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CAVE: CF- Cystische Fibrose, Mukoviszidose Diabetes

Medizin am Abend Berlin Fazit: Bei frühem Mukoviszidose-Diabetes reichen Tabletten

Rund die Hälfte aller Mukoviszidose-Betroffenen erkrankt im Lauf ihres Lebens an einem sogenannten CF-Diabetes. 

Die Therapie der Wahl ist dann häufig das Spritzen von Insulin. 

Eine groß angelegte Langzeitstudie konnte zeigen, dass bei einem frühen CF-Diabetes Repaglinid-Tabletten genauso wirksam sind wie das Spritzen von Insulin. 

Der Mukoviszidose e.V. hatte die Studie mit 600.000 Euro unterstützt. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Spen­den­recht­li­che Be­ur­tei­lung von „Crowd­fun­ding“ (§ 10b EStG) 

Die Mukoviszidose Institut gGmbH, eine hundertprozentige Tochter des Vereins, hatte als Sponsor die Verantwortung für die klinische Prüfung übernommen. Die Ergebnisse der Studie sind kürzlich im renommierten Fachjournal „Lancet Journal of Diabetes and Endocrinology“ veröffentlicht worden.

 
„Ziel der Studie zum Mukoviszidose-Diabetes war es, die Therapielast der Patienten erheblich zu reduzieren“, sagt Dr. Miriam Schlangen, Mitglied der Geschäftsführung des Mukoviszidose e.V. und Leiterin der Mukoviszidose Institut gGmbH. Denn Betroffene müssen zahlreiche Tabletten nehmen, regelmäßig inhalieren und Physiotherapie machen und auch auf einen gesunden Ernährungsstatus achten.

Besonders in der Pubertät ist es für viele Patienten schwierig, dieses hohe Pensum durchzuhalten. 
„Aber gerade in dieser Zeit erkranken viele Betroffene zusätzlich an Diabetes“, sagt Schlangen.

Denn der zähe Schleim, der bei Mukoviszidose in den Körperzellen entsteht, schädigt auch die Bauchspeicheldrüse.

Insgesamt erkrankt jeder zweite Mukoviszidose-Patient an dem sogenannten CF-Diabetes (CF = Cystische Fibrose, Mukoviszidose).

Bei Mukoviszidose ist allerdings eine Diät, wie sie Patienten mit Diabetes Typ 2 empfohlen wird, nicht sinnvoll. 
Denn Mukoviszidose-Betroffen haben einen besonders hohen Kalorienbedarf. Daher ist für sie das Spritzen von Insulin die Therapie der Wahl.
Medizin am Abend Berlin ZusatzFachHinweis: Labor Pankreasinsuffizienz 

Langzeitstudie untersuchte Therapie des CF-Diabetes

Statt mehrfach täglich Insulin zu spritzen, reicht beim frühen CF-Diabetes aber auch eine Therapie in Tablettenform (Repaglinid). Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie zum CF-Diabetes, die von 2001 bis 2011 an 49 Mukoviszidose-Zentren in Österreich, Frankreich, Italien und Deutschland durchgeführt worden war. In der randomisierten, kontrollierten klinischen Studie wurden zunächst 1.000 Mukoviszidose-Patienten im Alter ab zehn Jahren auf einen CF-Diabetes gescreent. Wurde ein Diabetes erkannt, wurde der Patient zufällig einer Behandlungsgruppe zugewiesen: Entweder musste er mehrfach täglich Insulin spritzen oder Repaglinid in Tablettenform nehmen.

Von 1.000 gescreenten Patienten willigten letztlich 75 Patienten mit frühem Mukoviszidose-Diabetes ein, an der Studie teilzunehmen. 34 Patienten erhielten Repaglinid als Therapie, 41 spritzten Insulin. Die Patienten wurden zwei Jahre lang überwacht: Weder nach einem noch nach zwei Jahren Behandlung in der entsprechenden Gruppe konnte ein signifikanter Unterschied im Blutzuckerspiegel (HbA1c-Wert) gemessen werden. Ebenso war die Anzahl der Nebenwirkungen in beiden Gruppen etwa gleich. Und auch bei der Lungenfunktion und beim Ernährungsstatus zeigten sich keine Unterschiede. „Dank der Unterstützung des Mukoviszidose e.V., vieler CF-Ambulanzen und der teilnehmenden Patienten konnten wir zeigen, dass ohne Verlust an Sicherheit oder Wirksamkeit eine Behandlung des CF-Diabetes mit Tabletten für mehrere Jahre ein gangbarer Weg ist. Für Menschen mit Mukoviszidose und zusätzlich noch CF-Diabetes können wir die Therapielast verantwortlich senken", sagt Professor Manfred Ballmann, der Leiter der CF-Diabetes-Studie.

Finanzierung

Die Studie wurde vom Mukoviszidose e.V. mit 600.000 Euro unterstützt. An der Finanzierung beteiligt waren außerdem internationale Mukoviszidose-Organisationen wie Vaincre la Mucoviscidose (Frankreich) oder ABCF Association (Frankreich) sowie Gesundheitsunternehmen wie Novo Nordisk.

Hintergrund-Informationen

Über Mukoviszidose
In Deutschland sind bis zu 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose betroffen. 
  • Durch eine Störung des Salz- und Wasserhaushalts im Körper bildet sich bei Mukoviszidose-Betroffenen ein zähflüssiges Sekret, das Organe wie die Lunge und die Bauchspeicheldrüse irreparabel schädigt. 
Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 150 bis 200 Kinder mit der seltenen Krankheit geboren.

Über den Mukoviszidose e.V.
Der Mukoviszidose e.V. vernetzt die Patienten, ihre Angehörigen, Ärzte, Therapeuten und Forscher. Er bündelt unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen sowie Perspektiven mit dem Ziel, jedem Betroffenen ein möglichst selbstbestimmtes Leben mit Mukoviszidose ermöglichen zu können. Damit die gemeinsamen Aufgaben und Ziele erreicht werden, ist der gemeinnützige Verein auf die Unterstützung engagierter Spender und Förderer angewiesen. Die Mukoviszidose Institut gGmbH ist eine hundertprozentige Tochter des Mukoviszidose e.V.

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Mukoviszidose e.V.
Juliane Tiedt Mukoviszidose Institut – gemeinnützige Gesellschaft für Forschung und Therapieentwicklung mbH
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Abstract des Artikels im „Lancet Journal of Diabetes and Endocrinology“

Patienten-Masterplan Pflege - Krankenpflege - Altenpflege - Ärzte

Medizin am Abend Berlin Fazit: GroKo und Pflege: nichts Halbes und nichts Ganzes!

