Qualitätszirkel Nieren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Cardiovascular Prevention Center @Charité

Herzinsuffizienz

Universitätzmedizin Rostock

Universitätsmedizin Greiswald

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

jkb

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

CIRS Bayern

Gender Medizin

idw

Eine Sprachbrücke für Flüchtlinge und Helfer

Medizin am Abend Berlin Fazit:  

http://www.miteinander-phrasenbuch.de

Das Orientalische Institut der Universität Leipzig stellt in Kürze eine kostenfreie Sprachbrücke für Helfer und Flüchtlinge in Form eines Online-Sprechbuches zur Verfügung, das die Kommunikation von und mit Flüchtlingen auch ohne Dolmetscher in Arabisch, Persisch, Kurdisch und Deutsch möglich machen wird.

Zahlreiche Gesprächssituationen wie sie bei Behörden, in Schulen oder beim Arzt auftreten, können abgerufen und auch als Audio abgespielt werden. 
 
Die Initiatoren des Sprechbuchs um Eckehard Schulz, Professor für Arabische Sprach- und Übersetzungswissenschaft, sind zwar davon überzeugt, dass Menschen auch ohne Sprache Wege finden, miteinander in Kontakt zu treten.

  • Wer jedoch beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen zu tun hat, ist auf rasch gelingende Kommunikation angewiesen.

  • Eine Beta-Version des Sprechbuchs unter dem Titel "Miteinander, das Phrasenbuch!" ist bereits online. 

Das Sprechbuch ist thematisch geordnet und bildet eine Vielzahl Situationen ab, die bei Behörden, Vermietern, Schulen oder beim Arzt oder Krankenhausaufenthalt üblicherweise auftreten. Daher findet man statt einzelner Worteinträge vor allem ganze Sätze oder Ausdrücke. Alle Einträge sind als Tonaufnahme abspielbar. Dabei blickt das Sprechbuch in zwei Richtungen, denn es bietet ähnlich einem Gesprächsleitfaden Antwort- und Rückfragemöglichkeiten für beide Gesprächspartner.

Mitarbeiter und Studierende der Arabistik betreiben das Projekt ehrenamtlich. "Die Nutzeroberfläche wird gerade programmiert und die Auswahl der Inhalte läuft parallel. Über eine Feedback-Funktion können Vorschläge zur Aufnahme weiterer Einträge gemacht werden, damit den Bedürfnissen aus der Praxis so weit wie möglich Rechnung getragen wird. Das Konzept der Sprachbrücke ist offen für die Erweiterung durch Sprachen wie Dari, Paschtu oder Urdu", erläutert Eckehard Schulz.


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
 
Prof. Dr. Eckehard Schulz
Telefon: +49 341 97-37200
E-Mail: profschulz@uni-leipzig.de 
Dipl.-Journ. Carsten Heckmann Universität Leipzig


Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte:

http://www.miteinander-phrasenbuch.de


Bessere Versorgung von Kopfschmerzpatienten + Kopfschmerzakademie

Medizin am Abend Berlin Fazit:      Kopfschmerzakademie bietet Fortbildung


Migräne und Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern, die Patienten zum Arzt führen. Zwar hat sich die Versorgung von Patienten mit Kopfschmerzerkrankungen in den letzten Jahren gebessert, doch beklagen Kopfschmerzspezialisten wie auch Patienten nach wie vor Versorgungslücken. Kopfschmerzpatienten gelten als zeitaufwendig, da die korrekte Diagnose in aller Regel nur durch eine sorgfältige Erhebung der Beschwerden und die körperliche Untersuchung und nicht einfach nur durch einen Laborwert oder ein Röntgenbild gestellt werden kann. 
 
„Das Gesundheitssystem honoriert aber gerade diese zeitintensiven Leistungen bislang unzureichend“, sagt Prof. Andreas Straube, Präsident der Deutschen Migräne- und Kopfscherzgesellschaft (DMKG).

Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder hat die Versorgungslücken in Deutschland erkannt und deshalb im Juni den Beschluss gefasst, die Schmerzversorgung in Deutschland zu verbessern.

Zu den politischen Zielen gehört, die Versorgung und Begleitung schmerzkranker Menschen durch entsprechend weitergebildete und qualifizierte Ärzte in spezialisierten Einrichtungen sicherzustellen. Dabei wird von Seiten der Politik gefordert, hierfür auch entsprechende Qualitätskriterien zu entwickeln. „Es ist zu erwarten, dass eine verbesserte Vergütung schmerztherapeutischer Maßnahmen an den Nachweis der entsprechenden Fachkompetenz gekoppelt sein wird“, mutmaßt Prof. Straube.

Die DMKG hat hierzu in den vergangenen zwei Jahren bereits ein strukturiertes Fortbildungsprogramm etabliert und bietet deutschlandweit Fortbildungsveranstaltungen zur Entstehung,

Diagnostik und Behandlung von Kopfschmerzerkrankungen an. Auf jeder Veranstaltung können neben CME-Fortbildungspunkten auch DMKG-Fortbildungspunkte erworben werden.

Gut weitergebildete Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten, die in ihrer Praxis oder Klinik einen Kopfschmerzschwerpunkt vertreten, können so das „DMKG Fortbildungszertifikate Kopf- und Gesichtsschmerz“ erwerben.

Medizin am Abend Berlin Zusatz-Themen-Link hier:  


Für Kopfschmerz-Schwerpunktpraxen und Spezialeinrichtungen an Kliniken erarbeitet die DMKG gerade mit dem TÜV Rheinland eine Zertifizierung in einem dreistufiges Modell. Dies ermöglicht Patienten, zuweisenden Ärzten und Krankenkassen, die Qualität der Kopfschmerzversorgung zu beurteilen und sich im Versorgungsdschungel besser zurecht zu finden.

