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Medizin am Abend Berlin Fazit

„Risiko Alkohol? Früherkennung und Intervention in der Hausarztpraxis“ von
Katharina Liegmann, Bremen: APOLLON University Press, 2015. ‒ 140 Seiten,
broschiert, ISBN 978-3-943001-17-4.

Buchcover "Risiko Alkohol? Früherkennung und Intervention in der Hausarztpraxis" © APOLLON University Press
Buchcover "Risiko Alkohol? Früherkennung und Intervention in der Hausarztpraxis"

50-Jährigen für alternative Wohnformen im Pflegefall

Rheinische Post: AOK-Pflege-Report: Mehr als die Hälfte der über 50-Jährigen für alternative Wohnformen im Pflegefall

Mehr als die Hälfte der über 50-Jährigen steht alternativen Wohnformen im Pflegefall offen gegenüber, wie eine Umfrage des wissenschaftlichen Instituts (Wido) der AOK unter 50 bis 80-Jährigen für den Pflege Report 2015 zeigt, der der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) vorliegt.

So kann sich mehr als die Hälfte der Befragten (54,1 Prozent) vorstellen, den Lebensabend in "betreutem Wohnen" zu verbringen. Darunter versteht man eine altersgerechte Wohnung, für die flexible Hilfen im Haushalt, bei der Betreuung und für die Pflege zur Verfügung stehen. Ebenfalls mehr als die Hälfte (51,8 Prozent) stehen dem Einzug in ein Mehrgenerationenhaus offen gegenüber. In solchen Einrichtungen helfen sich Jüngere und Ältere gegenseitig. "Während Politik und Pflegewirtschaft oft noch in den Grenzen herkömmlicher Pflegearrangements denken, sind die über 50-Jährigen schon einen Schritt weiter. Sie wünschen sich viel mehr Wohn- und Versorgungsformen zwischen Heim und Häuslichkeit", sagte der Chef des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann. Dies müsse aufgegriffen werden, forderte er. Der Möglichkeit einer 24-Stunden-Pflege, bei der eine Pflegekraft im eigenen Haushalt wohnt, stehen 41 Prozent positiv gegenüber. Die Alten-WG wird mit nur 39 Prozent Zustimmung etwas kritischer gesehen. Das Argument dagegen: "Alt macht alt".

Lediglich das Pflegeheim im Ausland findet kaum Zuspruch. Es hat das Image, dass Pflegebedürftige kostengünstig abgeschoben werden. Das Thema Pflege gehört für die Angehörigen der Generation 50+ zum Alltag. Knapp drei Viertel von ihnen (72 Prozent) haben mit dem Thema schon Erfahrung gemacht - entweder in der Sorge um die eigenen Eltern oder selbst als Pflegebedürftige.

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Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2621

Gefahr von Versorgungslücken für alte Menschen

Medizin am Abend Fazit:   Demographischer Wandel verstärkt Unterschiede zwischen Stadt und Land

Deutschlands Bevölkerungsstruktur wird sich in den kommenden Jahren spürbar verändern. Das Durchschnittsalter steigt. Der Pflegebedarf nimmt zu. Während die Städte eher wachsen, dünnt der ländliche Raum weiter aus. Die Kommunen stellt das vor ganz unterschiedliche Herausforderungen. 
 
Deutschland wird bis zum Jahr 2030 um mehr als eine halbe Million Einwohner schrumpfen. Das zeigt eine Bevölkerungsprognose aus dem Datenportal "Wegweiser Kommune" der Bertelsmann Stiftung. Für die Studie wurde die zahlenmäßige Entwicklung der Bevölkerung für Städte und Gemeinden ab 5.000 Einwohner sowie aller Landkreise berechnet. Demnach werden in 15 Jahren trotz zu erwartender hoher Zuwanderung in Deutschland nur noch 79,97 Millionen Menschen leben, 0,7 Prozent weniger als 2012.

Der Bevölkerungsrückgang verteilt sich alles andere als gleichmäßig. Die einzelnen Bundesländer und Regionen nehmen sogar eine teils gegensätzliche Entwicklung.

Während Sachsen-Anhalt (– 13,6 Prozent), Thüringen (– 9,9 Prozent) sowie Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland (je – 7,9 Prozent) einen beachtlichen Teil ihrer Bevölkerung verlieren, werden andere Länder wachsen. Die Stadtstaaten Berlin (+ 10,3 Prozent), Hamburg (+ 7,5 Prozent) und Bremen (+ 1,0 Prozent) gewinnen ebenso an Einwohnern wie die Flächenländer Bayern (+ 3,5 Prozent), Baden-Württemberg (+ 2,1 Prozent), Hessen (+ 1,8 Prozent) und Schleswig-Holstein (+ 0,4 Prozent).

Städte wachsen, ländlicher Raum verliert

Vor allem für viele Gemeinden im ländlichen Raum dürften die Folgen des Bevölkerungsrückgangs dramatisch werden. In Hoyerswerda (Kreis Bautzen), Bitterfeld-Wolfen (Kreis Anhalt-Bitterfeld), Gräfenhainichen (Kreis Wittenberg) oder Roßleben (Kyffhäuserkreis) wohnen 2030 gut 26 Prozent weniger Menschen als 2012. Unterföhring, Feldkirchen (beide Kreis München), Ilvesheim (Rhein-Neckar-Kreis) und Teltow (Kreis Potsdam-Mittelmark) hingegen erwarten einen Anstieg der Einwohnerzahl um mehr als ein Viertel.

Generell setzt sich der Trend fort: Städtische Regionen wachsen, der ländliche Raum verliert. Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung: "Es wird für die schrumpfenden und alternden Regionen immer schwieriger, eine gute Infrastruktur zu gewährleisten." Die zentrale Herausforderung sei, auch in einwohnerschwachen Regionen flexible Mobilitätsangebote, schnelles Internet und eine angemessene Gesundheitsversorgung in erreichbarer Nähe anzubieten.

Gefahr von Versorgungslücken für alte Menschen

Die zunehmende Alterung der Bevölkerung bedeutet einen erhöhten Pflegebedarf in den Kommunen.

2030 wird die Hälfte der Bundesbürger älter als 48,1 Jahre sein, während das sogenannte Medianalter 2012 noch 45,3 Jahre betrug.

In den Stadtstaaten Berlin und Hamburg liegt es 2030 bei etwa 43 Jahren am niedrigsten. Am höchsten ist das Medianalter in Brandenburg und Sachsen-Anhalt (53,0 Jahre) sowie in Mecklenburg-Vorpommern (52,6 Jahre).

Auch dieser Wert verändert sich regional ganz unterschiedlich. Auf der Ebene der Städte und Gemeinden wird die Spanne von 41 bis 63 Jahren (2012: von 37 bis 56 Jahren) reichen. "Jüngste" Kommunen sind dann München, Unterföhring (Kreis München) und Münster, "älteste" Kommunen sind 2030 Bad Füssing (Kreis Passau), Guben (Kreis Spree-Neiße) und Grömitz (Kreis Ostholstein).

