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Dein Rheuma im Rücken - internistischen Rheumatologen

Medizin am Abend Berlin Fazit: Volksleiden Rückenschmerz: Rheuma zu selten als Ursache erkannt

Viele Menschen leiden unter Rückenschmerzen. 

Meist liegt ein unspezifischer Schmerz vor, bei dem keine genaue Ursache erkannt wird. 

Bei etwa einem von vier Patienten mit chronischen Rückenschmerzen kann der Grund jedoch eine chronisch-entzündliche Wirbelsäulenerkrankung wie der Morbus Bechterew sein. 

Hierbei entzünden sich Knochen und Weichteile der Wirbelsäule und verursachen große Schmerzen. 
 
Im Vorfeld ihres 45. Kongresses weist die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) darauf hin, dass lediglich etwa jeder Vierte dieser Betroffenen eine korrekte Diagnose erhält. 

Warum so wenige Menschen von ihrer Erkrankung wissen und welche Therapien bei rheumabedingtem Rückenschmerz helfen, erläuterten Experten auf dem Kongress.

  • "Als Ursache für den Rückenschmerz werden entzündlich-rheumatische Erkrankungen häufig gar nicht oder erst zu spät erkannt", bedauert Dr. med. Uta Kiltz, Oberärztin am Rheumazentrum Ruhrgebiet, Herne. 

Die zwei häufigsten rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen sind die rheumatoide Arthritis (RA) und die axiale Spondyloarthritis (SpA), dessen schwere Verlaufsform hierzulande auch Morbus Bechterew genannt wird.

Hierbei entzünden sich die Knochen sowie die anliegenden Sehnen und Bänder der Wirbelsäule und verursachen chronische Schmerzen im Rücken.

"In Anbetracht der Erkrankungshäufigkeit von rund einem Prozent der Bevölkerung ist es besonders wichtig, schnelle und sichere Diagnosen zu stellen, um Betroffene frühzeitig zu therapieren. 

Nur so können Folgeschäden, Einschränkungen und schlimmstenfalls Arbeitsunfähigkeit verhindert werden", betont die Rheumatologin. Mitunter leiden Rheuma-Patienten viele Jahre an Rückenschmerzen bis sie – wenn überhaupt – die richtige Diagnose erhalten.

Den Grund für die häufigen Fehl- und Spätdiagnosen bei Rheuma-Patienten sehen Experten der DGRh darin, dass diese zunächst Hausärzte und Orthopäden bei Rückenschmerzen aufsuchen.

Zu selten ziehen die Ärzte dann rheumatische Erkrankungen in Erwägung und überweisen zum internistischen Rheumatologen. 

"Bereits in der Erstversorgung sollten Patienten unter 45 Jahren, die über 12 Wochen chronische Rückenschmerzen haben, auf Charakteristika einer Rheumaerkrankung befragt werden", empfiehlt Kiltz. 
  • "Wacht beispielsweise der Patient aufgrund von Schmerzen regelmäßig in der zweiten Nachthälfte auf oder verbessern sich die Beschwerden bei Bewegung, sollte unbedingt an die Möglichkeit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung gedacht werden." 
Haben Patienten darüber hinaus bereits andere Vorerkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Schuppenflechte, verdichte sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Rückenschmerz beispielsweise Folge eines Morbus Bechterew sei.

Professor Dr. med. Bernhard Hellmich aus Kirchheim-Teck weist zudem darauf hin, dass aufgrund der Komplexität von rheumatischen Erkrankungen ein multidisziplinäres Vorgehen anzuraten sei. 

„Auch Bildgebungsdiagnostik wie MRT oder Röntgen muss in enger Abstimmung mit dem Rheumatologen erfolgen, denn für die unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen sind jeweils verschiedene diagnostische Methoden sinnvoll“, so der Kongresspräsident von Seiten der DGRh.

Aufgrund seiner Bedeutung für das Fach der Rheumatologie ist die interdisziplinäre Arbeit in diesem Jahr auch ein Schwerpunkt des Kongresses in Stuttgart.


