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Gendermedizin: Typ-2-Diabetes

Medizin am Abend Fazit:

Typ-2-Diabetes: Präventionsprogramme bei Frauen und Männern 
gleich gut wirksam

Änderungen des Lebensstils und medikamentöse Therapien können die
Entstehung von Typ-2-Diabetes bei Personen mit erhöhtem Risikoprofil
hinauszögern oder sogar verhindern. Dass diese Interventionsmaßnahmen bei
Frauen und Männern gleich gut wirksam sind, zeigt eine am 27. November
2014 im Fachjournal Diabetologia online veröffentlichte systematische
Übersichtsarbeit und Metaanalyse der Donau-Universität Krems und der
Medizinischen Universität Wien.

Etwa 340 Millionen Menschen weltweit leiden an Typ-2-Diabetes. Bereits im
Vorstadium dieser Erkrankung, dem sogenannten Prädiabetes, ist bei
Betroffenen der Zuckerstoffwechsel gestört. In zahlreichen Studien konnte
nachgewiesen werden, dass sich durch Lebensstiländerungen oder
blutzuckersenkende Medikamente das Auftreten von Typ-2-Diabetes bei
Personen mit Prädiabetes verzögern oder verhindern lässt. Nun wurden
erstmals in einer systematischen Übersichtsarbeit speziell mögliche
Geschlechtsunterschiede in Bezug auf Präventionsmaßnahmen analysiert.
Insgesamt berücksichtigte die Untersuchung Daten von mehr als 5.500
Männern und 7.400 Frauen aus zwölf Studien der Jahre 1980 bis 2013.

Verglichen mit einer üblichen Behandlung führten Lebensstilinterventionen
mit Ernährungsumstellung und regelmäßiger Bewegung bei Männern und Frauen
zu einem um 40 Prozent verringerten Risiko nach einem Jahr an
Typ-2-Diabetes zu erkranken; nach drei Jahren war das Risiko um 37 Prozent
geringer. Auch Gewichtsverluste und Reduktionen der
Nüchternblutzuckerwerte waren in dieser Gruppe stärker. Dabei gab es
keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen Männern und Frauen.
Ebenso zeigte sich unter blutzuckersenkenden Medikamenten ein verringertes Auftreten von Typ-2-Diabetes und auch hier konnte in Bezug auf den präventiven Effekt keine Geschlechterdifferenz festgestellt werden.

„Trotz der Unterschiede zwischen Männern und Frauen, was das Alter zu
Beginn der Erkrankung, die Diagnose oder die Krankheitslast betrifft, wird
der Erfolg von Präventionsmaßnahmen bei Menschen mit Prädiabetes nicht
durch ihr Geschlecht beeinflusst. Diese Ergebnisse sind bedeutsam für die
klinische Praxis“, sagen die beiden ErstautorInnen Dr. Anna Glechner vom
Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie der
Donau-Universität Krems und Dr. Jürgen Harreiter, MSc von der
Medizinischen Universität Wien. Folglich könnten sich KlinikerInnen und
ExpertInnen im Präventionsbereich, so meinen die AutorInnen, auf bereits
bekannte Faktoren konzentrieren, die den Erfolg von Präventionsmaßnahmen
erhöhen – etwa die langfristige Einhaltung der empfohlenen
Lebensstilinterventionen. „Auch andere geschlechtsspezifische Aspekte, wie
zum Beispiel die höhere Inzidenz von Typ-2-Diabetes bei Männern mittleren
Alters oder Unterschiede in der Qualität der Versorgung zwischen
diabetischen Männern und Frauen sollten noch näher untersucht werden“,
betont Glechner.

Nicht zuletzt hätte erfolgreiche Diabetesprävention laut der AutorInnen
auch eine ökonomische Bedeutung: Bei Personen mit Prädiabetes seien
Lebensstilinterventionen mit Bewegung und Ernährungsumstellung
kosteneffektive Maßnahmen um die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes zu
aufzuhalten. Ist es nicht möglich, Lebensstiländerungen einzuhalten, wäre
eine medikamentöse Prävention die nächstbeste Option. Bisher gibt es
jedoch keine Studien darüber, wie effektiv eine medikamentöse Prävention
bei Personen ist, die auf Lebensstilinterventionen nicht angesprochen
haben.

