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Prof. Dr. Tobias Warnecke: Schluckstörungen - Dysphagien: Neurologische Erkrankung + Mangelernährung, Dehydration, unzureichende Medikamenteneinnahme

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Neue neurologische Klassifikation von Schluckstörungen

  • Schluckstörungen (Dysphagien) sind ein häufiges und oftmals unterschätztes Problem bei einer Vielzahl von neurologischen Erkrankungen bzw. Patientengruppen. 

Es handelt sich nicht nur um ein Symptom, sondern ein multi-ätiologisches Syndrom. 

Eine Videoendoskopie-Studie [1] zu den krankheitsübergreifenden Störungsmustern der Dysphagien stellt eine neue neurologische Klassifikation vor, die helfen soll, die weitere Forschung und Diagnostik zu verbessern sowie die Behandlung von neurologischen Patientinnen und Patienten mit Dysphagie künftig mit zielgerichteten therapeutischen Interventionen zu ergänzen und optimieren.

  • Der Schluckakt ist ein hochkomplexer Vorgang, bei dem mehr als 25 Muskelpaare koordiniert werden müssen. 
  • Neurologische Erkrankungen sind die häufigste Ursache einer Schluckstörung (Dysphagie), die nicht nur zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität, sondern auch zu schwerwiegenden klinischen Komplikationen führen kann. 

Dazu gehören Mangelernährung, Dehydratation und unzureichende Medikamenteneinnahme. 

Insbesondere, wenn Nahrungsinhalt in die Atemwege gelangt (Aspiration), sind lebensbedrohliche Lungenentzündungen bis hin zur Notwendigkeit maschineller Beatmung oft die Folge.

Bezüglich der Bedeutung für die Patientinnen/Patienten sprechen die Zahlen für sich [2]: 20–30% der von einer Demenzerkrankung Betroffenen leiden an Schluckstörungen sowie initial ungefähr 50% aller Patientinnen und Patienten mit Schlaganfall

Bei schweren Schädel-Hirn-Verletzungen sind es etwa 60% und bei Patienten nach prolongierter maschineller Beatmung sogar 70–80% (meist passager). 

Auch bei Parkinson-Syndromen und der Multiplen Sklerose ist das Symptom nicht selten und stellt einen Risikofaktor für die Morbidität und Mortalität dar. 

  • Besonders auffällig ist die Inzidenz von Dysphagiesymptomen bei 30–40% aller älteren Menschen, die noch ein unabhängiges Leben führen, sowie bei mehr als 50% der Pflegeheimbewohner und ca. 70% aller geriatrischen Patienten in Kliniken.


Trotz der hohen klinischen Relevanz gibt es bisher nur wenig wissenschaftliche Evidenz für spezifische Therapien der neurogenen Dysphagie. In einer Studie, die kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlicht wurde [1], wird nun erstmalig eine Klassifikation eingeführt, bei der die Dysphagie anhand des phänotypischen bzw. endoskopisch sichtbaren Störungsmusters eingeteilt wird. 

Ausgehend von einer systematischen Literaturrecherche und einer retrospektiven Analyse identifizierte ein interdisziplinäres Team aus Neurologen und Logopäden sieben verschiedene Störungsmuster. 

Die Störungsmuster wurden hierbei durch die sogenannte Schluckendoskopie (FEES: „fiberoptic endoscopic evaluation of swallowing“), die eine präzise Visualisierung des Schluckvorgangs ermöglicht, genauer charakterisiert. Anschließend wurde die Klassifikation anhand von 1.012 FEES-Videos von Patienten mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen validiert.

Hierbei zeigten sich deutliche Unterschiede der Häufigkeit der sieben verschiedenen Störungsbilder in Abhängigkeit von der neurologischen Grunderkrankung: 

 
(1) „Vorzeitiges Abgleiten des Nahrungsbolus in den Rachenraum/Pharynx (= Leaking)" und 

(2) „Pathologischer Schluckreflex" – diese beiden Formen traten hauptsächlich bei Schlaganfall-Patienten auf.


(3) „Residuen in den Valleculae“ (Bolusreste nach dem Schlucken in dem Spaltraum zwischen Zungengrund und Kehldeckel), d. h. unzureichende „pharyngeale Bolusreinigung“ – dieses Phänomen war am häufigsten beim idiopathischen Parkinson-Syndrom. 


(4) „Residuen im Sinus Piriformis" (Spaltraum, der beidseits vom Kehldeckel zum Speiseröhreneingang verläuft) – diese Form fand sich nur bei Muskelentzündungen/Myositis, Motoneuronerkrankungen und Hirnstamminfarkten als Ausdruck einer Störung des oberen Ösophagus-Verschlussmuskels/-sphinkters. 


