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AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.)


Guten Abend,

heute zum 25. Jahrestag des Mauerfall darf ich am Abend 

auf diesen ganz wichtigen Arbeitslink hinweisen.

Ganz besonders beachten Sie bitte die Leitlinien.

http://www.awmf.org/

Hintergrund:
 
Die AWMF ist das Netzwerk der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland

In der 1962 gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) sind derzeit 168 wissenschaftlich arbeitende medizinische Fachgesellschaften organisiert.

Die AWMF berät über grundsätzliche und fachübergreifende Fragestellungen in der wissenschaftlichen Medizin, fördert die Zusammenarbeit ihrer Mitgliedsgesellschaften bei der Wahrnehmung ihrer wissenschaftlich-medizinischen Aufgaben und Ziele sowie den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die  ärztliche Praxis. Darüber hinaus vertritt sie in Kooperation mit anderen ärztlichen Organisationen die Interessen der wissenschaftlichen Medizin gegenüber den zuständigen politischen Gremien und der Öffentlichkeit, strebt eine enge Zusammenarbeit mit vergleichbaren Organisationen an und stellt somit einen wichtigen Pfeiler in der medizinischen Organisation Deutschlands dar.
Zentrale Säulen der AWMF sind die Delegierten-Konferenz und das Präsidium. Für die Bearbeitung besonderer Fragestellungen werden Kommissionen aus den Delegierten gebildet und gegebenenfalls Sachverständige aus den Mitgliedsgesellschaften hinzugezogen. Die AWMF organisiert außerdem zwei interdisziplinäre Arbeitskreise.


Ihr Medizin am Abend Team

Besten Gruss von Günter K.V. Vetter


360° MFA - TOP-Thema: Live ab 15.11.2014 Hospitationsboerse

Bitte besuchen Sie den Link:

www.hospitationsboerse.de 

Die fachübergreifende Hospitationsbörse:

Von Ärzten für Ärzte
Fachübergreifendes Angebot
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Chemosaturation: Neue Behandlungsmethode für Patienten mit Lebermetastasen an der MHH

Mit der minimal-invasiven Chemosaturation können Tumoren effektiv bekämpft
werden

Spezialisten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben erstmals
eine neue Therapie zur Behandlung von Lebertumoren erfolgreich an zwei
Patienten eingesetzt. Dabei handelt es sich um die sogenannte
Chemosaturation. Sie bietet insbesondere bei Patienten, bei denen keine
andere Behandlung mehr anspricht, die Möglichkeit, den Tumor in der Leber
effektiv zu bekämpfen. Die minimal-invasive Methode wird bislang nur an
wenigen spezialisierten Kliniken in Deutschland angewendet.

Bei der Chemosaturation fluten die Mediziner die Leber durch die
Schlagader mit einem hochdosierten Chemotherapeutikum. Während dieses
Eingriffs wird die Leber durch einen zweiten speziellen Katheter vom
übrigen Blutkreislauf des Körpers isoliert, das Leberblut wird außerhalb
des Körpers durch besondere Filter geleitet. Das gereinigte Blut fügen die
Ärzte anschließend wieder dem Blutkreislauf zu. Dadurch sind die
Nebenwirkungen des Zytostatikums geringer. Die Patienten können nach einem
Klinikaufenthalt von wenigen Tagen wieder ihren alltäglichen Gewohnheiten
nachgehen. Die Chemosaturation kann bei nicht operablen bösartigen Tumoren
der Leber oder metastasierten Tumoren, die auf die Leber beschränkt sind,
eingesetzt werden. Dazu zählen zum Beispiel Lebermetastasen beim
kolorektalem Karzinom (Darmkrebs), beim Melanom (Hautkrebs) oder beim
Aderhautmelanom im Auge. Auch lebereigene Tumoren können mit der Methode
behandelt werden.

