Qualitätszirkel Nieren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Cardiovascular Prevention Center @Charité

Herzinsuffizienz

Universitätzmedizin Rostock

Universitätsmedizin Greiswald

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

jkb

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

CIRS Bayern

Gender Medizin

idw

Erkrankungen des Fettstoffwechsels, den sogenannten Dyslipoproteinämien

Wann fettreiches Essen krank macht

In Mitteldeutschland – so hat es die Deutsche Herzstiftung gerade
veröffentlicht – leiden überdurchschnittlich viele Menschen an Herz-
Kreislauf-Erkrankungen. Von Atherosklerose über Rhythmusstörungen bis zum
Herzinfarkt liegen die Fallzahlen und auch die Sterblichkeitsrate deutlich
über dem Bundesdurchschnitt. Die Ursachen dafür sind vielschichtig und
sicherlich auch noch nicht in jedem Detail geklärt, macht Prof. Dr. Stefan
Lorkowski von der Friedrich-Schiller-Universität Jena deutlich. „Klar ist
jedoch, dass zur Vermeidung solcher Erkrankungen jeder einzelne etwas tun
kann“, so der Ernährungswissenschaftler weiter.

Eine Schlüsselrolle bei der Prävention komme der Ernährung zu, so
Lorkowski. Gemeinsam mit seinen Fachkollegen Prof. Dr. Günther Wolfram und
Prof. Dr. Heiner Boeing und anderen Wissenschaftlern hat er gerade im
Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) den
bisherigen Forschungsstand zum Zusammenhang von der Fettzufuhr über die
Nahrung und der Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten
analysiert. Zu einer soeben erschienenen Leitlinie der DGE hat das
Forscherteam aus Jena, München und Nuthetal ein Kapitel zur Prävention von
Erkrankungen des Fettstoffwechsels, den sogenannten Dyslipoproteinämien,
beigesteuert.

Zur Bewertung der Bedeutung der Fettzufuhr für die Entwicklung solcher
Fettstoffwechselstörungen haben die Ernährungswissenschaftler sämtliche
bisher vorhandene wissenschaftliche Literatur zum Thema systematisch
ausgewertet und nach ihrer Evidenz bewertet. „So lässt sich beispielsweise
mit überzeugender Evidenz feststellen, dass durch eine reduzierte
Gesamtfettzufuhr oder eine reduzierte Zufuhr von gesättigten Fettsäuren
die Konzentration des sogenannten LDL-Cholesterins im Blut gesenkt werden
kann“, nennt Prof. Lorkowski ein Ergebnis der Studie. LDL-Cholesterin gilt
u. a. als ein wesentlicher Risikofaktor für die Atherosklerose. Durch den
Austausch von gesättigten durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der
Nahrung, wie sie etwa in Pflanzenölen und Fisch vorkommen, lasse sich der
Gehalt von LDL-Cholesterin im Blut senken.

Auch die Konzentration der sogenannten Triglyceride im Blut ist durch die
Ernährung beeinflussbar. Wie das LDL-Cholesterin spielen auch die
Triglyceride bei der Entstehung der Atherosklerose eine Rolle. „Durch eine
erhöhte Zufuhr von einfach ungesättigten Fettsäuren, beispielsweise aus
Pflanzenölen, als Ersatz für Kohlenhydrate kann der Gehalt an
Triglyceriden im Blut gesenkt werden“, so Lorkowski.

Wer große Mengen sogenannter trans-Fettsäuren, etwa aus industriell
gehärteten Pflanzenfetten, zu sich nimmt, erhöht dagegen seinen
Triglyceridspiegel im Blut. „Diese trans-Fettsäuren erhöhen zusätzlich das
LDL-Cholesterin und auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen“, zählt
der Ernährungswissenschaftler weitere Gefahren auf. „Deshalb sind die
Bemühungen, den Gehalt an industriell erzeugten trans-Fettsäuren in
Lebensmitteln zu senken, gerechtfertigt.“

In den kommenden Wochen wollen die Ernährungswissenschaftler die nun
vorgelegte wissenschaftliche Leitlinie im Rahmen eines Symposiums
vorstellen und in konkrete Ernährungsempfehlungen überführen.

