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Herzinfarkte + Wetter, Herzinsuffizienz + Herzinfarkt, Dialyse-Patient + Kakao + Grünem Tee + Blutdruck + Gefäße

Medizin am Abend Berlin Fazit: Europäischen Kardiologiekongress (ESC) 2015 in London

Mehr Herzinfarkte bei kaltem Wetter

 
Kaltes Wetter korreliert mit einem höheren Risiko für schweren Herzinfarkt. Je zehn Grad Celsius Temperaturabfall steigt das Risiko für einen ST-Hebungs-Infarkt (STEMI) um sieben Prozent an. Das zeigt eine neue Studie der Universität von Manitoba in Winnipeg, Kanada, die auf dem Kongress der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) in London präsentiert wurde, wie die DGK berichtet.

Der ST-Hebungsinfarkt (STEMI), die schwerwiegendste Form des Herzinfarktes, wird meist durch einen akuten Riss in Ablagerungen („Plaques“) in einer Koronararterie und den daraus resultierenden Gefäßverschluss verursacht. Beim STEMI handelt es sich um die Form des Herzinfarktes mit der höchsten Sterblichkeit.

Studienautorin Dr. Shuangbo Liu: „Wir konnten zeigen, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen den Außentemperaturen und dem STEMI-Risiko gibt. Dieses Risiko kann bis zu zwei Tage vor dem Herzinfarkt vorhergesagt werden. Wenn es dafür ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit und ausreichende Ressourcen gibt, könnten wir in Zukunft dieses vorhersehbare saisonale Herzinfarkt-Risiko besser managen.“

Winnipeg, Manitoba, ist der geografische Mittelpunkt Kanadas und bekannt für seine heißen und trockenen Sommer und besonders kalten Winter. Das Studienteam wertete in einer retrospektiven Analyse die Daten über alle ST-Hebungsinfarkte der vergangenen sechs Jahre aus. Diese wurden mit Wetterdaten, insbesondere der höchsten, mittleren und niedrigsten Tagestemperatur, korreliert.

Im Beobachtungszeitraum gab es 1.817 STEMI. Die Tageshöchsttemperatur erwies sich als bester prognostischer Faktor. An Tagen mit einer Höchsttemperatur unter 0 Grad Celsius gab es 0,94 STEMI pro Tag, an Tagen mit Höchsttemperaturen über dem Nullpunkt lag die Ereignisrate bei 0,78. Die Tageshöchsttemperaturen der beiden Tage vor dem Infarkt waren ebenso von prognostischer Relevanz.

„Unsere Daten belegen den großen Einfluss von Umweltfaktoren auf das Auftreten eines ST-Hebungsinfarkts“, so Dr. Liu. „Es wird Gegenstand weiterer Untersuchungen sein, herauszufinden, ob spezifische Behandlungsstrategien diesen Klima-Effekt beeinflussen können.“

Quelle: ESC 2015 Abstract How cold is too cold: the effect of seasonal temperature variation on risk of STEMI; S. Liu, R.A. Ducas, B. Hiebert, L. Olien, R. Philipp, J.W. Tam, St. Boniface General Hospital, Cardiology - Winnipeg – Canada

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Überraschendes Studienergebnis: Einfache Vorhersage für Herzinsuffizienz-Entwicklung nach Infarkt

Unerwartete Ergebnisse erbrachte eine neue Studie aus Leuven, die auf dem Kongress der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) in London präsentiert wurde. Die Resultate stehen konträr zur bisherigen Meinung. Die Anpassungsmechanismen, die nach einem Herzinfarkt zur Vergrößerung der Herzkammer (Ventrikel) und im weiteren Verlauf zur Herzinsuffizienz führen, sind bei kleineren Ventrikeln und vermehrter Muskelmasse ausgeprägter als bei großen Herzkammern mit dünnen Muskelwänden.

Die Ergebnisse der DOPPLER-CIP-Studie (Determining Optimal Non-invasive Parameters for the Prediction of Left Ventricular Morphologic and Functional Remodelling in Chronic Ischemic Patients) könnten, falls durch weitere Studien bestätigt, Einschätzung und therapeutisches Vorgehen völlig verändern, sagte Studienleiter Prof. Frank Rademakers bei der Präsentation der Daten.