In den kommenden 15 Jahren steigt die Zahl der Hochbetagten über 80 Jahre bundesweit um 47,2 Prozent auf über 6,3 Millionen. 

 Mit seiner relativ jungen und wachsenden Bevölkerung wird sich Berlin gleichwohl auf einen Anstieg in dieser Altersgruppe um 75,1 Prozent einstellen müssen. Hohe Zuwächse wurden auch für Schleswig-Holstein (+ 68,8 Prozent) und Brandenburg (+ 60,9 Prozent) errechnet. Moderater verläuft die Entwicklung im Saarland (+ 31,8 Prozent) und in Nordrhein-Westfalen (+ 36,1 Prozent).

Nur in vereinzelten Gemeinden werden 2030 weniger über 80-Jährige leben als 2012. So gibt es einen Rückgang von 17 Prozent und mehr in Bad Blankenburg (Kreis Saalfeld-Rudolstadt) und Heringen (Werra) im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Die Zuwächse fallen sehr viel drastischer aus: So müssen Kirchheim (Kreis München), Kropp (Kreis Schleswig-Flensburg) und Karlsfeld (Kreis Dachau) mit einem Anstieg von mehr als 180 Prozent bei den Hochbetagten rechnen. "Mit dem Anstieg dieser Altersgruppe vergrößert sich auch der Unterstützungs- und Pflegebedarf in den Kommunen. Es gilt, frühzeitig der Gefahr von Versorgungslücken aufgrund fehlender Pflegekräfte entgegenzuwirken", sagte Brigitte Mohn.

Zusatzinformationen

Die Auswertungen und Analysen stammen aus dem "Wegweiser Kommune" der Bertelsmann Stiftung. Unter www.wegweiser-kommune.de werden für alle Kommunen in Deutschland mit mehr als 5.000 Einwohnern Daten, Bevölkerungsvorausberechnungen, Handlungskonzepte und Praxisbeispiele für kommunale Akteure zur Verfügung gestellt. Der "Wegweiser Kommune" ermöglicht so einen Blick auf die Entwicklung in den Politikfeldern demographischer Wandel, Bildung, Finanzen, Integration und soziale Lage.


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Carsten Große Starmann, Telefon: 0 52 41 81 81 228
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Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte:
http://www.bertelsmann-stiftung.de

Parkinson-Krankheit und Risiko Straßenverkehr: Wer darf noch ein Auto steuern?

Medizin am Abend Berlin:  

 

http://wheelmap.org/

 

Das Autofahren ist für viele Menschen mit Morbus Parkinson ein wichtiges Stück ihrer Unabhängigkeit. Allerdings führt die Erkrankung zu körperlichen, psychischen und kognitiven Beeinträchtigungen, die das Autofahren gefährlich machen können – für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. Wer darf also noch fahren, wer nicht mehr? 

 
Vor allem Männer hängen an ihrem Führerschein. Erster Ansprechpartner ist immer der behandelnde Arzt. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Neurologie hin. „Über die Fahreignung wird immer im Einzelfall entschieden. Es gibt keine allgemein gültigen Richtlinien“, sagt Privatdozent Dr. Carsten Buhmann, Ärztlicher Leiter des Bereichs Neurologie am Ambulanzzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Der Neurologe hat aber festgestellt: Nach einer Tiefen Hirnstimulation (THS) fahren Parkinsonpatienten im Fahrsimulator besser Auto.

Carsten Buhmann wird diese Ergebnisse und ihre Konsequenzen für den Lebensalltag von Parkinsonpatienten auch auf dem 88. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie vom 23. bis 26. September in Düsseldorf (http://www.dgnkongress.org) diskutieren.

Bestimmte Symptome stehen sicherem Autofahren entgegen

Bei Menschen mit Morbus Parkinson sterben im Gehirn langsam jene Nervenzellen ab, die den Neurotransmitter Dopamin produzieren. In der Substantia nigra – der schwarzen Substanz im Mittelhirn – kommt es zu einem Mangel des Botenstoffs Dopamin. Die Folgen sind verschiedenste körperliche und psychische Symptome. Beispiele sind schwere motorische Beeinträchtigungen wie Zittern (Tremor) oder Bewegungsstarre (Freezing), Demenz, Aufmerksamkeitsstörungen, Halluzinationen oder Sehstörungen (z.B. Doppelbilder). „Schon eines dieser Symptome reicht, um seine Fahreignung zu verlieren“, sagt Buhmann. Auch die Medikamente gegen die Parkinson-Krankheit können die Fahrfähigkeit einschränken. Sie machen zum Teil müde, führen zu Schlafattacken, zum Verlust der Impulskontrolle oder fördern aggressives Verhalten. Doch so einfach ist es nicht mit der Feststellung der Fahreignung, denn es gibt keinen standardisierten Test, der zuverlässige Aussagen darüber bei Parkinsonpatienten treffen kann. „Wer zum Beispiel morgens seine Medikamente einnimmt und danach kurz müde wird, kann abends durchaus fahrtauglich sein, weil die Nebenwirkungen nach einigen Stunden abnehmen“, erklärt Buhmann.

Parkinson – viele sind aktive Autofahrer

Mehr als 80 Prozent aller Parkinsonpatienten haben laut einer Studie aus dem Jahr 2005 einen Führerschein und 60 Prozent davon sind aktive Autofahrer. „Nicht alle davon dürften sich ans Steuer setzen“, meint Buhmann. Menschen mit Parkinson fahren generell unsicherer als Gesunde in ähnlichem Alter. Bei einer Befragung von mehr als 3.000 Parkinsonpatienten gaben 15 Prozent an, in den letzten fünf Jahren einen Unfall gehabt zu haben – 11 Prozent davon waren selbst der Unfallverursacher.

Parkinsonpatienten dürfen nur bei erfolgreicher Therapie, oder wenn die Krankheit noch leicht verläuft, selbst ein Auto führen. Dies besagen die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung der Bundesanstalt für Straßenwesen. Alle ein bis vier Jahre muss ein Arzt oder Psychologe beurteilen, ob die Fahreignung bezogen auf die Krankheit noch besteht.

Angehörige sind wichtig für die Einschätzung der Fahrtauglichkeit

Eine wichtige Rolle bei der Einschätzung der Fahrtauglichkeit spielen auch die Angehörigen. „Ihnen fällt schnell auf, wenn ihr Partner plötzlich unsicher fährt, zu nah an parkenden Autos entlang steuert, zu langsam reagiert oder eine rote Ampel erst spät erkennt – das sind Warnsignale“, sagt der Neurologe.