(5) „Pharynglolaryngeale Bewegungsstörungen" (also im Rachen-Kehlkopf-Bereich) wurden bei atypischen Parkinson-Syndromen und Schlaganfall gefunden. 


(6) „Fatigue des Schluckens" war häufig bei Myasthenia Gravis (eine seltene, autoimmun bedingte Muskelschwäche) und 


(7) „Komplexe Dysphagie" mit einem gemischten Störungsmuster war der führende Mechanismus bei amyotropher Lateralsklerose (ALS).

„Diese Klassifikation mit Fokus auf das Störungsmuster ist ein Novum und komplementiert bisherige Klassifikationen, die sich ausschließlich auf den Schweregrad der Dysphagie beschränken“, kommentiert Prof. Dr. Tobias Warnecke (Münster) als Erstautor die Ergebnisse. 

„Die Daten zeigen eindrucksvoll, dass die neurogene Dysphagie - vergleichbar mit Aphasie und Dysarthrie - kein bloßes Symptom, sondern ein multi-ätiologisches Syndrom darstellt“. 

Dr. Bendix Labeit (Münster), ebenfalls Erstautor, erläutert die Bedeutung für die therapeutische Forschung: „Neben krankheitsspezifischen Befunden zeigen sich auch krankheitsübergreifende Störungsmuster. 

Zukünftig können ausgehend von dieser Studie transdiagnostische und störungsmusterspezifische Therapieansätze untersucht werden“. 

Prof. Dr. Rainer Dziewas (Osnabrück), federführender Autor der DGN-Leitlinie „Neurogene Dysphagien“ [2], betont ebenfalls die differentialdiagnostische und -therapeutische Bedeutung der Klassifikation: 

„Bei vielen neurologischen Krankheitsbildern, insbesondere bei Parkinson-Syndromen und neuromuskulären Erkrankungen, können spezifische Dysphagiecharakteristika entscheidende Hinweise auf die Grunderkrankung liefern und so die Diagnosestellung erleichtern, aber auch helfen, therapeutische Interventionen zielgerichteter einzusetzen“.

„Die neue neurologische Klassifikation von Dysphagien hat das Potenzial, die klinische Forschung in diesem Bereich erheblich zu stimulieren, und bietet vor allem eine Grundlage, um die Versorgung von neurologischen Patienten in Zukunft weiter zu verbessern“, resümiert Prof. Dr. Peter Berlit, Generalsekretär der DGN. „Die DGN setzt sich intensiv für eine patientenzentrierte Forschung ein und teilt auch hier die Hoffnung, durch neue Therapiemöglichkeiten den immensen Leidensdruck der Betroffenen zu erleichtern.“

Literatur
[1] Warnecke T, Labeit B, Schroeder J, et al. Neurogenic Dysphagia: Systematic Review and Proposal of a Classification System. Neurology. 2021; 96: e876-e889
[2] Dziewas R., Pflug C. et al., Neurogene Dysphagie, S1-Leitlinie, 2020, in: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Online: www.dgn.org/leitlinien (abgerufen am 31.03.2021). https://dgn.org/leitlinien/ll-030-111-neurogene-dysphagie-2020/

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Originalpublikation:

DOI: 10.1212/WNL.0000000000011350

 

 

CAVE: Regelmässiges Kleiderwechseln - Hygienemassnahmen einhalten

Medizin am Abend Berlin - MaAB - Fazit: Götter in Weiss oder im bunten T-Shirt?

Die Kleidung von Ärztinnen und Ärzten ist nicht nur Geschmackssache. 

Medizin am Abend Berlin ZusatzFachThema: Personalplanungen  

  • Die richtige Wahl des Outfits kann sogar den Behandlungserfolg beeinflussen. 

Das zeigt eine Studie der Spitalhygiene des Universitätsspitals Zürich. 

Patienten reagieren unbewusst auf das Erscheinungsbild von Arzt und Ärztin. Hugo Sax, Prof. Dr. med., Leiter der Spitalhygiene am Universitätsspital Zürich. Patienten reagieren unbewusst auf das Erscheinungsbild von Arzt und Ärztin. Hugo Sax, Prof. Dr. med., Leiter der Spitalhygiene am Universitätsspital Zürich.
 
Eine Ärztin im Businesskostüm, ein Arzt in Shorts?

Für die meisten passt das nicht zum Bild der «Götter in Weiss».

