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Dein Rheuma im Rücken - internistischen Rheumatologen

Medizin am Abend Berlin Fazit: Volksleiden Rückenschmerz: Rheuma zu selten als Ursache erkannt

Viele Menschen leiden unter Rückenschmerzen. 

Meist liegt ein unspezifischer Schmerz vor, bei dem keine genaue Ursache erkannt wird. 

Bei etwa einem von vier Patienten mit chronischen Rückenschmerzen kann der Grund jedoch eine chronisch-entzündliche Wirbelsäulenerkrankung wie der Morbus Bechterew sein. 

Hierbei entzünden sich Knochen und Weichteile der Wirbelsäule und verursachen große Schmerzen. 
 
Im Vorfeld ihres 45. Kongresses weist die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) darauf hin, dass lediglich etwa jeder Vierte dieser Betroffenen eine korrekte Diagnose erhält. 

Warum so wenige Menschen von ihrer Erkrankung wissen und welche Therapien bei rheumabedingtem Rückenschmerz helfen, erläuterten Experten auf dem Kongress.

  • "Als Ursache für den Rückenschmerz werden entzündlich-rheumatische Erkrankungen häufig gar nicht oder erst zu spät erkannt", bedauert Dr. med. Uta Kiltz, Oberärztin am Rheumazentrum Ruhrgebiet, Herne. 

Die zwei häufigsten rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen sind die rheumatoide Arthritis (RA) und die axiale Spondyloarthritis (SpA), dessen schwere Verlaufsform hierzulande auch Morbus Bechterew genannt wird.

Hierbei entzünden sich die Knochen sowie die anliegenden Sehnen und Bänder der Wirbelsäule und verursachen chronische Schmerzen im Rücken.

"In Anbetracht der Erkrankungshäufigkeit von rund einem Prozent der Bevölkerung ist es besonders wichtig, schnelle und sichere Diagnosen zu stellen, um Betroffene frühzeitig zu therapieren. 

Nur so können Folgeschäden, Einschränkungen und schlimmstenfalls Arbeitsunfähigkeit verhindert werden", betont die Rheumatologin. Mitunter leiden Rheuma-Patienten viele Jahre an Rückenschmerzen bis sie – wenn überhaupt – die richtige Diagnose erhalten.

Den Grund für die häufigen Fehl- und Spätdiagnosen bei Rheuma-Patienten sehen Experten der DGRh darin, dass diese zunächst Hausärzte und Orthopäden bei Rückenschmerzen aufsuchen.

Zu selten ziehen die Ärzte dann rheumatische Erkrankungen in Erwägung und überweisen zum internistischen Rheumatologen. 

"Bereits in der Erstversorgung sollten Patienten unter 45 Jahren, die über 12 Wochen chronische Rückenschmerzen haben, auf Charakteristika einer Rheumaerkrankung befragt werden", empfiehlt Kiltz. 
  • "Wacht beispielsweise der Patient aufgrund von Schmerzen regelmäßig in der zweiten Nachthälfte auf oder verbessern sich die Beschwerden bei Bewegung, sollte unbedingt an die Möglichkeit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung gedacht werden." 
Haben Patienten darüber hinaus bereits andere Vorerkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Schuppenflechte, verdichte sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Rückenschmerz beispielsweise Folge eines Morbus Bechterew sei.

Professor Dr. med. Bernhard Hellmich aus Kirchheim-Teck weist zudem darauf hin, dass aufgrund der Komplexität von rheumatischen Erkrankungen ein multidisziplinäres Vorgehen anzuraten sei. 

„Auch Bildgebungsdiagnostik wie MRT oder Röntgen muss in enger Abstimmung mit dem Rheumatologen erfolgen, denn für die unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen sind jeweils verschiedene diagnostische Methoden sinnvoll“, so der Kongresspräsident von Seiten der DGRh.

Aufgrund seiner Bedeutung für das Fach der Rheumatologie ist die interdisziplinäre Arbeit in diesem Jahr auch ein Schwerpunkt des Kongresses in Stuttgart.


Quelle:
https://www.bechterew.de/inhalt/morbus-bechterew/haeufig-gestellte-fragen/


Neue Antikörper in der Therapie rheumatischer Erkrankungen
Professor Dr. med. Hanns-Martin Lorenz, Präsident der DGRh, Leiter der Sektion Rheumatologie am Universitätsklinikum Heidelberg, Medizinisch-wissenschaftlicher Leiter des Rheumazentrums Baden-Baden

Septische Arthritis: Behandlung und Folgen der bakteriellen Gelenkinfektion
Dr. med. Ludwig Bause, Tagungspräsident DGORh, Chefarzt der Klinik für Rheumatologie am St. Josef-Stift Sendenhorst

Autoinflammationssyndrome im Kindesalter – Neue Therapiemöglichkeiten
Dr. med. Toni Hospach, Tagungspräsident GKJR, Leiter des Zentrums für Pädiatrische Rheumatologie (ZEPRAS) am Klinikum Stuttgart

Chronischer Rückenschmerz: Wann Rheuma dahinter steckt
Dr. med. Uta Kiltz, Oberärztin am Rheumazentrum Ruhgebiet, Herne

‚Weniger Therapie‘ für mehr Lebensqualität: Für wen und wann die Reduktion der Rheuma-Medikamente in Frage kommt
Professor Dr. med. Klaus Krüger, Praxiszentrum St. Bonifatius, München

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Herzmuskelentzündung - Myokarditis - Autoimmnunreaktionen

Medizin am Abend Berlin Fazit: Herzmuskelentzündung: Sechsfach höhere Fallzahlen in Risikogruppen durch systematisches MRT

Kardiologen empfehlen ein konsequentes Screening auf Herzmuskelentzündung mittels MRT bei Patienten mit Brustschmerz und positivem Troponin-Test, die keine durch Gefäßverengung bedingte Herzkrankheit haben. 

Durch systematische Untersuchungen wurden die entdeckten Fälle in nur zwei Jahren versechsfacht, zeigt eine neue Studie, die auf dem Europäischen Kardiologiekongress in Barcelona präsentiert wurde. 
 


Kardiologen des Zürcher Universitätsspitals schlossen insgesamt 2.889 Patienten mit Brustschmerz und positivem Troponin, das Hinweise auf Schädigungen des Herzmuskels gibt, in ihre Untersuchung ein und führten in den Jahren 2015 und 2016 insgesamt 314 MRT bei Patienten ohne verengte Herzkranzgefäße durch.

Das MRT zeigte in 35 Prozent der Fälle einen Normalbefund, in 65 Prozent trug es zur Diagnosestellung bei.

Die häufigste gestellte Diagnose war mit acht Prozent die Herzmuskelentzündung. 