Weitere Einzelheiten zum Fortbildungsprogramm der DMKG finden Sie auch im Internet unter

http://dmkg.de/kopfschmerzakademie



Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

PD Dr. med. Stefanie Förderreuther
Generalsekretärin der DMKG
Neurologische Klinik der LMU München
Ziemssenstrasse 1, 80336 München
Tel: +49 (0)89 4400 52456, Steffi.Foerderreuther@med.uni-muenchen.de

Prof. Dr. med. Andreas Straube
Präsident der DMKG
Klinikum Großhadern, Neurologische Klinik der Universität München
Marchioninistr. 15, 83177 München
Tel.: +49 (0)89 4400-7-3900, andreas.straube@med.uni-muenchen.de

Rita Wilp Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.dmkg.de

Verhindern von Migräneattacken - Ihre Prophylaxe: Monoklonale Antikörper gegen CGRP oder CGRP-Rezeptoren

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Neue Medikamente zur Prophylaxe verhindern Migräneattacken

Etwa jeder Zehnte in Deutschland leidet unter Migräne. Zur Vorbeugung der Anfälle stehen Patienten bisher Arzneimittel zur Verfügung, die sie meist täglich einnehmen müssen und die teilweise mit unangenehmen Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Gewichtszunahme einhergehen. 

Bei der Suche nach neuen Wirkstoffklassen sind jetzt monoklonale Antikörper gegen den Botenstoff CGRP in den Fokus getreten. Sie könnten eine neue Ära in der Migränetherapie einleiten. Welches Potenzial die neuen Medikamente für die Migräneprophylaxe haben, erläutern Experten auf der Konferenz am 14. Oktober 2015 des diesjährigen Deutschen Schmerzkongresses (14. bis 17. Oktober) in Mannheim. 
 
Experten beziffern die Anzahl der Migräneanfälle in Deutschland auf täglich etwa 350 000. Nicht nur die Schmerzen sind für die Betroffenen eine Qual, sondern auch die damit verbundenen Einschränkungen und die Angst vor der nächsten Kopfschmerzattacke. 

„Neben Mitteln zur akuten Schmerzlinderung werden daher Arzneien zur Vorbeugung immer wichtiger“, sagt Professor Dr. med. Martin Marziniak, Tagungspräsident des Deutschen Schmerzkongresses und Chefarzt der Klinik für Neurologie am kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost.

  • Das sogenannte Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) gilt als der wichtigste Botenstoff bei der Entstehung von Migräne. 

  • Er wird aus Nervenzellen freigesetzt, überträgt Schmerzsignale und erweitert die Blutgefäße. Schon vor einigen Jahren wurde gezeigt, dass verschiedene Medikamente Migräneanfälle stoppen können, indem sie den CGRP-Rezeptor blockieren. 

Allerdings führten diese Substanzen beim Abbau in der Leber zu so starken Nebenwirkungen, dass sie nicht zugelassen werden konnten. „Im vergangenen Jahr ist es Forschern gelungen, neuartige CGRP-Blocker zur Migräneprophylaxe zu entwickeln“, sagt Privatdozent Dr. med. Uwe Reuter, Leiter der Kopfschmerzambulanz an der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Charité Berlin.


Es handelt sich dabei um sogenannte monoklonale Antikörper. Diese immunologisch aktiven Eiweiße zirkulieren im Körper, erkennen eine bestimmte Oberflächenstruktur des Botenstoffs CGRP und des CGRP-Rezeptors, binden daran und blockieren somit die Weiterleitung des Migränesignals.


Laut Reuter sind vier verschiedene monoklonale Antikörper an insgesamt ca. 1000 Patienten, die an vier bis vierzehn Tagen pro Monat an Migräne litten, getestet worden. Alle vier Antikörper hätten zu einer Abnahme der Migräneattacken um drei bis sieben Tage pro Monat geführt. Nebenwirkungen seien dabei gleichermaßen häufig aufgetreten wie in den Kontrollgruppen, die Placebos bekommen hätten.

Medizin am Abend Berlin Zusatz-Themen-Link hier:


„Wir stufen diese neuen Substanzen, die speziell zur Vorbeugung von Migräne entwickelt wurden, als erfolgreich und hoffnungsvoll ein“, betont Professor Marziniak. Die neuen Medikamente haben nicht nur weniger belastende Nebenwirkungen wie die bisher zur Prophylaxe eingesetzten Betablocker oder Antiepileptika, sondern sind auch einfacher in der Anwendung:

„Die Patienten nehmen die prophylaktisch wirkenden monoklonalen Antikörper nicht täglich ein, sie werden stattdessen ein- oder zweimal im Monat injiziert“, sagt Professor Marziniak. Bis zur Zulassung der neuen Medikamente könnten noch gut drei Jahre vergehen, vermutet Dr. Reuter. „Im Herbst und Winter beginnen wir auch in Deutschland mit großen Phase III-Studien, die die Wirksamkeit und Sicherheit der neuen Medikamente zeigen müssen.“


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Kongress
Deutscher Schmerzkongress 2015
Dagmar Arnold
Postfach 30 1 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-380
Fax: 0711 8931-167
E-Mail: arnold@medizinkommunikation.org
www.schmerzkongress2015.de

Thomas Isenberg
Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.
Alt-Moabit 101 b
10559 Berlin
Tel.: 030 39409689-1
Fax: 030 39409689-9
Mobil: 0171 7831155
E-Mail: presse@dgss.org
www.dgss.org ,
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte

http://www.schmerzkongress2015.de


http://www.dgss.org

Ab 08.10.15: www.woche-des-sehens.de

Medizin am Abend Berlin Fazit:      Chat zum Thema "Diabetes und Auge" - Auf Augenhöhe Fragen zu Netzhautkrankheiten klären

"Auf Augenhöhe - gemeinsam für gutes Sehen":

Dem diesjährigen Thema der Woche des Sehens (8. bis 15. Oktober) entsprechend werden am Mittwoch, 14. Oktober beim Chat auf www.woche-des-sehens.de Fragen rund um diabetische Augenkrankheiten auf Augenhöhe thematisiert. Dr. Georg Spital, Generalsekretär der Initiativgruppe "Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen" gibt von 14 bis 16 Uhr Hinweise, wie Patienten mit Diabetes langfristig ihr Augenlicht erhalten können.