Weidner: „Die Menschen wollen eine Reform des Pflegesystems“ 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Medizinische Altersfeststellung als Regelfall 
 
Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung in Köln (DIP) begrüßt vom Grundsatz her die Fortschritte zur Regierungsbildung in Berlin und macht zugleich auf den enormen Handlungsdruck in der Pflege aufmerksam. 

„Die Aussagen im Sondierungspapier zu Personaluntergrenzen und -bemessung in Krankenhäusern und in Pflegeeinrichtungen, zur Vergütungsentwicklung sowie zur Stärkung der Angehörigenpflege gehen schon in die richtige Richtung“, sagte Professor Frank Weidner, Leiter des DIP.

Der Pflegeforscher weist aber auch darauf hin, dass es zur ursächlichen Behebung der Pflegemisere in Deutschland deutlich mehr Mut und Inspiration braucht.
„Was noch fehlt, ist ein wirksames und nennenswertes Stellenförderprogramm im gesamten Pflegebereich, Impulse für eine zukunftsorientierte, wohnortnahe Versorgung sowie ein spürbarer Investitionsschub in Arbeit, Bildung, Forschung und Innovation der Pflege. 

Bislang sind das bestenfalls Reparaturvorschläge, die Menschen wollen aber eine grundlegende Reform des Pflegesystems“, so Weidner. Das DIP fordert SPD, CDU und CSU auf, in Koalitionsverhandlungen entsprechend nachzulegen.


Insbesondere die Tatsache, dass es im Sondierungspapier keine Konkretisierungen für einen Stellenausbau der Pflege im Krankenhaus gebe, wird von Weidner scharf kritisiert. 
  • Im Vergleich zu 1995 fehlen in den Krankenhäusern heute rund 25.000 Stellen für die Pflege, es gibt aber fast 60.000 Stellen für die Ärzte mehr. 
Heute werden fast 4 Mio. Patienten jährlich mehr behandelt als noch 1995. 
  • Eine Pflegefachperson muss sich heute um 60 Patienten im Jahr kümmern, 1995 waren es noch 45. 
Damals arbeiteten statistisch gesehen 3,5 Pflegefachkräfte mit einem Arzt zusammen, heute sind es nur noch zwei Pflegende pro Arzt. „Die Arbeitslast für jede einzelne Pflegefachkraft hat sich alleine dadurch verdoppelt, was auch negative Auswirkungen auf die Patientenversorgung hat. 

Die Pflege hat in den letzten 20 Jahren aufgrund des ökonomischen Drucks im Krankenhaus ganz wesentlich und mehr als alle anderen Berufsgruppen geblutet“, erläuterte Weidner.


Das DIP kritisiert, dass im Sondierungspapier kein deutliches Umsteuern für die Pflege im Krankenhaus erkennbar wird.

Die Planungen von CDU, SPD und CSU, Personaluntergrenzen in den Krankenhäusern auf allen bettenführenden Stationen einführen zu wollen, sind nach Ansicht des Instituts zwar richtig, aber „das werden halt Grenzen nach unten sein, die bestenfalls verhindern, dass die Relationen noch schlechter werden“, sagte Weidner.


In der stationären Langzeitpflege sind von der GroKo 8.000 zusätzliche Fachkraftstellen geplant.

Dies wird nach mehreren Runden der Stellenförderung von ungelernten Betreuungskräften in den vergangenen Jahren vom DIP als ein Fortschritt angesehen.

Bei rund 13.500 stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland sind das aber gerade einmal 0,6 Stellen pro Einrichtung. 

Das sei angesichts des enormen Drucks in den Altenheimen „nichts Halbes und nichts Ganzes“, meinte Weidner.

Die Position der Sondierer für die Einführung eines Flächentarifvertrags in der Altenpflege hält das DIP für überfällig und empfiehlt den Tarifpartnern einen solchen Vertrag zeitnah in allen Bundesländern anzugehen und umzusetzen.


Die Forscher des DIP hatten Ende 2017 für einen Masterplan Pflege in Deutschland argumentiert und die zeitnahe Einrichtung eines Runden Tisches aller Beteiligten angeregt, 100.000 neuen Stellen in der Pflege und deutlich höhere Vergütungen gefordert sowie ein Innovationsprogramm für die Zukunft der Pflege angemahnt.

Die Kosten für den Masterplan Pflege belaufen sich nach Schätzungen des DIP mittelfristig auf zusätzlich rund 12 Mrd. Euro jährlich.

Das Institut plädiert auch für eine stärkere Gesamtschau in der Pflege und eine Abkehr von der berufsbezogenen Betrachtung auf Krankenpflege hier und Altenpflege dort. 

„In der letzten Legislatur haben die Regierungsparteien das Pflegeberufereformgesetz verabschiedet und damit einer allgemeinen Pflegeausbildung endlich die Tür geöffnet. Es ist nun dringend geboten, diesem Reformschritt weitere folgen zu lassen“, empfiehlt Weidner.


Das gemeinnützige und unabhängige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) hat seinen Sitz in Köln an der KatHO NRW.

Seit der Gründung im Jahr 2000 hat das Institut mehr als einhundertzwanzig innovative Projekte im Bereich der Pflege-, Pflegebildungs- und Versorgungsforschung durchgeführt und zahlreiche Studien zur Situation der Pflege in Deutschland veröffentlicht.


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TV-Hinweis für heute abend: 45 Min: Das große Geschäft mit dem Schnupfen - Helfen Medikamente wirklich?

Medizin am Abend Berlin Fazit:
 
Sie sind hoffentlich gesund! Vielleicht ärgern Sie sich aber auch gerade mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit herum? Diverse rezeptfreie Erkältungsmittel versprechen Abhilfe. Wir kaufen sie sehr bereitwillig und verschaffen der Pharmaindustrie und den Apotheken damit ein gigantisches Geschäft: Rund 1,1 Milliarden Euro Umsatz haben sie 2016 allein mit dem Verkauf von Erkältungs- und Hustenmitteln gemacht.

Wirken diese Präparate aber auch tatsächlich gegen Schnupfen und Husten? Wie gut ist die Beratung in Praxen und Apotheken? Wie werden Medikamente überprüft: Ist alles, was zugelassen ist, automatisch wirksam? Welche Alternativen gibt es? Antworten geben unabhängige Experten aus Medizin und Forschung. Außerdem untersucht die Autorin, welche Rolle der viel beschworene Placebo-Effekt, also der bloße Glaube an die Wirkung von Arzneien, beim Gesundwerden spielt.