Von der Donau-Universität Krems ist an der Publikation neben
Mitarbeiterinnen des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Klinische
Epidemiologie auch Prof. Jaakko Tuomilehto MD, MPolSc, PhD vom Department
für Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin beteiligt.
Tuomilehto war 2001 einer der ersten, der aufzeigte, wie Gewichtsabnahme
und Bewegung die Häufigkeit von Diabetes reduzieren können.

Glechner et Harreiter et al.: Sex-specific differences in diabetes
prevention: A systematic review and meta-analysis; Diabetologia 2014
(article in press)

Medizin am Abend

http://www.donau-uni.ac.at/ebm
http://www.diabetologia-journal.org/


Böses Blut - Kehrtwende in der Intensivmedizin

Medizin am Abend

http://www.ardmediathek.de/goto/tv/24921128

Bluttransfusionen können Leben retten, keine Frage. Nach Unfällen und großen Operationen gleichen sie bedrohliche Blutverluste aus. Immer mehr Analysen aber bestätigen: Bluttransfusionen können gefährlich sein. Lebensgefährlich. Die Patienten ahnen davon nichts - und weder die Ärzte noch die Betreiber des Blutspende-Systems haben großes Interesse an Aufklärung. Die einen wollen mangels Alternativen nicht unnötig Panik schüren, die anderen sorgen sich um ihr Geschäftsmodell. Blutspenden werden auch in Zukunft für Notfälle gebraucht. Die SWR-Dokumentation von Ulrike Gehring zeigt, dass dennoch ein Umdenken in der Intensivmedizin unausweichlich ist. Sie zeigt bisher unbekannte Risiken von Transfusionen auf und stellt eine Gruppe mutiger Ärzte vor, die gemeinsam an Alternativen arbeiten. Und dabei auf viele Widerstände stoßen.

Gesundheits-App

Nach der Generali, die über eine Gesundheits-App Kunden-Daten zu Fitness, Ernährung und Lebensstil sammeln will, denkt auch die Ergo-Versicherung über neue Versicherungsprodukte nach. "Ich kann mir auch bei Ergo vorstellen, dass wir Produkte verhaltensabhängig kalkulieren", sagte Vorstandschef Torsten Oletzky dem Tagesspiegel (Montagausgabe).

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/ergo-chef-torsten-oletzky-wir-haben-ein-image-problem/11052832.html

Medizin am Abend DirektKontakt

Wirtschaftsredaktion, Telefon: 030/29021-14606 Der Tagesspiegel Chefin vom Dienst Patricia Wolf Telefon: 030-29021 14013 cvd@tagesspiegel.de

360° MFA - Thema zur Diskussion: E - Zigaretten

Formaldehyd in E-Zigaretten - wie groß ist die Gefahr wirklich? 


"E-Zigaretten enthalten Wissenschaftlern zufolge mitunter mehr krebserregende Stoffe als klassischer Tabak", heißt es in der Pressemitteilung von AFP.


Kürzlich veröffentlichte das japanische Gesundheitsministerium Studienergebnisse, die nahelegten, E-Zigaretten seien gesundheitlich bedenklicher als bisher angenommen. Obgleich diese höheren Werte lediglich für ein einziges Kanzerogen in dem Produkt einer einzigen Marke festgestellt wurden, griffen viele Medien die Meldung umgehend auf und berichteten von der generell höheren Gefahr durch E-Zigaretten. Hierbei handelt es sich jedoch um Daten, die aus dem Kontext gerissen wurden und die Faktenlage falsch darstellen. Aus diesem Grund wollen wir durch mr-smoke.de Aufklärung betreiben und die genannten Daten ins rechte Licht rücken.