In einer Studie untersuchte ein Forscherteam am Universitätsspital Zürich, welche Kleidung von Ärztinnen und Ärzten bei den Patienten im Spital am besten ankommt. Ziel der Studie war es aber nicht, zu erfahren, was optisch gefällt. Patientinnen und Patienten reagieren – meistens unbewusst – auf das Erscheinungsbild von Ärztinnen und Ärzten.

  • Tritt ein Arzt sehr formell auf, traut sich ein Patient möglicherweise nicht, Probleme von sich aus anzusprechen, bei einem legeren Outfit werden Anweisungen zur Medikamenteneinnahme weniger strikt befolgt. 

«Die Kleidung hat also letztlich auch Einfluss auf den Behandlungserfolg. Wir haben in der Studie deshalb untersucht, welche Kleidung bei Ärzten im Spital bei Patienten Vertrauen erweckt, bei welcher Bekleidung sie Arzt und Ärztin als zugänglich und fürsorglich erleben, und ob sie auch die Fachkompetenz an einem bestimmten Outfit festmachen», erklärt Prof. Dr. Hugo Sax, Leiter der Spitalhygiene am Universitätsspital Zürich die auf den ersten Blick ungewöhnliche Studie.

Im Spital ist weiss noch immer top

Für ihre Untersuchung befragte ein Team der Spitalhygiene Patientinnen und Patienten der Ambulatorien für Dermatologie, Neurologie und Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich über einen standardisierten, anonymen Fragebogen mit Bildern einer Ärztin und eines Arztes in verschiedenen Kleidungskombinationen. 834 Patientinnen und Patienten gaben Auskunft.

Mehr als ein Drittel der Teilnehmenden gab an, dass das Erscheinungsbild ihres Arztes und ihrer Ärztin wichtig für sie ist.

Ein Viertel war der Meinung, dass die Kleidung auch ihr Urteil über die Behandlung beeinflusse. 

Im Vergleich der verschiedenen Erscheinungsbilder ist die Kombination aus einem weissen Oberteil und traditionellem Ärztekittel die bevorzugte Variante.

Sie schnitt zudem insgesamt über alle Kategorien «Vertrauen», «Zugänglichkeit», «Fürsorglichkeit» und «Fachkompetenz» am besten ab.

Auch bei der Frage, welche Kleidung Ärztinnen und Ärzte im Spital generell tragen sollten, war Weiss unbestritten; je nach Einsatzgebiet sind Kittel (z.B. in der Sprechstunde) oder weisse Oberteile (z.B. in der Notfallstation) akzeptiert. «Der weisse Ärztekittel ist dabei nicht nur eine Tradition oder ein Statussymbol», ist Hugo Sax überzeugt. «Weil im Spital Personen mit verschiedenen medizinischen Berufen auftreten, hilft die Bekleidung dort, deren Funktionen zu erkennen und zu unterscheiden.»

Bewusste Wahl der Kleidung wurde bisher wenig beachtet

Welche Folgerungen zieht Sax aus der Studie? «Wir konnten zeigen, dass das Erscheinungsbild von Ärztinnen und Ärzten von den Patienten – teils bewusst, teils unbewusst – durchaus wahrgenommen wird.  

Weil es sogar Auswirkungen auf den Erfolg der Behandlung haben kann, lohnt es sich, die Kleidung gezielt an das Umfeld und die damit verbundenen Erwartungen der Patientinnen und Patienten anzupassen.

Dieser Aspekt wurde bisher bei der Kleiderwahl wenig beachtet», fasst Sax die Ergebnisse zusammen. «Und wir haben gesehen, dass wir mit der am USZ üblichen Bekleidung richtig liegen.»

Die Studie am USZ erhärtet die Resultate von 30 vergleichbaren Studien, die das Forscherteam um Hugo Sax zusätzlich zu der Umfrage systematisch auswertete. 

Auch dort zeigte sich aus den Befragungen, dass die Kleidung grossen Einfluss auf die Beziehung von Arzt und Patient hat.

  • Weiss oder farbig – Hauptsache sauber

Welche Kleidung für Ärztinnen und Ärzte als angemessen gilt, ist jedoch nach Umfeld und Ländern verschieden.

In den USA tragen Ärztinnen und Ärzte eher formelle Kleidung und Männer häufig Hemd und Krawatte unter dem Kittel, während die Pflegenden in simplen, farbigen Oberteilen so genannten «Scrubs» arbeiten.

In der Schweiz trägt medizinisches Personal in den Spitälern ausserhalb des Operationsbereichs traditionell weiss.

