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www.krankheitserfahrungen.de

Von der Web-Site "krankheitserfahrungen.de" sollen sowohl Patienten als auch Ärzte lernen. Chronisch Kranke teilen dort ihre persönlichen Gefühle und Erlebnisse im Umgang mit ihrem Leiden mit. Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Göttingen betreiben den Internet-Auftritt.

 Wort und Bild - Senioren Ratgeber

"Die Website ist quasi eine virtuelle Selbsthilfegruppe", sagt Professorin Gabriele Lucius-Hoene von der Universität Freiburg im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Das Online-Projekt geht auf zwei englische Mediziner zurück, die als Patienten mit schweren Krankheiten  von ihren Therapeuten vieles nicht erfuhren, was ihnen im Alltag sehr wichtig gewesen wäre. "Wir sorgen dafür, dass die Geschichten systematisch erhoben werden und wirklich alle Stimmen zu Wort kommen", sagt Lucius-Hoene.

Patienten erhalten Anregungen, wie andere Menschen mit ihrem Leiden umgehen und Ärzte erfahren, welche Probleme Patienten haben, die in Klinik oder Praxis eventuell zu wenig Beachtung finden.

Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 12/2014 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

360° MFA TOP - Thema: Silvernacht 2014

Jedes Jahr passieren zahlreiche Unfälle in der Silvesternacht. Der Grund: Unvorsichtiges Hantieren mit Böllern und Raketen. 

Die Folge: Schlimme Verletzungen oder große und kleinere Brände. 

Trotz umfangreicher Warnungen registrieren die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer jedes Jahr zum Jahresende zwischen 11.000 und 12.000 zusätzliche Brände. 

Allein für diese Feuerschäden leisten die Versicherer regelmäßig 29 Millionen Euro und mehr an ihre Kunden. Dabei lassen sich mit ein bisschen Vorsicht Unfälle und Schäden in der Silvesternacht vermeiden.

 

Worauf man beim Umgang mit Feuerwerkskörpern achten muss:
Feuerwerkskörper müssen eine Zulassung durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) haben. 

Sie sind dann bei bestimmungsgemäßer Verwendung sicher. Die BAM hat die Feuerwerkskörper in zwei Klassen eingeteilt. Die Knaller der Klasse P2 dürfen nur von Erwachsenen gezündet werden. Zudem muss ein Schutzabstand von acht Metern eingehalten werden.

- Kinder sollten nie unbeaufsichtigt Raketen oder Böller zünden.

- Nur am Silvesterabend bis zum Neujahrstag (in der Regel von 18
bis 7 Uhr) ist böllern erlaubt. 

Verboten ist das Knallen in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern sowie Kinder- und Altersheimen.

- Raketen sollten immer aus standsicheren Rohren oder Flaschen
gezündet werden, nie aus der Hand. Die Lenkstäbe dürfen nicht
verkürzt oder entfernt werden. 

Zudem sollte stets die Windrichtung beachtet werden. Raketen nie auf Menschen oder Tiere richten.

- Raketen, die nicht explodiert sind, sollten nie aufgehoben
werden, da es sich um "Spätzünder" handeln könnte. Sie sollten
niemals erneut angezündet werden. 

Höchste Explosionsgefahr besteht beim Trocknen oder Anwärmen von Blindgängern.

- Als Zuschauer von Feuerwerken sollten Sie auf ausreichenden
Sicherheitsabstand achten und sich nicht in Schussrichtung aufhalten. Türen und Fenster stets geschlossen halten, damit sich keine Knaller in die Wohnung verirren.

Wohngebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung schützt den Eigentümer eines Hauses vor den finanziellen Folgen eines Sachschadens, die beispielsweise durch explodierende Feuerwerkskörper am Gebäude entstehen. Versichert ist das gesamte Gebäude einschließlich aller fest eingebauten Gegenstände.