Heute um 22 Uhr zeigt das NDR Fernsehen die Dokumentation "45 Min: Das große Geschäft mit dem Schnupfen - Helfen Medikamente wirklich?". Den Film können Sie auch jetzt schon in der Mediathek sehen.


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22529 Hamburg
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CAVE: Notaufnahme mit Herzinfarkt - speziell Ältere Frauen über 65 Jahre

Medizin am Abend Berlin Fazit: Herzinfarkt: Ältere Frauen zu spät im Krankenhaus

Bei Frauen, die älter als 65 Jahre sind, dauert es am längsten bis sie nach Auftreten der ersten Symptome eines Herzinfarkts in die Notaufnahme gelangen. 

Dadurch geht wertvolle Zeit verloren, um die verschlossenen Blutgefäße wieder zu eröffnen und die Schädigung des Herzmuskels einzuschränken. 

Das ergab eine Studie des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München.  

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: linearen Gadolinium -haltigen Kontrastmitteln  
  • Die Forscher fordern dringend gezielte Aufklärungsmaßnahmen für diese Risikogruppe. 



Ärzte sollten insbesondere mit ihren älteren Patientinnen über das Thema Herzinfarkt sprechen.
 Ärzte sollten insbesondere mit ihren älteren Patientinnen über das Thema Herzinfarkt sprechen.
Foto: Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung
 
  • „Der Unterschied zwischen älteren Frauen und allen anderen von uns untersuchten Gruppen, nämlich jüngeren Frauen unter 65 Jahren, sowie Männern über und unter 65 Jahren, ist eklatant“, sagt der DZHK-Wissenschaftler Professor Karl-Heinz Ladwig, Gruppenleiter am Institut für Epidemiologie des Helmholtz Zentrum München und Professor für psychosomatische Medizin an der Technischen Universität München. 
Bei älteren Frauen vergehen durchschnittlich über viereinhalb Stunden bis sie in der Notaufnahme sind, bei jungen Frauen sind es hingegen knapp zweieinhalb Stunden. 

Auch junge und alte Männer stehen besser da:

Bei über 65-jährigen Männern dauert es über dreieinhalb Stunden gegenüber gut drei Stunden bei jungen Männern, bis sie im Krankenhaus untersucht werden.

Medizin am Abend Berlin Zusatz-Labor: Copeptin  

Medizin am Abend Berlin Zusatz-Labor: Troponin  

Anders als bisher angenommen, ist es also weder allein das Alter noch das Geschlecht sondern die Kombination aus Alter und weiblichem Geschlecht, die zu langen Entscheidungszeiten zwischen Auftreten der ersten Herzinfarkt-Symptome und der Versorgung in einer Notaufnahme führt.

Dabei zählt bei einem Herzinfarkt jede Minute, um das Herz mit einem Katheter zu untersuchen und das verschlossene Blutgefäß wieder zu eröffnen. Denn je schneller der Blutfluss wieder hergestellt werden kann, desto weniger Herzmuskelzellen sterben ab.

Die Daten stammen aus der MEDEA-Studie (Munich Examination of Delay in Patients Experiencing Acute Myocardial Infarction), in der über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren 619 Patienten mit einem Herzinfarkt, bei dem sich eine ST-Strecken-Hebung im Elektrokardiogramm zeigte, befragt wurden. Gefördert wurde dieses Projekt von der Deutschen Herzstiftung. Zertifizierte Interviewerinnen führten mit den Patienten innerhalb von 24 Stunden nach dem Verlassen der Intensivstation Gespräche durch. Außerdem füllten die Studienteilnehmer einen Fragebogen aus, und aus den Krankenakten und den Angaben des medizinischen Personals wurden ihre körperlichen Risikofaktoren ermittelt. Die klinischen Eigenschaften zwischen Männern und Frauen unterschieden sich nur geringfügig, männliche Studienteilnehmer waren lediglich etwas häufiger Raucher als weibliche. 

Bei der Betrachtung der soziodemographischen Faktoren zeigte sich, dass die weiblichen Studienteilnehmer häufiger alleine lebten sowie älter und öfters arbeitslos waren.

Fehlender Brustschmerz: nicht typisch weiblich
Die allgemeine Annahme, dass bei einem Herzinfarkt das typische Symptom Brustschmerz nur bei Frauen häufig fehlt, und der Herzinfarkt deshalb zu spät erkannt wird, konnten Ladwig und seine Kollegen nicht bestätigen. 

Denn die Abwesenheit von Brustschmerz hatte nur einen geringen Effekt auf die Entscheidungszeit der älteren Patientinnen und konnte nicht die beobachteten exzessiven zeitlichen Unterschiede erklären. Vielmehr zeigen die Daten der MEDEA-Studie, dass das Fehlen von Brustschmerz ein Alterseffekt und nicht typisch weiblich ist. Denn diese fehlende Symptomatik konnten die Forscher bei älteren Männern annähernd so oft beobachten wie bei älteren Frauen.

 Das Auftreten von Brustschmerz lässt sich laut Ladwig auf die einfache Formel bringen: „Je älter desto weniger Brustschmerz.“

„Auch bei Übelkeit und Erbrechen konnten wir keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern feststellen“, sagt Ladwig. „Das hatten wir ganz anders erwartet. Denn diese atypischen Beschwerden wurden bislang immer eher Frauen zugeordnet.“ Fehlende oder untypische Beschwerden können daher nicht die Ursache dafür sein, dass ältere Frauen so spät in die Notaufnahme kommen.

Falsche Bescheidenheit
Ladwig und seine Kollegen sehen die Gründe für die langen Entscheidungszeiten im psychologischen Bereich, unter anderem in einer Bescheidenheit, die in diesem Fall völlig unangebracht ist: „Das wird schon wieder besser, da muss ich doch jetzt nicht den Notarzt rufen. Was sollen die Nachbarn denken, wenn der Krankenwagen vorfährt und dann doch nichts war?“ Solche Gedanken sind wohl gerade bei älteren Frauen häufig und führen zu den gefährlichen Verzögerungen. Die Wissenschaftler planen bereits eine Anschlussstudie, in der sie diesen Faktoren bei älteren Frauen genauer auf den Grund gehen wollen.