Eigenverantwortung der Parkinsonpatienten gefragt

Personen mit Parkinson sollten unbedingt mit ihrem behandelnden Arzt über die Einschränkungen beim Autofahren sprechen. Buhmann findet: „Alles andere wäre fahrlässig. Hier ist die Eigenverantwortung des Parkinsonpatienten genauso gefragt wie bei jedem anderen Menschen.“ Allerdings ist die Selbsteinsicht bei manchen Patienten begrenzt. „Bei Männern häufiger als bei Frauen“, weiß der Arzt. Aus Angst vor dem Verlust ihrer Selbstständigkeit sprächen viele Patienten das Thema „Autofahren“ gar nicht erst bei ihrem Arzt an. Umgekehrt hat der Arzt eine Aufklärungspflicht des Patienten, die er auch dokumentieren muss. Tut er dies nicht, macht er sich potenziell haftbar, wenn ein Unfall passiert.

Manchmal schätzen aber auch die Neurologen ihre Patienten aufgrund ihrer Beschreibungen fahrtüchtiger ein, als sie es sind, denn mögliche Schwierigkeiten beim Steuern eines Autos sind nicht immer offenkundig beim Arztgespräch. „Das Problem ist, dass der Arzt nicht mitfährt und sich selbst kein Bild von der Fahrfähigkeit des Patienten machen kann.“ Auch Fahrsimulatoren können das reale Autofahren in der Stadt oder auf der Autobahn nicht exakt abbilden.

Fahrtauglichkeit in der Fahrschule oder beim TÜV prüfen lassen

Parkinsonpatienten können aber ihre Fahrtauglichkeit in Fahrschulen prüfen lassen, die speziell auf Menschen mit Handicap ausgerichtet sind. Auch der TÜV bietet solche Fahrstunden mit einem Fahrlehrer an. Über das Ergebnis der Fahrstunde herrscht Schweigepflicht. „Die Befürchtung ist, dass das Dokument in der Schublade landet, wenn das Ergebnis schlecht ist. Hier appelliere ich wiederum an die Eigenverantwortlichkeit“, sagt Buhmann. Es gibt auch bestimmte technische Hilfsmittel, die Parkinsonpatienten das Autofahren ermöglichen, zum Beispiel ein Auto mit Automatikgetriebe. Auch breitere Bremspedale und anders angeordnete Armaturen und Sitze können die Koordination beim komplexen Vorgang „Autofahren“ verbessern.

Besser Autofahren dank Hirnschrittmacher?

Möglicherweise kann sich auch die Tiefe Hirnstimulation (THS) positiv auf die Fahrsicherheit und die generelle Fahrtauglichkeit von Parkinsonpatienten auswirken. In einer Studie fanden Buhmann und Mitarbeiter heraus, dass Patienten mit einem Hirnschrittmacher sicherer Auto fuhren und weniger Fehler machten als Parkinsonpatienten ohne ein Implantat. Im Vergleich zur Kontrollgruppe mit Gesunden fuhren die Patienten mit dem Hirnschrittmacher zwar langsamer und vorsichtiger, aber ähnlich sicher. „Die Aussicht auf ein besseres Autofahren ist allerdings keine Indikation für die Implantation eines Hirnschrittmachers“, betont der Neurologe.

Rund 360 Patienten haben bislang in Hamburg im Universitätsklinikum-Eppendorf einen Hirnschrittmacher erhalten – weltweit gibt es rund 100.000 Patienten, die sich einer THS unterzogen haben. „Der Anteil der Patienten, die das Fahren nach der THS-Operation wieder aufnehmen, liegt bei knapp 23 Prozent, der Anteil derer, die das Fahren nach OP aufgeben, bei knapp 11 Prozent“, sagt Buhmann.

Quellen

Meindorfner C., Korner Y., Moller J.C. et al. Driving in Parkinson’s disease: mobility, accidents, and sudden onset of sleep at the wheel. Mov Disord 2005;20:832–842
Buhmann C. und Gerloff C. Autofahren bei Morbus Parkinson. Akt Neurol 2013;40:315–320, DOI

Buhmann C., Maintz L., Hierling J. et al. Effect of subthalamic nucleus deep brain stimulation on driving in Parkinson disease. Neurology, 2014;82:32-40 Published online December 18, 2013

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Priv.-Doz. Dr. med. Carsten Buhmann
Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Tel.: +49 (0)40 741052771, E-Mail: buhmann@uke-uni-hamburg.de
Frank A. Miltner Deutsche Gesellschaft für Neurologie

Deutschen Gesellschaft für Neurologie
Frank A. Miltner, c/o albertZWEI media GmbH, Englmannstr. 2, 81673 München
E-Mail: presse@dgn.org, Tel: +49 (0)89 46148622

Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen

Einladung für die Medien: Mensch im Blick – Gehirn im Fokus:
88. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie vom 23. bis 26. September in Düsseldorf

Rund 6000 Experten für Gehirn und Nerven tagen im September in Düsseldorf. Von Demenz bis Epilepsie, von Schlaganfall bis Multiple Sklerose – der DGN-Kongress ist das zentrale Wissenschafts-, Fortbildungs- und Diskussionsforum der neurologischen Medizin in Deutschland. Journalisten bietet er Gelegenheit zur Recherche sowie für persönliche Gespräche mit den führenden Köpfen der deutschen und internationalen Neuromedizin. Die DGN bietet ein gut ausgestattetes Pressezentrum. Die Pressekonferenzen finden statt am Mittwoch, 23. September, 10.00 bis 11.00 Uhr, sowie Freitag, 25. September, 11.30 bis 12.30 Uhr (terminliche Änderungen vorbehalten). 

Blutplättchen in der Art Selbstmord-Modus - Apoptose

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Schlaganfall: Neues über Blutplättchen

Blutplättchen spielen bei Schlaganfällen eine wichtige Rolle: 

Sie können die Nervenzellen im Gehirn sogar in eine Art Selbstmord-Modus treiben. 

Das berichten Wissenschaftler der Universität Würzburg jetzt in der Zeitschrift „Blood“. 
 
Typischerweise entsteht ein Schlaganfall so: Ein Blutgefäß, das das Gehirn mit lebensnotwendigem Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, wird durch ein Blutgerinnsel verschlossen. Dadurch sterben Nervenzellen ab, und die Patienten entwickeln zum Beispiel Lähmungserscheinungen und Sprachstörungen.


Nach einem Schlaganfall lösen Blutplättchen Apoptose in Nervenzellen aus (l., sterbende Nervenzellen rot, Kerne gesunder Nervenzellen blau). Ohne Blutplättchen gehen weniger Nervenzellen in Apoptose.