Hausratversicherung

Über die Hausratversicherung ist der komplette Hausrat von Möbeln über Kleidung bis hin zu Elektrogeräten abgesichert. Ersetzt werden Schäden, die zum Beispiel durch Feuer oder auch durch Löschwasser an Einrichtungsgegenständen entstehen.

Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung tritt ein, wenn der Versicherte als Partygast in einer Wohnung mit Feuerwerkskörpern Schaden anrichtet oder Jugendliche mit Böllern oder Knallfröschen hantieren und jemand dadurch zu Schaden kommt.

Kfz-Kaskoversicherung

Werden Autos durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt oder durch eine Explosion beschädigt, tritt die Teilkaskoversicherung für den Schaden ein. Die Vollkaskoversicherung leistet darüber hinaus Schadenersatz, wenn Autos in der Silvesternacht mutwillig ramponiert werden, ohne dass der Schuldige ermittelt werden kann.

Private Unfallversicherung

Wer sich beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern verletzt und dabei einen dauerhaften Schaden davonträgt, erhält Leistungen aus der privaten Unfallversicherung. Heilbehandlungskosten sind allerdings Sache der Krankenversicherung.


Medizin am Abend DirektKontakt

Una Großmann
Tel.: 030 / 2020-5902
u.grossmann@gdv.de

Grüne Woche 2015 in Berlin - vegetarische und vegane Kost, Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten

Medizin am Abend darf Sie auf folgende thematische Neuausrichtung der Grünen Woche 2015 aufmerksam machen:

http://www.v-delicious.de

http://www.gruene-woche.de/DieMesse/DieGrueneWoche

Herzlich willkommen zur V delicious, der vegetarischen und veganen Messe, einem dreitägigen Gastronomie-Fest voller kulinarischer Leckerbissen und Entertainment, wo Besucher ganz in ihrer Leidenschaft für vegetarische und vegane Lebensmittel, Getränke und die dazugehörende Lebensweise aufgehen können.

 

Studenten und ihre Lernphasen

Am gesteigerten Kaffeekonsum liegt es nicht, dass Studenten während der Lernphasen vor Prüfungen schlechter schlafen - selbst wenn sie dann besonders viel davon trinken. Das berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf Forscher der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg. Demnach hatten Koffein, Alkohol und Nikotin kaum Einfluss auf die Nachtruhe. Als Schlafkiller identifizierten die Forscher aber Stress. Als Gegenmittel können sich Meditation, Yoga oder progressive Muskelentspannung lohnen: Am besten in ruhigen Zeiten damit anfangen und dabeibleiben.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 12/2014 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Medizin am Abend DirektKontakt

Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459
www.apotheken-umschau.de

GenderMedizin: Medikamentenabhängige Frauen

Zwei Drittel aller von Medikamenten abhängigen Personen in Deutschland sind Frauen. Sie nehmen im Vergleich zu Männern 5,4-mal mehr Migränemittel, 1,9- bis 2,9-mal mehr Neuroleptika und Antidepressiva und 1,6-mal mehr Schlafmittel.

Das berichtet das Apothekenmagazin "Baby und Familie" unter Bezug auf Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Um Abhängigkeiten zu vermeiden, lautet die Regel für Schmerzmittel in der Selbstmedikation: nicht länger als an drei aufeinanderfolgenden Tagen und nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat einnehmen.


Das Apothekenmagazin "Baby und Familie" 12/2014 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Feuerwehr und Rettungsdienste

An keinem anderen Tag im Jahr sind Feuerwehr und Rettungsdienste so häufig gefragt wie an Silvester. Oftmals ist die Ursache für Brände und Unfälle an Silvester die fahrlässige Verwendung von Feuerwerkskörpern nicht selten in Kombination mit Alkohol.

Solche Gefahren lassen sich durch den richtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern jedoch leicht vermeiden. "Wichtig ist es beim Feuerwerk vor allem, einen klaren Kopf zu bewahren und die Gebrauchsanweisung genau zu beachten", so Rainer Weiskirchen, Fachmann für Produktsicherheit bei TÜV Rheinland.