Tatsächlich geht es aber nur um ein einziges Kanzerogen: Formaldehyd. Das japanische Forscherteam habe bei einem E-Zigaretten-Hersteller 1600 Mikrogramm Formaldehyd auf 15 Züge nachweisen können, erklärt Prof. Naoki Kunugita. In der Tat läge dieser Wert deutlich höher als die ca. 200 Mikrogramm bis 800 Mikrogramm pro Tabakzigarette, die 2008 von einem kanadischen Forscherteam erhoben wurden. Dieser hohe Wert ist jedoch irreführend. Bei allen anderen getesteten E-Zigaretten in der japanischen Studie lag der höchste Formaldehyd-Wert bei lediglich 34 Mikrogramm, also weit unter den postulierten 1600 Mikrogramm und auch weit unter den 200 Mikrogramm bei Tabakzigaretten.

Der Durchschnitt aller getesteten E-Zigaretten soll sogar bei 4,2 Mikrogramm gelegen haben - also weit unterhalb der Werte von Tabakzigaretten. Die Behauptung, dass E-Zigaretten generell mehr Kanzerogene enthielten als Tabakzigaretten, ist also eindeutig falsch.

Über smoke.de


Seit 2011 vertreibt der Onlinehändler Mr-Smoke in seinem Shop unter www.mr-smoke.de hochwertige E-Zigaretten, Liquids und entsprechendes Zubehör.  Angeboten werden nur Produkte in höchster Qualität von Marktführern wie Joyetech, Kangertech, Aspire, Flavourart und aus eigener Produktion von SC. Kunden bietet die Webseite umfangreiche Informationen, Tipps und Anleitungen rund um das Thema E-Zigaretten und Dampfen. 

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Mr-Smoke.de ist ein Projekt von: Neoclicks GmbH & Co. KG Dustin Dahlmann Mail: dustin.dahlmann@mr-smoke.de 

Phone +49 (0) 40 228 687 73

Wachstumshormon Genotropin aus Bundesmitteln finanziert

An der Sporttraumatologischen Spezialambulanz in Freiburg wurde laut Bundesministerium des Innern (BMI) auch mit dessen Fördergeldern das Wachstumshormon Genotropin angeschafft. Das geht aus internen Vermerken in BMI-Unterlagen hervor, die die ARD-Sportschau und die WDR-Sendung sport inside im Zuge einer Recherche eingesehen haben. Das BMI selbst hielt im Jahr 1999 den brisanten Vorgang um den Leiter der Spezialambulanz, Armin Klümper, fest. In einem Vermerk heißt es, "dass Klümper nachweislich im Jahre 1992 für ca. 9000,- DM aus Fördermitteln des BMI Genotropin angeschafft und wohl verabreicht hat". Dazu wollte sich das BMI über die Akteneinsicht hinaus nicht äußern.

Konkret ging es um den Fall der Hürdensprinterin Birgit Hamann. Zwischen 1994 und 1996 soll ihr Klümper 15 Mal Genotropin verabreicht haben. Die Athletin hatte ihren Fall 1997 selbst öffentlich gemacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen Klümper wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Sie ging davon aus, dass er der Athletin das Wachstumshormon ohne ihr Wissen gespritzt hatte. Auch das BMI stellte daraufhin Untersuchungen an, allerdings nur intern.

Insgesamt, so geht aus den eingesehenen BMI-Unterlagen hervor, unterstützte das Ministerium Klümpers Sporttraumatologie zwischen 1980 und 1996 mit 1,2 Millionen Mark. Die Fördermittel für die Spezialambulanz flossen über den Deutschen Sportbund (DSB) ohne konkrete Zweckbestimmung zum Verein "Bundesleistungszentrum Freiburg-Herzogenhorn e.V.". Klümper konnte über dieses Geld des Vereins frei verfügen. Welche genaue Summe aus den BMI-Mitteln für die Anschaffung von Dopingpräparaten ausgegeben wurde, ist nicht dokumentiert. Das BMI verzichtete auf eine detaillierte Rekonstruktion der Vorgänge. Klümper, der in Südafrika lebt, verweigerte sich einer Kontaktaufnahme für eine Stellungnahme.