Die gängige Lehrauffassung ist, dass größere Ventrikel mit dünnen Muskelwänden, also typische „Infarktventrikel“, im Anpassungsprozess („Remodelling“) eher zu einer Vergrößerung aufgrund der hohen Wandspannung neigen. „Unsere Ergebnisse zeigen allerdings das Gegenteil, nämlich dass kleinere Herzen mit vermehrter Wanddicke ein höheres Risiko für ungünstiges Remodelling haben“, so Prof. Rademakers.

DOPPLER-CLIP verglich verschiedene nicht-invasive Verfahren zur Bestimmung der praktikabelsten Methode, das kardiale Remodelling nach zwei Jahren vorherzusagen. Dazu wurden 676 Patienten mit chronisch ischämischer Herzkrankheit untersucht. Die Standarduntersuchungen zu Beginn umfassten EKG, Belastungs- und Langzeit-EKG, maximale Sauerstoffaufnahme, die übliche Erfassung von Risikofaktoren im Blut und Lebensqualitäts-Assessments. Zusätzlich wurden zumindest zwei standardisierte bildbasierte Belastungsuntersuchungen mit Echo, MR oder Szintigrafie durchgeführt. Anschließend erhielten alle Patienten eine Leitlinien-gerechte Therapie, einschließlich Revaskularisation (PCI), partieller Revaskularisation oder medikamentöser Therapie, je nach Indikation durch den behandelnden Arzt.

Nach zwei Jahren hatten 20 Prozent der Patienten nachweisliche Hinweise für kardiales Remodelling im MR oder Ultraschall. Die sichersten Prognosefaktoren aus der Ausgangsuntersuchung waren die Ventrikelgröße (enddiastolisches Volumen, also maximale Füllung) und die Ventrikelmasse. Bei kleinem enddiastolischem Volumen von weniger als 145 Millilitern zu Studienbeginn bestand eine um 25 bis 40 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für Remodelling als bei größeren Ventrikeln mit signifikant niedrigerem Risiko. Das Risiko stieg ebenfalls signifikant mit zunehmender Wanddicke.

„Allein mit der Erfassung von enddiastolischem Volumen und Masse, also Messungen, die sehr einfach standardisiert bildbasiert erfolgen können, lässt sich Remodelling und damit ein Herzinsuffizienz-Risiko zuverlässig vorhersagen. Damit sind aufwändigere und teurere Test zur Risikoerfas-sung überflüssig“, so Prof. Rademakers.

Quelle: ESC 2015 Hot Line I Determining Optimal non-invasive Parameters for the Prediction of Left vEntricular morphologic and functional Remodeling in Chronic Ischemic Patients


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Dialyse-Patienten: Pflanzenstoffe aus Kakao und Grünem Tee verbessern Blutdruck und Gefäßfunktion

Pflanzeninhaltsstoffe vom Typ der Flavanole, wie sie besonders in dunkler Schokolade oder Grünem Tee enthalten sind, verbessern bei Dialyse-Patienten die Funktion der Innenwand der Blutgefäße (endotheliale Funktion), senken den diastolischen Blutdruck (durchschnittlich von 74 mmHg auf 70) und steigern die Herzfrequenz (von durchschnittlich 70/min auf 74). In der Placebo-Gruppe, die keine Flavanole bekommen hatte, zeigten sich diese Effekte nicht. „Flavanole könnten der Hämodialyse-bedingten Einschränkung der Gefäßfunktion (Gefäß-Dysfunktion) entgegenwirken und die Prognose bei diesen Hochrisiko-Patienten verbessern“, fasste Dr. Christos Rammos (Essen) eine auf dem Kongress der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) in London präsentierten Studie zusammen.

Patienten mit Nierenversagen, die eine Dialyse benötigen, haben eine erhöhte Sterblichkeit und ein vermehrtes Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen. Ursachen sind klassische und auch nieren- und dialysespezifische Risikofaktoren, wobei die Hämodialyse die Gefäßfunktion weiter verschlechtern kann. Die daraus folgende Dysfunktion der Blutgefäß-Innenwand ist für die Prognose bedeutsam und wird mit der so genannten endothelabhängigen fluss mediierten Dilatation (FMD) gemessen.

Um die Effekte einer diätetischen Supplementierung mit Kakao-Flavanolen auf die Gefäßfunktion bei Patienten mit Nierenversagen zu untersuchen, haben die Forscher eine Placebo-kontrollierte, randomisierte, doppelblinde klinische Studie gestartet. Zunächst wurden die Sicherheit und Verträglichkeit sowie die akuten Effekte auf die Gefäß-Funktion ermittelt. Im Anschluss erhielten über vier Wochen 52 Patienten entweder das Prüfpräparat mit hoher Flavanoldosis (820 mg/d) oder ein flavanolfreies Testgetränk. Primäre und sekundäre Endpunkte waren die Sicherheit und die Änderung der Funktion der Blutgefäß-Innenwand sowie des Blutdrucks.