Quelle:
https://www.bechterew.de/inhalt/morbus-bechterew/haeufig-gestellte-fragen/


Neue Antikörper in der Therapie rheumatischer Erkrankungen
Professor Dr. med. Hanns-Martin Lorenz, Präsident der DGRh, Leiter der Sektion Rheumatologie am Universitätsklinikum Heidelberg, Medizinisch-wissenschaftlicher Leiter des Rheumazentrums Baden-Baden

Septische Arthritis: Behandlung und Folgen der bakteriellen Gelenkinfektion
Dr. med. Ludwig Bause, Tagungspräsident DGORh, Chefarzt der Klinik für Rheumatologie am St. Josef-Stift Sendenhorst

Autoinflammationssyndrome im Kindesalter – Neue Therapiemöglichkeiten
Dr. med. Toni Hospach, Tagungspräsident GKJR, Leiter des Zentrums für Pädiatrische Rheumatologie (ZEPRAS) am Klinikum Stuttgart

Chronischer Rückenschmerz: Wann Rheuma dahinter steckt
Dr. med. Uta Kiltz, Oberärztin am Rheumazentrum Ruhgebiet, Herne

‚Weniger Therapie‘ für mehr Lebensqualität: Für wen und wann die Reduktion der Rheuma-Medikamente in Frage kommt
Professor Dr. med. Klaus Krüger, Praxiszentrum St. Bonifatius, München

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com












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Janina Wetzstein und Sabrina Hartmann
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)
Pressestelle
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-457, Fax: 0711 8931-167
wetzstein@medizinkommunikation.org
http://www.dgrh-kongress.de

Sarkome - bösartige Tumore - Sarkomzentrum Dresden

Medizin am Abend Berlin Fazit:  Mit hochspezialisiertem Sarkomzentrum baut Dresdner Uniklinikum Spektrum der Krebstherapie aus

Sarkome sind bösartige Tumore von Weichteilen und Knochen, die sich nur durch eine hochspezialisierte Diagnostik und Therapie erfolgreich behandeln lassen. 

  • Die hierzu notwendigen Fachkenntnisse und technischen Voraussetzungen stehen nur an wenigen Orten in Deutschland vollumfänglich zur Verfügung, darunter am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. 

Unter dem Dach des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden / Universitäts KrebsCentrum (UCC) werden diese Angebote jetzt im „Sarkomzentrum Dresden“ für Patienten der Region und darüber hinaus gebündelt. 

Funktionsoberärztin PD Dr. Christine Hofbauer ist eine der direkten Ansprechpartner für die Sarkompatienten. Funktionsoberärztin PD Dr. Christine Hofbauer ist eine der direkten Ansprechpartner für die Sarkompatienten. Foto: Uniklinikum Dresden
 
Sarkome sind bösartige Tumore von Weichteilen und Knochen, die sich nur durch eine hochspezialisierte Diagnostik und Therapie erfolgreich behandeln lassen. Die hierzu notwendigen Fachkenntnisse und technischen Voraussetzungen stehen nur an wenigen Orten in Deutschland vollumfänglich zur Verfügung, darunter am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. Unter dem Dach des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden / Universitäts KrebsCentrum (UCC) werden diese Angebote jetzt im „Sarkomzentrum Dresden“ für Patienten der Region und darüber hinaus gebündelt.

Es gibt kaum eine andere Gruppe von Krebserkrankungen, bei denen der Vorteil einer Behandlung an spezialisierten Zentren so eindeutig ist wie bei Sarkomen. Dies liegt an der Seltenheit der bösartigen Tumore, die sich überdies noch in viele verschiedene Untertypen aufteilen. Außerhalb spezialisierter Zentren behandeln Ärzte oft nur einmal in mehreren Jahren einen Patienten mit dieser Erkrankung. Zum anderen braucht die optimale Therapie von Sarkomen, die in allen Körperregionen vorkommen können, ein außerordentlich breites Spektrum an Spezialwissen sowie speziellen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden. Diese Voraussetzungen sind nur an wenigen großen Zentren gegeben. Betroffene Patienten – so die Empfehlung weltweit führender Experten – sollten daher schon im Verdachtsfall unverzüglich in ein spezialisiertes Zentrum überwiesen werden.

Fachübergreifendes Spezialisten-Team für optimale Behandlung
Um Patienten der Dresdner Region eine optimale Behandlung bieten zu können, wurde nach umfangreicher Vorbereitung Ende September 2016 das Sarkomzentrum Dresden unter dem Dach des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden / Universitäts KrebsCentrum (UCC) Dresden gegründet.

