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Universitären Herzzentrum Berlin (UHZB): TAVI - Programm + High-End-Hybrid-OP

Medizin am Abend Berlin Fazit: Modernisierte Herzmedizin am Campus Virchow-Klinikum

Als weiteren Schritt zum Universitären Herzzentrum Berlin (UHZB) konzentriert die Charité – Universitätsmedizin Berlin ihre Herzmedizin am Campus Virchow-Klinikum.

Medizin am Abend Berlin ZusatzLink: Finanzen 

Mit den modernisierten Bereich und die frisch sanierten Operationssäle der Kardiochirurgie. 
Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1 in 13353 Berlin
Geländeadresse: Mittelallee 2

Das TEAM: https://tavi.charite.de/ueber_uns/team/

Prof. Dr. Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité
Prof. Dr. Volkmar Falk, Direktor der Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie
Prof. Dr. Ulf Landmesser, Direktor der Klinik für Kardiologie am Campus Benjamin Franklin
Prof. Dr. Burkert Pieske, Direktor der Klinik für Kardiologie am Campus Virchow-Klinikum
Prof. Dr. Karl Stangl, Leiter des TAVI-Programms und kommissarischer Direktor der Klinik für Kardiologie am Campus Charité Mitte 

Herzbericht: Herzklappen-Erkrankungen nehmen weiter zu

Herzklappen-Erkrankungen gewinnen durch ihre zunehmende Häufigkeit und steigende Sterblichkeits-Rate immer mehr an Bedeutung. Eine wichtige Mit-Ursache ist die höhere Lebenserwartung: In der Altersgruppe der Über-75jährigen ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten bei Erkrankungen der Herzklappen eine enorme Zunahme um 184,8 Prozent zu verzeichnen. Neben dem konventionellen chirurgischen Herzklappen-Ersatz unter Zuhilfenahme der Herz-Lungen-Maschine hat sich inzwischen mit der Katheter-gestützten Aortenklappen-Implantation (TAVI) eine vergleichsweise schonende, sichere und gut wirksame Behandlungsoption etabliert. 
 
In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Zahl von Krankenhausaufnahmen („stationäre Morbiditätsziffer“) wegen Herzklappenerkrankungen um 70,1 Prozent gestiegen – von 69 (1995) auf 117 (2016) pro 100.000 Einwohner Deutschlands. „Dabei ist in der Altersgruppe der Über-75jährigen eine enorme Zunahme um 184,8 Prozent zu verzeichnen. Diesem Anstieg steht ein Rückgang in den meisten anderen Altersgruppen gegenüber“, sagt Prof. Dr. Hugo Katus, Präsident der DGK anlässlich der Präsentation des Herzbericht 2017 in Berlin.
Eine Ursache dieser Steigerungsraten ist die insgesamt höhere Lebenserwartung.

Entscheidend ist aber auch, dass es heute dank der interventionellen Kardiologie mit der Katheter-gestützten Aortenklappen-Implantation (TAVI) eine sichere und sehr gut wirksame Behandlungsoption auch für Patienten im fortgeschrittenen Alter gibt, für die es bis vor kurzer Zeit keine Implantationsmöglichkeit mit vertretbarem Risiko gab. Diese Patientengruppe ist allein aufgrund ihrer oft gravierenden Begleiterkrankungen besonders risikoreich.“

Steigende Sterbeziffer – Frauen 1,5mal häufiger betroffen als Männer

Das hat auch Auswirkungen auf die Sterblichkeitsrate. In absoluten Zahlen sind im Jahr 2015 in Deutschland 16.987 Patienten an Herzklappenerkrankungen verstorben, was im Bundesdurchschnitt einer Sterbeziffer von 18,9 pro 100.000 Einwohner entspricht – im Jahr 1990 betrug sie noch 10,5.
Dabei finden sich deutliche Geschlechterunterschiede. In allen Bundesländern liegt die Sterbeziffer der Frauen über jener der Männer, ihre Sterblichkeit ist im gesamten Zeitraum seit 1990 konstant etwa 1,5mal so hoch wie bei Männern. „Dieser Unterschied weist darauf hin, dass Patientinnen unabhängig von der regionalen Versorgungsqualität und vermutlich auch unabhängig von der Art der Therapie eine ungünstigere Prognose haben“, kommentiert Prof. Dr. Malte Kelm, verantwortlicher Autor des Klappenkapitels. „Möglicher Weise liegt das an einem ungünstigen Risikoprofil, zu dem aber bisher die notwendigen Daten fehlen.“

Rasante Entwicklung bei der schonenden Katheter-gestützten Aortenklappen-Implantation

In den vergangenen Jahren ist eine rasante Entwicklung bei den – im Vergleich zu herkömmlichen herzchirurgischen Eingriffen am offenen Herzen – sehr schonenden Katheter-gestützten TAVI zu beobachten, die zunehmend über die Leistenarterie durchgeführt werden. Die Datenbank des Instituts für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) zeigt für das Jahr 2016 in Deutschland insgesamt 17.097 TAVI-Eingriffe, was einen Anstieg von 9,6 Prozent gegenüber dem Jahr davor bedeutet.

„In den ersten Jahren seiner gut zehnjährigen Entwicklung war das TAVI-Verfahren alten Patienten über 75 Jahren mit hohem Risiko für eine konventionelle chirurgische Operation bzw. nicht operablen Patienten vorbehalten“, sagt Prof. Kelm.

„Neue Studien haben jedoch eine günstige Entwicklung für TAVI auch bei Patienten mit niedrigem Risiko ergeben, zumindest in der 2-Jahres-Nachbeobachtung. TAVI wird zunehmend auch bei jüngeren Patienten mit hohem bis mittlerem Risiko grundsätzlich als Therapie-Option angesehen.“

Katheter-Intervention auch an der Mitralklappe

  • Nach den Erfolgen von TAVI wird derzeit verstärkt versucht, auch andere Herzklappen mittels Herzkatheter zu reparieren oder zu ersetzen.
 „Für die erste Methode, die eine Katheter-Intervention an der Mitralklappe ermöglicht, liegen inzwischen positive Fünfjahres-Daten vor“, berichtet Prof. Katus.




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Penischirurgie - Penisprothesen - Schwellkörperimplantation

Medizin am Abend Berlin Fazit: Uniklinikum Würzburg für hohe Expertise bei Penisprothesen ausgezeichnet

Die Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Uniklinikums Würzburg wurde als „Center of Excellence for Penile Implants“ ausgezeichnet. 

  • Nur zwei weitere Kliniken in Deutschland können eine ähnlich hohe Expertise bei Schwellkörperimplantationen vorweisen. 
 