Gezielte Aufklärung
Außerdem fordern sie, dass diese Risikogruppe bei der Aufklärung zum Herzinfarkt noch mehr in den Fokus geraten muss. „Eines unserer zentralen Ziele ist, zukünftig gezielt auf ältere Frauen einzuwirken, etwa über bundesweite Kampagnen oder die Ärzte“, sagt Ladwig. Hausärzte sollten mit ihre alten Patientinnen sprechen, die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt haben. Dabei sollten sie ihnen verdeutlichen, wie wichtig es ist, rechtzeitig den Notruf zu wählen und erklären, wie sie im Ernstfall richtig reagieren können. Dazu gehören auch so einfache Tipps, wie den Zettel mit der Notruf-Nummer direkt ans Telefon zu hängen und zwar so groß geschrieben, dass man sie auch ohne Brille lesen kann.

Originalarbeit:
Comparison of Delay Times Between Symptom Onset of an Acute ST-elevation Myocardial Infarction and Hospital Arrival in Men and Women <65 Years Versus ≥65 Years of Age.: Findings From the Multicenter Munich Examination of Delay in Patients Experiencing Acute Myocardial Infarction (MEDEA) Study. Ladwig KH, Fang X, Wolf K, Hoschar S, Albarqouni L, Ronel J, Meinertz T, Spieler D, Laugwitz KL, Schunkert H. Am J Cardiol. 2017 Dec 15;120(12):2128-2134.
doi: 10.1016/j.amjcard.2017.09.005.

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Arbeitsunfälle  


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Christine Vollgraf, Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Tel.: 030 3465 529 02, presse@dzhk.de


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Prof. Dr. Karl-Heinz Ladwig, Helmholtz Zentrum München – Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Institut für Epidemiologie II, E-Mail: ladwig@helmholtz-muenchen.de



Intensivstation: Intensiv-Nachsorgeambulanz --post intensive care-syndrome‘ (PICS)

Medizin am Abend Berlin Fazit: Studie zur Pilotierung einer Intensiv-Nachsorgeambulanz

Eine Arbeitsgruppe von Universität und Universitätsklinikum Regensburg (UKR) entwickelt ein Konzept für eine Intensiv-Nachsorgeambulanz. 

Dadurch soll eine Versorgungslücke im Übergang von der intensivmedizinischen Behandlung zur Nachsorge geschlossen werden.  

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Bauchaortenaneurysmen 
 Prolongierte Intensivtherapie kann chronische Beeinträchtigungen induzieren.
 Prolongierte Intensivtherapie kann chronische Beeinträchtigungen induzieren.
Werner Krüper 
  • Prolongierte Intensivtherapie kann chronische Beeinträchtigungen wie psychiatrische Syndrome, kognitive Störungen, Muskelschwäche, Hör-, Seh- und Schluckstörungen induzieren. 
Man spricht vom ‚post intensive care-syndrome‘ (PICS), welches mit erhöhtem Bedarf an medizinischen Leistungen assoziiert ist, die Lebensqualität erheblich einschränkt und auch Angehörige betrifft.

Bislang werden PICS-Patienten und -Angehörige nicht ausreichend in der Versorgung berücksichtigt.

Hier setzt nun eine neue Studie rund um das Forscherteam um Professor Dr. Christian Apfelbacher, Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin der Universität Regensburg, und Professor Dr. Thomas Bein, Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Regensburg, an. 

In den nächsten 36 Monaten wollen sie den Versorgungsbedarf für Patienten und Angehörige nach einem Aufenthalt in der Intensivstation erheben und darauf aufbauend eine Intensiv-Nachsorgeambulanz entwickeln, die in einem Pilotmodell getestet werden soll.

Versorgungsmodelle, die über die Reha-Leistungen hinausgehen und auf einen kontinuierlichen Übergang von der intensivmedizinischen Behandlung zur Nachsorge abzielen, sind in Deutschland derzeit nicht etabliert. 

„Hier herrscht definitiv eine Versorgungslücke, die wir schließen möchten“, erläutert Professor Apfelbacher die Intention des Forschungsprojekts. 
  • „Defizite bestehen vor allem in früher Diagnostik, dem bedarfsgerechten Einleiten von Therapien sowie der intersektoralen Koordination von Versorgungsleistungen. 
Daten zu Bedarf und Inanspruchnahme spezifischer Versorgungsformen nach intensivmedizinischer Behandlung fehlen in Deutschland für Patienten und ihre Angehörigen.“  

Patienten, die nach einem längeren Intensiv-Aufenthalt entlassen werden, sind in den meisten Fällen nicht vollständig genesen und deshalb auf Hilfe angewiesen.

Das Studienprojekt schließt daher Patienten und Angehörige gleichermaßen mit ein.

Familie und Freunde sind in den wenigsten Fällen darauf vorbereitet, den Patienten zu Hause zu pflegen oder anderweitig in der Bewältigung seines Alltags zu unterstützen. 

Wir wollen den Versorgungsbedarf und die Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen spezifizieren und in der Nachsorge-Ambulanz adressieren“, führt Professor Bein aus. 

„Diese soll durch eine Verbesserung der Abläufe die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Patienten und Angehörigen nach intensivmedizinischer Betreuung optimieren.“


Das Forscherteam rund um Professor Dr. Christian Apfelbacher (4.v.l.) und Professor Dr. Thomas Bein (4.v.r.).
 Das Forscherteam rund um Professor Dr. Christian Apfelbacher (4.v.l.) und Professor Dr. Thomas Bein (4.v.r.).

In die Studie werden erwachsene Patienten einbezogen, die länger als fünf Tage intensivmedizinisch behandelt und eine Organersatztherapie erhalten haben.

Im ersten Schritt werden der Versorgungsbedarf und die Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen eruiert.

Hierzu werden in Kooperation mit der AOK die Versorgungsdaten ein Jahr nach Entlassung verfolgt und auf konkrete Behandlungen sowie Diagnosen von psychischen und körperlichen Erkrankungen hin ausgewertet. 

Zudem werden Patienten und Angehörige gezielt nach Versorgungsbedürfnissen befragt.

Darüber hinaus wird mit an der medizinischen Versorgung beteiligten Akteuren in Fokusgruppeninterviews der Versorgungsbedarf eruiert und über die Voraussetzungen einer Nachsorgeambulanz diskutiert.

Auf diesen Ergebnissen aufbauend, entwickelt die Studiengruppe ein Konzept für eine partizipative Intensiv-Nachsorgeambulanz.

Diese soll im nächsten Schritt in einem Modellprojekt geprüft werden.

