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Denn bei höherem Blutdruck steigt auch die Schmerzschwelle (körperlichen und sozialen Schmerz oder größerem Stress)

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Wie sich hoher Blutdruck auf die psychische Gesundheit auswirkt

Unsere psychische Gesundheit und die unseres Herz-Kreislauf-Systems stehen in einer komplexen Wechselwirkung. 

  • Eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig zeigt nun die Zusammenhänge zwischen höherem Blutdruck und depressiven Symptomen, Wohlbefinden und emotionsbezogener Hirnaktivität auf, die für die Entwicklung von Bluthochdruck relevant sein könnten. 

Psychische Gesundheit und die unseres Herz-Kreislauf-Systems stehen in einer komplexen Wechselwirkung.

Psychische Gesundheit und die unseres Herz-Kreislauf-Systems stehen in einer komplexen Wechselwirkung. Blueastro/Shutterstock.com 

  • Mehrere Studien haben bereits über einen Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und Bluthochdruck berichtet, mit gemischten oder sogar widersprüchlichen Ergebnissen. 

Die ForscherInnen vom MPI CBS haben nun in ihrer Studie die Beziehung zwischen psychischer Gesundheit, höherem Blutdruck und Bluthochdruck bei Mitte 60-Jährigen tiefgehend analysiert, anhand umfangreicher psychologischer, medizinischer und bildgebender Daten aus der älteren Bevölkerung. 

„Um statistisch belastbare Antworten zu erhalten, nutzten wir den extrem großen Stichprobenumfang der UK Biobank mit über 500.000 Studienteilnehmer:innen. 

  • Wir konnten zeigen, dass ein höherer Blutdruck mit weniger depressiven Symptomen, größerem Wohlbefinden und geringerer emotionsbezogener Gehirnaktivität verbunden ist – was zunächst überrascht, aber durch unsere weiteren Ergebnisse erklärt werden kann.“, berichtet Lina Schaare, Erstautorin der Studie.
  • Interessanterweise finden die WissenschaftlerInnen außerdem, dass ein drohender Bluthochdruck (Hypertonie) mit einer schlechteren psychischen Gesundheit zusammenhängt, und zwar schon Jahre bevor die Hypertonie diagnostiziert wird. 
  • „In der Klinik beobachten wir, dass die Betroffenen sich häufig müde und abgeschlagen fühlen und dann ihre Medikamente gegen den höheren Blutdruck nicht nehmen, weil das zusätzlich auf die Stimmung schlägt.“, erklärt Arno Villringer, der die Abteilung Neurologie am MPI CBS leitet und Letztautor der Studie ist. 
  • „Auf der anderen Seite vermuten wir, dass bei Personen, die sich mit vorübergehend höherem Blutdruck mental gut fühlen, ein Verstärkungslernen letztlich zur Entwicklung von dauerhaftem Bluthochdruck beiträgt. 

Denn bei höherem Blutdruck steigt auch die Schmerzschwelle. 

Das gilt nicht nur für körperlichen, sondern auch sozialen Schmerz oder größeren Stress. 

  • Sie halten den Schmerz oder Stress also aus und werden dann zehn Jahre später mit einer Hypertonie diagnostiziert.“


Die ForscherInnen sind davon überzeugt, dass diese Ergebnisse die Grundlage für neue Überlegungen über den Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und die Ursachen einer Hypertonie legen. 

Für die Volkskrankheiten Depression und Bluthochdruck könnte solch ein Perspektivenwechsel neue Ansätze für Therapie und Prävention ermöglichen, die die Wechselwirkung von psychischer und physischer Gesundheit in den Vordergrund stellen. 

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Dr. Lina Schaare
Postdoc
schaare@cbs.mpg.de

Bettina Hennebach Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Stephanstraße 1a
04103 Leipzig
Postfach 500355
04303 Leipzig
Deutschland
Sachsen

Bettina Hennebach
Telefon: 0341 9940-148
E-Mail-Adresse: hennebach@cbs.mpg.de
Originalpublikation:

H. Lina Schaare, Maria Blöchl, Deniz Kumral, Marie Uhlig, Lorenz Lemcke, Sofie L. Valk & Arno Villringer 
„Associations between mental health, blood pressure and the development of hypertension“
In: Nature Communications
https://www.nature.com/articles/s41467-023-37579-6


Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte

https://www.cbs.mpg.de/2124535/20230413?c=2470



Untersucher-CAVE: Verminderten IQ und vermehrten ADHS-Symptomen

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Vernachlässigung im Kindesalter beeinflusst spätere Gehirngröße

Erwachsene, die als Kinder aus rumänischen Heimen adoptiert wurden, haben kleinere Gehirne als Adoptierte, die keine vergleichbare Vernachlässigung im Kindesalter erfahren haben. 