Bei seinem Besuch am Uniklinikum Würzburg (UKW) Anfang Dezember hatte der renommierte Mitbegründer der urologischen Prothetik, Prof. Steven K. Wilson aus Kalifornien/USA, das Exzellenz-Zertifikat „Center of Excellence for Penile Implants“ im Gepäck. Er überreichte es an Privatdozent Dr. Georgios Hatzichristodoulou und Prof. Dr. Hubert Kübler, den Oberarzt und den Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des UKW.

PD Dr. Georgios Hatzichristodoulou (links) und Prof. Dr. Hubert Kübler (rechts) vom Uniklinikum Würzburg freuen sich über das von Prof. Steven K. Wilson überreichte Exzellenz-Zertifikat.
 PD Dr. Georgios Hatzichristodoulou (links) und Prof. Dr. Hubert Kübler (rechts) vom Uniklinikum Würzburg freuen sich über das von Prof. Steven K. Wilson überreichte Exzellenz-Zertifikat.
Bild: Georgios Hatzichristodoulou / Uniklinikum Würzburg

  • Die Auszeichnung wird ausschließlich an Kliniken verliehen, die Implantationen von künstlichen Schwellkörpern (Penisprothesen) mit sehr hohen Qualitätsstandards durchführen – und dies in großer Zahl und mit besonders niedrigen Komplikationsraten. 
  • Zudem müssen die Kliniken auch wissenschaftliche Erfolge in diesem Bereich nachweisen. Neben der Würzburger Urologischen Universitätsklinik erfüllen in Deutschland aktuell lediglich zwei weitere Kliniken diese hohen Anforderungen.

Die erforderliche Expertise brachte PD Dr. Hatzichristodoulou bei seinem Dienstantritt am UKW Anfang 2017 mit nach Würzburg.

Der Urologe hat seit mehr als zehn Jahren einen klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkt in der Penischirurgie. 

Sein internationales Renommee in diesem Bereich verdeutlicht zum Beispiel der von ihm im Oktober vergangenen Jahres am Uniklinikum Würzburg veranstaltete „1. Interaktive Live-Workshop zur operativen Therapie der erektilen Dysfunktion und der Induratio penis plastica“, an dem nicht nur Mediziner aus Deutschland, sondern auch aus Schweden, Italien, Belgien und den USA teilnahmen.

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Kardiomyozyten: Herzschwäche - Herzmuskelschwäche bei Deinem Sportlerherz?

Medizin am Abend Berlin Fazit: Zellteilung verhindert Herzschwäche

Göttinger Herzforscher mit neuen Erkenntnissen zur Vorbeugung von Herzmuskelschwäche bedingt durch Bluthochdruck- und Herzklappenerkrankungen. Veröffentlichung im renommierten „Journal of Clinical Investigation“. 

Priv-Doz. Dr. Karl Toischer, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG und Erstautor der Studie.
 Priv-Doz. Dr. Karl Toischer, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG und Erstautor der Studie. hzg/lange 
  • Hypertrophie, die Verdickung des Herzmuskels durch Zellvergrößerung, ist bei Leistungssportlern als „Sportlerherz“ bekannt. 
  • Sie bezeichnet eine natürliche und umkehrbare Anpassungsreaktion des Herzens auf den dauerhaften und verstärkten Trainingsreiz. 
Davon zu unterscheiden ist eine krankhafte Herzwandverdickung als Folge einer anhaltenden Druckbelastung, die beispielsweise durch Bluthochdruck oder eine Herzklappenerkrankung, der Aortenstenose, ausgelöst wird. 

Dabei handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung, die zu einer Verschlechterung der Herzfunktion, zu Herzinsuffizienz und Herzversagen führen kann.

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachHinweis: Laborkontrolle N-T-pro BNP 
Verursacht wird die Herzschwäche unter anderem durch das Absterben von Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten).
 Da sich die Herzmuskelzellen im Erwachsenenalter nicht mehr teilen können und somit kein Ersatz der abgestorbenen Herzmuskelzellen möglich ist, führt der Verlust zu einer sinkenden Herzfunktion und zur Bildung von Narbengewerbe.


Echokardiographie der Maus: In den CyclinD2-transgenen Tieren zeigt sich im Vergleich zu den normalen Kontrolltieren bei Nachlasterhöhung eine deutliche Zunahme der Wanddicke.




Echokardiographie der Maus: In den CyclinD2-transgenen Tieren zeigt sich im Vergleich zu den normalen Kontrolltieren bei Nachlasterhöhung eine deutliche Zunahme der Wanddicke.
umg

Forschern der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der Indiana University School of Medicine, USA ist es nun gemeinsam gelungen, in einem Mausmodell die Zellteilung in erwachsenen Herzmuskelzellen erneut zu aktivieren. Diese Fähigkeit konnte bei einer Druckbelastung des Herzens einer Herzschwäche vorbeugen und die Überlebensrate deutlich verlängern. Die Kompensation der Belastung erfolgt durch eine Herzwandverdickung, die durch die Vermehrung der Herzmuskelzellen anstatt durch die Vergrößerung des Volumens der einzelnen Herzmuskelzellen hervorgerufen wird und eine Narbenbildung verhindert. „Interessanterweise konnte durch die Vermehrung der Zellzahl teilweise sogar bestehendes Narbengewebe wieder verringert werden. Dies stellt einen spannenden Ansatz für eine bereits bestehende Herzinsuffizienz dar“, sagt Priv-Doz. Dr. Karl Toischer, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG und Erstautor der Studie. In der Arbeit der Göttinger Wissenschaftler wurden molekulare Mechanismen, die für die Teilungsfähigkeit der Herzmuskelzelle erforderlich sind, eingehend analysiert und identifiziert. Die Untersuchung liefert neue Erkenntnisse zur Verhinderung der Entwicklung einer Herzinsuffizienz bei Bluthochdruck- und Herzklappenerkrankungen. Die Ergebnisse sind in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of Clinical Investigation“ veröffentlicht.

Originalveröffentlichung: Karl Toischer, Wuqiang Zhu, Mark Hünlich, Belal A. Mohamed, Sara Khadjeh, Sean P. Reuter, Katrin Schäfer, Deepak Ramanujam, Stefan Engelhardt, Loren J. Field, Gerd Hasenfuß: Cardiomyocyte proliferation prevents failure in pressure overloard but not volume overload. ISSN: 1558-8238, published October 30, 2017.

„Wir arbeiten jetzt an Therapieverfahren im Tiermodell, die die Herzmuskelzelle in die Lage versetzen, sich zu teilen. Da vermehrte Teilungsfähigkeit der Zellen grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für Tumorentwicklung beinhaltet, ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Teilungsfähigkeit der Herzmuskelzellen kontrollierbar ist", sagt Prof. Dr. Gerd Hasenfuß, Letztautor der Studie, Direktor der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG und Vorsitzender des Herzzentrums Göttingen.