 TÜV Rheinland AG

Nur getestetes Feuerwerk zulässig 

In Deutschland sind nur Feuerwerksprodukte zulässig, die von unabhängigen Prüfinstituten wie TÜV Rheinland einer Baumusterprüfung unterzogen wurden. Diese geprüften Produkte sind dann an der Registriernummer in Kombination mit dem CE-Zeichen, der vierstelligen Kennnummer der Prüfstelle und einer Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache auszumachen. "Feuerwerk, das mit F1 oder F2 gekennzeichnet ist, darf ab 12 beziehungsweise 18 Jahren verwendet werden. Mit F3 und F4 gekennzeichnete Produkte dürfen nur von Pyro-Profis erworben und gezündet werden, auch an Silvester", so Weiskirchen.

Feuerwerkskörper sollten nur aus sicheren Quellen, wie Super- oder Baumärkten und Warenhäusern, bezogen werden und für Kinder unter 12 Jahren ist der Gebrauch von Feuerwerkskörpern generell verboten.

Raketen nie aus der Hand zünden 

Wer keine Brände riskieren will, sollte die Gebrauchsanweisung des Herstellers genau beachten und Türen und Fenster in jedem Fall geschlossen halten. Raketen sind nur im Freien und auch niemals aus der Hand heraus zu zünden. Wichtig ist es, frühzeitig sämtliche brennbaren Elemente von Balkonen und Terrassen zu räumen. Nicht explodierte Feuerwerkskörper dürfen auf keinen Fall ein zweites Mal angezündet werden. Außerdem sollte stets ein ausreichender Sicherheitsabstand zu Personen, Autos und Bäumen bewahrt werden. An bestimmten Örtlichkeiten, wie vor Kirchen, Krankenhäusern, Kindern- oder Altersheimen, ist das Zünden grundsätzlich untersagt. Gemeinden und Städte bieten auf ihrer Internetpräsenz Bekanntmachungen zu örtlichen Verboten an. Auch die Kombination mit Alkohol ist eine häufige Ursache für Unfälle. Erwachsene sollten daher Verantwortung übernehmen und stets darauf achten alkoholisierten Personen in ihrer Umgebung das Zünden von Feuerwerksprodukten zu untersagen.

Rettungsstelle Jüdisches Krankenhaus Berlin

http://www.juedisches-krankenhaus.de/kliniken-und-medizinische-zentren/rettungsstelle.html


Medizin am Abend DirektKontakt empfiehlt daher:

Der Jahreswechsel ist die längste Nacht des Jahres - auch für die Feuerwehren.  Die häufigste Brandursache ist an diesem Tag der falsche Umgang mit Feuerwerkskörpern.

Feuerwerkskörper und Raketen gehören nicht in die Hände von Kindern. Nur gemeinsam mit Erwachsenen dürfen Feuerwerksartikel gezündet werden.
Grundsätzlich sind Raketen, Böller und Fontänen nur im Freien zu verwenden. Ganz wichtig ist es, die Gebrauchsanleitung zu beachten und genügend Abstand zu Menschen, Tieren, sowie Häusern, Mülltonnen und Autos zu halten. Bei Reetdächern ist besondere Vorsicht und großer Abstand geboten. Außerdem sind regionale Feuerwerksverbote der Ordnungsbehörden zu beachten.

Beim Kauf des Feuerwerks "BAM"-Prüfzeichen (BAM - Bundesanstalt für Materialprüfung) achten. Nur gekennzeichnetes Feuerwerk ist zugelassen und knallt nicht viel stärker als erwartet.

Raketen immer senkrecht in den Himmel schießen und nicht in der Hand behalten. Eine mit Wasser gefüllte Getränkeflasche oder ein Eimer mit Sand ist eine gute Startrampe.

Böller und anderes Feuerwerk sollten auf dem Boden liegend bzw. stehend angezündet werden. Nach dem Anzünden schnell aus dem Bereich entfernen. Wichtig: Blindgänger nicht ein zweites Mal zünden, sondern entsor-gen.
Rechtzeitig Vorkehrungen treffen. Vor der Jahreswende kann man bereits einiges tun, um Schäden zu verhindern. Türen und Fenster der Wohnung sollten geschlossen bleiben, damit sich kein Feuerwerk hinein verirrt. Mülltonnen, Papiertonnen und Gelbe Säcke sollten soweit wie möglich sicher verwahrt werden.

Auch das Auto sollte sicher untergebracht sein. Um den Gefahren weitgehend aus dem Weg zu ge-hen, stellt man am besten den eigenen Wagen in der Silvesternacht in die Garage. "Laternenparker" können versuchen, ihr Fahrzeug in ruhigen Seitenstraßen abzustellen und belebte Kreuzungen sowie bekannte Feierplätze in der Nachbarschaft zu meiden. Zwischen 23.30 und 1.00 Uhr sollten nur un-vermeidbare Fahrten vorgenommen werden. Dabei langsam fahren, die Fenster geschlossen halten, "Feuerwerkern" ausweichen und gegebenenfalls anhalten. Das Durchfahren eines Privatfeuerwerks provoziert Attacken auf das Auto.

Im Gefahrenfall den Notruf 112 nutzen. Bei einem Brand oder einem Unfall immer sofort die Feuerwehr und den Rettungsdienst über den Telefonnotruf 112 benachrichtigen.


Rainer Weiskirchen Tel.: 0911/655-4230

BPI-Ratgeber: Leichte Brandwunden richtig versorgen

Auch leichtere Brandverletzungen sind schmerzhaft und müssen mit den richtigen Mitteln behandelt werden, damit sie gut verheilen. Wer sich an Weihnachten an einer Kerze verbrennt oder beim Plätzchenbacken aus Versehen an das heiße Backblech fasst, muss als erstes für Kühlung sorgen: "Halten Sie den verbrannten Finger sofort unter kaltes Wasser", sagt Thomas Brückner, Apotheker beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). "Sie sollten mindestens fünf, lieber zehn Minuten lang kühlen, damit die ersten Schmerzen nachlassen. Wenn dann immer noch keine Linderung eintritt oder Ihnen sogar schwindelig wird, rufen Sie bitte sofort einen Arzt. Das gilt natürlich generell auch für großflächige und sich entzündende Wunden oder für Verbrühungen. Bei kleineren und leichteren Verbrennungen hingegen sollten Sie die Wunde zunächst mit einem sterilen Schutzverband oder einer mit Aluminium beschichteten Kompresse abdecken. Bitte verzichten Sie unbedingt auf angebliche Hausmittel wie zum Beispiel Joghurt oder Öl, denn damit gießen Sie buchstäblich Öl ins Feuer und verschlimmern die Schmerzen. Außerdem kann sich die Wunde so leichter entzünden. Zur weiteren Behandlung und Vorbeugung von Infektionen empfehle ich eine spezielle Brandsalbe bzw. ein Brand- und Wundgel."

Leichtere Brandverletzungen werden medizinisch dem ersten von drei Schweregraden zugeordnet. "Ersten Grades" bedeutet, dass nur die oberste Schicht der Epidermis, der äußeren Hautschicht, verbrannt ist. Die von der Hitze betroffenen Blutgefäße weiten sich und die Haut wird rot und schwillt schmerzhaft an. In der Regel heilen Brandverletzungen ersten Grades binnen einiger Tage oder Wochen wieder komplett aus. Verbrennungen zweiten und dritten Grades hingegen sind viel gravierender, sie betreffen tiefere Hautschichten und müssen grundsätzlich ärztlich behandelt werden, insbesondere weil erhöhte Infektionsgefahr besteht. Außerdem ist der Heilungsprozess in der Regel viel langwieriger und die Haut kann dauerhaft beschädigt bleiben. Anders ist es bei leichteren Verbrennungen, die häufig selbst behandelt werden können, ohne dass Spuren zurückbleiben. Hierbei haben sich unter anderem lokal anzuwendende Salben oder Gels bewährt, die nicht nur kühlen sondern vor allem antientzündlich wirken und bei der kompletten Ausheilung der Wunde helfen. "Diese Präparate benutzt man in der Regel im Akutfall, also in den ersten Tagen nach der Verbrennung", erklärt Thomas Brückner. "Danach kann man den Heilungsprozess mit anderen wirkstoffhaltigen Cremes oder Salben fördern. Basispräparate mit Polidocanol oder Harnstoff etwa, spenden der neu entstandenen Haut Feuchtigkeit und können Juckreiz verhindern."