Während sich die Zahl der durchgeführten MRT von 2015 auf 2016 etwa verdoppelte, versechsfachte sich in diesem Zeitraum die Zahl der diagnostizierten Myokarditis-Fälle auf 24, berichtet Erstautor Dr. Dimitri Patriki.

  • Thoraxschmerzen gehören zu den am häufigsten geäusserten Symptomen im notfallmedizinischen Setting. 
  • Myokarditis wird am häufigsten durch Viren ausgelöst, aber auch durch Autoimmunreaktionen, Hypersensibilität auf Medikamente, oder giftige Substanzen. 

In Autopsie-Studien, die Fälle mit plötzlichem Herztod untersucht haben, wurden bis zu 25 Prozent Myokarditiden diagnostiziert.

„Dies ist eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass Myokarditis immer noch von vielen als ‚seltene Erkrankung‘ bezeichnet wird“, so Dr. Patriki.

„Man fragt sich, ob plötzlicher Herztod bei diesen Patienten mit Myokarditis hätte verhindert werden können, wenn unsere Diagnostik für Myokarditis verlässlicher und standardisiert wäre.“

Es gibt zwar nicht für jede Form von Myokarditis eine spezifische Therapie, doch kann zum Beispiel Sport in der Akutphase der Myokarditis zu schwerwiegenden Rhythmusstörungen führen und sollte deshalb kontrolliert betrieben werden. Dr. Patriki: 

„Umso wichtiger ist es, Fälle von Myokarditis zu erkennen und die Betroffenen diesbezüglich aufzuklären.“

Die Möglichkeiten zur Diagnose einer Myokarditis wurden durch die Nutzung der MRT erheblich verbessert, da herkömmliche Methoden nicht ausreichend genau sind.

Quelle: ESC 2017 Abstract P3513 Patriki et al. Approximation of true incidence of myocar-ditis by systematic screening of patients with cardiac magnetic resonance imaging after exclusion of significant coronary artery disease. European Heart Journal (2017) 38 (Supp-lement) 710

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Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit über 10.000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.



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Aspirin-Resistenz (HTPR) - Verklumpungshemmung durch ASS

Medizin am Abend Berlin Fazit: Thrombosen-Vorbeugung: Zusätzlicher entzündungshemmender Effekt von Aspirin entdeckt

Die Plättchen-hemmende Wirkung von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin) trägt offenbar auch zu einer zusätzlichen Entzündungshemmung bei, berichten Kardiologen aus Düsseldorf. 

Diese positive Wirkung könnte bei der Entscheidung über die jeweils optimale Vorbeugung von Thrombosen bedeutsam sein. 
 


Die regelmäßige Einnahme von niedrig-dosiertem Aspirin (Acetylsalicylsäure; ASS) spielt eine wichtige Rolle in der Sekundärprävention einer Koronaren Herzerkrankung (KHK) und ist Bestandteil der Plättchenhemmung nach Stent-Implantation.

Allerdings bestehen deutliche individuelle Unterschiede in der Wirkung der ASS auf die Hemmung der Verklumpung von Blutplättchen (Thrombozyten-Funktionshemmung). 
  • Eine eingeschränkte Wirkung („High on-treatment platelet reactivity“, HTPR; „Aspirin-Resistenz“), steht mit einer höheren Häufigkeit von Stent-Thrombosen und höherer Sterblichkeit in Zusammenhang.

Ob die Wirkung der ASS gegen systemische Entzündungen mit der verklumpungshemmenden Wirkung verbunden ist, war unklar und wurde von der Düsseldorfer Forschergruppe an 402 KHK-Patienten unter Dauertherapie mit 100 Milligramm ASS pro Tag untersucht. 

Zur Erfassung der antientzündlichen Wirkung wurden die C-Reaktive Protein (CRP)-Level von Patienten mit ausreichender ASS-Wirkung mit jenen von Patienten mit HTPR verglichen.

Die untersuchte Patientengruppe hatte ein Alter von durchschnittlich 73 Jahren, 27 Prozent waren übergewichtig, 27 Prozent waren aktive Raucher, 6 Prozent hatten Bluthochdruck und 17 Prozent Diabetes mellitus Typ II.

Patienten mit unzureichender Verklumpungshemmung durch ASS (HTPR) zeigten signifikant höhere Werte des Entzündungsmarkers CRP im Vergleich zu Patienten mit ausreichender ASS-Wirkung.

Studien-Koautorin Dr. Annemarie Mohring (Universitätsklinikum Düsseldorf):

„Verschiedene Studien lieferten bereits Hinweise darauf, dass ASS eine antientzündliche Wirkung hat.

Wir konnten nun zeigen, dass eine suffiziente Thrombozytenfunktions-Hemmung durch ASS maßgeblich für die Entzündungshemmung ist. 

Das unterstreicht, dass niedrig-dosiertes ASS Effekte vermittelt, welche über eine reine Hemmung der Thrombozyten-Aggregation hinausgehen.

Dies sollte bei der Entscheidung über das optimale antithrombotische Regime bedacht werden.“

Quelle: ESC 2017 Abstract P1781, Poehl et al. Inhibition of chronic inflammation by low-dose aspirin medication. European Heart Journal (2017) 38 (Supplement) 710

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Infizierte Kunstgelenke bei Rheumapatienten - Gefahr der Sepsis

Medizin am Abend Berlin Fazit: Vielfach übersehen: Infizierte Kunstgelenke bei Rheumapatienten

Kunstgelenke sind bei Rheumapatienten anfälliger für Infektionen als bei anderen Menschen. 

Die Gefahr kann leicht übersehen und sogar mit einem Krankheitsschub verwechselt werden. 

Davor warnen Rheuma-Experten im Vorfeld der Pressekonferenz, die anlässlich des gemeinsamen Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh) und der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR) am 7. September 2017 in Stuttgart stattfindet. 
  • Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die frühzeitige Diagnose.  
Viele Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis sind mit häufig entzündeten Gelenken verbunden.

Dadurch tritt eine vorzeitige Gelenkzerstörung ein:

Viele Patienten mit rheumatoider Arthritis benötigen ein oder sogar mehrere Kunstgelenke.

Die Operation unterliegt beim Rheumapatienten vielen Besonderheiten, ist aber technisch vergleichbar mit der bei Nicht-Rheumapatienten.

Doch das Infektionsrisiko ist deutlich erhöht. 

 Nach etwa ein bis zwei Prozent aller Gelenkersatzoperationen kommt es entweder nach der Operation oder aber auch erst nach Jahren zu einer Infektion, die eine erneute Operation erforderlich macht“, berichtet Dr. med. Ludwig Bause, der als Chefarzt der Klinik für Rheumaorthopädie am St. Josef-Stift in Sendenhorst (bei Münster) betroffene Patienten operiert und betreut.  