  • Diabetiker und Augenärzte sind in den Bemühungen um den Erhalt des Augenlichts Verbündete. 

Einmal im Jahr zum Augenarzt - das ist für Zuckerkranke eine wichtige Vorsorgemaßnahme, um die Sehschärfe zu erhalten. Denn die diabetische Netzhauterkrankung und der Graue Star zählen zu den schwerwiegenden Folgekrankheiten des Diabetes mellitus. Die Entstehung verläuft dabei oft schleichend und wird bei einer augenärztlichen Untersuchung in der Regel schneller entdeckt als vom Patienten selbst bemerkt.

Im Frühstadium lassen sich diabetische Augenerkrankungen oft gut behandeln, so dass eine dauerhafte Sehbeeinträchtigung vermieden werden kann. Die konsequente Kontrolle von Blutzucker und Blutdruck tut ein Weiteres, um Schäden zu vermeiden.

Erfolgreiche Bemühungen um das Augenlicht 

Nach 20 Jahren mit Diabetes Typ 1 zeigen sich etwa bei der Hälfte der Betroffenen Veränderungen an der Netzhaut. Nach 40 Jahren sind etwa 85 Prozent der Patienten von einer Netzhauterkrankung betroffen; bei der Hälfte von diesen liegt eine schwere, fortgeschrittene Form der Augenkrankheit vor. So schlimm diese Zahlen auch sind und so sehr sie zeigen, wie wichtig regelmäßige Augenkontrollen sind, verglichen mit älteren Zahlen zeigen sie, dass die Bemühungen, das Augenlicht der Patienten zu erhalten, bereits Fortschritte erreicht haben: Älteren Daten zufolge litten nach 20 Jahren bereits 95 Prozent der Diabetes-Patienten an einer Netzhautkrankheit. Heutzutage werden jedoch die Blutzucker- und Blutdruck-Werte konsequenter eingestellt und den Patienten wird die regelmäßige augenärztliche Kontrolle nahegelegt.

  • Beim Typ 2 Diabetes, der oftmals sehr schleichend beginnt, müssen Augenärzte leider feststellen, dass nicht selten schon bei der Erstdiagnose der Zuckerkrankheit die Netzhaut bereits geschädigt ist. Manchmal erkennen überhaupt erst die Augenärzte bei einer Augenuntersuchung die Zuckerkrankheit - die Patienten selbst wissen noch gar nichts davon. 

Früherkennung ist das A und O 

Ganz wesentlich für den Erfolg der augenärztlichen Therapie ist, dass die krankhaften Prozesse so früh wie möglich erkannt und unterbunden werden.

Die Initiativgruppe "Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen" und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands raten deshalb:

  • Jeder Diabetiker sollte einmal jährlich zum Augenarzt gehen, auch wenn noch keine Schäden am Auge bekannt sind und der Patient gut sieht.

Sobald erste Veränderungen zu beobachten sind, werden die Untersuchungsintervalle individuell abgestimmt. Es gibt eine zunehmende Zahl an Behandlungsmöglichkeiten, die vielfach sogar eine Sehverbesserung erzielen können, wenn rechtzeitig behandelt wird. Eine Erblindung ist heute bei regelmäßiger Untersuchung und stadiengerechter Therapie fast immer vermeidbar!

Chat am 14. Oktober von 14 bis 16 Uhr 


Diabetes ist eine komplexe Krankheit und in jedem einzelnen Fall gilt es, die richtige Strategie zu finden, um Folgeschäden zu vermeiden oder in den Griff zu bekommen. Die Woche des Sehens lädt in diesem Jahr erstmals zu einem Chat ein, bei dem Betroffene oder auch Angehörige einem erfahrenen Augenarzt Fragen stellen können. Den Besuch beim Augenarzt kann ein solcher Austausch selbstverständlich nicht ersetzen. Doch fundierte Informationen vom Experten können dazu beitragen, die Partnerschaft zwischen Augenärzten und Patienten zu verbessern.

Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober 2015 


Die Woche des Sehens unter der Schirmherrschaft der Fernsehjournalistin Gundula Gause wird von sieben Partnern gemeinsam getragen: der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Seit dem Jahr 2002 informiert die bundesweite Kampagne mit vielfältigen Aktionen über die Bedeutung guten Sehvermögens und klärt über die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation sehbehinderter und blinder Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern auf. Unterstützt wird die Woche des Sehens von der Aktion Mensch und der Carl Zeiss Meditec AG.

Weitere Informationen finden Sie auf www.woche-des-sehens.de oder www.facebook.com/WochedesSehens.

Weitere Informationen zum Thema Auge und Sehen inklusive Bild- und Statistikdatenbank:

www.augeninfo.de/presse
 
Informationen der Initiativgruppe "Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen": www.diabetes-auge.de


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Dr. Georg Eckert

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands

Tersteegenstraße 12

40474 Düsseldorf

Telefon: 0211 / 4303700

E-Mail: presse@augeninfo.de

www.augeninfo.de 

Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin: Wichtiger Cannabis Konsum THC Hinweis

Medizin am Abend Berlin Fazit:     Haaranalyse kein eindeutiger Beweis für Cannabis-Konsum

Einlagerung des Cannabis-Hauptwirkstoffs THC findet nicht über Blutkreislauf statt / Abbauprodukte von THC können über Schweiß und Hauttalg bei Körperkontakt auf andere Personen übertragen werden / Freiburger Forscher publizieren in Scientific Reports 
 
  • Bisher galt es als gesichert, dass zumindest der Nachweis spezifischer Abbauprodukte des Cannabis-Hauptwirkstoffs THC im Haar einen Konsum zweifelsfrei beweise. 