HINWEIS: Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder -behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.

Medizin am Abend DirektKontakt

Andreas Aumann, Tel. 030/27909-123, aaumann@bpi.de

 

Impfberatung, AMNOG und Arzneimittelpreisen

Klare Positionen zu Impfgegnern und dem Stand des AMNOG bezieht das neue CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn im Interiew mit dem Branchenmagazin Pharma Fakten. Unter anderem erteilt er der von den Krankenkassen geforderten rückwirkenden Anpassung des Erstattungsbetrages eine klare Absage und fordert eine verantwortungsvolle Preispolitik der Pharmaindustrie.

Höhere Impfquoten bei Kindern durch eine verpflichtende Impfberatung - das ist eines der Ziele des Präventionsgesetzes, dessen Entwurf kurz vor Weihnachten vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. So sollen z.B. Masern-Ausbrüche an Schulen oder Kindergärten verhindert werden. Im Interview mit Pharma Fakten fordert Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU Fraktion, deshalb eine enge Kooperation vor Ort: Kassen, Kommunen, Ärzte und Kindergärten  müssten enger zusammenarbeiten.

"Verbindliche Aufklärung ist das A und O", sagt Spahn gegenüber dem Branchendienst. "Es macht mich wahnsinnig, wenn eigentlich gebildete Eltern die Parolen von Impfgegnern nachbeten. Deshalb werden wir das im Präventionsgesetz regeln", betont das frisch gekürte Präsidiumsmitglied der CDU.
Spahn: Das AMNOG ist richtig.

 PHARMA FAKTEN

Im Interview mit Pharma Fakten verteidigte Spahn den neuen Weg der Preisfindung bei neuen Medikamenten - der Preis müsse sich nach dem Nutzen richten. Er verstehe, dass die Hersteller mit den verhandelten Preisen "teilweise nicht zufrieden sind". Wichtig ist ihm, dass Innovationen einen ausreichend hohen Zusatznutzen bescheinigt bekommen und ein fairer Preis verhandelt wird: "Das müssen wir sicherstellen, auch durch Weiterentwicklung des gesetzlichen Rahmens", unterstreicht Spahn. Der Forderung der Gesetzlichen Krankenkassen, den im Zuge des AMNOG-Verfahrens verhandelten Preis rückwirkend gelten zu lassen, erteilte er eine Absage: "Wir stehen zu den Grundzügen des AMNOG wie vereinbart." Allerdings erwarte er von den Herstellern Verantwortungsbewusstsein bei der Festlegung des Preises.

Hintergrund dieser Diskussion: Während die Krankenkassen das AMNOG feiern bzw. noch verschärfen wollen, sieht die pharmazeutische Industrie mit Sorge, dass viele AMNOG-bewertete Produkte nur zögerlich beim Patienten ankommen. Und dass der durch das AMNOG ausgelöste Preisdruck mittlerweile so groß ist, dass sich Deutschland im europäischen Vergleich hinten anstellt: Fast die Hälfte der hierzulande ausgehandelten Preise liegen mittlerweile unter dem niedrigsten Preis in Europa.