Quelle: Vasculoprotective effects of dietary flavanols in hemodialysis patients:a double-blind, randomized, placebo-controlled trial; Christos Rammos, MD; Ulrike-B. Hendgen-Cotta, PhD; Christian Heiss, MD Gerd R. Hetzel, MD; Werner Kleophas, MD; Frank Dellanna, MD; Javier Ottaviani, PhD; Hagen Schroeter, PhD; Malte Kelm, MD, Tienush Rassaf, MD


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie
Prof. Dr. Eckart Fleck (Berlin)
Hauptstadtbüro der DGK: Leonie Nawrocki, Tel.: 030 206 444 82

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit über 9.000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. 

Krankenhäuser in Deutschland: Krankenhausreform 2017

Rheinische Post: Krankenhäuser rechnen 2017 mit "finanziellem Katastrophenjahr"

Die Krankenhäuser in Deutschland rechnen wegen der geplanten Krankenhausreform 2017 mit einem "finanziellen Katastrophenjahr", wie aus einer Stellungnahme der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zum Reformgesetz hervorgeht, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe) vorliegt. Die DKG beklagt, die Kliniken seien schon seit Jahren nicht mehr in der Lage, ihre steigenden Personalkosten zu refinanzieren. Die "kumulierte Unterfinanzierung" betrage derzeit 2,5 Milliarden Euro. Zudem werde den Kliniken 2017 der bisher gezahlte "Versorgungszuschlag" von 500 Millionen Euro pro Jahr entzogen. Weiterhin flössen jährlich drei Milliarden Euro zu wenig an Investitionsmitteln an die Kliniken. Für die ambulante Notfallversorgung stehe jährlich eine Milliarde Euro zu wenig zur Verfügung. Die DKG wirft der Bundesregierung "eine erschreckende Distanz zur tatsächlichen Problemlage" vor.


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Rheinische Post
Redaktion
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Telefon: (0211) 505-2621

Herzklappenrekonstruktion und die spätere Schwangerschaft https://www.einlebenretten.de/

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Herzklappe kaputt - Woran junge Frauen denken sollten

 

https://www.einlebenretten.de/ 

 

In den meisten Fällen treten Beschädigungen an den Herzklappen als Verschleißerscheinung bei älteren Menschen auf. Wenn junge Frauen an einem Herzklappendefekt leiden, sollte die Therapie sorgfältig bedacht sein, da der Ersatz der Klappe bei einer späteren Schwangerschaft ein Risiko bedeutet. Ein Beispiel aus der klinischen Praxis. 

Herzklappe erfolgreich repariert: (v.l.) Prof. Dr. Jan Gummert, Daniele Fernandes dos Santos, Oberarzt Dr. André Renner Herzklappe erfolgreich repariert: (v.l.) Prof. Dr. Jan Gummert, Daniele Fernandes dos Santos, Oberarzt Dr. André Renner (Foto: Kerstin Konze).
 
Die 2-Millionen-Stadt Fortaleza ist ein beliebtes Kreuzfahrtziel im Norden Brasiliens. Sie ist die Heimatstadt von Daniele Fernandes dos Santos. Die 27-jährige Brasilianerin hat vor kurzem ihr Studium der Sozialwissenschaften abgeschlossen und absolviert gerade ein freiwilliges Soziales Jahr in Deutschland (Bielefeld). Eher unfreiwillig erfolgte dagegen ihre Aufnahme im Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen:

Ihre Herzklappe war defekt.

In den meisten Fällen treten Beschädigungen an den Herzklappen als Verschleißerscheinung bei älteren Menschen auf.

Bei jungen Leuten sind sie eher selten.

 „Grundsätzlich ist ein Klappenfehler ein mechanisches Problem, bei dem Medikamente nicht weiterhelfen“, erläutert Oberarzt Dr. André Renner, Herz- und Thoraxchirurg der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Gummert.

Bei Daniele führte die Undichtigkeit ihrer Mitralklappe dazu, dass ein Teil des Blutes in die falsche Richtung floss, nämlich aus der linken Herzkammer zurück in den linken Vorhof des Herzens. 