Das Infektrisiko sei beim Rheumapatienten um das Anderthalb bis Zweifache erhöht, so Bause.

  • Das Infektionsrisiko der Kunstgelenke ist bei Rheumapatienten schon durch die Grunderkrankung erhöht. 

Vor allem aber die Medikamente, die die Gelenke vor Entzündungen schützen, können die Patienten anfällig für den Angriff von Bakterien und anderen Krankheitserregern machen. 

Die Immunsupressiva schwächen nämlich die Abwehrkräfte gegen Infektionen. 

Diese Gefahr wird oft übersehen:

„Das Gelenk kann durch die Immunsuppressiva trotz vorliegender Infektion völlig normal aussehen“, berichtet Bause. Und wenn es zu Schmerzen und Schwellungen kommt, wird häufig zunächst ein Rheumaschub vermutet.

Selbst wenn die Bakterien über die Blutbahn auf andere Gelenke übergreifen, kann dies übersehen werden.

„Der fließende Wechsel von einem Gelenk zum anderen ist typisch für die Rheumaerkrankung“, berichtet Bause.

  • Im schlimmsten Fall kommt es zu einer lebensgefährlichen Blutvergiftung, einer sogenannten Sepsis.

Die Unterscheidung zwischen Infekt, rhreumatischer Entzündung oder auch Prothesenverschleiß im Langzeitverlauf erfordert viel Erfahrung.

  • Glücklicherweise hat sich die Infektdiagnostik bei Kunstgelenken verbessert. 
„Der sogenannte Alpha-Defensintest zeigt uns, ob das Immunsystem auf Krankheitserreger gestoßen ist“, so Dr. Bause.  

Der Test liefert einfach und unkompliziert innerhalb einer Viertelstunde ein meist eindeutiges Ergebnis. 

Die Ärzte wissen dann allerdings noch nicht, mit welchem Erreger sie es zu tun haben.

Zur standardmäßigen Betreuung in Fachkliniken gehören deshalb frühzeitige Gelenkpunktionen mit der Zellanalyse und der labormedizinischen Identifizierung der jeweiligen Erreger.

Auch die histologische Untersuchung von Gewebeproben der Gelenkhaut unter dem Mikroskop hat sich enorm weiterentwickelt. Dr. Bause erklärt:

„Wir können dann eindeutig zwischen Verschleißfolgen und einer Infektion unterscheiden.“

Bei einer frühzeitigen Diagnose der Infektion kann das Kunstgelenk durch eine Operation oft erhalten werden.

Bei einer späten Diagnose mit dauerhafter Besiedlung der Bakterien an der Prothesenoberfläche ist immer ein Austausch erforderlich, der meist mit zwei, für die Patienten belastenden, Operationen verbunden ist:

  • Im ersten Eingriff wird das infizierte Kunstgelenk entfernt und durch einen Platzhalter, den „Spacer“ aus Knochenzement mit Antibiotikazumischung ersetzt. 

Erst wenn die Infektion überwunden ist, können die Patienten ein neues Kunstgelenk erhalten. 
  • Zwischen den beiden Eingriffen liegen vier bis sechs Wochen. 
Wie eine Infektion des Kunstgelenks frühzeitig erkannt werden kann und was dann zu tun ist, erläutern Rheuma-Experten auf der Kongress- am 7. September 2017 in Stuttgart.

Weitere Themen der sind neue Therapien bei rheumatischen Erkrankungen und das Autoinflammatorische Syndrom bei Rheumapatienten im Kindesalter.

 
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CAVE: Impfempfehlungen für Hepatitis A/B, Influenza, Tetanus

Medizin am Abend Berlin Fazit: Impfempfehlungen der STIKO für 2017/2018 veröffentlicht

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut hat ihre neuen Impfempfehlungen veröffentlicht, wie üblich im Epidemiologischen Bulletin 34. 

  • Änderungen gibt es bei den Impfungen gegen Hepatitis A und B, Influenza sowie Tetanus. 

Im Rahmen der redaktionellen Überarbeitung wurde unter anderem ein Abschnitt zur Impfung von Patienten mit geschwächtem Immunsystem ergänzt und ein Schlagwortverzeichnis erstellt. 

  • Zudem erklärt die STIKO, warum sie die Impfung gegen Herpes zoster (mit einem Lebendimpfstoff) derzeit nicht als Standardimpfung empfiehlt 
  • Die Impfung gegen Hepatitis A und B empfiehlt die STIKO nun auch ehrenamtlich Tätigen, für die ein Expositionsrisiko besteht, das mit dem von beruflich tätigen Personen vergleichbar ist. 

Auch Auszubildende, Studierende und Praktikanten werden nun ausdrücklich genannt.

  • Die STIKO stellt damit klar, dass die Indikation zur Impfung anhand des mit der jeweiligen Tätigkeit tatsächlich verbundenen Expositionsrisikos zu beurteilen ist und nicht beschränkt ist auf bestimmte Berufsgruppen.

Bei der Influenzaimpfung hatte die STIKO bereits zur Saison 2016/17 ihre Empfehlung vorläufig ausgesetzt, Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren bevorzugt mit dem über die Nase zu verabreichenden Lebendimpfstoff zu impfen.

Die Empfehlung wurde nun endgültig zurückgezogen. 

Hintergrund ist, dass in den letzten Jahren im Vergleich zu den inaktivierten Impfstoffen keine überlegene Wirksamkeit mehr nachweisbar war.

Eine Auffrischimpfung gegen Tetanus bei geringfügigen, sauberen Wunden empfiehlt die STIKO nur noch dann, wenn seit der letzten Impfung mehr als zehn Jahre vergangen sind. Damit wurde die 2016 erfolgte Absenkung der Frist von zehn auf fünf Jahre rückgängig gemacht. Dies steht auch im Einklang mit der Empfehlung einer routinemäßigen Auffrischung des Tetanus-Impfschutzes alle zehn Jahre.

Neu eingefügt hat die STIKO einen Abschnitt zu Impfungen von Patienten mit Immundefizienz bzw. Immunsuppression. 

Derzeit werden unter der Federführung der STIKO detaillierte Anwendungshinweise für Impfungen bei Patienten mit Immundefizienz bzw. Immunsuppression erarbeitet, die in vier gesonderten Publikationen im Bundesgesundheitsblatt bis Anfang 2018 erscheinen sollen.

  • Seit 2013 ist in Deutschland ein attenuierter Lebendimpfstoff zur Verhinderung eines Herpes zoster (HZ) bzw. der durch HZ verursachten Nervenschmerzen (postherpetische Neuralgie) bei Personen ab 50 Jahren verfügbar. 

Die STIKO sieht zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon ab, die Impfung mit diesem Impfstoff als Standardimpfung zu empfehlen.

Die Entscheidung basiert auf der systematischen Bewertung der Daten zu Wirksamkeit, Schutzdauer und Sicherheit des Impfstoffs.

So nimmt die Wahrscheinlichkeit an HZ zu erkranken und die Schwere der Erkrankung mit dem Alter deutlich zu, hingegen nimmt die Wirksamkeit der Impfung mit dem Alter ab. 

Zudem ist die Schutzdauer der Impfung nur für wenige Jahre belegt.

Eine mathematische Modellierung der zu erwartenden epidemiologischen Effekte bekräftigt die Entscheidung.

Eine ausführliche Darstellung aller Neuerungen und deren wissenschaftlichen Begründungen sowie die Erläuterung zur Herpes-Zoster-Entscheidung werden in den Ausgaben 35 und 36 des Epidemiologischen Bulletins veröffentlicht.

Auch die Impf-App STIKO@rki enthält die aktualisierten Impfempfehlungen.

Darüber hinaus gibt es die Impfempfehlungen auch im Pocket-Format.

Dies ist über den Buchhandel erhältlich.

Weitere Informationen:  http://www.stiko.de

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachLink: IMPFEN


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Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

CAVE - Deine Mutti: Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt

Medizin am Abend Berlin Fazit: Hormontherapie doch besser als ihr Ruf? 

Trendwende in der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden

Frauen mit Wechseljahresbeschwerden sollten häufiger eine maßgeschneiderte Hormontherapie erhalten. 

Experten räumen ein, dass eine Hormontherapie das Brustkrebsrisiko nicht generell erhöht. 

Lebensalter, Dauer und Dosierung, Gewicht und genetische Faktoren spielen eine wichtigere Rolle. 

Studienerkenntnisse, die das nahelegten, sind neu interpretiert worden. 

Lange hatten Frauen deshalb Angst vor einer Hormontherapie. 

Ärzte verordneten stattdessen Antidepressiva, Schlafmittel und „alternative Substanzen“, deren Wirksamkeit nicht durch Studien gesichert ist. 

Dies erklären Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologen (DGE) im Vorfeld des 2. Deutschen Hormontages. 
 
  • Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, sind nach der Pubertät die zweite hormonbewegte Phase im Leben einer Frau. 

„Häufig berichten Frauen von Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und Schlafstörungen. 

 Noch viel gravierender sind jedoch Depressionen, wiederkehrende Harnwegsinfekte, Muskel- und Gelenkschmerzen und eine insgesamt nachlassende Leistungsfähigkeit“, erklärt Dr. med. Cornelia Jaursch-Hancke, leitende Ärztin des Fachbereichs Endokrinologie/Diabetologie an der DKD HELIOS Klinik Wiesbaden.

Diese Symptome ließen sich oft sehr gut mit einer Hormontherapie behandeln, so die Expertin. Bei Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen würden häufig Psychopharmaka verschrieben. „Anstatt die Ursache, also den Östrogenmangel, auszugleichen, bleibt die Behandlung auf der Symptomebene“, so Jaursch-Hancke.

  • Bei vielen Frauen gibt es Ängste bezüglich der Hormontherapie. 

Zurückzuführen sind diese auf Ergebnisse einer Studie aus dem Jahr 2002 der Women's Health Initiative (WHI). Untersucht wurde damals, welche gesundheitlichen Auswirkungen eine Hormontherapie auf die Gesundheit der Frauen habe. Es nahmen insgesamt 16000 Frauen teil. Eine Hälfte erhielt eine Hormontherapie, die andere nicht. Nach fünf Jahren wurde die Studie abgebrochen wegen einer erhöhten Rate an Brustkrebs, Thrombosen, Schlaganfall und Herzinfarkten in der Studiengruppe, die Hormone erhalten hatte. 

 „Nicht bedacht wurde bei der Interpretation der Daten, dass das Durchschnittsalter der Frauen in dieser Studie mit 63 Jahren sehr viel höher lag, als bei Frauen im üblichen menopausalen Alter, also um die 50.

Zudem waren die Teilnehmerinnen im Durchschnitt fettleibig und hatten Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und erhöhten Blutdruck: Sie waren nicht gesund“, betont Jaursch-Hancke. Die bereits früh geäußerte Kritik am Studiendesign und den Ergebnissen ging allerdings unter. Medienberichte griffen die Daten auf und verbreiteten die Botschaft: Hormontherapie in den Wechseljahren sei gefährlich.

Die Verordnung von Hormonen ging nach Publikation der Studie um 80 Prozent zurück. „Dafür schnellte der Verbrauch von Antidepressiva, Schlafmitteln sowie einer Fülle nicht zugelassener alternativer Substanzen in die Höhe. Millionen von Frauen wurden eine sinnvolle und höchst effektive Behandlung von menopausalen Beschwerden vorenthalten“, bedauert Jaursch-Hancke. Neuere Studiendaten aus Dänemark und eine Re-Evaluation der jüngeren Frauen der WHI-Studie im Alter von 50 bis 60 Jahren zeigten nun, dass eine frühe Hormontherapie in der Menopause die Symptome nicht nur effektiv behandelt, sondern sich sogar günstig auf das Herz-Kreislauf-System und die Todesrate auswirkt.

Daneben scheint eine alleinige Östrogentherapie, die in der Regel aber nur Frauen erhalten, die keine Gebärmutter mehr haben, das Brustkrebsrisiko zu senken.

  • Bei Wechseljahresbeschwerden können manche Frauen auch von alternativen Methoden wie Qigong, Yoga oder Tai-Chi profitieren. Wenn der Leidensdruck jedoch hoch ist und die Lebensqualität in Mitleidenschaft gerät, sollten Frauen mit ihrem behandelnden Arzt über eine Hormontherapie sprechen, empfiehlt Jaursch-Hancke.

„Grundsätzlich hat eine Hormontherapie in der Menopause auch gut belegte positive Effekte auf den Knochen. 

Ob eine Frau aber von einer im 6. Lebensjahrzehnt durchgeführten Hormontherapie hinsichtlich der Erkrankung Osteoporose profitiert, die meist erst im Alter über 70 Bedeutung beginnt, ist nicht belegt und eher fraglich. 

Deshalb sollte man trotz all dieser gut belegten neuen Daten diese Therapie nicht wieder generell jeder Frau anbieten und beachten, dass viele Frauen auch ohne eine Hormontherapie gut und zufrieden diese Lebensphase erleben dürfen. 

Ca. 20 – 30 Prozent der Frauen haben aber tatsächlich stark den Tagesablauf beeinträchtigende Beschwerden. 

Diesen Frauen können wir jetzt wieder mit gutem Gewissen mit einer Hormontherapie helfen“, ergänzt Professor Dr. med. Sven Diederich, Ärztlicher Leiter Medicover Deutschland und Vizepräsident der DGE aus Berlin. 

Risiken der Hormontherapie sollten nicht ignoriert werden, so gebe es beispielsweise ein gering erhöhtes Thromboserisiko unter der Hormontherapie, die sich durch eine geeignete Applikationsform zum Beispiel über die Haut minimieren lasse. 

Wichtig sei es, mit dem Arzt über die Dauer der Therapie zu sprechen. 

  • „Fünf Jahre Hormontherapie ist mit Blick auf mögliche Risiken die richtige Zeitspanne. 
  • Wichtig ist auch, dass man diese Therapie dann ausschleicht und die Patientin begleitet. 

Sonst sind die unangenehmen Beschwerden gleich wieder da, was dann zu einer dauerhaften Fortführung motivieren kann, was wir aber aufgrund der negativeren Datenlage bei längerer Therapie und über 60-jährigen Frauen vermeiden sollten “, erklärt Diederich. 

Das Risiko für Brustkrebs habe neben einer erblichen Veranlagung sehr viel mit Übergewicht und Bewegungsmangel zu tun. 

  • Darauf sollten Frauen achten und zudem die regelmäßigen Brustkrebsfrüherkennungs-Untersuchungen wahrnehmen.

Über die Trendwende im Umgang mit der Hormontherapie und weitere Themen diskutieren DGE-Experten auf der Konferenz der DGE am Mittwoch, den 13. September 2017 in Berlin.

Literatur:
Women's Health Initiative (WHI): https://www.whi.org/about/SitePages/About%20WHI.aspx
Schierbeck LL. et al.: Effect of hormone replacement therapy on cardiovascular events in recently postmenopausal women: randomized trial. In: BMJ 2012;345:e6409. doi: 10.1136/bmj.e6409
http://www.bmj.com/content/bmj/345/bmj.e6409.full.pdf
Manson, JE, Kaunitz, PH und Kaunitz, AM.: Menopause Management — Getting Clinical Care Back on Track. N Engl J Med 2016; 374:803-806. DOI: 10.1056/NEJMp1514242
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMp1514242

Terminhinweise:
anlässlich des 2. Deutschen Hormontages am 16. September 2017 der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
Termin: Mittwoch, 13.09.2017, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: Haus der Bundespressekonferenz, Berlin, Raum: 4
Anschrift: Schiffbauerdamm40/Ecke Reinhardtstr. 55, 10117 Berlin

2. Deutscher Hormontag
am 16. September 2017
Weitere Informationen mit Hinweisen auf Veranstaltungen auf der Webseite der DGE: http://www.endokrinologie.net/hormontag-2017.php


Endokrinologie ist die Lehre von den Hormonen, Stoffwechsel und den Erkrankungen auf diesem Gebiet. 

Hormone werden von endokrinen Drüsen, zum Beispiel Schilddrüse oder Hirnanhangdrüse, aber auch bestimmten Zellen in Hoden und Eierstöcken, „endokrin“ ausgeschüttet, das heißt nach „innen“ in das Blut abgegeben. 

Im Unterschied dazu geben „exokrine“ Drüsen, wie Speichel- oder Schweißdrüsen, ihre Sekrete nach „außen“ ab.






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www.hormongesteuert.net
https://www.facebook.com/dge.hormongesteuert
www.endokrinologie.net

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DGE Medienpreis 2017/2018:
Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) schreibt zum zweiten Mal den DGE-Medienpreis für journalistische Beiträge zu Erkrankungen des Hormonsystems und Störungen des Stoffwechsels aus. Bewerbungsschluss ist der 15. Februar 2018. Das Preisgeld beträgt 2.000 Euro. Der Medienpreis würdigt herausragende journalistische Arbeiten zu endokrinologischen Themen, die sorgfältig recherchiert, allgemeinverständlich formuliert sind und den Kriterien medizin-journalistischer Qualität entsprechen. Teilnehmen können Journalistinnen und Journalisten aus den Bereichen Text (Zeitungen, Zeitschriften, Internettexte), Fernsehen und Hörfunk. Die Beiträge werden bei der DGE-Pressestelle eingereicht. Nähere Informationen unter http://www.endokrinologie.net/medienpreis.php oder telefonisch unter 0711 8931-380.

Chemotherapeutika - Wirksamkeit von Chemotherapien Krebstherapieresistenz

Medizin am Abend Berlin Fazit: Wie sich Krebszellen gegen Chemotherapeutika „immun“ machen

Wissenschaftliche Arbeit von Jun.-Prof. Dr. Wing-Kee Lee wurde vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center ausgezeichnet 
 
Wie sich Krebszellen dagegen wehren, dass eine Chemotherapie sie wirksam bekämpfen kann, ist das Forschungsthema von Jun.-Prof. Dr. Wing-Kee Lee, die an der Universität Witten/Herdecke arbeitet.

Sie hat zusammen mit Prof. Richard Kolesnick in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Cellular Signalling“ einen Übersichtsartikel dazu veröffentlicht (Lee, W.K., Kolesnick, RN (2017) Sphingolipid abnormalities in cancer multidrug resistance: Chicken or egg?) https://doi.org/10.1016/j.cellsig.2017.06.017.

Diesen Aufsatz hat eine der wichtigsten Krebskliniken der USA, das Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, nun auf seiner Internetseite als „Science Sparks“ hervorgehoben (https://library.mskcc.org/sparks/month/2017/8/) und damit als besonders wegweisend ausgezeichnet.




Schaubild

Zum Hintergrund:
Bei einer Chemotherapie werden die Patienten mit Zellgiften behandelt, die die Krebszellen zerstören sollen. 

  • Nun gelingt es den Krebszellen offenbar, sich dagegen zu wehren, sie entwickeln eine Resistenz, auch gegen mehrere Gifte gleichzeitig. 

Für diese Multiresistenz wesentlich sind Eiweißverbindungen, die in der Zellmembran der Krebszellen enthalten sich und die auf den Namen ABCB1 hören. 

Das ABCB1 stößt Chemotherapeutika aus der Krebszelle aus und arbeitet besonders gut, wenn es in einem definierten Bereich der äußeren Fettschicht der Krebszelle, in einem sogenannten Lipidfloß, schwimmen kann. 

  • Diese Fette und besonders das Sphingolipid namens Sphingomyelin fördern die Aktivität des Abwehr-Eiweißes ABCB1.

Durch ihre bisherige und laufende Arbeit konnte Juniorprofessorin Lee nun neue Hypothesen aufstellen:

Dass nämlich ABCB1 und Sphingolipide mehrfach zusammenspielen, damit Krebszellen die Multiresistenz in voller Kraft entwickeln können. 

  • Es gibt eine Anfangsphase, in der sich einige gesunde Zellen zu Krebszellen umwandeln. 

In dieser Phase werden beide, ABCB1 und Sphingomyelin, vermehrt produziert und die Zelle entwickelt eine erste, noch unvollständige Multiresistenz.

In der Weiterentwicklung der Krebszellen wird das Gleichgewicht von einem anderen Sphingolipid namens Glukosylceramid gestört.

Dadurch wird die Anlieferung von ABCB1 an die Zellmembran beeinträchtigt und mehr ABCB1-Eiweiße bleiben festsitzend in der Zelle statt an der Außenschicht. 

Dennoch ist das ABCB1 noch aktiv und fängt nun Chemotherapeutika auch von innen heraus ein. 
Zusammenfassend können ABCB1 und Sphingolipide durch zwei Mechanismen, nämlich Ausstoß und Fangen von Chemotherapeutika, den Wendepunkt zur Entwicklung einer vollstandigen Multiresistenz der Krebszellen darstellen.

Alle bisherigen Versuche, die Chemotherapie wirksamer zu machen, indem man Wirkstoffe gegen das ABCB1 in die Chemotherapie einbezog, sind daran gescheitert, dass dieses Eiweiß auch in gesunden Zellen vorkommt und die ABCB1-Hemmer zu starken Unverträglichkeiten führten. 

Mit der neuen Erkenntnis zur Bedeutung der Sphingolipide könnte die weitere Forschung nun vielleicht einen Weg zur besseren Wirksamkeit von Chemotherapien finden.

Der Co-Autor des Aufsatzes von Juniorprofessor Lee, Prof. Richard Kolesnick, spricht am 5. Dezember 2017 im Rahmen der ZBAF Seminarreihe zu den Themen „biologische Grundlagen zum Krebs“ und „Krebstherapieresistenz“ an der Universität Witten/Herdecke.



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Beginnende Herzschwäche - Biomarker NT-proBNP und Gen B9D1

Medizin am Abend Berlin Fazit: Neue Biomarker könnten Früherkennung von Herzschwäche verbessern

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg zeigen: 

Charakteristische chemische Veränderungen am Erbgut sind potentielle Marker für Herzerkrankungen / Veröffentlichung in „Circulation“ / Kooperation mit Siemens Healthineers ermöglicht Entwicklung neuer Diagnostika / Heidelberger Kardiologe Privatdozent Dr. Benjamin Meder mit dem Wilhelm P. Winterstein-Preis ausgezeichnet 

Preisträger PD Dr. Benjamin Meder mit dem Stifterehepaar Ursula und Wilhelm P. Winterstein Preisträger PD Dr. Benjamin Meder mit dem Stifterehepaar Ursula und Wilhelm P. Winterstein
DHS/Andreas Malkmus
 
Leidet ein Patient unter einer beginnenden Herzschwäche? 

Was ist die Ursache und in welchem Stadium befindet sie sich? Diese Fragen lassen sich mit gängigen Bluttests bisher nicht zuverlässig beantworten. Über deutlich bessere Diagnose- und Prognosequalitäten könnten neuartige Biomarker verfügen, die Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg, des Zentrums für Bioinformatik an der Universität des Saarlands sowie der Siemens Healthineers entdeckt haben. Dabei handelt es sich um bestimmte chemische Veränderungen am Erbgut, sogenannte epigenetische Faktoren, die eine Herzmuskelerkrankung sensitiv anzeigen sollen. Wie die Forscher aktuell im Fachjournal Circulation berichten, wiesen sie die epigenetischen Marker nicht nur in den Zellen des erkrankten Herzmuskels selbst, sondern auch in den Blutproben der Patienten nach. „Das ist ein unerwarteter Fund, da solche Veränderungen häufig nur in den betroffenen Organen auftreten. Umso größer schätzen wir nun das Potential für unsere Patienten ein“, so Arbeitsgruppenleiter Privatdozent Dr. Benjamin Meder, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Ob sich die Marker für die breite klinische Anwendung eignen und dabei herkömmliche Proteinmarker übertreffen, müssen weitere Studien zeigen. Die Forschungs-Allianz ermöglicht in Zukunft die gezielte Entwicklung neuer klinischer Tests basierend auf den entdeckten Mechanismen.

Aufgrund dieses Potenzials für die Herzdiagnostik, insbesondere in der Früherkennung chronischer Herzmuskelerkrankungen, wurde die Forschungsarbeit mit dem Wilhelm P. Winterstein-Preis 2017 der Deutschen Herzstiftung ausgezeichnet. „Die neuartigen Früherkennungsmarker auf Basis der Erkenntnisse von Dr. Meder könnten enorm zu einer besseren Diagnose und zielgenauen Therapie der Herzschwäche der meist älteren Patienten über 65 Jahre verhelfen.

Außerdem erfordert dieser Ansatz nur eine einfache Blutanalyse und keine Herzbiopsie“, würdigt Professor Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung, die Forschungsleistung des Heidelberger Forschers. Der jährlich vergebene Forschungspreis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Neue Wege in der Erforschung der Herzschwäche

Jedes Jahr müssen sich in Deutschland rund 445.000 Menschen wegen einer Herzschwäche im Krankenhaus behandeln lassen, über 44.000 sterben daran.

  • Ein bisher verwendeter Standardmarker ist das Proteinfragment NT-proBNP, das im Blut eine Herzmuskelschwäche anzeigt. 
  • Seine Aussagekraft über die Ursache und für den weiteren Verlauf und die zu erwartende Risiken sind allerdings begrenzt.

Auf der Suche nach neuen molekularen Mustern der Herzschwäche beleuchtete das Team um Dr. Meder als Vertreter des Heidelberger Standorts des Deutschen Zentrums für Herzkreislaufforschung (DZHK), Dr. Andreas E. Posch, Siemens AG, und Dr. Andreas Keller, Zentrum für Bioinformatik der Universität des Saarlandes, in einem neuen, computergestützten Ansatz erstmals mehrere biologische Ebenen gleichzeitig: An Gewebe- und Blutproben von 41 Patienten untersuchten die Forscher die Zusammenhänge zwischen der Abfolge der Erbinformation (DNA-Basensequenz), chemischer Modifikationen der DNA sowie veränderter Aktivität verschiedener Genprogramme. Besonderes Augenmerk legten sie dabei auf die epigenetischen Faktoren, da diese ein Bindeglied zwischen der angeborenen Veranlagung und Umweltfaktoren darstellen können.

Epigenetische Faktoren: vererbt aber auch durch Umwelteinflüsse verändert

Denn anders als die genetisch festgeschriebene Information im Erbgut, die von Eltern an Kinder weitergegeben wird und über Generationen konstant bleibt, sind epigenetische Faktoren weitaus flexibler: 

Die chemischen Veränderungen an der DNA, sogenannte Methylierungen, können zwar ebenfalls vererbt, aber auch durch Umwelteinflüsse, z.B. Stress, Rauchen, Ernährung oder andere Risikofaktoren, beeinflusst werden, und dann Gene blockieren oder überaktivieren.

Dies wiederum hat wahrscheinlich entscheidenden Einfluss auf die Herzfunktion.

Die Wissenschaftler erstellten eine detaillierte „Landkarte“ aller epigenetischen Veränderungen sowie der damit verbundenen genetischen Aktivität bei Herzschwäche.

Dabei identifizierten sie 517 Bereiche, deren epigenetische Modifikationen sich als potentielle Marker für die Frühdiagnose eignen. Besonders vielversprechend ist dabei das Gen B9D1: 
„Eine Analyse der Methylierung dieses Gens scheint in seiner Aussagekraft dem Gold-Standard-Marker Nt-proBNP überlegen zu sein“, so Meder.
„Das muss allerdings noch genauer untersucht werden.“
Die kardiologische Abteilung der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor Prof. Hugo Katus) ist eines der Schwerpunkt-Zentren in Deutschland für die Behandlung und Erforschung verschiedener chronischer Herzerkrankungen, darunter auch der Herzschwäche. 

Für die individuelle Betreuung der Patienten sowie die Erforschung neuer Behandlungsverfahren stehen neben einem internationalen Ärzte- und Forscherteam neueste Methoden in den Bereichen Bildgebung, Biomarker und Molekulargenetik zur Verfügung.

So verfügt die Klinik als eines der ersten Zentren überhaupt seit 2013 über eine eigene Einheit zur Gesamtgenom-Analyse, um den individuellen genetischen Hintergründen bei Herzerkrankungen unbekannter Ursache auf die Spur zu kommen. 


PD Dr. Benjamin Meder
 PD Dr. Benjamin Meder DZHK

Literatur:
Meder, Benjamin et. al. (2017): Epigenome-wide Association Study Identifies Cardiac Gene Patterning and A Novel Class of Biomarkers for Heart Failure. Circulation. doi: 10.1161/CIRCULATIONAHA.117.027355

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Dr. Benjamin Meder
Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie
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Julia Bird Universitätsklinikum Heidelberg

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http://www.cardiomyopathie-heidelberg.de


http://www.herzstiftung.de Deutsche Herzstiftung


https://www.healthcare.siemens.de/ Siemens Healthineers


http://www.zbi.uni-saarland.de/ Zentrum für Bioinformatik der Universität Saarland, Prof. Dr. Andreas Keller

Schmerzmittel: Blutdruck bei Arthrose-Patienten/Rheumatoider Arthritis

Medizin am Abend Berlin Fazit: Das Schmerzmittel Ibuprofen erhöht den Blutdruck bei Arthrose-Patienten deutlich

Erhalten Patienten mit Arthrose oder rheumatoider Arthritis Ibuprofen steigt ihr Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen verglichen mit anderen Schmerzmitteln. 

Die Ergebnisse einer entsprechenden Studie wurden am 28. August 2017 am Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Barcelona vorgestellt
 
Nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Ibuprofen und Naproxen sowie der Cox-2-Hemmer Celecoxib zählen zu den weltweit am meisten verschriebenen und benutzten Medikamenten.

Von beiden Medikamentenklassen ist bekannt, dass sie Nebenwirkungen wie erhöhten Blutdruck verursachen.

Bereits kleine Blutdruckerhöhungen können das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und die damit verbundene Sterblichkeit steigern. Nun zeigt eine aktuelle Studie, dass Ibuprofen sich deutlich ungünstiger auswirkt als Naproxen und Celecoxib.

An der Studie nahmen insgesamt 444 US-Patienten teil, 408 litten unter Arthrose, 36 unter rheumatoider Arthritis.

Alle Patienten zeigten Erkrankungen der Herzkranzgefässe oder hatten ein höheres Risiko dafür. 

Ein Drittel der Patienten erhielt Celecoxib (2x 100-200 mg täglich), je ein Drittel Ibuprofen (3x 600-800 mg täglich) oder Naproxen (2x 375-500 mg täglich). Nach vier Monaten wurde der Blutdruck mit demjenigen zu Beginn der Studie verglichen.

Während Celecoxib den Blutdruck im Schnitt um 0.3 mmHg senkte, stieg er mit Ibuprofen um 3.7 und mit Naproxen um 1.6 mmHg. «Der Blutdruckanstieg unter Ibuprofen ist signifikant», sagt Prof. Frank Ruschitzka, Leiter der Studie und stellvertretender Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitären Herzzentrum Zürich. Ibuprofen sei «eindeutig nicht so sicher wie früher gedacht».

  • Gerade für ältere Patienten, die häufig unter Arthrose und hohem Blutdruck litten, seien die Ergebnisse von grosser klinischer Bedeutung, führt Ruschitzka aus: 

«Eine Senkung des Blutdrucks um nur 2 mmHg verringert das Infarktrisiko um zehn Prozent und das Mortalitätsrisiko bei koronarer Herzkrankheit um sieben Prozent.»

Die nun durchgeführte Studie ist eine ergänzende Untersuchung zur PRECISION-Studie.

Diese konnte bereits zeigen, dass Celecoxib das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen nicht stärker erhöhte als Naproxen und Ibuprofen.

Sowohl Naproxen wie Ibuprofen sind rezeptfrei erhältlich und werden von Hunderten Millionen Menschen jährlich eingenommen.
  •  Für beide Medikamente ist nachgewiesen, dass sie Magen- und Darmbeschwerden auslösen sowie die Nieren und die Magenschleimhaut schädigen können. 

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Nathalie Plüss UniversitätsSpital Zürich

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lic. phil. Martina Pletscher
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Klinik-Patient Diabetes und Prädiabetes

Medizin am Abend Berlin Fazit: Fast jeder vierte Klinik-Patient hat Diabetes

Jeder vierte Patient einer Universitätsklinik leidet an Diabetes (22 Prozent), noch einmal so viele an Prädiabetes (24 Prozent). 

Das ergaben aktuelle Untersuchungen von Tübinger Forscherinnen und Forschern des Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und des Helmholtz Zentrum München. 

Ergebnisse der Studie: 
  • Patienten mit Diabetes bleiben länger im Krankenhaus und haben ein höheres Risiko für Komplikationen. 
 
Immer mehr Menschen in Deutschland erkranken an Diabetes.

Mittlerweile leidet fast jeder Zehnte an der Stoffwechselerkrankung.

Es ist bekannt, dass Menschen mit Diabetes unter den Patienten im Krankenhaus oder gar auf einer Intensiv-Station häufiger sind als unter der Normalbevölkerung.

Bislang gibt es jedoch kaum Daten dazu, wie hoch die Diabetes-Prävalenz in Kliniken ist. Hier setzt die aktuelle Studie der DZD-Wissenschaftler an. Sie untersuchten über einen Zeitraum von vier Wochen 3733 erwachsene Patienten des Universitätsklinikums Tübingen auf Diabetes und Prädiabetes.

Dabei zeigte sich, dass fast jeder vierte Klinik-Patient an Diabetes leidet (22 Prozent), sprich einen Langzeitblutzucker-Wert (HbA1c-Wert) von 6,5 Prozent und mehr hat. 24 Prozent der untersuchten Patienten hatten einen Langzeitblutzucker-Wert zwischen 5,7 und 6,4 Prozent. 

Diese Werte zeigen ein Frühstadium des Diabetes (Prädiabetes) an. 

Knapp 4 Prozent der Untersuchten hatten einen bislang nicht diagnostizierten Diabetes.

„Hochgerechnet auf die Patienten, die in unserem Klinikum jährlich behandelt werden, ergeben sich mindestens 13.000 Diabetes-Patienten, die behandelt werden müssen“, sagt Professor Andreas Fritsche, Diabetologe und ein Autor der Studie.

„Ein besonderer Stellenwert bei der Umsetzung solcher Vorhaben kommt der Laboratoriumsmedizin zu, die als Querschnittsfach Kontakt zu Patienten aus allen Klinikumsbereichen hat“, betont Prof. Andreas Peter, Leiter des Zentrallabors in Tübingen und des zentralen Studienlabors des DZD, in dem die Untersuchung durchgeführt wurde.

  • Patienten mit Diabetes bleiben länger in der Klinik

Die Untersuchungen zeigen zudem, dass Patienten mit Diabetes etwa 1,47 Tage länger in der Klinik behandelt werden mussten, als Patienten mit der gleichen Diagnose ohne Diabetes oder Prädiabetes.

  • Die Betroffenen hatten darüber hinaus ein höheres Risiko für Komplikationen: 
  • Bei 24 Prozent der Patienten mit Diabetes traten Komplikationen auf. 
  • Zum Vergleich: nur 15 Prozent der Patienten ohne Diabetes waren von Komplikationen betroffen.

Angesichts der hohen Diabetes-Prävalenz und der negativen Auswirkungen, die die Stoffwechselerkrankung hat, halten wir es für sinnvoll, über 50jährige Patienten in Kliniken auf unerkannten Diabetes zu screenen. 

Dann kann die Stoffwechselerkrankung gleich mit behandelt und so vielleicht Komplikationen oder verlängerte Krankenhausaufenthalte vermieden werden“, so Prof. Fritsche und Prof. Peter.

Die Ergebnisse der Studie des Universitätsklinikums der Universität Tübingen und des Instituts für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen (IDM) des Helmholtz Zentrum München an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, ein Mitglied im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD), wurden jetzt in Exp Clin Endocrinol Diabetes veröffentlicht.

Original-Publikation:
Kufeld, J.et al. (2017): Prevalence and Distribution of Diabetes Mellitus in a Maximum Care Hospital: Urgent Need for HbA1c-Screening. Exp Clin Endocrinol Diabetes, DOI: 10.1055/s-0043-112653

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Prof. Dr. med. Andreas Fritsche
Lehrstuhl für Ernährungsmedizin und Prävention, Innere Medizin IV, Universitätsklinikum Tübingen
Stellvertretender Leiter des Instituts für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen (IDM) des Helmholtz Zentrums München an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Leiter Abteilung Prävention und Therapie des Diabetes mellitus
Otfried Müller Straße 10, 72076 Tübingen
Phone: +49-7071-29 -85669 / -80590
E-Mail: andreas.fritsche@med.uni-tuebingen.de

Birgit Niesing
Deutsches Zentrum für Diabetesforschung e.V.
Ingolstädter Landstraße 1
85764 Neuherberg
Phone: 089-3187-3971
E-Mail: niesing@dzd-ev.de

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) e.V. ist eines der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. Es bündelt Experten auf dem Gebiet der Diabetesforschung und verzahnt Grundlagenforschung, Epidemiologie und klinische Anwendung. Ziel des DZD ist es, über einen neuartigen, integrativen Forschungsansatz einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen, maßgeschneiderten Prävention, Diagnose und Therapie des Diabetes mellitus zu leisten. Mitglieder des Verbunds sind das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, das Deutsche Diabetes-Zentrum DDZ in Düsseldorf, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung DIfE in Potsdam-Rehbrücke, das Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtz Zentrum München an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und das Paul-Langerhans-Institut Dresden des Helmholtz Zentrum München am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden, assoziierte Partner an den Universitäten in Heidelberg, Köln, Leipzig, Lübeck und München sowie weitere Projektpartner. Weitere Informationen: http://www.dzd-ev.de

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. http://www.helmholtz-muenchen.de

Das 1805 gegründete Universitätsklinikum Tübingen gehört zu den führenden Zentren der deutschen Hochschulmedizin. Als eines der 33 Universitätsklinika in Deutschland trägt es zum erfolgreichen Verbund von Hochleistungsmedizin, Forschung und Lehre bei. Weit über 400 000 stationäre und ambulante Patienten aus aller Welt profitieren jährlich von dieser Verbindung aus Wissenschaft und Praxis. Die Kliniken, Institute und Zentren vereinen alle Spezialisten unter einem Dach. Die Experten arbeiten fachübergreifend zusammen und bieten jedem Patienten die optimale Behandlung ausgerichtet an den neuesten Forschungsergebnissen. Das Universitätsklinikum Tübingen forscht für bessere Diagnosen, Therapien und Heilungschancen, viele neue Behandlungsmethoden werden hier klinisch erprobt und angewandt. Neben der Diabetologie sind die Neurowissenschaften, Onkologie, Immunologie, Infektionsforschung und Vaskuläre Medizin Forschungsschwerpunkte in Tübingen. Das Universitätsklinikum ist in vier der sechs von der Bundesregierung initiierten Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung verlässlicher Partner.