Im Interview äußert sich Jens Spahn auch zum Reizthema Nummer 1 des auslaufenden Jahres - die Preise für neue Therapien im Bereich Hepatitis C. Die neuen Therapieoptionen seien "unumstritten eine Innovation, die vielen Patienten besser hilft als die bisher bestehenden Therapiealternativen bei Hepatitis C. Das ist auch weitestgehend unumstritten." Wichtig sei jetzt, dass bei den laufenden Preisverhandlungen ein fairer Preis rauskomme, der dem Zusatznutzen des Wirkstoffes gerecht werde aber gleichzeitig auch die Bezahlbarkeit durch die Krankenkassen berücksichtige. Im AMNOG-Verfahren hatte das erste Präparat seiner Klasse nur für einen kleinen Teil der Patienten einen "beträchtlichen Zusatznutzen" zugesprochen bekommen - die beste Kategorie "erheblicher Zusatznutzen" wurde bisher in den rund 100 Verfahren noch nicht vergeben.

Das vollständige Pharma-Fakten-Interview mit Jens Spahn lesen Sie auf http://www.pharma-fakten.de

Medizin am Abend DirektKontakt

Pharma Fakten Redaktion Kai Tenzer, Stefan Rebein 0251 98776-25 0251 98776-83 0171 2200249 redaktion@pharma-fakten.de

Hell brennen statt ausbrennen

Für die meisten Menschen ist die Weihnachtszeit - darf man den wenigen wissenschaftlichen Studien zum Thema vertrauen - kein Quell der Freude mehr. Vielmehr eine Zeit, in der es gilt Stress zu meistern. So quellen inzwischen auch die Zeitschriften von Ratschlägen über, wie man das "Fest der Liebe" richtig feiern könne. Dabei steht meistens im Zentrum, wie man Streit vermeiden könne, richtig schenken und insgesamt Stress zu den Weihnachtstagen reduzieren könne.

"Tatsächlich ist die Weihnachtszeit, die Zeit in der die Menschen den höchsten Stresslevel wahrnehmen", so Prof. Dr. Michael Berner, der Ärztliche Direktor der Rhein-Jura Klinik. So bringen sich zum Fest der Liebe gerade Menschen, denen es nicht so gut gehe, durch Konsumdruck und Harmoniezwang stark unter Druck. Zustände von Depressionen und Einsamkeit verschlechtern sich unter dem Diktat der "Frohen" Weihnachtszeit oft stark - weil man gerade das Gefühl oder die Energie verloren hat, sich über etwas zu freuen. In den Familien brechen alte Konfliktlinien auf und statt Glückseligkeit nehmen im Gegenteil Stress, Unglück und Streit zu. "Viele unserer Patienten - und nicht nur die - setzen an Weihnachten genau den Leistungsdruck fort, der dazu geführt hat, dass sie ein Zustand des Burnout oder eine Depression erreicht haben - und das ist fatal", so der Psychiater. Deshalb wäre es ein wichtiges Ziel, Patienten anzuleiten, wie sie Weihnachten gut verbringen können.

Nach Berners Einschätzung greifen jedoch alle Anleitungen zur "Bewältigung" des konsumgeprägten Weihnachtens zu kurz. Die wenige wissenschaftliche Literatur zum richtigen Feiern des Weihnachtsfestes erlaube verblüffend eindeutige Schlussfolgerungen. Für den Psychiater ergibt sich ein inhaltlicher Schluss von Spiritualitätssehnsucht zu modernen Psychotherapieverfahren und Neurowissenschaft: Die meisten Menschen haben im Zusammenhang mit Weihnachten Erinnerungen und Träume und spüren ein Sehnen nach Geborgenheit, Zugehörigkeit und Liebe. Häufig bemühen sie sich dann in dem verzweifelten Versuch diese Bedürfnisse zu erfüllen, es "allen recht zu machen und alles richtig zu tun": Für jeden das passende Geschenk kaufen, das Beste und Aufwendigste gerade gut genug sein zu lassen, perfekte Eltern, Partner oder Kinder sein.