Weitere Informationen sowie der Volltext der Leitlinie der DGE sind zu
finden unter:www.dge.de/wissenschaft/leitlinien

Medizin am Abend DirektKontakt:

Prof. Dr. Stefan Lorkowski
Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität
Jena
Dornburger Str. 25, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 949710
E-Mail: stefan.lorkowski[at]uni-jena.de
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Dr. Ute Schönfelder

Umsatz im Apothekenmarkt Jahr 2014

Jahresrückblick von INSIGHT Health zur Entwicklung des Apothekenmarkts: Neue Hepatitis C-Therapie ist Umsatztreiber im Arzneimittelmarkt

Der Umsatz im Apothekenmarkt lag im Jahr 2014 bei 29,4 Milliarden Euro, was einem leichten Zuwachs zum Vorjahr von 4,5 Prozent entspricht. Dies zeigen die aktuellen Umsatzdaten von INSIGHT Health nach Abgabepreisen pharmazeutischer Unternehmer. Im Fokus der Marktbewegung stehen die modernen Präparate zur Behandlung von Hepatitis C, deren Einführung eine verstärkte Marktkonzentration im Apothekenmarkt zur Folge hatte: Allein auf die zehn umsatzstärksten Arzneimittel entfielen in 2014 über zehn Prozent des Gesamtumsatzes. Das sind über 400 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Ursache für diesen starken Anstieg ist vor allem der Behandlungserfolg von Hepatitis C. Die Mehrausgaben in diesem Bereich führten dazu, dass im Herbst letzten Jahres die Rahmenvereinbarungen für das Arzneimittelbudget angepasst wurden: Die zu erwartenden Mehraufwendungen in 2014 für die modernen Hepatitis C-Therapie wurden mit einem Zuschlag in Höhe von 2,4 Prozent berücksichtigt, was einer Erhöhung des Budgets von 750 Millionen Euro entspricht.

Die umsatzstärksten Marktsegmente im Apothekenmarkt waren in 2014 Virus-statika, Immunsuppressiva und Antithrombosemittel. Der Erfolg der neuen Hepatitis C-Therapie zeigt sich auch hier deutlich: Während die drei umsatzstärksten Marktsegmente in 2013 noch knapp 15 Prozent des Umsatzes generierten, waren es in 2014 fast 18 Prozent. Dies entspricht einem Mehrumsatz von über einer Milliarde Euro. Hingegen ist an Immunstimmulantien / Interferonen ein Umsatzrückgang von sieben Prozent zu verzeichnen, da die neuartige Behandlung von Hepatitis C für bestimmte Patientengruppen keinen Interferon-Einsatz mehr vorsieht. Weiterhin führte die ausbleibende Erkältungswelle im milden Winter 2014 zu Umsatzverlusten von 14 Prozent bei Husten- und Erkältungsmitteln und auch Reninantagonisten verzeichneten mit -13,8 Prozent starke Rückgänge, die vor allem auf Patentabläufe zurückzuführen sind.
Erstmals seit 2010 betrug der Umsatz durch Reimporte wieder mehr als drei Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen diese in 2014 einen hohen Umsatzzuwachs von elf Prozent. Dieser Anstieg ist vor allem auf das neue Herstellerrabattgesetz zurückzuführen: Seit 01. April 2014 wurde der Herstellerabschlag auf verschreibungspflichtige Arzneimittel von 16 auf nunmehr sieben Prozent reduziert. Durch die geringere Rabattbelastung wird der Reimport der Arzneimittel aus dem Ausland wieder lukrativer.

INSIGHT Health ist einer der führenden Informationsdienstleister im Gesundheitsmarkt mit Sitz in Waldems-Esch und Niederlassungen in Berlin und Wien. Das Unternehmen bietet aufgrund seiner umfassenden Branchenkenntnisse ein breites Portfolio datenbasierter Dienste zur Markt-und Versorgungsforschung an. Das Plus der INSIGHT Health GmbH & Co. KG liegt in der schnellen und transparenten Bereitstellung von Daten unter Beachtung der gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie in der Ausarbeitung individueller Lösungen für die pharmazeutische Industrie, Krankenversicherungen, Ärzteverbände, Apothekenvereinigungen, wissenschaftliche Institute, Behörden, Politik und andere Entscheider im Gesundheitsmarkt. Weitere Informationen: www.insight-health.de

Medizin am Abend DirektKontakt

Jana Heiler Tel.: +49 (0)6126 955-434 Fax: +49 (0)6126 955-20 E-Mail: JHeiler@insight-health.de

Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt?

WAZ: Keine Geburt nach Plan - Kommentar von Wilfried Goebels

Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt? Immer mehr werdende Mütter befassen sich mit dieser Frage. Bei prominenten Vorbildern ist die "Geburt nach Plan" in Mode. Meist aber handelt es sich um Notkaiserschnitte, weil eine natürliche Geburt mit einem zu hohen Risiko verbunden wäre.

In der Regel sind es die Ärzte, die aus medizinischen Gründen auf einen Kaiserschnitt setzen. Die Debatte über den "Wunschkaiserschnitt", der die Geburt relativ schmerzfrei und zeitlich besser planbar macht, bleibt die Ausnahme. Folglich kann sich der Appell von Ministerin Steffens für eine natürliche Geburt nur an eine kleine Gruppe Frauen richten.