FOLGESTUDIE FÜHRT ERGEBNISSE ZUSAMMEN
Schon in vorherigen Arbeiten konnten amerikanische Forscher zeigen, dass die zielgerichtete Bildung des Proteins Cyclin D2 ausreicht, um die Erzeugung von Herzzell-DNA in genetisch veränderten Mäusen nach einem Herzinfarkt zu aktivieren.

Die daraus resultierende Zellteilungsaktivität der Herzzellen war dabei schon ausreichend, um die Konstitution und Funktion des Herzens bei erwachsenen Mäusen nach einem Herzinfarkt zu verbessern. Unklar blieb aber, ob dieser Therapieansatz auch für andere Arten der Herzinsuffizienz möglich ist. Bei Herzklappenerkrankungen kommt es entweder zu einer Druckbelastung, wenn das Herz gegen die verengte Klappe arbeiten muss (Aortenstenose), oder zu einer Volumenbelastung, wenn bei einer undichten Klappe zu viel Blut ins Herz zurückfließt (Aorteninsuffizienz).

In einer vorangegangenen Göttinger Studie konnte gezeigt werden, dass die Mausmodelle ein erhöhtes Blutvolumen im Herzen besser kompensieren konnten als eine erhöhte Druckbelastung.

Die nun veröffentlichte Studie wurde durchgeführt, um festzustellen, ob die Aktivierung der Herzzellteilung durch das Protein Cyclin D2 in Mausmodellen bei erhöhter Volumen- und Druckbelastung ähnliche Resultate erzielt.

Die Daten zeigen, dass das Niveau der Kardiomyozyten-Zellteilungsaktivität im Mausmodell bei intensiviertem Druck steigt, was wiederum zu einer erhöhten Kardiomyozytenzahl und einer erhöhten Wanddicke trotz abgeschwächter Zellvergrößerung führt.

Dies wiederum verhindert Herzversagen und verbessert das Überleben der Mäuse. Im Gegensatz dazu erhöhte sich bei gesteigerter Volumenbelastung weder das Niveau der Herzzellerneuerung, noch verbesserte sich die Prognose der Testmäuse.

„Die Ergebnisse dieser Studie machen Hoffnung, dass uns in absehbarer Zeit ein neues, wirkungsvolles Verfahren für die Behandlung der Herzschwäche durch Hypertrophie zur Verfügung steht. Wir verfolgen dieses Projekt mit Hochdruck und wollen es schnellstmöglich in die klinische Anwendung bringen“, sagt Prof. Gerd Hasenfuß.

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CAVE: CF- Cystische Fibrose, Mukoviszidose Diabetes

Medizin am Abend Berlin Fazit: Bei frühem Mukoviszidose-Diabetes reichen Tabletten

Rund die Hälfte aller Mukoviszidose-Betroffenen erkrankt im Lauf ihres Lebens an einem sogenannten CF-Diabetes. 

Die Therapie der Wahl ist dann häufig das Spritzen von Insulin. 

Eine groß angelegte Langzeitstudie konnte zeigen, dass bei einem frühen CF-Diabetes Repaglinid-Tabletten genauso wirksam sind wie das Spritzen von Insulin. 

Der Mukoviszidose e.V. hatte die Studie mit 600.000 Euro unterstützt. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Spen­den­recht­li­che Be­ur­tei­lung von „Crowd­fun­ding“ (§ 10b EStG) 

Die Mukoviszidose Institut gGmbH, eine hundertprozentige Tochter des Vereins, hatte als Sponsor die Verantwortung für die klinische Prüfung übernommen. Die Ergebnisse der Studie sind kürzlich im renommierten Fachjournal „Lancet Journal of Diabetes and Endocrinology“ veröffentlicht worden.

 
„Ziel der Studie zum Mukoviszidose-Diabetes war es, die Therapielast der Patienten erheblich zu reduzieren“, sagt Dr. Miriam Schlangen, Mitglied der Geschäftsführung des Mukoviszidose e.V. und Leiterin der Mukoviszidose Institut gGmbH. Denn Betroffene müssen zahlreiche Tabletten nehmen, regelmäßig inhalieren und Physiotherapie machen und auch auf einen gesunden Ernährungsstatus achten.

Besonders in der Pubertät ist es für viele Patienten schwierig, dieses hohe Pensum durchzuhalten. 
„Aber gerade in dieser Zeit erkranken viele Betroffene zusätzlich an Diabetes“, sagt Schlangen.

Denn der zähe Schleim, der bei Mukoviszidose in den Körperzellen entsteht, schädigt auch die Bauchspeicheldrüse.

Insgesamt erkrankt jeder zweite Mukoviszidose-Patient an dem sogenannten CF-Diabetes (CF = Cystische Fibrose, Mukoviszidose).

Bei Mukoviszidose ist allerdings eine Diät, wie sie Patienten mit Diabetes Typ 2 empfohlen wird, nicht sinnvoll. 
Denn Mukoviszidose-Betroffen haben einen besonders hohen Kalorienbedarf. Daher ist für sie das Spritzen von Insulin die Therapie der Wahl.
Medizin am Abend Berlin ZusatzFachHinweis: Labor Pankreasinsuffizienz 

Langzeitstudie untersuchte Therapie des CF-Diabetes

Statt mehrfach täglich Insulin zu spritzen, reicht beim frühen CF-Diabetes aber auch eine Therapie in Tablettenform (Repaglinid). Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie zum CF-Diabetes, die von 2001 bis 2011 an 49 Mukoviszidose-Zentren in Österreich, Frankreich, Italien und Deutschland durchgeführt worden war. In der randomisierten, kontrollierten klinischen Studie wurden zunächst 1.000 Mukoviszidose-Patienten im Alter ab zehn Jahren auf einen CF-Diabetes gescreent. Wurde ein Diabetes erkannt, wurde der Patient zufällig einer Behandlungsgruppe zugewiesen: Entweder musste er mehrfach täglich Insulin spritzen oder Repaglinid in Tablettenform nehmen.

Von 1.000 gescreenten Patienten willigten letztlich 75 Patienten mit frühem Mukoviszidose-Diabetes ein, an der Studie teilzunehmen. 34 Patienten erhielten Repaglinid als Therapie, 41 spritzten Insulin. Die Patienten wurden zwei Jahre lang überwacht: Weder nach einem noch nach zwei Jahren Behandlung in der entsprechenden Gruppe konnte ein signifikanter Unterschied im Blutzuckerspiegel (HbA1c-Wert) gemessen werden. Ebenso war die Anzahl der Nebenwirkungen in beiden Gruppen etwa gleich. Und auch bei der Lungenfunktion und beim Ernährungsstatus zeigten sich keine Unterschiede. „Dank der Unterstützung des Mukoviszidose e.V., vieler CF-Ambulanzen und der teilnehmenden Patienten konnten wir zeigen, dass ohne Verlust an Sicherheit oder Wirksamkeit eine Behandlung des CF-Diabetes mit Tabletten für mehrere Jahre ein gangbarer Weg ist. Für Menschen mit Mukoviszidose und zusätzlich noch CF-Diabetes können wir die Therapielast verantwortlich senken", sagt Professor Manfred Ballmann, der Leiter der CF-Diabetes-Studie.