100 Patienten werden hierfür in zwei gleichgroße Gruppen aufgeteilt, wobei die eine in der Nachsorgeambulanz behandelt wird, während die andere die übliche Versorgung erhält. 

Zur Erfolgsmessung werden die Daten der Patientengruppen auf bestimmte Parameter hin miteinander verglichen und weitere Befragungen durchgeführt.

Den Fokus der Ambulanz sehen wir dabei in Untersuchung, Diagnostik und Koordination der therapeutischen Leistungen, wobei die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Therapeuten elementarer Baustein der Ambulanz sein wird“, erläutert Professor Apfelbacher.

Das Projekt greift Ideen internationaler Initiativen auf, die aktuell Ansätze für die Versorgung von Patienten mit PICS entwickeln.

Mit Ausnahme eines hausarztzentrierten Sepsis-Nachsorge-Konzeptes wird das Thema in Deutschland bislang nicht bearbeitet. 

Der partizipative Ansatz ist somit innovativ und ermöglicht ein bedarfsgerechtes und patientenorientiertes Konzept.

Vergleichbare Projekte wurden international vereinzelt implementiert, allerdings ist die Wirksamkeit auf patientenrelevante Zielgrößen unklar.

Als erfolgsversprechende Maßnahmen werden allgemein ein stärkerer Einbezug von Angehörigen sowie eine Kooperation mit Hausärzten und Rehabilitationsmedizinern diskutiert, woran das Regensburger Studienprojekt ansetzt. 

Das Projekt wird in enger Kooperation vom Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin der Universität Regensburg, vor allem vom Fachbereich Medizinische Soziologie, von der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Regensburg sowie vom Fachbereich Pneumologie, angesiedelt an der Klinik Donaustauf und der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des UKR, durchgeführt.

Das Projekt wird aus Mitteln des Innovationsfonds zur Förderung der Versorgungsforschung mit einem Zuschuss von rund 590.000 Euro gefördert.

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Katja Rußwurm
Universitätsklinikum Regensburg
Tel: 0941 944-4200
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Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.ukr.de

Pflegende Angehörige von Demenz-Erkrankten https://fuer-pflegende-angehoerige.de

Medizin am Abend Berlin Fazit: Onlineberatungsportal für pflegende Angehörige von Demenz-Erkrankten

Individuelle Beratung durch Ehrenamtliche und professionelle Fachkräfte  
  • Rund 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt. 
Für die Angehörigen ist die Betreuung oft eine große Belastung. Doch viele haben neben Pflegetätigkeit, Familie und Beruf keine Zeit, Beratungsstellen aufzusuchen oder möchten lieber anonym bleiben.

Hier setzt die Onlineberatungsplattform für pflegende Angehörige von Demenzkranken des Instituts für E-Beratung an. Mit dem Beratungsforum stellt die TH Nürnberg ein niedrigschwelliges, jederzeit per Mausklick von zuhause erreichbares Entlastungsangebot zur Verfügung.

Demenz hat viele Gesichter.

Hinter der Volkskrankheit stehen unterschiedlichste Schicksale und persönliche Leidenswege von Patientinnen, Patienten und Angehörigen. 

An der TH Nürnberg bietet das Institut für E-Beratung seit Juni 2017 eine Onlineberatungsplattform für pflegende Angehörige von Demenzkranken an. Das Besondere: Das Portal verbindet ehrenamtliche Hilfe und professionelle Beratung und ist damit bayernweit einzigartig. Gefördert wird das Forschungsprojekt für drei Jahre vom Freistaat Bayern mit 250.000 Euro.

Prof. Dr. Richard Reindl, Sprecher der Akademischen Leitung des Instituts für E-Beratung: “Pflegende Angehörige zu unterstützen ist wichtig, weil sie momentan die größte Gruppe der Pflegekräfte ausmachen. Rund 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt, davon mehr als zwei Drittel ausschließlich durch Angehörige.“

Das Ziel des Onlineportals ist es, Menschen anzusprechen, die kein persönliches Beratungsgespräch wahrnehmen können, weil es mit ihrer Pflegetätigkeit zeitlich nicht vereinbar ist oder weil sie anonym bleiben wollen.

Darüber hinaus leistet das Institut für E-Beratung mit dem Onlineberatungsportal Präventionsarbeit:

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versuchen den Angehörigen Hilfsangebote und Anlaufstellen aufzuzeigen, bevor für sie eine Situation der Überlastung entsteht.

Sigrid Zauter, Geschäftsführerin des Instituts für E-Beratung: „Unser Anliegen ist es, das Thema Demenz an die jüngere Generation heranzutragen. Wir leben in einer alternden Gesellschaft und die Zahl der Pflegebedürftigen wird steigen. Waren es in 2013 noch 2,48 Millionen, rechnet das Bundesministerium für Gesundheit für 2030 mit 3,31 Millionen Pflegebedürftigen.“


Die Beratung in der Onlineplattform übernehmen acht geschulte Ehrenamtliche sowie professionelle Expertinnen und Experten der Pflege- und Demenzberatung.

Innerhalb von 24 Stunden erhalten die Ratsuchenden eine individuelle Antwort von den ehrenamtlichen Mitarbeitenden. 

Die Angehörigen stellen Fragen zur Erkennung und den ersten Anzeichen von Demenz, der Organisation einer neu entstehenden Pflegesituation, zum Umgang mit dem Krankheitsbild, aber auch zu tabuisierten Themen wie Hilflosigkeit, Gewalt und sozialer Ausgrenzung.


Unterstützt und begleitet wird das Forschungsprojekt vom Pflegestützpunkt Nürnberg und Fachstellen für Pflegende Angehörige in Nürnberg, Wunsiedel/Selb und Hof.

Das Onlineberatungsportal gewährleistet Datensicherheit für eine vertrauliche, anonyme Beratung.

Weitere Infos zum Institut für E-Beratung der TH Nürnberg:

Das Institut für E-Beratung der TH Nürnberg der Fakultät Sozialwissenschaften der TH Nürnberg bündelt Projekte, Expertenwissen und Aktivitäten elektronisch vermittelter Kommunikation im psychosozialen Beratungsbereich.

Über die textgebundene Onlineberatung hinaus beschäftigen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit weiteren Formen internetbasierter Beratungsleistungen, wie zum Beispiel mit videogestützten Formaten oder Gesundheitscoachings via Smartphone.