An der MHH wird der aufwendige Eingriff von einem eingespielten Team aus
Hepatologen, Onkologen, Radiologen, Anästhesisten und Kardiotechnikern
durchgeführt. „Wir freuen uns sehr, dass das Ärzteteam mit der
Chemosaturation das Angebot der minimal-invasiven regionalen
Tumorbehandlungen in der Leber ergänzen kann und erhoffen uns davon eine
weitere Aufwertung der MHH als Spitzenzentrum bei der Behandlung von
Lebertumoren“, sagt Professor Dr. Michael Peter Manns, Direktor der MHH-
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie. „Zusammen
mit anderen Behandlungsmethoden bieten wir mit der Chemosaturation an der
MHH nun ein sehr breites Spektrum von Therapieverfahren bei bösartigen
Lebererkrankungen an“, ergänzt Professor Dr. Frank Wacker, Direktor des
MHH-Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Zu dem
Behandlungsspektrum gehören außerdem die Selektive Interne Radiotherapie
(SIRT), bei der radioaktive Mikrokügelchen zur Bestrahlung der bösartigen
Zellen direkt ins Tumorgewebe gebracht werden, und die Transarterielle
Chemoembolisation (TACE), bei das Chemotherapeutikum zusammen mit einem
Embolisationsmittel in die tumorversorgenden Gefäße gegeben werden.
Darüber hinaus werden auch die Radiofrequenz- und die Mikrowellenablation
angeboten. Dabei wird das Tumorgewebe durch hochfrequenten elektrischen
Strom beziehungsweise Hitzeeinwirkung zerstört.



Medizin am AbendDirektkontakt:

Weitere Informationen erhalten Sie bei Professor Dr. Frank Wacker,
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Telefon
(0511) 532-3421, wacker.frank@mh-hannover.de, Professor Michael Peter
Manns, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie,
Telefon (0511) 532-3305, manns.michael@mh-hannover.de.

Deutschland sucht den Impfpass

Die Masern sind keineswegs eine harmlose Kinderkrankheit und zählen zu den ansteckendsten Erkrankungen überhaupt. In seltenen Fällen kommt es zu einer Gehirnentzündung, die tödlich verlaufen kann. Durch einen vollständigen Masern-Impfschutz bei Kindern, Jugendlichen und nach 1970 geborenen Erwachsenen ist es dagegen möglich, die Ausbreitung der Masern zu verhindern. Angesichts vorhandener Impflücken sind derzeit in Deutschland jedoch noch unterschiedlich häufig lokale Ausbrüche zu verzeichnen. Dabei erkranken nicht nur Kinder unter einem Jahr, die noch nicht geimpft werden können, sondern häufig auch Jugendliche und junge Erwachsene.

Wurden im Jahr 2013 bundesweit mehr als 1.700 Masern-Fälle gemeldet, sind es in diesem Jahr bisher 267 Fälle. Damit die Zahl der Masernerkrankungen langfristig weiter sinkt, macht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit ihrer bundesweiten Kampagne "Deutschland sucht den Impfpass" aktuell auf die Impfung gegen Masern aufmerksam. Auf Großflächenplakaten und mit drei neuen Hörfunkspots, die für die Sender kostenfrei sind, werden vor allem Jugendliche und junge Erwachsene zum Impfcheck gegen Masern aufgerufen.

"Durch die Impfung schützt man nicht nur sich selbst vor Ansteckung, sondern auch andere, die aus gesundheitlichen Gründen oder weil sie noch zu jung sind, nicht geimpft werden können", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. "Wenn viele geimpft sind, können Ausbrüche zum Beispiel in Kitas, Schulen, Unis, bei der Arbeit oder bei Großveranstaltungen verhindert werden."

Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Kinder im Alter von 11 Monaten bis zum Ende des zweiten Lebensjahres zwei Impfungen gegen Masern zusammen mit der Impfung gegen Mumps und Röteln (MMR-Impfung). Zudem sollten sich alle nach 1970 geborenen Erwachsenen ohne oder mit nur einer Impfung in der Kindheit bzw. bei unklarem Impfschutz einmal impfen lassen. Verpasste Impfungen sollten möglichst bald nachgeholt werden.

Weitere Informationen unter:

- http://www.impfen-info.de/impfpass/ oder http://www.impfen-info.de

- Steckbrief Masern: http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/masern/

Medizin am Abend DirektKontakt:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Dr. Marita Völker-Albert
Postfach 91 01 52
51071 Köln
Telefon: 0221 8992-0 / Durchwahl: -280
Fax: 0221 8992-300 / - 201
E-Mail: marita.voelker-albert@bzga.de
Internet: http://www.bzga.de

Online-Ratgeber zu Folgen von Schlaganfällen und Schädel-Hirn-Traumata für Patienten und Angehörige

Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben einen Ratgeber zu
erworbenen Hirnschädigungen verfasst. Patienten und Angehörige finden
darin allgemein verständliche Antworten auf häufig gestellte Fragen zu
Ursachen und Folgen von Schlaganfällen und Schädel-Hirn-Traumata. Das Team
vom NeuroPsychologischen Therapie Centrum der RUB stellt den Ratgeber
kostenlos im Internet unter www.rub.de/np-ratgeber zur Verfügung.

Ratgeber kontinuierlich weiterentwickeln

Was ist eine Apraxie? Kann man nach einem Schlaganfall noch Auto fahren?
Wie therapiert man Aufmerksamkeitsstörungen? Basierend auf Fragen, mit
denen Betroffene und Angehörige häufig im Alltag konfrontiert sind, haben
die RUB-Forscher die Inhalte für den Ratgeber zusammengestellt. Er enthält
auch ein Wörterbuch mit Erklärungen für viele Fachbegriffe. Außerdem
arbeiten die Psychologen zurzeit an Podcasts, die verschiedene Themen noch
einmal in einer anderen Form aufbereiten. „Es ist uns ein Anliegen,
Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen dabei zu unterstützen,
über Ursachen, Symptome, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten gut
informiert zu sein“, sagt Prof. Dr. Boris Suchan, Leiter des
Therapiezentrums.

Gemeinschaftswerk von Professor, wissenschaftlichen Mitarbeitern und
Studierenden


Prof. Boris Suchan und Dr. Patrizia Thoma verfassten den Online-Ratgeber
gemeinsam mit Studierenden und weiteren wissenschaftlichen Mitarbeitern.
„Es ist faszinierend zu sehen, wie engagiert die Studierenden an diesem
Projekt mitarbeiten“, erzählt Suchan. „Allerdings ist die Webseite noch
lange nicht fertig.“ Sie wird ständig aktualisiert, erweitert und so
angepasst, dass die Inhalte allgemein verständlich sind. „Da es ein
Projekt für Betroffene und Angehörige ist, möchten wir natürlich auch
deren Meinungen und Ideen in den Ratgeber integrieren. Das ist ein Grund,
warum wir das Projekt jetzt schon bekannt machen wollen“, so der RUB-
Forscher weiter. Den Ratgeber hat sein Team in Zusammenarbeit mit der
Helios Klinik Holthausen evaluiert.

Neuropsycholgisches Therapie Centrum
http://www.rub.de/np-ambulanz

Medizin am Abend DirektKontakt:

Prof. Dr. Boris Suchan, Leiter des NeuroPsychologischen Therapie Centrums,
Institut für Kognitive Neurowissenschaft der Ruhr-Universität, 44780
Bochum, Tel. 0234/32-27575, E-Mail: boris.suchan@rub.de