Die Legende von der Managerin, die ihr Wunschkind nach dem Dienstkalender bekommen will, um am nächsten Meeting wieder im Büro zu sitzen, ist Unsinn. Die Geburt eines Babys ist ein so einschneidendes Ereignis, dass die Abwägung zwischen Kaiserschnitt und natürlicher Geburt anderen Kriterien folgt. So entscheiden sich auch junge Frauen, die bei einer normalen Geburt Komplikationen erlitten haben, verständlicherweise bei weiteren Geburten mit ihrem Arzt für einen Kaiserschnitt.

Medizin am Abend DirektKontakt

Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 - 804 6519 zentralredaktion@waz.de

http://www.waz.de 

81,1 Millionen Bevölkerungs-Patienten

Medizin am Abend Fazit:

Linkempfehlung: 

https://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=gasta&p_aid=0&p_sprache=D&p_knoten=NE668

Bevölkerung Deutschlands im Jahr 2014 erneut angestiegen

Zum vierten Mal in Folge dürfte im Jahr 2014 die Bevölkerung Deutschlands zugenommen haben. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat sich die Einwohnerzahl von knapp 80,8 Millionen am Jahresanfang auf knapp 81,1 Millionen Menschen am Jahresende deutlich erhöht.

Die Anzahl lebend geborener Kinder dürfte danach bei 675 000 bis 700 000 und die Anzahl der Sterbefälle bei 875 000 bis 900 000 gelegen haben. Das seit 1972 stets beobachtbare Geburtendefizit - die Differenz aus Geburten und Sterbefällen - wird bei 190 000 bis 215 000 erwartet. Im Jahr 2013 hatte das Geburtendefizit 212 000 betragen (Geburten: 682 000; Sterbefälle: 894 000).

Ausschlaggebend für die erwartete starke Bevölkerungszunahme im Jahr 2014 ist der Wanderungssaldo, der das Geburtendefizit deutlich übersteigt. Der Saldo aus Zuzügen aus dem Ausland und Fortzügen ins Ausland hatte schon 2013 mit 429 000 so hoch wie seit 1993 nicht mehr gelegen. Für 2014 wird eine erneute Steigerung auf mindestens 470 000 Personen erwartet. Als eine Ursache hierfür kann die ab 2014 für Rumänen und Bulgaren geltende vollständige Arbeitnehmerfreizügigkeit angesehen werden, die sieben Jahre nach Beitritt der beiden Staaten zur Europäischen Union (EU) in Kraft trat und zu einem verstärkten Zuzug nach Deutschland führen dürfte.

Medizin am Abend DirektKontakt

Reinhold Zahn, Telefon: (0611) 75-2242, www.destatis.de/kontakt
Statistisches Bundesamt Telefon: (0611) 75-3444 

Binokulare Fusion: Schlaganfall und Sehstörungen

Medizin am Abend Fazit: Schlaganfall-Patient kann dank neuartiger Therapie wieder räumlich sehen

Sehstörungen zählen mit zu den häufigsten Folgen eines Schlaganfalls. In
seltenen Fällen tritt dabei der Verlust des räumlichen Sehens ein. Die
Patienten nehmen die Welt um sich herum nur noch flach wie ein Bild wahr.
Sie können keine Entfernungen mehr abschätzen, etwa wenn sie nach einer
Tasse greifen oder sich ihnen auf der Straße ein Auto nähert. Diese
Störung haben Forscher aus Saarbrücken um Professor Georg Kerkhoff und
Anna-Katharina Schaadt mit Kollegen der Charité – Universitätsmedizin
Berlin bei einem Patienten genauer untersucht. Sie haben nun erstmals ein
wirksames Behandlungskonzept entwickelt und nachgewiesen, welches
Hirnareal für diese Sehstörung verantwortlich ist.