Nach einem Schlaganfall lösen Blutplättchen Apoptose in Nervenzellen aus (l., sterbende Nervenzellen rot, Kerne gesunder Nervenzellen blau). Ohne Blutplättchen gehen weniger Nervenzellen in Apoptose.
(Bilder: Peter Kraft / Christoph Kleinschnitz)

Ein elementarer Bestandteil dieser Blutgerinnsel sind Blutplättchen. Dabei handelt es sich um kleine Zellfragmente, die in den Gefäßen zirkulieren.  

Normalerweise helfen sie dabei, Blutungen zu stoppen und Wunden zu schließen.

„Die Wissenschaft vermutet schon seit längerem, dass Blutplättchen bei der Entstehung von Schlaganfällen eine wichtige Rolle spielen. Ihre genaue Funktion war bisher jedoch nicht bekannt“, sagt Professor Christoph Kleinschnitz, Leiter der Schlaganfallstation der Neurologischen Universitätsklinik Würzburg.

Faktor aus Blutplättchen wirkt schädlich

Diese Wissenslücke konnten die Würzburger Forscher nun mit Kollegen aus Tübingen und Belgien schließen. Das Besondere dabei: Sie fanden heraus, dass Blutplättchen in verschiedenen Stadien des Schlaganfalls schädlich sind.

In der frühen Phase setzen die Blutplättchen ein spezielles Gerinnungsprotein frei, den von-Willebrand-Faktor.

Dieser fördert die Gerinnselbildung im Gehirn und verschlimmert die Hirnschädigung nach einem Schlaganfall, wie die Wissenschaftler in der renommierten Fachzeitschrift „Blood“ berichten.

Blutplättchen können Apoptose auslösen

Blutplättchen sind aber auch in der späteren Phase eines Schlaganfalls bedeutsam. In einer weiteren Arbeit in „Blood“ zeigt das Forschungsteam, dass die Blutplättchen dann aus den Gefäßen in das Gehirngewebe wandern und dort die Nervenzellen direkt schädigen können.

„Der Mechanismus, der dabei zum Tragen kommt, heißt Apoptose“, so Dr. Peter Kraft, Oberarzt an der Neurologischen Universitätsklinik Würzburg. Dabei handelt es sich um eine Art Selbstmordprogramm der Nervenzellen. Dieses wird aktiviert, sobald die Blutplättchen mit den Nervenzellen in Kontakt treten. Die Forscher konnten zum ersten Mal überhaupt belegen, dass Blutplättchen in der Lage sind, die Apoptose im Gehirn auszulösen.

Viel versprechende Antikörper für die Therapie

„Zu entschlüsseln, wie sich Blutplättchen in den unterschiedlichen Stadien eines Schlaganfalls verhalten, ist für die Entwicklung neuer Therapieansätze sehr wichtig“, erläutert Professor Kleinschnitz. „Große Hoffnungen setzen wir dabei auf neuartige Antikörper, die die schädigende Funktion der Blutplättchen unterdrücken können.“ Im Tiermodell wirken diese Antikörper sogar dann noch, wenn sie erst eine Stunde nach dem Schlaganfall verabreicht werden.

Die Antikörper können außerdem die nervenschädigende Wirkung des von-Willebrand-Faktors mildern. Zudem führen sie dazu, dass die Nervenzellen seltener in den Selbstmordmodus gehen. „Damit könnten die Antikörper an verschiedenen Ursachen des Schlaganfalls angreifen und bei vielen Patienten eingesetzt werden“, sagt Kleinschnitz. Bis es soweit ist, seien jedoch noch weitere Untersuchungen und Sicherheitstest nötig.

Diese Arbeiten wurden im Würzburger Sonderforschungsbereich (SFB) 688 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell gefördert.

Zwei Publikationen in “Blood”

“Platelets induce apoptosis via membrane-bound FasL”, Rebecca I. Schleicher, Frank Reichenbach, Peter Kraft, Anil Kumar, Mario Lescan, Franziska Todt, Kerstin Göbel, Tobias Geisler, Axel Bauer, Marcus Olbrich, Martin Schaller, Sebastian Wesselborg, Lorraine O’Reilly, Sven G. Meuth, Klaus Schulze-Osthoff, Meinrad Gawaz, Xuri Li, Christoph Kleinschnitz, Frank Edlich, and Harald F. Langer, Blood, 31. Juli 2015, DOI: http://dx.doi.org/10.1182/blood-2013-12-544445

“While not essential for normal thrombosis and hemostasis, platelet-derived von Willebrand factor fosters cerebral ischemia reperfusion injury in mice”, Sebastien Verhenne, Frederik Denorme, Sarah Libbrecht, Aline Vandenbulcke, Inge Pareyn, Hans Deckmyn, Antoon Lambrecht, Bernhard Nieswandt, Christoph Kleinschnitz, Karen Vanhoorelbeke, Simon F. De Meyer, Blood, 24. Juli 2015, DOI: http://dx.doi.org/10.1182/blood-2015-03-632901

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt 


Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz, Neurologische Universitätsklinik Würzburg, T (0931) 201-23756, christoph.kleinschnitz@uni-wuerzburg.de
Robert Emmerich Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Athrose - Neue Methoden ermöglichen eine Früherkennung

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:   Arthrose beginnt schleichend

Häufig wird Arthrose erst bis zu zehn Jahre später erkannt, wenn der Verschleiß der Gelenke bereits fortgeschritten ist. Denn der Knorpelabbau verursacht zunächst keine Schmerzen und eine Diagnose im Anfangsstadion ist derzeit noch nicht möglich. Zwei noch junge bildgebende Verfahren versprechen jetzt, Knorpelschäden bereits in einer frühen Phase – der Präarthrose – zu erkennen. Zu diesem Zeitpunkt können Rheumatologen die Entstehung dieser Gelenkerkrankung noch aufhalten. 
 
Über den aktuellen Stand der Forschung und wie Patienten mit unklaren Rücken- oder Knieschmerzen davon profitieren könnten, berichten Experten auf einer Pressekonferenz in Berlin im Vorfeld des 43. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh).

Kommen Patienten mit Knie-, Rücken- oder Gelenkschmerzen zum Orthopäden, stellt dieser eine bestehende Arthrose meist nur anhand einer Röntgenaufnahme fest. 

Das Röntgenbild weist in diesem Fall einen kleineren Gelenkspalt zwischen zwei Knochen auf als üblich. „Die Knorpelschicht ist zu diesem Zeitpunkt bereits abgebaut und kann nicht wieder hergestellt werden“, so Dr. med. Ingo Arnold, Tagungspräsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh). Für eine präventive Therapie sei es daher zum Zeitpunkt der Diagnose schon zu spät.