Neu: Patienten-Ratgeber zu Parodontitis und Diabetes

Wussten Sie, dass Parodontitis und Diabetes mellitus sich
gegenseitig beeinflussen? Ein schlecht eingestellter Diabetes
verschlimmert eine Parodontitis und umgekehrt kann eine unbehandelte,
schwere Parodontitis einen Diabetes verstärken. Wie diese beiden
Volkskrankheiten zusammenhängen, wie sie behandelt werden, vor allem aber,
was man tun kann, um Risiken zu verringern, dazu gibt es jetzt einen neuen
Patienten-Ratgeber „Parodontitis & Diabetes“. Darin werden beide
Krankheitsbilder beschrieben, wichtige Fachbegriffe erklärt und auf
mögliche Anzeichen für einen Diabetes oder eine Parodontitis hingewiesen.

20 Millionen Menschen in Deutschland haben Parodontitis, über sechs
Millionen leiden an einem erkannten Diabetes, Tendenz steigend. Der
Zusammenhang zwischen beiden Volkskrankheiten ist inzwischen gut erforscht
und doch wird noch zu wenig auf die Zusammenhänge geachtet. Beides sind
chronisch entzündliche Krankheiten, die oft erst spät entdeckt werden,
wenn es bereits zu Folgeschäden kommt. Parodontitis macht ähnlich wie
Diabetes selten Schmerzen und entwickelt sich schleichend. Deshalb ist es
wichtig, auf erste typische Symptome zu achten.

Aktuell: Berliner Ratgeber für Menschen mit Behinderung

Das *Landesamt für Gesundheit und Soziales* – Versorgungsamt – hat den “Berliner Ratgeber für Menschen mit Behinderung” aktualisiert. Der Ratgeber ist in der 14. Auflage für die Jahre 2014/2015 erschienen. Für schwerbehinderte Menschen und ihre Angehörigen hält er wichtige Informationen und Angebote zu verschiedenen Themen des Zusammenlebens in der Hauptstadt bereit. Die angebotenen Informationen geben Orientierung für den Alltag sowie für ein Leben mit und ohne Behinderung. Das Themenspektrum reicht von Arbeit und Beruf über Personenbeförderung, Steuervorteile, Kinder- und Jugendhilfe bis hin zur Mediennutzung. Der Berliner Ratgeber für Menschen mit Behinderung ist nun noch besser lesbar. Im ersten Teil findet sich zum Beispiel eine umfassende rechtliche Informationen des LAGeSo zum Schwerbehindertenrecht. Der zweite nennt als Service Adressen vielfältiger Hilfsangebote für Menschen mit Behinderung in unserer Stadt. Erhältlich ist der Ratgeber im KundenCenter des Versorgungsamtes, in den Bürgerämtern der Bezirke, bei den Behindertenbeauftragten, den Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung und den Sozialdiensten in den Krankenhäusern. Für stark sehbehinderte und blinde Menschen steht der Ratgeber in Kürze auch wieder als Hörversion zur Verfügung. Dies wird durch die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) ermöglicht.




Medizin am Abend DirektKontakt:

Bestellungen richten Sie bitte direkt an:

Landesamt für Gesundheit und Soziales – Versorgungsamt / KundenCenter
Sächsische Str. 28, 10707 Berlin
Tel.: 90229–64 64, Fax: 90229–60 95
infoservice@lageso.berlin.de

Medizinische Dienst der Krankenversicherung - MDK

Die Medizinischen Dienste der MDK begrüßen das Pflegestärkungsgesetz, das morgen im Bundesrat zur Abstimmung steht. "Insbesondere die Leistungsverbesserungen für Menschen mit Demenz sind wichtig, um die Pflegeversicherung an die Herausforderungen der Zukunft anzupassen. Der nächste Schritt wird die Einführung des neuen Pflegebegriffs sein", sagt Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS. "Die Medizinischen Dienste sind darauf vorbereitet." Dr. Ulf Sengebusch, Geschäftsführer des MDK Sachsen betont: "Die MDK haben mit 1,4 Millionen Pflegebegutachtungen jährlich die notwendige Erfahrung und das Fachwissen, um das dafür notwendige neue Begutachtungsverfahren in die Praxis umzusetzen."