Nach einem Schlaganfall kann es zu unterschiedlichen Formen von
Sehstörungen kommen. „Diese äußern sich etwa darin, dass die Patienten auf
einer Seite blind sind, sodass sie Hindernisse oder Personen auf der Seite
übersehen oder Probleme beim Lesen haben“, erklärt Georg Kerkhoff,
Professor für Klinische Neuropsychologie der Saar-Uni und Leiter der
Neuropsychologischen Universitätsambulanz. Manchmal sind die Folgen aber
weitaus gravierender: So hat das Team um Kerkhoff und Schaadt zusammen mit
Forscherkollegen um Neurologie-Professor Dr. Stephan Brandt und Dr. Antje
Kraft von der Charité in Berlin einen Patienten betreut, bei dem es in
Folge eines Schlaganfalls zum Verlust des räumlichen Sehens gekommen war.
Zwar konnte er alle Details in seiner Umgebung wahrnehmen, er war
allerdings nicht mehr in der Lage, Entfernungen richtig einzuschätzen.
„Für ihn war alles flach wie auf einem Gemälde“, erklärt Anna-Katharina
Schaadt, Doktorandin bei Kerkhoff und Erstautorin der Studie. „Er bewegte
sich daher wie in Zeitlupe und war stets unsicher, wie weit zum Beispiel
eine Kaffeetasse auf dem Tisch entfernt ist oder wie schnell sich ein
heranfahrendes Auto nähert.“ Wie ein Blinder habe er daher einen langen
Stock genutzt, um sich in seiner Umgebung zu orientieren.

In der Neuropsychologischen Hochschulambulanz auf dem Saarbrücker Campus
haben die Wissenschaftler um Kerkhoff und Schaadt zunächst die Ursache für
diese Störung gesucht. „Wir haben herausgefunden, dass der Patient die
Seheindrücke seiner beiden Augen nicht mehr zu einem Gesamtbild
verschmelzen konnte“, sagt Schaadt. Fachleute bezeichnen diesen Prozess
bei gesunden Menschen als binokulare Fusion. Sie ist wichtig für das
dreidimensionale Sehen.

Nach der Diagnose haben die Psychologen im Rahmen einer Therapie über drei
Wochen hinweg täglich das räumliche Sehen des Patienten geschult. Dabei
kamen drei verschiedene Verfahren zum Einsatz: Mit speziellen optischen
Trainingsgeräten (Prismen, Vergenztrainer und Cheiroskop) wurden dem
Patienten zwei seitlich leicht versetzte Bilder präsentiert. Diese sollten
mit Hilfe sogenannter konvergenter Augenbewegungen zu einem einzigen Bild
zusammengesetzt werden. Bei diesem Prozess bewegen sich die Augen
gegensinnig zur Nase hin, während die Bilder aber im Blickfeld bleiben.
Mit der Zeit „verschmelzen“ die beiden zu einem Bild, das auch räumliche
(stereoskopische) Tiefe enthält. „Für den Betroffenen war es so, als ob
jemand einen Schalter umgelegt hat. Plötzlich konnte er wieder räumlich
sehen, Entfernungen richtig einschätzen und Gegenstände zielsicher
greifen“, schildert Schaadt die Eindrücke des Patienten, der mittlerweile
wieder seinem Beruf als Jurist nachgehen kann. Auch ein Jahr später in
einer Nachuntersuchung konnte der Patient weiterhin räumlich sehen, sodass
er laut Kerkhoff als dauerhaft geheilt gilt.

Mit dem Verfahren könnten Therapeuten künftig auch anderen Schlaganfall-
Patienten helfen, diese extreme Form der Sehstörung zu behandeln. Zudem
sind die Ergebnisse für die Forschung interessant, wie Professor Brandt
erläutert: „Sie zeigen, wie spezifisch unser Gehirn organisiert ist. Das
geschädigte Areal im sogenannten Parietallappen V6/V6A ist auf 3D-Sehen
spezialisiert. Aus Studien an Primaten ist die Hirnregion bereits bekannt.
Ihre Funktion beim Menschen ist aber noch nicht hinreichend erforscht.“

Die Studie ist in der renommierten Fachzeitschrift „Neuropsychologia“
erschienen unter:

Schaadt, A.K., Brandt, S.A., Kraft, A., Kerkhoff, G. Holmes and Horrax
(1919) revisited: Impaired binocular fusion as a cause of “flat vision”
after right parietal brain damage – A case study. Neuropsychologia (2015),
DOI:10.1016/j.neuropsychologia.2015.01.029

Medizin am Abend DirektKontakt: 

Dipl. Psych. Anna-Katharina Schaadt
Lehrstuhl Klinische Neuropsychologie, Neuropsychologische
Hochschulambulanz
Universität des Saarlandes / International Research and Training Group
„Adaptive Minds” (IRTG 1457)
E-Mail: annakatharina.schaadt(at)uni-saarland.de, Tel.: +49 681 302-57385

Univ.-Prof. Dr. Georg Kerkhoff
Lehrstuhl Klinische Neuropsychologie, Neuropsychologische
Hochschulambulanz
Universität des Saarlandes
E-Mail: kerkhoff(at)mx.uni-saarland.de, Tel.: +49 681 302-57380
Universität des Saarlandes, Melanie Löw

Falsche Handhabung von Medikamenten / Nachtschwestern für Demenzkranke

Medizin am Abend Fazit: Besser mal nachfragen / Falsche Handhabung von Medikamenten gefährdet den Therapieerfolg