„Dabei kündigt sich die Arthrose zumindest auf molekularer Ebene in Form einer abnormalen Knorpelzellorganisation bereits sehr viel früher an, noch bevor der Patient aufgrund von Schmerzen zum Arzt geht“, so der Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und operative Rheumatologie im Rotes Kreuz Krankenhaus, Bremen. Diese beschädigten Areale, die in einer Röntgenaufnahme als gesund eingestuft werden, kann die Nah-Infrarot-Spektroskopie (Near Infra Red/NIR) als Präarthrose entlarven, so Arnold. „Zu diesem frühen Zeitpunkt können wir noch verhindern, dass es überhaupt zu einem Gelenkverschleiß kommt.“ Wie diese Methode helfen könnte, die Ursache unklarer Knie- und Rückenschmerzen zu finden, berichtet der Experte im Vorfeld des DGRh-Kongresses.

Eine weitere vielversprechende Methode, ist eine spezielle Form der Magnetresonanztomografie (MRT), mit der Rheumatologen die biochemische Zusammensetzung des Knorpels untersuchen. „Denn der Knorpel zeigt in der frühen Arthrose-Phase typische Veränderungen, die den Abbau ankündigen“, erklärt Arnold. Es kommt unter anderem zum Verlust von sogenannten Glykosaminoglykanen (GAG), die als Biomarker dienen. Seit mehreren Jahren steht eine MRT-Technik zur Verfügung, die anhand des GAG-Gehalts eine Präarthrose erkennt: dGEMRIC (delayed gadolinium-enhanced MRI of cartilage). Derzeit ist die dGEMRIC-Technik noch sehr teuer und wird noch nicht im Routinebetrieb angewendet. „Wir gehen aber davon aus, dass diese neuen Verfahren den Patienten schon in zwei bis drei Jahren zur Verfügung stehen könnten“, schätzt Arnold.

Rund sechs Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Kniegelenksarthrose und vier Millionen an einer Polyarthrose in den Händen. Wie der Verlust des Knorpels schon früh erkannt und die Entstehung einer Arthrose verhindert werden kann, berichten Experten der DGORh auf der Vorab-Pressekonferenz am 26. August 2015 in Berlin.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie
Kongress
Kathrin Gießelmann/Stefanie Schweigert
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-981/-649
Fax: 0711 8931-167
giesselmann@medizinkommunikation.org
schweigert@medizinkommunikation.org

Schwangerschaftsabbruch - Anonyme Online-Fragebogen Einladung

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:  

 

Alle Betroffenen sind herzlich eingeladen, an der Studie teilzunehmen.

Psychisches Erleben eines Schwangerschaftsabbruchs – Forschungsprojekt gestartet

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Dresden bitten betroffene Frauen um anonymes Ausfüllen eines Online-Fragebogens.

Fast 100.000 Schwangerschaftsabbrüche wurden in Deutschland im Jahr 2014 durchgeführt, die allermeisten davon vor Vollendung der 12. Schwangerschaftswoche. Ein Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen ist nach dem §218 des Strafgesetzbuchs straffrei, wenn die Schwangere eine Schwangerschaftskonfliktberatung besucht hat, eine dreitägige Bedenkzeit eingehalten wurde und der Eingriff von einem Arzt vorgenommen wurde. 

 
Die Gründe für einen Abbruch können sehr vielfältig sein: Eine ungewollt zustande gekommene Schwangerschaft, ein junges Alter der werdenden Mutter, eine noch ungefestigte Partnerschaft, die eigene berufliche Entwicklung, finanzielle Sorgen oder auch eine bereits abgeschlossene Familienplanung.

Die bewusste Entscheidung gegen ein werdendes Kind ist für viele Frauen eine große Herausforderung und kann für viele eine sehr starke psychische Belastung darstellen.

Darüber zu sprechen, fällt den Betroffenen häufig sehr schwer. Das Thema Schwangerschaftsabbruch ist vielfach noch tabuisiert.

Daher gibt es nur wenige psychosoziale Studien, die sich diesem Thema wissenschaftlich widmen und fundierte Erkenntnisse über die Verarbeitung eines Schwangerschaftsabbruchs in den ersten 12 Schwangerschaftswochen liefern.


Die Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Dresden hat deshalb ein Forschungsprojekt begonnen, das mit etablierten Fragebogen das Erleben einer Schwangerschaftskonfliktberatung bzw. eines Schwangerschaftsabbruchs untersucht.

Alle Betroffenen sind herzlich eingeladen, an der Studie teilzunehmen.

Die kurze anonyme Online-Umfrage, die sich auf einem sicheren Server TU Dresden befindet, erreicht man unter http://bit.ly/1FTAOTB


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:

Prof. Dr. Hendrik Berth
Technische Universität Dresden
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
Tel.: 0351 4584099
E-Mail: hendrik.berth@uniklinikum-dresden.de
Konrad Kästner Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden


Blickpunkt Psyche" / Wird Deutschland seelisch immer kränker?

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:  BKK Gesundheitsatlas 2015 "Blickpunkt Psyche" / Wird Deutschland seelisch immer kränker?


Die Daten von 4,3 Millionen beschäftigten BKK Versicherten zeigen: Rund 15 Prozent aller Krankentage mit ärztlichem Attest gehen auf psychische Erkrankungen zurück. Seelische Leiden sind meist sehr langwierig. Im Schnitt dauern Krankschreibungen deswegen mit 40 Krankentagen je Fall sehr lange. Affektive Störungen, zu denen Depressionen zählen, machen einen Großteil psychischer Diagnosen aus: Die Ausfallzeit ist hierbei im Schnitt sogar 58 Tage je Fall.

Nehmen Psychische Erkrankungen zwangsläufig immer weiter zu?
Krankentage wegen seelischer Leiden haben sich gegenüber 2003 mehr als verdoppelt. Die Falldauer bei Krankschreibungen ist in zehn Jahren um 25 Prozent gestiegen. Empirische Studien zeigen allerdings keine wesentliche Zunahme psychischer Störungen. Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes dazu: "Eine der Erklärungen hierfür ist, dass die Menschen ihr psychisches Leiden akzeptieren und Hilfen im Gesundheitswesen in Anspruch nehmen. Entsprechend häufiger werden Beschäftigte wegen sogenannter F-Diagnosen krankgeschrieben. Die heutzutage umfangreicheren Kenntnisse psychischer Krankheitsbilder bei Allgemeinmedizinern und Hausärzten tragen ebenfalls zum Anstieg der Krankschreibungen wegen psychischer Probleme bei. Noch vor 10, 15 Jahren wurden Patienten mit Symptomen, die auf ein psychisches Leiden hindeuten, viel häufiger unspezifische körperliche Beschwerden attestiert."