  • Die Folge: Atemnot und Herzrasen, die plötzlich auftreten und starke Beschwerden verursachen können. Vermutlich ist die Undichtigkeit in Folge einer Entzündung aufgetreten.

Reparatur oder Ersatz?

Einem erfahrenen Chirurgen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um eine schwer beschädigte Herzklappe wieder in Form und Funktion zu bringen. Bei schwierigen Defekten ist eine Reparatur der Klappe die anspruchsvollste Lösung. „Für mich war es aber auch die beste“, betont Daniele. Ihre große Angst vor einer hässlichen Narbe konnte Dr. Renner ihr nehmen: „Bei minimalinvasiven Eingriffen wird nur ein kleiner Schnitt an der Seite vorgenommen, davon ist später so gut wie gar nichts zu sehen.“

Für junge Frauen hat eine Herzklappenrekonstruktion aber auch den großen Vorteil, dass einer späteren Schwangerschaft nichts im Wege steht. Auch wenn die Studentin zur Zeit mehr an die Karriere als an Familienplanung denkt, ist sie froh, dass ihr nach dem erfolgreichen Eingriff die Zukunft alle Wünsche offen hält.

Was wäre die Alternative gewesen?

„Ist eine Reparatur der Herzklappe nicht möglich, dann muss die defekte Klappe ersetzt werden“, erläutert Renner.

In Frage kommen mechanische oder biologische Herzklappen. 

Die Nachteile: Biologische Herzklappen können sich bei jüngeren Patienten bis zum Funktionsverlust verändern und eine zweite Herzklappenoperation wird nötig. Allerdings stellt der biologische Ersatz die beste Alternative für junge Frauen mit Schwangerschaftswunsch dar.

Mit einem mechanischen Herzklappenersatz müssen lebenslang gerinnungshemmende Medikamente eingenommen werden. Sie verhindern, dass sich an der künstlichen Klappe Blutgerinnsel bilden.

  • Unter dieser Therapie ist das Risiko für schwere Komplikationen und Sterblichkeit während der Schwangerschaft und bei der Geburt für Mutter und Baby deutlich erhöht.

Mehr als 230 Mitralklappenrekonstruktionen wurden im vergangenen Jahr im HDZ NRW durchgeführt, die Qualitätsrate in Prof. Gummerts Klinik liegt dabei weit über dem Bundesdurchschnitt. Das hat Daniele zwar erst nach ihrer Operation erfahren, aber sie ist froh, noch dazu in einer Einrichtung behandelt worden zu sein, die auf minimalinvasive Herzchirurgie spezialisiert ist. Vorerst will sie in Ostwestfalen bleiben: Nach Abschluss ihres Freiwilligenjahres ist ein Masterstudium in Bielefeld geplant.
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Hintergrundinformation:

Herzklappenrekonstruktion
In unserer Klinik erfolgt die Mitralklappenrekonstruktion fast ausschließlich als minimalinvasiver Eingriff. Dabei ist der Hautschnitt kleiner (4 – 7 Zentimeter) und die Öffnung des Brustkorbs erfolgt unterhalb der Brust auf der rechten Seite, sodass das die Stabilität des Brustkorbs erhalten bleibt. Die Patienten erholen sich nach der Operation meist schneller.

Herzklappenersatz
Mechanische Herzklappen: Die heute verfügbaren mechanischen Herzklappen werden aus speziellen Kunststoffen hergestellt und sind sehr gut haltbar. Die am häufigsten eingesetzten Modelle sind Kippscheibenprothesen und Doppelflügelklappen. Jeder Patient mit einer künstlichen Herzklappe muss lebenslang gerinnungshemmende Medikamente zur Verhinderung von Blutgerinnselbildung einnehmen.

Biologische Herzklappen: Als Alternative zu den mechanischen Herzklappen werden häufig biologische Klappen eingesetzt. Sie haben den Vorteil, dass eine Gerinnungshemmung auf Dauer nicht notwendig ist (vorausgesetzt, dass kein Vorhofflimmern besteht), und dass sie geräuschlos sind.

Biologische Klappen werden überwiegend aus tierischem Gewebe, d.h. aus (mit Glutaraldehyd behandelten) Schweineklappen oder Rinderherzbeuteln hergestellt.

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Das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, ist ein international anerkanntes Zentrum zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen. Mit 37.000 Patienten pro Jahr, davon 15.000 in stationärer Behandlung, ist das HDZ NRW ein führendes Spezialklinikum in Europa. Unter einem Dach arbeiten vier Universitätskliniken und Institute seit 30 Jahren interdisziplinär zusammen. Das HDZ NRW ist Universitätsklinik und zugleich Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum.