Aktionsbündnis Arbeitsmedizin

Erstes Projekt des Aktionsbündnis zur Sicherung des arbeitsmedizinischen
Nachwuchses erfolgreich mit auf den Weg gebracht: Stiftungsprofessur für
Arbeitsmedizin und Prävention an der Universität zu Lübeck

Das Aktionsbündnis zur Sicherung des arbeitsmedizinischen Nachwuchses hat
sein erstes Projekt erfolgreich mit auf den Weg gebracht: Am 22. Oktober
2014 wurde in Lübeck im Beisein der Ministerin für Soziales, Gesundheit,
Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, Kirstin
Alheit, sowie Vertretern der Stifter, der Universität zu Lübeck und des
Aktionsbündnisses zur Sicherung des arbeitsmedizinischen Nachwuchses ein
Vertrag zur Einrichtung einer Stiftungsprofessur für Arbeitsmedizin und
Prävention unterzeichnet. Die Einrichtung der Stiftungsprofessur ist ein
gemeinsames Ergebnis der Zusammenarbeit einzelner
Unfallversicherungsträger, der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst
und Wohlfahrtspflege (BGW), der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG), der
Berufsgenossenschaft Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) sowie
der Unfallkasse Nord, mit dem Gesundheitsministerium Schleswig Holstein,
der Universität zu Lübeck und dem Aktionsbündnis zur Sicherung des
arbeitsmedizinischen Nachwuchses. Zusammen mit der W3-Professur soll ein
Institut für Arbeitsmedizin eingerichtet werden. Die Einrichtung der
Professur wird zunächst über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt
255.000 Euro pro Jahr von den Stiftern gefördert. Im Anschluss daran soll
eine Evaluation über die weitere Zukunft der Professur entscheiden.

Die Stifter waren bei der Vertragsunterzeichnung vertreten durch den
Hauptgeschäftsführer der BGW, Professor Dr. Stephan Brandenburg, den
Direktor Prävention der VBG, Dr. Andreas Weber, die Hauptgeschäftsführerin
der BG Verkehr, Sabine Kudzielka, sowie den Geschäftsführer der
Unfallkasse Nord, Jan Holger Stock. Für das Aktionsbündnis zur Sicherung
des arbeitsmedizinischen Nachwuchses war dessen Vorsitzender, Professor
Dr. Stephan Letzel, bei der feierlichen Unterzeichnung anwesend.

Ministerin Alheit betonte: „Die arbeitsmedizinische Versorgung
Berufstätiger ist eine wichtige Zukunftsaufgabe.
Die neu errichtete
Professur wird einen für Schleswig-Holstein wichtigen Beitrag zur
Nachwuchsförderung im Fach Arbeitsmedizin und zur Forschung in einer sich
rasch wandelnden Arbeitswelt leisten. Der Bedarf an arbeitsmedizinischer
Beratung und Betreuung wird weiter steigen.“

Der wissenschaftliche Schwerpunkt der Professur soll neben den klassischen
arbeitsmedizinischen Themen wichtige Fragestellungen wie beispielsweise
arbeitsbedingte muskuloskelettale Erkrankungen, psychosoziale und
psychomentale Aspekte der Arbeit, Entwicklung der Gesundheitskompetenz und
arbeitsmedizinische Aspekte von Inklusion, Diversität und Verkehrsmedizin
erfassen. Die Professur und das zukünftige Institut werden dem
profilbildenden Zentrum für Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung
der Universität zu Lübeck zugeordnet. Die Ausschreibung der Professur
erfolgt Anfang des nächsten Jahres.

Die Universität zu Lübeck knüpft damit an die Tradition des Instituts für
Arbeitsmedizin an, das in den vergangenen Jahren/Jahrzehnten von Prof. Dr.
Dr. Richard Kessel in Lübeck geleitet wurde.

