Die Belastung durch ein Kind mit Behinderung wirkt sich auf die ganze Familie aus. Staatliche Unterstützung kann jedoch die negativen Folgen abmildern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Janet Currie (Yale), die jetzt von der Rockwool Foundation Berlin (RFBerlin) veröffentlicht wurde. Zweitgeborene Kinder, deren jüngeres Geschwisterkind eine Behinderung hat, suchen im Alter zwischen 9 und 20 Jahren mit einer um 13 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit selbst psychologische Unterstützung. „Da Behinderungen in Familien mit niedrigerem sozioökonomischem Status häufiger vorkommen, könnte eine Behinderung ein unterschätzter Faktor sein, der sozioökonomische Benachteiligungen über Generationen hinweg verstärkt“, sagt Ko-Autorin Janet Currie, Research Fellow bei RFBerlin und Professorin an der Yale University. |
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