In der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie des HDZ NRW unter der Leitung von Prof. Dr. med. Jan Gummert werden jährlich an die 4.000 Patienten am offenen Herzen und den herznahen Gefäßen operiert. Die Klinik ist deutschlandweit führend in den Bereichen Herzklappenoperationen, Herztransplantationen, Kunstherzimplantationen sowie Herzschrittmacher-/ ICD-Eingriffe. Seit 1989 wurden hier mehr als 3.000 Herzunterstützungssysteme implantiert. Mit 85 Herztransplantationen in 2014 (gesamt: über 2.100) ist die Klinik das bundesweit größte Herztransplantationszentrum. Zu den weiteren Schwerpunkten der Klinik zählen die minimalinvasive Klappenchirurgie und die Bypasschirurgie am schlagenden Herzen.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Anna Reiss
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 / 97 1955
Fax 05731 / 97 2028
E-Mail: info@hdz-nrw.de

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Chemotherapeutikum Mephalan

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar:  
Engpass bei Krebsmedikament Über Leichen 
Von Sigrun Müller-Gerbes

Es ist absurd: In armen Ländern sterben Menschen, weil sie sich lebensrettende Medikamente nicht leisten können. Der Patentschutz, von dem Pharmafirmen in Industrienationen profitieren, treibt Arzneimittelpreise in astronomische Höhen - bis zu 100.000 Euro im Jahr beispielsweise für moderne Krebsmedikamente. Und im reichen Deutschland drohen Todesfälle, weil die Medizin zu billig ist: Der Patentschutz für das Chemotherapeutikum Mephalan ist ausgelaufen, es kostet "nur" noch 2.000 Euro pro Behandlung, die Produktion wirft zu wenig Profit ab. Sicher, auch Pharmafirmen sind Wirtschaftsbetriebe und müssen Gewinne erzielen. Wenn das Gewinnstreben in der Branche aber so außer Kontrolle gerät, dass sie buchstäblich über Leichen geht, läuft etwas falsch. Im Kampf gegen Aids hat öffentlicher Druck die Pharmakonzerne dazu gezwungen, die Zulassung billigerer Nachahmerprodukte in Schwellenländern zu akzeptieren. Die Politik muss sie nun dazu zwingen, dass auch wenig gewinnträchtige, aber wirkungsvolle Medikamente auf dem Markt bleiben.
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Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

EMAH - Erwachsene mit angeborenem Herzfehler http://www.escardio.org

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Kardio-Risikofaktoren nicht ausreichend behandelt

Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zum Europäischen Kardiologiekongress (ESC) 2015 in London 
 
Dank diagnostischer und therapeutischer Fortschritte werden Menschen mit angeborenen Herzfehlern immer älter und sind daher auch dem Risiko für erworbene Herzerkrankungen ausgesetzt.

Diese werden allerdings nicht ausreichend behandelt, zeigt eine Studie des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler, die beim Kongress der Europäischen Kardiologi-schen Gesellschaft (ESC) in London präsentiert wurde.


„Unsere Daten zeigen, dass die Möglichkeiten einer leitliniengerechten Primär- bzw. Sekundärprävention erworbener kardiovaskulärer Erkrankungen bei Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern nicht voll ausgeschöpft werden“, berichtete Dr. Marc-André Körten vom Nationalen Register für angeborene Herzfehler, Berlin.

Diese Registerdatenbank ist das Kernprojekt des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler und wird vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung finanziert.

  • Im Detail zeigte die Datenauswertung, dass nur sieben Prozent der Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH), die bereits an einem Diabetes mellitus litten, entsprechend den aktuellen Leitlinien therapiert wurden, 
  • bei EMAH mit manifesten Blutfettstoffwechselstörungen erhielten nur 37 Prozent einen Lipidsenker. 
  • Ein Drittel (33,6 Prozent) der EMAH mit Bluthochdruck erhielten keine blutdrucksenkende Behandlung.
  • Am besten versorgt waren EMAH mit einer koronaren Herzkrankheit, aber auch in dieser Gruppe blieben knapp 19 Prozent ohne medikamentöse Therapie.
„Es besteht also ein großes Potenzial für eine Optimierung der Behandlung und damit einhergehend möglicherweise eine Verbesserung der Langzeitprognose dieser wachsenden Patientengruppe“, so Dr. Körten.