In Hausarztpraxen wird zunehmend Farbiges getragen, und wenn weiss, dann eher ein T-Shirt; der Ärztekittel ist dort inzwischen fast eine Seltenheit.

Ob sich dieser Trend zu informellerer Kleidung ähnlich positiv auswirkt wie die weisse Kleidung im Spital, wurde bisher aber nur vermutet und nicht untersucht.

Weiss oder bunt:

Gibt es aus hygienischer Sicht Einwände gegen farbige Kleidung?

«Auf weiss sieht man zwar Verunreinigungen besser, im Operationsbereich wird meistens grün getragen, weil die Farbe nicht blendet.

Wichtiger als die Farbe sind jedoch der regelmässige Kleiderwechsel und Hygienemassnahmen wie die Händedesinfektion.»

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Hugo Sax, Prof. Dr. med., Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene
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Originalpublikation:
Zollinger M, Houchens N, Chopra V et al.. Understanding patient preference for physician attire in ambulatory clinics: a cross sectional observational study. BMJ open 2019;9:e026009.
doi: 10.1136/bmjopen-2018-026009.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Understanding+patient+preference+for+p...

CAVE: Interdiziplinäre Reha: Herzinsuffizienz - Medikamenteneinnahme

Medizin am Abend Berlin Fazit: Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

Eine Herzinsuffizienz bedarf einer umfassenden Therapie und exakten Medikamenteneinnahme. 
  • Diese können viele Patienten aber nicht einhalten. 
  • Dies liegt jedoch häufig gar nicht am Willen oder Nachlässigkeit der Patienten, sondern an einer durch die Herzschwäche begünstigten Störung des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit. 

Ein Würzburger Forscherteam hat jetzt bestätigt, dass 41 Prozent der untersuchten Herzschwäche-Patienten Defizite in der Reaktionszeit aufwiesen, 46 Prozent Defizite im verbalen Gedächtnis. 

Im Kopf-MRT zeigten die Patienten im Vergleich zu herzgesunden Normalpersonen eine stärkere Atrophie des Temporallappens, der eine wichtige Rolle für die Gedächtnisbildung innehat. 

Die Studie Cognition.Matters-HF zeigt: Das schwache Herz beeinflusst die Hirnfunktion; links das MRT-Bild des Hippocampus von gesunden Probanden, rechts die Atrophie bei Herzschwäche-Patienten.
Die Studie Cognition.Matters-HF zeigt: Das schwache Herz beeinflusst die Hirnfunktion; links das MRT-Bild des Hippocampus von gesunden Probanden, rechts die Atrophie bei Herzschwäche-Patienten. DZHI/UKW


Das Besondere an der jüngst im "Journal of the American College of Cardiology: Heart Failure" (JACC: Heart Failure) veröffentlichten Beobachtungsstudie Cognition.Matters-HF ist, dass am Uniklinikum Würzburg 148 Patienten mittleren Alters mit einer mindestens ein Jahr zuvor diagnostizierten Herzschwäche innerhalb von zwei Tagen zahlreichen kardiologischen, neurologischen und neuropsychologischen Tests unterzogen wurden.

Dazu zählten neben dem EKG und der Echokardiographie, also dem Herzultraschall, auch Herz-Kreislaufuntersuchen inklusive 6-Minuten-Gehtest sowie neurologische Untersuchungen mit Ultraschall der Halsgefäße, neuropsychologischen Tests und eine Kernspintomografie des Gehirns.

Diese Untersuchungen werden nach einem Jahr, drei Jahren und fünf Jahren wiederholt. Das Team unter Leitung der Kardiologen Dr. Anna Frey und Prof. Dr. Stefan Störk, sowie des Neurologen Prof. Dr. Guido Stoll der Universitätsklinik Würzburg hat im Jahr 2011 mit der Studie begonnen. Inzwischen haben gut ein Drittel der Patienten bereits die 5-Jahres-Untersuchung abgeschlossen.

Neben der zügigen und aufwändigen Evaluation unterscheidet Cognition.Matters-HF noch etwas von bisherigen Herz-Hirn-Studien. 

„Um die MRT-Bilder unserer Herzschwäche-Patienten auszuwerten, haben wir die Bilder mit insgesamt 288 gesunden Probanden gleichen Geschlechts und Alters aus einer Österreichischen Schlaganfall-Studie verglichen.

„Ohne die Kooperation mit Professor Reinhold Schmidt aus der Grazer Universitätsklinik für Neurologie hätten wir nicht solche aussagekräftigen Hinweise für eine Verbindung zwischen insuffizienten Herzen und kognitiven Defiziten und Veränderungen im Gehirn erhalten“, bedankt sich Professor Stoll, leitender Oberarzt der Neurologischen Klinik und Poliklinik am Uniklinikum Würzburg.