Finanzierung

Die Studie wurde vom Mukoviszidose e.V. mit 600.000 Euro unterstützt. An der Finanzierung beteiligt waren außerdem internationale Mukoviszidose-Organisationen wie Vaincre la Mucoviscidose (Frankreich) oder ABCF Association (Frankreich) sowie Gesundheitsunternehmen wie Novo Nordisk.

Hintergrund-Informationen

Über Mukoviszidose
In Deutschland sind bis zu 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose betroffen. 
  • Durch eine Störung des Salz- und Wasserhaushalts im Körper bildet sich bei Mukoviszidose-Betroffenen ein zähflüssiges Sekret, das Organe wie die Lunge und die Bauchspeicheldrüse irreparabel schädigt. 
Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 150 bis 200 Kinder mit der seltenen Krankheit geboren.

Über den Mukoviszidose e.V.
Der Mukoviszidose e.V. vernetzt die Patienten, ihre Angehörigen, Ärzte, Therapeuten und Forscher. Er bündelt unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen sowie Perspektiven mit dem Ziel, jedem Betroffenen ein möglichst selbstbestimmtes Leben mit Mukoviszidose ermöglichen zu können. Damit die gemeinsamen Aufgaben und Ziele erreicht werden, ist der gemeinnützige Verein auf die Unterstützung engagierter Spender und Förderer angewiesen. Die Mukoviszidose Institut gGmbH ist eine hundertprozentige Tochter des Mukoviszidose e.V.

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Mukoviszidose e.V.
Juliane Tiedt Mukoviszidose Institut – gemeinnützige Gesellschaft für Forschung und Therapieentwicklung mbH
Telefon: +49 (0)228 9 87 80-22
Mobil: +49 (0)171 9582 382
E-Mail: JTiedt@muko.info

In den Dauen 6
53117 Bonn
Deutschland
Nordrhein-Westfalen
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Juliane Tiedt


Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.thelancet.com/journals/landia/article/PIIS2213-8587(17)30400-X/fullte...

Abstract des Artikels im „Lancet Journal of Diabetes and Endocrinology“

Patienten-Masterplan Pflege - Krankenpflege - Altenpflege - Ärzte

Medizin am Abend Berlin Fazit: GroKo und Pflege: nichts Halbes und nichts Ganzes!

Weidner: „Die Menschen wollen eine Reform des Pflegesystems“ 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Medizinische Altersfeststellung als Regelfall 
 
Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung in Köln (DIP) begrüßt vom Grundsatz her die Fortschritte zur Regierungsbildung in Berlin und macht zugleich auf den enormen Handlungsdruck in der Pflege aufmerksam. 

„Die Aussagen im Sondierungspapier zu Personaluntergrenzen und -bemessung in Krankenhäusern und in Pflegeeinrichtungen, zur Vergütungsentwicklung sowie zur Stärkung der Angehörigenpflege gehen schon in die richtige Richtung“, sagte Professor Frank Weidner, Leiter des DIP.

Der Pflegeforscher weist aber auch darauf hin, dass es zur ursächlichen Behebung der Pflegemisere in Deutschland deutlich mehr Mut und Inspiration braucht.
„Was noch fehlt, ist ein wirksames und nennenswertes Stellenförderprogramm im gesamten Pflegebereich, Impulse für eine zukunftsorientierte, wohnortnahe Versorgung sowie ein spürbarer Investitionsschub in Arbeit, Bildung, Forschung und Innovation der Pflege. 

Bislang sind das bestenfalls Reparaturvorschläge, die Menschen wollen aber eine grundlegende Reform des Pflegesystems“, so Weidner. Das DIP fordert SPD, CDU und CSU auf, in Koalitionsverhandlungen entsprechend nachzulegen.


Insbesondere die Tatsache, dass es im Sondierungspapier keine Konkretisierungen für einen Stellenausbau der Pflege im Krankenhaus gebe, wird von Weidner scharf kritisiert. 
  • Im Vergleich zu 1995 fehlen in den Krankenhäusern heute rund 25.000 Stellen für die Pflege, es gibt aber fast 60.000 Stellen für die Ärzte mehr. 
Heute werden fast 4 Mio. Patienten jährlich mehr behandelt als noch 1995. 
  • Eine Pflegefachperson muss sich heute um 60 Patienten im Jahr kümmern, 1995 waren es noch 45. 
Damals arbeiteten statistisch gesehen 3,5 Pflegefachkräfte mit einem Arzt zusammen, heute sind es nur noch zwei Pflegende pro Arzt. „Die Arbeitslast für jede einzelne Pflegefachkraft hat sich alleine dadurch verdoppelt, was auch negative Auswirkungen auf die Patientenversorgung hat. 

Die Pflege hat in den letzten 20 Jahren aufgrund des ökonomischen Drucks im Krankenhaus ganz wesentlich und mehr als alle anderen Berufsgruppen geblutet“, erläuterte Weidner.


Das DIP kritisiert, dass im Sondierungspapier kein deutliches Umsteuern für die Pflege im Krankenhaus erkennbar wird.

Die Planungen von CDU, SPD und CSU, Personaluntergrenzen in den Krankenhäusern auf allen bettenführenden Stationen einführen zu wollen, sind nach Ansicht des Instituts zwar richtig, aber „das werden halt Grenzen nach unten sein, die bestenfalls verhindern, dass die Relationen noch schlechter werden“, sagte Weidner.


In der stationären Langzeitpflege sind von der GroKo 8.000 zusätzliche Fachkraftstellen geplant.

Dies wird nach mehreren Runden der Stellenförderung von ungelernten Betreuungskräften in den vergangenen Jahren vom DIP als ein Fortschritt angesehen.

Bei rund 13.500 stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland sind das aber gerade einmal 0,6 Stellen pro Einrichtung. 

Das sei angesichts des enormen Drucks in den Altenheimen „nichts Halbes und nichts Ganzes“, meinte Weidner.

Die Position der Sondierer für die Einführung eines Flächentarifvertrags in der Altenpflege hält das DIP für überfällig und empfiehlt den Tarifpartnern einen solchen Vertrag zeitnah in allen Bundesländern anzugehen und umzusetzen.