Mehr attestierte psychische Leiden, keine "neue Epidemie" 

Epidemiologische Daten haben teilweise andere Ergebnisse als die Krankschreibungsdaten. Insgesamt zeigen die epidemiologischen Daten auf Bevölkerungsebene keine generelle Zunahme psychischer Störungen seit Ende der 1990er Jahre. Dazu Prof. Frank Jacobi von der Psychologischen Hochschule Berlin: "Die Diagnoseraten haben sich den wahren Prävalenzen über die letzten Jahre angenähert, sie scheinbar sogar überholt - insbesondere bei Depressionen.
Möglicherweise haben wir es also auch mit einer Überdiagnostizierung zu tun. Eine Diagnose wird häufig unspezifiziert oder bei nur leicht beeinträchtigten Personen gestellt, um überhaupt eine Unterstützung anbieten zu können. Der Trend der kontinuierlichen Zunahme von Krankschreibungen aufgrund psychischer Probleme könnte aber auch dazu führen, dass sich Menschen zu schnell als behandlungsbedürftig erleben und auch bei 'normalen', vorübergehenden psychischen Belastungen das Hilfesystem aufsuchen." Auch die fortschreitende Digitalisierung spielt eine Rolle; Jacobi weiter: "Per Computer erfasste Krankheitsdaten bleiben in den Krankenakten von Ärzten, Kliniken, Krankenkassen oder Rentenversicherern. Wer einmal die Diagnose Angsterkrankung, Depression oder Persönlichkeitsstörung erhalten hat, den wird diese Diagnose 'verfolgen'. Somit werden aktuell Personen mit psychischen Erkrankungen z. T. systematisch überschätzt - bei psychischen Störungen von einer 'Epidemie des 21. Jahrhunderts' zu sprechen wäre folglich übermäßig dramatisierend."

Große regionale Unterschiede 

In den BKK Abrechnungsdaten zeigen sich große regionale Unterschiede bei den psychischen Diagnosen. So werden Depressionen insbesondere in Süddeutschland (Bayern und Baden-Württemberg) häufiger diagnostiziert als im Norden oder Osten Deutschlands. In Großstädten wie Berlin, Hamburg, München werden mehr seelische Leiden attestiert als in ländlichen Gegenden.
Detailanalysen von Depressionen und des Burn-out-Syndroms zeigen deutliche Unterschiede: Diagnoseraten, Krankschreibungen sowie Antidepressiva-Verordnungen sind nicht überall in Deutschland gleich verteilt, es werden Schwankungsbreiten bis zum 43fachen des höchsten Werts gegenüber dem niedrigsten berichtet.

Im Detail: Lediglich 0,3 Prozent der BKK Versicherten im Saale-Orla-Kreis (Thüringen) bekamen eine Burn-out-Diagnose, attestiert, während dieser Anteil im Kreis Ansbach (Bayern) bei 3,4 Prozent liegt. Gleiches gilt für die Verordnung von Antidepressiva: Im Kreis Meißen (Sachsen) liegt der Anteil der BKK Versicherten, die ein Antidepressivum erhalten, bei 4,4 Prozent. Im Kreis Straubing (Bayern) ist der Wert mit 11,5 Prozent mehr als doppelt so hoch.
Diese Schwankungsbreiten können nicht allein durch tatsächliche unterschiedliche Erkrankungshäufigkeiten in den Regionen erklärt werden. Vielmehr ist ein Zusammenhang mit Regionalindikatoren wie der Ärztedichte (Nervenarzt, Hausarzt, Psychiater, Psychotherapeut) nachweisbar.
Der nun als Buch vorliegende BKK Gesundheitsatlas 2015 "Blickpunkt Psyche" legt den Fokus auf psychische Erkrankungen, insbesondere den Depressionen und dem Burn-Out-Syndrom. Bei den Gastautoren kann nachgelesen werden, wie der aktuelle Stand des Diskurses zur Entwicklung seelischer Krankheiten, zu möglichen Ursachen und präventiver Herangehensweise zur Vermeidung von psychischen Leiden ist.

Bestellt werden kann der BKK Gesundheitsatlas unter:  

shop@mwv-berlin.de

Krankenstand: Prozentualer Anteil der Krankgeschriebenen je Kalendertag. Für das Jahr 2014 wird dieser wie folgt ermittelt: 17,1 Krankentage je beschäftigtes Pflichtmitglied ÷ 365 Tage x 100 = 4,68 Prozent.

Krankheitsfall/Falldauer: Im Jahr 2014 dauerte ein Krankheitsfall im Durchschnitt 12,9 Tage.

Krankengeldfall: Es handelt sich hier in der Regel um AU-Fälle mit einer Dauer von mehr als 42 Kalendertagen.

Der BKK Dachverband vertritt 87 Betriebskrankenkassen und vier BKK Landesverbände. Sie repräsentieren rund zehn Millionen Versicherte.

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BKK Dachverband e.V.
Mauerstraße 85
10117 Berlin


Christine Richter
TEL (030) 2700406-301
FAX (030) 2700406-222
christine.richter@bkk-dv.de

Speiseröhrenkrebs: Der zehnstündige Eingriff

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Ostdeutsche Premiere für „Da Vinci“-OP-Roboter in Dresdner Uniklinikum

 

Erstmals in Ostdeutschland setzte die Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden das „Da Vinci“-OP-System bei der Behandlung eines Patienten ein, der unter Speiseröhrenkrebs litt. Der zehnstündige Eingriff verlief optimal – der Patient hat sich inzwischen gut von der schweren OP erholt. Auch weil der Tumor in einem sehr frühen Stadium operiert werden konnte, gilt der 74-jährige Dresdner als geheilt und braucht sich keiner Folgebehandlung wie einer Chemo- oder Strahlentherapie unterziehen. 


Prof. Jürgen Weitz (rechts) erklärt seinem Patienten Günter Dickow am Computer den Verlauf der Operation. Prof. Jürgen Weitz (rechts) erklärt seinem Patienten Günter Dickow am Computer den Verlauf der Operation. Foto: Uniklinikum / Holger Ostermeyer
 
Dem erstmaligen Einsatz des Dresdner „Da Vinci“ bei einer Speiseröhrenkrebs-OP gingen mehrere herkömmliche Schlüsselloch-OPs mittels einer Spiegelung des Brustraumes – sogenannte Thorakoskopien – bei dieser Tumorform voraus, die den Patienten ebenfalls deutlich weniger belasten als eine offene Operation. Mit dem Start der hochmodernen OP-Methode stellt das Uniklinikum auch auf diesem Gebiet seine führende Rolle in der Krebsmedizin unter Beweis. Es vereint Maximalversorgung, Forschung sowie Lehre und fördert medizinische Innovationen.

„Wenn wir einen Tumor der Speiseröhre entfernen müssen, bedeutet das trotz unseres großen Erfahrungsschatzes eine enorme Belastung für den Patienten. Wir sind froh, dass die Operation mit dem ‚Da Vinci‘ unsere Erwartungen voll erfüllt haben“, sagt Prof. Jürgen Weitz. Der Direktor der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie hat den Großteil der zehnstündigen Operation selbst übernommen.

Bei einer konventionellen Operation des Speiseröhrenkrebses hätten sich die Chirurgen auf der rechten Körperseite durch den Brustkorb einen Zugang zur Speiseröhre schaffen und den Lungenflügel nach oben drücken müssen.