  • „Mit dieser wegweisenden Studie haben wir die Hypothese weiter untermauert, dass das schwache Herz die Gehirnfunktion beeinträchtigt und insbesondere Auffälligkeiten im Temporallappen als wahrscheinliche Ursache identifizieren können. 

Interessanterweise waren die häufig angeschuldigten Läsionen in der weißen Substanz des Gehirn bei den Herzinsuffizienzpatienten und dem Kontrollkollektiv gleich stark ausgeprägt“.


Würzburger Forscher fanden heraus, dass die Atrophien des Temporallappens bei Herzschwächepatienten im Zusammenhang mit ihren kognitiven Beeinträchtigungen standen.
 Würzburger Forscher fanden heraus, dass die Atrophien des Temporallappens bei Herzschwächepatienten im Zusammenhang mit ihren kognitiven Beeinträchtigungen standen.
DZHI/Kochanowski

Doch wieso beeinflusst das kranke Herz die Herzfunktion?

„An der Pumpfunktion scheint es nicht zu liegen“, erklärt die Erstautorin der Studie Dr. Anna Frey. 

„Es findet sich nämlich kein direkter Zusammenhang zwischen der eingeschränkten Pumpleistung und den Einschränkungen der Kognition. Auffällig bei den Patienten mit kognitiven Störungen war jedoch die geringere Ausdauer.

Beim 6-Minuten-Gehtest schnitten die Patienten mit verminderter Herz- und Hirnfunkton nicht so gut ab wie diejenigen, deren Hirnfunktion unauffällig war.

„Die Ergebnisse von Cognition.Matters-HF zeigen den Bedarf an weiteren Studien, die auf eine Verbesserung der kognitiven Funktionen bei herzinsuffizienten Patienten abzielen“, bestätigt der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg, Professor Georg Ertl.

„Denn die durch die verminderte Herz- und Hirnleistung betroffenen Patienten befinden sich in einem Dilemma. 
  • Eine Herzschwäche erhöht aufgrund des komplexen Therapieplans mit regelmäßiger Prüfung der Vitalwerte, konsequenter Einnahme der Medikamente und Beschränkung der Trinkmenge die kognitiven Anforderungen. 
Demgegenüber stehen die verminderten kognitiven Fähigkeiten.

Viele Patienten können aus diesem Grund den Therapieplan schlichtweg nicht einhalten.

Das hat zur Folge, dass sich sowohl die Lebensqualität als auch die Erkrankung zunehmend verschlechtern.

Unseren Untersuchungen zufolge droht den Herzinsuffizienzpatienten mit linksventrikulärer Ejektionsfraktion und Defiziten in verschiedenen kognitiven Domänen das Risiko, innerhalb des ersten Jahres nach Studienbeginn zu versterben.“

Professor Stefan Störk, Leiter der Herzinsuffizienz-Ambulanz des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz Würzburg zieht folgendes Fazit aus der Studie für die Arbeit mit den Patienten:

„Cognition.Matters-HF bestärkt uns Ärzte darin, dass wir die Herzschwäche-Patienten künftig noch intensiver betreuen müssen.


Das fängt bei der Diagnose an, die wir patientengerecht vermitteln müssen, idealerweise in Gegenwart eines Angehörigen, geht weiter über den Behandlungsplan, den wir möglichst schriftlich mitgeben, und hört auf bei der Unterstützung der Patienten durch eine Herzinsuffizienz-Schwester, die den Patienten regelmäßig kontaktiert, seine Werte überprüft, die Medikamenteneinnahme kontrolliert und ihn somit bis zur Stabilisierung der Symptome begleitet. 

Wir wussten bereits aus eigenen früheren Studien, dass dieser Ansatz von entscheidender Bedeutung ist.

Auf dem Boden der Ergebnisse von Cognition.Matters-HF verstehen wir jetzt zunehmend besser, warum das so ist.

Mit Hilfe von kognitiven Tests können wir in Zukunft hoffentlich bereits bei der Diagnosestellung hierzu eine Aussage treffen und den Patienten noch zielgerichteter helfen.“

Anna Frey warnt jedoch vor einer Pauschalisierung, dass jeder Patient mit einer Herzschwäche zwangsläufig eine Gedächtnisstörung hat oder haben wird:

„Immerhin haben wir bei 32 Prozent aller Studienteilnehmer mit Herzinsuffizienz keine Auffälligkeiten im Gehirn gefunden.

