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Drogenkonsum-Trends bei synthetischen Opioiden

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: EU-Projekt untersucht Missbrauch synthetischer Opioide in Europa und Nordamerika

Gefahr durch inflationäre Verschreibung: 

Studie unter Federführung der Frankfurt UAS zu Drogenkonsum-Trends soll dramatischer Entwicklung wie in den USA vorbeugen 
 
Die Auswirkungen des Gebrauchs und Missbrauchs synthetischer Opioide in Europa und Nordamerika untersucht das EU-Projekt „Synthetic Opioids Health Systems:

Improving health system responses on the prevalence and use of Synthetic Opioids in Europe (SO-Prep)“ (Gesundheitssysteme und synthetische Opioide: Verbesserung der Reaktionen von Gesundheitssystemen auf die Verbreitung und den Gebrauch synthetischer Opioide (SO-Prep).

Federführend dabei ist das Institut für Suchtforschung Frankfurt (ISFF) an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) unter der Leitung von Prof. Dr. Heino Stöver.

Ziel ist es, das Verständnis gegenwärtiger Drogenkonsum-Trends bei synthetischen Opioiden zu verbessern, um innerhalb der Europäischen Union auf diesbezügliche Gesundheitsrisiken bzw. Gesundheitsschäden besser vorbereitet zu sein und schneller reagieren zu können.

Insgesamt fließen in das Projekt 500.000 Euro Fördermittel über eine Laufzeit von 24 Monaten. 80 Prozent der Mittel kommen von der EU-Kommission, die restlichen 20 Prozent sind Eigenmittel.

Das Auftakt-Meeting des internationalen Forschungsprojekts fand Ende Februar 2020 in Utrecht in den Niederlanden statt. Prof. Dr. Heino Stöver (Geschäftsführender Direktor des Instituts für Suchtforschung Frankfurt (ISFF)) und Babak Moazen (wissenschaftlicher Mitarbeiter) haben als Vertreter der Frankfurt UAS an dem Meeting teilgenommen.

Synthetische Opioide (SO) sind synthetisch hergestellte Stoffe, die morphinartige Eigenschaften aufweisen und an Opioidrezeptoren im Körper wirken. 

Sie werden als Schmerzmittel in der Anästhesie (bei Narkosen) sowie zur Therapie akuter und chronischer Schmerzen eingesetzt, bekannt ist z. B. Fentanyl. 

  • „Die Forschung im Bereich der SO ist deshalb so wichtig, weil in den USA die inflationäre Verschreibung von synthetischen Opioiden – vor allem von Fentanyl – zu einer Welle von Abhängigkeiten und tödlichen Überdosierungen geführt hat“, erläutert Stöver. 

Zwischen 1999 und 2017 seien nach Behördenangaben fast 400.000 Menschen in den USA an den Folgen von Opioid-Missbrauch gestorben, berichtet der Suchtforscher. 

Allein 2017 starben 48.000 Amerikaner/-innen an den Folgen ihrer Opioid-Sucht. 

„Das sind jeden Tag über 130 Tote, mehr als täglich im Straßenverkehr oder durch Schusswaffen in den USA insgesamt ums Leben kamen“, bilanziert Stöver.

  • Das EU-Projekt will vor allem verhindern, dass es in den EU-Mitgliedsländern zu einer solchen Entwicklung kommt. 

Das soll erreicht werden, indem das Projekt die Reaktionen verschiedener europäischer Gesundheitssysteme auf die Verbreitung und den Gebrauch synthetischer Opioide in Europa verbessern soll.

Außerdem will es zu einem besseren Verständnis gegenwärtiger Drogenkonsum-Trends bei synthetischen Opioiden beitragen.

Zu den spezifischeren Unterzielen zählt zum einen, einen besseren Einblick und ein besseres Verständnis der gegenwärtigen Nutzung von synthetischen Opioiden zu gewinnen.

  • Außerdem sollen aus jüngsten Erfahrungen mit der Nutzung synthetischer Opioide in Nordamerika und – wo das Problem auch bereits entstanden ist – in Estland Lehren gezogen werden. 

Auch eine Übersicht der Praktiken zum Notfall-Gesundheitsschutz bzw. zu Notfall-Gesundheitsreaktionen bei synthetischen Opioiden will das Forscherteam erstellen und ein Modell der SO-Bereitschaft ausarbeiten. Dadurch sollen mögliche Risiken und Schäden angegangen und Richtlinien zu SO in den nationalen Gesundheitssystemen der fünf Länder Estland, Niederlande, Belgien, Finnland und Deutschland entwickelt werden.

Zudem wollen die Forschenden den Politikerinnen und Politikern und anderen wichtigen Interessenvertretern gezielte Werkzeuge wie strategische Kurzanleitungen und Informationsblätter an die Hand geben. Schließlich sollen die Länder Unterstützung bei der Implementierung und der Verbreitung der Ergebnisse über folgende Tools bekommen: die Organisation nationaler Treffen, ein Seminar und eine Web-Plattform.

Das deutsche Team unter Prof. Heino Stöver wird folgende Aufgaben bearbeiten:




Prof. Dr. Heino Stöver
Prof. Dr. Heino Stöver Frankfurt University of Applied Sciences


- aktuelle epidemiologische Daten und Informationen zur Verfügbarkeit, Verwendung und Verbreitung von synthetischen Opioiden in Europa und Nordamerika sammeln, aufzeichnen und analysieren;

- wichtige Erfahrungen aus der SO-Historie in Nordamerika sammeln, um möglichst dortige Fehler nicht zu wiederholen;

- eine Fallstudie des Gebrauchs von SO und von SO-Märkten in Estland als Modell durchführen;

- beurteilen, wie gut nationale Regierungen in sechs Ländern auf bevorstehende Probleme mit synthetischen Opioiden vorbereitet sind.