Quelle: ESC 2015 Abstract Cardiovascular risk factors in adults with congenital heart disease: recongized, but not treated? M.-A. Körten, G.P. Diller, H. Baumgartner, F. De Haan; P. Helm; J. Bauernsachs; U.M.M. Bauer; O. Tutarel

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Deutsche Gesellschaft für Kardiologie
Pressesprecher: Prof. Dr. Eckart Fleck (Berlin)
Hauptstadtbüro der DGK: Leonie Nawrocki, Tel.: 030 206 444 82
Kerstin Krug, Düsseldorf, Tel.: 0211 600692-43
Prof. Dr. Eckart Fleck 
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit über 9.000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nau-heim gegründet, ist die DGK die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa.

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ECS 2015 London: Lungenembolie+PC/TV und Mittagsschlaf+Bluthochdruck

1. Medizin am Abend Berlin Fazit:

Studie: Langes Sitzen vor dem Fernsehgerät erhöht das Risiko einer Lungenembolie 
Wer täglich fünf Stunden und mehr vor dem TV-Gerät verbringt, hat ein doppelt so hohes Risiko, eine tödliche Lungenembolie zu entwickeln, als Menschen, die weniger als zweieinhalb Stunden fernsehen.

Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie über eine neue japanische Studie, die beim Kongress der Europäischen Kardiologischen Gesell-schaft (ESC) in London präsentiert wurde.

In der Altersgruppe unter 60 Jahren war der Unterschied noch deutlicher ausgeprägt, so Studienautor Dr. Toru Shirakawa von der Universität Osaka. „In dieser Altersgruppe war das Risiko für eine tödliche Lungenembolie bei Menschen mit mehr als fünfstündigem Fernsehkonsum sogar um das Sechsfache höher als bei Personen, die unter zweieinhalb Stunden fernsehend verbringen.“

Die Immobilität der Beine könnte, ebenso wie beim erhöhten Embolie-Risiko auf Langstreckenflügen, dieses Ergebnis zumindest teilweise erklären, so der Experte. „Zur Vorbeugung empfehlen wir daher bei langem Fernsehen ähnliche Maßnahmen wie gegen das sogenannte Economy-Class-Syndrom, also regelmäßig aufzustehen und herumzugehen und ausreichend Wasser zu trinken.“

„Die wichtigste Botschaft, die wir aus dieser neuen Studie mitnehmen sollten: 

Ob Fernsehen, lange Zeit vor dem Computer oder im Auto oder Flugzeug: Langes Sitzen und die Aufnahme von zu wenig Flüssigkeit kann hinsichtlich einer möglichen Embolie gefährlich sein.
Quelle: ESC 2015 Abstract Watching television and mortality from pulmonary embolism among middle-aged Japanese men and women: the JACC study. T. Shirakawa, H. Iso, S. Ikehara, K. Yamagishi, A. Tamakoshi


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2. Medizin am Abend Berlin Fazit:   

Neue Studie: Mittagsschlaf wirkt günstig auf Langzeit-Blutdruckwerte

Wer sich einen Mittagsschlaf gönnt, hat günstigere Blutdruck- und Pulswerte. 
Für die Studie untersuchte ein griechisches Forscherteam vom Asclepion Voulas Krankenhaus in Athen 386 Bluthochdruck-Patienten. Erhoben wurden bei ihnen untere anderem die Dauer des Mittagsschlafes in Minuten, der Blutdruckwert bei einmaliger Messung und bei kontinuierlichem 24-Stunden Blutdruckmonitoring, die Pulswellenhöhe und Lebensstilfaktoren.

Bluthochdruck-Patienten, die sich eine Siesta gönnten, hatten einen um fünf Prozent (6mmHg) niedrigeren mittleren 24-Stunden-Blutdruckwert als die Kontrollgruppe. Der durchschnittliche systolische Blutdruckwert tagsüber war um vier Prozent (5 mmHg) niedriger, in der Nacht sogar um sechs Prozent (7 mmHg).

  • „Dies ist schon angesichts der Tatsache beträchtlich, als bereits eine Senkung des systolischen Blutdrucks um 2 mmHg das Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses um zehn Prozent reduzieren kann“, so Studienautor Dr. Manolis Kallistratos.

Je länger der Schlaf, desto besser ist der Effekt, berichteten die griechischen Forscher. Wer zu Mittag 60 Minuten schläft, hatte einen um vier Prozent niedrigeren mittleren systolischen 24-Stunden-Blutdruckwert und einen um zwei Prozent stärkeren Blutdruckabfall bei Nacht als Personen, die keine Siesta halten.