Knapp 40 Prozent der Senioren öffnen die Folienverpackung eines Wirkstoffpflasters nicht vorschriftsmäßig, mehr als 60 Prozent der Patienten verunreinigen Tropfen beim Einträufeln ins Auge, und fast jeder zweite Befragte wendet Nasentropfen fehlerhaft an. Das weiß Dr. Wolfgang Kircher von der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker aus etlichen Studien. "Gerade ältere Menschen sind mit der Handhabung vieler Medikamente überfordert", sagt er im Apothekenmagazin "Senioren-Ratgeber". Für manche Darreichungsformen gebe es auch schon bessere Lösungen, die den Herstellern aber zu teuer seien. Am Ende muss der Patient das Sagen haben, findet der Apotheker. "Sie sollten nicht so duldsam sein, sondern sich viel mehr beschweren." Denn falsche Handhabung gefährdet den Therapieerfolg.


Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 2/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Nachtschwestern unter Stress / Immer mehr Demenzkranke auf Station verlangen dem Pflegepersonal viel ab

Das Pflegepersonal muss heute nachts im Krankenhaus mehr anspruchsvolle Aufgaben bewältigen als vor zwei Jahrzehnten. Das berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf einen Vergleich der Nachtdiensteinsätze in den Jahren 2010 bis 2013 und einer Untersuchung von 1986 bis 1989 von Forschern der Universität Witten/Herdecke. Eine Pflegekraft muss sich heute zwar um weniger Patienten kümmern. Da aber immer mehr Demenzpatienten darunter sind, sei die Versorgung deutlich aufwändiger. 72 Prozent der Pflegekräfte seien nachts allein für die Station zuständig.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 2/2015 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Diagnostik bei invasiven Pilzinfektionen - Diabetes - Leukämie

Medizin am Abend Fazit: Vielversprechende neue Diagnostik bei invasiven Pilzinfektionen

Wissenschaftlern der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der
Uniklinik Köln ist jetzt ein Durchbruch mit der Entwicklung eines
neuartigen Testverfahrens zum Nachweis von invasiven Pilzinfektionen
gelungen. Die Methode nutzt die Analyse körpereigener pilzreaktiver
T-Zellen. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe der
Fachzeitschrift American Journal of Respiratory and Critical Care
Medicine* veröffentlicht.

Patienten mit einem erheblich geschwächten Immunsystem, beispielsweise
durch eine Leukämietherapie oder eine schwer verlaufende Diabetes, sind
häufig von einer innerlichen Infektion durch Schimmelpilze betroffen, die
Bestandteil unserer täglichen Umgebung sind. Schimmelpilze, wie Mucor oder
Aspergillus können Lungenentzündungen, Infektionen der Nasennebenhöhlen
und sogar des Gehirns hervorrufen. Besonders problematisch ist, dass diese
Pilze sehr schnell durch die Organe hindurch wachsen, mitunter einige
Zentimeter pro Tag. Die Sterblichkeit liegt im fortgeschrittenen Stadium
bei bis zu 100 Prozent. Die frühzeitige Diagnose und Behandlung einer
Pilzinfektion ist bislang jedoch nicht ohne weiteres möglich, weil derzeit
keine verlässlichen, schnellen und risikoarmen Testverfahren zur Verfügung
stehen.

Den Wissenschaftlern um Prof. Dr. Alexander Scheffold, Leiter der
Arbeitsgruppe Zelluläre Immunologie an der Medizinischen Klinik mit
Schwerpunkt Rheumatologie und klinische Immunologie, gelang es nun, in
einem interdisziplinären und translationalen Forschungsprojekt einen
solchen Test zu entwickeln. Die Forscher nutzen dafür ein Verfahren, mit
dessen Hilfe körpereigene Immunzellen, die auf eine Pilzinfektion
reagieren, im Blut von Patienten nachweisbar sind. Das Verfahren wurde von
Dr. Petra Bacher und Prof. Dr. Alexander Scheffold von der Charité und dem
Deutschen Rheumaforschungszentrum (DRFZ) Berlin, gemeinsam mit dem
Biotechnologieunternehmen Miltenyi Biotec GmbH und der Arbeitsgruppe um
Prof. Axel Brakhage vom Hans-Knoell Institut in Jena entwickelt. Somit
werden die Immunzellen sozusagen als hochsensitive und spezifische
Sensoren für Krankheitserreger genutzt.