Allein das Ausheilen der dadurch entstehenden Wunden bedeutet in der Regel einen langwierigen, den Patienten stark beeinträchtigenden Prozess. Mit der Thorakoskopie – der sogenannten Schlüsselloch-OP lassen sich diese Folgen bereits minimieren.

Allerdings erfordert diese Technik eine enorme manuelle Geschicklichkeit. 

Vor allem die Naht an der Speiseröhre muss der Operateur in höchster Perfektion ausführen, damit sie schnell und vollständig ausheilt. 

In dieser ersten kritischen Woche darf die Speiseröhre weder undicht werden noch Ausgangspunkt andere Komplikationen sein.

„An dieser Stelle können wir die Stärken des ‚Da Vinci‘ mit seiner hochpräzisen Führung der Instrumente optimal ausspielen“, erklärt Prof. Weitz.

Das OP-Robotersystem perfektioniert die Thorakoskopie, bei der die Instrumente des Operateurs über Hülsen in den Körper eingeführt werden:

Statt mit einem großen Schnitt den Brustkorb zu öffnen und so an die Organe zu gelangen, reichen maximal fünf Einstiche. Der „Da Vinci“ assistiert dem Operateur bei derartigen minimalinvasiven Eingriffen, indem es ihm das direkte Halten und Bewegen der Instrumente abnimmt. Der Chirurg sitzt stattdessen an einer Konsole und steuert die Instrumente über zwei joystickartige Griffe. Dank des komplexen elektronischen Systems wird beispielsweise aus einer Fünf-Zentimeter-Bewegung der Hand ein zehn Millimeter langer, direkt ausgeführter Schnitt. Der Chirurg kann aufgrund dieser individuell einstellbaren Übersetzung, wesentlich beweglicherer Instrumente sowie einer hoch auflösenden, dreidimensionalen Optik das OP-Instrumentarium deutlich genauer bewegen und räumlich sehen. Damit lassen sich auch die Nähte präziser und belastbarer ausführen.


Die operative Entfernung von Tumoren der Speiseröhre gehört zu den aufwändigsten Eingriffen in der Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie: Das liegt auch daran, dass sich der Tumor in der Regel nur zusammen mit einem größeren Abschnitt der Speiseröhre entfernen lässt. 

Die Chirurgen ersetzen diesen dadurch, dass sie den oberen Magenabschnitt verengen und später mit dem gesunden Teil der Speiseröhre verbinden.

Die gesamte Operation erfolgt in zwei Abschnitten:

Der Magen wird über den Oberbauch erreicht, danach die Speiseröhre über den Brustkorb. 

Eine perfekte Verbindung des Magens mit dem noch gesunden Abschnitts der Speiseröhre ist entscheidend für den Behandlungserfolg:

Wachsen beide Organe nicht schnell und komplett zusammen, können lebensgefährliche Komplikationen auftreten. Die Folge einer solchen Komplikation: die Patienten müssen in der Regel eine längere Zeit intensivmedizinisch versorgt werden und erhalten ihre Nahrung monatelang über eine Sonde. 


Insgesamt führen die Experten der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Dresdner Uniklinikums jährlich über 60 große Speiseröhren-OP aus. Der dafür notwendige Aufwand ist enorm. So wurde der 74-Jährige Krebspatient innerhalb von zehn Stunden von einem 18-köpfigen Team um Prof. Jürgen Weitz operiert. Neben vier Chirurgen waren sechs OP-Pfleger, vier Anästhesisten, drei Anästhesie-Pfleger sowie ein Medizinstudent im Operationssaal. „Das größte Lob, das ich meinem Team aussprechen kann, ist die Nachricht, wie gut es dem Patienten heute wieder geht“, sagt Prof Weitz. Der Erfolg ist nun die Basis für weitere Operationen mit dem „Da Vinci“.

Als einer der renommiertesten Standorte der deutschen Hochschulmedizin beteiligt sich das Dresdner Uniklinikum auch an Studien, die den Erfolg moderner Therapieverfahren überprüfen und Erkenntnisse für weitere Innovationen gewinnen. Diese Stärken in Krankenversorgung, Forschung und Lehre zeichnen das Dresdner Uniklinikum aus, das als Onkologisches Spitzenzentrum der Deutschen Krebshilfe und eines von zwei Standorten des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen zu den europaweit führenden Einrichtungen in der Krebsmedizin gehört.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie
Direktor: Prof. Dr. med. Jürgen Weitz
Tel. 0351/ 4 58 27 42
E-Mail: juergen.weitz@uniklinikum-dresden.de
www.uniklinikum-dresden.de/vtg
Holger Ostermeyer Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Herzüberlastung durch Kalzium

Medizin am Abend Berlin Fazit:

Bei Herzüberlastung: Stetiger Einstrom von Kalzium schwächt das Herz

Kalziumleitende Proteine spielen entscheidende Rolle bei krankhaftem
Herzmuskelwachstum / Inaktivierung dieser Proteine schützt im Tierversuch
vor Herzschäden z.B. durch Bluthochdruck / Wissenschaftler des
Universitätsklinikums Heidelberg veröffentlichen im European Heart Journal


Wissenschaftler des Instituts für Pharmakologie am Universitätsklinikum
Heidelberg haben in Zusammenarbeit mit Zellbiologen der Universität des
Saarlandes einen entscheidenden Mechanismus bei der Entstehung chronischer
Herzschwäche
entdeckt: Ist das Herz dauerhafter Überlastung z.B. durch
Bluthochdruck ausgesetzt, lassen zwei bestimmte Proteine, Bestandteile
sogenannter Ionen-Kanäle, unablässig Kalzium in die Muskelzellen
einströmen. Dies setzt krankhafte Umbauprozesse des Herzmuskels in Gang.
Werden die Proteine im Tierversuch ausgeschaltet, bleibt das Herz – ohne
dass Schlagkraft und Herzrhythmus darunter leiden – trotz gleicher
Belastung leistungsfähig und die Veränderungen fallen nur gering aus. Der
Kalzium-Signalweg könnte daher einen lohnenden Ansatzpunkt für neue
Therapien zur gezielten Vorbeugung der chronischen Herzschwäche bieten.

Die Arbeit ist in der führenden Wissenschaftszeitschrift European Heart
Journal erschienen.