Medin am Abend DirektKontakt:

Univ.-Prof. Dr. Stephan Letzel
Vorsitzender des Aktionsbündnisses Arbeitsmedizin
Universitätsmedizin Mainz
Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Obere Zahlbacher Str. 67, 55131 Mainz
letzel@uni-mainz.de

Weitere Informationen finden Sie als Medizin am Abend Gast unter www.dgaum.de

360° - MFA TOP-Thema: Versorgungsstärkungsgesetz

Der vom Bundesgesundheitsminister eingebrachte Entwurf eines so genannten Versorgungsstärkungsgesetzes soll Wartezeiten in Facharztpraxen durch Vermittlung an Krankenhausambulanzen beseitigen.

Andererseits sollen aber Praxen wegen angeblicher Überkapazitäten durch Quasi-Enteignungen aus der Versorgung herausgenommen werden. Dies widerspricht sich. Von den Ärzten wird dahinter ein grundsätzlicher Plan vermutet, der auf eine Abschaffung der niedergelassenen Facharztpraxis und die Einrichtung poliklinischer Strukturen wie in der ehemaligen DDR hinausläuft.

Nach Auffassung des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen (BDC) ist die Versorgung der Bevölkerung gerade in der Fläche sowohl durch Kliniken für die stationäre Betreuung als auch durch chirurgische Facharztpraxen für die ambulante Behandlung garantiert. Es handelt sich hierbei nicht um doppelt vorgehaltene Strukturen, sondern um unterschiedliche Tätigkeitsfelder, die sich gegenseitig ergänzen. "Die immer wieder vorgetragene Floskel der so genannten doppelten Facharztschiene verkennt die Tatsache, dass bei Wegnahme einer Schiene jeder Zug entgleisen wird", erklärte der Vizepräsident des BDC, Dr. Jörg-A. Rüggeberg.

Die geplante Vermittlung von Patienten an Klinikambulanzen schränkt nicht nur die freie Arztwahl der Menschen ein, sondern senkt auch das bisherige Niveau hochqualifizierter Facharztmedizin in der ambulanten Versorgung auf den Standard einer Notfallambulanz mit nachgeordneten Ärzten. "Bisher war die freie Arztwahl ebenso ein unumstößliches Primat der Politik wie ein Maximum an Qualität." so Rüggeberg. "Wer diese Eckpfeiler der Versorgung umreißt, sollte nicht von Stärkung der Versorgung reden, sondern das Kind beim wahren Namen nennen." Ganz abgesehen davon steht nichts im Gesetzentwurf, was den Kliniken helfen könnte, die zusätzliche Belastung personell und finanziell zu bewältigen.

In vielen Ländern ist es durchaus übliche Praxis, Facharztmedizin ausschließlich bei Krankenhäusern anzusiedeln. Die Konsequenzen sind allerdings lange Wartezeiten und eine klare Rationierung von Leistungen. In Deutschland garantiert die duale Versorgung einen höchstmöglichen Standard und kompetente Behandlungen auf allen Ebenen der Versorgungskette. "Man kann sich ohne Frage auch andere Gesundheitssysteme als das unsrige vorstellen, zum Beispiel das, der ehemaligen DDR" erklärte Rüggeberg weiter. " Aber bei einer derartigen Umstrukturierung des Systems muss die Bevölkerung über die Konsequenzen aufgeklärt werden."

Die geplante Enteignung von Praxen in Ballungsräumen ist Indiz für den eingeleiteten Systemwechsel. Es ist verblüffend, wie der Gesetzgeber einen freien Beruf mit Enteignung bedroh - in vollem Widerspruch zu den Prinzipien unseres Rechtsstaates!"

Medizin am Abend DirektKontakt: 

Kathrin Reisinger Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC) Fon: 030/28004-200 Fax: 030/28004-109 Mobil: 0160/3621563