Quelle: ESC 2015 Abstract Association of mid-day naps occurrence and duration with bp levels in hyperten-sive patients. a prospective observational study; M.S. Kallistratos, L.E. Poulimenos, A. Karamanou, N. Kouremenos, A. Koukouzeli, S. Vrakas, E.F. Chamodraka, K. Tsoukanas, A. Martineos, A.J. Manolis

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Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit über 9.000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nau-heim gegründet, ist die DGK die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa.

Weitere Informationen unter www.dgk.org.

Neuer Biomarker Proneurotensin

Erhöhter Fettmassenanteil: Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankung

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Neue Studie: Niedrigeres Geburtsgewicht führt zu erhöhter Fettmasse im Alter

Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zum Europäischen Kardiologiekongress (ESC) 2015 in London 
 
Ein niedriges Geburtsgewicht steht in einem signifikanten Zusammenhang mit einer erhöhten Fettmasse im Alter. 

Das fand eine Studiengruppe des „Cardiovascular Research Institute Basel“ heraus, nachdem sie bei 1.774 Studienteilnehmern den Zusammenhang zwischen Geburtsgewicht und Körperzusammensetzung überprüft hatte.

„Die Neigung zu einem erhöhten Fettmassenanteil scheint früh bestimmt zu sein. Auf welche Art und Weise ein niedriges Geburtsgewicht im Alter zu einer erhöhten Fettmasse führt, ist noch ungeklärt“, so Dr. Thomas Kofler (Cardiovascular Research Institute, Universitätsspital Basel/Felix Platter Spital), Erstautor der Studie, die auf dem Kongress der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) in London vorgestellt wurde.

Ein signifikanter Zusammenhang zwischen Geburtsgewicht und späterer Muskelmasse konnte dagegen nicht festgestellt werden.

Im Rahmen der GAPP Studie (Genetic and Phenotypic Determinants of Blood Pressure and other Cardiovascular Risk Factors) wurden junge gesunde Patienten aus Liechtenstein zwischen 25 und 41 Jahren ohne bereits bestehende kardiovaskuläre oder metabolische Erkrankungen untersucht. Anhand von Fragebögen und Untersuchungen einschließlich Blutabnahmen, 12-Kanal EKG, 24 Stunden Blutdruck- und Bioimpedanz-Messungen wurden die Daten für die statistischen Analysen erhoben.

Dass ein niedriges Geburtsgewicht mit einem erhöhten Risiko verbunden ist, kardiovaskuläre oder metabolische Erkrankungen im Alter zu entwickeln, ist bekannt. Die Basler Studiengruppe wollte herausfinden, welche Faktoren mit einem geringen Geburtsgewicht in einem Zusammenhang stehen und potenzielle Mediatoren für die Entwicklung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung darstellen.

Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen Geburtsgewicht und der individuellen Körperzusammensetzung, präsentiert durch den jeweiligen Anteil an Fett und Muskelmasse.

Dr. Kofler: 

  • „Der erhöhte Fettmassenanteil an sich könnte durch eine gesteigerte metabolische Aktivität und verstärkte Ausschüttung von Adiponektinen und Entzündungsmediatoren eine unterschätzte Rolle in der Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen spielen.“

Quelle: ESC 2015 Abstract Relationship of birth weight with body composition in young adulthood; T. Kofler, M. Bossard, S. Aeschbacher, A. Tabord, J. Ruperti Repilado, S. Van Der Lely, S. Berger, M. Risch, L. Risch, D. Conen

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Weitere Informationen unter www.dgk.org.

ESC - Kongress 2015 in London - Kardio Highliths http://www.escardio.org

Altersmedizin - Der Geriater: „Die demografische Zeitbombe. Fakten und Folgen des Geburtendefizits“


Medizin am Abend Berlin Fazit:

„Die demografische Zeitbombe. Fakten und Folgen des Geburtendefizits“ - Neue Publikation erschienen

 

Titelbild "Die demografische Zeitbombe"
Titelbild "Die demografische Zeitbombe"
Schöningh Verlag

„Die demografische Zeitbombe. Fakten und Folgen des Geburtendefizits“ - Neue Publikation erschienen

Führende Wissenschaftler mit internationalem Renommee rücken aus unterschiedlicher Perspektive die demografische Entwicklung in Deutschland in ein dringend nötiges Rampenlicht. Als größtes Manko wird die Diskrepanz zwischen dem Ausmaß des Problems und seiner Wahrnehmung in Öffentlichkeit und Politik diagnostiziert. Der Appell der Beiträger und Herausgeber zielt darauf ab, schon jetzt mit dem Abfedern der sich aufbauenden Spannungen zu beginnen und nicht weiter wie gehabt mit Scheuklappen und Volldampf auf eine demografische Implosions-Katastrophe zuzusteuern. 
 