  • Je mehr Zeit die Kinder im Heim verbracht hatten, desto geringer war ihr Gehirnvolumen später. 

Das berichtet ein internationales Forschungsteam unter Federführung des King’s College London in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences, kurz PNAS, vom 6. Januar 2020. 

An der Arbeit beteiligt war auch Prof. Dr. Robert Kumsta von der Ruhr-Universität Bochum. 

Robert Kumsta, Leiter des Lehrstuhls für Genetische Psychologie der Ruhr-Universität Bochum, war an der Studie beteiligt.
Robert Kumsta, Leiter des Lehrstuhls für Genetische Psychologie der Ruhr-Universität Bochum, war an der Studie beteiligt.© RUB, Marquard
 
Mithilfe der Magnetresonanztomografie erfassten die Forscherinnen und Forscher das Gehirnvolumen von 67 Erwachsenen im Alter zwischen 23 und 28 Jahren, die in rumänischen Kinderheimen aufgewachsen waren.

Dort waren sie stark vernachlässigt worden, bevor sie in englische Familien adoptiert worden waren.

Die Daten verglichen die Wissenschaftler mit denen von 21 englischen Adoptierten ohne Heimerfahrung.

Volumen nimmt mit jedem Monat ab

Die Gehirne der rumänischen Adoptierten waren durchschnittlich 8,6 Prozent kleiner als die der Kontrollgruppe.

Je länger die Heimerfahrung war, desto kleiner war auch das Gehirnvolumen:

  • Jeder zusätzliche Monat in der Institution ließ das Gehirn um drei Kubikzentimeter schrumpfen, was 0,27 Prozent des Gesamtvolumens entspricht. 
  • Diese Veränderungen gingen mit einem verminderten IQ und vermehrten ADHS-Symptomen einher.
  • Die Forscher schlossen aus, dass das verminderte Volumen:
  •  mit dem Ernährungszustand, 
  • der Körpergröße
  • oder einer genetischen Prädisposition für ein kleineres Gehirn zusammenhing.

Schlechte Bedingungen in Heimen

Die Studie war Teil der English and Romanian Adoptees Study, die 1990 kurz nach dem Sturz des kommunistischen Regimes in Rumänien begann. Die Kinder kamen im Alter von wenigen Wochen in die Heime, wo sie unter extrem schlechten hygienischen Bedingungen lebten, wenig zu essen hatten, kaum persönliche Fürsorge erfuhren und selten soziale oder kognitive Anreize bekamen. Sie verbrachten zwischen 3 und 41 Monaten dort. Frühere Ergebnisse hatten bereits Langzeitfolgen für die psychische Gesundheit offengelegt. Die aktuelle Studie untersuchte nun erstmals, wie sich schwere Vernachlässigung im Kindesalter auf die Gehirnstruktur auswirkt.

Kompensation möglich

Die Veränderungen traten vor allem in drei Hirnregionen zutage, die wichtig für Organisation, Motivation, das Integrieren von Informationen und das Gedächtnis sind. 

Eine Hirnregion, der rechte inferiore Temporallappen, war bei rumänischen Erwachsenen allerdings größer als bei der Kontrollgruppe, was mit verminderten ADHS-Symptomen einherging.

Laut den Forschern ein Zeichen für eine Anpassung, die die negativen Folgen der Vernachlässigung anteilig kompensieren kann.

Solche Effekte könnten auch erklären, warum manche Individuen weniger von der Vernachlässigung betroffen zu sein scheinen als andere.

Förderung

Die Studie wurde unterstützt von: Medical Research Council (Grant MR/K022474/1), Economic and Social Research Council (Grant RES-062-23-33), National Institute for Health Research (NIHR) Clinical Research Network, NIHR Biomedical Research Centre, Maudsley National Health Service Foundation Trust. Die Erstautorin Dr. Nuria Mackes hat an der RUB Psychologie mit dem Schwerpunkt Kognitive Neurowissenschaften studiert und wurde durch ein Promos-Stipendium unterstützt.

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Prof. Dr. Robert Kumsta
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Dr. Julia Weiler Ruhr-Universität Bochum
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Meike Drießen
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Originalpublikation:
Nuria K. Mackes, Dennis Golm, Sagari Sarkar, Robert Kumsta, Michael Rutter, Graeme Fairchild, Mitul A. Mehta, Edmund J. S. Sonuga-Barke: Early childhood deprivation is associated with alterations in adult brain structure despite subsequent environmental enrichment, 2020, in: Proceedings of the National Academy of Sciences, DOI: 10.1073/pnas.1911264116

GenderMedizin: Menopause und die psychische Gesundheit der Frau (u.a Depression)

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Menopause führt nicht zu Depressionen

Obwohl einige US-Studien in den letzten Jahren die Menopause für die Entstehung von Depressionen verantwortlich machten, war der Zusammenhang nie ganz geklärt. 