Das Onlineberatungsportal: https://fuer-pflegende-angehoerige.de

Institut für E-Beratung der TH Nürnberg: www.e-beratungsinstitut.de


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Astrid Gerner Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm



Keßlerplatz 12
90489 Nürnberg
Postfach Postfach
90121 Nürnberg
Deutschland
Bayern


Astrid Bergmeister
Telefon: 0911-5880-4101
Fax: 0911-5880-8222
E-Mail-Adresse: astrid.bergmeister@th-nuernberg.de


Astrid Gerner
Telefon: 0911/5880-4100
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Doris Keßler
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CAVE: NASENBLUTEN

Medizin am Abend Berlin Fazit: Experte für Morbus Osler und Speicheldrüsenerkrankungen am UKGM Marburg

Seit dem 15. Oktober 2017 verstärkt Prof. Dr. Urban Geisthoff als Leitender Oberarzt das Team der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Marburg. 

Der Spezialist für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten folgte dem Ruf des UKGM, am Standort Marburg ein Zentrum für Gefäßerkrankungen und -anomalien wieder aufzubauen. 

Prof. Dr. Urban Geisthoff, Ltd. Oberarzt im Team der HNO-Klinik des UKGM Marburg
Prof. Dr. Urban Geisthoff, Ltd. Oberarzt im Team der HNO-Klinik des UKGM Marburg
UKGM Marburg
 
Urban Geisthoff startete nach dem Studium der Humanmedizin an der Ruhr-Universität Bochum und der Universidade de Coimbra in Portugal seine Laufbahn am Universitätsklinikum Kiel. Er beschäftigte sich bereits dort mit Gefäßerkrankungen und baute in seinen folgenden beruflichen Stationen an den Universitätskliniken des Saarlandes, den Kliniken der Stadt Köln sowie am Universitätsklinikum Essen jeweils ein „Zentrum für Morbus Osler“ auf. Diese Zentren wurden je durch die HHT Foundation International (HHT= hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie) ausgezeichnet, teilweise waren sie unter Leitung von Herrn Geisthoff Bestandteil eines europäischen Referenznetzwerks.

Diese Anerkennung strebt der HNO-Spezialist auch für den Standort Marburg an. Prof. Dr. Geisthoff: „Mein Ziel ist es, hier in Marburg das Zentrum wiederzubeleben, mit Blick auf Morbus Osler sowie auch weitere Gefäßveränderungen.“ Dabei setzt er vor allem auch auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit vielen weiteren Fachbereichen, die am Standort des Universitätsklinikums Marburg sehr gut möglich sind. „Genau diese Vernetzung ist bei der Versorgung von Patienten mit komplexen Erkrankungen unabdingbar“, unterstreicht Geisthoff diesen Ansatz.

Was ist der Morbus Osler? Die Krankheit umfasst kleine Gefäßerweiterungen im Bereich von Haut und Schleimhäuten, und große der inneren Organe.  
  • Der Morbus Osler zeigt sich beispielsweise in roten Punkten der Haut des Gesichtes, der Finger oder durch häufiges Nasenbluten.  
Besonders gefährlich wird der Morbus Osler, wenn größere Organe betroffen sind:

„Ein Gefäßkurzschluss in der Lunge kann den Charakter einer tickenden Zeitbombe haben: lange Zeit haben die Betroffenen keine Beschwerden, aber durch Aufhebung der Filterfunktion der Lunge können Gerinnsel und Bakterien zu Schlaganfällen oder Eiterherden führen“, führt Prof. Geisthoff aus.

Auch der Befall der Leber kann durch die Überlastung des Herzens oder Beeinträchtigung der Gallengänge schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. „Der Morbus Osler zählt zu den seltenen Erkrankung der Gefäße, ist in dieser Gruppe jedoch relativ häufig“, erklärt Herr Geisthoff und ordnet ein: „Man geht davon aus, dass wenigstens einer von 5.000 Menschen betroffen ist.“

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Behandlung der so genannten „obstruktiven Speicheldrüsenerkrankungen“.

Durch Steine oder Engstellen der Ausführungsgänge kommt es dabei zum Aufstau von Speichel in den Speicheldrüsen.

Prof. Geisthoff erläutert, dass früher oft nur die Entfernung der Drüse möglich war. „Technologische Entwicklungen wie Speichelgangsendoskope mit Durchmessern unter einem Millimeter oder Stoßwellenbehandlungen erlauben in erfahrenen Händen heutzutage den Erhalt der meisten Drüsen“, resümiert der HNO-Operateur.

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Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM)
Baldingerstraße
35042 Marburg

Klinik Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Prof. Dr. med. Urban Geishoff
Leitender Oberarzt – Leiter Angiomzentrum
Telefon: +49 (0) 6421 – 58 66478
E-Mail: sekretariat.hno.mr@uk-gm.de

Dr. Manuela Rutsatz Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH

Rudolf-Buchheim-Straße 8
35392 Gießen
Deutschland
Hessen
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Christine Bode
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Dr. Manuela Rutsatz
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CAVE: Blutplätchen u n d Abwehr von Bakterien/Immunabwehr

Medizin am Abend Berlin Fazit: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern. 
 
  • Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: 

Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war.

Das zeigt eine Studie von LMU-Medizinern unter der Leitung von Dr. Florian Gärtner und Professor Steffen Massberg.

Thrombozyten werden bisher vor allem in Verbindung mit Wundheilung gebracht.

Medizin am Abend Berlin ZusatzLink: Laborpfad  

Doch sie sind nicht nur in der Lage, Gefäßverletzungen abzudichten.

„Blutplättchen sind wichtig für die Abwehr von Bakterien. Sie besitzen die Fähigkeit, sich aktiv im Organismus zu bewegen um mit Erregern zu interagieren und diese zu binden“, fasst Florian Gärtner das Ergebnis der Studie zusammen, die aktuell im Fachmagazin Cell veröffentlicht ist.

750 Milliarden Blutplättchen zirkulieren im menschlichen Körper.

  • Sie reagieren auf Verletzungen der inneren Gefäßwände und spielen eine entscheidende Rolle für die Blutgerinnung: ,
  • Sie heften sich an die verletzte Stelle an und vernetzen sich dort miteinander, wodurch sie die Wunde abdichten. 
  • Sie spielen aber auch bei der Entstehung von Thrombosen eine Rolle.

Im Rahmen des Sonderforschungsbereichs SFB 914 „Immunzellwanderung bei Entzündung, Entwicklung und Krankheit“ hat das Team um Gärtner und Massberg jüngst eine Methode entwickelt, einzelne Blutplättchen bei der Immunreaktion über einen längeren Zeitraum zu visualisieren. So kamen sie einer bislang unbekannten Funktion auf die Spur:

„Sie bleiben nicht nur passiv an Bakterien kleben, sondern bewegen sich aktiv“, sagt Gärtner.