Die Deutschen werden älter, bunter – und weniger. Auf das Älter- und Bunterwerden darf man sich freuen. Das Wenigerwerden dagegen setzt das Wirtschafts- und Sozialsystem verschiedenen dramatischen Verwerfungen, Spannungen und Verteilungskämpfen aus, die es in der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte bisher in diesem Umfang noch nicht gab.

Aber diese Gefahren werden bislang von der deutschen Politik, von den Medien und von der Öffentlichkeit nach Kräften ignoriert.

Führende Wissenschaftler mit internationalem Renommee rücken aus unterschiedlicher Perspektive diese drohenden Verwerfungen in ein dringend nötiges Rampenlicht. Als größtes Manko wird die Diskrepanz zwischen dem Ausmaß des Problems und seiner Wahrnehmung in Öffentlichkeit und Politik diagnostiziert. Der Appell der Beiträger und Herausgeber zielt darauf ab, schon jetzt mit dem Abfedern der sich aufbauenden Spannungen zu beginnen und nicht weiter wie gehabt mit Scheuklappen und Volldampf auf eine demografische Implosions-Katastrophe zuzusteuern.

Die Publikation ist entstanden aus zwei öffentlichen Veranstaltungen der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Juni 2014. Die Akademie hatte hochkarätige Expertinnen und Experten aus Medizin und Wirtschaft, aus Soziologie, Politologie und Demografie zu Einschätzungen und Stellungnahmen eingeladen, die sich mit den Gründen, Chancen, Risiken und Folgen des demografischen Wandels beschäftigten.

Franz-Xaver Kaufmann, Walter Krämer (Hg.) :
Die demografische Zeitbombe. Fakten und Folgen des Geburtendefizits.
1. Aufl. 2015, 206 Seiten, 29 Grafiken, 19 Tab., Festeinband,
Verlag: Ferdinand Schöningh, ISBN: 978-3-506-78348-6, EUR 19.90

Die Herausgeber:
Franz-Xaver Kaufmann war von 1969 bis zu seiner Emeritierung 1997 Professor für Sozialpolitik und Soziologie an der Universität Bielefeld. Seit 1998 ist Franz-Xaver Kaufmann ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

Walter Krämer ist Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Technischen Universität Dortmund und seit 2008 ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

Die Autorinnen und Autoren:
Johannes Huinink, geb. 1952, Dr. soz.wiss., ist Professor für Soziologie am Institut für empirische und angewandte Soziologie (EMPAS) der Universität Bremen. Er ist Ko-Leiter des Projekts "Panel Analysis of Intimate Relationships and Family Dynamics" (pairfam).

Franz-Xaver Kaufmann, geb. 1932, Dr. oec., Dr. h.c.mult., war von 1969-1997 Professor für Sozialpolitik und Soziologie, sowie von 1980-1992 Gründungsbeauftragter und Direktor am Institut für Bevölkerungsforschung und Sozialpolitik an der Universität Bielefeld. Emeritus, Ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste.

Walter Krämer, geb. 1948, Dr. rer. pol., ist Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Technischen Universität Dortmund. Ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste.

Michaela Kreyenfeld, geb. 1969, Dr. rer. pol., ist Leiterin der Abteilung "Ökonomische und soziale Demografie" am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock und Professorin für Soziologie an der Hertie School of Governance in Berlin.

Christoph M. Schmidt, geb. 1962, Ph.D., ist Direktor des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen und Professor an der Universität Bochum. Seit 2013 Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Hans Werner Sinn, geb. 1948, Dr. rer.pol., Dr. h.c.mult., ist Professor für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Präsident des ifo Instituts in München. Korrespondierendes Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste.

Carl Christian von Weizsäcker, geb. 1938, Dr. phil., war von 1986-2003 Professor für Wirtschaftliche Staatswissenschaften an der Universität Köln und Direktor des Instituts für Energiewirtschaft. Seit 2004 Senior Fellow am Max Planck Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn. Emeritus, Ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste.

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