Die Forscher des DIP hatten Ende 2017 für einen Masterplan Pflege in Deutschland argumentiert und die zeitnahe Einrichtung eines Runden Tisches aller Beteiligten angeregt, 100.000 neuen Stellen in der Pflege und deutlich höhere Vergütungen gefordert sowie ein Innovationsprogramm für die Zukunft der Pflege angemahnt.

Die Kosten für den Masterplan Pflege belaufen sich nach Schätzungen des DIP mittelfristig auf zusätzlich rund 12 Mrd. Euro jährlich.

Das Institut plädiert auch für eine stärkere Gesamtschau in der Pflege und eine Abkehr von der berufsbezogenen Betrachtung auf Krankenpflege hier und Altenpflege dort. 

„In der letzten Legislatur haben die Regierungsparteien das Pflegeberufereformgesetz verabschiedet und damit einer allgemeinen Pflegeausbildung endlich die Tür geöffnet. Es ist nun dringend geboten, diesem Reformschritt weitere folgen zu lassen“, empfiehlt Weidner.


Das gemeinnützige und unabhängige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) hat seinen Sitz in Köln an der KatHO NRW.

Seit der Gründung im Jahr 2000 hat das Institut mehr als einhundertzwanzig innovative Projekte im Bereich der Pflege-, Pflegebildungs- und Versorgungsforschung durchgeführt und zahlreiche Studien zur Situation der Pflege in Deutschland veröffentlicht.


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Elke Grabenhorst
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Frank Weidner Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.



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Elke Grabenhorst
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Fax: 0221/46861-39
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Daniel Tucman
wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: 02214686142
E-Mail-Adresse: d.tucman@dip.de


TV-Hinweis für heute abend: 45 Min: Das große Geschäft mit dem Schnupfen - Helfen Medikamente wirklich?

Medizin am Abend Berlin Fazit:
 
Sie sind hoffentlich gesund! Vielleicht ärgern Sie sich aber auch gerade mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit herum? Diverse rezeptfreie Erkältungsmittel versprechen Abhilfe. Wir kaufen sie sehr bereitwillig und verschaffen der Pharmaindustrie und den Apotheken damit ein gigantisches Geschäft: Rund 1,1 Milliarden Euro Umsatz haben sie 2016 allein mit dem Verkauf von Erkältungs- und Hustenmitteln gemacht.

Wirken diese Präparate aber auch tatsächlich gegen Schnupfen und Husten? Wie gut ist die Beratung in Praxen und Apotheken? Wie werden Medikamente überprüft: Ist alles, was zugelassen ist, automatisch wirksam? Welche Alternativen gibt es? Antworten geben unabhängige Experten aus Medizin und Forschung. Außerdem untersucht die Autorin, welche Rolle der viel beschworene Placebo-Effekt, also der bloße Glaube an die Wirkung von Arzneien, beim Gesundwerden spielt.

Heute um 22 Uhr zeigt das NDR Fernsehen die Dokumentation "45 Min: Das große Geschäft mit dem Schnupfen - Helfen Medikamente wirklich?". Den Film können Sie auch jetzt schon in der Mediathek sehen.


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Redaktion:
45 Min
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg
Telefon (040) 415 60
E-Mail: 45min@ndr.de
Internet: www.ndr.de/45min
 

CAVE: Notaufnahme mit Herzinfarkt - speziell Ältere Frauen über 65 Jahre

Medizin am Abend Berlin Fazit: Herzinfarkt: Ältere Frauen zu spät im Krankenhaus

Bei Frauen, die älter als 65 Jahre sind, dauert es am längsten bis sie nach Auftreten der ersten Symptome eines Herzinfarkts in die Notaufnahme gelangen. 

Dadurch geht wertvolle Zeit verloren, um die verschlossenen Blutgefäße wieder zu eröffnen und die Schädigung des Herzmuskels einzuschränken. 

Das ergab eine Studie des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München.  

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: linearen Gadolinium -haltigen Kontrastmitteln  
  • Die Forscher fordern dringend gezielte Aufklärungsmaßnahmen für diese Risikogruppe. 



Ärzte sollten insbesondere mit ihren älteren Patientinnen über das Thema Herzinfarkt sprechen.
 Ärzte sollten insbesondere mit ihren älteren Patientinnen über das Thema Herzinfarkt sprechen.
Foto: Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung
 
  • „Der Unterschied zwischen älteren Frauen und allen anderen von uns untersuchten Gruppen, nämlich jüngeren Frauen unter 65 Jahren, sowie Männern über und unter 65 Jahren, ist eklatant“, sagt der DZHK-Wissenschaftler Professor Karl-Heinz Ladwig, Gruppenleiter am Institut für Epidemiologie des Helmholtz Zentrum München und Professor für psychosomatische Medizin an der Technischen Universität München. 
Bei älteren Frauen vergehen durchschnittlich über viereinhalb Stunden bis sie in der Notaufnahme sind, bei jungen Frauen sind es hingegen knapp zweieinhalb Stunden. 

Auch junge und alte Männer stehen besser da:

Bei über 65-jährigen Männern dauert es über dreieinhalb Stunden gegenüber gut drei Stunden bei jungen Männern, bis sie im Krankenhaus untersucht werden.

Medizin am Abend Berlin Zusatz-Labor: Copeptin  

Medizin am Abend Berlin Zusatz-Labor: Troponin  

Anders als bisher angenommen, ist es also weder allein das Alter noch das Geschlecht sondern die Kombination aus Alter und weiblichem Geschlecht, die zu langen Entscheidungszeiten zwischen Auftreten der ersten Herzinfarkt-Symptome und der Versorgung in einer Notaufnahme führt.

Dabei zählt bei einem Herzinfarkt jede Minute, um das Herz mit einem Katheter zu untersuchen und das verschlossene Blutgefäß wieder zu eröffnen. Denn je schneller der Blutfluss wieder hergestellt werden kann, desto weniger Herzmuskelzellen sterben ab.

Die Daten stammen aus der MEDEA-Studie (Munich Examination of Delay in Patients Experiencing Acute Myocardial Infarction), in der über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren 619 Patienten mit einem Herzinfarkt, bei dem sich eine ST-Strecken-Hebung im Elektrokardiogramm zeigte, befragt wurden. Gefördert wurde dieses Projekt von der Deutschen Herzstiftung. Zertifizierte Interviewerinnen führten mit den Patienten innerhalb von 24 Stunden nach dem Verlassen der Intensivstation Gespräche durch. Außerdem füllten die Studienteilnehmer einen Fragebogen aus, und aus den Krankenakten und den Angaben des medizinischen Personals wurden ihre körperlichen Risikofaktoren ermittelt. Die klinischen Eigenschaften zwischen Männern und Frauen unterschieden sich nur geringfügig, männliche Studienteilnehmer waren lediglich etwas häufiger Raucher als weibliche. 