Dauerhaft erhöhter Blutdruck, Erkrankungen der Herzklappen sowie
Engstellen an der Aorta bedeuten Schwerstarbeit für das Herz.
Es
kompensiert diese Belastung durch übermäßiges Muskelwachstum
(Hypertrophie) und Einlagerung von Bindegewebe (Fibrosierung). Anders als
beim „Sportlerherz“, das, durch körperliches Training angeregt, ebenfalls
an Muskelmasse zulegt, ist das krankhaft vergrößerte Herz nicht
leistungsfähiger, sondern im Gegenteil zunehmend in seiner Pumpkraft
beeinträchtigt.
Chronische Herzschwäche, Rhythmusstörungen oder
plötzlicher Herztod können die Folgen sein. Weitere Risikofaktoren sind
Übergewicht und Alter: Mehr als 40 Prozent der über 70-Jährigen leiden an
einer Herzmuskel¬hypertrophie. Bisher gibt es keine Therapie, die diesen
Krankheitsmechanismus, das sogenannte maladaptive kardiale Remodeling, auf molekularer Ebene stoppt.

Das Team um Prof. Dr. Marc Freichel, Direktor der Abteilung Allgemeine
Pharmakologie, untersuchte, in wie weit ein wichtiger Signalgeber des Herzens, Kalzium, in diesen Mechanismus involviert ist oder diesen sogar in Gang setzten
kann. Kalzium ist für die Herzfunktion unverzichtbar – sehr schnelle,
zyklische Änderungen des Kalziumsspiegels in den Herzzellen halten den
Herzschlag in Gang.
Dazu ist das genau aufeinander abgestimmte
Zusammenspiel verschiedener Proteine, der Kalzium-Kanäle und -Transporter,
in der Zellhülle oder im Inneren der Zellen notwendig, die Kalzium
entweder in die Zelle einlassen oder es wieder hinaus transportieren. „Es
gab Hinweise, dass Kalzium auch eine Rolle bei der Anpassung der
Herzmuskelzellen an Belastung spielt – und zwar unabhängig von seiner
Funktion bei Herzschlag und Herzrhythmus“
, erklärt der Pharmakologe. „Dazu
benötigt es separate Kalzium-Kanäle, die unabhängig vom Herzschlag
funktionieren.

Zwei entscheidende Kanalproteine, TRPC1 und TRPC4, haben
wir nun entdeckt.“


TRPC1 und TRPC4 gehören einer Gruppe ähnlicher Proteine an, die sich durch
die Hormone Adrenalin und Angiotensin II, die beide den Blutdruck erhöhen
und auch direkt auf den Herzmuskel wirken, aktivieren lassen. In
Zusammenarbeit mit Zellbiologen der Universität des Saarlandes um
Professor Dr. Peter Lipp überprüften sie die Funktion dieser Proteine mit
Hilfe genetisch veränderter Mäuse, die jeweils einzelne oder mehrere von
insgesamt sechs TRPC-Proteinen nicht bilden konnten.

Sie zeigten: Unter der Wirkung von Angiotensin II und Adrenalin kommt es
zu einer Steigerung eines kontinuierlichen Einstroms von Kalzium in die
Herzzellen.
Bei Herzzellen von Mäusen, denen Protein TRPC1 und
gleichzeitig TRPC4 fehlten, war dieser Kalziumeinstrom und damit auch der
Kalziumspiegel in den Zellen dauerhaft deutlich vermindert. Im lebenden
Tier fiel ohne diese beiden Eiweiße trotz künstlich herbeigeführtem
Bluthochdruck oder Aortenverengung das krankhafte Muskelwachstum des
Herzens nur gering aus. „Die Mäuse litten auch unter deutlich weniger
Herzfunktionsstörungen als normale Mäuse unter chronischer Druckbelastung.
Die Tiere ohne TRPC1 und TRPC4 waren über die Versuchsdauer vor einer
Herzschwäche geschützt“ erklärt Erstautor Dr. Juan E. Camacho Londoño. Bei
Tieren, denen jeweils nur TRPC1 oder nur TRPC4 fehlte, waren diese Effekte
nicht zu beobachten.

Durch das Fehlen der beiden Kanalproteine traten keine Nebenwirkungen auf,
wie dies häufig der Fall ist, wenn einzelne Signalwege im Herzen blockiert
werden: Unter normalen Bedingungen zeigen die genetisch veränderten Mäuse
keine Auffälligkeiten; ihre Herzen funktionierten und reagierten normal.
„Aus diesem Grund eignen sich die beiden TRPC-Proteine hervorragend als
Ansatzpunkte für neue Therapien“, so Londoño. „Ein nächster Schritt ist es
nun, entsprechende Wirkstoffe zu entwickeln und zu testen, die
ausschließlich TRPC1 und TRPC4 blockieren.“ Zudem untersucht das Team,
welche weiteren Faktoren und Proteine in diesen Kalzium-Signalweg
eingebunden sind, um den Krankheitsmechanismus des krankhaften Herz-
Remodelings weiter aufzuklären.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:
Prof. Dr. Marc Freichel
Direktor der Abteilung Allgemeine Pharmakologie
Pharmakologisches Institut
Universitätsklinikum Heidelberg
Tel: 06221 54-86860
E-Mail: marc.freichel@pharma.uni-heidelberg.de
Universitätsklinikum Heidelberg, Julia Bird,

Literatur:
A background Ca21 entry pathway mediated by TRPC1/TRPC4 is critical for
development of pathological cardiac remodelling: Juan E. Camacho Londoño,
Qinghai Tian, Karin Hammer, Laura Schröder, Julia Camacho Londoño, Jan C.
Reil, Tao He, Martin Oberhofer, Stefanie Mannebach, Ilka Mathar, Stephan
E. Philipp, Wiebke Tabellion, Frank Schweda, Alexander Dietrich, Lars
Kaestner, Ulrich Laufs, Lutz Birnbaumer, Veit Flockerzi, Marc Freichel and
Peter Lipp; European Heart Journal, doi:10.1093/eurheartj/ehv250,
published June 15, 2015

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten
medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der
Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten
biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist
die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche
Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund
12.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung
und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca.
1.900 Betten werden jährlich rund 66.000 Patienten voll- bzw.
teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das
Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der
medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.
Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg. www.klinikum.uni-heidelberg.de

Literatur:
A background Ca21 entry pathway mediated by TRPC1/TRPC4 is critical for
development of pathological cardiac remodelling: Juan E. Camacho Londoño,
Qinghai Tian, Karin Hammer, Laura Schröder, Julia Camacho Londoño, Jan C.
Reil, Tao He, Martin Oberhofer, Stefanie Mannebach, Ilka Mathar, Stephan
E. Philipp, Wiebke Tabellion, Frank Schweda, Alexander Dietrich, Lars
Kaestner, Ulrich Laufs, Lutz Birnbaumer, Veit Flockerzi, Marc Freichel and
Peter Lipp; European Heart Journal, doi:10.1093/eurheartj/ehv250,
published June 15, 2015

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten
medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der
Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten
biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist
die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche
Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund
12.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung
und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca.
1.900 Betten werden jährlich rund 66.000 Patienten voll- bzw.
teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das
Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der
medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500
angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg. www.klinikum.uni-
heidelberg.de