Forscher am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Freiburg um den Toxikologen Prof. Dr. Volker Auwärter zeigten nun durch experimentelle Arbeiten, dass dieser Schluss so nicht zulässig ist. Die Ergebnisse der Arbeit sind im renommierten Fachmagazin Scientific Reports der Nature Publishing Group erschienen.

  • In der Freiburger Studie wurde nun gezeigt, dass eine Einlagerung von THC, das unter anderem für Abstinenzkontrollen im Rahmen von Fahreignungsüberprüfungen im Haar gemessen wird, bei Einnahme von THC nicht über den Blutkreislauf stattfindet.

  • Auch ein Abbauprodukt von THC, das in Zweifelsfällen bisher zum eindeutigen Nachweis eines Konsums herangezogen wurde, kann über Schweiß und Sebum eines Konsumenten auf andere Personen übertragen werden. 

Medizin am Abend Berlin Zusatz-Hilfe-Fachlink hier:


Um den experimentellen Beweis hierfür zu erbringen, führten zwei der Autoren einen einmonatigen Selbstversuch mit regelmäßiger Einnahme von Dronabinol (halbsynthetisch hergestelltem THC) und umfangreiche Messungen durch.

  • „Die neuen Erkenntnisse sind insbesondere bei Analysen von Kinderhaarproben im Rahmen von Sorgerechtsfragen von Bedeutung, da eine Cannabinoid-Übertragung bei engem Körperkontakt besonders wahrscheinlich ist und zu völlig falschen Rückschlüssen führen kann“, sagt Prof. Auwärter. In Ländern, in denen bei Arbeitnehmern oder Bewerbern Drogenkontrollen durchgeführt werden, könne die Folge einer Fehlinterpretation der Ergebnisse einer Haaranalyse zum Verlust des Arbeitsplatzes oder zum Ausschluss vom Bewerbungsverfahren führen, so der Experte.

Bereits in früheren Studien konnten die Freiburger Forscher nachweisen, dass es zu einer von außen herbeigeführten THC-Kontamination der Haare durch Cannabisrauch von anderen Personen kommen kann, die auch nach zahlreichen Haarwäschen erhalten bleibt.

Außerdem werden bereits durch das bloße Hantieren mit Cannabis relevante Mengen Cannabinoide auf das Haar übertragen.

Titel der Originalarbeit: Finding cannabinoids in hair does not prove cannabis consumption

DOI: 10.1038/srep14906

Link zum Online-Artikel: Medizin am Abend Berlin Fachlink


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Hugstetter Straße 49
79106 Freiburg
Deutschland
Baden-Württemberg


Benjamin Schoch-Waschow
Telefon: (0761) 270 - 19090
Fax: (0761) 270 - 19030
E-Mail-Adresse: benjamin.waschow@uniklinik-freiburg.de


Einladung zur Kleinkinder - Impfstudie: Oralem Insulin - Typ 1 Diabetes bei Kindern (6 Monaten bis 2 Jahren)


Medizin am Abend Berlin Fazit:      Typ 1 Diabetes Prävention: Insulin-Impfung im 2. Testlauf

Die Impfung gegen Typ 1 Diabetes gibt es demnächst auch für Kleinkinder: Die Impfstudie Pre-POINTearly nimmt bundesweit Kinder aus Familien mit einem erstgradigen Verwandten mit Typ 1 Diabetes im Alter zwischen 6 Monaten und 2 Jahren auf.
In der Vorgängerstudie Pre-POINT konnte mit Hilfe von Insulinpulver eine positive Immunreaktion bei Kindern zwischen 2 und 7 Jahren ausgelöst werden. In der Nachfolgestudie Pre-POINTearly soll nun getestet werden, ob sich dieser Effekt mit oralem Insulin bei Kleinkindern bestätigen lässt, und ob ein Typ 1 Diabetes dauerhaft verhindert werden kann. 
 
Pre-POINTearly
 Pre-POINTearly Quelle: Helmholtz Zentrum München (HMGU)

Die Studie zur Insulin-Impfung kann als vorbildlich für die herausragende Zusammenarbeit von Universitäten und Forschungseinrichtungen gelten: Daran beteiligt sind das Institut für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München, das Paul Langerhans Institut Dresden an der Technischen Universität Dresden, das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD), die Technische Universität München (TUM) und die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).


Die neue Impfstudie Pre-POINTearly behandelt Kinder im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren, die ein familiäres und genetisches Risiko für Typ 1 Diabetes aufweisen, jedoch noch keinen Autoimmunprozess entwickelt haben.

Wie in der Vorgängerstudie Pre-POINT schlucken die Teilnehmer zwölf Monate lang täglich Insulin, das sie als Pulver mit der Nahrung aufnehmen. Die Dosis wird von 7,5 mg schrittweise auf 67,5 mg gesteigert. Im Abstand von drei Monaten erfolgen medizinische Untersuchungen, um den Gesundheitszustand zu überwachen. In der Vorgängerstudie erwies sich das orale Insulin in gleicher Dosierung als gut verträglich und sicher.

  • Unterzuckerungen oder andere Nebenwirkungen, wie Allergien, traten nicht auf.

Warum orales Insulin als Impfstoff?