Oft ist es jedoch so, dass, je mehr wir uns bemühen, uns immer mehr von diesen Werten entfernen, wonach wir uns so sehnen. Es folgt erschöpfte Leere und verbitterte Enttäuschung. So werden Depression und Burnout gefördert statt vermieden. In der Rhein Jura Klinik versuche man dagegen Weihnachten als Zeit für die Besinnung auf Werte, zur Neuorientierung an Werten und Raum für Spiritualität zu begreifen. Diese Vorgehensweise würde von aktuellen Studien der Fachliteratur gedeckt, in denen gezeigt wurde, dass Menschen, denen die Rückbesinnung auf traditionelle familiäre oder andere Werte und Spiritualität oder Religiosität gelingt, an Weihnachten deutlich glücklicher und zufriedener als andere sind. Günther Mild, Arzt und Achtsamkeitstherapeut an der Rhein Jura Klinik führt aus: "Die Weihnachtszeit kann eine Zeit sein, in der ich mich in aller Stille auf das besinne, was für mich wirklich im Leben zählt oder wie ich es schaffen kann, wieder Kontakt zu dem bekommen, was einmal für mich gezählt hat. Und das ist unabhängig davon, ob diese Besinnung auf Werte mit einem christlichen Hintergrund geschieht oder von anderen spirituellen Kraftquellen getragen wird." Als radikale Leitfragen schlägt Mild vor: "WAS ist es, das für mich im Leben zählt?", "WER ist es, der für mich im Leben zählt?" und "Wie kann ich sicherstellen, dass das, was ich in der Weihnachtszeit unternehme, mir und denen, die mir nahe stehen, bewusst macht, was für mich im Leben zählt und ihnen zeigt wie wichtig sie mir sind?" Daran solle sich jede Planung der Weihnachtstage ausrichten. Statt konsumorientierter Quantität ist es also wertbezogene und spirituelle Qualität, die die Weihnachtzeit wirklich zu einer "frohen" Weihnachtszeit werden lässt. Dieses helle Licht der Werte und Spiritualität ist also das beste Mittel gegen Burnout und Ausbrennen zur Weihnachtszeit.

Medizin am Abend DirektKontakt

Rhein-Jura Klinik Sabine Pirnay-Kromer Schneckenhalde 13 79713 Bad Säckingen Tel.: + 49 (0) 7761 / 5600 0 Fax: + 49 (0) 7761 / 5600 105 Email: s.pirnay@rhein-jura-klinik.de www.rhein-jura-klinik.de

Schichtarbeiter und Schlafmittel

Viele Schichtarbeiter greifen zu Schlafmitteln und Medikamenten, von denen sie sich eine Steigerung der Konzentration versprechen. Dr. Hans-Günter Weeß, Psychologischer Psychotherapeut und Schlafforscher, hält grundsätzlich nichts davon. "Sie führen zu einer Abhängigkeit, wenn man sie regelmäßig nimmt, und wer im Schichtbetrieb arbeitet, bräuchte sie ja dauerhaft", begründet er das in der "Apotheken Umschau". Betroffene sollten besser nach Alternativen suchen. Gute Ergebnisse zeigen kurze Schlummereinheiten von fünf bis zehn Minuten während der Nachtschicht. Das müsste die Firma natürlich akzeptieren, was die meisten Betriebe ebenso ungern tun, wie auf die wöchentlichen Schichtwechsel zu verzichten. Nachgewiesen ist, dass ein täglicher Wechsel mit vorwärts rotierenden Schichten den Beschäftigten besser bekommt. Das sind Erkenntnisse, die den Weg ins Arbeitsleben nur schwer finden. Wer merkt, dass die Lebensqualität oder Gesundheit zu sehr leidet, muss raus aus dem Schichtbetrieb. Spielt der Arbeitgeber nicht mit, bleibt manchmal nur ein Jobwechsel.


Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 12/2014 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden

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Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 

 www.apotheken-umschau.de