An Entzündungsstellen beginnen Blutplättchen zu wandern, wobei sie mit Fremdkörpern in Kontakt treten können um diese einzufangen und zu binden, vergleichbar einem zellulären Straßenkehrer.

Die so entstehenden Verbindungen aus einem Blutplättchen und mehreren Bakterien rufen dann wiederum Fresszellen auf den Plan, die die so gebundenen Erreger als Ganzes beseitigen.

Möglicherweise wurde die Rolle von Blutplättchen bislang auch unterschätzt, da sie keinen eigenen Zellkern haben. 

Die Arbeit von Gärtner und Massberg zeigt nun, dass sie dennoch dynamische Strukturen annehmen und sich selbstständig fortbewegen können.

Dieses Ergebnis weist über die Immunforschung hinaus, da es zur Klärung der grundlegenden Frage beiträgt, über welche Fähigkeiten Zellen ohne Zellkern verfügen.

„Es ist ein anschauliches Beispiel dafür, dass die Bewegungsmaschinerie der Zelle unabhängig vom Zellkern ist“, sagt Gärtner.

Die neuen Erkenntnisse machen Blutplättchen zudem zu einem interessanten Ziel bei der Entwicklung von Medikamenten, um überschießende Entzündungsreaktionen in den Griff zu bekommen. 

„Man kann in die Abwehrmechanismen des Körpers eingreifen, indem man ihre Migrationsfunktion unterbindet,“ erklärt Gärtner.

Publikation:
Gaertner F, Ahmad Z, Rosenberger G, Fan S, Nicolai L, Busch B, Yavuz G, Luckner M, Ishikawa-Ankerhold H, Hennel R, Benechet A, Lorenz M, Chandraratne S, Schubert I, Helmer S, Striednig B, Stark K, Janko M, Böttcher RT, Verschoor A, Leon C, Gachet C, Gudermann T, Mederos Y Schnitzler M, Pincus Z, Iannacone M, Haas R, Wanner G, Lauber K, Sixt M, Massberg S:
Migrating Platelets Are Mechano-scavengers that Collect and Bundle Bacteria
In: Cell 171(6):1368-1382.e23 (2017)
http://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(17)31310-7

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Dr. Florian Gärtner
Medizinische Klinik und Poliklinik I
Ludwig-Maximilians-Universität München
E-Mail: F.Gaertner@med.uni-muenchen.de
http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Medizinische-Klinik-und-Poliklinik-I/de/team...

Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
Deutschland
Bayern
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Luise Dirscherl
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Fax: 089 / 338297
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Katrin Gröschel
Telefon: 089/2180-3254
Fax: 089/338297
E-Mail-Adresse: katrin.groeschel@lmu.de
 

Die Kreissaal-Ambulanz: Der Kinderschlaf - die Nachtruhe

Medizin am Abend Berlin Fazit: Fernsehen schadet dem Kinderschlaf: Forscher untersuchen erstmals Schlafqualität Dreijähriger

  • Kinder, die elektronische Medien nutzen, haben eine schlechtere Schlafqualität.
  • Gleichzeitig scheint das Vorlesen oder Anschauen von Büchern den Schlaf der Kinder zu verbessern.
Diese Zusammenhänge haben Forscher um die Ulmer Epidemiologen PD Dr. Jon Genuneit und Prof. Dietrich Rothenbacher in der Fachzeitschrift "Sleep Medicine" veröffentlicht. 

Im Zuge einer Geburtskohortenstudie haben sie erstmals die Auswirkungen von Medien auf die Schlafqualität einer homogenen Altersgruppe erforscht. 

PD Dr. Jon Genuneit vom Ulmer Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie
PD Dr. Jon Genuneit vom Ulmer Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie
Foto: Eberhardt/Uni Ulm


Dreijährige, die bereits elektronische Medien konsumieren, schlafen oft schlechter.

Dabei gilt: Je mehr die Kinder fernsehen oder etwa den Computer nutzen, desto geringer ist ihre Schlafqualität.

Auf der anderen Seite scheint das Vorlesen oder Anschauen von Büchern die Nachtruhe der Kinder zu verbessern. 

Diese Zusammenhänge beschreiben Forscher um die Ulmer Epidemiologen PD Dr. Jon Genuneit und Professor Dietrich Rothenbacher in der Fachzeitschrift „Sleep Medicine“. Die Untersuchung ist Teil der Ulmer SPATZ-Gesundheitsstudie, einer Geburtskohortenstudie mit mehr als 1000 Kindern.

Bereits im Alter von drei Jahren steigt die elektronische Mediennutzung von Kleinkindern an. Gleichzeitig beschreiben wissenschaftliche Untersuchungen negative Effekte dieses Konsums auf die Schlafdauer von Kindern. Nun haben Epidemiologen aus Ulm, Bielefeld und Santiago de Chile erstmals die Auswirkungen von elektronischen Medien und Büchern auf die Schlafqualität in einer homogenen Altersgruppe erforscht. Grundlage ihrer Untersuchung ist die Ulmer SPATZ-Gesundheitsstudie: Regelmäßig werden Gesundheit und Lebensumstände von über 1000 Kindern, die 2012 und 2013 in der Ulmer Universitäts-Frauenklinik zur Welt gekommen sind, erhoben. Für die nun veröffentlichte Studie füllten die teilnehmenden Eltern zusätzlich Fragebögen zum Medienkonsum und zum Schlafverhalten (Children’s Sleep Habits Questionnaire“) ihres Nachwuchses aus.

Auf den ersten Blick fällt die Mediennutzung der 530 Dreijährigen, von denen alle benötigten Daten vorlagen, moderat aus.  

Rund 58 Prozent konsumieren täglich bis zu einer Stunde beispielsweise Filme und Videos auf unterschiedlichen Endgeräten. Allerdings verbringt jedes siebte Kind mehr als eine Stunde täglich vor einem Bildschirm, was den empfohlenen Grenzwert von 30 Minuten in diesem Alter erheblich überschreitet. 