  • Oral verabreicht, wird das Insulin über die Mund- und Darmschleimhaut aufgenommen und während des Verdauungsprozesses in kleinere Bestandteile aufgespalten. Daher hat es – anders als das Insulin, das gespritzt wird - keinerlei Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. 

Stattdessen wirkt es wie ein Impfstoff, der das Immunsystem trainieren soll. „Die Autoimmunreaktion, die zum Typ 1 Diabetes im Kindesalter führt, richtet sich oftmals zuerst gegen das Insulin“, so die Direktorin des Instituts für Diabetesforschung, Prof. Anette-Gabriele Ziegler. „Ziel der Pre-POINTearly Studie ist deshalb, eine Immuntoleranz gegenüber dem Insulin aufzubauen und damit den Autoimmunprozess zu verhindern“.

  • Durch das Insulinpulver soll die Entwicklung von schützenden Immunzellen angeregt werden, welche die Zerstörung der Insulin produzierenden Betazellen verhindern.

Für die Methodik, Datenkoordination und statistische Auswertung von Pre-POINT und Pre-POINTearly zeichnet die Arbeitsgruppe von Prof. Joerg Hasford vom Institut für Med. Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie der LMU München verantwortlich.

Weitere Informationen:

Unverbindliche Informationen erhalten Sie beim Institut für Diabetesforschung:
Telefon: 0800 - 828 48 68 (kostenfrei)
E-Mail: prevent.diabetes@lrz.uni-muenchen.de


Hintergrund:
  • Der Typ 1 Diabetes tritt bei Kindern immer häufiger auf. In der Altersgruppe der unter 5-Jährigen erkranken jedes Jahr etwa 6 Prozent mehr Kinder als im Jahr zuvor. Häufig beginnt der Autoimmunprozess, der zur klinischen Erkrankung führt, bereits in den ersten 2 Lebensjahren. Frühe Präventionsmaßnahmen müssen deshalb schon bei Kleinkindern erfolgen.

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören. www.helmholtz-muenchen.de

Das Institut für Diabetesforschung (IDF) befasst sich mit der Entstehung und Prävention von Typ 1 Diabetes und Typ 2 Diabetes als Spätfolge eines Gestationsdiabetes. Ein vorrangiges Projekt ist die Entwicklung einer Insulin-Impfung gegen Typ 1 Diabetes. In groß angelegten Langzeitstudien untersucht das IDF den Zusammenhang von Genen, Umweltfaktoren und Immunsystem für die Pathogenese von Typ 1 Diabetes. Mit den Daten der Geburtskohorte BABYDIAB, die 1989 als weltweit erste prospektive Diabetes-Geburtskohorte etabliert wurde, konnten Risikogene sowie Antikörperprofile identifiziert werden. Diese lassen Vorhersagen über Entwicklung und Ausbruch von Typ 1 Diabetes zu und werden die Klassifizierung und den Diagnosezeitpunkt verändern. Das IDF ist Teil des Helmholtz Diabetes Center (HDC).

Das Paul Langerhans Institut Dresden des Helmholtz Zentrums München am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden (PLID) wurde im Zuge der Gründung des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e.V. im Jahr 2009 geschaffen. Seit Januar 2015 ist es ein Satelliteninstitut des Helmholtz Zentrums für Gesundheit und Umwelt in München. Seit seiner Gründung 2009 konnten acht Professoren und fünf unabhängige Gruppenleiter für das PLID gewonnen werden. Dies gelang über die intensive Zusammenarbeit zwischen dem PLID, dem Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD), der Medizinischen Fakultät und dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und begründet sich auch auf dem hervorragenden Ruf Dresdens auf dem Gebiet der Diabetesforschung. Der wissenschaftliche Fokus des PLID liegt auf der molekularen Zellbiologie, der Entwicklung, Regeneration und dem Schutz der Beta Zellen der Langerhans’schen Inseln des Pankreas zur Therapie und Prävention des Typ-1- und Typ-2-Diabetes.

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung e.V. ist eines der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. Es bündelt Experten auf dem Gebiet der Diabetesforschung und verzahnt Grundlagenforschung, Epidemiologie und klinische Anwendung. Ziel des DZD ist es, über einen neuartigen, integrativen Forschungsansatz einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen, maßgeschneiderten Prävention, Diagnose und Therapie des Diabetes mellitus zu leisten. Mitglieder des Verbunds sind das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, das Deutsche Diabetes-Zentrum DDZ in Düsseldorf, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung DIfE in Potsdam-Rehbrücke, das Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtz Zentrum München an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und das Paul-Langerhans-Institut Dresden des Helmholtz Zentrum München am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden, assoziierte Partner an den Universitäten in Heidelberg, Köln, Leipzig, Lübeck und München sowie weitere Projektpartner.

Die Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München beschäftigt sich zusammen mit dem Institut für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München, mit den Ursachen und der Früherkennung des Diabetes im Kindes- und jungen Erwachsenenalter und mit der Prävention von Diabetes. Sie beschäftigen sich auch mit der Entstehung des Diabetes während der Schwangerschaft (Gestationsdiabetes), mit fetalen und frühkindlichen Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes und Übergewicht sowie mit Tiermodellen des Diabetes.