Dieser Ansatz ist neu, denn herkömmliche Diagnostikverfahren beruhen in
der Regel auf dem Nachweis des Erregers und nicht auf dem Nachweis
spezifischer Immunreaktionen. „Unser Immunsystem ist darauf spezialisiert,
Pathogene schnell und spezifisch zu erkennen und unser Verfahren macht
diese Zellen im Blut sichtbar“, sagt Alexander Scheffold. „Die hohe
Spezifität der Immunzellen erlaubt eine klare Unterscheidung, von welchem
Pilz eine Infektion hervorgerufen wird.“ An einer Vorstudie, die unter der
Leitung von Prof. Dr. Oliver Cornely an der Universität zu Köln stattfand,
nahmen 69 Patienten teil, in deren Blut die Zahl der Abwehrzellen gegen
Schimmelpilze gemessen wurde. „Wir konnten zeigen, welche Pilzart die
Patienten infiziert hatte. Wenn ein Infektionsherd chirurgisch entfernt
wurde, dann sank die Zahl der Abwehrzellen“, erläutert Oliver Cornely.

Die Forscher hoffen nun, die Ergebnisse in einer größeren Vergleichsstudie
bestätigen zu können. Die Analyse der antigenspezifischen T-Zellen könnte
ein neues Standard-Diagnostikverfahren sein, das die Überlebenschancen von
betroffenen Patienten erheblich steigern kann. Das Testsystem ist dabei
nicht auf Pilze beschränkt sondern für nahezu jedes Pathogen einsetzbar,
daher arbeiten die Forscher intensiv daran, auch die Diagnostik von
Autoimmunkrankheiten, Allergien sowie chronischen Darm- oder
Lungenentzündungen zu verbessern.

*Petra Bacher, Angela Steinbach, Olaf Kniemeyer, Axel Hamprecht, Mario
Assenmacher, Maria J. G. T. Vehreschild, Jörg J. Vehreschild, Axel A.
Brakhage, Oliver A. Cornely, Alexander Scheffold: Fungus-Specific CD4+ T
Cells for Rapid Identification of Invasive Pulmonary Mold Infection.
American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine. Vol. 191, No.
3 (2015), pp. 348-352. doi: 10.1164/rccm.201407-1235LE

Medizin am Abend DirektKontakt:

Prof. Dr. Alexander Scheffold
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und klinische
Immunologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 513 450
alexander.scheffold@charite.de
Charité – Universitätsmedizin Berlin, Dr. Julia Biederlack

Weitere Informationen finden Sie unter
http://rheumatologie.charite.de/
http://www.drfz.de/zellulaere-immunologie/

Leberversagen

Medizi am Abend Fazit: Überlebenschancen bei Leberversagen verbessern

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert eine klinische Studie an der
Leipziger Universitätsmedizin mit 1,125 Millionen Euro. Darin wird
untersucht, ob bei Leberversagen ein bestimmtes Medikament, das Immun- und
Stammzellen aus dem eigenen Knochenmark mobilisiert, die Heilungschancen
erhöht. Wenn die Studien positiv ausfallen, steigen die Überlebenschancen
für Patienten erheblich.

Patienten mit Leberzirrhose sterben häufig an den Folgen einer akuten
Verschlechterung der Leberfunktion. Neben der Lebertransplantation gibt es
bisher keine anderen Therapieoptionen. Nicht selten liegen die
Überlebenschancen nach 3 Monaten unter 30 Prozent. Eine wesentliche
Ursache für die ungünstige Prognose ist die durch das Leberversagen
ausgelöste Immunschwäche, so dass Patienten häufig durch Infektionen
versterben. Ein Forscherteam in der Sektion Hepatologie um Leiter Prof.
Dr. Thomas Berg und Dr. Cornelius Engelmann prüft, ob durch Medikamente,
die das eigene Knochenmark zur Zellbildung stimulieren, der schwere
Krankheitsverlauf positiv beeinflusst und somit die Überlebenschancen
gesteigert werden können. „Wir untersuchen, ob es möglich ist, betroffenen
Patienten einen Wachstumsstimulator zu verabreichen. Mit seiner Hilfe soll
der Anteil von Immun- und auch Stammzellen im Blut steigen und somit das
Immunsystem einerseits und die Funktion der Leber andererseits
stabilisiert werden“, erläutert Engelmann. Den Patienten wird dabei ein
körpereigenes Hormon, der sogenannte Granulozyten-Kolonie-stimulierende
Faktor (G-CSF), per Spritze unter die Haut gegeben. Das Medikament wird
bereits seit Jahren zur Vorbereitung bei gesunden Knochenmarksspendern
verabreicht.

