße) Verwaltungsvorschrift der Finanzverwaltung dürfe eine Anwendung des Regelsteuersatzes nicht angeordnet werden.

Medizin am Abend DirektKontakt

Bundesfinanzhof
Ismaninger Straße 109
81675 München
Telefon 089/9231-400
www.bundesfinanzhof.de

Flughafen BER www.unstatistik.de

Unstatistik des Monats: Der Flughafen BER ist zu 98 Prozent fertig!

Vor seinem Rücktritt als Regierender Bürgermeister am 11. Dezember 2014
versicherte Klaus Wowereit in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin
„Der Spiegel“, dass der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) „jetzt zu 98
Prozent fertig ist.“ Das klang verheißungsvoll. Aber 98 Prozent von was?
Wowereit sagte es nicht, und der „Spiegel“ fragte auch nicht nach. Also
haben wir uns den Kopf zerbrochen.

Die erste und naheliegende Vermutung ist, dass sich die Zahl auf die Zeit
bezieht – der Eröffnungstermin stand ja immer im Zentrum der Debatte. Der
erste Spatenstich erfolgte am 5. September 2006. Wenn bis zu Wowereits
Rücktritt 98 Prozent der Zeit verstrichen war, dann bleiben noch exakt
zwei Monate. Demnach lässt Wowereit uns wissen, dass der BER am 11.
Februar 2015 fertig sein wird. Das kann er aber nicht gemeint haben, da
der scheidende BER-Chef Hartmut Mehdorn als Eröffnungstermin gerade die
zweite Hälfte von 2017 angekündigt hat.

Wenn nicht Zeit, was dann? Vielleicht Geld. Bis Ende 2014 sollen die
Gesamtkosten auf 5,1 Milliarden Euro steigen. Die verbleibenden zwei
Prozent der Kosten lägen dann nur noch bei etwas über hundert Millionen.
Da die Flughafengesellschaft im November dieses Jahres jedoch ankündigte
zwei Milliarden mehr zu investieren und Mehdorn mehr als drei weitere
Milliarden für nötig hält, kann Wowereit wohl auch nicht Geld gemeint
haben.

Was sonst? Vielleicht die Gebäude und die Infrastruktur. Das ist aber
ebenso unwahrscheinlich, da etwa nach Mehdorn ein Ausbau mit einer dritten
Startbahn notwendig wird. Der BER war für 27 Millionen Passagiere geplant,
doch die alten Flughäfen Tegel und Schönefeld versorgen bereits jetzt mehr
Passagiere.

Eine letzte Hoffnung auf eine Antwort könnte der Nachsatz von Wowereit
liefern, „aber die restlichen zwei Prozent sind die schwierigsten.
Versuchen Sie mal, das öffentlich zu vermitteln.“ Nur wie können wir
verstehen, warum die letzten zwei Prozente der Knackpunkt sind, wenn er
nicht versucht uns zu vermitteln, worauf sich die ersten 98 Prozent
beziehen?

Vielleicht ist die Antwort eine ganz andere, und viel einfacher: Wowereit
hat an nichts gedacht. Wie er in dem „Spiegel“-Interview klarstellte, war
sein Motto als „Berlins Regierender Partymeister“ ja auch das Prinzip der
heiteren Gelassenheit. Und was er überhaupt nicht vermissen wird: „Dass
ich mich für jeden Quatsch rechtfertigen muss.“

Medizin am Abend DirektKontakt :

Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Tel.: (030) 82 406-361

Mit der „Unstatistik des Monats“ hinterfragen der Berliner Psychologe Gerd
Gigerenzer, der Dortmunder Statistiker Walter Krämer und RWI-Vizepräsident
Thomas Bauer jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren
Interpretationen.

Alle „Unstatistiken“ finden Sie im Internet unter www.unstatistik.de 

Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.,
Katharina Brach

Alkoholmissbrauch zu Weihnachten 2014

An den bevorstehenden Feiertagen wollen die Menschen mehr Alkohol als sonst oder sogar "über den Durst" trinken. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage des INSA-Instituts für den Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV). Fast jeder Fünfte (18 Prozent) der rund 2.000 Befragten gab danach an, an Weihnachten und Silvester mehr als sonst oder sogar "über den Durst" zu trinken.

Das sagten deutlich mehr Männer (22 Prozent) als Frauen (13 Prozent). Besonders auffallend: Knapp jeder dritte Jüngere (30 Prozent der 18- bis 24-Jährigen) betrinkt sich an den Feiertagen.

Dazu erklärt Dr. Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes: "Übermäßiger Alkoholkonsum darf gar nicht erst zur Gewohnheit werden. Deshalb finanziert die Private Krankenversicherung auch im neuen Jahr gezielt die deutschlandweite Jugend-Kampagne 'Alkohol? Kenn dein Limit.' der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung."