Das Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie der Ludwig-Maximilians-Universität München deckt das Fachgebiet von der Bioinformatik über die Epidemiologie und Public Health Forschung bis hin zur Biostatistik und der Methodik klinischer Studien in Forschung, Ausbildung und Lehre ab. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Joerg Hasford befasst sich seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig mit der Planung und statistischen Analyse von klinischen Studien und der Prognoseforschung. Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich Hämato-Onkologie und Diabetes mellitus.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler
Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Institut für Diabetesforschung
Ingolstädter Landstr. 1
85764 Neuherberg
Tel. +49 89 3187 3405 -
E-Mail: anette-g.ziegler@helmholtz-muenchen.de

Sicher Impfen: Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED)

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Sicher Impfen bei immunsuppressiver Therapie

 

Für seine Studie zur Erfassung des Impfstatus bei Kindern mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) ist Dr. Carsten Posovszky, Leiter des Bereichs Kindergastroenterologie an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Ulm, mit dem renommierten Ludwig-Demling-Forschungspreis 2015 ausgezeichnet worden. Der Ulmer Mediziner erhielt den Preis, der von der Freiburger Falk Foundation e. V. gestiftet wird und mit 25.000 € dotiert ist, im Rahmen der Jahrestagung Viszeralmedizin 2015 von der deutschen Morbus Crohn / Colitis Ulcerosa Vereinigung e. V. in Leipzig. 

 v. links: Ditmar Lümmen (Vorsitzender, DCCV), Dr. Carsten Posovszky (Preisträger), Dr. Martin Strünkelnberg (Marketingleiter, Dr. Falk Pharma), Birgit Kaltz (stellvertretende Vorsitzende, DCCV e.V.)
 v. links: Ditmar Lümmen (Vorsitzender, DCCV), Dr. Carsten Posovszky (Preisträger), Dr. Martin Strünkelnberg (Marketingleiter, Dr. Falk Pharma), Birgit Kaltz (stellvertretende Vorsitzende, DCCV e.V.)  Thomas Werner Hackländer
 
  • Insbesondere für Kinder unter immunsuppressiver Therapie (Unterdrückung des Immunsystems) ist eine Infektionsprophylaxe wichtig. 
  • Denn gerade diese sind einem hohen Infektionsrisiko durch ungeimpfte Kinder ausgesetzt und besonders gefährdet, an einer schweren Infektion zu erkranken. Daher sollten alle von der Ständigen Impfkommission (STIKO) und der European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO) empfohlenen Impfungen erfolgen, bevor eine immunsuppressive Therapie begonnen wird. Dr. Carsten Posovszky erfasst in einer Studie den Impfstatus von Kindern mit CED in Deutschland. Zusätzlich prüft er die Impfantwort auf eine Lebendimpfung mit Windpockenimpfstoff unter immunsuppressiver Therapie.

Aktuell findet man in Deutschland eine Zunahme von impfpräventablen Erkrankungen bei gleichzeitig unzureichender Kohortenimmunität. Sind zum Beispiel weniger als 95 Prozent der Bevölkerung geimpft, können sich Infektionserkrankungen wie Masern und Windpocken ungehindert ausbreiten. 
Da zur Impfung mit Lebendviren (z. B. Windpocken-Impfung) keine belastbaren Daten vorliegen und eine Erkrankung durch Impfviren möglich erscheint, wird diese derzeit unter immunsuppressiver Therapie nicht empfohlen. 
Ein Absetzen der Therapie über mehrere Monate zur Durchführung einer Lebendimpfung ist aufgrund der Krankheitsaktivität und Rezidivgefahr meist nicht möglich oder wird von den Betroffenen nicht gewollt – und so bleiben sie jahrelang ungeimpft. Diesen gordischen Knoten möchte Dr. Posovszky lösen.

Die Studie soll eine repräsentative Aussage zum Impfstatus bei Kindern mit CED in Deutschland ermöglichen, die allgemeine Impfprävention verbessern, die qualitative Immunfunktion unter immunsuppressiver Therapie erfassen und Kinder mit erhöhtem Infektionsrisiko identifizieren. Dazu werden Daten zur Sicherheit und Effektivität der Windpocken-Impfung unter Anwendung einer Checkliste geliefert. Darüber hinaus sollen microRNAs – kleine, nicht-kodierende Ribonukleinsäuren, die die Genexpression von verschiedenen Zielgenen regulieren – als prädiktive Biomarker für eine adäquate Immunantwort identifiziert werden.


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Jörg Portius
0731 500-43043

Weitere Informationen

Die Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e. V. ist der Selbsthilfeverband für die über 320.000 Menschen mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) in Deutschland. Die 1982 gegründete DCCV wird ausschließlich von Betroffenen organisiert und ist eine der großen Patientenvereinigungen Deutschlands.

Lungenerkrankungen: Asthma und Herzinfarkte - RDE-Testwerte erst ab 2018?

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Gefährlich hohe Stickoxidwerte in deutschen Städten

  • Jüngste Messwerte: Jede zweite Station überschreitet in den ersten neun Monaten die Grenzwerte

  • Die Bevölkerung in deutschen Städten muss auch in den ersten neun Monaten dieses Jahres unter Stickoxid-Belastungen leiden, die deutlich über den zugelassenen Grenzwerten liegen. 

Jede zweite der bislang ausgewerteten 137 Luftmessstationen in Städten überschreitet im Neun-Monats-Mittel den erlaubten Jahreswert von 40 Mikrogramm. Dies ergab die Greenpeace-Auswertung der jüngsten Daten des Umweltbundesamts (UBA). Das Gesamtergebnis dürfte sich bis Ende des Jahres deutlich verschlechtern. "Wir haben nicht alleine einen Manipulationsskandal bei VW, sondern einen handfesten Abgasskandal", sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Daniel Moser. "Die massiv überhöhten Innenstadtwerte bedrohen die Gesundheit der Menschen. Verkehrsminister Dobrindt muss uns endlich vor den Abgaslügen der Autoindustrie schützen."