Indische Wissenschaftler haben diese Therapie im Rahmen einer Studie mit
knapp 50 Teilnehmern bereits erfolgreich angewandt. „Wir untersuchen nun
in der größer angelegten GRAFT-Studie deutschlandweit, ob wir die
Ergebnisse bestätigen können“, so Studienleiter Engelmann. Dabei wird die
Hälfte der rund 260 Teilnehmer auf herkömmliche Weise therapiert, die
andere Hälfte wird zusätzlich mit G-CSF behandelt. Anschließend werden die
Patienten über einen Zeitraum von einem Jahr beobachtet. Sollte die
indische Studie in Leipzig bestätigt werden, stünde eine neue, einfach zu
verabreichende und doch sehr effektive Behandlungstherapie zur Verfügung,
hebt Engelmann hervor: „Die Überlebenschancen der Patienten könnten von 30
auf 60 Prozent steigen. Außerdem stellt sich dann die Frage, welche Rolle
sowohl Immun- als auch Stammzellen bei der Behandlung überhaupt spielen.“
Auch dem wollen die Leipziger Forscher in Zusatzprojekten im Rahmen der
vorerst auf drei Jahre angelegten DFG-Förderung nachgehen.
Medizin am Abend DirektKontakt:

Prof. Dr. Thomas Berg
Sektion Hepatologie
Uniklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie
Telefon: +49 341 97-12330
Mail: thomas.berg@medizin.uni-leipzig.de
cornelius.engelmann@medizin.uni-leipzig.de
Universität Leipzig, Diana Smikalla, Ulf Walther

Rechtsherzunterstützungspumpe

Medizin am Abend Fazit:   Miniatur-Pumpe unterstützt die Herzfunktion

Erstmalig in Süddeutschland wurde am Universitätsklinikum Würzburg einem
Patienten die kleinste Rechtsherzunterstützungspumpe der Welt erfolgreich
implantiert.

Experten der von Prof. Rainer Leyh geleiteten Klinik für Thorax-, Herz-
und Thorakale Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Würzburg
implantierten kürzlich die weltweit kleinste Rechtsherzunterstützungspumpe. Es war der erste Einsatz des neuen Systems in Süddeutschland. Der Anlass des Eingriffs: Ein Patient erlitt Monate nach einer erfolgreichen Herztransplantation eine extrem schwere Abstoßungsreaktion des Spenderorgans. „Die im Vergleich zur linken Herzkammer muskelschwächere rechte Hauptkammer ist durch Infarkte, Lungenhochdruck oder eben eine sehr schwere Abstoßung nach Transplantation in ihrer Leistungsfähigkeit stark bedroht“, berichtet Prof. Ivan Aleksic, der die Unterstützungspumpe im Januar dieses Jahres implantierte. Der
Geschäftsführende Oberarzt der Klinik für Thorax-, Herz- und Thorakale
Gefäßchirurgie fährt fort: „Die kleine Maschine entlastet das Organ
immens. Dies führte bei unserem Patienten zu einer schnellen Erholung der
rechte Hauptkammer des Herzens, so dass wir das Hilfssystem schon nach
wenigen Tagen wieder entfernen konnten.“

Pumpleistung vier Liter Blut pro Minute

Die von der Firma Abiomed hergestellte Pumpe ist kaum größer als eine
Mignon-Batterie (AA), kann aber bis zu vier Liter Blut in der Minute
fördern – das sind 80 Prozent der Pumpleistung eines gesunden rechten
Herzens. Wegen seiner geringen Größe kann das Gerät über einen Katheter in
der Leistenvene bis zum Herzen vorgeschoben und dort in der rechten
Hauptkammer verankert werden. „Das System kann durch Herzchirurgen oder
interventionelle Kardiologen implantiert werden, da die Leistenvene hierzu
nicht in jedem Fall freigelegt werden muss“, schildert Prof. Aleksic. Für
die Patienten ein großer Vorteil, denn bisher war für das Einsetzen eines
vergleichbaren Herzunterstützungssystem ein sehr viel größerer operativer
Aufwand erforderlich, was die Schwerkranken entsprechend höher belastete.

Die schlauchförmige Mini-Pumpe wird über die Leistenvene bis zum Herzen vorgeschoben und dort in der rechten Hauptkammer verankert.
Die schlauchförmige Mini-Pumpe wird über die Leistenvene bis zum Herzen vorgeschoben und dort in der rechten Hauptkammer verankert.Bild: Abiomed

Prof. Ivan Aleksic mit einem Anschauungsexemplar der Rechtsherzunterstützungspumpe Impella RP.
Bild: Uniklinikum Würzburg
Prof. Ivan Aleksic mit einem Anschauungsexemplar der Rechtsherzunterstützungspumpe Impella RP.
Prof. Ivan Aleksic mit einem Anschauungsexemplar der Rechtsherzunterstützungspumpe Impella RP.
Bild: Uniklinikum Würzburg