Nun zeigt eine Studie von Forschenden der PUK und der ZHAW: 
  • Die Menopause hat keinen direkten Einfluss auf die psychische Gesundheit von Frauen.  
Die hormonellen Veränderungen der Wechseljahre können bei Frauen zu verschiedenen physischen und psychischen Veränderungen führen.

  • Oft wird die Menopause auch in Zusammenhang mit psychischen Problemen gebracht, allen voran mit Depressionen. 

Die Mehrheit der wissenschaftlichen Studien konnte dies zwar nicht belegen.

Allerdings erschienen in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren einige aufsehenerregende Studien aus den USA, die einen direkten Zusammenhang zwischen der Menopause und Depressionen hergestellt haben.

Die Forschenden Wulf Rössler und Jules Angst von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und Michael P. Hengartner von der ZHAW sind dieser Thematik nachgegangen und haben die Daten aus einer Langzeitstudie untersucht. Dazu wurden 168 Frauen vom 20. bis zum 50. Lebensjahr im Zeitraum von 1979 bis 2008 wiederholt zu psychischen Problemen befragt. ZHAW-Forscher Michael P. Hengartner zieht folgendes Fazit:

«Wir fanden bei Frauen in den Wechseljahren im Vergleich zur Zeit vor der Menopause kein erhöhtes Risiko für Depressionen oder andere psychische Störungen».

Menopause hat keinen Einfluss auf psychische Gesundheit


Gemäss der Studie traten psychische Probleme wie Angststörungen oder Depressionen in der Zeit während oder nach der Menopause nicht häufiger auf als in der Zeit vor der Menopause.

«Dies bedeutet, dass die Menopause die psychische Gesundheit nicht direkt beeinflusst», sagt Hengartner.

  • Hingegen entdeckten die Forschenden, dass im Alter zwischen 41 und 50 Jahren gewisse Persönlichkeitseigenschaften sowie familiär, beruflich oder finanziell verursachter Stress psychische Störungen bewirken können. 
  • Diese treten jedoch unabhängig von der Menopause auf und betreffen somit Frauen vor und nach der Menopause gleich häufig. Zudem spielen vorgängige psychische Probleme bei der Entstehung von Depressionen in dieser Altersspanne eine grosse Rolle.

Mängel in US-Studien
Die Forschenden vermuteten, dass die Zusammenhänge von Menopause und Depressionen in den US-Studien aufgrund methodischer Mängel hergestellt wurden. Denn oftmals wurde ein statistisch unzulässiges Verfahren angewendet, welches als Dichotomisierung bezeichnet wird. Dabei wird eine künstliche Zweiteilung dimensionaler Masse vorgenommen und durch einen willkürlich gesetzten Grenzwert eine Gruppe in depressiv und die andere in nicht-depressiv eingeteilt. Gemäss der statistischen Literatur führt diese problematische Vereinfachung zu schweren Verzerrungen und falschen Zusammenhängen.

Die Forschenden untersuchten deshalb, ob die Dichotomisierung in ihrer Studie zu ähnlichen Befunden wie in den amerikanischen Ergebnissen führt. Und tatsächlich: Je nachdem, welcher Wert als Grenze gesetzt wurde, stellten die Forschenden einen vermeintlichen Zusammenhang zwischen Menopause und Depressionen fest. «Dieser irrtümliche Zusammenhang entstand also aufgrund methodischer Mängel», sagt ZHAW-Forscher Hengartner. «Dies könnte erklären, warum diverse amerikanische Studien fälschlicherweise einen Zusammenhang hergestellt haben».

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Teilnehmer für neue Projektphase gesucht: Telefonische Therapie von Angehörigen von Demenzkranken“ (Tele.TAnDem)

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Verständnis für die Krankheit senkt das Belastungsgefühl

Psychologenteam der Universität Jena verbessert psychische Gesundheit von pflegenden Angehörigen mittels kognitiver Verhaltenstherapie / Teilnehmer für neue Projektphase gesucht 
 
„Demenz“ bedeutet rein von der lateinischen Wortherkunft her „unvernünftig“ – und das ist in den Augen der Angehörigen, die ihre an Demenz erkrankten Verwandten häuslich pflegen, die wohl treffendste Umschreibung.

Die Jenaer Psychologin Denise Schinköthe bei einer telefonischen Beratung im Rahmen des Projekts „Telefonische Therapie von Angehörigen von Demenzkranken“ (Tele.TAnDem). Die Jenaer Psychologin Denise Schinköthe bei einer telefonischen Beratung im Rahmen des Projekts „Telefonische Therapie von Angehörigen von Demenzkranken“ (Tele.TAnDem). Foto: Jürgen Scheere/FSU

Sie können Handlungen des Betroffenen, etwa das immerwährende Verlegen von Gegenständen, nicht verstehen, sondern müssen lernen, es als Krankheit zu akzeptieren. Für die Pflegenden geht die herausfordernde Aufgabe, den Erkrankten rund um die Uhr zu versorgen, deshalb auch häufig mit hoher seelischer und körperlicher An-, gar Überforderung einher.