Lediglich 16 Prozent unserer Patienten hatten ernsthafte kognitive Störungen.“

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Dr. Anna Frey, frey_a@ukw.de
Prof. Dr. Stefan Störk, stoerk_s@ukw.de
Prof. Dr. Guido Stoll, stoll_g@ukw.de

Josef-Schneider-Str. 2 Haus D3
97080 Würzburg
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Kirstin Linkamp, DZHI Universitätsklinikum Würzburg


Susanne Just
Telefon: 0931/201-59447
Fax: 0931/201-60 59447
E-Mail-Adresse: just_s@ukw.de

Originalpublikation:
Die ausführliche Publikation finden Sie hier:
http://heartfailure.onlinejacc.org/content/6/7/583

Case Management Herzinfarkt

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Nachsorge durch geschulte Pflegekräfte hilft Herzinfarktpatienten

Die Lebensqualität von älteren Herzinfarkt-Patienten lässt sich ohne Mehrkosten durch ein sogenanntes Case Management im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt wesentlich verbessern. 

Das berichten Gesundheitsökonomen des Helmholtz Zentrums München in der Zeitschrift ‚Value in Health‘. 
 
Laut den Autoren um Dr. Hildegard Seidl vom Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) und Dr. Inge Kirchberger vom Institut für Epidemiologie II (EPI II) führen die regelmäßigen Kontakte und Informationsprogramme durch geschulte Pflegekräfte zudem zu weiteren positiven Effekten:

  • So verbessern sich die Muskelkraft und die Blutfettwerte, während sich geringere körperliche Einschränkungen zeigen und sich die Patienten gesünder ernähren.

Die Ergebnisse gehen zurück auf Daten der KORINNA-Studie, für die die Wissenschaftler über 300 Herzinfarkt-Patienten ab einem Alter von 65 Jahren untersucht hatten. Sie wurden nach ihrem Krankenhausaufenthalt gemäß dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt. Eine erhielt die übliche Behandlung nach deutschen Standards, die andere zusätzlich ein sogenanntes Case Management durch entsprechend geschulte Pflegekräfte: 

Dazu gehörten etwa Informationsmaterialien bei Klinikentlassung, Hausbesuche und regelmäßige Telefonkontakte (mindestens alle 3 Monate).

Erstautorin Seidl erklärt die Hypothese: 

„Wir wollten testen, ob die höhere Informationsdichte zu Themen wie Medikamenteneinnahme, Ernährung oder psychosozialen Aspekten und eine Anleitung zur Messung wichtiger Parameter wie Blutdruck, Puls oder Blutzucker, bei Patienten zu einer besseren Lebensqualität führt.“ 

  • Denn ältere Patienten mit Herzinfarkt leiden laut den Autoren häufig unter Begleiterkrankungen, die zu Mehrfachmedikation, reduzierter Lebensqualität und Wiedereinweisungen ins Krankenhaus führen können. 
In Deutschland sei aber bisher kein Case Management für ältere Patienten mit Herzinfarkt angeboten und evaluiert worden.

„Gute Informationsgrundlage für rationale Entscheidungen“

„Unser Gesundheitswesen sieht sich durch demographische Entwicklungen und teure Innovationen immens steigenden Kosten gegenüber“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Rolf Holle. 

„Kosteneffektive Lösungen, die das Befinden der Patienten verbessern sind nötiger denn je“, so der stellvertretende Institutsdirektor des IGM weiter. Daher sei es sinnvoll zu prüfen, ob die nun publizierten Ergebnisse auch in eine mögliche Handlungsempfehlung münden sollten.

„Die von uns durchgeführte Studie schafft eine gute Informationsgrundlage, anhand der die zuständigen Stellen in der Gesundheitspolitik rationale Entscheidungen treffen können“, erklärt Seidl. „Die Ergebnisse liefern wissenschaftliche Evidenz dazu, dass die ergänzende Versorgung durch ein Case Management bei älteren Menschen die Gesundheit kosteneffektiv verbessern kann. 

Es ist zu überlegen, ob die Richtlinie zur Übertragung ärztlicher Tätigkeiten auf Pflegekräfte* um die Diagnose Herzinfarkt zu erweitern ist und so ein Case Management für diese Patientengruppe zu ermöglichen.“
  • Herzinfarkt ist eine der Haupttodesursachen weltweit. Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten, haben ein hohes Risiko für einen Reinfarkt, das durch eine Lebensstiländerung und Verbesserung der Zuverlässigkeit der Medikamenteneinnahme verringert werden kann. Dies erfordert jedoch einen engen und anhaltenden Kontakt zum Therapeuten, der durch niederschwellige Angebote gefördert werden kann.