Hier erfolgen Diagnose und Therapie in enger fachübergreifender Zusammenarbeit besonders spezialisierter Ärzte aus den Fachgebieten Orthopädie und Unfallchirurgie, Viszeral,- Thorax- und Gefäßchirurgie, Radioonkologie/Strahlentherapie, Medizinische Onkologie, Pädiatrische Onkologie, Kinderchirurgie, Urologie, Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, HNO, Dermatologie sowie Frauenheilkunde. Hinzu kommen auch Experten der Pathologie, Genetik, Radiologie, Nuklearmedizin sowie Palliativmedizin. Auch spezialisierte Psychoonkologen und besonders geschulte Experten anderer Gesundheitsberufe, zum Beispiel der onkologischen Pflege und der physiotherapeutischen Rehabilitation, sind integraler Teil des Teams. Parallel arbeiten die Ärzte und Wissenschaftler an Forschungsprojekten, um die Therapie kontinuierlich zu verbessern.

Modernste Methodik und Geräte-Ausstattung
„Das Sarkomzentrum Dresden bietet das komplette Spektrum modernster Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, die für die optimale Sarkombehandlung notwendig sind“, erklärt einer der beiden Leiter des neuen Zentrums, Prof. Klaus-Dieter Schaser, Ärztlicher Direktor des UniversitätsCentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie am Dresdner Uniklinikum.

Zu nennen ist die hochqualifizierte Chirurgie, einschließlich moderner robotischer Methoden. Sie wird durch spezialisierte Bildgebung vor und während der Operation unterstützt – wie die Kombination von Positronen-Emissions-Tomographie und Computer-Tomographie beziehungsweise Magnet-Resonanz-Tomographie (PET/CT, PET/MRT) sowie die intraoperative CT-Bildgebung mit Navigation.

Um das biologische Verhalten und besondere Mutationen der Sarkome charakterisieren zu können, kommen zudem modernste Methoden der molekularen Tumordiagnostik zum Einsatz. 

  • Gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Standort Heidelberg im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen stehen innovative Geräte zur DNA-Entschlüsselung – „Next Generation Sequencing“ – und in besonderen Fällen die Möglichkeit der Ganz-Genomsequenzierung zur Verfügung. 
Gleichzeitig wird das gesamte Spektrum der Strahlentherapie angeboten – einschließlich der Protonentherapie, die weltweit nur wenigen Zentren zur Verfügung steht. 

Bei den medikamentösen Behandlungen kann nicht nur auf die klassische Chemotherapie zurückgegriffen werden, sondern auch auf neue Verfahren, wie die Immuntherapie und molekular wirksame Medikamente.

Weitere hochspezialisierte Methoden, wie die Extremitätenperfusion – eine Sonderform der Chemotherapie für Arme und Beine –, die Strahlentherapie während einer Operation und die durch Magnet-Resonanz-Tomographie gesteuerte Gewebeerhitzung befinden sich aktuell in Aufbau.

„Wir freuen uns, dass wir diese hervorragenden Experten und Möglichkeiten ab sofort in einem gemeinsamen Zentrum bündeln können. So können wir Sarkompatienten die bestmögliche Diagnostik und Therapie bieten“, sagt Zentrums-Leiter Professor Jürgen Weitz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Dresden.

„Neben der optimalen Behandlung auf dem aktuellen medizinischen Wissensstand, können wir den Patienten auch zahlreiche Therapiestudien anbieten.

Eine wichtige Grundlage hierfür ist die Einbindung des Dresdner Standorts im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen, im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung und vielen weiteren nationalen und internationalen Netzwerken“, ergänzen die Zentrums-Leiter Prof. Schaser und Prof Weitz.

Sarkompatienten können sich direkt oder über den Arzt anmelden
 
Niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser können sich für Patienten, bei denen Sarkome oder unklare Befunde mit Verdacht auf ein Sarkom festgestellt wurden, direkt an das Sarkomzentrum Dresden im Universitäts KrebsCentrum wenden.

Betroffene Patienten haben zudem die Möglichkeit, sich selbst im Sarkomzen­trum des UCC vorzustellen und erhalten ohne zeitliche Verzögerung eine adäquate Diagnostik und Therapie.

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Tel.: 0351 458 45 00
E-Mail: anfrage@krebscentrum.de
Holger Ostermeyer Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden



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http://www.krebscentrum.de