Medizin am Abend DirektKontakt:


Universitätsklinikum Würzburg, Susanne Just
Telefon: + 49 (0)931/201 - 59447
Fax: + 49 (0)931/201 - 61788

Typ-2-Diabetikern: Essigsäure hemmt Ausschüttung von Insulin

Medizin am Abend Fazit: Hemmstoffe gegen die Rezeptoren der Essigsäure könnten die Behandlung von Diabetes-Patienten verbessern

Bei Typ-2-Diabetes steigt der Blutzuckerspiegel, weil die Zellen des
Körpers nicht mehr empfindlich genug für Insulin sind oder die
Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Insulin freisetzt. Wissenschaftler
des Max-Planck-Institutes für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim
haben nun entdeckt, dass die sogenannten FFA2- und FFA3-Rezeptoren die
Insulinfreisetzung hemmen. Diese Rezeptoren werden durch Essigsäure
aktiviert, die unter anderem von den Insulin-produzierenden Zellen der
Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Die Bauchspeicheldrüse verhindert so,
dass zu viel Insulin ausgeschüttet wird und der Blutzuckerspiegel zu stark
absinkt.

Da Essigsäure vor allem bei normalen oder erhöhten Zuckerwerten
gebildet wird, kurbeln Hemmstoffe gegen die Essigsäurerezeptoren die
Produktion von Insulin nicht bei niedrigen Zuckerspiegeln an. Eine
gefährliche Unterzuckerung ließe sich so bei der Diabetestherapie
vermeiden.

Als primäre Ursache des Typ-2-Diabetes galt lange eine verminderte
Empfindlichkeit von Körperzellen auf Insulin. In den letzten Jahren zeigte
sich jedoch, dass zudem bereits in der Frühphase der
Typ-2-Diabeteserkrankung auch die Insulinfreisetzung gestört ist. Insulin
wird in Zellen der Bauchspeicheldrüse produziert und sorgt dafür, dass
Körperzellen Glukose aus dem Blut aufnehmen können. Dadurch sinkt der
Blutzuckerspiegel. Ein Auslöser für die Insulinfreisetzung ist ein Anstieg
der Glukosewerte im Blut nach einer Mahlzeit. Neben Glukose haben auch
andere Substanzen hemmende oder verstärkende Funktion. Sie wirken auf
Rezeptoren ein, welche für die Regulation der Insulinfreisetzung
verantwortlich sind.

Die Wissenschaftler haben nun in den Insulin-produzierenden Zellen von
Mäusen und Menschen Rezeptoren identifiziert, die die Insulinfreisetzung
hemmen können. „Nimmt eine Zelle Glukose auf, bildet sie Essigsäure. Diese
aktiviert die FFA2- und FFA3-Rezeptoren und hemmt so die Freisetzung von
Insulin“, sagt Cong Tang vom Max-Planck-Institut für Herz- und
Lungenforschung. Mäusezellen ohne FFA2- und FFA3-Rezeptoren setzen dagegen mehr Insulin frei. Die Rezeptoren sollen offenbar verhindern, dass nach
dem Anstieg der Glukosekonzentration zu viel Insulin ausgeschüttet wird.

Die Wissenschaftler erhoffen sich von diesen Befunden neue
Therapiemöglichkeiten für Diabetiker. Sie wollen als Nächstes an der
Entwicklung von Substanzen forschen, die die Essigsäurerezeptoren
blockieren. „Die Tatsache, dass Essigsäure vor allem bei hohen
Blutzuckerwerten entsteht, macht Hemmstoffe gegen die Essigsäurerezeptoren
besonders attraktiv. Denn dadurch würden diese Substanzen nur bei
Patienten mit erhöhtem Blutzuckerspiegel wirken, nicht aber bei Gesunden
oder gut eingestellten Typ-2-Diabetikern“, sagt Stefan Offermanns,
Direktor der Abteilung Pharmakologie am Max-Planck-Institut.

Originalveröffentlichung:
Cong Tang, Kashan Ahmed, Andreas Gille, Shun Lu, Hermann-Josef Gröne,
Sorin Tunaru & Stefan Offermanns
Loss of FFA2 and FFA3 increases insulin secretion and improves glucose
tolerance in type 2 diabetes
Nature Medicine, 2015

Medizin am Abend DirektKontakt 

Dr. Matthias Heil
Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim
Telefon:+49 6032 705-1705Fax:+49 6032 705-1704
E-Mail:matthias.heil@mpi-bn.mpg.de

Prof. Dr. Steffan Offermann
Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim
Telefon:+49 6032 705-1202
E-Mail:stefan.offermanns@mpi-bn.mpg.de

Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., Dr Harald
Rösch