Weitere Informationen

* Konkret handelt es sich hier um die Richtlinie nach § 63 Abs. 3c SGB V

Die KORINNA-Studie: Gesundheitsökonomische Analyse eines Case-Managementprogramms bei älteren Herzinfarktpatienten. In der monozentrischen Studie wurden 340 Patienten mit akutem Herzinfarkt und Alter ab 65 Jahren im Klinikum Augsburg rekrutiert und per Zufall der Interventions- bzw. Kontrollgruppe zugewiesen. In der Interventionsgruppe erhielten die Patienten über drei Jahre jeweils einen oder bei Bedarf mehrere Hausbesuche durch geschultes Personal sowie vierteljährliche telefonische Beratungen, die Teilnehmer in der Kontrollgruppe erhielten die übliche Versorgung. In beiden Gruppen wurden der Gesundheitszustand und die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen alle drei Monate telefonisch erfragt. Primäres Zielkriterium war die Zeit ab Entlassung vom Basisaufenthalt bis zur ersten ungeplanten Rehospitalisierung (bzw. bis zum Tod außerhalb des Krankenhauses). Sekundäre Zielkriterien, wie klinische Messparameter, Funktionsfähigkeit, Depressivität und gesundheitsbezogene Lebensqualität wurden bei der Untersuchung nach drei Jahren erhoben. Kosten der Krankenhausaufenthalte wurden aus den administrativen Daten ermittelt, alle anderen Kosten wurden aus den Patientenangaben nach dem Unit Cost-Ansatz geschätzt. 

Weitere Informationen finden Sie unter:

 http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/gesundheitsversorgung/informationsplattform_versorgungsforschung/akteure/helmholtz_schwpkt1_projekt1.htm und http://www.helmholtz-muenchen.de/igm/forschung/projekte/abgeschlossene/korinna/index.html

Hintergrund:
Die Studie wurde von Prof. Dr. Christa Meisinger (EPI II, MONICA/KORA Herzinfarktregister, NAKO Studienzentrum), Prof. Dr. Bernhard Kuch (jetzt Chefarzt im Stiftungskrankenhaus Nördlingen) und Prof. Dr. Rolf Holle (IGM) geplant und am Klinikum Augsburg durchgeführt. Die Auswertung der Daten erfolgte am IGM durch Dr. Hildegard Seidl, Dr. Matthias Hunger und Dr. Björn Stollenwerk.

Das angebotene Case-Management für ältere Patienten hatte in einer ersten Erhebung innerhalb des ersten Folgejahres noch keine statistisch nachweisbare Verbesserung der Lebensqualität zur Folge gehabt. Das Follow-up im Rahmen der Studie wurde auf drei Jahre erweitert, um auch die mittelfristigen Effekte analysieren zu können. Hier setzt die aktuelle Studie auf. Kein Nachweis konnte erbracht werden für eine Verlängerung der Zeit bis zur ersten Wiedereinweisung ins Krankenhaus oder bis zum Tod (kombinierter Endpunkt) sowie für einen Zugewinn an qualitätsadjustierten Lebensjahren.

Original-Publikation:
Seidl, H. et al. (2016): The 3-year cost-effectiveness of a nurse-based case management versus usual care for elderly patients with myocardial infarction: Results from the KORINNA follow-up study. Value in Health, doi: 10.1016/j.jval.2016.10.001
http://www.valueinhealthjournal.com/article/S1098-3015(16)30103-6/fulltext

Korrespondierende Publikation:
Kirchberger, I. et al (2015): Effects of a 3-Year Nurse-Based Case Management in Aged Patients with Acute Myocardial In-farction on Rehospitalisation, Mortality, Risk Factors, Physical Functioning and Mental Health. A Secondary Analysis of the Randomized Controlled KORINNA Study. PLoS One, doi: 10.1371/journal.pone.0116693.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4374800/

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. http://www.helmholtz-muenchen.de

Das Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) untersucht Ansätze zur Verbesserung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung. Das Gesundheitssystem steht vor der Herausforderung, allen Bürgern eine qualitativ hochwertige und finanziell tragbare medizinische Versorgung zu gewährleisten. Der rasche medizinisch-technische Fortschritt und die demographischen Veränderungen verschärfen das beschriebene Spannungsverhältnis. Eine fundierte Evaluation der Strukturen und Prozesse der gesundheitlichen Versorgung unter den Gesichtspunkten von Effektivität und Effizienz ist eine unabdingbare Voraussetzung für rationales Handeln. http://www.helmholtz-muenchen.de/igm