Neben der Frankfurt UAS nehmen folgende Hochschulen an dem Projekt teil: das Trimbos Institute aus den Niederlanden, das Estonian Health Institute aus Estland, das Finnish Health Institute aus Finnland, das Euro Harm Reduction Network „Correlation“ aus den Niederlanden, und die Universität Gent aus Belgien.

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
www.medizin-am-abend.blogspot.com












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Frankfurt University of Applied Sciences
Fachbereich 4: Soziale Arbeit & Gesundheit
Prof. Dr. Heino Stöver
Telefon: +49 69 1533-2823
E-Mail: hstoever@fb4.fra-uas.de

Oliver Klinke Frankfurt University of Applied Sciences
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt am Main
Deutschland
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Nicola Veith
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Sarah Blaß
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Fax: 069/1533 2403
E-Mail-Adresse: blass@kom.fra-uas.de

HEUTE: ThemenEinladung: Langfristige Gabe von starken Schmerzmitteln

Medizin am Abend Berlin Fazit: Wie Medikamente zu Drogen werden

Anlässlich des diesjährigen internationalen literaturfestivals berlin (ilb) ist der Berliner Wissenschaftler Prof. Dr. Christoph Stein, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin an der Charité-Universitätsmedizin Berlin und Mitglied im Einstein-Zentrum für Neurowissenschaften zu Gast im Haus der Berliner Festspiele. 

HEUTE:  Montag 10. September 2018 um 21 Uhr diskutiert er gemeinsam mit FAZ Redakteur Harald Staun über die Gefahren, die eine langfristige Gabe von starken Schmerzmitteln mit sich bringen. 
 
Opioidhaltige Arzneimittel können schnell zu einer Abhängigkeit führen – dennoch sind sie für den klinischen Alltag unverzichtbar – etwa nach Operationen oder bei Krebspatienten.


In den USA ist es in den letzten Jahren zu einer beispiellosen Opioid-Abhängigkeit gekommen, weil Ärzte dort zu lange sorglos Opioide verschrieben haben.

Das Land wurde mit den starken Schmerzmitteln regelrecht überschwemmt.

Monatlich sterben tausende Menschen an Überdosierungen. 

Auch in Deutschland werden Schmerzmittel, die Opioide enthalten verschrieben – Tendenz steigend. 

Sie werden häufig bei chronischen Schmerzen verschrieben, obwohl sie nicht unbedingt notwendig sind.
Christoph Stein erläutert neben den Gefahren einer regelmäßigen Opioid-Einnahme auch wie alternative Therapien aussehen könnten.

Christoph Stein ist Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin an der Charité Universitätsmedizin Berlin und Mitglied des Einstein-Zentrums für Neurowissenschaften.  

Seine Schwerpunkte liegen im Bereich Schmerzforschung, -therapie, Narkose und Opioid-Therapie.

Die Veranstaltung wird in der Reihe „The Politics of Drugs“ präsentiert, die in diesem Jahr zum ersten Mal in der Sparte Specials Teil des Programms ist. In Vorträgen und Gesprächsrunden werden das Verständnis und der politische Umgang mit Drogen im historischen Rückblick betrachtet.

Auch werden heutige Produktionsformen und Verkehrswege bis hin zum Konsum und dessen Auswirkungen verfolgt. 

Ziel der Veranstaltungen ist es, verschiedene Modelle der Drogenpolitik sowie deren Vor- und Nachteile herauszuarbeiten und neue Akzente im internationalen Diskurs über Drogen zu setzen.

Datum: 10.09.2018
Uhrzeit: 21:00 Uhr
Special: The Politics of Drugs
Ort: Literaturhaus Berlin
Autor: Christoph Stein

Das internationale literaturfestival berlin findet seit 2001 jährlich statt. Rund 200 Autoren aus 40 Ländern stellen ihre Werke vor. Neben wissenschaftlichen Beiträgen präsentiert das Festival eine große Vielfalt zeitgenössischer Literatur aus aller Welt. Das 18. internationale literaturfestival berlin findet vom 5. bis 15. September im Haus der Berliner Festspiele sowie an weiteren Orten in Berlin statt.

Das Exzellenzcluster NeuroCure und das Einstein-Zentrum für Neurowissenschaften Berlin an der der Charité – Universitätsmedizin Berlin unterstützen die Veranstaltung.

Wie Medikamente zu Drogen werden


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt
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Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Prof. Dr. Christoph Stein
Direktor Klinik für Anästhesiologie m.S. operative Intensivmedizin
Charité – Universitätsmedizin Berlin
E-Mail: christoph.stein(at)charite.de
https://anaesthesie.charite.de/

c/o Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Deutschland
Berlin


Dipl.-Biol. Linda Faye Tidwell
Telefon: 030-450560145
E-Mail-Adresse: linda-faye.tidwell@charite.de
http://www.ecn-berlin.de/

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
https://www.ecn-berlin.de/news.html

http://www.neurocure.de


http://literaturfestival.com/festival/programm/2018/specials/politics-of-drugs/m...


http://www.literaturfestival.com


http://www.berlinerfestspiele.de/literaturfestival