Die Kampagne "Alkohol? Kenn dein Limit." ruft vor allem Jugendliche zu einem maßvollen Alkoholkonsum auf. Mit einem Budget von acht Millionen Euro jährlich ist sie die größte deutsche Kampagne zur Alkoholprävention. Weil sich das Trinkverhalten bei Mädchen und Jungen unterscheidet, ist die Kampagne seit 2012 geschlechterdifferenziert ausgestaltet.

Medizin am Abend DirektKontakt

Stefan Reker - Geschäftsführer - Leiter des Bereiches Kommunikation Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. Glinkastraße 40 10117 Berlin Telefon 030 / 20 45 89 - 44 Telefax 030 / 20 45 89 - 33 E-Mail stefan.reker@pkv.de Internet www.pkv.de Twitterwww.twitter.com/pkv_verband

Schwangere und Eisenpräparate

Laut einer Studie der Technischen Universität München nimmt ein Drittel aller Schwangeren Eisenpräparate ein, die zum Teil gar nicht notwendig sind und nicht ärztlich verordnet wurden, berichtet das Apothekenmagazin "Baby und Familie".

In der Schwangerschaft soll ein Eisenmangel tatsächlich ausgeglichen werden, aber eben nur, wenn er auch wirklich vorliegt. Das soll ein Arzt untersuchen und dann entscheiden, ob eine Eisengabe nötig ist. Zu hohe Eisenspiegel bergen gesundheitliche Risiken. Mit der Ernährung können Schwangere auch schon vorsorgen: Viel Eisen steckt etwa in rotem Fleisch, in Gemüse wie Brokkoli, in Hülsenfrüchten und in Vollkornprodukten. Ein Glas Orangensaft dazu fördert die Aufnahme in den Körper.


Das Apothekenmagazin "Baby und Familie" 12/2014 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

360° TOP Thema: Hygiene-Kontrollen in Krankenhäusern

Mehr Hygiene-Kontrollen in Krankenhäusern, weniger Antibiotika in der Tierhaltung: CDU-Politiker aus Bundesregierung und Europäischem Parlament fordern gezielte Maßnahmen im Kampf gegen multiresistente Keime. Sie reagieren auf bundesweite Recherche-Ergebnisse der Funke Mediengruppe, zu der auch die Westfalenpost gehört, der Zeit und des Recherchebüros Correctiv zu vermeidbaren Infektionsrisiken.

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, will Hygienemängeln in der Berliner Charité und in NRW-Kliniken nachgehen, die im Zuge der Recherchen aufgeflogen waren.

Er werde die Klinikleitungen zur Rede stellen, sagte Laumann der Westfalenpost (WP): "Ich will wissen, warum das passiert ist." Dass "einige Krankenhäuser offensichtlich das Infektionsschutzgesetz nicht umsetzen, kann nicht toleriert werden". Laumann: "Wenn Krankenhäuser die Reinigung outgesourct haben, haben sie damit nicht die Verantwortung abgegeben."

Der Patientenbeauftragte plädiert für "mehr unangemeldete Hygienekontrollen in Kliniken". Gefordert seien die Aufsichtsbehörden der Länder und Kommunen. Laumann: "Wir haben vor Jahren in Altenheimen unangemeldete Kontrollen eingeführt. Was im Altenheim geht, geht im Krankenhaus ganz sicher." Ferner spreche vieles dafür, künftig nicht nur Risikogruppen, sondern alle Patienten vor der Klinikaufnahme auf gefährliche Keime zu testen.

"Vorbehaltlose Unterstützung" für unangemeldete Klinikkontrollen kommt von Dr. Peter Liese, gesundheitspolitischer Sprecher der EVP, der größten Fraktion im Europaparlament. Im PIP-Skandal um minderwertige Brustimplantate hätten angekündigte Kontrollen "die kriminellen Machenschaften gedeckt", unter denen Tausende Frauen zu leiden hätten, so Liese. "Die wichtigste Lehre daraus: Dass es unangemeldete Kontrollen geben muss - für medizinische Produkte und für die grundsätzliche Hygiene im Krankenhaus."

Im Gespräch mit der Westfalenpost befürwortet Liese auch eine "Hygieneampel für Krankenhäuser". Wenn die im Nahrungsmittelbereich gefordert werde, wo "eine Verunreinigung nicht gleich Lebensgefahr bedeutet", sei sie in Kliniken überfällig. "Dinge, die direkten Einfluss auf Leben oder Tod haben", gehörten veröffentlicht.

Die Initiative der EU-Kommission für ein Verbot von Reserveantibiotika in der Tierhaltung müsse "sofort" umgesetzt werden, fordert Liese. Das angestrebte Verbot betrifft Antibiotika, gegen die Keime schon bei der Tiermast resistent werden und die dann als letztes Mittel beim Patienten nicht mehr wirken. "Lieber mal ein Tier notschlachten als ein Menschenleben gefährden", sagt Liese. Und: Reserveantibiotika sollten nur noch speziell geschulte Ärzte verordnen dürfen.

Medizin am Abend DirektKontakt

www.westfalenpost.de

Westfalenpost Zentralredaktion Telefon: 02331 - 971 4201 politik@wp.de