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Kristina Bausch Tel. 0172 253 0028

Alljährlich wiederkehrende Aktions- und Thementage – Auswahl für das Jahr 2015

Herztransplantationszentrum

Das Transplantationszentrum im Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW),
Bad Oeynhausen, ist in dieser Woche von einer Prüfungskommission der
Bundesärztekammer an zwei Tagen umfassend im Bereich der
Herztransplantationen kontrolliert worden. Die siebenköpfige Delegation,
bestehend aus Transplantationsexperten und Vertretern der
Bundesärztekammer sowie einem Vertreter des Landes NRW, hatte dabei keine
Beanstandungen gefunden.
Ausdrückliches Lob hat die Universitätsklinik für
die sehr gute und transparente Organisation des Transplantationsprogrammes
unter Oberarzt Uwe Schulz erhalten.

„Unsere Patienten vor und nach einer Transplantation können sicher sein,
dass in Bad Oeynhausen im Verfahren um die Vergabe von Spenderorganen kein
Missbrauch betrieben wurde“, betonte Prof. Dr. Jan Gummert, Ärztlicher
Direktor des HDZ NRW und Chefarzt der Klinik für Thorax- und
Kardiovaskularchirurgie. Dieses gute Ergebnis sei eine erneute Bestätigung
für das im HDZ NRW seit Jahren bewährte Acht-Augen-Prinzip. Diese Regelung
sorge bei Herz- und Lungentransplantationen dafür, dass regelkonform
gearbeitet werde.

Mit bisher über 2.100 Herztransplantationen seit 1989 ist das Herz- und
Diabeteszentrum NRW das mit Abstand führende Herztransplantationszentrum
in Europa. In 2014 sind bereits 79 Herzen bei Kindern, Jugendlichen und
Erwachsenen transplantiert worden. Die von Prof. Gummert geleitete Klinik
für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie ist die größte Herzchirurgische
Klinik in Deutschland, in der sämtliche Operationsverfahren durchgeführt
werden.
Herztransplantationen bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen
führt das Kinderherzzentrum im HDZ NRW unter Chefarzt Dr. Eugen Sandica
durch.

Gemäß § 12 des Transplantationsgesetzes haben der Spitzenverband der
Gesetzlichen Krankenkassen, die Bundesärztekammer und die Deutsche
Krankenhausgesellschaft eine Prüfungskommission errichtet. Diese ist
organisatorisch an die Bundesärztekammer angebunden. Die Kommission prüft
das sogenannte Allokationsverfahren, d.h. die Vermittlungsentscheidung der
Vermittlungsstelle (Eurotransplant) und der Transplantationszentren. Das
Bad Oeynhausener Transplantationszentrum hat dazu alle erforderlichen
Informationen zur Verfügung gestellt. Die Kommission ist verpflichtet,
etwaige Verstöße an die zuständigen Behörden der Länder weiterzuleiten.

„Die Zurückhaltung bei der allgemeinen Organspendebereitschaft trifft bei
uns aktuell 220 Patienten, die auf ein Herz oder eine Lunge warten“,
betont Gummert. „Das sind Menschen, denen wir in ihrer Situation dringend
helfen könnten, wenn genügend Spenderorgane zur Verfügung stehen würden.
Es sterben einfach noch zu viele Menschen auf der Warteliste.“

---
Das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad
Oeynhausen, ist ein international anerkanntes Zentrum zur Behandlung von
Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen. Mit 37.000 Patienten pro Jahr,
davon 15.000 in stationärer Behandlung, ist das HDZ NRW ein führendes
Spezialklinikum in Europa. Unter einem Dach arbeiten vier
Universitätskliniken und Institute seit 30 Jahren interdisziplinär
zusammen. Das HDZ NRW ist Universitätsklinik und zugleich Akademisches
Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum.