 „Wir dokumentieren alarmierende Zusammenhänge zwischen der Nutzung elektronischer Medien und der Schlafqualität von Kindern im Alter von drei Jahren. So geht erhöhter Fernsehkonsum mit einer statistisch signifikanten Verschlechterung von beispielsweise schlafbezogenen Ängsten und Tagesschläfrigkeit einher, berichten Jon Genuneit und Dietrich Rothenbacher vom Ulmer Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie.
Die Beschäftigung mit Büchern – ob vorgelesen oder selbst angeschaut – hatte hingegen keine negativen Auswirkung auf den Schlaf der Kinder.
Vielmehr scheint die Buchnutzung die Kinder vor nächtlichem Erwachen zu schützen.
Allerdings gaben die befragten Eltern an, dass sich 39 Prozent der Dreijährigen überhaupt nicht mit Büchern beschäftigen.


2012 und 2013 rekrutierten Wissenschaftler der Uni Ulm Familien für die Ulmer Spatz-Gesundheitsstudie (Archivbild). Heute sind die begleiteten Kinder im Vorschulalter

2012 und 2013 rekrutierten Wissenschaftler der Uni Ulm Familien für die Ulmer Spatz-Gesundheitsstudie (Archivbild). Heute sind die begleiteten Kinder im Vorschulalter Foto: Grandel/Uniklinik Ulm

Insgesamt konnten die Wissenschaftler zeigen, dass der Konsum elektronischer Medien und eine geringe Schlafqualität bei Kleinkindern zusammenhängen. Ob dies zumindest teilweise auf die Nutzung dieser Medien als Einschlafhilfe bei bereits schlecht schlafenden Kindern zurückgeführt werden kann, wollen die Forscher im weiteren Verlauf der Geburtskohortenstudie klären.

„Um einer Chronifizierung von Schlafproblemen vorzugreifen, sind präventive Maßnahmen in Bezug auf Mediennutzung offenbar bereits in der frühen Kindheit dringend notwendig“, folgern die Ulmer Mediziner.

In der Ulmer SPATZ-Gesundheitsstudie werden unter anderem chronische Erkrankungen im Kindesalter wie Allergien, Asthma und Übergewicht erforscht. 

Weiterhin geht es um psychosoziale Faktoren sowie um den Schlaf der Kinder und Eltern. Die Langzeiterhebung wird aus Mitteln der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm finanziert.

Jon Genuneit, Pablo E. Brockmann, Angelika A. Schlarb, Dietrich Rothenbacher. Media consumption and sleep quality in early childhood – results from the Ulm SPATZ Health Study. Journal of the World Association of Sleep Medicine and the International Pediatric Sleep Association. DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.sleep.2017.10.013

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0731/50-31067
Jon.Genuneit@uni-ulm.de

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Deutschland
Baden-Württemberg

Annika Bingmann
Telefon: 0731-50 22121
E-Mail-Adresse: annika.bingmann@uni-ulm.de



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Einladung zur Befragung von Leitungskräften aus der stationären Langzeitpflege

Medizin am Abend Berlin Fazit: Pflege-Thermometer - Erweiterung der Möglichkeit zur Teilnahme mittels Online-Erhebung

Online-Angebot verlängert den Zeitraum der Teilnahme an der Befragung zur Situation der stationären Langzeitpflege noch bis zum 31.1.2018 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink: Zur Online Befragung  

Über diesen Link gelangen Sie direkt zur Online-Befragung

 
Mit dem Pflege-Thermometer 2018 erfolgt durch das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) aktuell die bislang größte bundesweite Befragung von Leitungskräften aus der stationären Langzeitpflege.

Rund 13.500 Einrichtungen wurden dazu im November postalisch angeschrieben. 

Das DIP freut sich über die bisherige rege Beteiligung der Einrichtungen an der Untersuchung und ermöglicht den Einrichtungen, die bislang noch nicht antworten konnten, im Rahmen einer Online-Erhebung Ihre Einschätzungen noch bis zum 31.1.2018 vorzunehmen.

  • Ziel der Studie ist, die derzeitige Situation in der Langzeitpflege sowie Auswirkungen gesetzlicher Neuerungen auf der Basis von Kennzahlen und Einschätzungen zu untersuchen. 
Die Ergebnisse sollen den politischen Dialog über notwendige Entwicklungen im Pflegebereich um konkrete Hinweise der Praxiseinrichtungen vor Ort ergänzen. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzThema: WASSERSPENDER  

Alle Online-Fragebögen, die bis zum 31. Januar 2018 elektronisch abgesendet werden, fließen noch in die Ergebnisse der Studie ein. 

„Unser besonderer Dank gilt allen, die bislang schon geantwortet haben“, so Prof. Michael Isfort, Leiter der Studie.

„Wir möchten mit der ergänzenden Online-Erhebung Leitungskräften auch nach der turbulenten Weihnachtsphase die Teilnahme noch ermöglichen.“ 

Über den unten eingefügten Link startet direkt die Befragung.

Über die Homepage des DIP – www.dip.de – kann der Fragebogen auch zu einem späteren Zeitpunkt geöffnet werden. 

Die Studie ist Teil der Pflege-Thermometer-Reihe, die in unterschiedlichen Befragungsfeldern alle zwei Jahre die pflegerischen Versorgung in Deutschland untersucht.

Im März 2018 ist mit einer Veröffentlichung der Ergebnisse zu rechnen.

Die Ergebnisse der Pflege-Thermometer werden allen Interessierten kostenlos über die Homepage des DIP www.dip.de zur Verfügung gestellt. Die Studie wird von der B. Braun-Stiftung gefördert und vom Verband der Ersatzkassen e.V. unterstützt.

Das gemeinnützige und unabhängige Deutsche Institut für angewandte Pflegforschung e.V. (DIP) hat seinen Sitz in Köln an der KatHO NRW. Seit der Gründung im Jahr 2000 hat das Institut mehr als einhundertzwanzig innovative Projekte im Bereich der Pflege-, Pflegebildungs- und Versorgungsforschung durchgeführt und zahlreiche Studien zur Situation der Pflege in Deutschland veröffentlicht.


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Elke Grabenhorst/ Ruth Rottländer, Tel: 0221/ 46861-30 oder -43
Michael Isfort Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.

Hülchrather Str. 15
50670 Köln
Deutschland
Nordrhein-Westfalen
E-Mail-Adresse: dip@dip.de

Elke Grabenhorst
Sekretariat
Telefon: 0221/46861-30
Fax: 0221/46861-39
E-Mail-Adresse: dip@dip.de


Daniel Tucman
wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: 02214686142
E-Mail-Adresse: d.tucman@dip.de




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http://www.dip.de/fileadmin/data/HTML-Befragungen/Pflege-Thermometer-2018.htm -

 über diesen Link gelangen Sie direkt zur Online-Befragung