Bei der Betrachtung der soziodemographischen Faktoren zeigte sich, dass die weiblichen Studienteilnehmer häufiger alleine lebten sowie älter und öfters arbeitslos waren.

Fehlender Brustschmerz: nicht typisch weiblich
Die allgemeine Annahme, dass bei einem Herzinfarkt das typische Symptom Brustschmerz nur bei Frauen häufig fehlt, und der Herzinfarkt deshalb zu spät erkannt wird, konnten Ladwig und seine Kollegen nicht bestätigen. 

Denn die Abwesenheit von Brustschmerz hatte nur einen geringen Effekt auf die Entscheidungszeit der älteren Patientinnen und konnte nicht die beobachteten exzessiven zeitlichen Unterschiede erklären. Vielmehr zeigen die Daten der MEDEA-Studie, dass das Fehlen von Brustschmerz ein Alterseffekt und nicht typisch weiblich ist. Denn diese fehlende Symptomatik konnten die Forscher bei älteren Männern annähernd so oft beobachten wie bei älteren Frauen.

 Das Auftreten von Brustschmerz lässt sich laut Ladwig auf die einfache Formel bringen: „Je älter desto weniger Brustschmerz.“

„Auch bei Übelkeit und Erbrechen konnten wir keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern feststellen“, sagt Ladwig. „Das hatten wir ganz anders erwartet. Denn diese atypischen Beschwerden wurden bislang immer eher Frauen zugeordnet.“ Fehlende oder untypische Beschwerden können daher nicht die Ursache dafür sein, dass ältere Frauen so spät in die Notaufnahme kommen.

Falsche Bescheidenheit
Ladwig und seine Kollegen sehen die Gründe für die langen Entscheidungszeiten im psychologischen Bereich, unter anderem in einer Bescheidenheit, die in diesem Fall völlig unangebracht ist: „Das wird schon wieder besser, da muss ich doch jetzt nicht den Notarzt rufen. Was sollen die Nachbarn denken, wenn der Krankenwagen vorfährt und dann doch nichts war?“ Solche Gedanken sind wohl gerade bei älteren Frauen häufig und führen zu den gefährlichen Verzögerungen. Die Wissenschaftler planen bereits eine Anschlussstudie, in der sie diesen Faktoren bei älteren Frauen genauer auf den Grund gehen wollen.

Gezielte Aufklärung
Außerdem fordern sie, dass diese Risikogruppe bei der Aufklärung zum Herzinfarkt noch mehr in den Fokus geraten muss. „Eines unserer zentralen Ziele ist, zukünftig gezielt auf ältere Frauen einzuwirken, etwa über bundesweite Kampagnen oder die Ärzte“, sagt Ladwig. Hausärzte sollten mit ihre alten Patientinnen sprechen, die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt haben. Dabei sollten sie ihnen verdeutlichen, wie wichtig es ist, rechtzeitig den Notruf zu wählen und erklären, wie sie im Ernstfall richtig reagieren können. Dazu gehören auch so einfache Tipps, wie den Zettel mit der Notruf-Nummer direkt ans Telefon zu hängen und zwar so groß geschrieben, dass man sie auch ohne Brille lesen kann.

Originalarbeit:
Comparison of Delay Times Between Symptom Onset of an Acute ST-elevation Myocardial Infarction and Hospital Arrival in Men and Women <65 Years Versus ≥65 Years of Age.: Findings From the Multicenter Munich Examination of Delay in Patients Experiencing Acute Myocardial Infarction (MEDEA) Study. Ladwig KH, Fang X, Wolf K, Hoschar S, Albarqouni L, Ronel J, Meinertz T, Spieler D, Laugwitz KL, Schunkert H. Am J Cardiol. 2017 Dec 15;120(12):2128-2134.
doi: 10.1016/j.amjcard.2017.09.005.

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Arbeitsunfälle  


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Christine Vollgraf, Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Tel.: 030 3465 529 02, presse@dzhk.de


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Prof. Dr. Karl-Heinz Ladwig, Helmholtz Zentrum München – Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Institut für Epidemiologie II, E-Mail: ladwig@helmholtz-muenchen.de



Intensivstation: Intensiv-Nachsorgeambulanz --post intensive care-syndrome‘ (PICS)

Medizin am Abend Berlin Fazit: Studie zur Pilotierung einer Intensiv-Nachsorgeambulanz

Eine Arbeitsgruppe von Universität und Universitätsklinikum Regensburg (UKR) entwickelt ein Konzept für eine Intensiv-Nachsorgeambulanz. 

Dadurch soll eine Versorgungslücke im Übergang von der intensivmedizinischen Behandlung zur Nachsorge geschlossen werden.  

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Bauchaortenaneurysmen 
 Prolongierte Intensivtherapie kann chronische Beeinträchtigungen induzieren.
 Prolongierte Intensivtherapie kann chronische Beeinträchtigungen induzieren.
Werner Krüper 
  • Prolongierte Intensivtherapie kann chronische Beeinträchtigungen wie psychiatrische Syndrome, kognitive Störungen, Muskelschwäche, Hör-, Seh- und Schluckstörungen induzieren. 
Man spricht vom ‚post intensive care-syndrome‘ (PICS), welches mit erhöhtem Bedarf an medizinischen Leistungen assoziiert ist, die Lebensqualität erheblich einschränkt und auch Angehörige betrifft.

Bislang werden PICS-Patienten und -Angehörige nicht ausreichend in der Versorgung berücksichtigt.

Hier setzt nun eine neue Studie rund um das Forscherteam um Professor Dr. Christian Apfelbacher, Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin der Universität Regensburg, und Professor Dr. Thomas Bein, Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Regensburg, an. 

In den nächsten 36 Monaten wollen sie den Versorgungsbedarf für Patienten und Angehörige nach einem Aufenthalt in der Intensivstation erheben und darauf aufbauend eine Intensiv-Nachsorgeambulanz entwickeln, die in einem Pilotmodell getestet werden soll.

Versorgungsmodelle, die über die Reha-Leistungen hinausgehen und auf einen kontinuierlichen Übergang von der intensivmedizinischen Behandlung zur Nachsorge abzielen, sind in Deutschland derzeit nicht etabliert. 

„Hier herrscht definitiv eine Versorgungslücke, die wir schließen möchten“, erläutert Professor Apfelbacher die Intention des Forschungsprojekts. 
  • „Defizite bestehen vor allem in früher Diagnostik, dem bedarfsgerechten Einleiten von Therapien sowie der intersektoralen Koordination von Versorgungsleistungen. 
Daten zu Bedarf und Inanspruchnahme spezifischer Versorgungsformen nach intensivmedizinischer Behandlung fehlen in Deutschland für Patienten und ihre Angehörigen.“  

Patienten, die nach einem längeren Intensiv-Aufenthalt entlassen werden, sind in den meisten Fällen nicht vollständig genesen und deshalb auf Hilfe angewiesen.