Das Institut für Epidemiologie II (EPI II) erforscht die Zusammenhänge von Umwelt, Lebensstil und Genetik bei der Entstehung von Diabetes, Erkrankungen des Herzens und der Erhaltung der Gesundheit im Alter. Die Forschung stützt sich auf die einzigartigen bevölkerungsbasierten KORA-Ressourcen (Kohorte, Herzinfarktregister, Aerosol-Messstation). Folgestudien innerhalb der Kohorte ermöglichen die Untersuchung von Frühformen und Komplikationen ausgewählter chronischer Erkrankungen und deren Verbreitung in der Bevölkerung. http://www.helmholtz-muenchen.de/epi2

Die Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg (KORA) untersucht seit 30 Jahren die Gesundheit tausender Bürger aus dem Raum Augsburg. Ziel ist es, die Auswirkungen von Umweltfaktoren, Verhalten und Genen zu verstehen. Kernthemen der KORA-Studien sind Fragen zu Entstehung und Verlauf von chronischen Erkrankungen, insbesondere Herzinfarkt und Diabetes mellitus. Hierzu werden Risikofaktoren aus dem Bereich des Gesundheitsverhaltens (u.a. Rauchen, Ernährung, Bewegung), der Umweltfaktoren (u.a. Luftverschmutzung, Lärm) und der Genetik erforscht. Aus Sicht der Versorgungsforschung werden Fragen der Inanspruchnahme und Kosten der Gesundheitsversorgung untersucht. http://www.helmholtz-muenchen.de/kora

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Dr. Hildegard Seidl, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg - Tel. +49 89 3187 4485 - E-Mail: hildegard.seidl@helmholtz-muenchen.de
Sonja OpitzHelmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

MyHeartMate App - virtuelles Herz

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Herzinfarkt vorbeugen mit Gesundheitsapp

Forscher der University of Sydney haben eine App entwickelt, die Herzinfarkt-Patienten auf spielerische Art davor schützen soll, einen zweiten Infarkt zu erleiden. 
 
In Australien gehören Herzkrankheiten zu den größten gesundheitlichen Problemen. 1,4 Millionen Menschen sind betroffen und 54.000 Menschen erleiden jährlich einen Herzinfarkt.

Ist es erst einmal so weit gekommen, sind Vorbeugungsmaßnahmen nach Herzinfarkten ein sehr wichtiger Bestandteil der Rehabilitationsphase, denen nur wenige Patienten Folge leisten.

Forscher der University of Sydney haben nun eine App entwickelt, die Betroffenen auf bequeme und ansprechende Weise das Thema vor Augen führt und dabei unterstützt, die Gesundheit ihres Herzens zu kontrollieren und zu verbessern.

In der MyHeartMate App kümmert sich der Benutzer um sein „virtuelles Herz", spielt Spiele und kann dabei im echten Leben Herausforderungen annehmen, die den Spieler sowie das digitale Herz gesund halten. So wie das digitale Herz gesünder wird, verbessert sich auch der Gesundheitszustand des Menschen.

Um den Spieler zu motivieren, nutzt die App interaktive Spiele sowie Rätsel und stellt Aufgaben, die zur Verbesserung der Gesundheit beitragen. Das können sportliche Aktivitäten sein, eine Umstellung der Essgewohnheiten, mit dem Rauchen aufhören oder Stress reduzieren.

Zudem hilft die App den Benutzern dabei, ihre Medikamenteneinnahme zu organisieren, und es können Blutdruck- sowie Blutzuckerwerte gespeichert werden.

  • Professor Gemma Figtree von der Sydney Medical School bestätigt, dass durch Programme zur Vorbeugung von Herzkrankheiten Todesfälle und neue Herzinfarkte bereits reduziert werden konnten. 

Dennoch nehmen nur wenige Patienten an solchen Maßnahmen teil.

Aus diesem Grund haben die Forscher die App entwickelt, damit Menschen die Gesundheit ihres Herzens auf eine interaktive und spaßige Weise fördern können, sollten sie nicht die Möglichkeit haben, an traditionellen Programmen teilzunehmen.

Weitere Features der App:

kostenloser Download auf Smartphones und Tablets

zugänglich für Vollzeitarbeitnehmer und Patienten in ländlichen Gegenden

kann eigenständig oder zusammen mit Gesundheitsexperten verwendet werden

speichern und dokumentieren des Fortschritts

Erhalt von Auszeichnungen für Aktivitäten im realen Leben

einladen und motivieren von Freunden

Motivation um an kardialen Rehabilitationsprogrammen teilzunehmen

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