Im Rahmen des Projekts „Telefonische Therapie von Angehörigen von Demenzkranken“ (Tele.TAnDem) beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Gabriele Wilz von der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit den Belastungen pflegender Angehöriger und der Entwicklung spezifischer Unterstützungsangebote.

Erste Ergebnisse der klinischen Psychologen haben gezeigt, dass sich durch die angebotene psychotherapeutische Betreuung nachweislich positive Effekte auf die Gesundheit und die Lebensqualität der pflegenden Angehörigen ergaben.

Welche Komponenten der Therapie diese Effekte herbeiführen, beschreiben Gabriele Wilz, Uwe Altmann und Denise Schinköthe vom Institut für Psychologie der Universität Jena in einem aktuellen Fachartikel (DOI: 10.1080/13607863.2014.971704). Ihre Forschungsergebnisse machen deutlich, weshalb eine kognitive Verhaltenstherapie sehr erfolgversprechend ist.

Untersuchungen haben gezeigt, dass pflegende Angehörige u. a. ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen haben. Insbesondere depressive Symptome sind häufig festzustellen. Die Studie der klinischen Psychologen ergab, dass qualifizierte therapeutische Basiskompetenzen des Therapeuten, wie eine gute Beziehungsgestaltung zwischen Therapeut und Patient, zur Entlastung und damit zur Minderung einer solchen Depressivität beitragen.

Das therapeutische Gespräch wird oftmals als entlastend und befreiend empfunden.

Darüber hinaus führt eine kognitive Umstrukturierung – die Veränderung der gedanklichen Lebenskonzepte – wesentlich zu einer Verbesserung des Belastungserlebens pflegender Angehöriger. 

Zunächst bewerteten die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer u. a. bestimmte Aktionen des Demenzkranken als absichtlich negativ. „Sie hatten zum Beispiel das Gefühl, dass die zu pflegende Person mit Absicht Dinge verlegt“, so Schinköthe. Ist es den Therapeuten gelungen, hier ein Umdenken des Angehörigen zu bewirken und das Verständnis für die Krankheit zu erweitern, wurde die Pflege als deutlich weniger belastend empfunden.

Ein Umdenken muss sich bei den pflegenden Angehörigen mit Blick auf das persönliche Wohlergehen einstellen. „Mehr Zeit für mich“ war eines der häufig genannten Ziele, die sich die Angehörigen von der Teilnahme an der Studie versprachen. Doch dazu müssen sie die Einsicht „ich darf es mir gut gehen lassen“ erst einmal zulassen. Konnten die Therapietelefonate dies erreichen, waren die Pflegenden am Ende nicht nur generell zufriedener, sondern verbesserten auch den Umgang mit dem an Demenz erkrankten Familienangehörigen.

Teilnehmer für neue Projektphase gesucht

Für das neue Teilprojekt „Tele.TAnDem.Online“ sucht das Team um Prof. Wilz wieder Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Bei diesem Projekt soll eine kostenfreie professionelle Unterstützung für pflegende Angehörige von Demenzerkrankten per Internet angeboten werden.

Über einen Zeitraum von zwei Monaten erfolgen regelmäßige schriftliche Kontakte mit einer erfahrenen Psychologin über ein speziell gesichertes Internetportal. 

Die Unterstützung kann von den Angehörigen im gesamten deutschsprachigen Raum von zu Hause aus in Anspruch genommen werden.

Da es sich um eine wissenschaftliche Studie handelt, werden im Projekt zwei Gruppen miteinander verglichen: Die Teilnehmer der ersten Gruppe werden von einer erfahrenen Psychologin zwei Monate lang unterstützt.

Die Teilnehmer der zweiten Gruppe erhalten nach einer Wartezeit von fünf Monaten ebenfalls die psychologische Unterstützung per Internet.

Die Auswahl der Gruppen wird per Zufall entschieden.

Die Publikation „The effects of treatment adherence and treatment-specific therapeutic competencies on outcome and goal attainment in telephone-based therapy with caregivers of people with dementia“ ist in der Fachzeitschrift „Aging & Mental Health“ erschienen (DOI: 10.1080/13607863.2014.971704).

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:

Denise Schinköthe
Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Humboldtstraße 11, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 945170
E-Mail: denise.schinkoethe[at]uni-jena.de
Bianca Wiedemann Friedrich-Schiller-Universität Jena

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http://www.teletandem.uni-jena.de/ - weitere Informationen