Das Studienprojekt schließt daher Patienten und Angehörige gleichermaßen mit ein.

Familie und Freunde sind in den wenigsten Fällen darauf vorbereitet, den Patienten zu Hause zu pflegen oder anderweitig in der Bewältigung seines Alltags zu unterstützen. 

Wir wollen den Versorgungsbedarf und die Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen spezifizieren und in der Nachsorge-Ambulanz adressieren“, führt Professor Bein aus. 

„Diese soll durch eine Verbesserung der Abläufe die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Patienten und Angehörigen nach intensivmedizinischer Betreuung optimieren.“


Das Forscherteam rund um Professor Dr. Christian Apfelbacher (4.v.l.) und Professor Dr. Thomas Bein (4.v.r.).
 Das Forscherteam rund um Professor Dr. Christian Apfelbacher (4.v.l.) und Professor Dr. Thomas Bein (4.v.r.).

In die Studie werden erwachsene Patienten einbezogen, die länger als fünf Tage intensivmedizinisch behandelt und eine Organersatztherapie erhalten haben.

Im ersten Schritt werden der Versorgungsbedarf und die Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen eruiert.

Hierzu werden in Kooperation mit der AOK die Versorgungsdaten ein Jahr nach Entlassung verfolgt und auf konkrete Behandlungen sowie Diagnosen von psychischen und körperlichen Erkrankungen hin ausgewertet. 

Zudem werden Patienten und Angehörige gezielt nach Versorgungsbedürfnissen befragt.

Darüber hinaus wird mit an der medizinischen Versorgung beteiligten Akteuren in Fokusgruppeninterviews der Versorgungsbedarf eruiert und über die Voraussetzungen einer Nachsorgeambulanz diskutiert.

Auf diesen Ergebnissen aufbauend, entwickelt die Studiengruppe ein Konzept für eine partizipative Intensiv-Nachsorgeambulanz.

Diese soll im nächsten Schritt in einem Modellprojekt geprüft werden.

100 Patienten werden hierfür in zwei gleichgroße Gruppen aufgeteilt, wobei die eine in der Nachsorgeambulanz behandelt wird, während die andere die übliche Versorgung erhält. 

Zur Erfolgsmessung werden die Daten der Patientengruppen auf bestimmte Parameter hin miteinander verglichen und weitere Befragungen durchgeführt.

Den Fokus der Ambulanz sehen wir dabei in Untersuchung, Diagnostik und Koordination der therapeutischen Leistungen, wobei die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Therapeuten elementarer Baustein der Ambulanz sein wird“, erläutert Professor Apfelbacher.

Das Projekt greift Ideen internationaler Initiativen auf, die aktuell Ansätze für die Versorgung von Patienten mit PICS entwickeln.

Mit Ausnahme eines hausarztzentrierten Sepsis-Nachsorge-Konzeptes wird das Thema in Deutschland bislang nicht bearbeitet. 

Der partizipative Ansatz ist somit innovativ und ermöglicht ein bedarfsgerechtes und patientenorientiertes Konzept.

Vergleichbare Projekte wurden international vereinzelt implementiert, allerdings ist die Wirksamkeit auf patientenrelevante Zielgrößen unklar.

Als erfolgsversprechende Maßnahmen werden allgemein ein stärkerer Einbezug von Angehörigen sowie eine Kooperation mit Hausärzten und Rehabilitationsmedizinern diskutiert, woran das Regensburger Studienprojekt ansetzt. 

Das Projekt wird in enger Kooperation vom Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin der Universität Regensburg, vor allem vom Fachbereich Medizinische Soziologie, von der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Regensburg sowie vom Fachbereich Pneumologie, angesiedelt an der Klinik Donaustauf und der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des UKR, durchgeführt.

Das Projekt wird aus Mitteln des Innovationsfonds zur Förderung der Versorgungsforschung mit einem Zuschuss von rund 590.000 Euro gefördert.

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Katja Rußwurm
Universitätsklinikum Regensburg
Tel: 0941 944-4200
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Pflegende Angehörige von Demenz-Erkrankten https://fuer-pflegende-angehoerige.de

Medizin am Abend Berlin Fazit: Onlineberatungsportal für pflegende Angehörige von Demenz-Erkrankten

Individuelle Beratung durch Ehrenamtliche und professionelle Fachkräfte  
  • Rund 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt. 
Für die Angehörigen ist die Betreuung oft eine große Belastung. Doch viele haben neben Pflegetätigkeit, Familie und Beruf keine Zeit, Beratungsstellen aufzusuchen oder möchten lieber anonym bleiben.

Hier setzt die Onlineberatungsplattform für pflegende Angehörige von Demenzkranken des Instituts für E-Beratung an. Mit dem Beratungsforum stellt die TH Nürnberg ein niedrigschwelliges, jederzeit per Mausklick von zuhause erreichbares Entlastungsangebot zur Verfügung.

Demenz hat viele Gesichter.

Hinter der Volkskrankheit stehen unterschiedlichste Schicksale und persönliche Leidenswege von Patientinnen, Patienten und Angehörigen. 

An der TH Nürnberg bietet das Institut für E-Beratung seit Juni 2017 eine Onlineberatungsplattform für pflegende Angehörige von Demenzkranken an. Das Besondere: Das Portal verbindet ehrenamtliche Hilfe und professionelle Beratung und ist damit bayernweit einzigartig. Gefördert wird das Forschungsprojekt für drei Jahre vom Freistaat Bayern mit 250.000 Euro.

Prof. Dr. Richard Reindl, Sprecher der Akademischen Leitung des Instituts für E-Beratung: “Pflegende Angehörige zu unterstützen ist wichtig, weil sie momentan die größte Gruppe der Pflegekräfte ausmachen. Rund 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt, davon mehr als zwei Drittel ausschließlich durch Angehörige.“

Das Ziel des Onlineportals ist es, Menschen anzusprechen, die kein persönliches Beratungsgespräch wahrnehmen können, weil es mit ihrer Pflegetätigkeit zeitlich nicht vereinbar ist oder weil sie anonym bleiben wollen.

Darüber hinaus leistet das Institut für E-Beratung mit dem Onlineberatungsportal Präventionsarbeit:

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versuchen den Angehörigen Hilfsangebote und Anlaufstellen aufzuzeigen, bevor für sie eine Situation der Überlastung entsteht.

Sigrid Zauter, Geschäftsführerin des Instituts für E-Beratung: „Unser Anliegen ist es, das Thema Demenz an die jüngere Generation heranzutragen. Wir leben in einer alternden Gesellschaft und die Zahl der Pflegebedürftigen wird steigen. Waren es in 2013 noch 2,48 Millionen, rechnet das Bundesministerium für Gesundheit für 2030 mit 3,31 Millionen Pflegebedürftigen.“


Die Beratung in der Onlineplattform übernehmen acht geschulte Ehrenamtliche sowie professionelle Expertinnen und Experten der Pflege- und Demenzberatung.

Innerhalb von 24 Stunden erhalten die Ratsuchenden eine individuelle Antwort von den ehrenamtlichen Mitarbeitenden. 

Die Angehörigen stellen Fragen zur Erkennung und den ersten Anzeichen von Demenz, der Organisation einer neu entstehenden Pflegesituation, zum Umgang mit dem Krankheitsbild, aber auch zu tabuisierten Themen wie Hilflosigkeit, Gewalt und sozialer Ausgrenzung.


Unterstützt und begleitet wird das Forschungsprojekt vom Pflegestützpunkt Nürnberg und Fachstellen für Pflegende Angehörige in Nürnberg, Wunsiedel/Selb und Hof.

Das Onlineberatungsportal gewährleistet Datensicherheit für eine vertrauliche, anonyme Beratung.

Weitere Infos zum Institut für E-Beratung der TH Nürnberg:

Das Institut für E-Beratung der TH Nürnberg der Fakultät Sozialwissenschaften der TH Nürnberg bündelt Projekte, Expertenwissen und Aktivitäten elektronisch vermittelter Kommunikation im psychosozialen Beratungsbereich.

Über die textgebundene Onlineberatung hinaus beschäftigen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit weiteren Formen internetbasierter Beratungsleistungen, wie zum Beispiel mit videogestützten Formaten oder Gesundheitscoachings via Smartphone.

Das Onlineberatungsportal: https://fuer-pflegende-angehoerige.de

Institut für E-Beratung der TH Nürnberg: www.e-beratungsinstitut.de


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Astrid Gerner Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm



Keßlerplatz 12
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Postfach Postfach
90121 Nürnberg
Deutschland
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Astrid Bergmeister
Telefon: 0911-5880-4101
Fax: 0911-5880-8222
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CAVE: NASENBLUTEN

Medizin am Abend Berlin Fazit: Experte für Morbus Osler und Speicheldrüsenerkrankungen am UKGM Marburg

Seit dem 15. Oktober 2017 verstärkt Prof. Dr. Urban Geisthoff als Leitender Oberarzt das Team der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Marburg. 

Der Spezialist für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten folgte dem Ruf des UKGM, am Standort Marburg ein Zentrum für Gefäßerkrankungen und -anomalien wieder aufzubauen. 

Prof. Dr. Urban Geisthoff, Ltd. Oberarzt im Team der HNO-Klinik des UKGM Marburg
Prof. Dr. Urban Geisthoff, Ltd. Oberarzt im Team der HNO-Klinik des UKGM Marburg
UKGM Marburg
 
Urban Geisthoff startete nach dem Studium der Humanmedizin an der Ruhr-Universität Bochum und der Universidade de Coimbra in Portugal seine Laufbahn am Universitätsklinikum Kiel. Er beschäftigte sich bereits dort mit Gefäßerkrankungen und baute in seinen folgenden beruflichen Stationen an den Universitätskliniken des Saarlandes, den Kliniken der Stadt Köln sowie am Universitätsklinikum Essen jeweils ein „Zentrum für Morbus Osler“ auf. Diese Zentren wurden je durch die HHT Foundation International (HHT= hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie) ausgezeichnet, teilweise waren sie unter Leitung von Herrn Geisthoff Bestandteil eines europäischen Referenznetzwerks.

Diese Anerkennung strebt der HNO-Spezialist auch für den Standort Marburg an. Prof. Dr. Geisthoff: „Mein Ziel ist es, hier in Marburg das Zentrum wiederzubeleben, mit Blick auf Morbus Osler sowie auch weitere Gefäßveränderungen.“ Dabei setzt er vor allem auch auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit vielen weiteren Fachbereichen, die am Standort des Universitätsklinikums Marburg sehr gut möglich sind. „Genau diese Vernetzung ist bei der Versorgung von Patienten mit komplexen Erkrankungen unabdingbar“, unterstreicht Geisthoff diesen Ansatz.

Was ist der Morbus Osler? Die Krankheit umfasst kleine Gefäßerweiterungen im Bereich von Haut und Schleimhäuten, und große der inneren Organe.  
  • Der Morbus Osler zeigt sich beispielsweise in roten Punkten der Haut des Gesichtes, der Finger oder durch häufiges Nasenbluten.  
Besonders gefährlich wird der Morbus Osler, wenn größere Organe betroffen sind:

„Ein Gefäßkurzschluss in der Lunge kann den Charakter einer tickenden Zeitbombe haben: lange Zeit haben die Betroffenen keine Beschwerden, aber durch Aufhebung der Filterfunktion der Lunge können Gerinnsel und Bakterien zu Schlaganfällen oder Eiterherden führen“, führt Prof. Geisthoff aus.

Auch der Befall der Leber kann durch die Überlastung des Herzens oder Beeinträchtigung der Gallengänge schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. „Der Morbus Osler zählt zu den seltenen Erkrankung der Gefäße, ist in dieser Gruppe jedoch relativ häufig“, erklärt Herr Geisthoff und ordnet ein: „Man geht davon aus, dass wenigstens einer von 5.000 Menschen betroffen ist.“

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Behandlung der so genannten „obstruktiven Speicheldrüsenerkrankungen“.

Durch Steine oder Engstellen der Ausführungsgänge kommt es dabei zum Aufstau von Speichel in den Speicheldrüsen.

Prof. Geisthoff erläutert, dass früher oft nur die Entfernung der Drüse möglich war. „Technologische Entwicklungen wie Speichelgangsendoskope mit Durchmessern unter einem Millimeter oder Stoßwellenbehandlungen erlauben in erfahrenen Händen heutzutage den Erhalt der meisten Drüsen“, resümiert der HNO-Operateur.

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Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM)
Baldingerstraße
35042 Marburg

Klinik Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Prof. Dr. med. Urban Geishoff
Leitender Oberarzt – Leiter Angiomzentrum
Telefon: +49 (0) 6421 – 58 66478
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Dr. Manuela Rutsatz Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH

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35392 Gießen
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Dr. Manuela Rutsatz
Telefon: 06421 5866308
E-Mail-Adresse: manuela.rutsatz@uk-gm.de


Frank Steibli
Telefon: 0641 985 51020
E-Mail-Adresse: frank.steibli@uk-gm.de




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