In der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie des HDZ NRW unter
der Leitung von Prof. Dr. med. Jan Gummert werden jährlich mehr als 3.800
Patienten am offenen Herzen und den herznahen Gefäßen operiert. Die Klinik
ist deutschlandweit führend in den Bereichen Herzklappenoperationen,
Herztransplantationen, Kunstherzimplantationen sowie Herzschrittmacher-/
ICD-Eingriffe.
Seit 1989 wurden hier mehr als 3.000
Herzunterstützungssysteme implantiert. Mit 75 Herztransplantationen in
2013 (gesamt: über 2.100) ist die Klinik das bundesweit größte
Herztransplantationszentrum.
Zu den weiteren Schwerpunkten der Klinik
zählen die minimalinvasive Klappenchirurgie und die Bypasschirurgie am
schlagenden Herzen.

Medizin am Abend DirektKontakt

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Anna Reiss
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 / 97 1955
Fax 05731 / 97 2028

Pflege-TÜV: Medizinisch-pflegerische Versorgung bis hin zum Pflegestärkungsgesetz

Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, hat die Forderung des Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), nach einer umgehenden Aussetzung des Pflege-TÜV`s zurückgewiesen. "Einen Stopp der Checks halte ich für falsch", sagte Lauterbach der "Saarbrücker Zeitung" (Samstag-Ausgabe).

Es stimme zwar, dass die Benotung nicht gut funktioniere. Aber sie sei auch nicht wertlos. "Manche Missstände in Heimen wurden dadurch schon aufgedeckt. Deshalb kann es nicht darum gehen, populistisch etwas abzuschaffen, sondern den Pflege-TÜV so schnell wie möglich zu verbessern", erklärte Lauterbach. Es müsse Schluss damit sein, bei der Benotung Wichtiges mit Unwichtigem verrechnen zu können. "Die medizinisch-pflegerische Versorgung muss im Mittelpunkt stehen und nicht die Frage, wie viele Feste ein Heim veranstaltet", sagte der SPD-Politiker. Er gehe davon aus, dass man hier im nächsten Jahr zu einer Lösung komme.

Laumann hatte den Pflege-TÜV vor wenigen Tagen als irreführend bezeichnet und die Aussetzung der Veröffentlichung der bisherigen Pflegenoten verlangt.

Medizin am Abend Hintergrund:

VdK-Petition für eine große Pflegereform am 1.12. im Bundestag
„Unsere Petition für eine große Pflegereform ist ein deutliches Signal an die politisch Verantwortlichen, endlich im Sinne der Pflegebedürftigen ein nachhaltiges Gesetz auf den Weg zu bringen“, so Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Am 1. Dezember wird im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages die Petition des Sozialverbands VdK beraten, die dieser im Zuge seiner Kampagne „Große Pflegereform – jetzt!“ eingereicht hatte.
200.000 Menschen hatten schriftlich und online die VdK-Petition für ein Gesetz unterzeichnet, das die Pflegeversicherung endlich einer echten grundlegenden Reform unterziehen soll. In der Petition heißt es: „Der Deutsche Bundestag möge eine Reform beschließen, die auf der Grundlage eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs den Hilfebedarf eines Menschen ganzheitlich, also unter Einbeziehung von seelischen, geistigen und körperlichen Einschränkungen, beurteilt.“ Denn bisher erhalten Demenzkranke kaum Pflegeleistungen. Auch wenn sie häufig 24 Stunden am Tag Betreuung benötigen, passen sie aufgrund ihrer eher geistigen als körperlichen Einschränkungen nicht in das jetzige System der Pflegestufen. „Angesichts einer deutlichen Zunahme von Demenzerkrankungen in einer älter werdenden Gesellschaft ist dieser Zustand unhaltbar – für die Erkrankten wie für deren Angehörige“, erklärt Mascher und fordert konkret:
• eine neue Definition von Pflegebedürftigkeit
• mehr Pflegeleistungen für Menschen mit Demenz
• frühe Hilfen bei beginnender Pflegebedürftigkeit
• mehr Entlastung und bessere soziale Absicherung für pflegende Angehörige
• bessere Betreuung im Pflegeheim durch mehr Pflegepersonal
• Stärkung der häuslichen Versorgung für alle Pflegebedürftigen
• Stärkung von Prävention und Rehabilitation
• eine ganzheitlichere und bedarfsgerechtere Pflege
„Das verabschiedete Pflegestärkungsgesetz reicht trotz kleinerer Verbesserungen nicht aus“, betont die VdK-Präsidentin. „Zwei wichtige Aspekte unseres Kampagnenmottos wurden darin nicht berücksichtigt“, erklärt Mascher weiter, „die Wörter ‚groß‘ und ‚jetzt‘“. Insbesondere die neuerliche Erprobung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs bezeichnet sie als „unverständlich und überflüssig“. Es sei zu befürchten, dass sich aufgrund dieser Verzögerungen grundlegende Verbesserungen für Demenzkranke kaum noch in dieser Legislaturperiode umsetzen lassen. Mascher: „Ein wichtiger Schritt ist nun die Anhörung unseres Anliegens im Petitionsausschuss des Bundestages. Wir fühlen uns durch den großen Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger für unsere Kampagne ‚Große Pflegereform – jetzt!‘ bestätigt. Sie wollen zügig umfangreiche Verbesserungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige.“
Medizin am Abend DirektKontakt