Der jüngste Skandal über manipulierte Stickoxidwerte in Millionen von VW-Dieselwagen unterstreicht, dass die Politik handeln muss. Obwohl der NOx-Ausstoß von PKW in den vergangenen Jahren schrittweise gesenkt wurde, werden die innerstädtischen Luftgrenzwerte seit Jahren massiv überschritten. Im Jahr 2014 meldeten etwa zwei Drittel der innerstädtischen Messstationen höhere Durchschnittswerte als zugelassen. Im Gesamtjahr 2015 drohen ähnlich schlechte Ergebnisse. Zum einen liegen in den Wintermonaten die Werte der Stickoxide (NOx) aus dem Verkehr erfahrungsgemäß höher. Zum anderen haben die noch ausstehenden Messstationen in der Vergangenheit zu fast drei Viertel überschrittene Grenzwerte gemeldet.

  • Abgastests müssen realistischer werden 

  • Erhöhte Stickoxidbelastungen können zu Lungenerkrankungen wie Asthma und Herzinfarkten und vorzeitigen Todesfällen führen. Verkehr ist die mit Abstand größte Stickoxid-Quelle in Deutschland. 

"Das Verursacherprinzip muss auch für die Autoindustrie gelten. Die Hersteller müssen künftig für die massiven Gesundheitsfolgen insbesondere von schmutzigen Dieselwagen aufkommen", so Moser.

Derzeit wird der Abgasausstoß von PKW im Labor getestet, unter Bedingungen, die mit dem alltäglichen Gebrauch von Autos nur wenig zu tun haben.

Entsprechend klaffen die offiziellen Werte der Hersteller und die tatsächlichen weit auseinander. Um diese seit Jahren bekannte legalisierte Manipulation der Hersteller zu unterbinden, sollen die Tests künftig realistischer werden.

  • Ab 2016 soll der Abgasausstoß in so genannten RDE-Tests ("Real Driving Emissions") gemessen werden, also im Straßenverkehr - allerdings nur zu Informationszwecken.
  •  
  • Neuzugelassene Fahrzeuge sollen die RDE-Testwerte erst ab 2018 einhalten müssen. 

"Die viel zu hohen NOx-Werte in den Städten und der VW-Betrug zeigen, dass wir realistische Untersuchungen brauchen - nicht erst 2018, sondern schon ab dem nächsten Jahr", fordert Moser.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Daniel Moser, Tel. 0151-6529 1025, oder Gregor Kessler, Tel. 0151-72 70 29 18. Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet: www.greenpeace.de, auf Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook: www.facebook.com/greenpeace.de.


Medizin am Abend Berlin Fazit:  

VW Abgasskandal - Fachanwalt fordert Rücknahme von VW, Audi, Seat, Skoda PKW

Die VW Abgasaffäre und der Abgasskandal (Dieselgate) zieht immer weitere Kreise. Mittlerweile ist bekannt, dass neben VW Modellen (Motor EA 189) auch Audi-, Skoda- und Seat-Dieselfahrzeuge betroffen sind. Durch eine Nachbesserungsaktion will Volkswagen nun die Softwaremanipulationen bereinigen. Doch die rechtlichen Fragen der Autofahrer sind damit noch nicht gelöst. Denn trotz der Nachbesserungsaktion ist nicht abzusehen, welche Schäden am Ende bei den Autofahrern verbleiben. Viele Käufer auf dem Gebrauchtwagenmarkt werden versuchen den Kaufpreis zu drücken wegen des Mangels. Autokäufer von Volkswagen Dieseln (VW Golf, VW Jetta, VW Beetle, VW Tiguan VW Passat , VW Sharan, VW Caddy, VW Transporter, VW Polo), Audi Diesel (A 1, A 3, A 5, A 6, TT, Q 3, Q 5), Skoda Diesel (Fabia, Roomster, Octavia, Superb) oder Seat Diesel müssen daher befürchten, dass ihr VW Diesel einen Makel behält trotz des Softwareupdates.

Fahrzeugbesitzer sollten daher umgehend ihre Rechte wahrnehmen, insbesondere weil diese möglicherweise verjähren werden. Wenn ein Auto mangelhaft ist, dann stehen Käufern Rechte zu. Sie können Behebung von Fehlern verlangen und möglicherweise ihren VW Diesel zurückgeben. Auch gegen den VW Konzern selbst können Ansprüche geltend gemacht werden, weil die Käufer hinters Licht geführt wurden. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vertritt bereits eine Vielzahl von Autobesitzern, die gegen den VW Konzern vorgehen wollen, notfalls auch gerichtlich. Fachanwalt Dr. Ralf Stoll teilt mit: "Unsere Kanzlei wird den VW Konzern in Anspruch nehmen und den Rücktritt von den Kaufverträgen über VW Dieselfahrzeuge erklären. Wenn Volkswagen sich nicht bewegt, werden wir die Ansprüche gerichtlich geltend machen. Wir sehen sehr gute Chancen für die Autobesitzer."

Autobesitzer von VW, Audi, Seat und Skoda Dieseln sollten sich daher dringend an einen Fachanwalt wenden, bevor es zu spät ist und die Ansprüche verjährt sind. Eine kostenlose Erstberatung bietet die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH an.

http://www.vw-schaden.de/rechte-der-autokaeufer
 

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Einsteinallee 3

77933 Lahr

Telefon: 07821 / 92 37 68 - 0

Fax: 07821 / 92 37 68 - 889

kanzlei@dr-stoll-kollegen.de 

Palliativmedizin in der Klinik vorhanden?

Rheinische Post: Nur jede vierte Klinik ist auf Palliativmedizin spezialisiert

  • Nur 500 der rund 2000 Krankenhäusern in Deutschland können Sterbenskranke umfassend palliativmedizinisch versorgen.

Die geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe) vorliegt.

  • Im vergangenen Jahr rechneten die Krankenhäuser in 58.691 Fällen eine spezielle palliativmedizinische Versorgung ab. 73 Prozent der Fälle lag als Hauptdiagnose Krebs zugrunde. 

Aus Sicht der Linken ist der Bedarf deutlich größer. "Bedarfsgerechtigkeit muss endlich Maßstab der Gesundheitsversorgung werden", sagte die Gesundheits- und Pflegeexpertin der Linksfraktion, Birgit Wöllert.

  •  "Das gilt besonders für die stationären Angebote zur Palliativ- und Hospizversorgung." 

Ein Defizit sieht Wöllert insbesondere in den Pflegeheimen: "Auch schwerstkranke und sterbende Menschen in Pflegeheimen müssen denselben Anspruch auf eine hochwertige Versorgung haben wie Menschen im stationären Hospiz", forderte Wöllert.

In ihrer Antwort räumt auch die Bundesregierung ein, dass es im Bereich der Pflegeheime bei der Palliativversorgung ein Defizit gibt:

"Untersuchungen zeigen, dass Pflegebedürftige in der Sterbephase oft in ein Krankenhaus überwiesen werden, da ein Teil der Pflegeheime nicht im erforderlichen Maß auf die Versorgungsbedarfe ihrer Bewohner und Bewohnerinnen am Lebensende eingeht oder eingehen kann", heißt es in der Antwort der Bundesregierung. 


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Rheinische Post

Redaktion 

Telefon: (0211) 505-2621 
 
http://www.rp-online.de 

Schleimhaut in Mund, Magen, Darm, Auge und Genital

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Forscher finden Reparaturmechanismus für defekte Schleimbestandteile: 

 


Wenn die Spucke wegbleibt


Die Schleimhäute in Mund, Magen, Darm und im Augenbereich bilden eine Schutzschicht, um Reibung und das Eindringen von Fremdkörpern zu verhindern. 

Den Hauptbestandteil des Schleims bilden die sogenannten Mucine, die Wassermoleküle binden. 

Sind die Mucine allerdings beschädigt, können sie diese Eigenschaft verlieren. Wissenschaftler um Prof. Oliver Lieleg von der Technischen Universität München (TUM) haben einen Weg gefunden, die defekten Moleküle wieder zu reparieren. 
 
Ohne Schmierstoffe läuft nichts, das gilt für Maschinen und Menschen gleichermaßen. Unter anderem im Mund, den Augen, Magen, Darm und Genitalbereich besitzen wir daher Schleimhäute, die dafür sorgen, dass es keine zu große Reibung gibt. Schleim (= Mucus) fungiert aber auch als Schutz gegen Umwelteinflüsse wie Chemikalien und Krankheitserreger.

Prof. Oliver Lieleg erforscht mit seiner Arbeitsgruppe am Zentralinstitut für Medizintechnik (IMETUM) an der TUM die grundlegenden Eigenschaften der Mucine, die strukturbildenden Bestandteile des Schleims. In einer aktuellen Studie, die im Journal „Advanced Materials Interfaces“ veröffentlicht wurde, konnten die Wissenschaftler nun zeigen wie Mucine ihre schmierende Wirkung verlieren können.

Gleichzeitig gelang es ihnen, einen Reparaturmechanismus zu entwickeln.

Verlust der schmierenden Wirkung

  • Mucine bestehen aus einem Proteinrückgrat, an das Zuckermoleküle angeheftet sind. Diese Zucker haben die Fähigkeit, Wassermoleküle zu binden und den Mucinen ihre schmierenden Eigenschaften zu verleihen. 

Die TUM-Wissenschaftler zeigten gemeinsam mit Forschern vom Massachusetts Institute of Technology und dem Unternehmen Johnson&Johnson, dass Mucine bei Verlust der Zuckeranteile nicht mehr ausreichend Wasser binden können.

Es gelang den Wissenschaftlern aber, die beschädigten Mucine im Labor erfolgreich zu reparieren, indem sie den verlorenen Zuckeranteil des Moleküls durch synthetische Moleküle ersetzten. Hierdurch wurden sowohl die Fähigkeit der Moleküle Wasser zu binden als auch ihre Schmierwirkung wiederhergestellt.

Künstliches Molekül mit Anker

Bei dem künstlichen Molekül handelt es sich um Polyethylenglycol, an dem die Wissenschaftler noch eine Lectingruppe als „Anker“ angeheftet haben. Dieser Anker sorgt dafür, dass das Molekül an das defekte Mucin gebunden wird. Wurden die Reparatur-Moleküle in eine Lösung mit defekten Mucinen gegeben, bekamen diese ihre schmierenden Eigenschaften zurück.

  • Die Ergebnisse können zu neuen Behandlungsmethoden für Patienten mit defekter Schleimbildung führen. 

  • Einige Pathogene etwa greifen gezielt die Zuckermotive an den Mucinen an, um die Barrierewirkung der Mucin-Schicht zu schwächen.

„Eine denkbare zukünftige Anwendungsform der molekularen Reparaturmotive könnten ein Spray oder Augentropfen sein, so dass die defekten Mucine direkt auf der Schleimhaut wiederhergestellt werden“, sagt Lieleg.


Originalpublikation:

T. Crouzier, K. Boettcher, A.R. Geonnotti, N.L. Kavanaugh, J.B. Hirsch, K. Ribbeck, and O. Lieleg, „Modulating mucin hydration and lubrication by deglycosylation and polyethylene glycol binding“; Advanced Materials Interfaces; DOI: 10.1002/admi.201500308

Link zur Publikation: 

http://dx.doi.org/10.1002/admi.201500308


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:

Prof. Dr. Oliver Lieleg
Professur für Biomechanik
Technische Universität München
Fakultät für Maschinenwesen und Zentralinstitut für Medizintechnik
oliver.lieleg@tum.de
+49 (0)89-289-10952
Dr. Ulrich Marsch Technische Universität München