Cornelia Jurrmann 

In den Ministergärten 4 - 10117 Berlin
Telefon 030 72629-0400
Telefax 030 72629-0499
www.vdk.de
Präsidentin Ulrike Mascher
Amtsgericht Bonn - VR2096

Der VdK bei Twitter: http://www.twitter.com/VdK_Deutschland
Der VdK bei Facebook: http://www.facebook.com/VdK.Deutschland

MRSA-Infektionen und das DGKH - Krankenhaus - Schwarzbuch 2015

Strenge gesetzliche Meldepflichten, mehr Geld und Personal für Hygiene, MRSA-Keimtests bei allen stationären Neuaufnahmen. Experten fordern eine massive Verschärfung des Infektionsschutzes in deutschen Kliniken. "Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um resistente Erreger in den Griff zu bekommen", sagte der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), Walter Popp, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstagausgabe).

Für alle multiresistenten Erreger müsse eine gesetzliche Meldepflicht gelten, fordert die DGKH. Zusätzlich zu MRSA-Infektionen sollen künftig auch Keimbesiedlungen auf der Haut gemeldet werden. Etwa ein Viertel der Deutschen sind davon betroffen, viele ohne es zu wissen. Gesetzlich geregelt werden müsse auch mehr Pflegepersonal. Für Intensivstationen fordert Popp "mindestens eine Pflegekraft auf zwei Patienten".


Gesundheitsämter sollen die Hygiene in Krankenhäusern besser überwachen.

Klaus-Dieter Zastrow, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Hygieniker (BDH), hält "mehrfach unangemeldete Kontrollen im Jahr in infektionsrelevanten Risikobereichen wie Frühchen- und Intensivstationen" für notwendig. Die Ergebnisse sollten jährlich veröffentlicht werden, sagte er der WAZ. "Auch Ausbrüche resistenter Erreger müssen öffentlich gemacht werden, damit Patienten wissen, welches Problem es in welcher Klinik gibt", sagt Zastrow.

Audio: Krank durchs Krankenhaus - Was tun gegen gefährliche Keime?

Medizin am Abend zum Hören:

Rund 40.000 Menschen sterben hierzulande jährlich an der Folgen einer Krankenhausinfektion. Zwei Experten erklären den Hygienenotstand, die Gefahr durch multiresistente Keimvarianten - und wie Patienten sich schützen können. www.deutschlandradiokultur.de,

Im Gespräch Direkter Link zur Audiodatei http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/11/29/drk_20141129_0906_58e4c55f.mp3


http://www.ardmediathek.de/radio/Im-Gespr%C3%A4ch-Deutschlandradio-Kultur/Krank-durchs-Krankenhaus-Was-tun-gegen/Deutschlandradio-Kultur/Audio-Podcast?documentId=25031230&bcastId=21602298http: